Lunch @ Ocean World Terrace – Cofresi [29.12.2018]

Am Samstag verschlug es uns mal wieder nach Puerto Plata, wo wir um die Mittagszeit etwas Hunger bekamen. Meine Begleitung schlug daher vor ins La Sirena Einkaufszentrum zu fahren und dort zu essen – ich hatte hier darüber berichtet – was mir jedoch nicht ganz so zusagte. Ich meinte, das hätte ja eher den Charakter einer Kantine. Darauf hin drehte meine Begleitung das Auto und fuhr quer durch die Stadt, ohne mir jedoch zu sagen wo wir jetzt hin wollten. Erst als wir den Osten der Stadt erreichten und Puerto Plata fast verlassen hatten, schwante mir was unser Ziel war: das Ocean World Resort am östlichen Stadtrand. Ich befürchtete etwas, dass dadurch das Mittagessen doch etwas zu kostspielig werden würde, doch meine Proteste diesbezüglich wurden geflissentlich ignoriert und so landeten wir schließlich, nachdem wir das Resort-Gelände fast komplett durchfahren hatten, am dortigen Yacht-Hafen

29 - Hafananlage - Ocean World - Cofresi - Puerto Plata

30 - Yachten - Ocean World - Cofresi - Puerto Plata

wo sich neben einem Lifestyle Holidays Hotel samt der Kviar-Discothek The Dome

31 - The Dome - Ocean World - Cofresi - Puerto Plata

auch das Restaurant Ocean World Terrace befindet, in dem wir nun speisen wollten.

32 - Ocean World Terrace - Cofresi - Puerto Plata

Das Restaurant selbst, das mit einer großen Anzahl an Tischen sowohl im Schatten als auch in der Sonne vielen Gästen Platz bietet, war trotz Mittagszeit nur spärlich besucht. Außer uns waren vielleicht noch vier andere Tische besetzt. Dennoch schien das Bedienungspersonal, das zwischen den Tischen herumwuselte, uns erst einmal wenig Aufmerksamkeit zu spenden. Erst nachdem wir auf uns Aufmerksam gemacht hatten, brachte man uns die Speisekarte und fragte nach Getränken.
Das Angebot auf der Speisekarte war reichhaltig aber nicht überladen und bot dabei sowohl internationale Gerichte wie Pasta, Hamurger oder Pizza als auch lokale Spezialitäten wie zum Beispiel Mofongo, einen aus Kochbananen hergestellter Kloß. Und genau für diesen Mofongo entschied ich mich als Mittagessen, und zwar als Mofongo Mixto mit Res (Rindfleisch), pollo (Huhn) und camarónes (Garnelen). Meine Begleitung wählte eine Pasta con camarónes.
Nach der Bestellung begann erst einmal wieder das warten. Ich war schon drauf und dran, einfach nur die Getränke zu zahlen und zu gehen als man uns nach über einer Dreiviertelstunde Wartezeit endlich das Essen brachte.

33 - Mixed Plate with Mofongo - Ocean World Terrace - Cofresi - Puerto Plata
Mofongo mit Rind, Huhn & Meeresfrüchten

33 - Shrimp Pasta - Ocean World Terrace - Cofresi - Puerto Plata
Pasta con camarónes

Doch ich muss zugeben, das Warten hatte sich gelohnt, denn was man uns das gebracht hatte war wirklich überaus gut gelungen. Ich würde fast sagen, dies sei der beste Mofongo den ich je gegessen habe, doch da es mein erster überhaupt war, warte ich mit einer solchen Aussage lieber noch etwas ab. 😉 Auf jeden Fall rief dieses Geschmackserlebnis nach einer Wiederholung – wobei natürlich auch das leicht säuerlich angemachte Rindfleisch, das Huhn in Currysauce und die Garnelen in einer fruchtigen Tomatensauce einen nicht geringen Anteil zum Genuss beitrugen. Leider war das ganze auch nicht gerade billig, ich zahlte 480 Dominikanische Pesos, umgerechnet 8,30 Euro – aber die Investition hatte sich auf jeden Fall gelohnt. Und auch die Pasta muss sehr lecker gewesen sein wie mir meine Begleitung bestätigte. Ich vermute mal dass man das Ganze sogar frisch zubereitet hatte, womit auch die lange Wartezeit zu entschuldigen wäre. Wer also in Puerto Plata sonniger Hafenatmosphäre gut speisen will, dem kann ich die Ocean World Terrace durchaus ans Herz legen.

Asadero Doña Pula – Puerto Plata [28.12.2018]

Am Freitag entschieden wir uns dazu, dem Asadero Doña Pula einem Besuch abzustatten, einem erst relativ neu in Puerto Plata eröffneten Restaurant oberhalb etwas nördlich des La Sirena Einkaufszentrums.

26 - Asadero Doña Pula - Puerto Plata

Obwohl sich die Lokalität direkt neben einer Tankstelle befindet, kann man sie durchaus als gehobene Gastronomie bezeichnen, denn das Restaurant verfügt über einen Parkservice, d.h. Angestellte am Eingang parken das Auto nach der Ankunft und bringen es bei der Abreise wieder bis vor die Tür – aber vielleicht auch nur zum Selbstzweck, denn Parken ist in der Umgebung – abgesehen von direkt auf der nebenan liegenden Tankstelle – eher schwer. Laut meiner Recherchen handelt es stammt Doña Pula wohl ursprünglich aus dem ca. 60 Kilometer entfernten Santiago de los Caballeros, wo es sehr erfolgreich gewesen war, und hatte mit Lokalität in Puerto Plata seine erste Filiale eröffnet. Da wir nur zu dritt waren, fand die Angestellte die uns am Eingang begrüßte schnell einen freien Tisch im gut besuchten und sehr sauberen Restaurant und brachte und die Speisekarten. Nach einigen Entrées listete diese vor allem verschieden Fleischsorten von Huhn, Schwein über Rind bis hin zu Kaninchen, Ziege und etwas das als “Guinea” bezeichnet wurde auf – hier handelte es sich wie sich auf Nachfrage herausstellte aber nicht um das Guinea Pig, also Meerschweinchen, sondern um eine lokale Geflügelsorte. 😉 Außerdem gab es Salate und eine separate Liste von Sättigungsbeilagen von Patatas, also Kochbananen, über verschieden Kartoffelzubereitungen bis hin zu Reis, Fritten und Maisbrot. Während sich meine Gäste für Schwein mit Maisbrot sowie Hähnchenflügel mit Potato Wedges entschieden, wählte ich die Ziege mit frittierten Kartoffelstäbchen. Außerdem bestellte ich als kleine Vorspeise für alle etwas Pulpo frita, also frittierten Tintenfisch mit Knoblauchsauce. Diese wurde auch nach angenehm kurzer Wartezeit schon auf einem Holzbrett stilvoll serviert. Besteck lag zwar am Tisch bereit, aber die mundgerechten Stücke luden regelrecht zum Verzehr mit den Händen ein.

27 - Pulpo - Doña Pula - Puerto Plata

Im Grunde genommen die dominikanische Version von Calamaris, aber deutlich hochwertiger als das was man z.B. in unserem Betriebsrestaurant servierte und eindeutig sehr frisch. Und die Knoblauchsauce, in die wir den Tintenfisch tunkten, erwies sich als wirklicher Genuss. Einige Spritzer Limone rundeten das ganze sehr gelungen ab.
Wir hatten, während wir auf den Hauptgang warteten, natürlich die anderen Gäste beobachtet und uns war aufgefallen, dass häufig große hölzerne, an Scheiben eines Baumstamms erinnernde und auf Drehgestellen montierte Platten mit Speisen serviert wurden, ich hielt das ganze aber zuerst eher für eine Sondervariante des Verzehrs. Also man uns unsere Speisen aber schließlich ebenfalls auf einem solchen Holzteller brachte, musste ich erkennen dass es sich hierbei wohl eher um die Standard-Variante des Verzehrs im Doña Pula handelte.

28 - Fleischplatte - Doña Pula - Puerto Plata

Das hatte natürlich den Vorteil, dass man nicht nur auf seine Auswahl beschränkt war, sondern von allen Fleischsorten probieren konnte – auch wenn meine Gäste weniger Interesse an der von mir gewählten Ziege zeigten, obwohl sie wirklich fantastisch zart und meiner einer leckeren, an BBQ-Sauce erinnernden Sauce versehen war. Auf kleinen Porzellantellern konnten wir uns jeweils etwas nach Geschmack von der Holzunterlage nehmen und verzehren, dazu gab es eine Art Pesto sowie Ketchup für die Sättigungsbeilagen. Aber auch die anderen Fleischsorten waren von äußerst hoher Qualität. Für Fleischliebhaber ein wirklicher Genuss, die Sättigungsbeilagen waren zwar ebenfalls sehr gelungen, aber letztlich doch eher schmückendes Beiwerk. Und ein weiterer Vorteil: Das ganze ist auch noch ausgesprochen Günstig angesichts der hochwertigen Fleischmengen, die wir verzehrt hatten. Ich kann dem Asadero Doña Pula nur mit uneingeschränkte Empfehlung aussprechen. Wir waren bestimmt nicht zum letzten Mal hier gewesen.

Spanische Paella mit Meeresfrüchten, Fisch & Huhn [22.02.2017]

Hätte die Lasagne Bolognese mit Bechamelsauce und Mozzarella aus dem Abschnitt Globetrotter auf der Speisekarte unseres Betriebsrestaurants etwas besser ausgesehen, hätte ich vielleicht bei ihr zugeschlagen, denn auf die Rindergulaschsuppe mit Paprikastreifen, Kartoffelwürfeln und Holzofenbrot bei Tradition der Region sowie die Asia-Thai-Gerichte wie Gebratene Mienudeln mit verschiedenem Asiagemüse in Hoi Sin Saice oder Rindfleisch mit Broccoli und Karotten in Austernsauce hatte ich keinen Appetit. Aber ihr fehlte einfach der Charme, denn zwischen den Lasagneplatten war kaum Füllung zu erkennen. Also griff ich schließlich zur Spanische Paella mit Meeresfrüchten, Fisch und Huhn die bei Vitality angeboten wurde.

Spanish paella with seafood, fish & chicken / Spanische Paella mit Meeresfrüchten, Fisch & Huhn

Im servierten Reisgericht fand sich neben verschiedenen Gemüsesorten wie Paprika, Lauch, Frühlingszwiebeln oder Möhren auch wie angekündigt Würfel von Fisch – wahrscheinlich Seelachs – und Huhn auch kleinteiligen Meeresfrüchten von Miesmuscheln und Tintenfisch bis hin zu Krabben. Eigentlich alles, was man von einer einer einfachen Paella erwartete, aber irgendwie fehlte ihr würztechnsich – zumindest meiner Meinung nach – der letzte Pep. Sie schmeckte nicht schlecht, war aber dennoch irgendwie langweilig. Ich weiß nicht wie ich es anders beschreiben soll. Daher kann ich ihr leider keine volle Punktzahl geben.
Bei den anderen Gästen lag heute mit knappen Vorsprung die Lasagne am höchsten in der Gunst und konnte sich somit den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern. Auf dem zweiten Platz sah ich die Rindergulaschsuppe, die sich aber wiederum auch nur knapp gegen die Paella auf Platz drei durchsetzen konnte. Einen ebenfalls guten vierten Platz belegten schließlich die Asia-Gerichte.

Mein Abschlußurteil:
Spanische Paella: +

Boca Chica Beach [12.06.2016]

Am heutigen Dienstag stand ein Ausflug nach Boca Chica, der berühmten Strandregion östlich von Santo Domingo auf meinem Plan. Eine Fahrt dorthin mit einem Public Taxi oder einem regulären Taxi erschienen nach einiger Überlegung zu umständlich oder zu teuer, daher entschloss ich mich mit einigem Zähneknirschen dazu, einen Mietwagen zu nehmen. Allerdings schienen mir die kleineren Verleiher durchgehend nicht sonderlich vertrauenswürdig, daher landete ich schließlich bei einer Nelly Rent-a-Car Niederlassung am Südrand von Santo Domingo.

Nelly Rent-A-Car @ Santo Domingo

Hier ging es, im Gegensatz zu dem war ich bisher in Sachen Mietwagen erlebt hatte, sehr professionell zu. Für den Wagen, einen silbernen Hyundai, inklusive Vollkasko- und Rechtsschutz-Versicherung sollte ich 65 US-Dollar pro Tag bezahlen, allerdings wurde meine Kreditkarte gleich mit 265 Dollar belastet, um die Selbstbeteiligung im Schadensfall abdecken zu können. Das Geld würde ich hinterher zurück bekommen, wenn ich den Wagen schadensfrei zurück gab. Ich musste Reisepass und Führerschein vorlegen und musste eine ganze Latte an Formularen ausfüllen, bevor ich schließlich und nach fast einer Stunde endlich den Wagen samt Schlüssel ausgehändigt bekam. Dafür war der Wagen in einwandfreiem Zustand, gereinigt und bis zum Anschlag vollgetankt als ich ihn übernahm und bei der Übernahme wurde jeder Kratzer und jede Beule genaustens dokumentiert. So war ich es von Mietwagen in Europa und den USA gewohnt, aber in der Dominikanischen Republik erlebte ich das so das erste Mal.
Ich hatte ja bereits über den Verkehr in der Dominikanischen Republik berichtet, aber hier in Santo Domingo potenzierte sich das Ganze noch einmal. Die Moto-Taxis schienen noch Rücksichtsloser und die Public Taxis waren größtenteils absolute Schrottkarren und nahmen scheinbar noch weniger Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer als im Norden. Doch ich musste Ruhe bewahren, denn Aufregen bringt hier nichts – man muss einfach Geduldig sein und Rücksichtsvoll fahren.
So brach ich also auf in Richtung Boca Chica. Vorbei an einem riesigen, landestypisch bemalten Obelisk

Obelisk @ Santo Domingo

fuhr ich immer an der Küste entlang auf der Autopista Las Americas ostwärts, überquerte den Rio Ozama auf Höhe der Stadtviertel Ataranza und Los Molinos

Santo Domingo

Los Molinos @ Santo Domingo
Los Molinos

Atarazana | Rio Ozama @ Santo Domingo
Rio Ozama & Ataranzana

und passierte, auf der Autopista 3 an der Küste entlang fahrend den Internationalen Flughafen von Santo Domingo und erreichte wenig später den Ort Boca Chica.

Dominican Flag near Boca Chica

Das erste Problem war erst einmal, einen Parkplatz in diesem Ort zu finden. Denn es war Sonntag und wir waren nicht die einzigen, die auf die Idee gekommen waren an den Strand zu fahren. Rund um einen kleinen Park mitten in der Ortschaft, passenderweise Parque Central genannt, wurde ich schließlich fündig und konnte den Wagen abstellen. Einer der lokalen selbst ernannten Parkplatz-Wächter legte sogar noch eine Pappe auf die Windschutz-Scheibe, damit der Wagen sich nicht aufheizte. Das war guter Service, dafür sollte er bei der Abfahrt 100 bis 150 Pesos Trinkgeld erhalten – das hatte er sich verdient. Vorbei an kleinen Bistros, Souvenirständen und Restaurants begaben wir uns in Richtung Sandstrand.
Der Strand war, ganz wie erwartet vollkommen überlaufen, wobei es aber hauptsächlich Einheimische und wenig Touristen waren, die sich hier herum trieben. Wir wurden von Anfang an gleich von mehreren jungen Männern umlagert, die uns in ihre jeweiliges Etablisment am Strand locken wollten und dabei teilweise sogar recht rabiat vorgingen. Nach einigem Abwägen wählte ich schließlich einen Platz in einem Abschnitt, der sich hochtrabend als Club Restaurante Millionaire Beach bezeichnete. Auf einer Strandliege unter einem Sonnenschirm nahe am Wasser bezog ich schließlich Station.

Boca Chica Beach

Wie an allen größeren Stränden in der Dominikanischen Republik zogen natürlich auch hier unzählige Verkäufer durch die sich erholenden Massen am Strand und versuchten, Schmuck, Zigarren, Obst, Snacks, Massagen und sogar Gemälde auf Leinwänden an den Mann bzw. die Frau zu bringen. Auch hier vergingen kaum 10 Minuten, ohne dass man angesprochen wurde – und so etwas nervt wenn man sich erholen will. Ich ging dazu über bereits abzuwinken, wenn sich einer Verkäufer auch nur nährte.

Sales woman @ Boca Chica beach
Teigtaschen-Verkäuferin an Boca Chica Beach

Etwas später machte sich natürlich der Hunger bemerkbar und aus der umfangreichen Speisekarte des Club Restaurante Millionaire Beach fiel die Wahl auf einen gemischten BBQ-Dish aus gegrillten Fleischstückchen von Schwein, Rind und Geflügel, die mit, Ketchup, BBQ-Sauce, Pommes Frites und den hier üblichen Kochbananen-Chips (Platanos) serviert wurde. Als Appertif gab es während er Wartezeit noch frisches Bruschetta.

Bruschetta @ Boca Chica Beach
Bruschetta

Grillplatte | Boca Chica Beach
BBQ-Dish

Das Fleisch war qualitativ wirklich hochwertig und gut gewürzt – da konnte man sich nicht beschweren – und die Menge reichte aus, um mich und alle aus meiner Begleitung zu sättigen. Mit über 800 Pesos, also etwa 15 Euro kein billiger Spaß, aber das war es mir wert. Zum Abschluss nach dem Bezahlen gab es sogar noch eine Runde dunklen Brugal-Rum, auf den ich aber verzichtete, da ich anschließend Auto fahren musste und bei dem chaotischen Verkehr hier keine Risiken eingehen wollte.
Nach dem Besuch an Boca Chica Beach ging es erst einmal zurück ins Hotel, wo ich mich duschte und frisch machte. Später am Abend brachen wir dann noch einmal auf, um das Nachtleben der Dominikanischen Hauptstadt etwas zu erkunden. Dabei landeten wir am Ende auch in einer Discotheke an der Avenida Republica de Colombi im Stadtteil Los Peralejos im Nordosten der Stadt.

Discotheke @ Santo Domingo

An den Namen des Clubs kann ich mich leider nicht mehr erinnern, sehr wohl aber an die Lautstärke im Inneren, die bei (mit dem iPhone gemessenen) 104 bis 110 Dezibel lag und längere Unterhaltungen erschwerte. Außerdem möchte ich noch erwähnen, dass man in dem diesem Club, in dem der Konsum von normalen Zigaretten nicht erlaubt war, Shisha, also Wasserpfeife, rauchen konnte. Für 450 Pesos bereitete einer der speziell dafür bereit stehenden Angestellten die Wasserpfeife samt Tabak und Kohlestück vor, brachte sie an den Tisch und verteilte hygienisch verpackte Mundstücke. Sobald die Kohle zu durchgeglüht oder der Tabak aufgebraucht war, wurde kostenlos nachgefüllt. Nach einigen Flaschen des lokalen Presidente-Biers und einer Shisha ging es schließlich zurück in Hotel, wo ich recht schnell ins Land der Träume entglitt. Was für ein Tag…

Spanische Paella mit Fisch, Meeresfrüchten & Huhn [05.08.2015]

Obwohl heute mit einem Putenrollbraten mit Pfifferlingsauce und Kroketten bei Tradition der Region, Allgäuer Käsespätzle mit Röstzwiebeln bei Globetrotter oder mit einem Kotelette vom Schwein mit Pommes Frites als unangekündigtes Zusatzangebot (wohl Reste vom Montag) eine ganze Reihe andere interessante Gerichte auf der Speisekarte unseres Betriebsrestaurants zu finden waren, entschloss ich mich doch meiner alten Tradition für den Mittwoch zu folgen und beim Vitality-Gericht zuzugreifen. Auch wenn ich ja bereits eher durchwachsene Erfahrungen mit der Spanischen Paella mit Fisch, Meeresfrüchten und Huhn aus unserem Betriebsrestaurant gemachte hatte. Die Asia-Thai-Gerichte von der Wok-Theke wie Asiatisches Gemüse, herzhaft gebraten mit Thaicurry in Kokosmilchsauce oder Nua Pad Pram Hoi – Rindfleisch mit Broccoli und Karotten in Austernsauce sahen übrigens ebenfalls sehr gut und nicht so Saucenlastig aus, aber sie kamen dennoch heute nicht in die nähere Auswahl. Zur Paella nahm ich mir noch ein Becherchen Kokoscreme aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Spanish paella with fish, seafood & chicken / Spanische Paella mit Fisch, Meeresfrüchten & Huhn

Zwar erwies sich die Paella gefühlt als etwas besser als frühere Versionen, aber es gab immer noch einiges zu kritisieren. Zum ersten war das Hähnchenfleisch dieses mal wieder ziemlich trocken geraten, zum anderen fehlte dem Gericht was die Würze anging der gewisse letzte Schliff. Positiv ist aber zu bewerten, dass das Gemüse angenehm frisch erschien und man dieses Mal weder bei den saftigen Fischfilet-Stücken noch bei den Meeresfrüchten wie Krabben, Tintenfisch und Muscheln gegeizt hatte. Und auch am Reis gab es nichts auszusetzen. Man mausert sich also in Sachen Paella weiter, es ist aber immer noch ein gewisser Weg bis zur perfekten Version zurückzulegen. Das Dessert in Form der mit Orangenscheibe, Schokokeks-Stäbchen und Schokokugel garnierten Kokoscreme, in die man mit zahlreichen kleinen Schokostreuseln ähnlich dem holländischen Hagelslag gerührt hatte, erwies sich zwar als etwas fester und nicht ganz so sahnig wie andere Cremezubereitungen, aber das passte wie ich fand auch gut zum Kokos-Geschmack. Hier gab es nichts zu meckern.
Sah man sich bei den anderen Gästen um, sah man schnell dass der Putenrollbraten und die Käsespätzle ganz vorne im Rennen um den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala des heutigen Tages mitmischten. Und der Putenbraten mit Kroketten und Pilzsauce konnte sich schließlich durchsetzen und den ersten Platz für sich erobern. Nach den Käsespätzle auf Platz zwei folgten knapp dahinter das Kotelette mit Pommes Frites auf dem dritten Platz, die Asia-Gerichte auf Platz vier und die Paelle schließlich auf dem fünften Platz.

Mein Abschlußurteil:
Paella: +
Kokoscreme: ++