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Ko Lo Kai – Pute süß-sauer [20.04.2010]

Tuesday, April 20th, 2010

Auch zum heutigen Dienstag erschien das Angebot wieder recht durchwachsen. Als reguläre Gerichte bot man “Fenchel-Tomaten Ragout mit Kartoffel” im Bereich Vitality, als traditonell-regionales Gericht gab es “Linseneintopf mit Würstel” und schließlich “Hühnchenbruststreifen in Pilzrahmsauce dazu Spätzle” als Globetrotter-Speise an. Am meisten hätten mich hier wohl die Hähnchenbruststreifen gereizt. Aber ich prüfte natürlich auch die Asia-Gerichte und entdeckte hier neben “Pud Pak Ruam Mit – Gebratenes frisches Gemüse in Austernsauce” auch “Ko Lo Kai – Putenfleisch gebraten mit verschiedenen Gemüse und Ananas in süß-saurer Sauce“, was mich sowohl vom Aussehen als auch von der Beschreibung her heute irgendwie ansprach. Also wählte ich diese Speise und komplettierte sie mit der üblichen Portion Reis, welchen ich zusätzlich mit Sambal Olek würzte. Als Mini-Nachtisch gabs natürlich dann noch einen kostenlosen Glückskeks.

Ko Lo Kai - Pute süß-sauer / turkey sweet-sour

Zwischen reichlich Putenstücken, die mal wieder für meinen Geschmack etwas groß geraten waren, fand sich bei diesem Gericht reichlich Gemüse verschiedener Art, darunter Zucchini, Frühlingszwiebeln, Karotten, Kohl und einiges mehr. Nur die angekündigte Ananas war leider etwas sehr spärlich vertreten. Dafür passte die süß-saure Sauce wiederum sehr gut der restlichen Komposition. Und auch am Reis oder am Sambal Olek gab es nichts auszusetzen.
Die Asia-Gerichte lagen heute in der allgemeinen Beliebtheit auch ziemlich weit vorne, wurde aber meines Eindruckes nach noch knapp von Hähnchenbruststreifen mit Spätzle überholt. Aber auch der Linseneintopf erfreute sich einer gewissen Beliebtheit und auch das Fenchel-Tomaten-Ragout hatte einige Esser gefunden. Natürlich ist Fenchel auch eine Zutat, die nicht jeder mag. Ich persönlich hätte es zwar gegessen, war aber mit der süß-sauren Pute ebenfalls sehr zufrieden gewesen und gut satt geworden.

Mein Abschlußurteil:
Pute süß-sauer: ++
Reis: ++
Sambal Olek: ++

Kohlroulade mit Blaukraut [19.04.2010]

Monday, April 19th, 2010

Zum heutigen Montag fanden sich auf der Tageskarte wieder einmal einige recht interessante Gericht. Im Asia-Bereich lockten u.a. “Poh Piard Thord – Knusprige Frühlingsröllchen” oder “Gaeng Phet Gai – Hühnerfleisch gebraten mit verschiedenem Gemüse in Kokosmilchsauce“, wobei mich das Hühnerfleisch durchaus reizte und auch sehr schmackhaft aussah. Aber auch die regulär-europäische Küche hatte einiges interessantes im Angebot. Die “Pilzpfanne mit Lauch und Kartoffeln“, welche man als heutiges Vitality Gericht anbot, wäre Kalorientechnisch natürlich das klügste gewesen, mit 383kcal (oder 10 WW-ProPoints) ein wirklich leichtes Gericht. Weniger hingegen reizten mich die “Penne Rigate al Arrabiata mit Parmesan“, obwohl sie auch ganz passabel aussahen. Meine endgültige Wahl fiel dann aber doch auf die “Gefüllte Kohlroulade mit Bratensauce, dazu Kartoffelpüree und Blaukraut“, die als heutiges traditionell-regionales Gericht lancierte. Auf Nachtisch verzichtete ich aber, das hätte meine Kalorienbilanz für heute, so dachte ich bei mir, doch etwas zu sehr nach unten gezogen.

Kohlroulade & Kartoffelpüree / stuffed  cabbage & mashed potatoes

Nicht unbedingt wie bei Muttern, aber doch ein für Kantinenverhältnisse ganz gelungenes Gericht wie ich fand. Zwischen reichlich Kohlblättern fand sich eine mild gewürzte Füllung aus Schweinemett. Die dunkle Bratensauce passte entgegen meiner zuerst auftauchenden Bedenken auch recht gut zu dem restlichen Gericht, auch wenn sie nicht sonderlich geschmacksintensiv war – und wie immer hätte es hier auch etwas weniger davon getan. Am wirklich noch sehr heißen Kartoffelpüree kann ich als einziges kritisieren, dass es für meinen Geschmack etwas dünn geraten war, was sich aber nicht negativ auf den Geschmack auswirkte. Und auch am Blaukraut, das in meiner Heimatregion ja eher als Rotkraut bezeichnet wird, gab es nichts auszusetzen. Sowohl die Würzung als auch die Konsistenz waren ganz wie ich es mag – auch wenn ich schon raffiniertere Zubereitungen gegessen habe – aber für eine Kantine eindeutig mehr als nur ausreichend.
Die Kohlroulade führte die allgemeine Beliebtheitsskala heute dann auch eindeutig und unangefochten an. Etwas abgeschlagen folgten dann wohl die Asia-Gerichte und schließlich die Penne al Arrabiata und die Pilzpfanne. Kohl ist ja nicht jedermanns Sache, aber ich finde ihn ja zum Glück ganz lecker und war mit dem heutigen Gericht sehr zufrieden.

Meine Abschlußurteil:
Kohlroulade: ++
Bratensauce: +
Blaukraut: ++
Kartoffelpüree: ++

Putenbrust mit Wokgemüse [16.04.2010]

Friday, April 16th, 2010

Wie üblich gab es auch am heutigen Freitag mal wieder Süßspeisen im Angebot – in der traditionell-regionalen Küche gab es dieses Mal “Milchreis mit Zimtzucker und Fruchtsauce” und in der Asiatischen Ecke wie üblich “Gebackene Anana und Banane“. Außerdem bot man bei den Asia-Speisen auch noch “Gaeng Keaw Wan Gung Sapparod – Gebratene Garnelen mit Ananas und frischem Gemüse in scharfem grünen Curry“, was mich wie ich zugeben muss extrem reizte. Als Globetrotter-Gericht stand des weiteren “Pangasiusfilet paniert mit Kartoffel-Gurkensalat und Remouladensaue” auf der Karte, was zwar gut klang, aber für meinen Geschmack zu dunkel gebraten. Aber letztlich wählte ich dann doch die heutige Vitality-Speise in Form von “Putenbrust mit Wokgemüse und Basmatireis“, welche laut Angaben der Kantine mit 458kcal bei 9g Fett, 55g Kohlehydrate und 39g Eiweiß zu Buche schlug. Außerdem sah es in der Präsentation ganz gut aus, zumindest in der Essensvitrine, wo ja wie ich bereits berichtete alle Gerichte zur Ansicht ausgestellt werden – hier war der Ball aus Basmatireis noch geformt gewesen ist, während er mir auf dem Weg von der Theke zum Tisch leider zerfiel. Aber das änderte ja nicht am Geschmack. Dazu nahm ich mir noch einen kleinen Becher Blutorangen-Mousse als Dessert.

Putenbrust mit Wokgemüse

Eine leichte und schmackhafte Mischung wie ich bereits nach dem ersten Bissen bemerkte. Zwischen den reichlich vorhandenen Stücken von Putenbrustfleisch fanden sich kleine Gemüsewürfel u.a. aus Zucchini und Karotten sowie einer Garnitur aus Sojasprossen. Die Würzung war dabei leicht scharf und pikant. Vermischt mit dem Basmatireis eine wirklich sehr gelungene Mischung, deren Wahl ich nicht bereute. Das Mousse war wie die meisten Desserts hier ebenfalls sehr schmackhaft, auch wenn ich die zusätzlich verwendete Schokosauce in der Summe etwas zu süß fand.
Das beliebteste Gericht war heute aber eindeutig das panierte Pangasiusfilet mit Kartoffelsalat, gefolgt von den Asia-Speisen und schließlich der Putenbrust und dem Milchreis. Ich war auf jeden Fall sehr zufrieden mir meiner Wahl.

Mein Abschlußurteil:
Putenbrust mit Wokgemüse: ++
Basmatireis: ++
Mousse Blutorange: ++

Ente in Tamarindensauce [15.04.2010]

Thursday, April 15th, 2010

Das heutige Angebot der regulären Küche bestand im Bereich Vitality aus “Pikantem Kichererbsencurry auf indische Art mit Basmatireis“, welches ich ja hier schon mal versucht und für gut befunden hatte sowie einem “Schweinekrustenbraten mit Dunkelbiersauce und Semmelknödel“, was ich in ähnlicher Form hier schon mal probiert und als eher mittelmäßig bewertet hatte und schließlich als Globetrotter-Gericht einer “Hähnchenbrust mit Ratatouillegemüse mit Reis“. Im Asia-Bereich gab es außerdem “Asiagemüse gebraten mit Erdnußsauce nach Peking-Art” sowie “Gaeng Panang Nua – Gebratenes Rindfleisch mit frischem Gemüse, Kaffir, Limetten und roten Panang Curry” und schließlich noch “Gebratene Ente mit verschiedenen Gemüse in Tamarindensauce“. Ich tendierte einen Moment zwischen der Hähnchenbrust und der Ente hin und her und entschied mich schließlich für das asiatische Entengericht, das natürlich mit Reis serviert wurde. Ein wenig Sambal Olek auf dem Reis sorgte für zusätzliche Schärfe, wie ich sie ja bekanntlichermaßen sehr mag.

Ente in Tamarindensauce / duck with tamarind sauce

Ich wußte als ich bestellte um was es sich bei Tamarinde handelt. Daher recherchierte ich nach dem Mittag gleich mal – hatte jedoch Tamarine statt Tamarinde gelesen – und stieß bei Wikipedia auf einen Artikel über süd- und mittelamerikanische Krallenaffen. Nun, dass die asiatische Küche auch Dinge verwendet, die in Europa eher nicht im Kochtopf landen war mir ja bekannt, aber eine Sauce aus Primaten, und dann auch noch einer amerikanischen Art, das erschien mir dann doch etwas zu unwahrscheinlich. Was so ein kleiner Buchstabe doch ausmachen kann… 😉
Also schaute ich noch einmal genauer nach und fand schließlich die Tamarinde, die indische Dattel oder Sauerdattel, die in der indischen, thailändischen, indonesischen sowie auch afrikanischen Küche Verwendung findet. Das machte mehr Sinn und damit erschloß sich mir auch, was die kleinen, dunkelroten Schoten waren, die ich in zwischen dem Gemüse entdeckt hatte. Außerdem fanden sich zwischen den Scheiben Entenfleisch wieder einmal reichlich Gemüsesorten, darunter Kohl, Lauch und Sojakeime sowie wenn ich recht sah sogar ein Lorbeerblatt ein Kafirlimettenblatt (Danke an Britta für den Hinweis). War wieder einmal sehr lecker, der Geschmack war leicht herb aber sehr angenehm. Einziger Kritikpunkt daran war, dass einige der Kohlstücke ziemlich hart waren und sich eher schwer beißen ließen. Aber das trübte den Genuß nur minimal.
Ganz vorne in der Beliebtheit unter den anderen Kantinengästen lag heute aber eindeutig der Krustenbraten, zu dem die wenigsten wie ich feststellen mussten Gemüse oder einen Salat gewählt hatten. Ihm folgten die Asia-Speisen und die Hähnchenbrust, wobei ich glaube dass die Hähnchenbrust knapp hinter den Asia-Gerichten lag. Das Kichererbsencurry konnte ich nur vereinzelt entdecken. Vielleicht sollte ich dem Krustenbraten bei Gelegenheit mal wieder eine Chance geben, wenn so viele da zugreifen, kann er ja gar nicht so schlecht sein.

Mein Abschlußurteil:
Ente in Tamarindensauce: ++
Reis: ++

Lammhaxe mit Rosenkohl [14.04.2010]

Wednesday, April 14th, 2010

Heute stand etwas auf dem Speiseplan, das ich mir keinesfalls entgehen lassen wollte: “Lammhaxe mit Rosenkohl und Bratkartoffeln” im Bereich der traditionell-regionalen Gerichte. Aber der vollständigkeit halber erwähne ich natürlich auch – wie immer – die anderen Angebote. In der Asia-Ecke bot man u.a. “Bami Goreng – Gebratene Nudeln mit verschiedenen Gemüsen in Hoi Sin Sauce” und “Patrt Pad Prug – Fisch gebraten mit verschiedenem Gemüse in scharfer Basilikumsauce” an. Als Vitality-Gericht gab es “Barschfilet aus dem Dunst in Weißweinsauce, dazu Bouillonkartofeln” (was mich auch etwas gereizt hatte) sowie als Globetrotter-Speise “Spaghetti Bolognese mit Parmesan“. Dazu gab es noch einen Beerenquark als Dessert.

Lammkeule mit Rosenkohl

Ich liebe ja Lammfleisch, was mich zu dieser Entscheidung getrieben hatte. Und für Kantinenverhältnisse war diese Lammkeule durchaus ganz gut. Es gab zwar ein paar Stellen, die etwas zu fest gebraten waren, aber davon abgesehen war die Keule wirklich gut gelungen. Muß aber ein kleines Lamm gewesen sein, denn sonderlich groß war sie nicht und der Knochen nahm auch einen guten Teil der Gesamtkeule ein. Dazu gab es eine dunkle, leicht herbe Sauce, die aber geschmacklich kaum ins Gewicht fiel. Der Rosenkohl war zwar nicht mehr ganz heiß, aber dennoch warm genug dass er nicht diesen unangenehmen Geschmack annahm, den kalter Rosenkohl manchmal so an sich hat. Und auch an den Bratkartoffeln gab es nicht auszusetzen, nur wie meist hätte ich ein wenig Speck und Eier in den Bratkartoffeln begrüßt. Aber das Betriebsrestaurant hat da eben eine andere Auffassung von Bratkartoffeln als ich sie privat habe. Der Quark als Dessert war zur Sättigung dann zwar nicht mehr notwendig gewesen, aber bis auf meiner Linie hat er auch nicht geschadet.
Der allgemeine Renner unter den Gerichten waren heute aber eindeutig die Spaghetti Bolognese. Etwas abgeschlagener auf Platz lagen dann wohl die Asia-Speisen gemeinsam mit der Lammkeule und schließlich kam das Barschfilet, das wie ich fand aber auch sehr lecker aussah. Aber ich durfte mal wieder feststellen: Lammfleisch ist scheinbar wirklich nicht jedermanns Geschmack.

Mein Abschlußurteil:
Lammkeule: ++
Rosenkohl: +
Bratkartoffeln: ++
Fruchtquark: ++

Gaeng Dang Gai [13.04.2010]

Tuesday, April 13th, 2010

Obwohl die Angeboten der regulären Küche heute – bestehend aus “Griechischem Gemüsetopf mit Schafskäse und Oliven” im Bereich Vitality, “Szegendiner Rindergulasch mit Salzkartoffeln” als traditionell-regionale Speise und “Cevapcici auf Tomatenreis mit Avjar und Zwiebeln” an der Globetrotter-Theke – durchaus verlockend klangen, entschied ich mich heute dann doch mal wieder für etwas Asiatisches. Das “Kai Tzau Fhan – Gebratener Eierreis mit verschiedenen Gemüsen” klang zwar auch nicht schlecht, aber meine entgültige Wahl fiel dann doch auf das “Gaeng Dang Gai – Gebratenes Hühnchen mit frischem Gemüse, Bambussprossen in scharfem rotem Curry“. Dazu gab es natürlich eine Schale Reis, den ich mir noch mit etwas Sambal Olek zusätzlich schärfte – ich mag es nun mal scharf und traute der Ankündigung von “scharfem roten Curry” nicht wirklich.

Gaeng Dang Gai

Die beiden Kritikpunkte an dem Gericht möchte ich gleich zu Beginn nennen: Zum einen fand ich die verwendeten Stücke Geflügelfleisch etwas zu groß geraten und zum anderen fand ich das Verhältnis von Bambussprossen zum restlichen Gemüse etwas zu sehr zu Gunsten der Bambussprossen zu tendieren. Aber gerade bei letzterem kann ich mich auch einfach beim beladen meiner Schale etwas vergriffen haben. Von diesen kleinen negativen Punkten in der Darreichung abgesehen fand ich das Gericht aber dennoch sehr gelungen. Zwischen dem Hühnerfleisch fanden sich wieder eine große Breite an verschiedensten Gemüsen – neben den bereits erwähnten Bambussprossen fand ich auch Kohl, Zucchini, Karotten, Paprika, Zuckerschoten, Wirsing und noch einiges anderes, wobei ich gar nicht alles auf Anhieb identifizieren konnte. Und dann war das ganze auch noch angenehm scharf, wobei die Schärfe einen eher unterschwelligen Ton hatte, während die Schärfe des Sambal Olek auf dem Reis direkt zu schmecken war. Daher konnte ich trotz der zusätzlichen Schärfung deutlich heraus schmecken, dass man auch bei der angekündigten Schärfe der roten Currys nicht übertrieben hatte. Ich bereute sogar etwas, mir nicht zumindest ein Glas Wasser mit dazu genommen zu haben. In der Summe ein sehr leckeres und gelungenes Gericht, das wohl aufgrund des vielen Gemüses auch kalorientechnisch nicht allzu kräftig reingehauen haben dürfte.
Unter den anderen Gästen lieferten sich aber das Cevapcici und der Rindergulasch ein Kopf-an-Kopf Rennen um den ersten Platz, den meines Eindruckes nach das Cevapcici knapp gewann. Aber auch die Asia-Speisen waren dem eng auf den Fersen. Letztlich wurde aber auch der Griechische Gemüsetopf nicht verschmäht. Ich aber war mit meiner Wahl wieder einmal sehr zufrieden – auch wenn ich damit mit Sicherheit nicht jedermanns Geschmack treffe, so finde ich die angebotenen Asia-Gerichte hier im Betriebsrestaurant immer wieder eine gute Alternative zur regulär-westlichen Küche bieten.

Mein Abschlußurteil:
Gaeng Dang Gai: ++
Reis: ++

PS: Mit diesem Foto habe ich die 6000 Bilder Marke bei flickr.com erreicht.

Paprikarahmschnitzel & Röstinchen [12.04.2010]

Monday, April 12th, 2010

Neben “Gebratenem Curry-Gemüse nach Thai Art” oder “Moo Pad Sam Rod – Knusprig gebackene Schweinefleischstreifen mit frischem Gemüse in süsser Chilisauce” an der Asia-Theke standen auch “Curryreis mit Zucchini-Möhrenragout” als Vitality-Speise, “Paprikarahmschnitzel mit Kartoffelröstinchen” als traditionell-regionales Gericht und schließlich “Curryfleischbällchen im Reisrand” im Bereich Globetrotter auf der Speisekarte. Ich tendierte zuerst zu den Schweinefleischstreifen mit der süssen Chilisauce, entschied mich aber dann kurzfristig um und wählte das Paprikarahmschnitzel. Erst im Nachhinein stellte ich fest, dass ich das gleich Gericht ja auch schon mal hier und hier probiert hatte. Dazu nahm ich mir noch einen Mandarinenquark von der Dessert-Theke, wohl auch da ich kein Gemüse fand, das sonderlich gut dazu passte.

Paprikarahmschnitzel

Wie ich bei allen Schnitzeln die ich dieses Jahr hier im Betriebsrestaurant probiert hatte, war auch dieses wieder unpaniert. Bei dem Schnitzel vom November letzten Jahres war dies noch paniert gewesen. Ich war ja zuerst davon ausgegangen, dass Schnitzel hier in Bayern traditionell ohne Panada zubereitet werden. Bei einer kurzen Recherche im Internet fand ich zum einen diesen Beitrag über ein Schnitzel Müncher Art, welches ebenfalls ohne Panade serviert wurde, aber bei meiner Lieblingsrezeptseite chefkoch.de fand ich wiederum Rezepte von Schnitzeln, die nach Müncher bzw. Altbayrischer Art zubereitet sind, und beide mit Panade zubereitet sind. Von daher gehe ich davon aus, dass es sich bei den unpanierten Schnitzeln eher um eine Laune der Küchenleitung hier handelt als um eine bayrische Tradition. Wenn jemand dazu mehr weiß, würde ich mich aber über einen entsprechenden Hinweis freuen.
Das Schnitzel selber war wie immer sehr dünn, aber einigermaßen zart und vor allem noch heiß. Es ist natürlich richtig dass panierte Schnitzel weniger bissfest sind als unpanierte, aber als zäh möchte ich deswegen nicht bezeichnen. Die Paprikarahm-Sauce mit roten und grünen Paprikastreifen passte geschmacklich meiner Meinung nach gut dazu, hätte aber gern etwas schärfer sein können. Dass man in dieser Lokalität sehr “freigiebig” mit der Sauce umgeht ist ja bereits allgemein bekannt, daher erwähne und berücksichtige ich es mal nicht weiter. Und auch an den Röstinchen oder Kartoffeltalern gab es nichts auszusetzen: Sie waren heiß, außen knusprig, innen weich und sehr wohlschmeckend. In der Summe ein gutes und für Kantinenverhältnisse sehr gelungenes Gericht. Der Mandarinenquark bildete schließlich einen kleinen, süßen Abschluß dieses Mittagsmahls.
Dass das Paprikarahmschnitzel heute weit oben auf der Beliebtheitsskala der anderen Kantinenbesucher lag, brauche ich ja wohl kaum zu erwähnen. Auf Platz Zwei kamen dann meiner Meinung nach die Asia-Speisen, aber eng gefolgt von den Curryfleischbällchen. Aber auch das vegetarische Zucchini-Möhrenragout hatte seine Freunde gefunden, wenn auch deutlich weniger als die anderen Gerichte. Aber das hatte ich auch nicht anders erwartet.

Mein Abschlußurteil:
Schnitzel: ++
Paprika-Rahm-Sauce: ++
Röstinchen: ++
Mandarinenquark: ++

Kurztest Wagner “Die Backfrische” Pizza Speciale

Sunday, April 11th, 2010

Heute war mir nicht nach kochen, viel mehr wollte ich mal die aktuell vielbeworbene neue Pizza der Firma Wagner Tiefkühlprodukte GmbH, genannt “Die Backfrische“, in der Geschmacksrichtung Speciale mit Schinken, Salami, Pilzen und Frühlingskräuter-Pesto einem genaueren Test unterziehen. Gekauft wurde die Packung gestern im lokalen Rewe-Markt, der Preis lag bei 2,69 Euronen, was für eine Fertigpizza natürlich schon ziemlich happig ist, aber offensichtlich handelt es sich hierbei ja um eine etwas höherwertige Tiefkühl- bzw. Fertigpizza, da muss man natürlich mit einem höheren Preis rechnen. Immerhin aber noch billiger als hätte ich sie mir bei einem Pizzalieferservice bestellt. 😉

01 - Packung vorne
Verpackung vorne

02 - Packung hinten
Verpackung hinten

Im Inneren der Verpackung findet sich wie nicht anders erwartet die in Folie eingeschweißte, vorgebackene Pizza. Auf der Folie selbst ist im Gegensatz zu vielen anderen Fertigpizzen noch einmal ein zusätzlicher Zubereitungshinweis aufgeklebt. Das ist zwar doppelt gemoppelt, da sich in etwa die gleichen Hinweise auch auf der Rückseite der Verpackung befinden, aber schaden kann es ja auch nicht. Häufig hat man die Pizzaverpackung bereits ins Altpapier geworfen, ohne zu schauen wie man den Ofen vorheizen muss – von daher eine gute Idee der Firma Wagner.

03 - Pizza verpackt
Pizza in Folie

Nachdem wir die Pizza von der Folie befreit haben, erkennen wir schnell anhand der verwendeten Zutaten, dass es sich eindeutig um etwas höherwertige Ware zu handeln scheint. Ich persönlich fand zumindest, dass sowohl der Schinken als auch die Salamischeiben und die Pilze sehr viel besser aussahen als bei einfachen Fertigpizzen. Die Pestoflecken waren des weiteren angenehm gleichmässig verteilt. Einzig die massierung der Pilze an einer Stelle nahe der Mitte erschien mir etwas unschön – auch hier wäre eine gleichmässigere Verteilung schöner gewesen.
Der Durchmesser der Pizza betrug im übrigen ziemlich genau 25cm, was bei Pizzen dieser Art wohl der Normaldurchmesser ist.

04 - Pizza ausgepackt
Die Backfrische” – ausgepackt

Der Ofen – ich verwendete einen Elektroofen mit Ober- und Unterhitze – wird nun auf 220 Grad vorgeheizt und anschließend die Pizza auf einem Backblech auf die mittlere Schiene hinein geschoben.

05 - im Ofen
Pizza im Ofen

Die Zubereitungsanleitung sprach von 9-11 Minuten, ich fand jedoch dass sie nach ca. 10 Minuten noch nicht ganz so gut aussah, daher ließ ich sie insgesamt ca. 15 Minuten im Ofen. Und das Ergebnis konnte sich durchaus sehen lassen.

06 - Pizza fertig

Das wichtigste für mich war natürlich zu testen, ob die sogenannte “Knusper-Gelinggarantie” von Wagner wieder nur ein leeres Werbeversprechen war oder ob es wirklich gelungen sein sollte, eine Fertigpizza knusperfrisch zuzubereiten. Und ich wurde nicht enttäuscht – der Boden war wirklich durchgehend knusprig und knackig, ohne dabei hart oder durchgeweicht zu sein. Und auch der geschmackliche Gesamteindruck enttäuschte nicht, die Zutaten waren eindeutig sehr hochwertig und vor allem das Pesto aus Frühlingskräutern gab der Pizza zusätzlich eine angenehme Note.

Werfen wir noch einen Blick auf die Nährwerte:

Nährwerte:
  100g 360g
(Pizza)
Brennwert: 838 kj
200 kcal
3017 kj
720 kcal
Eiweiß: 9,3g 33,5g
Fett:
davon gesättige Fettsäuren:
8,2g
3.3g
29,5g
11,9g
Kohlehydrate:
davon Zucker:
22,3g
1,2g
80,3g
4,3g
Ballaststoffe: 2,1g 7,6g
Natrium: 0,69g 2,47g
BE: 1,9 6,7

Nicht gerade kalorienarm, aber bei Fertigpizzen hatte ich auch nichts anderes erwartet. In der Summe eine durchaus empfehlenswerte und schmackhafte, wenn auch nicht gerade günstige Tiefkühlpizza der Firma Wagner. Sowohl von der Knusprigkeit des Bodens als auch von den verwendeten Zutaten her eindeutig eine Pizza der Oberklasse.

07 - Pizza-angeschnitten

Meine Abschlußwertung:

Boden/Rand: 3 von3 Sternen
Duft: 3 von3 Sternen
Belag/Optik: 3 von3 Sternen
Geschmack: 3 von3 Sternen