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Schafskäse-Lauch-Spätzle – das Kurzrezept

Wednesday, September 12th, 2018

Eigentlich hatte ich dieses Rezept ja bereits am Sonntag ausprobieren wollen, doch ich hatte dann doch etwas zu viel von meinem Rosenkohl-Kartoffel-Auflauf mit Curry-Hähnchen zubereitet, so dass ich die Realisierung dieses Rezeptes auf heute verschieben musste. Das war auch schon zeitlich hart an der Grenze, denn der Lauch begann bereits etwas trocken zu werden. So entstand also am heutigen Mittwoch ein Gericht, dessen Rezept eindeutig der Kategorie der Schnellen Küche zuzuordnen ist – vor allem auch weil ich fertige Spätzle aus dem Kühlregal verwendete – was aber natürlich nicht bedeutet dass es schlecht sein muss. Viel mehr erwies es sich als überaus lecker und gelungen, daher möchte ich es natürlich nicht versäumen, das Ganze hier einmal in gewohnter Form vorzustellen.

Was benötigen wir also für 2-3 Portionen?

  • 1 große Stange Lauch (Sollte 180-200g Lauchringe ergeben)
  • 500g Spätzle (Kühlregal)
  • 150g gewürfelter Speck
  • 200g Sauerrahm
  • 120g Creme legere mit Kräutern
  • 130g gewürfelten Feta
  • etwas Butter
  • sowie Salz, Pfeffer & Muskatnuss zum würzen
  • evtl. ein paar Röstzwiebeln zum garnieren
  • Nachdem wir die Zwiebel gewürfelt und die Stange Lauch in dünne Ringe geschnitten haben, erhitzen wir etwas Butter in einer Pfanne
    01 - Butter in Pfanne erhitzen / Heat butter in pan

    und geben den gewürfelten Speck hinein
    02 - Speckwürfel in Pfanne geben / Put diced bacon

    um ihn ein wenig anzubraten.
    03 - Speckwürfeln andünsten / Braise diced bacon

    Anschließend geben wir die gewürfelte Zwiebel
    04 - Zwiebel addieren / Add onion

    sowie die Lauchringe hinzu
    05 - Lauch hinzufügen / Add leek

    und dünsten beides für einige Minuten an, bis die Zwiebel glasig und das Lauch weich ist.
    06 - Zwiebel & Lauch andünsten / Braise onion & leek

    Als nächstes geben wir auch die vorgekochten Spätzle aus dem Kühlregal mit in die Pfanne
    07 - Spätzle dazu geben / Add spaetzle

    und braten sie wiederum für einige Minuten mit an
    08 - Spätzle vermischen anbraten / Fry spaetzle

    bevor wir auch den Sauerrahm und die Creme fraiche mit Kräutern addieren,
    09 - Sauerrahm addieren / Add sour cream

    alles gründlich miteinander verrühren und heiß werden lassen.
    10 - Verrühren & erhitzen / Stir & heat up

    Nun brauchen wir nur noch etwa 3/4el des gewürfelten Schafskäse dazu zu geben,
    11 - Schafskäse dazu geben / Add feta

    ihn unter gelegentlichem rühren schmelzen zu lassen
    12 - Schafskäse schmelzen lassen / Let feta melt

    und alles mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss abzuschmecken – wobei wir mit dem Salz vorsichtig sein sollten, da der Schafskäse in der Regel in Salzlake eingelegt war,
    13 - Mit Salz, Pfeffer & Muskatnuss abschmecken

    dann können wir das fertige Gericht auch schon, garniert mit dem restlichen Schafskäse und ein paar Röstzwiebeln, servieren und genießen.
    14 - Feta leek spaetzle - Served / Schafskäse-Lauch-Spätzle - Serviert

    Spätzle, Lauch und Speck sind an sich schon eine klassische Kombination der heimischen Küche, die in der Regel ein sehr leckeres Gericht versprechen, aber in Verbindung mit dem Schafskäse und einer der cremigen Sauce aus Sauerrahm und Creme legere ergaben sie ein umso schmackhafteres Gericht. Ich hatte ja noch überlegt, ob ich zusätzlich noch weiteren Käse wie Edamer oder Cheddar in die Sauce gebe, war aber froh es nicht getan zu haben, denn dann wäre sie wohl etwas zu würzig geworden und das hätte dem geschmacklichen Gesamteindruck eher negativ beeinflusst und hätten nur unnötige weitere Kalorien für dieses sowie nicht gerade diätgeeignete Gericht bedeutet. Wie dem auch sei, ich war auf jeden Fall auch dieses Mal wieder sehr zufrieden mit dem Ergebnis meines kleinen Kochexperiments und werde dieses Rezept auf jeden Fall Dauerhaft in die meiner Sammlung für einfache und schnelle Küche aufnehmen und bei Gelegenheit wieder mal kochen. Vielleicht probiere ich ja dann aus, ob ich mit meiner Vermutung dass mehr Käse zu viel des Guten gewesen wäre richtig lag. Sollte dem so sein, werde ich natürlich hier im Blog darüber berichten. 🙂

    15 - Feta leek spaetzle - Side view / Schafskäse-Lauch-Spätzle - Seitenansicht

    Guten Appetit

    Gebratene Schweinelende mit Champignonssoße & Spätzle [04.09.2018]

    Tuesday, September 4th, 2018

    Am heutigen Dienstag fanden sich gleich mehrere auf verschiedene Art interessante Gerichte auf der Speisekarte unseres Betriebsrestaurants. Zum einen war da im Abschnitt Vitality der vegetarische Klassiker in Form von Kartoffel-Frischkäsetaschen auf Ratatouille und Quarkdip, zum anderen hätte auch der Gebackener Seelachs mit frischem Gemüse in Masamansauce, der neben Gebratener Eierreis mit asiatischem Gemüse an der Asia-Wok-Theke angeboten wurde, seinen Zweck erfüllt. Selbst der Rindergulasch mit Salzkartoffeln aus dem Abschnitt Globetrotter sah heute schön dunkel und saftig aus. Doch ich wählte recht kurzentschlossen dann doch die Gebratene Schweinelende mit Champignonsauce und Spätzle, die bei Tradition der Region zu finden war – und das obwohl es gewisse Paralleln zu meinem Tetrazzini-Nudelauflauf vom Wochenende gab. Und als ich an der Gemüsetheke ankam, eigentlich auch heute ohne Hoffnung etwas passendes zu finden, wurde ich positiv überrascht, denn in den Wärmeschalen wartete neben frischen grünen Bohnen mit Speck auch der gestern von mir so schmerzlich vermisste Rosenkohl in ebenfalls ungewohnt frisch wirkender Form – normalerweise finden sich hier eher Reste oder abgestandenes Gemüse dass schon Stunden vor sich hin bruzzelt. Da konnte ich nicht anders als mir ein kleines Schälchen des letzteren genannten Gemüses.
    Fried pork loin with mushroom sauce & spaetzle / Gebratene Schweinelende mit Champignonssoße & Spätzle
    Insgesamt erwies sich meine Entscheidung als gute Wahl. Die angenehm große Schweinelende war zart und saftig und harmonierte sehr gut mit der milden, ausreichend dickflüssigen Cremesauce, die mit zahlreichen (Dosen-)Champignon-Scheiben versehen war. Und auch die Spätzle, oder um genau zu sein Knöpfle, erwiesen sich als wunderbar dazu passende Sättigungsbeilage. Selbst beim Rosenkohl hatte mich mein visueller Eindruck nicht getäuscht, denn er war tatsächlich unglaublich frisch, knackig und sogar noch angenehm heiß. Ich war sehr zufrieden.
    Und auch bei den anderen Gästen hatten viele bei der Schweinelende zugegriffen, so dass diesem Gericht mit einem kleinen, aber deutlichen Vorsprung der heutige erste Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala galt. Auf Platz zwei sah ich die Asia-Gerichte, aber nur knapp vor dem ebenfalls gern gewählten Rindergulasch. Die Kartoffel-Frischkäsetaschen folgten schließlich auf einem guten vierten Platz.

    Mein Abschlußurteil:
    Schweinelende: ++
    Champignonsauce: ++
    Spätzle: ++
    Rosenkohl: ++

    Schwabenteller [01.03.2018]

    Thursday, March 1st, 2018

    Zum Beginn des neuen Monats hatte das Betriebsrestaurant mal wieder einen altbekannten und beliebten Klassiker aus seinem Repertoire auf die Speisekarte gesetzt: Im Abschnitt Tradition der Region wurde mal wieder der Schwabenteller – Steak vom Schwein mit Schwammerlsoße, Röstzwiebeln und Käsespätzle angeboten. Alternativ gab es Pikantes Kichererbsencurry mit Basmatireis bei Vitality, Rindergeschnetzeltes mit grünem Pfeffer und Kroketten bei Globetrotter und Gebackene Banane und Ananas mit Honig sowie Gaeng Massamann Gai – Gebratenes Putenfleisch mit frischem Gemüse und Kartoffeln in Massamann Curry an der Asia-Thai-Theke. Davon ließ mich allerdings nur das Kichererbsencurry, mit dem ich in der Vergangenheit ja gute Erfahrungen gemacht hatte, kurz überlegen ob ich meine Entscheidung ändern sollte, doch letztlich blieb ich bei meiner Wahl des Schwabentellers.

    Swabish dish - Pork steak with mushroom sauce, fried onions & cheese spaetzle / Schwabenteller - Steak vom Schwein mit Schwammerlsoße, Röstzwiebeln & Käsespätzle

    Unter einer angenehm großen Portion frischer und scheinbar hausgenmachter Röstzwiebeln fand sich ein mageres und nicht zu trocken ge(b)ratenes, fingerdickes und nicht ganz handflächengroßes Schweinesteak , welches man außerdem mit einem großzügigen Schüpflöffel einer mild gewürzten und mit kleinen Doseknchampignons versetzten Sahnesauce garniert hatte. Hätten zwar gerne etwas mehr Champignons sein können, aber die Menge war noch akzeptabel, so dass ich hier auf Punktabzug verzichten kann. Aus früheren Zubereitungen kenne ich den Schwabenteller mit zwei deutlich kleineren Schweinesteaks, das machte aber effektiv wenig Unterschied. Ganz unten in diesem Nahrungsmittel-Stapel fanden sich schließlich die mit einem mild-würzigen Käse versetzten Spätzle oder besser gesagt Knöpfle in mehr als ausreichend großer Portion als Sättigungsbeilage. Das Stapeln der einzelnen Komponenten macht visuell zwar deutlich mehr her als das nebeneinander legen wie zum Beispiel hier oder hier, erschwert aber auch das Schneiden, da die Spätzle keinen festen Untergrund bilden. Will man also kleine “Unfälle” vermeiden, schiebt man die Spätzle etwas auf einer Seite zusammen, bugsiert das Steak auf den Tellerboden und kann dann mit dem Verzehr beginnen. Aber da das Auge ja auch mitisst, denke ich dennoch dass man das Stapeln beibehalten sollte. In der Summe erwies sich der Schwabenteller auch dieses mal wieder als ein sehr gelungenes Hauptgericht. Keine leichte Kost, aber immer wieder lecker. Ich war mit meiner Wahl auf jeden Fall zufrieden.
    Und auch ein großer Anteil der anderen Gäste hatte bevorzugt zum Schwabenteller gegriffen, so dass dieses Gericht ohne Zweifel den erste Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala für sich erobern konnte. Auf dem zweiten Platz sah ich, wenn auch nur mit knappen Vorsprung, das vegetarische Kichererbsencurry, welches sich durch seine kurkuma-gelbe Farbe deutlich von den anderen Speisen abhob. Um den dritten Platz lagen schließlich das Geschnetzelte mit Kroketten und die Asia-Gerichte fast Ranggleich, letztlich schien ich aber doch etwas mehr der gläsernen Asia-Thai-Teller gesehen zu haben, so dass ich ihnen den dritten und dem Rindergeschnetzleten einen guten vierten Platz zubilligen würde.

    Mein Abschlußurteil:
    Schweinesteak: ++
    Schwammerlsauce: ++
    Röstzwiebeln: ++
    Käsespätzle: ++

    Kartoffelsuppe & Truthahngeschnetzeltes mit Spätzle – Klinikum Bogenhausen Day 5 [27.01.2018]

    Saturday, January 27th, 2018

    Frühstück

    Bun, whole grain bread & mushroom sausage / Brötchen, Vollkornbrot & Pilzwurst

    Auch diesen Morgen erhielt ich wieder je ein Brötchen eine Scheibe Vollkornbrot, dazu Butter, Frischkäse, zwei Scheiben Pilz-Mortadella, einen Erdbeerjoghurt und einen Kaffee. Wie immer viel zu viel für jemanden wie mich, der normalerweise morgens ja nur Kaffee trinkt, aber man gewöhnt sich mit der Zeit daran…

    Mittagessen

    Potato soup & Turkey chop with spaetzle / Kartoffelsuppe & Truthahngeschnetzeltes mit Spätzle

    Leider kam ich aufgrund von verschiedenen Untersuchungsterminen heute etwas später als sonst zum Mittagessen, aber dank Warmhalteschale und Deckel war das Essen glücklicherweise dennoch ausreichend heiß. Als Vorspeise gab es dieses Mal eine kräftige, aber dünne Kartoffelsuppe, außerdem fand sich ein Schälchen knackiger Blattsalat mit Joghurtdressing “limettenfrisch” sowie als Hauptgericht Truthahngeschnetzeltes mit Spätzle, das mit einer dünnen Sauce serviert wurde, die aber ausreichte das Gesamtgericht nicht allzu trocken wirken zu lassen. Zumal das Truthahnfleisch selbst sich, entgegen meiner Erwartungen, als angenehm zart und saftig erwies. Den Abschluß bildete ein kleiner Becher aufgeschäumter, luftig-lockerer Obstgarten Joghurt mit Erdbeergeschmack.

    Abendessen

    Sliced roast meat, bread & yoghurt / Bratenaufschnitt, Brot & Joghurt

    Für das Abendbrot hatte man sich für eine Kombination aus vier Scheiben kaltem Rindfleisch-Bratenaufschnitt, zwei Scheiben Käse, je einer Scheibe Weiß- und Vollkornbrot sowie einem Erbeerjoghurt entschieden. Scheint hier fast nur Erdbeerjoghurt zu geben – vielleicht ist der einfach am beliebtesten. Das Verhältnis von Fleisch und Käse zu Menge an Brot war aber mal wieder sehr unausgewogen, man musste jede Brotscheibe mit einer Scheibe Käse und zwei Scheiben Bratenaufschnitt belegen, um es gleichmässig zu verteilen. Zumal der Bratenaufschnitt teilweise stark von Fettstückchen durchwachsen war – aber das lässt sich bei Braten nicht ganz verhindern. Zumindest war das Fleisch selbst schön saftig und nicht zu zäh. Satt wurde ich alle mal.

    Hirschgulasch mit Maronen & Spätzle [04.12.2017]

    Monday, December 4th, 2017

    Zum Beginn der neuen Woche bot man in unserem Betriebsrestaurant gleich mal etwas besonderes an, denn Hirschgulasch mit Maronen und Spätzle wie heute im Abschnitt Globetrotter steht wirklich nicht häufig auf der Speisekarte. Dagegen kamen, zumindest aus meiner Sicht, weder das Putenschnitzel “Zigeuner Art” mit Kroketten bei Tradition der Region noch die Asia-Thai-Angebote wie Gebackene Frühlingsröllchen oder Gang Gai Ma – Putenstreifen mit Gemüse in roter Kokosnusssauce an. Die Safrannudeln mit Meerrettichspinat bei Vitality nahm ich gar nicht in die Menge der Speisen aus denen ich auswählen könnte, denn ich mag nun mal keinen Meerrettich. So griff ich also zum Hirschgulasch und ergänzte diesen durch etwas Rosenkohl aus dem heutigen Angebot der Gemüsetheke.

    Venison goulash with sweet chestnuts & spaetzle / Hirschgulasch mit Maronen & Spätzle

    Der Hirschgulasch war heute wirklich gut gelungen, denn bis auf ein einziges etwas durchwachsenes Stück erwies sich das zahlreich darin befindliche Hirschfleisch als angenehm mager, zart und saftig. Und auch bei den Maronen hatte man nicht gespart, außerdem erwiesen sie sich als angenehm nussig und passten wunderbar zum Hirsch. Natürlich durfte auch ein Klecks Preiselbeergelee nicht auf dem Teller fehlen, das ist bei Wildgerichten ja schon fast Standard. Leider war mir dieser aber schon fast zu süß, was den Genuss aber nicht wirklich minderte. Dazu noch die Spätzle bzw. Knöpfle als Sättigungsbeilage und fertig war eine überaus leckere Mittagsmahlzeit. Nur Gemüse war wie meistens in der Darreichung nicht inkludiert, weswegen ich mir ja zusätzlich noch ein Schälchen mit Rosenkohl geholt hatte. Ich finde Rosenkohl passt wunderbar zu Wildgerichten alles Art und auch hier war das nicht anders, zumal sich die mit etwas Zwiebeln angemachten Röschen als angenehm knackig und nicht zu zerkocht erwiesen. Da sehe ich auch gerne mal darüber hinweg, dass sie bereits leicht abgekühlt waren. Insgesamt also eine gute Wahl, ich war auf jeden Fall überaus zufrieden.
    Bei den anderen Gästen erfreute sich heute aber das Putensteak der größten Beliebtheit und konnte den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala für sich sichern. Aber der Hirschgulasch erreichte noch einen guten zweiten Platz, gefolgt von den Asia-Gerichten auf Platz drei und den Safrannudeln mit Meerrettichspinat schließlich auf dem vierten Platz.

    Mein Abschlußurteil:
    Hirschgulasch: ++
    Preiselbeergelee: +
    Spätzle: ++
    Rosenkohl: ++

    Schwabenteller – Zwei gebratene Schweinefiletmedaillons mit Schwammerlsauce, Röstzwiebeln & Käsespätzle [13.09.2017]

    Wednesday, September 13th, 2017

    Eigentlich wäre es am heutigen Mittwoch ja mal wieder Zeit für Fisch gewesen, und mit einem Seelachsfilet im Pfirsich- Ingwersud mit Basmatireis fand sich bei Vitality auch etwas, mit dem ich bisher gute Erfahrungen gemachte hatte. Aber mit einem Schwabenteller – Zwei gebratene Schweinefiletmedaillons mit Schwammerlsauce, Röstzwiebeln und Käsespätzle stand im Abschnitt Traditin der Region ein so verlockendes Gericht auf der Speisekarte, dass ich einfach nicht widerstehen konnte. Zumal die Schweinemedaillions heute wirklich riesig erschienen. Da brauchte ich mir die Spinat-Ricottatortellini mit Tomatensugo und Ruccola bei Globetrotter oder die Asia-Thai-Gerichte wie Glasnudeln mit asiatischem Gemüse in Kokosmilchsauce und Verschiedene Fleischsorten mit Gemüse in Spezialsauce eigentlich gar nicht näher anschauen, denn ich hatte mich bereits auf den Schwabenteller festgelegt. Dazu gesellte sich noch ein kleines Schälchen Krautsalat aus dem heutigen Angebot der Salattheke. Wäre zwar nicht nötig gewesen, aber wenn es schon endlich mal wieder Krautsalat gibt, wollte ich das nicht missen.

    Swabian dish - Two fried pork fillet medaillions with mushroom sauce, roasted onions & cheese noodles / Schwabenteller - Zwei gebratene Schweinefiletmedaillons mit Schwammerlsauce, Röstzwiebeln & Käsespätzle

    Man hatte hier eine großzügige dimensionierte Portion von – dank des Käses – mild-würziger Spätzle mit zwei etwa babyfaustgroßen, angenehm zarten und saftigen Schweinefiletmedaillions sowie einer großen Portion sehr gelungener, weil scheinbar frisch zubereiteter, Röstzwiebeln kombiniert. Nur bei der dickflüssigen und cremigen Sauce, in der sich sogar zwei kleine ganze sowie einige Teile von Dosenchampignons fanden, war man etwas “geiziger” vorgegangen. Aber darüber konnte man aufgrund der insgesamten Mächtigkeit des wahrlich als “Männerportion” zu bezeichnenden Gerichts problemlos hinweg sehen. Da wäre der übrigens wieder mal sehr leckere Krautsalat gar nicht notwendig gewesen. Ich war mehr als nur satt und musste sogar ein paar kleine Reste auf dem Teller und in der Salatschüssel zurücklassen – was mir meine Erziehung verbietet. Und alles für 3,20 Euro. Aber es ging nicht anders. Insgesamt sehr lecker und sehr gelungen, aber es war einfach zu viel. Das nächste Mal bitte kleinere Portionen und ich werde auch auf den Salat verzichten.
    Natürlich lag der Schwabenteller auch bei den anderen Gästen sehr hoch in der Gunst und konnte sich mit deutlichem, wenn auch nicht ganz so großem Vorsprung den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern. Auf dem zweiten Platz sah ich heute – ganz unerwartet – die Asia-Gerichte, die sich noch etwas häufiger auf den Tabletts der Gäste zu tummeln schienen als die somit drittplatzierten Spinat-Ricotta-Tortellini. Auf dem vierten Platz folgte schließlich der Seelachs im Pfirsich-Ingwer-Sud.

    Mein Abschlußurteil:
    Schweinefiletmedaillions: ++
    Schwammerlsauce: ++
    Röstwzeiebln: ++
    Käsespätzle: ++
    Krautsalat: ++

    Pikantes Rinder-Ragout mit Ingwer auf Paprikaspätzle – das Rezept

    Sunday, May 21st, 2017

    An diesem Wochenende kombinierte ich zwei Rezepte, die ich unbedingt ausprobieren wollte: Ein Pikantes Rinder-Ragout, das mit Ingwer zubereitet wurde und als Sättigungsbeilage dazu selbst gemachte Paprika-Spätzle. Dazu gab es noch etwas Gemüse in Form von Rotkraut aus dem Glas. Mich reizte dabei vor allem das Rinder-Ragout, das zwar visuell an Gulasch erinnerte, aber entgegen der gewöhnlichen Vorgehensweise mit Ingwer und Chilis zubereitet wurde. Und ich sollte nicht enttäuscht werden, denn sas Ergebnis war ein überaus schmackhaftes Gericht, das ich nun mit diesem Beitrag einmal in der gewohnten Form vorstellen möchte.

    Was benötigen wir also für 4 Portionen?

    Für das Rinder-Ragout

    1000g mageres Rindfleisch
    (z.B. aus der Schulter – ich hatte mir bereits gewürfeltes Fleisch beim Metzger gekauft)
    01 - Zutat mageres Rindfleisch / Ingredient fatless beef

    1 große Zwiebel
    02 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

    2 Zehen Knoblauch
    03 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

    80g frischen Ingwer
    04 - Zutat Ingwer / Ingredient ginger

    3-4 getrocknete Chilis
    05 - Zutat getrocknete Chilis / Ingredient dried chilis

    1 gehäufter Esslöffel Mehl
    06 - Zutat Mehl / Ingredient flour

    1 Glas trockener Rotwein
    07 - Zutat trockener Rotwein / Ingredient dry red wine

    500ml Gemüsebrühe
    08 - Zutat Gemüsebrühe / Ingredient vegetable broth

    200g Kirschtomaten
    09 - Zutat Kirschtomaten / Ingredient cherry tomatoes

    2 Esslöffel Tomatenmark
    10 - Zutat Tomatenmark / Ingredient tomato puree

    sowie Olivenöl zum braten
    außerdem Salz, Pfeffer & Kreuzkümmel zum würzen

    Für die Paprika-Spätzle

    500g Weizenmehl
    (Ich hatte mir dazu mal spezielles Spätzle- & Pastamehl besorgt, was sich als leicht gelblich erwies)
    11 - Zutat Mehl / Ingredient flour

    2 kleinere Paprika (z.B. rot und gelb)
    12 - Zutat Paprika / Ingredient bell pepper

    1 kleinere Zwiebel
    13 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

    4 Hühnereier
    14 - Zutat Eier / Ingredient eggs

    1 gehäufter Teelöffel geräuchertes Paprikapulver
    15 - Zutat geräuchertes Paprika / Ingredient smoked paprika

    1 gehäufter Teelöffel edelsüßes Paprikapulver
    16 - Zutat edelsüßes Paprika / Ingredient sweet paprika

    1 Esslöffel Tomatenmark
    10 - Zutat Tomatenmark / Ingredient tomato puree

    30ml Milch
    17 - Zutat Milch / Ingredient milk

    1 Esslöffel Olivenöl
    13 - Zutat Olivenöl / Ingredient olive oil

    etwas Butter zum anbraten
    18 - Zutat Butter / Ingredient butter

    sowie etwas Salz und Pfeffer zum würzen

    Außerdem benötigen wir

    1 Glas Rotkraut
    19 - Zutat Rotkraut / Ingredient red cabbage

    Beginnen wir wie üblich mit der Vorbereitung der einzelnen Zutaten. Wir ziehen also die Zwiebel ab und würfeln sie,
    20 - Zwiebel würfeln / Dice onion

    schälen und zerkleinern die Knoblauchzehen,
    21 - Knoblauch zerkleinern / Mince garlic

    schälen die Ingwerknollen
    22 - Ingwer schälen / Peel ginger

    und reiben ihn,
    23 - Ingwer reiben / Grate ginger

    halbieren die Kirschtomaten
    24 - Kirschtomaten halbieren / Half cherry tomatoes

    und zerkleinern die getrockneten Chilischoten.
    25 - Chilis zerkleinern / Mince chilis

    Dann erhitzen wir etwas Olivenöl auf erhöhter Stufe in einer Pfanne,
    26 - Olivenöl erhitzen / Heat up olive oil

    geben das gewürfelte Rindfleisch – am besten in zwei Durchgängen mit jeweils der Hälfte – hinein,
    27 - Rindfleisch in Pfanne geben / Put beef in pan

    braten es rundherum scharf an
    28 - Rindfleisch scharf anbraten / Sear beef

    und entnehmen es dann wieder aus der Pfanne, um es sogleich mit Pfeffer und Salz zu würzen.
    29 - Rindfleisch mit Salz & Pfeffer würzen / Season beef with salt & pepper

    Zum Bratensatz geben wir, nachdem wir die Platte auf eine mittlere Stufe zurück geschaltet haben, wieder etwas Olivenöl,
    30 - Olivenöl zum Bratensatz geben / Add some olive oil

    addieren die gewürfelte Zwiebel
    31 - Zwiebel hinzufügen / Add onion

    und dünsten sie darin an, wobei wir versuchen den Bratensatz etwas vom Boden zu lösen und an die Zwiebel zu binden.
    32 - Zwiebel andünsten / Braise onion

    Dann geben wir auch die zerkleinerten Knoblauchzehen hinzu,
    33 - Knoblauch addieren / Add garlic

    addieren die zerkleinerten Chilischoten
    34 - Chilis addieren / Add chilis

    und geben die beiden Esslöffel Tomatenmark ebenfalls in die Pfanne
    35 - Tomatenmark hinzufügen / Add tomato puree

    um dieses für einige Minuten mit anzurösten.
    36 - Tommatenmark anrösten / Raost tomato puree

    Jetzt bestäuben wir alles mit dem Esslöffel Mehl,
    37 - Mehl einstreuen / Intersperse flour

    löschen das Ganze mit dem trocknen Rotwein ab
    38 - Mit Rotwein ablöschen / Deglaze with red wine

    und lassen diesen kurz etwas einkochen
    39 - Rotwein einkochen lassen / Let red wine reduce

    bevor wir schließlich auch die Gemüsebrühe dazu gießen.
    40 - Gemüsebrühe hinzufügen / Add vegetable broth

    Außerdem geben wir die halbierten Kirschtomaten hinzu,
    41 - Kirschtomaten dazu geben / Add cherry tomatoes

    würzen alles mit Salz und Pfeffer,
    42 - Mit Salz & Pfeffer würzen / Season with salt & pepper

    bringen es kurz zum aufkochen
    43 - Aufkochen lassen / Bring to a boil

    und lassen es anschließend für etwa 10 Minuten geschlossen vor sich hin köcheln.
    44 - Geschlossen köcheln lassen / Simmer closed

    Danach nehmen wir unseren Zauberstab zur Hand und pürieren die Sauce gründlich.
    45 - Sauce pürieren / Blend sauce

    Jetzt ist es an der Zeit, das Fleisch zurück in die Sauce zu geben,
    46 - Rindfleisch hinzufügen / Add beef

    den geriebenen Ingwer hinzu zu geben,
    47 - Geriebenen Ingwer addieren / Add grated ginger

    alles gründlich zu verrühren
    46 - Verrühren & köcheln lassen / Stir & let simmer

    und dabei noch einmal mit Salz, Pfeffer und Kreuzkümmel abzuschmecken.
    49 - Mit Gewürzen abschmecken / Taste with seasonings

    Noch einmal bringen wir das Gericht kurz zum aufkochen
    50 - Aufkochen lassen / Bring to a boil

    und lassen es dann für etwa eine Stunde geschlossen auf niedriger Stufe vor sich hin köcheln.
    51 - Geschlossen schmoren lassen / Stew closed

    Nun ist es Zeit sich den Paprikaspätzle zuzuwenden. Dazu waschen wir die Paprika, entkernen sie
    52 - Paprika entkernen / Decore bell pepper

    und zerkleinern sie grob.
    53 - Paprika grob zerkleinern / Hackle bell pepper

    Außerdem schälen wir die zerkleinerte Zwiebel und zerkleinern sie ebenfalls grob.
    54 - Zwiebel grob zerkleinern / Hackle onion

    Dann geben Paprika, Zwiebel, einen Esslöffel Tomatenmark
    55 - Paprika, Zwiebel & Tomatenmark in Schüssel geben / Put bell pepper, onion, & tomato puree in bowl

    sowie die Milch in eine höhere Schüssel
    56 - Milch addieren / Add milk

    und pürieren alles sehr gründlich.
    57 - Alles gründlich pürieren / Blen thoroughly

    Zu diesem Püree geben wir dann das Mehl,
    58 - Mehl hinzufügen / Add flour

    den Esslöffel Olivenöl,
    59 - Olivenöl addieren / Add olive oil

    die beiden Teelöffel geräuchertes und edelsüßes Paprikapulver,
    60 - Paprika dazu geben / Add paprika

    die vier Eier
    61 - Eier aufschlagen / Add eggs

    sowie eine kräftige Portion Salz und Pfeffer
    62 - Mit Salz & Pfeffer würzen / Season with salt & pepper

    und verrühren dann alles zu einem Spätzle-Teig. Den Teig lassen für mindestens 15 bis 20 Minuten abgedeckt ruhen.
    63 - Zu Teig verrühren / Stir to dough

    Diese Zeit können wir nutzen, einen Topf mit Wasser zum kochen der Spätzle aufzusetzen.
    64 - Wasser in Topf erhitzen / Heat up water in pot

    Dabei sollten wir nicht vergessen, das Rinder-Ragout zwischendurch hin und wieder umzurühren.
    65 - Ragout umrühren / Stir ragout

    Inzwischen müsste dann auch das Wasser in unserem Topf kochen, so dass wir es mit einem bis zwei Teelöffeln Salz versehen
    66 - Wasser salzen / Salt water

    und den Spätzle Teig in das heiße Wasser hobeln zu können.
    67 - Spätzle-Teig in Wasser hobeln / Shred spaetzle dough in water

    Sobald die Spätzle an die Oberfläche steigen, sind sie fertig gekocht und wir können sie abschöpfen
    68 - Oben schwimmende Spätzle abschöpfen / Skim off spaetzle

    und in einem Sieb abtropfen lassen.
    69 - Spätzle abtropfen lassen / Drain spaetzle

    Außerdem können wir das Rotkraut in einen weiteren Topf geben und unter Zugabe von etwas Wasser erhitzen. Bei Bedarf schmecken wir es außerdem noch mit zusätzlichen Gewürzen ab.
    70 - Rotkraut erhitzen / Heat up red cabbage

    Ist der ganze Spätzle-Teig verbraucht, erhitzen wir etwas Butter in einer zweiten Pfanne
    71 - Butter in Pfanne erhitzen / Melt butter in pan

    und braten die abgetropften Spätzle darin etwas an. Wenn nötig ist jetzt auch Gelegenheit, sie noch mit etwas Salz und Pfeffer nachzuwürzen.
    72 - Spätzle in Butter anbraten / Brown spaetzle in butter

    Die letzten zehn bis fünfzehn Minuten können wir das Rinder-Ragout offen köcheln lassen, damit sich die Sauce etwas weiter reduzieren kann.
    73 - Übersicht / Overview

    Sind alle Spätzle angebraten und das Rotkraut genügend erhitzt, können wir Spätzle, Rinder-Ragout und Rotkohl auch schon servieren und genießen.
    74 - Spicy beef ragout with ginger on bell pepper spaetzle - Served / Pikantes Rinderragout mit Ingwer auf - Serviert

    Die Spätzle mit ihrem leichten, aber nicht zu dominanten Paprika-Aroma waren schon einmal eine wirklich gut gelungene Sättigungsbeilage, die man nicht jeden Tag bekommt. Das Highlight des Gerichts war aber eindeutig das angenehm pikante RInder-Ragout, das nicht nur mit einer würzigen und scharfen Sauce aufwartete, sondern auch die Schärfe von Chilis und Ingwer sehr gelungen kombinierte, ohne das der Ingwer zu dominant wirkte. Viel mehr besaß es dank der Kirschtomaten und des Tomatenmarks eine zusätzlich schmackhafte fruchtige Note, die das leicht mürbe geschmorte und dennoch zarte Rindfleisch in ausreichender Menge einschloss. Und der Rotkohl, auch wenn es hier sich “nur” um eine vorbereitet Variante aus dem Glas handelte, passte gut dazu und rundete das Gericht als überaus gut passende Gemüsebeilage gelungen ab. Auch wenn die Zubereitung etwas mehr Zeit in Anspruch genommen hatte, war ich mit dem Ergebnis überaus zufrieden. Der Aufwand hatte sich auf jeden Fall gelohnt und ich kann meine vorbehaltlose Empfehlung für dieses Rezept aussprechen.

    75 - Spicy beef ragout with ginger on bell pepper spaetzle - Side view / Pikantes Rinderragout mit Ingwer auf - Seitenansicht

    Guten Appetit

    Putenoberkeule mit Rosmarinsauce & Spätzle [26.04.2017]

    Wednesday, April 26th, 2017

    Als ich die Speisekarte unseres Betriebsrestaurants für den heutigen Tag durchsah, war ich zuerst dazu geneigt beim Kabeljau auf sizilianische Art mit Ciabattabrot zuzugreifen, der bei Vitality angeboten wurde. Auf die Rahmschwammerl mit Semmelknödel bei Tradition der Region oder die Asia-Thai-Angebote wie Gebratene Mienudeln mit verschiedenem Asiagemüse in Hoi Sin Sauce und Rindfleisch mit Broccoli und Karotten in Austernsauce hatte ich auf jeden Fall keinen großen Appetit. Als ich die Speisen jedoch sah, entschied ich mich doch noch kurzfristig um, denn die Putenoberkaule mit Rosmarinsauce und Spätzle aus dem Abschnitt Globetrotter, die gemeinsam mit gedünstetem Broccoli serviert wurden, sah doch irgendwie sehr verlockend aus.

    Roast turkey with rosemary sauce & spaetzle / Putenoberkeule mit Rosmarinsauce & Spätzle

    Die beiden Scheiben der Putenkeule waren zwar etwas durchwachsen, aber das Fleisch war angenehm zart und saftig, wobei es geschmacklich wie ich fand sehr gut mit der würzigen Rosmarinsauce harmonierte. Dazu das noch leicht knackige, aber gut durchgedämpfte Broccoli und schließlich die mit etwas Kräutern verfeinerten Spätzle oder um genau zu sein Knöpfle und fertig war ein einfaches, aber durchaus schmackhaftes Mittagsgericht. Ich war mit meiner Entscheidung auf jeden Fall überaus zufrieden. Auch wenn der sizilianische Kabeljau weiterhin sehr gut ausgesehen hatte… 😉
    Mit einem kleinen, aber klar erkennbaren Vorsprung gelang es der Putenoberkeule so auch, sich den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala zu sichern, die ich wie immer durch das Beobachten der Vorlieben der anderen Gäste aufstellte. Auf dem zweiten Platz folgte aber auch schon der Kabeljau, Platz drei belegten die Rahmschwammerl und den vierten Platz belegten schließlich die Asia-Gerichte.

    Mein Abschlußurteil:
    Putenoberkaule: ++
    Rosmarinsauce: ++
    Broccoli: ++
    Spätzle: ++