Schwabenteller – Minutensteaks mit Käsespätzle, Schwammerlsauce & Röstzwiebeln [01.09.2015]

Die Spaghetti al arrabiata mit Parmesan bei Globetrotter und die Asia-Thai-Angebote wie Kai Tzau Fhan – Gebratener Eierreis mit verschiedenem Gemüse, Gebackener Seelachs mit verschiedene Gemüse in Massaman-Sauce sowie Moo Pad Prik Bai Kraprao – Schweinefleisch mit scharfem Basilikum und Thaigemüse in Austernsauce reizten mich heute nicht besonders, aber sowohl der der Schwabenteller – Minutensteaks vom Schwein mit Käsespätzle, Schwammerlsauce und Röstzwiebeln bei Tradition der Region als auch der heute sehr verlockend aussehende vegetarische Pikante Bohneneintopf mit Kartoffelwürfeln bei Vitality schienen mir für das heutige Mittagsmahl sehr geeignet. Die endgültige Entscheidung für den Schwabenteller fiel in dem Moment, als ich sah wie die Thekenkraft bei einem anderen Gast die beiden Minutensteaks mit schön knusprig aussehenden Röstzwiebeln garnierte. In diesem Moment wusste ich, dass es heute dieses Gericht sein sollte, das mein Tablett ziert. Dazu stellte ich mir noch einen Salat an der Salattheke zusammen und ergänzte das ganze schließlich mit einem kleinen Becher Erdbeercreme aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Swabian dish minute steaks with cheese spaetzle, mushroom sauce & fried onions / Schwabenteller - Minutensteaks mit Käsespätzle, Schwammerlsauce & Röstzwiebeln

Die beiden kleinen Schweinesteaks vom Schwein waren für unpaniert gebratenes Fleisch noch angenehm saftig und zart geblieben – daran gab es ebenso wenig etwas auszusetzen wie an den mit einem würzigen Käse zubereiteten Käsespätzle und den tatsächlich angenehm knusprigen Röstzwiebeln. Und auch die Schwammerlsauce war geschmacklich gut gelungen, einzige die Menge der darin verarbeiteten Champignonscheiben hätte etwas größer sein können, aber von einem Punktabzug kann ich auch hier absehen. Der Salat aus Streifen von roter Beete, Möhren und Kohlrabi sowie einigen Kidneybohnen und Maiskörnern in einem Joghurt-Kräuterdressing ergänzte das Hauptgericht überaus passend und die heute angenehm fruchtige Erdbeercreme, luftig-lockere und nicht zu süße Erdbeercreme oder besser der Erdbeerschaum schloss das Mahl schließlich auch sehr lecker ab. Endlich gab es mal wieder nichts zu meckern – ich war sehr zufrieden mit meiner Entscheidung.
Bei den anderen Gästen lag zwar ganz wie erwartet der Schwabenteller ebenfalls am höchsten in der Gunst, aber der Vorsprung war nicht so groß wie ich eigentlich vermutet hatte. Die Asia-Gerichte und die Spaghetti al arrabiata, die sich heute den zweiten Platz teilten, waren im dicht auf den Fersen. Und auch wenn das Bohneneintopf nur Platz drei belegte, war er für ein vegetarisches Gericht heute ebenfalls gern gewählt worden.

Mein Abschlußurteil:
Minutensteaks vom Schwein: ++
Röstzwiebeln: ++
Käsespätzle: ++
Schwammerlsauce: ++
Salat mit Joghurtdressing: ++
Erdbeercreme: ++

Schweinesteak mit Jägersauce und Spätzle [30.07.2015]

Da mich weder die Penne Rigate “Pesto Genovese” mit Tomatensugo und Parmesan bei Vitality noch der Würstelgulasch mit Paprika und Zwiebeln, dazu Kartoffeln bei Tradition der Region sonderlich reizte und auch das Ko Lo Zai – Gebratenes Gemüse in süß-saurer mit Ananas nach Peking Art und das Mua Pad Takai – Schweinefleisch mit Bambusstreifen, Frühlingszwiebeln, Paprika in Chili-Zitronengrassoße mich besonders ansprachen, fiel meine Entscheidung heute recht schnell auf das Schweinesteak mit Jägersauce und Spätzle aus der Sektion Globetrotter. Dazu gesellte sich noch eine kleine Schale Speckbohnen aus dem heutigen Gemüseangebot und ein Becherchen Blue Curacao Creme von der Dessert-Theke. Die ungewöhnliche, grünlich-blaue Farbe dieses Nachtisch kommt auf dem Photo leider bei dem ebenfalls grünlichen Tablett leider kaum zur Geltung, daher erwähne ich es extra.

Pork steak in mushroom sauce with spaetzle / Schweinesteak in Jägersauce mit Spätzle

Das gebratene Steak war zwar schön mager und gut gewürzt, aber durch das Braten ganz leicht trocken geworden. Zum Glück hatte man eine großzügige Portion mild würziger Pilzrahmsauce hinzugefügt, die dieses bei scharf gebratenem Schweine häufig übliche Manko mehr als ausreichend kompensierte. Einzig etwas mehr Pilze hätten dieser Sauce noch ganz gut getan – es reichte aber gerade noch damit ich von einem Punktabzug absehen kann. Die Spätzle oder besser Knöpfle gaben schließlich auch keinen Grund irgendwelche Kritik anzubringen. Aber bei den mit kleinen Speckwürfelchen und Zwiebelstückchen versehenen grünen Bohnen muss ich einen kleinen Abzug vornehmen, da sie leider nicht nur bereits etwas abgekühlt, sondern auch etwas zu lange gekocht schienen. Beim Dessert schließlich konnte ich das Aroma zwar nicht so recht identifizieren, unter Curacao versteht man ja normalerweise einen aus Bitterorangen destillierten Likör in blauer Farbe, aber diesen Geschmack konnte ich hier nicht identifizieren. Das Ganze schmeckte fast nur nach Sahne mit einem ganz leichten, nicht näher identifizierbaren Fruchthauch. Daher kann ich auch hier keine volle Punktzahl geben, denn ich hatte mit irgendwie mehr erwartet.
Unerwarteterweise schienen es heute Ausnahmsweise mal die Asia-Gerichte zu sein, die den ersten Platz für sich erobern konnten, auch wenn der Vorsprung zum zweitplatzierten Schweinesteak mit Jägersauce nur sehr gering war. Auf dem dritten Platz folgten schließlich, auch unerwartet die vegetarischen Penne Rigata mit Pesto Genovese und erst knapp dahinter auf Platz vier kam schließlich der Wurstgulasch.

Mein Abschlußurteil:
Schweinesteak: ++
Jägersauce: ++
Spätzle: ++
Speckbohnen: +
Blue Curacao Creme: +

Bärlauch-Käsespätzle mit Zwiebelringen & Fleischspießen – das Rezept

Nachdem ich ja nun mehrere Gerichte mit dem aktuellen Saisongemüse Spargel zubereitet hatte, wollte ich mich heute mal einer anderen Zutat, die vor allem von März bis Mai geerntet wird: dem Bärlauch. Ich hatte mich dazu entschieden, dieses Mal daraus ein Pesto herzustellen und dieses dann in selbst gemachten Spätzle zu verwenden. Daraus entstanden anschließend mit würzigem Cheddar-Käse leckere Käsespätzle. Auch wenn Cheddar nicht gerade zu den üblichen Sorten für Käsespätzle gehört, entschied ich mich nicht nur wegen des unverwechselbaren Geschmacks, sondern auch wegen seines farblichen Kontrasts zu den Bärlauch-Spätzle dafür. Und zu Käsespätzle gehören natürlich Röstzwiebeln, die ich natürlich auch nicht fertig kaufte, sondern selbst aus frischen Zwiebelringen frittierte. Eigentlich hätte das schon für ein vollwertiges Hauptgericht ausgereicht, aber als ich heute einkaufte entdeckte ich an der Fleischtheke fertig marinierte Fleischspieße von Rind und Schwein, die sich meiner Meinung nach wunderbar als Ergänzung zu den Käsespätzle eigneten. Das verwendete Rezept dieses überaus leckeren Gerichts möchte ich nun mit diesem Beitrag einmal kurz in der gewohnten Form vorstellen.

Was benötigen wir also für 2-3 Portionen?

75g frisches Bärlauch
01 - Zutat Bärlauch / Ingredient ramson

50ml Olivenöl
02 - Zutat Olivenöl / Ingredient olive oil

25g Pinienkerne
03 - Zutat Pinienkerne / Ingredient pine nuts

1 gehäuften Esslöffel Parmesan (20-25g)
04 - Zutat Parmesan / Ingredient parmesan

300g Weizenmehl (Typ 405)
05 - Zutat Weizenmehl / Ingredient wheat flour

120ml Milch
06 - Zutat Milch / Ingredient milk

2 Eier
07 - Zutat Eier / Ingredient eggs

1/2 Teelöffel Salz
08 - Zutat Salz / Ingredient salt

100g Käse (z.B. Cheddar)
09 - Zutat Käse (Cheddar) / Ingredient cheese (cheddar)

1 mittelgroße Zwiebel
10 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

3-4 Esslöffel Weizenmehl zum panieren
03 - Zutat Mehl / Ingredient flour

etwas Palmfett oder anderes Fett zum Frittieren
11 - Zutat Palmfett / Ingredient palm fat

4 Fleischspieße nach eigener Wahl
(Ich nahm zwei Schweine- und zwei Rindsspieße)
12 - Zutat Fleischspieße / Ingredient skewers

sowie etwas Salz & Pfeffer zum würzen
und etwas Butter oder Öl zum fetten der Auflaufform

Beginnen wir damit, die Pinienkerne ohne Fett in einer kleinen Pfanne goldgelb zu rösten
13 - Pinienkerne ohne Öl rösten / Roast pine nuts without oil

und den Parmesan zu reiben.
14 - Parmesan reiben / Grate parmesan

Anschließend kümmern wir uns um das notwendige Bärlauch-Pesto. Dazu waschen wir das Bärlauch gründlich, schütteln es trocken
15 - Bärlauch waschen / Wash ramson

und zerschneiden es dann grob in Streifen.
16 - Bärlauch grob zerkleinern / Hackle ramson

Nachdem wir dann die gerösteten Pinienkerne ebenfalls grob zerkleinert haben
17 - Pinienkerne grob hacken / Hackle pine nuts

geben wir den Bärlauch und das Olivenöl in ein Behältnis,
18 - Bärlauch & Olivenöl vermischen / Mix ramson & olive oil

und pürieren alles mit dem Pürierstab.
19 - Bärlauch pürieren / Blend ramson

Anschließend geben wir die Pinienkerne und den Parmesan dazu,
20 - Pinienkerne & Parmesan dazu geben / Add pine nuts & parmesan

pürieren alles noch einmal erneut
21 - Weiter pürieren / Continue to blend

und schmecken dabei alles mit ein wenig Salz und etwas mehr Pfeffer ab. Das fertige Pesto stellen wir anschließend bei Seite.
22 - Pesto mit Salz & Pfeffer abschmecken / Taste pesto with salt & pepper

Kümmern wir uns nun um den Spätzle-Teig. Dazu füllen wir das Mehl in eine Schüssel, geben den halben Teelöffel Salz hinzu,
23 - Salz & Mehl in Schüssel geben / Put flour & salt in bowl

schlagen die beiden Eier hinein,
24 - Eier hinzufügen / Add eggs

gießen die Milch ebenfalls in die Schüssel
25 - Milch addieren / Add milk

und verkneten alles zu einem Teig.
26 - Zu Teig kneten / Make dough

Anschließend geben wir das Bärlauch-Pesto hinzu
27 - Bärlauchpesto dazu geben / Add ramson pesto

und verrühren es gründlich mit dem Teig
28 - Bärlauchpesto mit Teig verrühren / Stir in ramson pesto with dough

den wir dann mit einem Küchentuch abgedeckt etwa 30 Minuten ruhen lassen.
29 - Teig abgedeckt ruhen lassen / Allow vovered dough to rest

Diese Zeit können wir nutzen um den Käse zu reiben
30 - Käse reiben / Grate cheese

und die Zwiebel in Ringe zu schneiden,
31 - Zwiebel in Ringe schneiden / Cut onion in rings

um diese anschließend im Weizenmehl zu wenden.
32 - Zwiebelringe in Mehl wenden / Turn onion rings in flour

Nun erhitzen wir das Palmfett in einem kleinen Topf
33 - Frittierfett in Topf erhitzen / Heat deep-frying fat in pot

und setzen einen Topf mit Wasser zum kochen der Spätzle auf.
34 - Topf mit Wasser aufsetzen / Bring water to a boil

Mit dem Stiel eines Holzlöffels können wir prüfen, ob das Fett heiß genug ist. Dies ist der Fall, wenn an ihm kleine Bläschen aufsteigen.
35 - Mit Holzlöffel prüfen ob Öl heiß / Check with wooden spoon handle if oil is hot enough

Ist dies der Fall, geben wir vorsichtig (damit das heiße Öl nicht spritzt) portionsweise die panierten Zwiebelringe hinein und frittieren sie bis sie goldbraun sind.
36 - Zwiebelringe frittieren / Deep-fry onion rings

Die fertigen Zwiebelringe lassen wir auf einem Papier-Küchentuch abtropfen.
37 - Zwiebelringe auf Küchenpapier abtropfen lassen / Drain onion rings on kitchen paper

Sobald das Wasser kocht, salzen wir es
38 - Kochendes Wasser salzen / Salt boiling water

und hobeln den Spätzle-Teig – ebenfalls portionsweise – hinein.
39 - Spätzleteig ins Wasser hobeln / Shred spaetzle dough in water

Sobald die Spätzle oben schwimmen, sind sie fertig gekocht und können mit einem Schöpflöffel abgeschöpft werden. Die fertigen Spätzle lassen wir in einem Sieb etwas abtropfen.
40 - Fertige Spaetzle abschöpfen / Skim spaetzle

Ist der komplette Teig zu Spätzle verarbeitet, beginnen wir den Backofen auf 190 Grad vorzuheizen und fetten eine Auflaufform mit etwas Butter aus
41 - Auflaufform ausfetten / Grease casserole

und geben etwa so viele Spätzle hinein dass der Boden bedeckt ist.
42 - Boden mit Bärlauchspätzle bedecken / Cover floor with spaetzle

Darüber streuen wir etwa die Hälfte des geriebenen Käses,
43 - Käse einstreuen / Add cheese

bedecken diesen mit den verbleibenden Bärlauch-Spätzle
44 - Restliche Spätzle auftragen / Add remaining spaetzle

und streuen schließlich noch den restlichen Käse darüber.
45 - Mit verbleibendem Käse bestreuen / Dredge with remaining cheese

Sobald der Ofen dann vorgeheizt ist, schieben wir die Auflaufform hinein und überbacken alles für ca. 15 Minuten bis der Käse komplett zerlaufen ist.
46 - Im Ofen backen / Bake in oven

In der Zwischenzeit erhitzen wir etwas Fett oder Öl in einer Pfanne und braten die Fleischspieße darin von allen Seiten an.
47 - Fleischspieße braten / Fry skewers

Sobald alles fertig überbacken sind, können wir die Auflaufform aus dem Ofen entnehmen,
48 - Ramson spaetzle with fried onion rings & skewers - Finished baking / Bärlauchspätzle mit Zwiebelringen & Grillspieß - Fertig überbacken

die Bärlauch-Käsespätzle gemeinsam mit den Fleischspießen und garniert mit den frittierten Zwiebelringen servieren und genießen.
49 - Ramson spaetzle with fried onion rings & skewers - Served / Bärlauchspätzle mit Zwiebelringen & Grillspieß - Serviert

Alleine schon die mit dem würzigen geschmolzenen Cheddar-Käse vermischten Bärlauch-Spätzle waren ein wahrer Genuss, vor allem in Kombination mit den knusprigen frittierten Zwiebelringen. Das Aroma von selbst zubereiteten Bärlauch-Pesto kann sich nun mal nicht mit dem industriell hergestellten messen. Und auch die zarten und saftigen Fleischspieße ließen nichts zu wünschen übrig und passten ganz wie erwartet wunderbar zu den Käsesppätzle. Ich war auch heute wieder mal sehr zufrieden mit dem Ergebnis meines Kochexperiments.

50 - Ramson spaetzle with fried onion rings & skewers - Side view / Bärlauchspätzle mit Zwiebelringen & Grillspieß - Seitenansicht

Werfen wir abschließend noch einen kurzen Blick auf die Kalorienwerte dieses Gerichts. Mir fällt es zwar schwer, für die frittierten Zwiebelringe einen genauen Wert zu bestimmen und weiß auch nicht genau was für die Fleischspieße zu berechnen ist, aber die Bärlauchspätzle schlagen alleine schon mit ca. 1900kcal zu Buche. Dazu kommen noch einmal 400kcal für den Cheddar, womit wir bei 2300kcal für die Käsespätzle liegen, was bei 3 Portionen 767kcal pro Portion bedeutet. Kein leichter Genuss also, aber das nahm ich heute billigend in Kauf.

Guten Appetit

Wildschweingulasch mit Preiselbeerbirne & Kräuterspätzle [12.02.2015]

Heute reizten mich eigentlich gleich alle drei Angebote des westlich-orientierten Teils der Speisekarte unseres Betriebsrestaurant, denn sowohl der Wildschweingulasch ,ot Preiselbeerbirne und Kräuterspätzle bei Globetrotter als auch das Schweineschnitzel “Wiener Art” mit Kartoffel-Gurkensalat bei Tradition der Region und die Spaghetti mit Balsamicolinsen bei Vitality besaßen ihre Vorzüge, während die Asia-Thai-Angebote wie Ko Lo Zai – Gebratenes Gemüse in süß-saurer Sauce mit Ananas nach Peking Art oder Moo Pad Takai – Schweinefleisch mit Bambusstreifen, Frühlingszwiebeln und Paprika in Chili-Zitronengrassauce da nicht mithalten konnten. Und von den Resten der Paella von gestern, über die ich ja bereits berichtet hatte und die man heute als zusätzliches Sonderangebot auf die Karte gesetzt hatte, brauchen wir gar nicht zu reden. Letztlich waren es Kleinigkeiten wie die Tatsache dass man die Balsamicolinsen dieses Mal ohne Ruccola servierte und dass das Schnitzel ein wenig trocken aussah, die mich dazu bewogen beim Wildschweingulasch zuzugreifen. Dazu gesellte sich noch etwas Mischgemüse von der Gemüsetheke und ein kleines Becherchen Grießbrei mit roter Grütze aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Wild boar goulash with herb spaetzle / Wildschweingulasch mit Kräuterspätzle

Beim Gulasch gab es leider gleich einen Kritikpunkt, denn man hatte das Fleisch nur sehr grob in riesige, unregelmäßige Stücke geschnitten und wohl auch dadurch war leider nicht besonders viel Wildschwein in der großen Menge an Sauce die man mir auf den Teller getan hatte. Da halfen auch die paar Champignon-Stücke, die sich ebenfalls in der Sauce fanden, wenig. Aufgrund der Tatsache dass das Fleisch aber schön mager und zart war und die Würzung der Sauce sich als überaus gelungen erwies, will ich hier dennoch – gerade mal – noch mal ein Auge zudrücken. Bei den Spätzle vermisste ich außerdem ein wenig die versprochenen Kräuter, sieht man einmal von der darüber gestreuten Petersilie ab, aber da es sonst auch hier nichts zu kritisieren gab, will ich hier ebenfalls mal nicht so sein. An der mit einer großzügigen Portion Preiselbeeren garnierten Dosenbirne – einer klassischen Beilage zu Wildgerichten gab es aber nichts auszusetzen, ebenso wenig an dem für von einer Warmhaltetheke stammenden Gemüse noch angenehm frischen und knackigen Mix aus Erbsen und Möhren oder dem nicht zu süßen Grießbrei samt seiner Garnitur aus roter Grütze mit vielen Fruchtstücken, Melone, Sahne und Pistaziensplittern. Mit Sicherheit kein perfektes Mittagsessen, aber doch ein mehr als nur akzeptables.
Die anderen Gästen hatten zwar, wie ich es auch nicht anders erwartet hatte, am etwas häufiger beim Schweineschnitzel mit Kartoffel-Gurkensalat zugegriffen, weswegen diesem Gericht ohne Frage der erste Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala zubilligen muss, aber der Abstand zum Wildschweingulasch auf Platz zwei war nicht allzu groß. Die Asia-Gerichte belegten schließlich den dritten Platz und Platz vier teilten sich Paella und Spaghetti mit Balsamico-Linsen.

Mein Abschlußurteil:
Wildschweingulasch: ++ (aber nur gerade so)
Spätzle: ++
Preiselbeerbirne: ++
Erbsen & Möhren: ++
Grießbrei mit roter Grütze: ++

Rindergeschnetzeltes in Champignon-Pfeffersauce mit Kräuterspätzle [19.01.2014]

Das heutige Vitality-Gericht in Form von Penne mit Auberginenragout war aufgrund meiner leichten Abneigung gegenüber Auberginen leider nichts für mich für mich und auch die Asia-Gerichte wie Poh Piard Thord – Knusprige Frühlingsröllchen und Gung Pao Ngao – Rindfleisch gebraten mit Chili, Knoblauch, Morcheln, Bambus und Gemüse reizten mich nicht sonderlich. Blieben also noch das Rindergeschnetzelte in Champignon-Pfeffersauce mit Kräuterspätzle bei Globetrotter und die Currywurst (rot oder weiß) mit Pommes Frites bei Tradition der Region. Und das Geschnetzelte schien mir da die bessere und leichtere Alternative zu sein, daher entschied ich mich für dieses Gericht und ergänzte es noch mit einem zusätzlichen Schälchen Mischgemüse sowie einem Becherchen Bayrische Creme aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Rindergeschnetzeltes in Champignon-Pfeffersauce mit Kräuterspätzle / Beef strips in mushroom pepper sauce with herb spaetzle

Das Mengenverhältnis von Geschnetzelten zu Spätzle war leider nicht ganz optimal – etwas zu viele Spätzel und zu wenig Rinderfiletstreifen – und, die Sauce war zwar leicht scharf aber recht dünn und auch nach Champignons musste man etwas suchen während man an unzerkleinerten grünen Pfefferkörnern absolut nicht gespart hatte – daher kann ich bei dem Geschnetzelten leider keine volle Punktzahl geben. Die mit einigen Kräutern versehenen Spätzle waren aber vollkommen in Ordnung und beim das Mischgemüse aus gedünstetem Broccoli, Blumenkohl und Möhren mit leichter Knoblauch-Note sowie der lockeren Bayrischen Creme mit Vanillearoma gab es nichts auszusetzen. Insgesamt bereute ich meine Entscheidung nicht, zumal mir Kollegen erzählten dass die Currywurst scheinbar heute auch nicht so der Hit war.
Dennoch lag die Currywurst mit Pommes Frites mit großem Vorsprung vor allen Angeboten auf dem ersten Platz der Allgemeinen Beliebtheitsskala. Auf Platz zwei folgte das Rindergeschnetzelte, das ich meinte ein klein wenig häufiger auf den Tabletts zu sehen als die Asia-Gerichte, die somit Platz drei belegten. Die Penne mit Auberginenragout erreichten schließlich nur – wie bei vegetarischen Gerichten eigentlich üblich – den vierten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Rindergeschnetzeltes: +
Spätzle: ++
Mischgemüse: ++
Bayrische Creme: ++