Zitronenhähnchen mit Knoblauch & Kartoffelspalten – das Rezept

Zum Sonntag hatte ich mir ein Rezept ausgesucht dass bereits seit längerem in meiner Sammlung ruhte: Zitronenhähnchen mit Knoblauch und Kartoffelspalten – ein Backofengericht dass man wahlweise mit Hähnchenschenkel oder Hühnerteilen zubereiten kann. Die Verwendung des Knoblauch erschien mir dabei im ersten Moment etwas ungewöhnlich, aber das Ergebnis sprach letztlich für sich und zeigte dass man auch auf diese Weise ein leckeres Gericht zubereiten kann. Aber genug der langen Vorrede, werfen wir einen Blick auf die benötigten Zutaten.

Was brauchen wir für 2-3 Portionen?

3 Hähnchenschenkel
01 - Zutat Hähnchenschenkel

50ml Olivenöl
02 - Zutat Olivenöl

50ml Zitronensaft
03 - Zutat Zitronensaft

1/2 TL Salz
04 - Zutat Salz

550 – 600g Kartoffeln – festkochende Sorte
05 - Zutat Kartoffeln

2 Knollen Knoblauch
06 - Zutat Knoblauchzehen

Je ein Zweig Oregano, Rosmarin und Thymian
07 - Zutat Rosmarin, Thymian & Oregano

3 Scheiben Bio-Zitrone
08 - Zutat Zitronenscheiben

sowie noch etwas frisch gemahlenen Pfeffer und Salz für die Hähnchenschenkel
und etwas frisches Basilikum abschließenden garnieren

Zuerst waschen wir die Hähnchenschenkel kurz ab, tupfen sie trocken, reiben sie rundherum mit Salz und Pfeffer ein
09 - Hähnchenschenkel mit Salz und Pfeffer einreiben

und legen sie in eine große Form oder ein tiefes Backblech.
10 - Schenkel in Form legen

Anschließend gießen wir Zitronensaft in das Olivenöl, geben das Salz hinzu
11 - Olivenöl, Zitronensaft & Salz mischen

und verquirlen alles zu einer schaumigen Masse.
12 - Schaumig verquirlen

Die Hälfte der so entstandenen Marinade geben wir nun über unsere Hähnchenschenkel.
13 - Schenkel mit Marinade übergießen

Nachdem wir unsere Kartoffeln gründlich gewaschen und getrocknet haben, schneiden wir sie in Spalten
14 - Kartoffeln in Spalten schneiden

und verteilen diese in der Form zwischen den Hähnchenschenkel.
15 - Kartoffelspalten zwischen Schenkel verteilen

Außerdem halbieren wir – ungeschält – die Knoblauchknollen
16 - Knoblauchzehen halbieren

und geben sie ebenfalls, mit der Schnittfläche nach unten, zu den anderen Zutaten in die Form. Aber Vorsicht: Die oberen Hälften zerfallen dabei sehr leicht in ihre einzelnen Zehen weswegen ich bevorzugt die unteren Teile mit den Wurzeln verwendete – diese geben der halbierten Knoblauch-Knolle einfach mehr Halt.
17 - Knoblauch einlegen

Nun brauchen wir nur noch die Zweige von Rosmarin, Oregano und Thymian über allem zu verteilen
18 - Kräuter verteilen

und den Rest der Marinade über den Kartoffelspalten zu verteilen.
19 - Mit Rest Marinade übergießen

Sobald der Backofen aufgeheizt ist, schieben wir die Form auf einer der unteren Schienen hinein und lassen alles für 40 Minuten braten.
20 - Im Ofen braten

Nach diesen vierzig Minuten legen wir die Zitronenscheiben auf die Hähnchenschenkel, salzen die Kartoffelspalten ein wenig und wenden die Knoblauchhälften damit die Schnittfläche etwas rösten kann
21 - Mit Zitronenscheiben belegen

und geben alles für weitere 20 Minuten zurück in den Ofen.
22 - Weiter überbacken

Nach dieser Zeit ist unser Zitronenhähnchen schließlich fertig
23 - Zitronen-Knoblauch-Hähnchen / Lemon garlic chicken - Fertig gebacken

und kann – garniert mit etwas gehacktem Basilikum – serviert werden.
24 - Zitronen-Knoblauch-Hähnchen / Lemon garlic chicken - Gericht serviert

Sowohl die Kartoffelspalten waren durch das Backen in der Olivenöl-Zitronensaft-Marinade innerlich butterweich und außen angenehm knusprig geworden und hatten ein leichtes Zitronenaroma angenommen was ich sehr lecker fand. Abgerundet wurde dies durch die ebenfalls butterweichen Knoblauchzehen, die ich mir über die Kartoffeln drückte und mit ihnen verzehrte. Und auch die saftigen und zarten Hähnchenschenkel hatten ein leichtes Aroma von den Zitronen – sowohl von der Marinade als auch von den aufgelegten Scheiben – in sich aufgenommen die dem Fleisch einen interessanten und leckeren Geschmack gaben ohne dass die Zitrone zu penetrant erschien. Abgerundet mit den Aromen die von Thymian, Oregano und Rosmarin auf die Bestandteile übergegangen waren erwies sich dieses Gericht als geschmacklich wunderbar abgestimmt. Und dabei ist die Zubereitung wie man gesehen hat nicht wirklich kompliziert.

25 - Zitronen-Knoblauch-Hähnchen / Lemon garlic chicken - CloseUp

Angeblich sollen die so zubereiteten Knoblauchzehen keinen unangenehmen Mundgeruch am nächsten Tag ergeben – ob dem wirklich so ist werde ich morgen dann wohl im Büro erfahren. Ansonsten gibt es wohl wenig an dem Gericht zu verbessern. Einzig hätte vielleicht noch etwas zusätzliches Paprikapulver zum Einreiben der Hähnchenschenkel verwenden können, das hätte vielleicht noch einen weiteren interessanten geschmacklichen Aspekt addieren können. Aber auch so erwies dieses Rezept als wirklich köstlich – ich war sehr zufrieden. Einzig was die Kalorien angeht ist dieses Gericht natürlich nicht unbedingt eine leichte Kost – immerhin sind Zutaten in Öl gebraten. Grob gerechnet hat die ganze Auflaufform etwa 1700kcal, also 567kcal pro Teller bei drei Portionen. Wen das nicht abschreckt dem sei dieses Rezept aber wärmstens ans Herz gelegt.

Guten Appetit

Grünkohl mit Kassler-Kotelett, Speck & Mettwurst – das Rezept

Nachdem das Wetter sich ja immer mehr abkühlt, erschien es mir an der Zeit mal wieder ein typisches Herbst- oder Wintergemüse in meinen Speiseplan Aufzunehmen: Grünkohl – in einigen Gebieten auch als Braunkohl, Hochkohl, Winterkohl, Strunkkohl oder Krauskohl bekannt. Dazu noch etwas Fleisch und ein paar Kartoffeln und fertig ist ein leckeres Gericht für die kalte Jahreszeit. Bei der Auswahl des Fleisches entschied ich mich dabei für eine Kombination aus gepökelten Speck, Mettwürsten und Kassler-Kotelett. Ein einfacher, aber sehr leckeres Gericht – daher möchte ich natürlich nicht versäumen das Rezept hier wie gewohnt einmal kurz vorstellen.

Was brauchen wir also für 2 Portionen?

500g Grünkohl – ich wählte TK-Grünkohl den ich vorher natürlich auftaute
01 - Zutat Grünkohl

2 fingerdicke Speckscheiben
02 - Zutat Speck

2 Mettwürstchen
03 - Zutat Mettwürstchen

2 Kassler-Koteletts
04 - Zutat Kasslerkoteletts

1 mittlere Zwiebel
05 - Zutat Zwiebel

200-230g kleine Kartoffeln – ungeschält
06 - Zutat Kartoffeln

1 EL Senf – mittelscharf
07 - Zutat Senf

200ml Gemüsebrühe
08 - Zutat Gemüsebrühe

etwas Butterschmalz zum anbraten
09 - Zutat Butterschmalz

ggf. 1 – 1,5 EL Haferflocken zum binden
10 - Zutat Haferflocken

sowie Salz, Pfeffer und Muskatnuss zum würzen

Zuerst würfeln wir die Zwiebel sehr fein.
11 - Zwiebel fein würfeln

Jetzt zerlassen wir etwa 1 EL Butterschmalz in einer großen Pfanne oder einem Bräter
12 - Schmalz zerlassen

und dünsten die Zwiebel darin goldgelb an.
13 - Zwiebeln andünsten

Anschließend geben wir den Speck hinein und braten ihn auf mittlerer Stufe gut von beiden Seiten an
14 - Speck anbraten

und geben dann den Grünkohl hinzu, den wir für einige Minuten dünsten lassen
15 - Grünkohl mit andünsten

dabei kräftig mit Pfeffer und Muskatnuss sowie etwas Salz würzen (der gepökelte Speck und das gepökelte Kassler bringen selbst etwas Salz mit, also hiermit etwas sparsamer sein)
16 - Würzen

und schließlich noch den Senf unterheben.
16 - Senf einrühren

Das Ganze gießen wir dann mit etwa der Hälfte der Gemüsebrühe auf
18 - Gemüsebrühe aufgießen

und lassen es dann auf niedriger Stufe bei geschlossenem Deckel für ca. 45 Minuten leise vor sich hin köcheln
19 - Geschlossen köcheln lassen

wobei wir es gelegentlich umrühren und bei zu viel Flüssigkeitsverlust mit etwas mehr Gemüsebrühe aufgießen.
20  -Zwischendurch umrühren

Nach eine dreiviertel Stunde geben wir schließlich die Mettwürstchen mit in die Pfanne und lassen es geschlossen für weitere 30 Minuten köcheln.
21 - Würste einlegen und dünsten

Jetzt ist auch der richtige Zeitpunkt unsere Kartoffeln in etwas Salzwasser gar zu kochen.
22 - Kartoffeln in Salzwasser kochen

Sollte zu viel Flüssigkeit verdunstet sein, können wir immer wieder etwas von der Gemüsebrühe nachgießen – ansonsten besteht nämlich die Gefahr dass unser Grünkohl anbrennt.
23 - ggf. Gemüsebrühe addieren

Nach einer halben Stunde geben wir schließlich die Kassler-Koteletts hinzu
24 - Kassler mit in die Pfanne geben

und lassen sie bei geschlossenem Deckel etwa 20 Minuten gar werden
25 - Bei geschlossenem Deckel garen

wobei wir sie nach 10 Minuten natürlich einmal kurz wenden.
26 - Zwischendurch wenden

In der Zwischenzeit können wir auch unsere Kartoffeln zerteilen,
27 - Kartoffeln zerteilen

lassen dann etwas Butterschmalz in einer weiteren Pfanne zergehen
28 - Butterschmalz zergehen lassen

und braten sie von beiden Seiten kräftig an wobei wir sie mit etwas Salz würzen.
29 - Kartoffeln rundherum anbraten

Sollte etwas zu viel Flüssigkeit in unserem Kohl zu finden sein, entfernen wir kurz das Fleisch aus der Pfanne
30 - Fleisch beiseite legen

und rühren etwa einen Esslöffel (ggf. mehr) Haferflocken unter und die Flüssigkeit zu binden. Das Ganze sollten wir einige Minuten einkochen lassen.
31 - Mit Haferflocken binden

Anschließend können wir den Grünkohl auch gleich probieren und – falls notwendig – noch einmal mit Salz, Pfeffer oder Muskatnuss abschmecken.
32 - Probieren

Dann legen wir das Fleisch zurück damit es nicht abkühlt.
33 - Fleisch zurück legen

Wenig später können wir das Gericht auch schon servieren – pro Portion geben wir dazu jeweils ein Kassler-Kotelett, ein Stück Speck und eine Mettwurst zusammen mit einer guten Portion Grünkohl und einigen angebratenen Kartöffelchen auf den Teller.
34 - Grünkohl mit Kassler, Speck & Mettwurst -Gericht serviert

Der angenehm würzige Grünkohl erwies sich als wahrer Genuss. In Kombination mit dem zarten, mageren Kassler, dem würzigen Stück Speck und der groben, gut durchgekochten Mettwurst sowie den festen, teilweise knusprig angebratenen Kartoffeln ein absolut leckeres und vor allem sehr sättigendes Mittags- und/oder Abendgericht.
35 - Grünkohl mit Kassler, Speck & Mettwurst - CloseUp

Gut, aufgrund des hohen Fleischgehaltes zählt diese Mahlzeit mit Sicherheit nicht zur leichten Kost, aber für einen kühlen nebeligen Herbsttag oder einen kalten Wintertag ist es genau das richtige um satt zu werden wie ich finde. Ich hatte lange keinen Grünkohl mehr gehabt und muss auch dieses Mal wieder feststellen dass es sich hier um ein nicht nur schmackhaftes, sondern auch gesundes Gemüse handelt. Seine Blätter sind reich an Ballaststoffen und Mineralstoffen wie Kalium, Calcium, Magnesium und Eisen, sowie an den Vitaminen A, C, E, K und B2. Energie liefert er außerdem in Form von Eiweiß und Kohlehydraten ebenfalls. Ich war mit dem Ergebnis meines heutigen Kochexperiments auf jeden Fall wieder einmal sehr zufrieden. Dies ist meine Variante des Stampot Borenkool den ich damals in den Niederlanden probiert habe bzw. etwas später als Fertiggericht mit Namen Meica Kohl König getestet habe. Aber selbst gekocht ist es natürlich immer am besten, soviel steht fest.

Guten Appetit

Seelachsfilet im Tomatenbett mit Blattspinat [09.11.2011]

Zwar stand auch im Asia-Bereich mit Chu Chi Pla – Knusprig gebackener Fisch mit frischem Gemüse in süß-saurer Sauce ein durchaus interessantes Fischgericht auf der Speisekarte – Mittwoch ist ja bekanntlichermaßen mein traditioneller Fisch-Tag – doch irgendwie war mit heute mehr nach dem Gedünsteten Seelachsfilet im Tomatenbett mit Blattspinat und Kartoffeln aus dem regulären Bereich Vitality. Die traditionell-regionalen Broccoli-Nußecken an mediterranem Gemüse mit Basilikumdip und die Penne Bolognese mit Parmesan ließ ich ebenso außen vor wie das andere Asia-Thai-Gericht in Form von Nasi Goreng – Gebratener Gorengreis mit verschiedenem Gemüse. Dazu nahm ich mir noch ein Becherchen Erdbeer-Rhabarber-Mousse von der Dessert-Theke.

Seelachs im Tomatenbett

Leider war das Fischfilet heute nicht ganz grätenfrei geraten und ich fand es auch ein klein wenig zu trocken, so dass ich hier heute leider Punktabzug geben muss. An den fruchtigen Tomatenstücken auf denen es ruhte gab es aber ebenso wenig etwas auszusetzen wie an dem würzigen Blattspinat und den gut durchgekochten Salzkartoffeln. Über die etwas zu viel auf den Teller geratene Flüssigkeit sehe ich aber mal hinweg – zumal ich hier nicht genau sagen konnte ob sie von den Tomaten oder dem Spinat stammte. Ich konnte also recht zufrieden sein und dank der gerade mal 331kcal pro Portion brauchte ich mir auch keine Gedanken über der winzige Becherchen locker-luftiges Erdbeer-Rhabarber-Mousse zu machen, dass ich mir noch zum Nachtisch gönnte.
Auf der allgemeinen Beliebtheitsskala die ich wie immer anhand meiner Beobachtungen unter den anderen Gästen aufstellte belegten heute ganz eindeutig die Penne Bolognese den ersten Platz. Auf Platz zwei folgte aber – unerwarteter weise – schon der Fisch, knapp gefolgt von den Asia-Gerichten und dann erst den Broccoli-Nussecken. Ungewöhnlich war diese Verschiebung im Bereich der mittleren Plätze schon, aber das bewegte sich noch absolut im Bereich der statistischen Normalverteilung – zumal ich natürlich nur einen kleinen Ausschnitt der gesamten Mittagszeitraumes geben kann. Daher hier natürlich alle Angaben wie immer ohne Gewähr. ;-)

Mein Abschlußurteil:
Seelachsfilet: +
Tomatenragout: ++
Blattspinat: ++
Salzkartoffeln: ++
Erdbeer-Rhabarber-Mousse: ++

Linseneintopf mit Würstel [07.11.2011]

Zwar überlegte ich heute zuerst im Bereich Vitality beim dem dort angebotenen Gebratenem marinierten Tofu mit Ingwer-Currygemüse zuzuschlagen, einem Gericht dass ich hier und hier bereits versucht und für gut befunden hatte. Aber weder dieses Gericht noch die Cevapcici auf Tomatenreis mit Ajvar und Zwiebeln in der Abteilung Globetrotter sprachen mit visuell sonderlich an. Und auch für die Angebote an der Asia-Thai-Theke, wo u.a. Asiatisches Gemüse herzhaft gebraten mit Currysauce oder Gaeng Dang Gai – Gebratenes Hühnchen mit frischem und Bambussprossen in scharfem roten Curry konnte ich mich sonderlich begeistern. Ganz anders der traditionell-regionale Linseneintopf mit Würstel der mich da heute aus der Essens-Vitrine entgegen “lachte”. Das erschien mir heute genau das richtige zu sein. Auf ein Dessert verzichtete ich heute aber mal.

Linseneintopf mit Würstel / Lentil stew with sausages

Neben den Linsen fanden sich auch einige Erbsen, Kartoffelstücke und Möhren in dieser Zubereitung, die man mit zwei gekochten Bockwürsten in sehr fester Schale garniert hat. Ich musste mir tatsächlich noch eine Gabel und ein Messer besorgen um sie ohne die Gefahr von Spritzern zerteilen zu können. Insgesamt sehr lecker muss ich sagen, das einzige was meiner Meinung nach etwas fehlte war etwas Essig (Balsamico und oder Weißweinessig) um dem Eintopf einen leicht säuerlichen Touch gegeben hätte, denn ich finde dass dieser zu einem guten Linseneintopf gehört. Man sehe dazu nur mein eigenes Rezept für Linseneintopf. Aber das wäre wohl nicht Massenkompatibel und nicht jedermanns Geschmack gewesen – daher lasse ich es mal nicht negativ in die Bewertung einfließen.
Ganz wie erwartet lag heute natürlich das Cevapcici auf Platz eins der Allgemeinen Beliebtheitsskala des Kantinenpublikums. Auf Platz zwei folgten die Asia-Gerichte, knapp gefolgte aber vom Linseneintopf auf dem dritten Platz. Das Tofu als vegetarisches Gericht erreichte wie so häufig schließlich nur den vierten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Linseneintopf mit Würstel: ++

Pikantes Bohnengulasch [03.11.2011]

Der traditionell-regionale Schweinekrustenbraten in Dunkelbiersauce mit Spätzle klang zwar sehr verlockend und auch das Rindergeschnetzelte “Stroganoff” im Reisrand bei Globetrotter sah nicht schlecht aus, aber ich wollte heute mal wieder etwas kürzer treten und entschied mich daher für den Pikanten Bohnengulasch aus dem Bereich Vitality, den ich mir noch mit einem Becherchen Grießbrei auf Aprikosenmarmelade ergänzte. Ein fast gleiches Angebot hatte ich in dieser Location auch bereits hier, hier, hier und hier genutzt. Die Asia-Thai Theke hatte mit Gebratenes Curry-Gemüse nach Thai-Art oder Gai Pad Prik King – Gebratene Hähnchenfiletstreifen mit frischem Gemüse zwar auch recht gut aussehende Angebote, aber irgendwie war mir heute nicht nach Asia-Food.

Pikanter Bohnengulasch / Zesty bean goulash

Unter dem Klacks Sour Cream, den ich mir noch mit etwas gehacktem Schnittlauch garniert hatte, fand sich eine tatsächlich sehr pikant gewürzter Eintopf aus langen grünen und kleinen weißen Bohnen, die mit gewürfelten Zucchini, geschälten und gestückelten Tomaten, Zwiebeln, Möhrenwürfelchen und einigen kleinen, ganzen Salzkartoffeln – eine Mischung die meiner Meinung nach wunderbar zusammenpasste. Natürlich vermengte ich alles mit der aufgetragenen Sour Cream, was die doch deutlich merkbare Schärfe etwas dämpfte und das Gericht außerdem geschmacklich noch etwas verfeinerte. Ein sehr leckeres vegetarische Gericht das bei seinen gerade mal xxx kcal auch den kleinen, recht süßen Becher Grießbrei auf Aprikosenmarmelade noch ohne Bedenken verschmerzen ließ.
Auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala der Gerichte beim Kantinenpublikum, die ich natürlich auch heute basierend auf Basis meiner Beobachtungen erstellte, belegte ziemlich deutlich der Krustenbraten den ersten Platz. Auf Platz zwei würde ich wie so häufig die Asia-Gerichte einordnen, gefolgt von dem Bohnengulasch der unerwarteter weise noch häufiger als das Rindergeschnetzelte auf den Tabletts der anderen Gäste zu sehen war. Ungewöhnlich für ein vegetarisches Gericht, die ja sonst eher auf dem vierten Platz landen. Aber hin und wieder kommt es eben zu solchen Verschiebungen – und bei so etwas leckeren wie diesem Bohnengulasch ist die Entscheidung dieser Esser auch absolut nachvollziehbar. ;-)

Mein Abschlußurteil:
Pikantes Bohnengulasch: ++
Grießbrei auf Aprikosenmarmelade: ++