Weiße Currywurst mit Pommes Frites [28.08.2014]

Nachdem ich gestern bereits Asiatisch gespeist hatte, wollte ich heute nicht gleich wieder an der Wok-Theke zuschlagen. Daher ließ ich die dortigen Angebote einfach mal außen und wandte meine Aufmerksamkeit der westlichen Küche zu, wo das Ebly-Gemüserisotto auf mediterrane Art im Bereich Vitality. Das sah auch nicht übel aus, aber ich verspürte doch etwas Appetit auf Fleisch. Und wäre bei der Gebratene Hähnchenbrust mit Tomate und Mozzarella gratiniert, dazu Tagliatelle mit Tomatensauce ais der Sektion Globetrotter nicht so mickrig gewesen, hätte ich vielleicht hier zugegriffen, so aber wählte ich schließlich die Currywurst (rot oder weiß) mit Pommes Frites bei Tradition der Region. Dabei entsprach “rot” einer Bockwurst (Berliner Variante) und “weiß” einer Bratwurst () und ich entschied mich dabei für die Bratwurst, auf die man die gewünschte Menge Currypulver selbst streuen musste. Außerdem durfte natürlich etwas Ketchup auf den Pommes nicht fehlen. Und obwohl das mit Sicherheit kein leichtes Mittagsgericht war, konnte ich es doch nicht lassen, das Ganze noch mit einen kleinen Becher Walnussmousse aus dem heutigen Dessert-Angebot zu ergänzen.

Currywurst mit Pommes Frites / Curried sausage with french fries

Die Pommes Frites waren außen schön knusprig und innen noch etwas weich, so wie es sein sollte. Und dieses Mal waren sie sogar ein mit etwas Salz versehen, so dass ich nur noch wenig nachwürzen musste. Zur überaus großzügigen Portion Pommes gab es eine ebenfalls angenehm große, mit Curryketchup und -pulver garnierte, feine Bratwurst, die sich zwar als nicht mehr ganz heiß erwies, aber noch genügend Temperatur besaß dass ich hier auf einen Punktabzug verzichten kann. Das luftig-lockere, nicht zu süße Walnuss-Mousse schloss das heutige Mittagsmahl schließlich sehr schmackhaft ab.
Wie es bei einem solchen Angebot nicht anders zu erwarten war, lag die Currywurst heute natürlich mit großem Vorsprung vor allen Gerichten auf Platz eins der Allgemeinen Beliebtheitsskala. Danach kam lange nichts, bevor schließlich die Hähnchenbrust auf Platz zwei folgte, knapp dahinter die Asia-Gerichte auf dem dritten Platz und das Ebly-Gemüserisotto auf Platz vier.

Mein Abschlußurteil:
Bratwurst: ++
Currysauce: ++
Pommes Frites: ++
Walnuss-Mousse: ++

Schweineschnitzel “Wiener Art” mit Pommes Frites [21.08.2014]

Hätte es nicht erst letzte Woche etwas ähnliches verzehrt, hätte ich heute vielleicht wieder zu den Gnocchi mit Austernpilzen, Egerlingen, Spinat und feinem Walnussöl gegriffen, das mal wieder im Bereich Vitality angeboten wurde. Kleiner Unterschied zu der Version von letzter Woche war nur, dass man die Gnocchi heute in kleinen Auflaufformen servierte und offensichtlich mit dem Parmesan im Ofen gratiniert hatte. Einen kleinen Moment überlegte ich daher, ob ich heute mal an der Asia-Theke zugreifen sollte, wo man Kalon Tzau Min – Gebratene Chinanudeln mit Eiern und Gemüse nach Canton-Artund Nua Pad Pram Hoi – Rindfleisch mit Broccoli und Karotten in Austernsauce angeboten wurde. Denn die Spaghetti all Arrabiatta mit Parmesan bei Globetrotter reizten mich nicht besonders. Schließlich entschied ich mich dann aber doch für das Schweineschnitzel “Wiener Art” mit Pommes Frites, welches im Abschnitt Tradition der Region zu finden war. Dazu wählte ich Zitronenecken, etwas Ketchup, ein Schälchen Broccoli und Kohlrabi von der Gemüsetheke und einen Aprikosenpudding aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Schweineschnitzel "Wiener Art" mit Pommes Frites / Pork scallop "vienna style" with french fries

Bei den Pommes fehlte zwar wie üblich das Salz, aber das ließ sich glücklicherweise problemlos mit dem am Tisch bereit stehenden Salzstreuer beheben. Und da sie des weiteren außen angenehm heiß und knusprig sowie innen noch schön weich waren, kann ich hier getrost volle Punktzahl geben. Das etwa fingerdicke, magere Schweineschnitzel in seiner ebenfalls recht knusprigen Panade, welches ich mir mit dem Saft der Zitronenecken garnierte, gab ebenfalls keinerlei Grund irgendwelche Kritik anzubringen. Beim Mischgemüse aus Broccoli und in Streifen geschnittenen Kohlrabi muss ich allerdings etwas in der Bewertung abziehen, das das Broccoli zum einen etwas zerkocht und beide Bestandteile etwas abgestanden waren. Der mit Fruchtstückchen, Knusperstreuseln und einem Schokoplättchen garnierte Aprikosenpudding schließlich erwies sich zwar etwas dünn, geschmacklich war er aber absolut in Ordnung und schloss das heutige Mittagsmahl sehr schmackhaft ab.
Und auch bei den anderen Gästen lag heute natürlich das Schweineschnitzel am höchsten in der Gunst und konnte sich mit einem deutlichen, wenn auch relativ kleinen Vorsprung den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern. Auf Platz zwei folgten die Asia-Gerichte und den dritten Platz teilten sich schließlich die Gnocchi und die Spaghetti Arrabiatta.

Mein Abschlußurteil:
Schweineschnitzel “Wiener Art”: ++
Pommes Frites: ++
Broccoli & Kohlrabi: +
Aprikosenpudding: ++

Putengyros mit Tzatziki & Pommes Frites [10.07.2014]

Nachdem das vegetarische Gericht in Form von Farfalle mit Zucchiniragout bei Vitality mir visuell nicht so zu sagte, überlegte ich kurz ob ich an der Asia-Thai-Theke zuschlagen sollte, wo neben Tahoo Tod – Tofu gebacken auf Bratgemüse in Koriandersauce und Ko Lo Kai – Schweinefleisch gebraten mit verschiedenem Gemüse in süß-saurer Sauce heute auch Gebackenes Seelachsfilet mit verschiedenem Gemüse in Chili-Zitronengrassauce angeboten wurde. Nachdem ich gestern ja leider keinen Fisch gegessen hatte, wäre dies eine nette alternative gewesen. Aber auch das Tiroler Gröst’l mit Spiegelei, welches heute im Abschnitt Tradition der Region zu finden war, sah zwar einfach, aber recht schmackhaft aus. Doch trotz all dieser Überlegungen im Vorfeld landete ich dann schließlich doch beim Putengyros mit frischen Zwiebel, Tzatziki und Pommes Frites, welches heute bei den Globetrotter-Gerichten angeboten wurde, denn mir war heute irgendwie mal nach frittierten Kartoffelstäbchen. Dazu nahm ich mir noch ein Schälchen mit Möhrchen und gedünsteten Broccoli von der Gemüsetheke sowie einen kleinen Becher Milchreis mit Erdbeersauce aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Putengyros mit Tzatziki & Pommes Frites / Turkey gyros with tzatziki & french fries

Entgegen meiner Erwartung waren die dünnen, angenehm knusprigen Pommes Frites dieses Mal sogar gesalzen worden, etwas dass ich bei früheren Varianten immer vermisst hatte und mich zum nachsalzen zwang. Aber inzwischen scheint man sich diesbezüglich besonnen zu haben, was ich als positive Entwicklung sehe. 😉 Das würzige Putengyros war zwar leider nicht mehr ganz heiß, aber zum Glück erwies sich das Fleisch als nicht so trocken wie ich aufgrund des Anblicks zuerst befürchtet hatte. Gemeinsam mit den frischen Zwiebelstückchen, etwas Ketchup und dem mit einigen Gurkenstückchen versehehen Tzatziki ergab sich somit ein zwar nicht gerade leichtes, aber doch sehr leckeres Hauptgericht. Und auch die Gemüse-Zusammenstellung aus kleinen glasierten Möhrechen und mit Mandelblättchen versetzen, gedünsteten Broccoliröschen gab mir ebenso wenig einen Grund irgendwelche Kritik anzubringen wie der kleine, aber sehr schmackhafte Becher Milchreis mit Erdbeersauce. Ich war mal wieder sehr zufrieden mit meiner heutigen Wahl.
Sah man sich auf den Tabletts der anderen Gäste um, erkannte man sehr schnell dass das Putengyros sich heute auch beim Rennen um den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala mit klarem Vorsprung durchsetzen konnte. Auf Platz zwei folgte das Tiroler Gröst’l mit Spiegelei, das man noch erkennbar häufiger sah als die somit drittplatzierten Asia-Gerichte. Die Farfalle mit Zucchiniragout waren zwar auch hier und dort genommen worden, aber für mehr als Platz vier reichte es bei ihnen nicht. Außerdem gab es noch Salatschüsseln oder irgend welche Zusammenstellungen aus Resten bzw. Einzelkomponenten, die ich aber wie üblich nicht mit in die Wertung einbeziehen möchte.

Mein Abschlußurteil:
Putengyros: ++
Tzatziki: ++
Pommes Frites: ++
Milchreis mit Erdbeersauce: ++

Flygande Jacob (Fliegender Jakob) – das Rezept

Heute wollte ich mich mal wieder der schwedischen Küche zuwenden, die noch weitaus mehr zu bieten hat als Köttbullar, das ich ja bereits in diesem Rezept einmal vorgestellt hatte oder dem ebenfalls bereits hier im Blog gezeigten Rezept für Schwedischen Lachskuchen (aka. Schwedenpizza). Ein weiteres, in Deutschland wohl eher unbekanntes Gericht aus diesem Land ist der Flygande Jacob, zu Deutsch Fliegender Jakob, das nach seinem Erfinder Ove Jacobsson benannt wurde, einem Mitarbeiter einer Frachtflug-Firma, der das zugehörige Rezept im Jahr 1976 das erste Mal im schwedischen Kochmagazin Allt om mat veröffentlicht hatte. Seit dieser Zeit hat es schnell viele Liebhaber dort gewonnen und gehört inzwischen sozusagen zur Landesküche von Schweden. Die verwendeten Zutaten sind zwar nicht gerade typisch für skandinavische Länder, aber ergeben dennoch ein Gericht, das sich als wirklich sehr empfehlenswert herausstellte. Daher möchte ich es natürlich nicht versäumen, das zugehörige Rezept hier einmal in gewohnter Form einmal kurz vorzustellen.

Was benötigen wir also für 4 Portionen?

1 große Zwiebel
01 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

500g Hähnchenbrust
02 - Zutat Hähnchenbrust / Ingredient chicken breast

250g Champignons
03 - Zutat Champignons / Ingredient mushrooms

100g gewürfelten Speck
04 - Zutat Speck / Ingredient bacon

1 Becher Schlagsahne (200g)
05 - Zutat Schlagsahne / Ingredient whipping cream

1 Becher Creme fraiche mit Kräutern (150g)
06 - Zutat Creme fraiche Kräuter / Ingredient herb creme fraiche

4-5 Esslöffel Ketchup
07 - Zutat Ketchup / Ingredient ketchup

Süße Chilisauce
08 - Zutat süße Chili-Sauce / Ingredient sweet chili sauce

etwas Soja-Sauce
09 - Zutat Soja-Sauce / Ingredient soy sauce

Chili-Flocken
10 - Zutat Chili-Flocken / Ingredient chili flakes

ein gestrichener Esslöffel Garam Masala (indische Würzmischung)
11 - Zutat Garam Masala / Ingredient garam masala

2 Bananen
12 - Zutat Banane / Ingredient bananas

50g geröstete & gesalzene Erdnüsse
13 - Zutat Erdnüsse / Ingredient peanuts

2 Esslöffel Erdnussöl
14 - Zutat Erdnussöl / Ingredient peanut oil

250g Basamati-Reis
15 - Zutat Basmati-Reis / Ingredient basmati rice

Sowie etwas Salz & Pfeffer
und etwas Olivenöl

Beginnen wir nun also damit, die einzelnen Zutaten vorzubereiten. Wir schälen und würfeln also zunächst einmal die Zwiebel.
16 - Zwiebel würfeln / Dice onion

Außerdem reinigen wir die Champignons,
17 - Champignons abspülen / Clean mushrooms

entfernen die trockenen Stielenden
18 - Stielende entfernen / Remove stalk

und schneiden sie schließlich in Scheiben.
19 - Champignons in Scheiben schneiden / Cut mushrooms in slices

Diese Scheiben braten wir dann in einer Pfanne mit ein wenig Olivenöl portionsweise an
20 - Champignons anbraten / Brown mushrooms

und legen sie dann erst einmal bei Seite.
21 - Champignons bei Seite legen / Put mushrooms aside

Danach waschen wir die Hähnchenbrüste, tupfen sie trocken
22 - Hähnchenbrust waschen / Wash chicken breast

und schneiden sie in mundgerechte Stücke
23 - Hähnchenbrust würfeln / Dice chicken breast

um sie anschließend rundherum mit etwas Pfeffer und Salz zu würzen.
24 - Mit Pfeffer & Salz würzen / Season with salt & pepper

In einer Pfanne erhitzen wir dann die beiden Esslöffel Erdnuss-Öl,
25 - Erdnussöl erhitzen / Heat up peanut oil

geben die gewürfelte Hähnchenbrust hinein
26 - Hähnchenbrust in Pfanne geben / Put chicken breast in pan

und braten sie rundherum gründlich an
27 - Rundherum anbraten / Roast chicken breast

um sie dann ebenfalls wieder zu entnehmen und bei Seite zu stellen.
28 - Hähnchenbrust bei Seite stellen / Put chicken breast aside

Anschließend lassen wir den Speck im verbliebenen Bratenfett aus
29 - Speck anbraten / Roast bacon

und dünsten dann die gewürfelte Zwiebel gemeinsam mit dem Speck an.
30 - Zwiebel anschwitzen / Braise onion

Sobald die Zwiebel glasig angedünstet ist, löschen wir alles mit der Schlagsahne ab,
31 - Mit Schlagsahne ablöschen / Deglaze with whipping cream

heben die Creme fraiche unter,
32 - Creme fraiche dazu geben / Stir in creme fraiche

geben einen Schuss Sojasauce hinzu
33 - Sojasauce addieren / Add soy sauce

und rühren schließlich die vier Esslöffel Ketchup ein.
34 - Ketchup einrühren / Stir in ketchup

Während wir alles kurz aufkochen lassen, geben wir einen kräftigen Schuss süß-scharfer Chili-Sauce hinzu,
35 - Mit Chilisauce würzen / Season with sweet chili sauce

würzen es mit dem Garam Masala
36 - Garam Masala hinzu geben / Add garam masala

und sorgen mit einer kräftigen Prise Chili-Flocken für die notwendige Schärfe.
37 - Mit Chiliflocken schärfen / Season with chili flakes

Nachdem alles geschmacklich unseren Erwartungen entspricht, was wir durch probieren schnell herausfinden können,
38 - Probieren / Try

heben wir die Champignons unter und stellen dann die Kochplatte aus.
39 - Champignons unterheben / Fold in mushrooms

Anschließend beginnen wir, den Ofen auf 200 Grad vorzuheizen und schneiden die beiden Bananen in dünne Scheiben.
40 - Bananen in Scheiben schneiden / Cut banana in slices

Dann legen wir die angebratene Hähnchenbrust in eine Auflaufform
41 - Hähnchenfleisch in Auflaufform geben / Put chicken breast in casserole

bedecken sie mit der zuvor hergestellten Speck-Champignon-Sauce
42 - Mit Sauce bedecken / Add sauce

und legen abschließend die Bananen-Scheiben oben auf.
43 - Mit Bananenscheiben belegen / Cover with banana slices

Sobald der Ofen dann vorgeheizt ist, schieben wir die Auflaufform auf der mittleren Schiene hinein und backen es für insgesamt 20 Minuten.
44 - Im Ofen backen / Bake in oven

Während der Fliegende Jakob im Ofen backt, setzen wir einen Topf mit Wasser für den Reis auf
45 - Wasser für Reis aufsetzen / Bring water for rice to boil

und zerkleinern die Erdnüsse grob.
46 - Erdnüsse grob zerkleinern / Grind peanuts

Nach 10 Minuten Backzeit entnehmen wir die Auflaufform kurz und streuen sie zerkleinerten Erdnüsse darüber
47 - Erdnüsse darüber verteilen / Spread with peanuts

um dann alles für weitere 10 Minuten fertig zu backen.
48 - Weiter im Ofen backen / Continue baking

Inzwischen müsste auch das Wasser kochen, so dass wir einen halben Teelöffel Salz hinzu geben
49 - Wasser salzen / Salz water

und den Reis darin gemäß Packungsanweisung kochen können.
50 - Reis kochen / Cook rice

Sobald der Reis fertig gekocht und der Auflauf gebacken ist
51 - Flygande Jacob (Fliegender Jakob) - Fertig gebacken / Finished baking

können wir das Gericht auch schon servieren und genießen.
52 - Flygande Jacob (Fliegender Jakob) - Serviert / Served

Dass die Kombination von saftigen Hähnchenbrust-Würfeln, fruchtiger Banane, würzigem Speck, der Sahne und den Erdnüssen letztlich so wunderbar geschmacklich harmonierten, konnte ich erst glauben als ich das Gericht zum ersten Mal probierte. Dabei spielte aber natürlich auch die Schärfe aus der süßen Chili-Sauce und von den Chili-Flocken eine maßgebliche Rolle und man sollte bei diesen beiden Zutaten keinesfalls sparen. Die Sojasauce und das Garam Masala rundeten das Gericht schließlich geschmacklich sehr gelungen ab. Gemeinsam mit dem Reis ein Hauptgericht, in das man sich sprichtwörtlich “rein knien” könnte, so lecker ist es. 😉

53 - Flygande Jacob (Fliegender Jakob) - Seitenansicht / Side view

Werfen wir abschließend wie üblich noch einen kurzen Blick auf die Nährwerte dieses Rezeptes. Meiner Kalkulation nach liegt alleine der Fliegende Jakob bei insgesamt etwa 2200kcal, also 550kcal pro Portion. Dazu kommt natürlich noch der Reis, der noch einmal mit genau 100kcal pro Portion zu Buche schlägt, womit wir bei einer Summe von 650kcal pro Portion landen. Für eine Hauptgericht halte ich das für einen absolut akzeptablen Wert, auch wenn das Rezept eindeutig noch Potential zur Kalorienreduktion bietet. Dabei fallen mir vor allem die Schlagsahne und die Creme fraiche ins Auge, die man komplett oder teilweise durch etwas fettärmere Varianten wie Creme legere oder Milch ersetzen könnte. Das sollte auch geschmacklich nicht allzu sehr ins Gewicht fallen, da andere Komponenten hier viel wichtigere Geschmacksträger sind.

Guten Appetit

Reisauflauf mit Pfirsichen & Hackfleisch – das Rezept

Als ich das Rezept welches ich heute vorstellen möchte das erste Mal las, war ich zugegebenermaßen etwas skeptisch ob dieser Reisauflauf mit Pfirsichen und Hackfleisch wirklich schmecken würde. Aber nach meinen durchgehend guten Erfahrungen die ich in letzter Zeit mit der Kombination von Obst und Fleisch in Hauptgerichten gemacht hatte, konnte ich mich heute endlich dazu durchringen, dieses Rezept einmal auszuprobieren. Und ich muss zugeben dass ich mich nun etwas ärgere, dass ich dies nicht schon viel früher getan habe, denn das Ergebnis erwies sich als überaus lecker. Daher möchte ich es natürlich auch nicht versäumen, das zugehörige Rezept hier einmal in gewohnter Form vorzustellen.

Was benötigen wir also für 3-4 Portionen?

220g Langkorn-Reis
01 - Zutat Reis / Ingredient rice

1 große Dose Pfirsiche (820g – 480g Abtropfgewicht)
02 - Zutat Pfirsich / Ingredient peaches

2 mittlere Zwiebeln
03 - Zutat Zwiebeln / Ingredient onions

400g Hackfleisch (halb & halb)
04 - Zutat Hackfleisch / Ingredient ground meat

150g Curry-Ketchup
05 - Zutat Curry-Ketchup / Ingredient curry ketchup

250g Sahne
06 - Zutat Sahne / Ingredient cream

1 Esslöffel Tomatenmark
07 - Zutat Tomatenmark / Ingredient tomato puree

2 Esslöffel Olivenöl
11 - Zutat Olivenöl / Ingredient olive oil

sowie Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel, edelsüßes Paprika und Knoblauchpulver zum würzen
und etwas Butter zum ausfetten der Auflaufform

Beginnen wir also mit der Zubereitung und setzen erst einmal einen Topf mit Wasser für den Reis auf.
08 - Wasser für Reis aufsetzen / Put on water for rice

Die Zeit bis das Wasser kocht können wir nutzen, um die beiden Zwiebeln zu schälen und zu zerkleinern
09 - Zwiebeln zerkleinern / Dice onions

sowie die Pfirsiche in einem Sieb abtropfen zu lassen, wobei wir den Saft auffangen, da wir ihn später noch benötigen.
10 - Pfirsiche abtropfen lassen / Drain peaches

Sobald das Wasser dann kocht, geben wir etwas Salz hinzu
11 - Wasser salzen / Salt water

und kochen den Reis darin gemäß Packungsbeschreibung. Ist er fertig, gießen wir ihn ab.
12 - Reis kochen / Cook rice

Parallel dazu geben wir die beiden Esslöffel Olivenöl in eine Pfanne, erhitzen es
13 - Olivenöl erhitzen / Heat up olive oil

und dünsten die Zwiebeln darin glasig an.
14 - Zwiebeln andünsten / Braise onions lightly

Anschließend geben wir das Hackfleisch mit in die Pfanne
15 - Hackfleisch addieren / Add ground meat

und würzen es Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel, edelsüßem Paprikapulver und etwas granuliertem Knoblauch
16 - Hackfleisch würzen / Season ground meat

während wir es krümelig anbraten.
17 - Hackfleisch krümelig anbraten / Braise ground meat crumbly

Während das Hackfleisch brät, können wir zwischendurch auch schon einmal die abgetropften Pfirsichhälften in schmale Spalten schneiden.
18 - Pfirsiche in Spalten schneiden / Cut peaches in slices

Ist das Hackfleisch schließlich durchgebraten, geben wir den gekochten Reis hinzu
19 - Reis zum Hackfleisch geben / Add rice to ground meat

und vermengen alles gründlich miteinander. Kurz können wir den Reis noch mit anbraten, dann nehmen wir die Pfanne von der Kochplatte und stellen sie bei Seite.
20 - Gut vermengen / Mix well

Vom aufgefangenen Pfirsichsaft messen wir nun etwa 100ml ab
21 - Pfirsichsaft abmessen / Gauge peach juice

bevor wir die Sahne in einen kleinen Topf geben,
22 - Sahne in Topf geben / Put cream in pot

die 150g Curry-Ketchup,
23 - Curryketchup addieren / Add curry ketchup

die 100ml Pfirsich-Saft
24 - Pfirsichsaft hinzu geben / Add peach juice

sowie den Esslöffel Tomatenmark hinzufügen
25 - Tomatenmark dazu / Add tomato puree

und bei gelegentlichem umrühren alles kurz aufkochen lassen, um sie dann ebenfalls bei Seite zu stellen. Bei Bedarf können wir die Sauce auch noch mit etwas Curry nachwürzen.
26 - Kurz aufkochen lassen / Boil up

Nun beginnen wir den Backofen auf 200 Grad vorzuheizen, fetten anschließend eine größere Auflaufform mit etwas Butter aus
27 - Auflaufform ausfetten / Grease casserole

und schichten etwa die Hälfte der Hackfleisch-Reis-Mischung hinein.
28 - Reis-Hackfleisch-Mischung einschichten / Put in rice ground meat mix

Darauf legen wir die in Spalten geschnittenen Pfirsiche
29 - Pfirsich darauf legen / Add peaches

und bedecken diese dann mit dem Rest der Reis-Mischung. Da ich etwas zu wenig Reis verwendet hatte, musste ich hier ein wenig auf übrig gebliebenen Reis von gestern zurückgreifen, die Menge hier im Rezept habe ich aber entsprechend angepasst.
30 - Rest des Reis hinzufügen / Add remaining rice

Als Abschluss folgt eine weitere Schicht Pfirsich-Spalten
31 - Mit Pfirsichen abschließen / End with peaches

die wir mit unserer Curry-Sahne-Sauce übergießen
32 - Mit Sauce übergießen / Douse with sauce

bis alles vollständig bedeckt ist.
33 - Vor dem Backen / Before baking

Das Ganze kommt dann für 20 bis 25 Minuten auf der mittleren Schiene in den vorgeheizten Backofen. Dabei sollten wir darauf achten, dass die Pfirsiche nicht anbrennen.
34 - Im Ofen überbacken / Bake in oven

Anschließend können wir die Auflaufform entnehmen
35 - Reisauflauf mit Pfirsichen & Hackfleisch - Fertig gebacken / Rice casserole with peaches & ground meat - Finished baking

und das Gericht unmittelbar servieren und genießen.
36 - Reisauflauf mit Pfirsichen & Hackfleisch - Serviert / Rice casserole with peaches & ground meat - Served

Durch die Pfirsiche und die Sauce war das Gericht zwar etwas süßer geworden als ich es zuerst erwartet hatte, aber die Kombination erwies sich dennoch als überaus lecker. Dabei spielten aber natürlich auch die Gewürze, die am Hackfleisch verwendet worden waren eine nicht unbedeutende Rolle – vor allem der Kreuzkümmel erwies sich auch dieses Mal als überaus passende Zutat für ein Gericht mit Obst. Ein überaus schmackhafter und gleichzeitig auch sehr einfach und schnell zuzubereitendes Auflaufgericht, an dem es absolut nichts auszusetzen gab.

37 - Reisauflauf mit Pfirsichen & Hackfleisch - Seitenansicht / Rice casserole with peaches & ground meat - Side view

Werfen wir abschließend – wie üblich – noch einen Blick auf die Nährwerte dieses Rezeptes. Meiner Kalkulation nach liegt die komplette Auflaufform bei ca. 2100kcal, aufgeteilt auf vier normalen Portionen kommen wir also auf einen Wert von 525kcal pro Portion, bei drei großzügigeren Portionen sind wir bei 700kcal. Für ein so reichhaltiges und vor allem sättigendes Gericht ist das ein mehr als nur akzeptabler Wert wie ich finde. Wer dennoch reduzieren will, könnte beim Hackfleisch als größte Einzelposten ansetzen und dieses evtl. durch Putenhack ersetzen – das spart noch einmal mindestens 100kcal pro Portion. Geschmacklich sollte es keinerlei Unterschied machen, denn die Gewürze sind hier eindeutig der relevantere Geschmacksträger.

Guten Appetit