Gefülltes Bauernomelette mit Salatgarnitur [07.03.2011]

Nach Asiatischem war mir heute irgendwie nicht, was ich eigentlich schade fand denn das Pad Piew Wan – Schweinefleisch mit Gemüse und Ananas in süß-saurer Sauce klang eigentlich ganz gut und ein paar der Poh Piard Thord – Knusprige Frühlingsröllchen hätten als Appertif mit Sicherheit auch nicht geschadet. Aber auch die reguläre Küche wartete mit einigen interessanten Angeboten auf. Im Bereich Vitality standen zum Beispiel Gnocchi mit Austernpilzen , Egerlingen, Spinat und feinem Walnußöl auf der Karte, ein Gericht welches ich hier schon einmal versucht und für gut befunden hatte. Aber auch das Jägerschnitzel in Pilzrahmsauce mit Knöpfle in der Sektion der traditionell-regionalen Gerichte, ein Gericht dass ich in gleicher Form hier bereits verzehrt hatte, erschien recht verlockend. Aber da ich ja immer mal etwas Neues probieren möchte, fiel meine Entscheidung heute dann doch auf das Gefüllte Bauernomelette mit Salatgarnitur, welches heute bei den Globetrotter-Speisen auf der Karte stand. Standardmässig wurde der Salat zwar ohne Dressing serviert, aber da konnte ich an der Salattheke Abhilfe schaffen, wo ich ihn mir mit etwas Balsmico-Walnussöl-Dressing garnierte. Abschließend nahm ich mir noch ein Dessert von der Theke, das ich zuerst nicht genau identifizieren konnte, das mich visuell aber sehr ansprach.

Gefülltes Bauernomelette mit Salat / Omelette farmer style with salad

In einer Tasche aus gebratener Eimasse fand sich eine Mischung verschiedenen Fleischsorten, ich entdeckte Geflügel- und Rindfleisch und meine auch etwas Schweinefleisch verzehrt zu haben. Damit vermengt waren Erbsen, Zucchiniwürfel, Tomaten und Karotten, überbacken war das Ganze mit etwas Käse. Sehr lecker muss ich sagen. Einzig die Eimasse erschien mir eher wie eine Fertigmischung, das war aber geschmacklich zu vernachlässigen. Und auch die Garnitur aus Karotten, Feldsalat und Streifen anderer Gemüsesorten erwies sich als frisch und schmackhaft und ergab in Kombination mit dem selbst gewählten Dressing eine gute Ergänzung zu diesem Gericht. Das Dessert erwies sich als eine Drei-Schichten-Kombination aus Aprikosen-Fruchtmischung ganz unten auf Milchreis, welcher noch von einer kleinen Schicht aus grob geriebenem Bananenmus bedeckt war. Auch sehr lecker, da hatte ich eine wirklich gute Wahl getroffen.
Bei der Allgemeinheit der Kantinenbesucher lag aber das Jägerschnitzel ziemlich eindeutig am höchsten in der Gunst und landete so auf Platz eins der Beliebtheitsskala. Auf Platz zwei folgten meiner Meinung nach die Asia-Gerichte, knapp gefolgt von den Gnocchi auf dem dritten und dem Bauernomelett auf dem vierten Platz. Ich hätte dem Omelette ja eine höhere Platzierung zugemutet, aber meine Beobachtung waren hier recht eindeutig. Ich fand es auf jeden Fall sehr lecker und würde jederzeit wieder bei einem solchen Angebot zugreifen. Einzig Kalorientechnisch war es zwar bestimmt nicht optimal, aber eben sehr lecker.

Mein Abschlußurteil:
Gefülltes Bauernomelette: ++
Salatgarnitur: ++

Lachs-Brokkoli-Nudelauflauf – das Rezept

Auch am heutigen Sonntag wollte ich natürlich eine Kleinigkeit essen und was lag da Näher als mal wieder etwas leckeres zu kochen. In meiner Rezeptsammlung stieß ich bei der Suche nach etwas passendem auf einen interessant klingenden Auflauf aus Lachs, Nudeln und Brokkoli der es mir wert schien heute mal von mir zubereitet zu werden.

Was brauchen wir also für 3 bis 4 Portionen?

250g Lachsfilet – ich hatte hier zu einfachem TK-Lachs gegriffen
01 - Zutat Lachsfilet

250g Nudeln – ich wählte Farfalle, es geht aber natürlich auch mit allen anderen Nudelsorten
02 - Zutat Nudeln

200g Brokkoli – ich verwendete auch hier TK-Ware, aber es geht selbstverständlich ebenfalls mit frischem Gemüse (wenn verfügbar)
03 - Zutat Brokkoli

150g Créme legere – man kann natürlich auch Créme fraiche verwenden, aber ich hatte diese noch im Kühlschrank
04 - Creme legere

2 EL Milch
05 - Zutat Milch

100ml Sahne
06 - Zutat Sahne

150g Käse – hier entschied ich mich für Gouda, aber Emmentaler wäre natürlich auch gegangen
07 - Zutat Gouda

zum Würzen schwarzen Pfeffer, Salz und Cayennepfeffer
08 - Gewürze

sowie den Saft einer Zitrone
09 - Zutat Zitrone

Kommen wir nun zur Zubereitung:

Zuerst kochen wir die Nudeln gemäß Packungsanleitung
10 - Nudeln kochen

und blanchieren den Brokkoli für 2-3 Minuten.
11 - Brokkoli blanchieren

Sahne, Creme legere und der Milch vermischen wir in einem geeigneten Gefäß
12 - Sahne und legere mischen

und würzen es mit Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer.
13 - Würzen

Außerdem geben wir noch einen Schuß Zitronensaft in die Masse.
14 - Schuß Zitronensaft zugeben

Das Lachsfilet schneiden wir dann in mundgerechte Stücke. Ich hatte das tiefgefrorenen Fischfilet in der Mikrowelle auf der entsprechenden Stufe (Auftaustufe) vorher aufgetaut und somit in schneidefähige Konsistenz gebracht. Gefrorenen Fisch kann man ja leider schlecht schneiden, höchstens zerhacken…
15 - Lachs schneiden

Jetzt wäre der richtige Zeitpunkt den Ofen auf 200 Grad Ober- und Unterhitze vorzuheizen.

Nachdem wir die Nudeln abgegossen und abgeschreckt haben, vermischen wir sie mit den Lachsfilet-Stücken, etwas des Käse und den Brokkoli, den ich etwas kleiner geschnitten und gebrochen hatte, in eine ausgefettete Auflaufform
15 - Alles in Auflaufform geben

und übergießen alles gleichmäßig mit der gewürzten Mischung aus Creme legere und Sahne. Ich hatte ja befürchtet dass es zu wenig Nudeln wären und war drauf und dran gewesen noch ein paar mehr zu kochen – aber alle Zutaten Gemeinsam ergaben eine gute Füllung der Auflaufform.
16 - Mit Sauce übergiessen

Die Sahne lassen wir etwas in die übrige Masse eindringen und schwenken die Form ggf. etwas um eine optimale Verteilung zu erreichen.
17 - übergossen

Nun können wir den Rest des Käses auf die Masse aus Nudeln, Fisch und Brokkoli streuen.
18 - Mit Käse bestreuen

Ist der Ofen vorgeheizt geben wir die so gefüllte Auflaufform auf der mittleren Schiene in die Backröhre.
19 - Im Ofen backen

Nach ca. 45 Minuten, der Käse sollte goldgelb und knusprig aussehen, können wir das Gericht dann wieder entnehmen.
20 - Lachs-Brokkoli-Nudelauflauf - Fertig überbacken

Mit einem Pfannenwender oder einem anderen passenden Werkzeug können wir einen Teil aus der Auflaufform lösen und servieren.
21 - Lachs-Brokkoli-Nudelauflauf - Auf-Teller

Ich übergoss es vor dem Verzehr noch mit etwas Zitronensaft als Garnitur. Insgesamt fand ich es wirklich sehr gelungen und lecker, einziger kleiner Kritikpunkt war dass ich das ganze noch etwas kräftiger hätte Würzen können. Zwar gaben der Fisch und das Brokkoli zusammen mit dem Käse diesem Gericht ganzen ein angenehmes Aroma und auch die Sahne mit seinem Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer taten ihren Dienst, aber ich hätte wohl noch irgend ein weiteres Gewürz verwenden sollen. Würzmittel habe ich ja mehr als genug, allerdings war ich unsicher was zu Fisch und Brokkoli passen würde – also ließ ich unnötige Experimente. Es war zwar nicht wirklich lasch, aber als Hunderprozentig perfekt würde ich es auch nicht bezeichnen. Ich werde mich mal schlau machen was man da noch beigeben könnte. Über Hinweise würde ich mich natürlich freuen. Eine weitere Alternative wäre die Verwendung von Saurer Sahne statt der Creme légere gewesen, das hätte dem ganzen bestimmt auch eine besondere Note gegeben. Werde ich mir auf jeden Fall für das nächste Mal merken.
22 - Lachs-Brokkoli-Nudelauflauf - CloseUp

Insgesamt würde ich das heutige Kochexperiment aber doch als gelungen bezeichnen. Die Menge reicht auf jeden Fall auch noch für morgen, ich denke dass das Gericht sich abgekühlt und mit etwas Frischhaltefolie überzogen ein bis zwei Tage im Kühlschrank halten wird. Über die Eignung für die Mikrowelle berichte ich hier, sobald ich mehr weiß.

Update vom 08.03.2011:
Nachdem ich am Montag Abend mehr Lust auf Brot gehabt hatte, habe ich den Rest des Auflaufes am Dienstag Abend verzehrt. Und auch aufgewärmt aus der Mikrowelle muss ich sagen war es sehr lecker und wird von mir somit auch als vollkommen mikrowellentauglich eingeordnet. Selbst zwei Tage nach Zubereitung und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt immer noch ein absoluter Genuß. 🙂

Putensteak Florida & Currysauce [24.01.2011]

Mein erster Gedanke war es zwar eigentlich gewesen, heute beim Vitality-Gericht in Form einer Pilzpfanne mit Lauch und Kartoffeln zuzuschlagen, aber irgendwie gefiel mir als ich vor der Essensvitrine stand in der alle Gerichte als Vorschau ausgestellt waren, sagte mir das Putensteak Florida mit Mandelreis und fruchtiger Currysauce doch etwas mehr zu. Die traditionell-regionale Bratwurstschnecke auf Sauerkraut mit Püree und der Tagestipp Rahmhackbraten mit Kartoffelpüree sahen zwar auch gut aus, aber Geflügel erschien mir dann doch etwas kalorienbewußter. Natürlich gab es auch wieder Angebote im Bereich der Asia-Gerichte, heute standen dort u.a. Gaeng Kiew Wan Pak – Gebratenes frisches Gemüse in grünem Thaicurry und Chang Pao Mua – Schweinefleisch gebraten mit verschiedenem Gemüse und buntem Pfeffer nach Thai China Art auf der Karte, aber ich hatte mich ja bereits für das Putensteak Florida entschieden. Dazu nahm ich mir noch einen kleinen Waldbeerenjoghurt als Dessert.

Putensteak "Florida" / Turkey Steak "Florida"

Die Sauce erwies sich tatsächlich als angenehm fruchtig und pikant und obwohl es im ersten Moment etwas viel erschien, war es doch gut abgemessen um den Mandelreis zu binden und ergab vermengt mit ihm eine gute Sättigungsbeilage. Dabei blieb noch genug übrig um das Putensteak zu benetzen. Denn dies, belegt mit einer halben Aprikose und überbacken mit etwas Käse, war eindeutig die Hauptkomponente des Gerichtes. Das Fleisch war ganz in Ordnung, auch wenn es vor allem an den Rändern teilweise etwas hart gebacken und dadurch dort auch etwas trocken war. Da hatte ich wohl eines der etwas misslungener Stücke erwischt – na ja, so etwas passiert halt. Am mit Pistaziensplittern und einer Himbeere garnierten Waldbeerenjoghurt gab es aber absolut nichts auszusetzen.
Auf der allgemeinen Beliebtheitsskala belegte heute aber ziemlich eindeutig die Bratwurstschnecke den ersten Platz. Auf dem Zweiten folgte dann die Asia-Gerichte, aber sehr eng gefolgt von dem Rahmhackbraten auf Platz drei. Das Putensteak Florida kam dann auf Platz vier und die Pilpfanne schließlich auf Platz fünf. Alles Angaben natürlich wie immer rein subjektiv nach meinen Beobachtungen während meines Besuches.

Mein Abschlußurteil:
Putensteak Florida: +
Fruchtige Currysauce: ++
Mandelreis: ++
Waldbeerenjoghurt: ++

Käsespätzle mit Röstzwiebeln [20.01.2011]

Nach dem Asia-Tag gestern wandte ließ ich das dortige Angebot in Form von Khao Pad Pak – Thailändischer gebratener Reis mit Ei, frischem Gemüse in einer leichten Soja Sauce und Gaeng Panang Nua – Gebratenes Rindfleisch mit frischem Gemüse und Kaffir Limetten in rotem Panang Curry links liegen und wandte meine Aufmerksamkeit der regulären Küche zu. Dort stach mir zuerst einmal die Farmerkartoffel mit Sauerrahm und Blattspinatgemüse ins Auge, ein Gericht das ich hier und hier schon mal versucht hatte. Aber auch das unpanierte Paprikarahmschnitzel mit Kartoffelröstinchen bei den traditional-regionalen Angeboten – wir kennen es vielleicht noch von hier, hier oder hier – klang durchaus lecker. Mit dem Globetrotter-Gericht, Cannelloni mit Fleischfüllung in Tomatensauce, hatte ich z.B. hier und hier eher durchwachsene Erfahrungen gemacht. Den heutigen Tagestipp Käsespätzle mit Röstzwiebelnhatte ich zumindest in dieser Reinform so nicht nicht versucht. Also entschloss ich mich meinem Drang nach Neuem heute wieder nachzugeben und diesem Gericht eine Chance zu geben. Dazu nahm ich mir noch einen Becher Mango Moussee mit Kirschen von der Dessert-Theke.

Käsespätzle mit Röstzwiebeln

Was die Kalorien angeht war dies mit Sicherheit nicht die optimale Wahl, soviel steht fest. Und auch was den Geschmack anging wäre es zumindest was meine persönlichen Präferenzen angeht verbesserungswürdig gewesen. Die Mischung aus geschmolzenen Käse und Spätzle oder besser gesagt Knöpfle sowie etwas Sahne hätte etwas mehr Röstzwiebeln vertragen können. Die Würzung insgesamt fand ich etwas lasch geraten. Da ich natürlich noch nie Käsespätzle probiert habe, möchte ich mir hier nur ein situationsbezogenes Urteil erlauben. Insgesamt war es zwar recht schmackhaft und absolut genießbar, aber eben Verbesserungswürdig. Vielleicht hätte hier auch ein Käse mit etwas mehr Eigenwürze einfach nur gut getan. Ich muss das bei Gelegenheit mal im Kochexperiment prüfen. Über das angenehm fruchtige Mango Mousse kann ich aber nichts negatives sagen – in Verbindung mit den Kirschen ein wirklich gelungenes Dessert.
Die Allgemeinheit des heutigen Kantinenpublikums sprach aber eindeutig dem Paprikaschnitzel seine Vorliebe aus und verhalf ihm so ohne jeglichen Zweifel auf den ersten Platz auf der Beliebtheitsskala. Auf dem zweiten Platz folgten zumindest meiner Meinung nach die Asia-Gerichte, gefolgt von den Cannelloni auf Platz drei. Den Vierten Platz belegten die Käsespätzle und auf dem Fünften kam schließlich die Farmerkartoffel.
Zumindest habe ich nun auch dieses Gericht mal versucht und würde auch nicht ganz ausschließen wollen dass ich ihm zumindest eine zweite Chance geben würde. Aber es gibt aus meiner Perspektive mit Sicherheit Gerichte die in diesem Betriebsrestaurant deutlich empfehlenswerter sind als die Käsespätzle. 😉

Mein Abschlußurteil:
Käsespätzle mit Röstzwiebeln: +
Mango Mousse mit Kirschen: ++

Überbackenes Lendenfilet auf Blattspinat

Dieses Jahr wichen wir einmal vom sonst üblichen traditionellen Weihnachtsessen in Form von Würstchen mit Kartoffelsalat ab und probierten mal etwas neues für unseren Heiligabend. Dabei fiel die Wahl auf ein Rezept aus kleinen Lendenfilets, gebettet auf Blattspinat und überbacken mit einigen Scheiben Camembert.
Man nehme 1 Packung TK-Blattspinat, den wir in einer ausgefettete Auflaufform auslegen. 1-2 große Zwiebel würfeln, dünsten und darüber verteilen. Anschließend werden drei Schweinelenden angebraten angebraten und darüber gelegt. Wir pressen dann zwei Knoblauchzehen, vermischen sie mit einem Becher Sahne und einem Becher Schmand, würzen das ganze mit Salz Pfeffer und Muskatnuss, geben noch einige grüne Kräuter (TK-Ware) dazu, verrühren das ganze gut und übergießen den Inhalt der Auflaufform damit.

Vor dem backen
Rohform vor dem Backen

Für 40 Minuten wird alles dann bei 180 Grad im Backofen gegart. Abschließend belegen wir alles mit einigen Scheiben Camembert oder Gouda und überbacken es noch einmal für 15 Minuten.

Belegt mit Camembert Belegt mit Gouda
Links: Belegt mit Camembert – Rechts: Belegt mit Gouda
Lendenfilet auf Blattspinat mit Camembert überbacken / Tenderloin filet on leaf spinach covered with camembert Lendenfilet auf Blattspinat mit Gouda überbacken / Tenderloin filet on leaf spinach covered with gouda

Dazu passt Wildreis, man kann es aber auch mit Kräuterbutterscheiben servieren.

Lendenfilet mit Blattspinat und Wildreis

Als Nachtisch entschieden wir uns für einen Zimtstern – sternförmige Vanille-Eiscreme mit einem Herz aus Apfelsorbet und bestreut mit Zimt.

Zimtstern

Alles zusammen sehr lecker muss ich sagen – es hat allen wunderbar gemundet. Kann diese Zubereitung vorbehaltlos weiter empfehlen.