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Hirschgulasch mit Maronen, Waldpilzen & Herzoginkartoffeln [19.12.2013]

Thursday, December 19th, 2013

Als ich heute unser Betriebsrestaurant betrat, gal mein erster Gedanke den Spaghetti mit Balsamicolinsen im Bereich Vitality, die ich schon häufiger mit großem Genuss verzehrt hatte – auch wenn heute die sonst übliche Garnitur mit Ruccola fehlte. Die Allgäuer Käsespätzle mit Röstzwiebeln bei Globetrotter klangen zwar ebenfalls ganz gut, aber so recht konnte ich mich nicht dafür begeistern. Und auch das Tahoo Tod – Tofu gebacken auf Bratgemüse in Koriandersauce oder das Ko La Kai – Schweinefleisch gebraten mit verschiedenem Gemüse und Ananas in süss-saurer Sauce klangen zwar nicht übel, waren aber auf der anderen Seite nicht gerade dazu angetan, Begeisterungsstürme bei mir auszulösen. Etwas anders lag es aber mit dem heutigen Gericht, das bei Tradition der Region auf dem Speiseplan stand, einem Hirschgulasch mit Maronen, Waldpilzen und Herzoginkartoffeln. Kein leichter Genuss, aber ich liebe nun einmal Wild in jeglicher Form und da so etwas nur sehr selten bei uns angeboten wird, konnte ich nicht anders als bei diesem Gericht zuzuschlagen. Leider war, wie üblich, kein Gemüse dabei, weswegen ich mir noch ein Schüsselchen Erbsen, Möhren und Schwarzwurzeln von der Gemüsetheke dazu nahm und das Ganze schließlich durch einen kleinen Becher Grießbrei mit roter Grütze aus dem heutigen Dessert-Angebot abrundete.

Hirschgulasch mit Maronen, Waldpilzen und Herzoginkartoffeln

Das Hirschfleisch war zwar recht grob geschnitten, aber da ich natürlich ein Messer mitgenommen hatte, war dem schnell Abhilfe zu schaffen. 😉 Gemeinsam mit in Scheiben geschnittenen Champignons und einigen ganzen Maronen (Esskastanien) ergab sich in einer dunklen, würzigen, leicht herben und angenehm dickflüssigen Sauce ein für Betriebsrestaurant-Verhältnisse meiner Meinung nach überaus gelungener Hirschgulasch. Und auch die außen knusprigen und innen weichen Herzogin-Kartoffeln erwiesen sich als sehr schmackhafte Sättigungsbeilage. Das einzige, was ich vermisste und was meiner Meinung nach zu fast jedem Wildgericht dazu gehört, war etwas Preiselbeergelee – aber notfalls geht es natürlich auch ohne. Und auch das Gemüse aus Erbsen, runden Pariser Möhren und einigen Schwarzwurzeln ließ heute nichts zu wünschen übrig. Nachdem sich schließlich auch der Grießbrei mit seiner Garnitur aus roter Grütze mir Kirschen keinerlei Grund zur Kritik aufkommen ließ, bleibt mir wohl nichts anderes übrig, als das heutige Mittagsmahl als durchgehend gelungen zu bezeichnen.
Und auch auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala, die ich wie üblich durch die Beobachtung der anderen Gäste aufstellte, lag der Hirschgulasch heute auf dem ersten Platz. Allerdings waren ihm die Allgäuer Käsespätzle, die Platz zwei für sich ergattern konnten, deutlich enger auf den Fersen, als ich initial vermutet hatte. Auf Platz drei folgten die Asia-Gerichte und den vierten Platz belegte, wie gewohnt, das vegetarische Gericht in Form der Spaghetti mit Balsamicolinsen.

Mein Abschlußurteil:
Hirschgulasch: ++
Herzoginkartoffeln: ++
Gemüse-Mix: ++
Grießbrei mit roter Grütze: ++

Gyros vom Schwein mit Tzatziki, Zwiebeln & Fladenbrot [03.12.2013]

Tuesday, December 3rd, 2013

Hätte an der Asia-Thai-Theke nicht neben dem vegetarischen Kai Tzau Fhan – Gebratener Eierreis mit verschiedenem Gemüse entgegen der Ankündigung Tintenfisch zu servieren schon wieder das für Dienstag Pla Pad Ped – Gebackenes Seelachsfilet mit Chili-Bratgemüse auf dem Speiseplan gestanden, hätte ich mich vielleicht dazu durchgerungen, heute dort zuzuschlagen. Aber da ich das ja schon letzte Woche hatte, sah ich mich doch lieber bei den angeboten der regulären Küche um. Hier sprachen mich die Mexikanischen Chili-Linsen mit Reis bei Vitality zwar nicht sonderlich an, aber der Biergulasch vom Rind mit Butternudeln bei Tradition der Region und das Griechische Gyros vom Schwein mit Tzatziki, frischen Zwiebeln und Fladenbrot bei Globetrotter waren dazu geeignet, in die nähere Wahl zu kommen. Nach kurzem Abwägen fiel meine Wahl schließlich auf das Gyros. Dazu gesellte sich noch eine Mischung aus Erbsen und Möhren in Cremesauce aus dem heutigen Gemüseangebot und – ausnahmsweise – einem kleinen Becher Grießpudding mit Vanillegeschmack aus dem Bereich der Desserts.

Griechisches Gyros vom Schwein mit Tzatziki, frischen Zwiebeln und Fladenbrot / Greek gyros with tzatziki, fresh onions and pita

Ob es sich bei dem aufgetoasteten Stück Weißbrot mit Sesam nun wirklich um Fladenbrot handelte, sei mal so dahin gestellt – aber geschmacklich war es in Ordnung und erfüllte seinen Zweck als Sättigungsbeilage vollkommen. Und auch das würzige und saftige Gyros aus Schweinefleisch erwies sich in Kombination mit dem gut mit Knoblauch versehenen Tzatziki sowie den frischen Zwiebelringen als gute Wahl. Den Erbsen und Möhren merkte man heute glücklicherweise kaum an, dass sie längere Zeit unter der Wärmelampe der Gemüsetheke gelegen hatten, auch sie erfüllten alle Anforderungen die ich an sie gestellt hatte. Ein sehr gelungenes Mittagsgericht. Und auch am cremigen, nicht zu süßen Grießpudding mit Vanillearoma gab es nichts auszusetzen.
Als ich mich auf den Tabletts der anderen Gäste umsah, erkannte ich dass sich entgegen meiner Prognose heute der Gulasch mit Butternudeln beim Rennen um Platz eins auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala durchsetzen konnte und meinen eigentlichen Favoriten, das Gyros mit Tzatziki und Fladenbrot, auf Platz zwei verdrängte. Auf Platz drei folgten die Asia-Gerichte und Platz vier belegte, wie üblich, das vegetarische Gericht in Form der Mexikanischen Chili-Linsen.

Mein Abschlußurteil:
Gyros: ++
Frische Zwiebeln: ++
Tzatziki: ++
Fladenbrot: ++
Gemüse-Mix: ++
Grießpudding: ++