Currywurst mit Pommes Frites [13.06.2018]

Ich überlegte heute zwar kurz, ob ich nicht beim Gedünsteter Seelachs im Pfirsich-Ingwersud und Basmatireis aus dem Abschnitt Vitality zuzugreifen, doch die Fischfilets sahen wirklich mickrig aus und ich hatte größeren Appetit, daher wich ich auf meine zweite Wahl, die altbekannte Currywurst (rot oder weiß) mit Pommes Frites aus dem Abschnitt Tradition der Region aus. Ich gebe aber zu dass auch der Französischer Zwiebelkuchen mit Speck und kleinen gemischten Salat bei Globetrotter nicht allzu übel aussah, aber mir lag der Appetit mehr nach Currywurst. Für das Zusatzangebot, den Resten der Lasagne als Forno von gestern sowie den Asia-Wok-Gerichten wie Gebratener Tofu mit frischem Gemüse und Spezialsauce oder Rindfleisch mit Broccoli und Karotten in Austernsauce konnte ich mich allerdings nicht begeistern. So wählte ich heute also eine weiße Currywurst – später mehr dazu – und garnierte mir die Currysauce mit dem bereitstehenden Streuer mit Currypulver sowie die Pommes Frites mit etwas Ketchup.

White curried sausage with french fries / Weiße Currywurst mit Pommes Frites

Die Pommes Frites waren zwar recht blass, schon mal einigermaßen knusprig aber auch nicht hundertprozentig Perfekt, denn dazu hätten sie ein klein wenig dunkler und noch einen kleinen Deut knuspriger sein müssen – zumindest nach meinem Verständnis. Außerdem war man mal wieder etwas sparsam mit dem Salz umgegangen, aber dazu gibt es ja an jedem Tisch Salzstreuer. Die weiße Wurst entpuppte sich, wie üblich, als mit Kräutern versetzte Bratwurst wie man sie aus Hessen oder Thüringen kennt, im Gegensatz zu der etwas pikanteren roten Variante, die eher an polnische Wurst erinnert und wohl mit etwas Paprika versetzt ist.

White curries sausage - Closeup / Weiße Currywurst - Nahaufnahme

Ich mag beiden Varianten – auch wenn die rote Wurst bei uns in der Kantine eindeutig die beliebtere zu sein scheint. Gemeinsam mit der heißen, würzigen und mit Zwiebeln versetzten Curry-Tomatensauce, dem von mir selbst aufgestreuten Currypulver sowie dem Ketchup auf den Pommes Frites ein einfaches und schmackhaftes, aber leider nicht gerade leichtes Gericht. Der Zwiebelkuchen, den wir ja von hier bereits kennen, wäre mit Sicherheit eine nette Alternative gewesen, aber ich war auch so mit meiner Wahl zufrieden.
Wie nicht anders zu erwarten lag natürlich auch bei der Allgemeinheit der Gäste die Currywurst ganz oben in der Gunst und konnte sich den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern. Aber der Zwiebelkuchen war ihr tatsächlich enger auf den Fersen als ich dachte. Auf dem dritten Platz folgte der Seelachs, aber knapp gefolgte von den Asia-Gerichten auf dem vierten Platz. Von der Lasagne sah ich nichts, sie war wohl nur in kleinen Restmengen verfügbar, daher lasse ich sie mal aus der Wertung heraus.

Mein Abschlußurteil:
Weiße Currywurst: ++
Currysauce: ++
Pommes Frites: +

Weiße Currywurst mit Pommes [04.02.2010]

Mein erster Gedanke war heute eigentlich gewesen, die “Gaeng Keaw Wan Gung Sapparod – Gebratene Garnelen mit Ananas und frischem Gemüse in scharfem grünem Curry” aus der Asia-Sektion zu wählen, im Gegensatz zu dem anderen Angebot dort, “Gebratener Tofu mit verschiedenem Gemüse in Hoi Sin Sauce“, klang dies aus meiner Sicht wirklich lecker und ich liebe ja bekanntlichermaßen Garnelen. Doch ich erkannte dass ich meinen Bloglesern ja noch die Alternative zu der Roten Currywurst mit Pommes vom November letzten Jahres schuldig war, daher entschied ich mich dann doch für dieses traditonell-regionale Gericht. Optional hätten noch bei Vitality “Gratinierter Kürbis- Gemüse- Eintopf” (den ich hier schon probiert hatte) und bei Globetrotter ein “Holzfällersteak vom Schweinenacken mit Zwiebeln und Röstkartoffeln” (das ich hier und hier schon hatte) auf der Karte gestanden. Dazu nahm ich mir noch etwas zunächst undefinierbares von der Nachtisch-Theke.

Weiße Currywurst mit Pommes

Die Annahme, dass es sich bei der “Weißen Currywurst” um bayrische Weißwürste handelt, erwies sich leider als Irrtum. Wie mich Einheimische am Mittagstisch aufklärten wäre dies aus hiesiger Sicht auch undenkbar, da eine Weißwurst traditionell nicht das Mittagsläuten läuten hören dürfen – eine Sitte aus der Zeit vor Erfindung der Kühltechnik, die aber immer noch hochgehalten wird. Statt Curry-Weißwurst handelte es sich viel mehr um eine normale feine Bratwurst, die man hier zu den Pommes serviert hatte. Ich hätte sie zwar wahrscheinlich wegen Eigenschaftsirrtum gem. §119/II BGB zurück gehen lassen können, verzichtet dann aber doch darauf. 😉
Letztlich war aber auch die Bratwurst ganz gut gelungen. Die Pommes Frites waren aber wieder mal nur eher mittelmäßig, bereits etwas abgekühlt und daher schlabbrig – was vielleicht auch eng damit zusammenhing dass ich der letzte war, dem aus einer fast leeren Pommes-Warmhalteschale aufgetischt wurde bevor diese mit frischen und heißen nachgefüllt wurde. Außerdem fehlte mal wieder Salz, was sich jedoch schnell mit auf dem Tisch bereit stehenden Salzstreuer beheben ließ. Sie waren zwar essbar, aber ich habe schon weitaus bessere Pommes Frites gegessen. Als Sauce hatte man wieder erwärmten Curry-Ketchup gewählt, die der Gast selber nach eigenem Gutdünken mit Currypulver bestreuen konnte. War ok – aber ich bereute etwas nicht doch die Garnelen genommen zu haben. Das konnte auch der Nachtisch, der aus einem Vanillepudding bestand, den man mit einem Deckel aus hartem Gelee regelrecht im Glas versiegelt hatte. Es bedurfte etwas Geschick und einem Teelöffel, diese Versiegelung zu knacken, aber der Pudding darunter war dafür auch noch sehr frisch und wohlschmeckend.
In der Beliebtheit lieferten sich heute das Holzfällersteak und eine der beiden Currywurst-Varianten (rot oder weiß) ein wahres Kopf-an-Kopf-Rennen. im Verfolgerfeld befanden sich die Asia-Gerichte und letztlich der Kürbis-Gemüse-Eintopf, der aber meiner Erfahrung nach auch sehr lecker ist. Vereinzelt sah ich aber auch Salatschüsseln und Sushi-Schalen auf den Tabletts, diese boten aber wie meist eher die Ausnahme.

Mein Abschlußurteil:
Currywurst: ++
Pommes Frites: +/-
Vanillepudding: ++