Posts Tagged ‘birnen’

Entenbrust mit Birnenspalten & Steinpilzen an Polenta-Talern – das Rezept

Sonntag, Februar 7th, 2016

Obwohl ich noch etwas von der leckeren Knoblauchpizza von gestern übrig hatte, zog es mich heute erneut in die Küche, denn ich hatte mir mal wieder frische Entenbrust gekauft, die ich heute gemeinsam mit Birnen und Steinpilzen zu einem leckeren Gericht verarbeiten wollte. Dazu sollte es als Sättigungsbeilage Polenta-Taler geben, die ich mit etwas frisch geriebenen Parmesan verfeinerte. Klingt im ersten Moment vielleicht nach einem komplizierten Rezept, aber ich war überrascht mit wie wenig Aufwand man so ein hochwertiges und überaus leckeres Gericht zaubern konnte. Daher möchte ich es natürlich nicht versäumen, das Ganze hier einmal in der gewohnten Form vorzustellen.

Was benötigen wir also für 2 Portionen?

Für die Entenbrust

1 große Entenbrust (ca. 400 – 450g)
01 - Zutat Entenbrust / Ingredient duck breast

1 große oder 2 kleine Birnen
02 - Zutat Birne / Ingredient pear

1 Teelöffel gemahlenes Rosmarin
03 - Zutat gemahlener Rosmarin / Ingredient grounded rosemary

150ml weißer Portwein
04 - Zutat weißer Portwein / Ingredient white port wine

10g getrocknete Steinpilze
05 - Zutat getrocknete Steinpilze / Ingredient dried yellow belotuses

1 Zehe Knoblauch
06 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

1 großer oder 2 kleine Zweige frischer Rosmarin
07 - Zutat frischer Rosmarin / Ingredient fresh rosemary

sowie etwas Pfeffer und Salz

Für die Polenta-Taler

100g Polenta
08 - Zutat Polenta / Ingredient polenta

40-45g Parmesan
10 - Zutat Parmesan / Ingredient parmesan

150ml Milch
09 - Zutat Milch / Ingredient milk

sowie die selbe Menge Wasser
etwas Butter oder Butterschmalz zum braten
und etwas Salz und Pfeffer zum würzen

Beginnen wir damit die Milch und das Wasser in einen Topf zu geben und es zum kochen zu bringen.
11 - Milch mit Wasser zum kochen bringen / Bring milk with water to a boil

Während des Erhitzens können wir schon einmal den Parmesan reiben
12 - Parmesan reiben / Grate parmesan

und die getrockneten Steinpilze in lauwarmen Wasser einweichen.
13 - Steinpilz einweichen / Soak mushrooms

Sobald das Milch-Wasser-Gemisch schließlich kocht, geben wir etwas Salz hinzu,
14 - Milch salzen / Salt milk

vermindern die Hitzezufuhr, rühren die Polenta ein
15 - Polenta einrühren / Stir in polenta

und lassen sie dann auf niedriger Stufe unter häufigen umrühren etwa 10 Minuten quellen, bis sie schön cremig ist.
16 - Polenta auf niedriger Stufe quellen lassen / Let polenta soak in low heat level

Kurz vor Ende rühren wir schließlich noch den geriebenen Parmesan ein
17 - Parmesan einrühren / Stir in parmesan

und schmecken die Maisgrieß-Masse mit etwas Salz und Pfeffer ab.
18 - Polenta mit Pfeffer & Salz würzen / Taste polenta with pepper & salt

Dann legen wir etwas Frischhaltefolie auf einer flachen Unterlage aus und streichen die noch warme Polenta gleichmässig darauf glatt, um sie anschließend mit einer zweiten Lage Folie Luftdicht einzuschließen und abkühlen etwas zu lassen.
19 - Polenta auf Folie glatt streichen / Even polenta on kitchen foil

Während die Polentamasse abkühlt, zerkleinern wir die Knoblauchzehe gründlich,
21 - Knoblauch hacken / Mince garlic

dann wenden wir uns der Entenbrust zu, waschen sie erst einmal ab und trocknen sie gründlich mit einem Küchentuch.
20 - Entenbrust waschen / Wash duck breast

Anschließend ritzen wir die Hautseite der Entenbrust kreuzförmig ein, ohne dabei das Fleisch zu verletzen,
22 - Haut der Entenbrust kreuzförmig einritzen / Score duck breast skin

würzen sie mit Pfeffer und Salz
23 - Entenbrust mit Pfeffer & Salz würzen / Season duck breast with pepper & salt

und reiben sie dann mit dem Rosmarin und dem gehackten Knoblauch ein.
24 - Entenbrust mit Knoblauch & Rosmarin einreiben / Rub duck breast with garlic & rosemary

Außerdem heizen wir den Ofen auf 80 Grad vor und wärmen darin auch gleich eine für die Entebrust genügend große Auflaufform vor.
25 - Ofen mit Auflaufform vorheizen / Reheat oven with casserole

Nun braten wir die Entenbrust nur auf der Hautseite für etwa zehn bis zwölf Minuten an, wobei wir die Hitze aber nicht zu hoch einstellen sollten, damit der Knoblauch nicht anbrennt und bitter wird,
26 - Entenbrust ohne Fett anbraten / Fry duck breast without fat

schalten dann die Platte aus und legen die Entenbrust mit der angebratenen Hautseite nach oben in die vorgeheizte Auflaufform, wobei wir das ausgetretene Fett aber in der Pfanne belassen
27 - Entenbrust in Form legen / Put duck breast in casserole

und garen sie dann bei 80 Grad für 50 bis 60 Minuten im Niedrigtemperatur-Verfahren im Ofen. Auf ein paar Minuten mehr oder weniger kommt es hierbei nicht an.
28 - Entenbrust im Ofen garen / Cook duck breast in oven

Nach etwa 20 bis 25 Minuten können wir dann beginnen die Birne(n) zu schälen,
29 - Birne schälen / Peel pear

sie zu entkernen und zu achteln
30 - Birne achteln / Cut pears in into eights

und außerdem die eingeweichten Steinpilze abtropfen zu lassen, wobei wir die Einweichflüssigkeit auffangen.
31 - Steinpilze abtropfen lassen / Let mushrooms drain

Dann erhitzen wir das zurückgebliebene Entenfett in der Pfanne und braten die Birnenstücke darin für 9-10 Minuten von allen Seiten an,
32 - Birnen anbraten / Braise pears

zerkleinern währenddessen die abgetropften Steinpilze
33 - Steinpilze zerkleinern / Mince mushrooms

und entnehmen die Birnen dann erst einmal wieder aus der Pfanne und legen sie bei Seite.
34 - Birnen aus Pfanne entnehmen / Take pears from pan

In die Pfanne geben wir nun die zerkleinerten Steinpilze,
35 - Steinpilze in Pfanne geben / Put mushrooms in pan

legen die Rosmarin-Zweige dazu und braten alles für einige Minuten an
36 - Rosmarin hinzufügen / Add rosemary

bevor wir alles schließlich mit dem Portwein ablöschen
37 - Mit Portwein ablöschen / Deglaze with port wine

und etwas vom Einweichwasser der Steinpilze hinzu gießen. Das ganze lassen wir dann etwas einkochen.
38 - Pilz-Einweichwasser dazu geben / Add some water from soaking mushrooms

Inzwischen müsste auch die Polenta gut abgekühlt sein und sich dabei soweit gefestigt haben, dass wir vier bis fünf runde Scheiben z.B. mit einem Weinglas ausstechen können.
39 - Polenta ausstechen / Cut out polenta

Parallel dazu erhitzen wir etwas Butter oder Butterschmalz in einer zweiten Pfanne.
40 - Butterschmalz erhitzen / Heat up ghee

Außerdem geben wir die Birnenstücke wieder in die inzwischen reduzierte Sauce, lassen alles geschlossen auf niedriger Stufe weiter köcheln
41 - Birnen wieder in Pfanne geben / Return pears to pan

und braten die Polenta-Taler von beiden Seiten für etwa fünf bis sechs Minuten an, bis leicht braun werden. Dabei sollten wir beim ersten Wenden besonders vorsichtig vorgehen, damit sie nicht zerbrechen – am Besten arbeiten wir hier mit zwei Pfannenwendern.
42 - Polentataler anbraten / Fry polenta slices

Schließlich brauchen wir nur noch die Entenbrust aus dem Ofen zu entnehmen und sie Scheiben zu schneiden,
43 - Entenbrust in Scheiben schneiden / Cut duck breast in slices

und können dann alles zusammen unmittelbar servieren und genießen.
44 - Duck breast with pears & polenta roestis - Served / Entenbrust mit Birnenspalten an Polenta-Talern - Serviert

Bei den Birnen befand sich keine große Menge an Sauce, sie waren mehr mit der eingekochten, sehr würzigen Kombination aus Portwein und dem Einweichwasser der Steinpilze bedeckt, was den weichen, aber noch bissfesten Birnenstücken gemeinsam mit dem Rosmarin der Zweige ein sehr angenehmes Aroma gab. Und dieser Geschmack passte auch wunderbar zu den außen knusprigen und innen noch etwas weichen, Polenta-Talern mit ihrer Parmesan-Note. Der geschmackliche Höhepunkt dieses Gerichts war aber eindeutig die zarten Entenbrust-Scheiben, die Dank des verwendeten Niedrigtemperatur-Verfahrens beim Garen innen noch leicht rosa waren und denen Rosmarin, Knoblauch, Salz und Pfeffer dennoch eine passende und leckere Würze gegeben hatten.

45 - Duck breast with pears, procini & polenta roestis - Side view / Entenbrust mit Birnenspalten an Polenta-Talern - Seitenansicht

Dem gibt es aus meiner Sicht eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. Daher bleibt mir nichts anderes mehr, als zu sagen:

Guten Appetit

Schweinelende in Brie-Sahne-Sauce mit Gnocchi & Preiselbeer-Birnen – das Rezept

Samstag, November 22nd, 2014

Beim Brie handelt es sich um einen französischen Weichkäse mit weißem Edelschimmel aus der Region Seine-et-Marne in der Île-de-France, den man nicht ohne Grund als „König aller Käse“ bezeichnet. Leider wird er daher auch häufig kopiert, nur die beiden Sorten Brie de Meaux und den Brie de Melun genießen hier noch Ursprungsschutz. Das war auch einer der Gründe, weshalb ich für mein heutiges Rezept zu originalem Brie de Meaux griff, der meiner Schweinelende mit Brie-Sahne-Sauce mit Gnocchi & Preiselbeer-Birnen mit seinem nussig-würzigen Aroma das gewisse etwas geben sollte. Und ich wurde nicht enttäuscht, denn das Ergebnis war mal wieder ein überaus schmackhaftes und gelungenes Gericht, dessen Zubereitung sich außerdem auch noch als relativ simpel herausstellte. Daher möchte ich es natürlich nicht versäumen, das zugehörige Rezept hier einmal in der gewohnten Form vorzustellen.

Was benötigen wir also für 3 Portionen?

220-250g Brie
01 - Zutat Brie / Ingredient brie cheese

400g Schweinelende
(gerne auch etwas mehr)
02 - Zutat Schweinelende / Ingredient pork loin

500g Gnocchi
(Ich griff zu Ware aus dem Kühlregal)
03 - Zutat Gnocchi / Ingredient gnocchi

1/2 Bund Petersilie
04 - Zutat Petersilie / Ingredient parsley

250ml Sahne
05 - Zutat Sahne / Ingredient cream

150ml Milch
06 - Zutat Milch / Ingredient milk

1 Eigelb
07 - Zutat Eigelb / Ingredient egg yolk

1 Esslöffel Instant-Gemüsebrühe
08 - Zutat Gemüsebrühe / Ingredient instant vegetable stock

4-6 halbe Birnen aus der Dose
09 - Zutat Birnen / Ingredient peaches

4-6 Teelöffel Preiselbeeren (Glas)
10 - Zutat Preiselbeeren / Ingredient cranberries

sowie etwas Salz und Pfeffer zum würzen

Beginnen wir heute mal damit, die Petersilie zu waschen, trocken zu schütteln,
11 - Petersilie waschen / Wash parsley

die Blättchen von den Stielen zu zupfen
12 - Blättchen von Stielen zupfen / Pick leaflets

und diese schließlich gründlich zu zerkleinern.
13 - Petersilie zerkleinern / Mince parsley

Anschließend halbieren wir unseren Brie-Käse
14 - Brie halbieren / Halve brie cheese

und schneiden die einige Hälfte in kleine Würfel.
15 - Eine Hälfte des Brie würfeln / Dice one half of brie cheese

Außerdem können wir jetzt auch schon beginnen, den Ofen auf 200 Grad vorzuheizen.

Dann geben wir die 250ml Sahne und die 100ml Milch in ein Gefäß,
16 - Milch & Sahne in Gefäß geben / Mix milk & cream

geben das Eigelb
17 - Eigelb hinzufügen / Add egg yolk

3/4el der zerkleinerten Petersilie (den Rest halten wir zum garnieren zurück),
18 - Petersilie addieren / Add parsley

den gewürfelten Brie-Käse
19 - Gewürfelten Brie hinein geben / Add diced brie cheese

sowie einen Esslöffel Gemüsebrühe hinzu,
20 - Gemüsebrühe hinein tun / Add instant vegetable stock

verrühren alles gut miteinander
21 - Gründlich verrühren / Mix well

und schmecken es dabei auch gleich mit Salz und Pfeffer ab, wobei wir mit dem Salz allerdings sparsam umgehen sollten.
22 - Mit Salz & Pfeffer abschmecken / Taste with salt & pepper

Nun geben wir die ungekochten Gnocchis in eine größere Auflaufform,
23 - Gnocchi in Auflaufform geben / Put gnocchi in casserole

gießen unsere zuvor hergestellte Käse-Sahnemischung darüber
24 - Sahnemischung über Gnocchi gießen / Put cream mix on gnocchi

so dass die Gnocchi nicht ganz bedeckt sind
25 - Gnocchi knapp bedeckt / Gnocchi barely covered

und schieben sie dann für ca. 15 Minuten auf der mittleren Schiene in den Ofen.
26 - Im Ofen backen / Bake in oven

In der Zwischenzeit putzen wir die Schweinelende, schneiden sie in ungefähr gleich große Medaillons
27 - Schweinefilet in Medaillons schneiden / Cut pork loin to medaillons

und geben diese ohne Fett in eine heiße Pfanne
28 - Schweinemedaillons ohne Fett in Pfanne geben / Fry pork medaillons without fat in pan

um sie darin rundherum anzubraten. Keine Angst, auch wenn Schweinefilet mager ist, tritt noch genug natürliches Fett aus um ein anbraten zu verhindern.
29 - Schweinemedaillons rundherum anbraten / Roast pork medaillons

Nach einer Viertelstunde entnehmen wir schließlich die Auflaufform
30 - Auflaufform aus Ofen entnehmen / Take casserole from oven

und verrühren den Inhalt erst einmal gründlich
31 - Inhalt verrühren / Mix content

um anschließend die angebratenen Schweinemedaillons hinzu zu geben.
32 - Schweinemedaillons hinzu geben / Add pork medaillons

Dann legen wir die abgetropften Birnenhälften mit der Schnittseite nach oben darauf,
33 - Birnenhälften auflegen / Add half peaches

verteilen zwischen ihnen den restlichen Brie-Käse, den wir dazu in Streifen schneiden,
34 - Restlichen Brie zwischen Birnen verteilen / Put on remaining brie cheese

und geben dann jeweils einen Teelöffel Preiselbeeren in die Vertiefungen der Birnen.
35 - Preiselbeeren auf Birnen verteilen / Spread cranberries on peaches

Das Ganze schieben wir dann noch einmal für zehn weitere Minuten in den Ofen.
36 - Weiter im Ofen backen / Continue bake in oven

Nachdem wir das Gericht dann wieder entnommen haben, lassen wir es noch einmal für ca. fünf Minuten ruhen
37 - Pork loin in brie sauce with gnocchi, peaches & cranberries - Finished baking / Schweinelende in Brie-Sahne-Sauce mit Gnocchi, Birnen & Preiselbeeren - Fertig gebacken

38 - Pork loin in brie sauce with gnocchi, peaches & cranberries / Schweinelende in Brie-Sahne-Sauce mit Gnocchi, Birnen & Preiselbeeren - Servierfertig - Closeup

bevor wir es schließlich servieren und genießen können.
39 - Pork loin in brie sauce with gnocchi, peaches & cranberries - Served / Schweinelende in Brie-Sahne-Sauce mit Gnocchi, Birnen & Preiselbeeren - Serviert

Ich hatte ja zuerst befürchtet dass ich zu viel Sauce hergestellt hatte, aber diese hatte sich glücklicherweise durch das Garen im Ofen so weit reduziert, dass Menge nun genau passte. Und auch was den Geschmack anging wurde ich nicht enttäuscht, denn der Brie hatte ihr eine deftig-würzige, überaus leckere geschmackliche Note verpasst, die wunderbar sowohl zu den zarten und saftigen Schweinemedaillons und den Gnocchi passte. Und die leichte Süße der Birnen und Preiselbeeren bildete einen überaus schmackhaften und gelungenen Gegenpol dazu, der dem Gericht sozusagen den letzten Schliff gab. Ich war mit dem Ergebnis mal wieder überaus zufrieden.

40 - Pork loin in brie sauce with gnocchi, peaches & cranberries / Schweinelende in Brie-Sahne-Sauce mit Gnocchi, Birnen & Preiselbeeren - CloseUp

Das so ein Gericht kein leichter Genuss sein würde, war mir bei all dem Käse, den Gnocchi und der Sahne bereits von Anfang an klar gewesen. Und meine Berechnung der Nährwerte dieses Rezeptes gab mir da auch recht, denn ich erreichte einen Wert von etwa 2300kcal für die gesamte Zubereitung, also ca. 767kcal pro Portion bei drei Portionen. Da half es auch nicht viel, dass ich zu magerer Lende gegriffen und diese sogar ohne Fett angebraten hatte. Aber als Hauptgericht, das man so mit Sicherheit nicht jeden Tag isst, halte ich das dennoch für noch absolut vertretbar.

Guten Appetit

Fleischpflanzerl mit Pilzrahmsauce & Kartoffelpüree [02.04.2012]

Montag, April 2nd, 2012

Zum Beginn der ersten Aprilwoche erwies sich das Angebot in unserem Betriebsrestaurant mal wieder recht durchwachsen. Das Pud Pak Ruam Mit – Gebratenes frisches Gemüse in Austernsauce und das Gaeng Panang Gai – Gebratenes Hühnchen mit frischem Gemüse und Kaffir Limetten in rotem Panang Curry von der Asia-Thai-Theke klangen zwar ganz gut, aber irgendwie war mir heute (mal wieder) nicht nach Asiatischem. Also wandte ich meinen Hauptaugenmerk der regulären Küche zu, wo ich im Bereich Vitality Curryreis mit Zucchini-Möhrenragout, bei Tradition der Region Fleischpflanzerl mit Pilzrahmsauce dazu Kartoffelpüree und bei Globetrotter schließlich Tortellini in Schinkensahnesauce auf der Speisekarte vorfand. Tortellini hatte ich erst vor kurzem gehabt und das vegetarische Curry-Möhrenragout sprach mich visuell nicht an – also entschied ich mich wider besseren Wissens für das kalorientechnisch wohl ungünstigste Gericht: Das Fleischpflanzerl in Pilzrahmsauce. Dazu nahm ich mir noch ein Schälchen Erbsen von der Gemüse- und ein Becherchen nicht näher definierten Nachtischs von der Dessert-Theke.

Fleischpflanzerl mit Pilzrahmsauce & Kartoffelpüree / Meat beall with mushroom cream sauce & mashed potatoes

Das Beste am ganzen Gericht war wohl eindeutig das würzige, mit reichlich aber nicht zu vielen Zwiebeln gebratene Fleischpflanzerl, welches sich als angenehm groß und saftig erwies. Die Pilzrahmsauce war zwar geschmacklich in Ordnung, ihnen fehlten aber größtenteils die im Namen erwähnten Pilze. Insgesamt hatte ich vielleicht drei bis vier Bruchstückchen drin, das erschien mir eindeutig etwas wenig. Und auch das Kartoffelpüree entpuppte sich ein weiteres Mal recht eindeutig als Pulver-Püree, denn es war recht dünnflüssig und ohne größere Kartoffelstückchen. Ich sollte wirklich nur bei so etwas zuschlagen wenn der Begriff „Kartoffelgestampftes“ auf der Speisekarte verwendet wird, denn dann finden sich auf jeden Fall auch größere Kartoffelstücke darin – was ich als Hinweis auslege dass hier echte Kartoffeln und nicht nur ein Pulver verwendet wurden. Den Erbsen, die man wohl mit etwas milden Zwiebeln gekocht hatte, merkte man visuell zwar an dass sie warm gehalten worden waren – sie wirkten etwas eingefallen – aber hier möchte ich auf Bewertungsabzüge verzichten da sie geschmacklich absolut einwandfrei waren. Bei Dessert schließlich hatte ich dann aber mal einen Glücksgriff getan, denn es entpuppte sich als Kirschgelee mit ganzen Früchten und Birnenwürfeln auf lockerem, nicht zu süßen Vanillemousse, ein Nachtisch den man hier nicht alle Tage erhält.
Die Erstellung einer allgemeinen Beliebtheitsskala unter den anderen Kantinengästen fiel mir heute recht schwer, da die Vorlieben recht durchwachsen waren. Beim ersten Hinsehen sah es zuerst so aus als würden die Tortellini den ersten Platz belegen, aber bei genauerem Hinsehen wurden diese dann doch vom Fleischpflanzerl überholt, so dass ich der Frikadelle mit Kartoffelpüree letztlich den ersten Platz einräumen musste. Auf einem knappen zweiten Platz folgten dann aber schon die Tortellini, die wiederum auch eng von den Asia-Gerichten auf Platz drei gefolgt wurden. Der Curryreis mit Zucchini-Möhrenragout kam schließlich auf Platz vier. Abgesehen davon dass ich es nicht so eng erwartet hatte, entsprach die Platzierung letztlich aber dann doch der aus meinen Erfahrungen resultierenden Prognose. Einzig bei den mittleren beiden Plätzen war ich mir nicht ganz sicher gewesen.

Mein Abschlußurteil:
Fleischpflanzerl: ++
Pilzrahmsauce: +
Kartoffelpüree: +
Erbsen: ++
Vanillemousse mit Kirschen & Birnen: ++