Abflug nach Puerto Plata [27.12.2015]

Für den Jahreswechsel 2015/2016 hatte ich mir dieses Jahr etwas besonderes überlegt, denn ich hatte beschlossen dass ich ihn nicht in Deutschland sondern in der Dominikanischen Republik verbringe, wo ich ja bereits im Oktober eine sehr angenehme Woche verbracht hatte. Dieses Mal wollte ich die Erfahrung sogar etwas ausdehnen und hatte für zwei Wochen gebucht. Außerdem hatte ich das Glück, dass ich dieses Mal bei Air Berlin einen Nonstop-Flug von München nach Puerto Plata erwischt hatte. Der Abflug war zwar erst um 10:35 Uhr, aber wie üblich empfahl es sich etwas zwei Stunden am Flughafen zu sein – und dieses Mal war es auch bitter nötig gewesen. Ich hatte zwar bereits per mein CheckIn bereits Online per App auf dem iPhone vorgenommen und hatte bereits meine elektronische Bordkarte, aber ich musste dennoch meinen Koffer am Schalter aufgeben. Nachdem ich mit der S8 den Flughafen erreicht hatte, kam ich schließlich im Schalterbereich A im Terminal an, dort wo ich bei meiner letzten Reise in die Karibik auch den Schalter vorgefunden hatte. Doch wie ich im Auskunftsbereich erfuhr, hatte Air Berlin dieses Mal seine Schlater im Bereich D, was hieß dass ich mit dem schweren Gepäck (gefühlt) fast einen Kilometer bis ans andere Ende der Hallen laufen musste. Und dort hatte sich bereits eine lange Schlange gebildet, so dass es einige Zeit dauerte, bis ich schließlich endlich meinen Koffer los wurde. Danach musste ich irgendwie in den Abflugbereich kommen und auch an den Sicherheitskontrollen gab es einige riesige Menschentraube, die sich natürlich nicht etwa ordentlich angestellt hatte, sondern wild versuchte durch eines der beiden elektronischen Tore ins Innere des Sicherheitsbereich zu gelangen. Hier hieß es also mal wieder, sich in Geduld zu üben. Wie sagt ein japanisches Sprichwort so schön: Geduld ist die Kunst, nur ganz langsam wütend zu werden. 😉 Schließlich hatte ich aber Passkontrolle und Sicherheitsdurchleuchtung hinter mich gebracht und war im Terminalbereich C, wo ich am Schalter C6 in meinen Flieger gelangen sollte.

Terminalbereich C6 - Airport Munich

Bei Air Berlin (und wahrscheinlich auch bei anderen Airlines) ist es so, dass die Passagiere nach Boardinggruppen A, B, C und D ins Flugzeug gerufen werden. Die Gruppe A ist dabei jene Gruppe, die ganz weit hinten im Flieger sitzen, Gruppe B sitzt im Mittelbereich und die Gruppen C und D schließlich ganz weit vorne. Da ich Online gebucht und die Möglichkeit der freien Sitzwahl gehabt hatte, hatte ich mir den Sitzplatz 01A in der ersten Reihe am linken Fenster sichern können, was größere Beinfreiheit garantierte, aber auch bedeutete dass ich erst mit der letzten Gruppe D ins Flugzeug kam. Dafür würde ich aber am Ankunftsort als einer der Ersten aussteigen können, was die Nachteile des späten Boardings bei weitem aufwog.
Schließlich hoben wir mit nur wenigen Minuten Verspätung vom Münchner Flughafen ab und erhoben uns bei wunderbar klarer Weitsicht in den morgendlichen Himmel über Bayern.

Departure from Munich / Abflug von München

Nachdem wir die Reiseflughöhe von 12000 Metern erreicht hatten, wurde schon bald die erste Mahlzeit des Fluges serviert. Zur Auswahl standen Pasta und Hähnchen, wobei ich mich mal wieder für das Hähnchen entschied, das mit einer Sauce Especial, Blattspinat und gebackenen Kartoffeln serviert wurde. Außerdem gab es ein Stück Käse, einen Muffin und einige salzige Cracker dazu.

Chicken breast with especial sauce, spinach & potatoes / Hähnchenbrust mit Especialsauce, Spinat & Kartoffeln

Die Hähnchenbrust war soweit in Ordung, nicht zu trocken sondern zart und saftig – dazu passte gut die fruchtige und gleichzeitig würzige Sauce, in der sich Paprika, Tomaten und einige Kräuter fanden sowie der mit Zwiebelstückchen versetzte Blattspinat. Einzig bei den wohl gebackenen Kartoffelstückchen gab es anzumerken, dass sie etwas zu weich und labbrig waren – aber bei im Flugzeug aufgewärmten Speisen geht das wohl kaum anders. Der milde Schimmelkäse, die Salzcracker und der mit Mandeln und Apfelstückchen versetzte Muffin rundeten das Mittagsmahl gelungen ab.
Nach dem Essen versuchte ich gleich etwas zu schlafen, was mir aufgrund des Fensterplatzes und der für die Economy-Class ungewöhnlich großen Beinfreiheit auch recht gut gelang – denn ich hatte aus Furcht den Abflug zu verpennen die Nacht zuvor kaum geschlafen. So verdöste ich die meiste Zeit des Fluges und wurde erst wieder richtig wach, als kurz vor der Landung noch eine kalte zweite Mahlzeit serviert wurde. Sie bestand aus kalten Hackbällchen mit Salsa-Zubereitung, einem Blatt Salat, Kartoffelsalat, Cräckern, Schmelzkäse und einem Stück Käsekuchen.

Cold meatballs with potato salad / Kalte Fleischbällchen mit Kartoffelsalat

Der Käsekuchen, der mit Pistazien garniert war, erwies sich für meinen Geschmack zwar als etwas zu süß, davon abgesehen gab es an der Mahlzeit aber nichts auszusetzen.
Danach wurden die üblichen blauen Zettel für die Touristen-Visa ausgeteilt, die wir am Platz aufüllen konnten um uns die Zeit dafür am Flughafen zu sparen. Wenig später setzten wir auch schon zur Landung in Puerto Plata an und das was ich aus dem Flugzeugfenster sah, weckte bereits angenehme Erinnerungen.

Approaching Puerto Plata / Anflug auf Puerto Plata

Approaching Puerto Plata II / Anflug auf Puerto Plata II

Ganz wie erwartet kam ich als einer der Ersten aus dem Flieger und wäre auch unter den ersten an den Zollkontrollen gewesen wenn, ja wenn ich nicht auf die glorreiche Idee gekommen wäre am Flughafen noch Euro in Dominikanische Pesos zu tauschen. Das kostete mich leider so viel Zeit, dass der Vorsprung dahin war und ich mich in die inzwischen gebildete Schlange an den Kontrollen einreihen durfte. Zuerst musste man sich für 10 Dollar die Touristenkarte kaufen, dann ging es zu den Passkontrollen, wo die eine der beiden Visanaträge einkassiert wurde – die andere brauchte man bei der Ausreise – und schließlich konnte man sein Gepäck abholen. Gleich versuchte mich wieder einer dieser aufdringlichen Gepäckträger am Zoll abzugreifen, über die ich ja bereits beim letzten Mal berichtet hatte. Doch dieses Mal wimmelte ich ihn erfolgreich ab und wurde beim verlassen des Terminals bereits erwartet. Von hier aus ging es zur Unterkunft, wo ich erst mal eine dringend benötigte Dusche nahm. Mehr gibt es von diesem Tag eigentlich auch nicht mehr zu berichten…

PS: Leider hatte ich nur eingeschränkte Internet-Verbindung in meinem Urlaubsziel, daher reiche ich die Berichte jetzt einen nach dem anderen nach.

Paprika-Schupfnudelpfanne mit Fleischbällchen – das Rezept

Da ich schon länger nichts mehr mit Schupfnudeln zubereitet hatte und aktuell mal wieder Lust darauf verspürte, kam mir dieses Rezept für eine Paprika-Schupfnudelpfanne mit Hackbällchen gerade recht, um mal wieder ein Gericht mit dieser deutschen Variante der Gnocchi zu kochen. Dabei fand ich nicht nur die mit frischen Kräutern zubereitet Sauce sehr gelungen, auch die aus Hackfleisch gefertigten Fleischbällchen waren schön locker und würzig. Dabei ist ist Zubereitung angenehm unkompliziert. Doch damit genug der Vorrede, kommen wir nun zum Rezept, das ich mit diesem Beitrag einmal kurz in der gewohnten Form vorstellen möchte.

Was benötigen wir also für 3 Portionen?

3 Paprika (grün, rot und gelb)
01 - Zutat Paprika / Ingredient bell pepper

1 Möhre (optional – hatte ich noch vorrätig und musste verbraucht werden)
02 - Zutat Möhre / Ingredient carrot

250g Kirschtomaten
03 - Zutat Kirschtomaten / Ingredient cherry tomatoes

400g Hackfleisch – gemischt
04 - Zutat Hackfleisch / Ingredient ground meat

1 Esslöffel Semmelbrösel
05 - Zutat Semmelbrösel  / Ingredient breadcumbs

1 Teelöffel mittelscharfer Senf
06 - Zutat Senf / Ingredient mustard

1 Hühnerei
07 - Zutat Hühnerei / Ingredient egg

500g Schupfnudeln
08 - Zutat Schupfnudeln / Ingredient potato noodles

250ml Tomatensaft
09 - Zutat Tomatensaft / Ingredient tomato juice

100g Frischkäse
10 - Zutat Frischkäse / Ingredient cream cheese

Einige Stiele Liebstöckel
11 - Zutat Liebstöckel / Ingredient lovage

Einige Stiele Majoran
12 - Zutat Majoran / Ingredient majoram

1 Esslöffel Butterschmalz
09 - Zutat Butterschmalz / Ingredient ghee

sowie etwas Salz und Pfeffer zum würzen

Wie üblich beginnen wir damit, die einzelnen Zutaten vorzubereiten. Wir waschen also die Paprika, trocknen sie,
13 - Paprika waschen / Wash bell pepper

entkernen sie
14 - Paprika entkernen / Decore bell pepper

und würfeln sie.
15 - Paprika würfeln / Dice bell pepper

Außerdem waschen wir die Kirschtomaten, zupfen sie von den Stielen,
16 - Kirschtomaten waschen / Wash cherry tomatoes

halbieren sie
17 - Kirschtomaten halbieren / Cut cherry tomatoes in halfs

und schälen die Möhre
18 - Möhre schälen / Peel carrot

um sie in kleine Würfel zu zerteilen.
19 - Möhre würfeln / Dice carrot

Dann legen wir das Hackfleisch in eine Schüssel, geben den Esslöffel Semmelbrösel hinzu,
20 - Hackfleisch & Semmelbrösel in Schüssel geben / Put ground meat & breadcrumbs in bowl

addieren den Teelöffel Senf
21 - Senf addieren / Add mustard

sowie das Hühnerei
22 - Ei dazu geben / Add egg

und vermischen alles gründlich miteinander
23 - Gründlich vermischen / Mix well

wobei wir alles kräftig mit Salz, Pfeffer und edelsüßen Paprikapulver würzen.
24 - Mit Salz, Pfeffer & Paprikapulver abschmecken / Taste with salt, pepper & paprika

Dabei sollten wir nicht zögern, das Hackfleisch auch mal mit der Hand durchzukneten
25 - Hackfleisch mit der Hand kneten / Knead ground meat with hand

bevor wir daraus dann die Fleischbällchen formen.
26 - Hackbällchen formen / Form meatballs

Anschließend erhitzen wir den Esslöffel Butterschmalz in einer Pfanne
27 - Butterschmalz erhitzen / Heat up ghee

und geben die Schupfnudeln hinein
28 - Schupfnudeln hinzufügen / Add potato noodles

um sie goldgelb anzubraten.
29 - Schupfnudeln anbraten / Braise potato noodles

Die fertigen angebratenen Schupfnudeln entnehmen wir und stellen sie bei Seite, um nun die Hackfleischbällchen in die Pfanne zu geben
30 - Hackbällchen in Pfanne geben / Put meatballs in pan

und sie rundherum anzubraten.
31 - Hackbällchen rundherum anbraten / Fry meatballs all around

Sobald die Hackbällchen fertig angebraten sind, entnehmen wir auch sie und lassen sie auf etwas Küchenpapier abtropfen, um nun die Möhrenwürfel
32 - Möhren in Pfanne geben / Add carrots

und die Paprika in das verbleibende Bratfett zu geben
33 - Paprika addieren / Add bell pepper

und anzubraten, bis die Paprika leicht Farbe bekommen.
34 - Gemüse anbraten / Braise vegetables

Nun geben wir die halbierten Kirschtomaten dazu,
35 - Kirschtomaten dazu geben / Add cherry tomatoes

dünsten sie kurz mit an
36 - Gemüse weiter anbraten / Continue to braise vegetables

und löschen dann alles mit dem Tomatensaft ab.
37 - Mit Tomatensaft ablöschen / Deglaze with tomato juice

Danach geben wir die Hackbällchen wieder mit in die Pfanne
38 - Häckbällchen wieder dazu geben / Add meatballs

verrühren alles gründlich miteinander und lassen es dann für 8 bis 10 Minuten bei gelegentlichem umrühren köcheln.
39 - Köcheln lassen / Let simmer

Diese Zeit können wir nutzen um den Majoran zu waschen, trocken zu schütteln,
40 - Majoran waschen / Wash majoram

sie Blättchen von den Stielen zu zupfen und diese zu zerkleinern.
41 - Majoran zerkleinern / Hackle majoram

Außerdem waschen wir auch das Liebstöckel, trocknen es,
42 - Liebstöckel waschen / Wash lovage

zupfen auch seine Blättchen von den Stielen und zerkleinern diese ebenfalls gründlich.
43 - Liebstöckel zerkleinern / Hackle lovage

Schließlich schalten wir die Kochplatte auf eine etwas niedrigere Stufe, geben wir den Frischkäse mit in die Pfanne
44 - Frischkäse hinzufügen / Add cream cheese

verrühren ihn gründlich mit dem Tomatensaft
45 - Frischkäse verrühren / Stir in cream cheese

und schmecken dann alles mit Salz und Pfeffer
46 - Mit Pfeffer & Salz abschmecken / Taste with pepper & salt

sowie Majoran und Liebstöckel ab. Dabei heben wir uns ein wenig Liebstöckel zum garnieren auf.
47 - Majoran & Liebstöckel hinzufügen / Add majoram & lovage

Nun brauchen wir nur noch die angebratenen Schupfnudeln zu Sauce und Gemüse in die Pfanne zu geben,
48 - Schupfnudeln addieren / Add potato noodles

alles gründlich zu miteinander zu vermischen und die Schupfnudeln wieder heiß werden zu lassen.
49 - Schupfnudeln mit Sauce verrühren / Mix potatoe noodles with sauce

Anschließend können wir das Gericht, garniert mit etwas Liebstöckel, auch schon servieren und genießen.
50 - Bell pepper potato noodle fry with meatballs - Served / Paprika-Schupfnudelnpfanne mit Hackbällchen - Serviert

Die Hackbällchen waren nicht nur sehr gelungen gewürzt, sondern auch angenehm locker und saftig, so wie ich sie mag. Gemeinsam mit der fruchtig-tomatigen, dank der Kräuter auch wunderbar würzigen Sauce samt ihres Paprikagemüses und natürlich den angebratenen Schupfnudeln ergab sich ein sehr leckeres und wirklich empfehlenswertes Pfannengericht. Vor allem der Geschmack des Liebstöckels passte wie ich fand wunderbar in die geschmackliche Gesamtkomposition. Der Geruch dieses Küchenkrauts erinnert ein wenig an die Maggi-Würze, weswegen man es auch unter dem Begriff Magii-Kraut kennt. Und dies obwohl Maggi keinerlei Liebstöckl enthält. Insgesamt auf jeden Fall ein sehr leckeres Gericht, das ich vorbehaltlos weiter empfehlen kann.

51 - Bell pepper potato noodle fry with meatballs - Side view / Paprika-Schupfnudelnpfanne mit Hackbällchen - Seitenansicht

Natürlich darf auch der abschließende Blick auf die Nährwerte nicht fehlen. Meiner Kalkulation nach liegt die gesamte Zubereitung bei etwa 2400kcal, aufgeteilt auf drei Portionen 3 Portionen liegen wir also bei 800kcal pro Portion. Keine leichte Kost also. Hauptträger dieses hohen Wertes sind dabei zu fast gleichen Teilen das Hackfleisch und die Schupfnudeln, die in der Gesamtsumme jeweils etwa 850kcal ausmachen. Wer also die Kalorienwerte etwas reduzieren will, kann z.B. das gemischte Hackfleisch durch Geflügelhack ersetzen und dadurch etwa 400kcal einsparen. Alternativ könnte ich mir aber auch vorstellen, die Hackbällchen durch gebratene und gewürzte Hähnchenbrust zu ersetzen. Bei den Schupfnudeln wird es allerdings schwieriger einen Ersatz zu finden. Der leckere, vor allem durch Tomaten und Kräuter getragene Geschmack würde aber auch erhalten bleiben, wenn man einfach eine entsprechende Menge an Reis zu der Sauce servieren würde. Da Reis beim Garen die doppelte Menge seines Rohgewichts an Wasser aufnimmt, sollten hier 50g Langkorn- oder Basamatireis pro Person vollkommen ausreichend sein. Aber das sind natürlich nur theoretische Überlegungen, mir persönlich ging es ja wie einleitend erwähnt darum, mal wieder etwas mit Schupfnudeln zuzubereiten. Und das ist mir mit diesem Rezept mal wieder auf sehr leckere Art gelungen. 😉

Guten Appetit/a

Hackbällchen Toskana mit Butterreis – das Rezept

Als erstes Rezept im neuen Jahr möchte ich heute mal ein Rezept ausprobieren, das schon seit vielen Monaten bei mir zum Ausprobieren auf dem Tisch liegt: Hackbällchen Toskana – Hackbällchen in Tomaten-Kräutersauce mit Mozzarella überbacken. Dazu passen verschiedene Beilagen von Reis, über Ciabatta bis hin zu verschiedenen Nudelsorten, meine Wahl fiel diesbezüglich auf den Butterreis, den ich ja schon mal zum Rezept Kabeljau mit Kürbishaube vorgestellt hatte und der seitdem zu einer meiner Lieblings-Reiszubereitungen gehört. Das Ergebnis war ein sehr leckeres und überaus gelungenes Gericht mit italienischem Touch, dessen Zubereitung ich nun in diesem Beitrag einmal in gewohnter Form kurz vorstellen.

Was benötigen wir also für 4 Portionen?

Für die Hackbällchen

500g Hackfleisch gemischt
01 - Zutat Hackfleisch / Ingredient ground meat

1 Hühnerei (Größe M)
02 - Zutat Hühnerei / Ingredient chicken egg

3-4 Esslöffel Semmelbrösel
03 - Zutat Semmelbrösel / Ingredient breadcrumbs

2 Teelöffel mittelscharfer Senf
04 - Zutat Senf / Ingredient mustard

1 kleine Zwiebel
05 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

1 Zehe Knoblauch
06 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

800g Tomaten in Stücken
(entspricht 2 normalen Dosen)
07 - Zutat Tomaten in Stücken / Ingredient tomato pieces

200g Schlagsahne
08 - Zutat Schlagsahne / Ingredient whipping cream

4-5 Teelöffel italienische Kräuter (TK)
09 - Zutat Italienische Kräuter / Ingredient italian herbs

3 Esslöffel Tomatenmark
10 - Zutat Tomatenmark / Ingredient tomato puree

1-2 Kugeln Mozzarella
11 - Zutat Mozzarella / Ingredient mozzarella

etwas Butter oder Öl zum ausfetten der Auflaufform
sowie etwas Salz, Pfeffer, Zucker und edelsüßes Paprika zum würzen

Für den Butterreis

200g Langkornreis
12 - Zutat Langkornreis / Ingredient long grain rice

1 Schalotte
13 - Zutat Schalotte / Ingredient shallot

20g Butter
14 - Zutat Butter / Ingredient butter

400ml Gemüsebrühe
15 - Zutat Gemüsebrühe / Ingredient vegetable stock

sowie etwas Salz & Pfeffer zum würzen

Beginnen wir damit, die Zutaten für die Hackbällchen vorzubereiten. Dazu ziehen wir die Zwiebel ab und würfeln sie.
16 - Zwiebel würfeln / Dice onion

Außerdem schälen wir die Knoblauchzehe und zerkleinern sie möglichst fein.
17 - Knoblauch zerkleinern / Mince garlic

Dann geben wir das Hackfleisch in eine Schüssel, schlagen das Ei auf und geben seinen Inhalt dazu,
18 - Hackfleisch & Ei in Schüssel geben / Put ground meat & egg in bowl

geben erst einmal 3 Esslöffel Semmelbrösel hinein,
19 - Semmelbrösel hinzufügen / Add breadcrumbs

fügen die beiden Teelöffel Senf hinzu,
20 - Senf dazu geben / Add mustard

addieren die zerkleinerte Knoblauchzehe
21 - Knoblauch addieren / Add garlic

sowie die gewürfelte Zwiebel
22 - Zwiebeln hinzufügen / Add onions

und vermengen alles gründlich miteinander.
23 - Gründlich vermengen / Mix well

Ist alles bereits ein wenig vermischt, sollten wir dabei auch nicht davor zurückschrecken, die Hackfleischmasse mit der Hand durchzukneten, damit wirklich alles gut miteinander verbunden wird.
24 - Hackfleisch mit Hand durchkneten / Knead ground meat by hand

Während des Vermischens würzen wir auch alles gleich mit Salz, Pfeffer und edelsüßen Paprikapulver. Sollte das Fleisch noch zu feucht sein, können wir ggf. noch etwas mehr Semmelbrösel hinzufügen.
25 - Hackfleisch würzen / Taste ground meast

Aus der Hackfleischmasse formen wir dann mit leicht angefeuchteten Händen etwa gleich große Bällchen. Bei mir kamen genau fünfzehn Stück raus, die Anzahl kann aber abhängig von der gewählten Größe natürlich variieren.
26 - Bällchen aus Hackfleisch formen / Make balls out of ground meat

Nachdem wir dann eine Auflaufform mit etwas Butter oder Öl ausgefettet haben
27 - Auflaufform ausfetten / Grease casserole

legen wir die Fleischbällchen hinein.
28 - Hackbällchen in Auflaufform legen / Put meatballs in casserole

Jetzt ist auch ein guter Zeitpunkt, damit zu beginnen den Ofen auf 200 Grad vorzuheizen.

Anschließend geben wir die stückigen Tomaten in einen Topf,
29 - Tomaten in Topf geben / Put tomatoes in pot

fügen die Schlagsahne hinzu
30 - Schlagsahne hinzufügen / Add whipping cream

und verrühren und erhitzen dann alles.
31 - Verrühren & erhitzen / Mix & bring to boil

Sobald alles heiß ist, heben wir die drei Esslöffel Tomatenmark unter,
32 - Tomatenmark unterheben / Fold in tomato puree

rühren die italienischen Kräuter ein,
33 - Italienische Kräuter einrrühren / Stir in italian herbs

schmecken alles mit Salz, Pfeffer einer kräftigen Prise Zucker und Paprika ab
34 - Mit Salz & Pfeffer abschmecken / Taste with salt & pepper

und lassen dann alles sieben bis acht Minuten köcheln damit die Sauce sich etwas einreduziert.
35 - Köcheln lassen / Simmer

Während die Sauce köchelt, können wir den Mozzarella in dünne Scheiben schneiden.
36 - Mozzarella in Scheiben schneiden / Cut mozzarella in slices

Die fertige Sauce geben wir dann über die Hackfleischbällchen in der Auflaufform,
37 - Tomatensauce über Hackfleischbällchen geben / Douse meatballs with tomato sauce

legen die Mozzarella-Scheiben oben auf
38 - Mit Mozzarella belegen / Garnish with mozzarella

und backen dann alles für ca. 30 Minuten im vorgeheizten Ofen.
39 - Im Ofen backen / Bake in oven

Während die Hackbällchen im Ofen sind, würfeln wir die Schalotte,
40 - Schalotte würfeln / Dice shallot

zerlassen dann die Butter in einem Topf
41 - Butter in Topf zerlassen / Melt butter

und dünsten die Schalotte darin an.
42 - Schalotte andünsten / Braise shallots lightly

Anschließend geben wir den Reis in den Topf,
43 - Reis hinzufügen / Add rice

dünsten ihn glasig an
44 - Reis glasig andünsten / Braise rice translucent

und gießen dann alles mit der Gemüsebrühe auf
45 - Mit Gemüsebrühe aufgießen / Add vegetable stock

um schließlich alles kurz aufkochen und bei geschlossenem Deckel auf niedriger Stufe über 12 bis 15 Minuten gar ziehen zu lassen.
46 - Kurz aufkochen & geschlossen köcheln lassen / Boil up & let simmer closed

Kurz vor Garende würzen wir den Butterreis schließlich noch mit etwas Salz und Pfeffer.
47 - Reis mit-Pfeffer & Salz abschmecken / Taste rice with pepper & salt

Sobald die Hackbällchen Toskana dann ebenfalls fertig sind
48 - Hackbällchen Toskana - Fertig gebacken / Meatballs Tuscany - Finished baking

können wir das Gericht auch schon servieren und genießen.
49 - Hackbällchen Toskana - Serviert / Meatballs Tuscany - Served

Zuerst hatte ich befürchtet, dass ich die Hackfleischbällchen etwas zu groß geformt hatte und sie dadurch nicht ganz durch gegart werden – doch das war glücklicherweise eine Fehleinschätzung. Viel mehr waren meine Hackbällchen Toskana nicht nur durchgehend gar, sondern auch sehr lecker gewürzt und von ihrer Konsistenz her nicht zu fest und nicht zu locker. Gemeinsam mit der fruchtig-würzigen Kräuter-Tomatensauce, der Decke aus geschmolzenen Mozzarella-Käse und natürlich dem geschmacklich mal wieder sehr gelungenen Butterreis ergab sich ein Gericht, das ich sehr genossen habe.

50 - Hackbällchen Toskana - Querschnitt / Meatballs Tuscany - Lateral cut

Ein einfaches zuzubereitendes und doch sehr leckeres Gericht, das ich mal wieder vorbehaltlos weiter empfehlen kann. Leicht war es allerdings nicht, wie ich bei der abschließenden Kalkulation feststellen musste: Die Hackbällchen Toskana in Tomatensauce samt Mozzarella liegen schon bei 2400kcal, also 600kcal pro Portion. Hinzu kommen noch insgesamt 500kcal, also 125kcal pro Portion, für den Butterreis womit wir bei einer Summe von 725kcal pro Portion landen. Wer reduzieren will, kann als erstes natürlich beim gemischten Hackfleisch ansetzen und dies durch Geflügelhack ersetzen. Aber auch die Schlagsahne ist ein nicht zu verachtender Faktor, hier könnte man Ersatzweise eventuell zu fettreduzierter Sahne oder zu Milch greifen. Für das geschmackliche Ergebnis kann ich allerdings in einem solchen Fall nicht garantieren – ich persönlich empfehle natürlich, sich an das Originalrezept zu halten. 😉

Guten Appetit

Indische Curry-Hackbällchen – das Rezept

Auch heute wollte ich mal wieder meinen Exkurs in die exotischen Gefilde der Küchenkunst fortsetzen und entschied mich nach einiger Recherche dazu, mal ein paar Hackbällchen mit einem Curry-Gericht zu kombinieren. Heraus kamen dabei diese Indischen Curry-Hackbällchen, wobei ich allerdings nicht meine Hand dafür ins Feuer legen würde dass hier tatsächlich nur indische Aspekte des Kochens Anwendung fanden. Viel mehr würde ich das Gericht als Fusion von verschiedenen asiatischen Küchen bezeichnen, was das Rezept aber eher noch aufwertet. Ich war von dem Ergebnis auf jeden Fall sehr begeistert und möchte es daher natürlich nicht versäumen, dieses Rezept hier einmal in der gewohnten Form vorzustellen.

Was benötigen wir also für 3-4 Portionen ?

500g Hackfleisch halb & halb
01 - Zutat Hackfleisch / Ingredient ground meat

2 Schalotten (ca. 100g)
02 - Zutat Schalotten / Ingredient shallots

2 TL Curry
03 - Zutat Curry / Ingredient curry

200g Erbsen (TK)
04 - Zutat Erbsen / Ingredient peas

100g kleinere Möhren
05 - Zutat Möhren / Ingredient carrots

375ml Kokosnuss-Milch
06 - Zutat Kokosnussmilch / Ingredient coconut milk

2 TL gelbe Currypaste (gibt es im Asia-Laden oder im gut sortierten Supermarkt)
07 - Zutat gelbe Currypaste / Ingredient yellow curry paste

ca. 80g Sesam
08 - Zutat Sesam / Ingredient sesame

1 TL Zucker
09 - Zutat Zucker / Ingredient sugar

1 Handvoll Basilikum
10 - Zutat Basilikum / Ingredient basil

1 Zitrone
11 - Zutat Zitrone / Ingredient lemon

2 EL Öl (z.B. Erdnussöl)
07 - Zutat Erdnussöl / Ingredient peanut oil

220g Basamati-Reis
12 - Zutat Basmati-Reis / Ingredient basmati rice

sowie etwas Salz und Pfeffer zum würzen

Beginnen wir wie üblich damit die einzelnen Zutaten vorzubereiten. Dazu schälen und würfeln wir die Schalotten,
13 - Schalotten würfeln / Dice shallots

entkernen die Chilis
14 - Chilis entkernen / Decore chilis

und schneiden sie in kleine Stückchen.
15 - Chilis zerkleinern / Mince chilis

Außerdem schälen wir die Möhren,
16 - Möhren schälen / Peel carrots

schneiden sie in Scheiben
17 - Möhren in Scheiben schneiden / Cut carrots in slices

und pressen schließlich noch die Zitrone aus.
18 - Zitrone auspressen / Squeeze lemon

Nachdem wir dann die Sesam-Samen in einer Pfanne ohne Öl geröstet und sie zum abkühlen bei Seite gestellt haben
19 - Sesam anrösten / Roast sesame

geben wir das Hackfleisch und die gewürfelten Schalotten in eine Schüssel,
20 - Hackfleisch & Schalotten in Schüssel geben / Put ground meat & shallots in bowl

fügen die beiden Teelöffel Currypulver hinzu,
21 - Curry addieren / Add curry

würzen alles kräftig mit Salz und Pfeffer
22 - Mit Pfeffer & Salz würzen / Season with pepper & salt

und vermengen dann alles gründlich miteinander – gerne auch mit den (natürlich sauberen) Händen.
23 - Gründlich vermengen / Mix well

Aus der so entstandenen Mischung formen wir dann etwa gleich große Bällchen
24 - Bällchen formen / Form to meatballs

und wälzen diese dann im angrösteten und inzwischen abgekühlten Sesam. Bei mir reichte es nicht für alle Bällchen, aber das war nicht weiter schlimm – dazu gleich mehr.
25 - Im Sesam wälzen / Cover with sesame

Nachdem wir dann die beiden Esslöffel Öl – ich griff zu Erdnussöl, das meiner Meinung nach wunderbar zu einem solchen Gericht passt – in einer Pfanne erhitzt haben
26 - Öl erhitzen / Heat up oil

dünsten wir zuerst die Chilis
27 - Chili andünsten / Braise chilis lightly

und wenig später auch die Möhren für zwei bis drei Minuten darin an
28 - Möhren anbraten / Braise carrots

und löschen dann alles mit der Kokosnuss-Milch ab.
29 - Mit Kokosmilch ablöschen / Deglaze with coconut milk

Diese lassen wir kurz aufkochen
30 - Aufkochen lassen / Bring to cook

und geben dann die Hackfleisch-Bällchen hinein
31 - Hackbällchen hinzufügen / Add meatballs

um sie in fünf bis sechs Minuten gar ziehen zu lassen.
32 - Gar ziehen lassen / Cook

Parallel setzen auch schon mal einen Topf mit Wasser für den Reis auf und beginnen ihn zu erhitzen.
33 - Wasser für Reis aufsetzen / Bring water for rice to boil

Sind die Hackbällchen durch gegart, rühren wir schließlich die beiden Teelöffel gelbe Currypaste in die Kokosmilchsauce
34 - Currypaste einrühren / Add curry paste

fügen den Teelöffel Zucker hinzu
35 - Mit Zucker würzen / Season with sugar

und addieren schließlich auch die Erbsen, um sie in der Sauce mit zu kochen.
36 - Erbsen addieren / Add peas

Inzwischen müsste auch das Wasser für den Reis kochen, so dass wir es mit einem halben Esslöffel Salz versehen
37 - Wasser salzen / Salt water

und geben den Reis hinein, um ihn schließlich gemäß Packungsanleitung zu kochen.
38 - Reis kochen / Cook rice

Während der Reis köchelt, lassen wir die Sauce etwas reduzieren und probieren sie dabei auch gleich einmal
39 - Probieren / Try

und schmecken sie ggf. noch einmal mit etwas Pfeffer ab.
40 - Mit Pfeffer abschmecken / Taste with pepper

Außerdem waschen die die Basilikum-Blätter, tupfen sie trocken,
41 - Basilikum waschen / Wash basil

zerkleinern sie
42 - Basilikum zerkleinern / Mince basil

und streuen sie schließlich in die Sauce ein.
43 - Basilikum einstreuen / Add basil

Abschließend schmecken wir alles noch einmal mit einem kräftigen Schuss Zitronensaft ab, lassen die Sauce dann aber nicht mehr kochen.
44 - Mit Zitronensaft abschmecken / Season with lemon juice

Sobald der Reis dann gar ist, können wir das Gericht auch schon servieren und genießen.
45 - Indische Curry-Hackbällchen - Serviert / Indian curry meatballs - Served

Da ich Fleischbällchen bisher eher gebraten und nicht in Flüssigkeit gegart hatte, war ich nicht sicher gewesen wie sie werden würden. Doch alle Befürchtungen waren unnötig gewesen, denn sie erwiesen sich als durchgehend gekocht und auch was die Würzung anging meiner MEinung nach sehr gelungen. Der Sesam mit dem ich einige von ihnen garniert hatte, hatte sich beim garen zwar leider größtenteils von den Fleischbällchen gelöst. Aber das war nicht weiter Schlimm, denn so gaben sie der fruchtig-scharfen, schön dickflüssigen Kokosmilch-Sauce noch eine leicht nussige Note, die meiner Meinung nach wunderbar in die geschmackliche Gesamtkomposition passte. Gemeinsam mit dem Reis ergab sich so ein Gericht, dass ich mal wieder wärmstens weiter empfehlen kann – ich war sehr zufrieden.

46 - Indische Curry-Hackbällchen - Seitenansicht / Indian curry meatballs - Side view

47 - Indische Curry-Hackbällchen - Querschnitt / Indian curry meatballs - Lateral cut

Werfen wir zum Abschluss wie gewohnt noch einen Blick auf die Nährwerte dieser Zubereitung. Für die Fleischbällchen in Kokosmilchsauce habe ich einen Wert von 2200kcal ermittelt, also 550kcal pro Portion. Dazu müssen wir dann noch einmal je 185kcal pro Portion für den Basmati-Reis addieren, womit wir auf eine Summe von 735kcal pro Portion kommen. Also kein wirklich leichtes Gericht, aber das hatte ich bei der Verwendung von Hackfleisch auch nicht wirklich erwartet. Dabei hat aber auch die Kokosmilchsauce einen nicht unerheblichen Anteil zu diesem Ergebnis beigetragen. Dennoch denke ich, dass sich dieser Wert noch im absolut akzeptablen Bereich für ein Hauptgericht bewegt. Eine leckeres Beispiel der Fusions-Küche, das ich nicht nur Freunden der exotischen Küche ans Herz legen kann.

Guten Appetit