Lauch-Frischkäse-Schnitzel – das Rezept
5.05.2013 21:27 kochexperimente, kulinarisches1 Kommentar
Heute nun, wie versprochen, mal wieder etwas ohne Ajvar.
Auf der Suche nach einem interessanten neuen Rezept, stieß ich auf ein Lauch-Frischkäse-Schnitzel, das es mir wert erschien mal ausprobiert zu werden. Das hier vorgestellte Rezept befasst sich dabei primär mit diesem Lauch-Frischkäse-Schnitzel, das ich aus Putenschnitzel herstellte. Als Sättigungsbeilage griff ich zu Kartoffel-Röstis aus dem Tiefkühlfach die ich noch vorrätig hatte, alternativ wären aber natürlich auch Salzkartoffeln, Pommes Frites oder Reis denkbar. Das Ergebnis war schließlich ein überaus leckeres und recht einfach zuzubereitendes Rezept, das ich nun mit diesem Beitrag in gewohnter Form einmal kurz vorstellen möchte.
Was braucht man also für 2 Portionen?
2 Putenschnitzel (zusammen ca. 300g)

sowie zum würzen Salz, Pfeffer und edelsüßes Paprikapulver

Beginnen wir nun damit, die Stange Lauch zu waschen

und sie dann in dünne Ringe zu schneiden. Größere Stücke halbieren wir noch einmal.

Außerdem schneiden wir den Kochschinken in kleine Rechtecke oder Würfel.

In einer größeren Pfanne dünsten wir nun das Lauch ohne Zugabe von Öl oder Fett für ca. 5 Minuten bei gelegentlichem umrühren an,

geben anschließend den Kochschinken hinzu

und braten ihn ebenfalls kurz mit an.

Nun gießen wir alles mit dem Wasser

und lassen alles kurz aufkochen.

Dann rühren wir die beiden Teelöffel Gemüsebrühe hinein

und geben anschließend den Frischkäse dazu,

um dann alles mit einem Teelöffel Senf

sowie Salz, Pfeffer und edelsüßen Paprikapulver abzuschmecken

und schließlich noch einmal kurz aufkochen zu lassen, um es dann von der Platte zu nehmen.

Nachdem wir begonnen haben, den Backofen auf 200 Grad vorzuheizen, nehmen wir die Putensteaks aus dem Kühlschrank und waschen sie erst einmal gründlich,

klopfen sie mit dem Fleischhammer dann etwas flach

und würzen sie von beiden Seiten mit etwas Salz, Pfeffer und Paprikapulver.

Anschließend geben wir sie dann nebeneinander in eine Auflaufform und bedecken sie mit dort mit der Lauch-Frischkäse-Masse.

Ist die Masse gleichmässig über die beiden Putenschnitzel verteilt,

decken wir die Auflaufform mit etwas Alufolie ab

und schieben es in den Backofen.

In der Zwischenzeit können wir uns um die Sättigungsbeilage kümmern. Ich hatte mich, wie bereits einleitend erwähnt, für Röstis entschieden, die ich noch vorrätig hatte. Diese gab ich auf ein mit Backpapier ausgelegte Backblech.

Nach zehn bis zwölf Minuten entnehmen wir die Auflaufform wieder und entfernen die Alufolie, die verhindern soll dass das Lauch zu dunkel wird,

und schieben dann die Auflaufform und das Backblech mit den Röstis gemeinsam in den Ofen, wo wir es für weitere 30 Minuten backen.

Nach einer halben Stunde entnehmen wir dann alles wieder

und können dann beides unmittelbar servieren und genießen.

Das flache Stück Putenschnitzel unter der angenehm würzigen und überaus schmackhaften Schicht aus Lauch, Frischkäse und Kochschinken war angenehm zart und saftig geworden. Ich war bei der Verwendung von rohem, nicht vorher angebratenen Fleisch nicht ganz sicher gewesen inwieweit es im Ofen komplett durchgart. Doch alle diesbezüglichen Befürchtungen erwiesen sich glücklicherweise als unbegründet. Ein einfach zuzubereitendes und sehr leckeres Gericht, dass man natürlich auch noch etwas variieren kann. Ich könnte mir das Ganze zum Beispiel auch gut mit Schweineschnitzeln vorstellen, hier müsste man die Zeit im Ofen aber eventuell nach oben variieren.
Werfen wir wie üblich zum Abschluss wie üblich einen Blick auf die Nährwerte. Ohne Sättigungsbeilage komme ich in meiner Berechnung auf 724kcal, womit wir bei einer Portion auf 362kcal pro Portion kommen. Klingt im ersten Moment erst mal angenehm niedrig, wir dürfen aber nicht vergessen dass hier natürlich noch die Sättigungsbeilage hinzu kommt. Röstis waren hier wohl zwar nicht die kalorientechnisch optimalste Wahl, passten aber geschmacklich wunderbar dazu. Aber wer hier noch ein paar Kalorien sparen will, kann ja zu Salzkartoffeln greifen.
Guten Appetit

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Pferde-Rouladen mit Rotkohl & Semmelknödeln – das Rezept
24.02.2013 23:32 kochexperimente, kulinarisches5 Kommentare
Auch heute wollte ich nach der gestrigen Pferde-Lasagne meine Kochexperimente mit Pferdefleisch fortsetzen und entschloss mich dazu, mal Rouladen aus Pferdefleisch zuzubereiten. Das Rezept ist nicht sonderlich kompliziert, benötigt aber etwas Zeit für die Zubereitung. Und ich durfte ein weiteres Mal feststellen, dass Pferdefleisch eine überaus leckere Alternative zum sonst verwendeten Rindfleisch ist.
Was brauchen wir also für 2 Portionen?
etwas mittelscharfer Senf (z.B. Dijon-Senf)

4 Streifen geräucherten Schinken

außerdem Salz und Pfeffer zum würzen
und eventuell etwas Sahne zum verfeinern
Außerdem benötigen wir
Semmelknödel nach Belieben als Sättigungsbeilage

Beginnen wir nun wie üblich damit, die Zutaten vorzubereiten. Dazu waschen wir die Stange Lauch

Außerdem waschen und entkernen wir die Paprika und schneiden sie in Streifen,

und zerkleinern sie dann, wobei wir die Hälfte in schmale Streifen für die spätere Rouladenfüllung schneiden.

Außerdem schälen wir die Petersilienwurzel,

und schneiden die Gewürzgürkchen in kleine Streifen.

Dann waschen wir das Pferde-Rouladenfleisch gründlich, tupfen es trocken

und entfernen eventuell noch fettige Stellen

um sie dann mit einem Fleischhammer etwa zu plätten

und von beiden Seiten kräftig mit Salz und Pfeffer zu würzen.

Anschließend – ich entschied mich ab hier mit jeweils nur einer einzelnen Roulade weiter zu arbeiten – bestreichen wir eine Seite mit dem mittelscharfen Senf

und belegen sie dann zuerst mit dem geräucherten Schinken

und anschließend mit Gürkchen,

und den in Streifen geschnittenen Möhren

um dann die Seiten umzuklappen, damit beim aufrollen nichts heraus fällt,

und rollen schließlich vorsichtig die Fleischstreifen auf, um sie dann mit einer Rouladennadel oder ersatzweise mit einem Zahnstocher zu sichern.

In einer größeren Pfanne oder in einem Topf erhitzen wir anschließend etwas Ölivenöl

um sie von allen Seiten scharf anzubraten. Durch dieses scharfe Anbraten entstehen die Röstaromen, die Rouladen ihren angenehmen Geschmack gibt.

Sind unsere Pferdefleisch-Rouladen von allen Seiten gut angebraten, entnehmen wir sie und reduzieren die Hitzezufuhr auf mittlere Stufe

um dann die Zwiebeln im verbliebenen Bratenfett anzudünsten.

Anschließend geben wir Lauch, Möhren, Petersilienwurzel und die Paprikastreifen hinzu

und braten alles für einige Minuten an

wobei wir Rosmarin und das Tomatenmark hinzufügen

und es ebenfalls kurz mit braten lassen.

Nun gießen wir die Hälfte des Weines in die Pfanne,

und gießen nach und nach mehr vom Rotwein hinzu bis alles schließlich einigermaßen einreduziert ist.

in die wir dann die Rouladen einlegen

und bei geschlossenem Deckel bei reduzierter Stufe für eine Stunde vor sich hin schmoren lassen. Länger würde ich sie nicht schmoren, da sie sonst sehr bissfest werden könnten.

Zwischendurch sollten wir natürlich nicht vergessen, die Pferde-Rouladen auch mal zu wenden.

Etwa zwanzig Minuten vor Ende der Garzeit ist dann auch der richtige Zeitpunkt, das Rotkraut mit Äpfelstückchen, Nelken und Lorbeer aufzusetzen

und die Klöße laut Packungsbeschreibung zuzubereiten.

Nach einer Stunde entnehmen wir dann noch einmal die durch das Schmoren merklich geschrumpften Rouladen und halten sie in etwas Alufolie warm,

und gießen die Sauce dann durch ein Sieb in eine Schüssel.

Das aufgefangene Gemüse zerkleinern wir nun mit dem Pürierstab

und drücken die Masse etwas gegen das Sieb, das lässt ein wenig von dem zerkleinerten Gemüse nach das Sieb durchdringen und gibt der Sauce ein angenehmes Aroma.

Die Sauce geben wir dann zurück in die Pfanne

und legen die Rouladen zurück, um sie wieder richtig heiß werden zu lassen

und die Sauce mit etwas Sahne zu verfeinern und ggf. noch einmal mit Salz und Pfeffer abzuschmecken.

Nachdem wir alles noch einmal kurz haben aufkochen lassen

können wir die Platten ausstellen und das Gericht endlich servieren.

Die Kombination der gut durchgeschmorten Rouladen aus Pferdefleisch samt ihrer gelungenen Füllung aus Gurken, Schinken, Zwiebeln und Möhren mit würzigem Rotkraut und den Semmelknödeln als Sättigungsbeilage erwies als überaus gelungen. Obwohl die Rouladen sehr jenen ähnelten, die man aus Rindfleisch zubereitet, so hatten sie doch eine eigene Geschmacksnote. Das Fleisch war durch das lange schmoren mürbe und fest, aber dennoch einigermaßen zart um Biss.
Einzig die Sauce war etwas zu viel geworden, daher habe ich die Mengenangabe für die Gemüsebrühe im Rezept hier etwas angepasst und reduziert – ich hoffe es passt jetzt.
Somit ist bewiesen, dass Pferdefleisch eine überaus schmackhafte und magere, ja sogar gesunde Alternative zu Schwein, Rind oder Geflügel ist. Es ist mit wirklich nicht ganz verständlich, dass es nur so selten und in speziellen Metzgereien angeboten wird. Die Kochexperimente von gestern und heute werden mit Sicherheit nicht das letzte Mal gewesen sein, dass ich diese überaus schmackhafte Fleischsorte in meiner Küche verwendet habe.
Guten Appetit

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Variationen von Würstchen im Schlafrock (Blätterteig) – ein Backexperiment
12.01.2013 18:23 backexperimente, kochexperimente, kulinarisches5 Kommentare
Das Würstchen im Blätterteig ist ein beliebter und schnell gemachtes Gericht, die in vielen Variationen zubereitet werden kann. Ein paar dieser Varianten wollte ich heute mal in einem kleinen Backexperiment ausprobieren. Als Zutaten entschied ich mich für
Bratwurst, Wiener Würstchen und Pfefferbeißer

Käse, z.B. Rahmkäse, Schmelzkäse oder geriebener Gouda

Remoulade, Ketchup, Senf, Gürkchen & Röstzwiebeln

ein Päckchen Blätterteig (275g)

sowie ein Eigelb und etwas Milch zum bestreichen
Zuerst rollen wir den Blätterteig etwas dünner aus

und halbieren ihn dann, um ihn anschließend in Dreiecke zu schneiden.

Dann belegen wir die Blätterteig-Dreiecke nach belieben, z.B. mit Ketchup, Chester-Käse und einem Wiener

oder mit etwas Senf, einer enthäuteten Bratwurst und einigen Gürkchen.

Außerdem versuchte ich noch eine Version mit Ketchup, Pfefferbeißer und geriebenem Gouda sowie eine Hotdog-Variante mit Remoulade, Wiener Würstchen, Röstzwiebeln, Gürkchen und Ketchup.
Nachdem wir den Blätterteig um die Würstchen aufgerollt haben, mischen wir das Eigelb mit etwas Milch und bepinseln die aufgerollten Blätterteig-Rollen damit und geben sie auf ein mit Backpapier ausgelegt Blech. Dieses kommt dann für 15 bis 20 Minuten auf der mittleren Schiene in den auf 200 Grad vorgeheizten Backofen.

Links: Bratwurst im Blätterteig – Rechts: Pfefferbeißer im Blätterteig

Links: Wiener mit Remoulade, Röstzwiebeln und Gürkchen im Blätterteig – Rechts: Wiener mit Ketchup und Schmelzkäse im Blätterteig
Alle vier Varianten kann ich vorbehaltlos weiter empfehlen. Dabei ist der eigenen Fantasie natürlich keine Grenzen gesetzt – die hier gezeigten Varianten sollen nur als kleine Anregung dienen.
Guten Appetit

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Sellerie-Apfel-Pizza mit Schinken – das Rezept
23.09.2012 20:03 kochexperimente, kulinarischesUnkommentiert
Bei der Suche nach Rezepten, in denen ich mein restliches eingefrorenes Stangensellerie verbrauchen könnte stieß ich auf ein Rezept, das mich alleine wegen seiner Kombination von Zutaten schon reizte: eine Sellerie-Apfel-Pizza mit Kochschinken. Auf die Idee Stangensellerie mit Äpfeln zu kombinieren war ich noch nie gekommen, das Ganze klang aber deswegen nicht weniger schmackhaft, daher entschied ich mich schließlich dazu mich an diesem Rezept mal zu versuchen. Zwar sollte hier auch eine nicht unerhebliche Menge Senf mit im Spiel sein und ich bin normalerweise ja kein großer Freund davon, doch meine Neugier überwog schließlich dieser kleinen Abneigung – und ich bin froh das Gericht ausprobiert zu haben, denn das Ergebnis war wirklich sehr gelungen und extrem schmackhaft. Daher möchte ich es natürlich nicht versäumen das Rezept hier mal in üblicher Form kurz vorzustellen.
Was brauchen wir also für 4 kleine Pizzen?
2 kleine Äpfel (insgesamt ca. 250g)

180g Stangensellerie (das entspricht etwa zwei bis drei Stielen)

120g Kochschinken (4 Scheiben)

100g geriebenen Emmentaler Käse

Beginnen wir nun mit der Zubereitung und geben das Mehl, 180g vom Quark, die Milch, den halben TL Salz, das Backpulver sowie 4 der 5 EL Öl in eine große Schüssel

und verarbeiten alles mit den Knethaken unseres Mixers zu einem glatten Teig, den wir abgedeckt bei Seite stellen.

Anschließend waschen wir unsere Äpfel, vierteln sie und entfernen die Kerne

um sie dann in dünne Scheiben zu schneiden.

Außerdem schneiden wir unseren Stangensellerie in kurze, etwa 1 cm große Stücke. Sollten wir frisches Sellerie verwenden, müssen wir dieses natürlich vorher noch waschen.

Den verbliebenen Esslöffel Olivenöl geben wir nun in eine Pfanne

und braten unser Sellerie darin für etwa zwei bis drei Minuten an.

Nach etwa der Hälfte der Zeit können wir auch unsere Apfelscheiben mit in die Pfanne geben und etwas mit braten. Anschließend nehmen wir es von der Platte uns lassen es etwas abkühlen.

Die restlichen 170g Quark vermengen wir dann gründlich mit den 5 Esslöffel unseres grobkörnigen Senf und salzen es dabei etwas,

außerdem halbieren wir noch unsere Schinkenscheiben.

Nun ist auch ein guter Zeitpunkt unseren Backofen auf 225 Grad vorzuheizen.
Dann ist es an der Zeit, unseren Teig in vier gleich große Portionen zu teilen

und ihn dann erst einmal zwei der Portionen auf einer bemehlten Arbeitsfläche auszurollen. Leider passen immer nur zwei Pizzen gleichzeitig auf ein normales Backblech, daher müssen wir die anderen beiden Teigstücke erst einmal zwischenlagern.

Die Teigfladen geben wir dann mit etwas Backpapier auf ein Backblech und bestreichen sie großzügig mit unserer Senf-Quark-Mischung

auf die wir dann die angebratenen Apfelscheiben und Selleriestückchen verteilen

und sie mit jeweils zwei halben Schinkenscheiben belegen

um die dann abschließend noch mit dem geriebenen Emmentaler zu bestreuen.

Ist unser Backofen dann vorgeheizt, schieben wir unser Blech auf der untersten Schiene hinein und lassen die Pizzen dort für 15 bis 20 Minuten backen.

In der Zwischenzeit können wir die anderen beiden Teigstücke ausrollen, auf ein weiteres Stück Backpapier geben und wie zuvor gezeigt belegen.

Außerdem können wir auch noch das Schnittlauch waschen, trocken schütteln und in Röllchen schneiden.

Sind unsere ersten beiden Pizzen dann fertig gebacken, ziehen wir sie samt des Backpapiers vom Backblech und geben die nächsten beiden Pizzen darauf um sie ebenfalls zu backen.

Die fertigen Pizzastücke brauchen wir nun nur noch großzügig mit dem Schnittlauch zu garnieren

und können sie dann sofort servieren und genießen.

Ich hatte natürlich befürchtet dass der Geschmack zu sehr durch den Senf dominiert wird, aber diese Befürchtung erwies sich glücklicherweise als grundlos. Es waren eher die schmackhafte Kombination aus Sellerie, Äpfeln und Schinken die das Gericht geschmacklich bestimmten, der Aufstrich aus Quark und Senf gab diesen Komponenten nur noch die richtige Würze. Und auch den dünnen und knusprigen Quark-Öl-Vollkornteig fand ich sehr gelungen – er passte mit seinem leicht kräftigen Gusto wie ich fand wunderbar zu der mit Käse überbackenen Komposition aus Schinken, Apfelscheiben und Sellerie.
Werfen wir abschließend wie üblich noch einen Blick auf die Nährwerte dieses Rezeptes: Meiner Berechnung nach liegen alle Komponenten zusammen bei ca. 2400kcal, aufgeteilt auf vier Pizzen kommen wir also genau auf 600kcal pro Pizza und Portion. Bei einem Quark-Öl-Teig hätte ich auch nichts niedrigeres erwartet, auch wenn er mit Magerquark und Vollkornmehl gemacht wurde. Für ein Hauptgericht aber ein absolut akzeptabler Wert wie ich finde. Insgesamt fand ich das Rezept sehr wohlschmeckend und kann wirklich meine Empfehlung für diese Zubereitung aussprechen – die Kombination von Apfel und Sellerie mag zwar im ersten Moment ungewöhnlich klingen, aber es lohnt sich auf jeden Fall, das Ganze mal auszuprobieren.
Guten Appetit

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Rinderfilet-Ragout mit Champignons in Sauerrahm – das Rezept
7.09.2012 14:04 kochexperimente, kulinarisches1 Kommentar
Heute entschloss ich mich dazu, mal wieder etwas zu kochen. Beim durchsehen meiner Rezepte stieß ich dabei auf dieses Rezept für Rinderfilet-Ragout mit Champignons in Sauerrahm auf Tagliatelle al spinaci, das es mir wert erschien mal ausprobiert zu werden. Zwar gehört Rinderfilet nicht gerade zu den billigsten Fleischsorten – ich habe für mein Stück vierzehn Euro gezahlt – aber das war es mir wert, zumal das Ergebnis sich als wirklich gelungen und sehr lecker erwies. Aber damit genug der langen Vorrede, kommen wir nun zum eigentlichen Rezept:
Für zwei Portionen benötigen wir:
100g Tagliatelle al spinaci (Bandnudeln mit Spinat)

1 EL Rapsöl (oder ein anderes neutrales Pflanzenöl)

3-4 TL 8-Kräuter-Mischung (TK-Ware, bestehend aus Petersilie, Dill, Kresse, Kerbel, Schnittlauch, Sauerampfer & Pimpinelle)

sowie etwas Salz & Pfeffer zum würzen
Das eigentliche Rezept sprach davon, Sauerrahm mit Kräutern zu verwenden – ich konnte aber im Supermarkt meines Vertrauens keine fertige Mischung aus Sauerrahm und Kräutern finden, also improvisierte ich hier einfach.
Beginnen wir nun damit, etwas gesalzenes Wasser aufzusetzen und zum kochen zu bringen, um darin später die Nudeln zuzubereiten.

Dann waschen wir die braunen Champignons

und die Frühlingszwiebeln gründlich

und schneiden dann die Frühlingszwiebeln in Ringe

sowie, nachdem wir die trockenen Stilenden abgeschnitten haben, die Champignons in Scheiben.

Anschließend waschen wir auch das Rinderfilet, trocknen es

und schneiden es dann in ca. 1 cm große Würfel.

Inzwischen müsste auch das Wasser kochen und wir können die Tagliatelle hinein geben.

In einer größeren Pfanne bringen wir nun das Pflanzenöl auf Arbeitstemperatur

und braten darin die Rinderfilet-Würfel rundherum an.

Ist alles gut durchgebraten, geben wir auch die Frühlingszwiebeln

und lassen alles bei gelegentlichem umrühren für weitere drei bis vier Minuten anbraten.

Dann gießen wir die Gemüsebrühe auf,

und fügen schließlich noch die grünen Pfefferkörner

Alles verrühren wir gut miteinander und lassen es dann auf erhöhter Stufe etwas einkochen und reduzieren.

Dabei schmecken wir das Ganze dann noch einmal mit Salz und Pfeffer ab.

Trifft die Mischung dann unseren Geschmack, was wir einfach durch kurzes probieren feststellen können,

brauchen wir nur noch die Nudeln abzugießen (Nicht mit Wasser abschrecken, denn das wäscht angeblich die Stärke ab und lässt die Sauce hinterher nicht haften)

und können dann das Gericht, garniert mit einigen frischen Frühlingszwiebel-Ringen, garnieren.

Ich war wirklich begeistert von der Zusammenstellung, denn die Mischung hatte vor allem durch den Senf und die Pfefferkörner eine kräftige Würze, die geschmacklich wunderbar mit den zarten Rinderfiletstücken und den Pilzen in ihrer Sauerrahm-Sauce harmonierte. Gemeinsam mit den angenehm al dente gekochten Tagliatelle al spinaci ein wirklicher Genuss wie ich feststellen durfte. Da waren die vierzehn Euro für das Rinderfilet wirklich sehr schmackhaft angelegt gewesen. ![]()
Und auch was die Zubereitungszeit angeht durfte ich feststellen dass sich dieses Gericht mit weniger als 30 Minuten Zubereitungszeit angenehm schnell zubereiten lässt.
Werfen wir nun noch einen Blick auf die Nährwerte: Meiner Kalkulation nach hat das ganze Gericht inklusive der Tagliatelle 840kcal, das entspricht also bei zwei Portionen gerade mal 420kcal pro Portion. Angenehm leicht wie ich finde, das kommt meinem stetigen Bestreben der Kalorienreduktion natürlich sehr entgegen. Dabei sind die Portionen wie ich feststellen durfte aber dennoch angenehm groß und reichen vollkommen aus, um einen Erwachsenen satt zu machen. Wer also den hohen Preis für das Rinderfilet nicht scheut, dem sei dieses Rezept wirklich empfohlen. Dabei sei noch angemerkt, dass ich an der Fleischtheke die Frage ob ich denn bayrisches Rinderfilet haben möchte mit Ja beantwortet habe – hätte ich mich genauer erkundigt wäre es bestimmt auch noch billiger gegangen – aber da habe ich erst dran gedacht als ich den Preis auf der Waage sah und da wollte ich dann keinen Rückzieher mehr machen. Das aber nur am Rande erwähnt.
In diesem Sinne: Guten Appetit
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