Gaeng Dang Phed [31.05.2012]

Obwohl die reguläre Küche mit Spaghetti mit Balsamico-Linsen in der Sektion Vitality, einer Portion Rahmschwammerl mit Semmelknödel bei Tradition der Region und schließlich einem Hamburger mit frischem Salat, Tomate und Gurke, dazu Pommes Frites bei Globetrotter durchaus interessante Gerichte anbot, wollte ich den heutigen Donnerstag doch nutzen um mal wieder Asiatisch zu speisen. Dort standen heute Rau Xao – Gebratenes Chinagemüse Peking Art als vegetarisches Angebot, sowie Gaeng Dang Phed – Gebratene Ente mit frischem Paprika, Zucchini und Bambussprossen in scharfem roten Curry und Chop Suey – Pute, Schwein und Rind gebraten in verschiedenem Gemüse in süßer Chili-Sauce als fleischhaltige Gerichte auf der Karte. Nach kurzem Überlegen entschied ich mich schließlich für die Ente, die ich mir mit einer Schale Reis als Sättigungsbeilage und einem Becherchen Mango-Mousse von der Dessert-Theke.

Gaeng Dang Phed

Das rote Curry erwies sich zwar als nicht wirklich scharf, allerhöchstens ein bisschen pikant. Aber das tat dem guten Geschmack dieses Gerichtes keinen Abbruch, denn die Kombination aus reichlich Entenfleisch-Stücken mit einer bunten Auswahl an Gemüsesorten wie Brokkoli, Paprika, Zucchini, Möhren, Bambussprossen, Kohl, Curryblättern und Mu-Err-Pilzen erwies sich als mal wieder sehr lecker und gemeinsam mit dem Reis, den ich mir wir üblich mit etwas süß-scharfer Chilisauce garniert hatte, eine reichhaltige, schmackhafte und sättigende Zusammenstellung, die mal wieder alle Anforderungen an ein solches Gericht erfüllte. Und auch das lockere, mit ein paar Schokoperlen garnierte Mango-Mousse gab keinen Grund zur Kritik.
Auf der heutigen Allgemeinen Beliebtheitsskala, die ich wie üblich durch Beobachtung der anderen Gäste aufstellte, lag heute natürlich der Hamburger mit riesigem Vorsprung vor allen anderen Angeboten unschlagbar auf Platz eins. Platz zwei belegten wieder die Asia-Gerichte, gefolgt von den Spaghetti mit Balsamico-Linsen, die meiner Meinung nach noch ganz leicht vor dem Rahmschwammel mit Semmelknödel landeten.

Mein Abschlußurteil:
Gaeng Dang Phed: ++
Reis: ++
Mango-Mousse: ++

Mariniertes Baramundifilet mit Zitronenpfeffer [30.05.2012]

Zwar wurde auch an der Asia-Theke neben dem vegetarischen Mie Tzau Min – Gebratene Chinanudeln mit verschiedenem Gemüse nach Hong Kong Art sowie Tongu Kai – Hähnchenfleisch mit verschiednem Gemüse und Chinapilzen in Erdnußsauce mit einem Gebackenen Seelachs mit verschiedenem Gemüse in Chilisauce ein ebenfalls nicht übel klingendes Fischgericht angeboten – wir erinnern uns dass der Mittwoch ja inzwischen fast schon traditionell mein Fisch- und Meeresfrüchtetag ist – jedoch konnte dies nicht mit dem heutigen Angebot bei Globetrotter mithalten, wo Mariniertes Baramundifilet mit Zitronenpfeffer, fruchtiger Sauce und Kokosreis auf der Karte stand. Da konnte das traditionell-regionale Fleischpflanzerl mit Zweiebelsauce und Kartoffelpüree und den Großen gemischten Sommersalat mit Croutons und gebratenen Putenbruststreifen bei Vitaliy natürlich nicht mithalten. Beim eigentlich Barramundi geschriebenen Speisefisch handelt es sich nämlich um einen vornehmlich in den tropischen Gewässern Australiens vorkommende Fischart aus der Familie der Riesenbarsche, dessen Name in der Sprache der dortigen Ureinwohner soviel wie „Fluss-Fisch mit großen Schuppen“ bedeutet. Durchschnittlich wird das Tier etwa einen Meter lang, kann aber auch bis zu zwei Meter und ein stolzes Gewicht von 60 Kilogramm. Er ist Bestandteil des sogenannten Bush-Foods der Aborigines und zählt zu den wohl beliebtesten Speisefischen Australiens. Das erschien wirklich interessant, zumal ich diese Sorte noch nie vorher probiert hatte – also konnte ich diese Gelegenheit unmöglich ungenutzt an mir vorbeiziehen lassen. Dazu nahm ich mir noch einen kleinen Becher Beerenquark von der Dessert-Theke.

Mariniertes Baramundifilet mit Zitronenpfeffer / Marinated baramundi filet with lemon pepper

Wie man sehen kann war das Fischfilet dieses Mal wirklich riesig geraten. Unter einer dünnen, leicht knusprigen Panade in der wohl auch der Zitronenpfeffer verarbeitet worden war, fand sich eine angenehm dicke, vollkommen grätenfreies Stück zarten aber doch festen, von der Farbe etwas dunkleren Fischfleisches, das sich wie ich bereits nach dem ersten Bissen feststellen durfte durch einen unglaublich angenehmen Geschmack auszeichnete. Ich war mehr als nur positiv überrascht, fast kann man sagen Begeistert von dieser mir bisher unbekannten Fischsorte. Wieviel des Geschmackes dem Fisch selbst zuzuordnen war und was von der zumindest angedeuteten Marinade stammte konnte ich zwar nicht sagen, da das Aroma aber eindeutig etwas angenehm “fischiges” hatte vermute ich mal dass es primär vom Fleisch dieses Süßwasserfisches stammte. Die helle, leicht gelbliche Sauce hatte zwar ein leicht fruchtiges Aroma, das aber kaum gegen den Fisch ankam und somit keine große Bedeutung in der Beurteilung des Gesamtgerichtes spielte. Als Sättigungsbeilage hatte man sich schließlich für einen mit leichtem Kokosaroma versehenen Reis entschieden, dessen Menge aber im Vergleich zu dem riesigen Fischfilet eher gering war, seinen Zweck zur zusätzlichen Sättigung aber vollends erfüllte. Der dickflüssige, mit zahlreichen Fruchtstücken wie Heidelbeeren und ein paar dunkle Brombeeren versehene Speisequark bot schließlich einen gelungenen Abschluss des heutigen Mittagsmahls. Einziger Wermutstropfen bei diesem Gericht war natürlich, dass man diesen Fisch zum Verkauf hier in München vermutlich um den halben Erdball transportiert hatte, was die CO2-Bilanz dieses Angebots wahrscheinlich ziemlich schlecht aussehen lässt – aber der unglaublich intensive und angenehme Geschmack ließ mich diese Bedenken dann doch schnell wieder verdrängen.
Beim Gros der anderen Kantinengäste schien leider kein so großes Interesse an neues geschmacklichen Erlebnissen zu bestehen, denn ganz wie es zu erwarten gewesen war lag heute das Fleischpflanzerl mit großem Vorsprung vor allen anderen Gerichten eindeutig auf Platz eins der allgemeinen Beliebtheitsskala, gefolgt wie so häufig von den Asia-Gerichten. Erst auf Platz drei folgte schließlich der Barramundi mit einem knappen, aber deutlich erkennbaren Vorsprung vor dem gemischten Sommersalat. Bleibt dennoch zu hoffen, dass es bei dem heutigen Angebot um keine einmalige Aktion handelte, denn ich hoffe bald mal wieder ein Stück dieses überaus leckeren Speisefischs auf den Teller zu bekommen.

Mein Abschlußurteil:
Barramundifilet mit Zitronenpfeffer: ++ (mit Sternchen)
Fruchtige Sauce: +
Kokosreis: ++
Beerenquark: ++

Putenrollbraten mit Waldpilzsauce & Knöpfle [29.05.2012]

Zwar klang der Hausgemachte Gemüsestrudel mit Kräuterdip und Schmorgurken aus dem heutigen Angebot in der Sekton Vitality nicht nur lecker, sondern sah auch gut aus, aber nachdem ich mich die letzten beiden Tage ja aufgrund der selbst gewählten Rezepte vegetarisch ernährt hatte, wollte ich heute mal wieder etwas Fleisch zu mir nehmen. Und da ich auf die Asia-Angebote wie Ko Lo Han Zei – Herzhaftes Chinagemüse in süß saurer Soße oder Gong Pad Mua – Schweinefleisch gebraten mit verschiedenem Gemüse und Pepperoni in Kokosmilchsauce nach Thai Art nicht sonderlich ansprachen, blieben nur noch der traditionell-regionale Putenrollbraten mit Waldpilzsauce und Knöpfle und das Rindergeschnetzelte in Balsamico-Rahmsauce und Tagliatelle bei Globetrotter. Klang beides gut und nach kurzem Abwägen entschied ich mich schließlich für den Putenrollbraten, den ich mir noch mit einem Becherchen Milchreis mit Kirschen ergänzte.

Putenrollbraten mit Waldpilzsauce & Knöpfle / Rolled turkey roast with mushroom sauce & spaetzle

Was jetzt genau an dem Braten gerollt war konnte ich zwar nicht erkennen, da die große, ungefähr daumendick geschnittene Scheibe gebratenen Putenfleisches eher aus einem massiven Stück gemacht zu sein schien, aber von dieser kleinen Verwirrung abgesehen erwies sich das fast fettfreie, zarte und saftige Stück gebratenen Putenfleisch als wirklich gute Wahl. Ebenso gab es an den Knöpfle nichts auszusetzen, einzig die Waldpilzsauce ließ ein wenig die Waldpilze missen, denn ich entdeckte gerade mal zwei bis drei Scheibchen Dosenchampignons und eine einige winzige Stücke die ich meine als Schwammerl identifizieren zu können. Geschmacklich war sie aber in Ordnung. Der Milchreis, der mit einer kleinen, aber ausreichenden Portion Kirschgelee mit ganzen Früchten garniert war, erwies sich aber schließlich wieder als einwandfrei.
Bei den anderen Kantinengästen lag heute offensichtlich ebenfalls der Putenrollbraten am höchsten in der Gunst, denn meiner Beobachtung nach landete er ohne jeglichen Zweifel auf Platz eins der heutigen Allgemeinen Beliebtheitsskala. Auf Platz zwei folgte mit knappen Vorsprung vor dem Rindergeschnetzelten schließlich die Asia-Gerichte und der Gemüsestrudel kam schließlich – wie für vegetarische Gerichte fast schon traditionell – auf Platz vier.

Mein Abschlußurteil:
Putenrollbraten: ++
Waldpilzsauce: ++ (Trotz der kleinen Menge beigefügter Pilze)
Knöpfle: ++
Milchreis mit Kirschen: ++

Polenta-Pizza mit Büffelmozzarella, Tomaten & Basilikum – das Rezept

Heute wollte ich mich mal wieder mit dem Thema Pizza beschäftigen, jedoch dieses Mal nicht gewöhnlicher Pizza. Viel mehr hatte ich geplant eine Polenta-Pizza mit Büffelmozzarella, Tomaten & Basilikum auf Pesto zuzubereiten. Mit Polenta, einer aus Mais-Grieß hergestellten Gemüsebrei, hatte ich mich bisher noch gar nicht befasst, konnte mich aber noch gut daran erinnern dass es sich hier um eine wirklich sehr schmackhafte und vor allem sättigende Zubereitung handelte. Warum also nicht mal einen Pizzaboden daraus machen? Und das Ergebnis erwies sich zwar als ungewöhnlich, aber sehr lecker – da möchte ich natürlich nicht versäumen das Rezept hier mal kurz vorzustellen?

Was brauchen wir also für 4 Portionen?

200g Polenta (Maisgrieß)
01 - Zutat Polenta / Ingredient polenta

800ml Gemüsebrühe
02 - Zutat Gemüsebrühe / Ingredient vegetable stock

3 feste, mittlere Tomaten
03 - Zutat Tomaten / Ingredient tomatoes

1/2 – 3/4 Glas Pesto (ca. 80 – 100g) (Ich entschied mich für Pesto genovese, könnte mir aber auch gut Pesto rosso oder Bärlauchpesto vorstellen)
06 - Zutat Pesto / Inrgedient pesto

3-4 Stiele frisches Basilikum
07 - Zutat frisches Basilikum / Ingredient fresh basil

250 – 280g Büffelmozzarella
05  -Zutat Büffelmozzarella / Ingredient buffalo mozzarella

sowie etwas Salz und Pfeffer zum würzen

Beginnen wir also damit, die Gemüsebrühe in einen Topf zu geben und zum kochen zu bringen.
08 - Gemüsebrühe aufkochen / Boil up vegetable stock

Sobald sie kocht, nehmen wir sie von der Platte und rühren die Polenta ein
09 - Polenta einrühren / Stir in polenta

um sie dann bei kleinster Stufe zurück auf die Kochplatte zu schieben und für 5 Minuten quellen zu lassen. Dabei empfiehlt es sich wie ich feststellte, einen Deckel aufzulegen da die Masse leicht blubbert und dabei dazu neigt etwas zu spritzen.
10 - Auf kleiner Flamme quellen lassen / Simmer and let soak

Nach dieser Zeitspanne nehmen wir die Polenta wieder von der Kochplatte herunter, schalten diese aus und lassen sie für weitere fünf Minuten ausquellen, wobei wir sie nach Belieben mit etwas Salz würzen.
11 - Weiter quellen lassen & salzen / Continue soaking & taste with salt

Auf einem Backblech legen wir nun etwas Backpapier aus und verteilen die Polenta-Masse mit einem geeigneten Werkzeug wie zum Beispiel einem Plastikspachtel zu einer einigermaßen gleichmäßigen Schicht.
12 - Auf Backpapier verteilen / Elapse on backing paper

Wer mag kann jetzt auch noch die Ränder begradigen. Ein rein ästhetischer Schritt, aber das Auge isst ja mit.
13 - Ränder begradigen / straighten borders

Dann lassen wir die Polenta etwas auskühlen und wenden uns den anderen Zutaten zu. Wir waschen also die Tomaten gründlich
14 - Tomaten waschen / Wash tomatoes

entfernen den Stielansatz keilförmig mit Hilfe eines kleinen, spitzen Messers
15 - Stielansatz entfernen / Remove core

und schneiden sie dann in nicht zu dicke, gleichmässige Scheiben.
15 - In Scheiben schneiden / Cut tomatoes into slices

Außerdem schneiden wir auch den Büffelmozzarella in Scheiben.
16 - Mozzarella in Scheiben schneiden / Cut mozzarella into slices

Ist die der Boden aus Polenta dann einigermaßen abgekühlt, können wir den Backofen auf 200 Grad vorheizen und dann beginnen, die Polenta mit einer Schicht Pesto zu bestreichen,
17 - Mit Pesto bestreichen / Cover with pesto

diese mit den Tomatenscheiben belegen
18 - Mit Tomaten belegen / Add tomato slices

und schließlich den Mozzarella darauf verteilen.
19 - Mozzarella hinzufügen / Add mozzarella

Alles würzen wir denn noch einmal mit etwas Salz und Pfeffer
20 - Mit Salz & Pfeffer würzen / Taste with salt & pepper

und sobald der Backofen dann vorgeheizt ist, schieben wir das Blech auf der unteresten Schiene hinein und backen es dort für 20 bis 25 Minuten.
21 - Backen / bake

Während sich unsere Polenta-Pizza im Backofen befindet, können wir schließlich noch das Basilikum waschen und trocken schütteln,
22 - Basilikum waschen / Wash basil

die Blätter abzupfen
23 - Blätter abzupfen / Pick basil leaves

und es grob zerkleinern.
24 - Basilikum grob zerkleinern / grind basil

Je nachdem welchen Bräunungsgrad des Käses man bevorzugt entnehmen wir schließlich unser Pizzablech aus dem Ofen,
25 - Fertig gebacken

garnieren sie mit dem frischen Basilikum
26 - Polenta-Pizza mit Büffelmozarella, Tomaten & Basilikum - Mit Basilikum garnieren / Polenta pizza with mozzarella, tomatoes & basil - garnish with basil

und können sie anschließend sogleich servieren und genießen.
27 - Polenta-Pizza mit Büffelmozarella, Tomaten & Basilikum / Polenta pizza with mozzarella, tomatoes & basil - Serviert

Gleich zu Beginn muss ich hier noch anmerken, dass die Polenta durch das Backen nicht knusprig wird, aber fest genug um sie zerschneiden und in Stücken auf die Teller geben zu können. Vielleicht hätte an durch einige Minuten des Vorbackens bevor man das Pesto aufträgt ein anderes Ergebnis erreichen können. Aber wie dem auch sei: Alleine die, durch die verwendete Gemüsebrühe angenehm würzig gewordene, leckere und vor allem sättigende Polentaschicht erwies sich schon als wahrer Genuss, aber gemeinsam mit der dünnen Garnitur aus Pesto genovese, den gebackenen Tomaten und dem zerlaufenen Büffelmozarella ergab das Ganze eine mehr als gelungene Pizzavariation. Dabei gibt die Garnitur aus frischen Basilikumblättern dem ganzen Geschmacklich sozusagen den letzten Schliff. Alle Befürchtungen es konnte zu lasch oder aber zu würzig werden waren hier vollkommen unbegründet gewesen – ich hätte mich wahrlich hinein knien können. Und wie ich zwischenzeitlich feststellen durfte ist eine solche Polenta-Pizza auch im leicht abgekühlten Zustand noch ein wahrer Genuss. Da vergisst man fast, dass es sich hier um ein vegetarisches Gericht handelt.

28 - Polenta-Pizza mit Büffelmozarella, Tomaten & Basilikum / Polenta pizza with mozzarella, tomatoes & basil - CloseUp

Und mit knapp 500kcal pro Portion kann sich dieses Gericht auch was die Nährwerte angeht durchaus sehen lassen. Am meisten nimmt dabei der verwendete Maisgrieß ein, knapp gefolgt vom Büffelmozarella und schließlich dem Pesto. Wer hier noch etwas mehr sparen will, kann ja zu Pesto light und einer fettreduzierten Mozzarella-Zubereitung greifen, aber ich denke dass die Werte auch so mehr als nur akzeptabel sind. Und dabei ist die Zubereitung vergleichbar einfach. Ich kann das Rezept auf jeden Fall mal wieder vorbehaltlos weiter empfehlen und hoffe dem einen oder anderen Koch-Interessierten damit eine kleine Anregung gegeben zu haben.

Guten Appetit

Ricotta-Tomatenauflauf mit Ziegenfrischkäse – das Rezept

Heute entschied ich mich dazu, ein Rezept für Ricotta-Tomatenauflauf auszuprobieren, wobei ich den ursprünglich vorgesehenen normalen Frischkäse allerdings durch Ziegenfrischkäse ersetzte, da ich mir dadurch ein besseres Aroma erhoffte – eine Hoffnung die sich übrigens vollends erfüllte. Im Grunde genommen handelt es sich bei diesem Gericht um die herzhafte Variante der in Frankreich bekannten Süßspeise Clafoutis, einem Mittelding zwischen Kuchen und Auflauf. Und ich obwohl es sich bei dieser Variante um ein rein vegetarisches Gericht handelt, war das Ergebnis absolut lecker und empfehlenswert, so dass ich es natürlich nicht versäumen möchte die Zubereitung hier in gewohnter Form einmal kurz vorzustellen.

Was brauchen wir also für 2-3 Portionen?

Eine Hand voll Kirschtomaten – (ich habe 16 Stück verwendet, man kann aber auch gerne mehr oder weniger rein tun)
01 - Zutat Kirschtomaten / Ingredient cherry tomatoes

200g Ricotta
02 - Zutat Ricotta / Ingredient ricotta

4-5 Frühlingszwiebeln
03 - Zutat Frühlingszwiebeln / Ingredient spring onions

180g Ziegenfrischkäse
04 - Zutat Ziegenfrischkäse / Ingredient goat cream cheese

3 Hühnereier
05 - Zutat Eier / Ingredient eggs

120g Erbsen
06 - Zutat Erbsen / Ingredient peas

2-3 Zehen Knoblauch
07 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

4-5 Stiele frisches Basilikum
08 - Zutat frisches Basilikum / Ingredient fresh basil

4 EL Olivenöl
09 - Zutat Olivenöl / Ingredient olive oil

1 gehäufter Esslöffel Mehl
10 - Zutat Mehl / Ingredient flour

einige Spritzer Tabasco
11 - Zutat Tabasco / Ingredient tabasco

sowie etwas Salz & Pfeffer zum würzen

Beginnen wir wie üblich damit, die einzelnen Zutaten vorzubereiten. Dazu waschen wir die Frühlingszwiebeln erst einmal gründlich und schneiden sie dann in ca. 1cm lange Stücke.
12 - Frühlingszwiebeln schneiden / Cut spring onions

Außerdem schälen wir die Knoblauchzehen – ich verwendete übrigens drei – und schneiden sie in schmale Scheibchen. Zu große Stücke zerteilen wir noch einmal.
13 - Knoblauch in Scheibchen schneiden / Cut garlic

In einer kleinen Pfanne erhitzen wir dann drei Esslöffel Olivenöl auf Betriebstemperatur und dünsten die Knoblauchstücke und die Frühlingszwiebeln darin für zwei bis drei Minuten an.
14 - Frühlingszwiebeln & Knoblauch andünsten / Braise spring onions and garlic slightly

Wenn man TK-Erbsen verwendet wie ich es tat, kann man sie ebenfalls mit in die Pfanne geben und somit auch gleich auftauen.
15 - Erbsen dazu geben / Add peas

Anschließend geben wir alles in eine Schüssel und lassen es etwas abkühlen.
16 - Abkühlen lassen / Cool down

Ricotta und Ziegenfrischkäse geben wir dann in eine Schüssel
17 - Ricotta & Ziegenkäse in Schüssel geben / Add goat cream cheese & ricotta to bowl

fügen die drei Eier und den gehäuften Esslöffel Mehl hinzu
18 - Mehl & Eier dazu / Add flour & eggs

und verrühren alles zu einer cremigen Masse (was mit dem Handmixer am besten geht, alles andere ist meiner Erfahrung nach zu mühselig)
19 - verrühren / mix

wobei wir diese kräftig mit Salz, Pfeffer und einigen Spritzern Tabasco würzen.
20 - würzen / taste

Nun können wir uns dem Basilikum zuwenden, das wir waschen, trocken schütteln und dann die Blätter abzupfen,
21 - Basilikumblätter zupfen / Pick basil leafes

die wir dann bis auf einige Reste, die zum garnieren benötigt werden, mit dem Messer oder einer entsprechenden Küchenmaschine zerkleinern,
22 - zerkleinern/ cut

zu der Ricotta-Ziegenfrischkäse-Masse hinzufügen
23 - Basilikum addieren / Add basil

und gut miteinander verrühren.
24 - unterheben / fold in

Zuletzt geben wir noch das angedünstete Gemüse hinzu
25 - Gemüse dazu / Add vegetables

und heben es gut unter, wobei wir hier auf die manuelle Methode zurückgreifen sollten.
26 - vermengen / mix

Mit dem verbleibenden Löffel Olivenöl pinseln wir dann eine Auflaufform aus,
27 - Auflaufform ölen / Oil casserole

Nun ist auch ein guter Zeitpunkt, den Backofen auf 200 Grad vorzuheizen.

füllen unsere Ricotta-Mischung hinein
28 - Mit Ricottamasse befüllen / Fill

und geben dann die Kirschtomaten hinein, die wir vorher natürlich gründlich gewaschen und abgetrocknet haben.
29 - Kirschtomaten einstecken / Add cherry tomatoes

Ist der Backofen dann aufgeheizt schieben wir die Auflaufform auf der mittleren Schiene hinein und backen alles für 25 bis 30 Minuten.
30 - backen / bake

Nach dieser Frist, wobei wir uns natürlich auch auf das Auge und nicht nur auf die Uhr verlassen sollten, entnehmen wir die Auflaufform, lassen sie für 2 bis 3 Minuten ruhen
31 - Kurz abkühlen lassen / Cool down

und garnieren unser Gericht dann mit den verbliebenen Basilikumblättern.
32 - Ricotta-Tomatenauflauf mit Ziegenfrischkäse / Ricotta tomato casserole with goat cream cheese - Mit Basilikum garnieren

Anschließend können wir das Gericht servieren und genießen.
33 - Ricotta-Tomatenauflauf mit Ziegenfrischkäse / Ricotta tomato casserole with goat cream cheese - serviert

Die Fusion aus Ricotta und Ziegenfrischkäse, die ich mit frischem Basilikum, Erbsen und Frühlingszwiebeln versehen und kräftig gewürzt hatte, war durch das Backen in eine lockere Teigmasse mit einem angenehm würzigen, aber milden Geschmack verwandelt worden. Darin fanden sich die zahlreichen, durch das backen komplett gegarten Kirschtomaten (bei denen man zu Beginn des Verzehr etwas vorsichtig sein musste da sie innen noch sehr heiß waren) die beim zerbeißen aber eine angenehm fruchtige Geschmacksnote abgaben, die meiner Meinung nach wunderbar mit dem Aroma der Ricotta-Ziegenfrischkäsemasse harmonierte. Ich hatte zu Beginn befürchtet das ganze würde geschmacklich zu lasch werden, doch ich wurde nach den ersten Bissen sofort eines besseren belehrt.

34 - Ricotta-Tomatenauflauf mit Ziegenfrischkäse / Ricotta tomato casserole with goat cream cheese - CloseUp

Und auch was die Kalorienwerte angeht kann sich das Gericht durchaus sehen lassen. Auch dank der sparsamen Verwendung von Öl kommen wir auf gerade mal 1100kcal für den kompletten Inhalt, das entspricht 550kcal bei zwei Portionen und bei drei Portionen gerade mal auf 367kcal. Angenehm leicht und außerdem auch noch sehr schmackhaft, was will man mehr? Dafür verzichte ich gerne auch mal auf Fleisch. 😉

In diesem Sinne: Guten Appetit