Kartoffel-Grünkohl-Eintopf mit Chorizo – das Rezept
17.11.2012 20:11 kochexperimente, kulinarisches2 Kommentare
In der aktuell laufenden Kohl-Saison wollte ich es natürlich nicht verpassen, auch mal wieder etwas mit diesem an Vitaminen und Mineralstoffen reichen Gewächs aus der Familie der Kreuzblüten zu kochen. Meine Wahl fiel dabei auf Grünkohl, den ich ja schon mal mit Kassler, Speck und Mettwurst als TK-Ware verarbeitet hatte, aber noch nie frisch verwendet hatte. Natürlich, der Aufwand bei frischem Gemüse ist größer, aber die Mühe war es mir alle Male Wert. Als Rezept entschied ich mich dabei für einen Eintopf, in dem der Grünkohl mit Kartoffeln und Chorizo, also spanischer Paprikawurst, zu einem kräftigen Herbst- bzw. Wintereintopf kombinierte. Und das Ergebnis war überaus gelungen und schmackhaft, so dass ich es natürlich nicht versäumen möchte, das Rezept hier einmal kurz in üblicher Form vorzustellen.
Was braucht man also für 3 bis 4 Portionen?
500g vorwiegend festkochende Kartoffeln

sowie Salz & Pfeffer zum würzen
Beginnen wir also damit, die Stiele mit dem Grünkohl vom Hauptstrunk zu lösen, sie gründlich zu waschen und dann abtropfen zu lassen.

Dann schälen und zerkleinern wir die Zwiebel, (wahlweise mit dem Messer oder der Küchenmaschine)

schälen und hacken die Knoblauchzehen,

würfeln die vorher in dicke Scheiben geschnittene Chorizo

und schälen schließlich noch die Kartoffeln

und schneiden sie dann in grobe Würfel. Die Würfel legen wir in kaltes Wasser, damit sie nicht in der Zwischenzeit bräunlich werden.

Während wir dann einen Topf mit Wasser zum kochen bringen, lösen wir die Blätter des Grünkohl vom Strunk und zerkleinern sie, wobei wir braune und verkümmerte Blätter aussortieren.

Dann spülen wir noch einmal den Grünkohl gut ab,

und salzen das inzwischen kochende Wasser dann gut

um den zerkleinerten Grünkohl dann darin für sieben bis acht Minuten zu blanchieren.

Anschließend schütten wir den Grünkohl in ein Sieb ab und schrecken ihn kurz ab bevor wir ihn dann wieder abtropfen lassen.

In einem größeren Topf bringen wir nun einen Esslöffel Olivenöl auf Betriebstemperatur

und braten darin die Chorizo rundherum an. Durch das anbraten entwickeln sie ihren Geschmack deutlich besser wie ich fand.

Die angebratenen Chorizos entnehmen wir dann mit einer Schöpfkelle und legen sie bei Seite.

In dem im Topf verbliebenen Öl und der aus den Chorizos ausgeschwitzen Flüssigkeit dünsten wir dann Zwiebeln und Knoblauch für circa drei Minuten an

dann geben wir die Kartoffelwürfel hinzu

und bestäuben alles mit den beiden Esslöffeln Paprikapulver

und braten es für weitere zwei bis drei Minuten mit an

um schließlich alles mit der Gemüsebrühe aufzugießen

alles kurz aufkochen zu lassen

und schließlich für fünfzehn Minuten auf mittlerer Stufe bei gelegentlichem umrühren vor sich hin köcheln zu lassen.

Nach einer Viertelstunde sind Kartoffelwürfel durchgekocht und wir können den Topfinhalt nun mit dem Pürierstab zerkleinern.

Anschließend geben wir den blanchierten und inzwischen abgetropften Grünkohl hinzu

und lassen alles für weitere fünfzehn Minuten vor sich hin köcheln, wobei wir wieder das gelegentliche umrühren nicht vergessen sollten.

Abschließend geben wir die angebratenen Chorizo-Würfel wieder in der Topf

und schmecken alles mit Salz, Pfeffer und etwas Paprikapulver ab.

Stimmt die geschmackliche Abstimmung, könne wir es schließlich servieren und das Gericht genießen. Dazu passt zum Beispiel eine Scheibe Vollkornbrot. bination w

Die Kombination von frischen Grünkohl, pürierten Kartoffeln und würzigem Chorizo erwies sich meiner Meinung nach als überaus gelungen und als ein schmackhafter Weg, frischen Grünkohl zuzubereiten. Der Aufwand ist bei frischem Gemüse zwar ein wenig aufwändiger, vor allem da man die faserigen Stile vorher noch entfernen und das ganze vorher blanchieren muss, aber die Mühe lohnt sich auf jeden Fall. Notfalls geht es mit Sicherheit auch mit Grünkohl aus der Tiefkühltruhe, aber für das Ergebnis kann ich in diesem Fall nicht garantieren.
Werfen wir, wie üblich, zm Abschluß noch einen Blick auf die Nährwerte. Trotz der Zugabe von nicht gerade fettarmer Chorizo, kommen wir für das gesamte Gericht gerade mal auf 1200kcal, aufgeteilt auf 4 Portionen kommen wir somit auf gerade mal 300kcal pro Portion, bei drei Portionen kommen wir auch nur auf 400kcal – natürlich exklusive des eventuell hinzugefügten Stückchens Brot. Somit ergab sich auch bei diesem Kochexperiment wieder mal eine leichtes und dennoch sättigendes Gericht, das zumindest aus meiner Sicht keine Wünsche offen ließ.
Guten Appetit

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Müsli-Vollkornbrot Kreationen
8.08.2012 23:13 dinner, kulinarischesUnkommentiert
Heute gestaltete ich mein Abendbrot mal wieder etwas interessanter und visuell Ansprechender.
Müsli-Vollkornbrot mit (von links nach rechts):
Zwar wäre Knäckebrot etwas kalorienbewusster gewesen, aber für eine bessere Darmperistaltik soll man ja auch hin und wieder mal zu grobkörnigen Vollkornprodukten greifen.

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dinner creations III
6.08.2012 20:41 dinner, kulinarischesUnkommentiert
Ich hatte noch ein paar Eier im Kühlschrank, die ich mir heute Abend kochte und für eine neue Variante meiner Dinner Creations verwendete.
Variante 1:

Dünnes Roggen-Knäckebrot mit zwei Scheiben pikanter Chorizo auf Kräuter-Frischkäse, garniert mit Scheiben von gekochtem Ei und Cornichons
Variante 2:

Roggenvollkorn-Knäckebrot mit gegrillter Hähnchenbrust auf einer dünnen Schicht Frühlingszwiebel-Frischkäse, garniert mit gekochtem Ei und Cornichons
Variante 3:

Rustikales Roggen-Knäckebrot mit Geflügelsalami auf einer dünnen Schicht Kräuter-Frischkäse, garniert mit gekochtem Ei und Cornichons
Alle drei Varianten sehr lecker, auch wenn ich dieses Mal leider vergessen habe etwas Salz und Pfeffer auf die Eischeiben zu machen. Dennoch eine gelungene und schmackhafte Alternative zum sonst üblichen Brot + Butter + Wurst / Käse Abendbrot.

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Knäckebrot-Kreationen (Kreatives Abendbrot II)
26.07.2012 22:54 dinner, kulinarischesUnkommentiert
Und auch heute wieder einige Knäckebrot-Kreationen. Nicht dass ich das jetzt täglich machen werde, aber hin und wieder macht so eine Abendbrot-Erstellung eben einfach Spaß.
Variante 1:

Mildes Roggenknäckebrot mit einer dünnen Schicht Frühlingszwiebel-Frischkäse, würziger Chorizo und Eischeiben, gewürzt mit Salz & Pfeffer und garniert mit frischer Kresse
Variante 2:

Rustikales Vollkorn-Knäckebrot mit Hüttenkäse, gekochtem Schinken und Scheiben von Cornichons, garniert mit frischem Dill
Mal schauen was mir demnächst noch in dieser Richtung einfällt…
Siehe dazu auch: [Kreatives Abendbrot I]
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Jambalaya – das Rezept
26.02.2012 20:54 kochexperimente, kulinarisches4 Kommentare
Heute wollte ich mal einen Ausflug in die kreolische Küche wagen und ein Jambalaya zubereiten. Unter diesem Begriff versteht man kein bestimmtes Gericht, sondern eine ganze Gruppe von auf Reis basierender Gerichte, daher gibt es auch unzählige Rezepte die als Jambalaya bezeichnet werden. Maßgebliche Bestandteile dieser im US-Staat Louisiana und vor allem in New Orleans heimischen kreolischen Küche sind dabei, dass zum einen Reis und Gemüse zusammen geschmort wird und dass die “Heilige Dreifaltigkeit” (Holy trinity) der kreolischen Küche aus Zwiebeln, Paprika und Staudensellerie verwendet werden. Üblicher ist dabei zwar die grüne Gemüsepaprika, aber ich hatte noch eine rote Vorrätig und verwendete diese. Ansonsten handelt es sich bei diesem Rezept aus einer Kombination verschiedener Rezepte, die ich im Rahmen meiner Recherchen zum Thema kreolische Küche gefunden hatte sowie etwas eigener Kreativität. Das Ergebnis erwies sich schließlich als überaus gelungen, so dass ich nicht versäumen möchte das Ganze hier in üblicher Weise kurz vorzustellen.
Was brauchen wir also für 3-4 Portionen?
100g Chorizo (Spanische Paprikawurst)

125g Flusskrebse – ich griff passenderweise zu Louisiana Flusskrebsen

sowie etwas Salz und Pfeffer zum würzen
und 1-2 EL Olivenöl zum braten
Wie üblich beginnen wir damit, die einzelnen Zutaten erst einmal vorzubereiten. Wir schälen und würfeln also die Zwiebel

waschen und entkernen die Paprika und schneiden sie in Streifen,

waschen die Staudensellerie und schneiden sie in Scheibchen,

waschen und schneiden die Frühlingszwiebeln,

entfernen die Schale von der Chorizo, schneiden sie in dicke Scheiben und vierteln oder achteln sie dann.

und entkernen wir die Habanero und schneiden sie in winzige Stückchen.

In eine großen Pfanne erhitzen wir dann etwas Olivenöl und dünsten die Zwiebelwürfel darin glasig an

bevor wir das Knoblauch hinzu pressen

und anschließend die Habanerostückchen einige Zeit mit dünsten.

Jetzt können wir auch die Chorizo-Stückchen mit hinzu geben und kurz mit braten

bevor wir auch die Paprikastreifen

und die Selleriestücke hinzugeben

und einige Minuten bei gelegentlichem wenden anbraten lassen bis sie etwas Farbe bekommen.

Nun geben wir den trockenen Reis in zu dem Gemüse in die Pfanne,

gießen alles mit der Hühnerbrühe auf

und fügen die Dosentomaten noch hinzu

um dann alles kurz aufkochen zu lassen und lassen es köcheln um den Reis zu garen.

Sollte das Wasser knapp werden – der Reis saugt es ja regelrecht auf – gießen wir noch etwas nach, da wir sonst Gefahr laufen dass der Reis anbrennt.

In der Zwischenzeit können wir auch die Blätter von den Thymianzweigen zupfen und sie zerkleinern

um sie dann unter den restlichen Pfanneninhalt zu heben.

Außerdem würzen wir alles natürlich auch kräftig mit Salz und Pfeffer.

Ist der Reis einigermaßen gar, geben wir auch die Shrimps

und die Flusskrebse mit in die Pfanne

und lassen alles für ungefähr zehn Minuten weiter köcheln.

In dieser Zeit können wir auch die Petersilie waschen, trocken schütteln und klein schneiden

um sie dann ebenfalls mit dem restlichen Pfanneninhalt zu verrühren.

Abschließend probieren wir alles noch einmal und schmecken es ggf. noch einmal mit Salt und Pfeffer ab.

Dann können wir es sogleich servieren und genießen.

Die Kreation erwies sich als angenehm scharf, was wohl nicht nur der Chorizo sondern vor allem der verwendeten Habanero zu verdanken war. Der Reis ergab gemeinsam mit den Paprika, den Staudensellerie und den Frühlingszwiebeln sowie der Wurst, den Shrimps und den Flusskrebsen als Fleischeinlage ein sehr leckeres Gericht, das wirklich dem entsprach was ich unter kreolischer Küche verstehe. Hinzu kam, dass es sehr gut sättigte, ohne dabei besonders schwer zu sein.
Mit ca. 1700kcal für die ganze Pfanne, das entspricht pro Portion also 567kcal bei drei Portionen und sogar nur 425kcal bei 4 Portionen erwies sich das Gericht trotz seiner Mächtigkeit als angenehm leicht. Somit kann ich diesen für mich ersten Versuch ein kreolisch angehauchtes Gericht zu kochen als vollen Erfolg verbuchen. Mir hat es auf jeden Fall sehr gut geschmeckt und die von mir so geschätzte Schärfe war auch mehr als genug vorhanden. Wer es eher mild mag, kann die Habanero weg lassen, das sollte dem Gericht den größten Teil seiner Schärfe nehmen.
Guten Appetit

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