Reibekuchenpizza – das Rezept

Basierend auf meiner bereits etwas länger zurückliegenden Erfahrung mit Ofen-Reibekuchen kam ich dieses Wochenende spontan auf die Idee, mal eine Pizza auf Basis von Reibekuchenteig zuzubereiten. Um das Rezept etwas interessanter und wohl auch gesünder zu gestalten, kombinierte ich die geriebenen Kartoffeln noch mit etwas Möhren und Lauch. Dazu kam eine selbst zubereitete Tomatensauce und ein klassischer Pizza-Belag aus Salami, Kochschinken, Champignons, gerösteter Paprika und Chorizo. Und mein Riecher hatte mich nicht getäuscht, denn das Ergebnis war ein wirklicher “Leckerschmecker”. 😉 Daher möchte ich es natürlich nicht versäumen, das zugehörige Rezept hier einmal in gewohnter Form vorzustellen.

Was benötigen wir also für 4 Portionen?

Für den Reibekuchen-Pizzaboden

1000g Kartoffeln
01 - Zutat Kartoffeln / Ingredient potatoes

350g Möhren
02 - Zutat Möhren / Ingredient carrots

1 größere Stange Lauch
03 - Zutat Lauch / Ingredient leek

1 große Zwiebel
04 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

3 Hühnereier
05 - Zutat Eier / Ingredient eggs

3-4 Esslöffel Mehl
06 - Zutat Mehl / Ingredient flour

sowie etwas Olivenöl zum andünsten
und etwas Salz, Pfeffer & Majoran zum würzen

Für die Pizzasauce

400g stückige Tomaten
07 - Zutat Tomaten / Ingredient tomatoes

2 Esslöffel Tomatenmark
08 - Zutat Tomatenmark / Ingredient tomato puree

sowie zum würzen Salz, Pfeffer, Oregano, Knoblauchgranulat, Paprika und eine Prise Zucker zum würzen

Für den Belag

150g geriebenen Mozzarella
13 - Zutat Mozzarella / Ingredient mozzarella

150g Kochschinken
09 - Zutat Kochschinken / Ingredient ham

einige Scheiben Salami & Chorizo
10 - Zutat Salami & Chorizo / Ingredient salami & chorizo

Champignons in Scheiben
11 - Zutat Champignons / Ingredient mushrooms

Geröstete Paprika
12 - Zutat geröstete Paprika / Ingredient roast bell pepper

sowie eventuell etwas frisches Basilikum zum garnieren

Beginnen wir damit, erst einmal die Kartoffeln zu schälen
14 - Kartoffeln schälen / Peel potatoes

und sie in eine Schüssel mit kalten Wasser zu reiben.
15 - Kartoffeln in kaltes Wasser reiben / Grate potatoes in cold water

Dann waschen wir die geriebenen Kartoffeln kurz durch,
16 - Geriebene Kartoffeln waschen / Wash grated potatoes

gießen sie dann in einem Sieb ab, wobei wir das Wasser auffangen,
17 - Geriebene Kartoffeln in Sieb geben / Put grated potatoes in sieve

und drücken die Flüssigkeit gründlich aus.
18 - Flüssigkeit ausdrücken / Squeeze out fluids

Die Schüssel mit dem aufgefangenen Wasser stellen wir bei Seite, damit sich die darin enthaltene Kartoffelstärke absetzen kann – das dauert etwa 10 bis 15 Minuten.
19 - Kartoffelstärke setzen lassen / Let potato starch descent

Jetzt schälen wir die Möhren,
20 - Möhren schälen / Peel carrots

reiben sie ebenfalls auf unserer Küchenreibe
21 - Möhren reiben / Grate carrots

und waschen die Stange Lauch,
22 - Lauch waschen / Wash leek

schneiden sie in Ringe
23 - Lauch in Ringe schneiden / Cut leek in rings

und halbieren diese Ringe dann noch einmal.
24 - Lauchringe halbieren / Cut leek rings in halfs

Außerdem schälen wir die Zwiebel und würfeln sie.
25 - Zwiebel würfeln / Dice onion

Nun erhitzen wir etwas Olivenöl in einer Pfanne,
26 - Olivenöl erhitzen / Heat up olive oil

und dünsten darin die Möhren,
27 - Möhren andünsten / Braise carrots

die Zwiebel
28 - Zwiebel hinzufügen / Add onion

und das Lauch
29 - Lauch addieren / Add leek

gemeinsam für einige Minuten an. Dann stellen wir es bei Seite und lassen es wieder abkühlen.
30 - Alles gemeinsam andünsten / Braise everything

Inzwischen müsste sich auch die Kartoffelstärke am Boden der Schüssel abgesetzt haben,
31 - Kartoffelstärke hat sich abgesetzt / Potato starch at bottom

so dass wir vorsichtig das Wasser abgießen können, damit nur die weiße Stärke am Boden zurückbleibt.
32 - Wasser abgießen / Drain water

Jetzt geben wir die Gemüsemasse zusammen mit den geriebenen Kartoffeln in eine Schüssel,
33 - Kartoffeln zu Gemüse geben / Add potatoes to vegetables

vermischen alles gründlich miteinander
34 - Gründlich vermengen / Mix well

und geben sie dann noch einmal in ein Sieb, um sie erneut kräftig auszudrücken.
35 - Masse in Sieb auspressen / Squeeze mix in sieve

Die aufgefangene Flüssigkeit können wir in den Abfluss gießen.
36 - Flüssigkeit weggießen / Drain fluids

Jetzt ist auch ein guter Zeitpunkt, den Backofen auf 225 Grad vorzuheizen.

Nachdem wir dann die Kartoffel-Gemüse-Masse dann zurück in die Schüssel gegeben haben, fügen wir die aufgefangene Kartoffelstärke hinzu,
37 - Kartoffelstärke dazu geben / Add potato starch

schlagen die drei Eier hinein,
38 - Eier addieren / Add eggs

würzen alles kräftig mit Salz, Pfeffer und Majoran
39 - Mit Salz,Pfeffer & Majoran würzen / Season with salt, pepper & majoram

und vermischen alles gründlich miteinander.
40 - Alles vermengen / Mix everything

Die verbliebene Flüssigkeit binden wir dabei mit drei bis vier Esslöffeln Mehl, bei Bedarf auch gerne mehr.
41 - Mit Mehl binden / Stir in flour

Die so entstandene Teigmasse tragen wir dann auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech auf, streichen es gleichmässig glatt
42 - Auf Backblech auftragen / Spread on baking plate

und backen es im Ofen auf der zweiten Schiene von unten für ca. 20 Minuten vor.
43 - Im Ofen vorbacken / Pre-bake in oven

In der Zwischenzeit können wir uns um die Pizzasauce kümmern. Dazu erhitzen wir die Tomaten in einem kleinen Topf,
44 - Tomaten erhitzen / Heat up tomatoes

rühren die beiden Esslöffel Tomatenmark ein,
45 - Tomatenmark einrühren / Stir in tomato puree

schmecken es mit Salz, Pfeffer, Paprika, Knoblauchgranulat, Oregano und einer Prise Zucker ab
46 - Mit Gewürzen abschmecken / Taste with seasonings

und lassen die Sauce bei gelegentlichem umrühren sich deutlich einreduzieren. Dann nehmen wir sie von der Platte und lassen sie herunterkühlen.
47 - Sauce reduzieren lassen / Let sauce reduce

Außerdem würfeln wir den Kochschinken
48 - Schinken würfeln / Dice ham

und schneiden die geröstete Paprika in Streifen.
49 - Geröstete Paprika in Streifen schneiden / Cut roasted bell pepper in stripes

Ist unser Reibekuchen-Pizzaboden nach 20 Minuten zu einer festen Masse vorgebacken, entnehmen wir das Blech, schalten den Ofen auf 200 Grad herunter, lassen den Reibekuchenteig kurz etwas abkühlen,
50 - Blech wieder aus Ofen entnehmen / Take from oven

bestreichen es dünn mit unserer Pizzsauce,
51 - Teigboden mit Tomatensauce bestreichen / Vover dough with tomato sauce

bestreuen diese großzügig mit dem geriebenen Mozzarella
52 - Mit Mozzarella bestreuen / Dredge with mozzarella

und belegen alles dann mit den Zutaten unserer Wahl – in diesem Fall Pilze, Paprika, Salami, Schinken und Chorizo – die wir fest andrücken.
53 - Mit weiteren Zutaten belegen / Cover with other ingredients

Anschließend schieben wir das Blech für weitere 12 bis 15 Minuten zurück in den Ofen.
54 - Im Ofen backen / Bake in oven

Sobald der Käse geschmolzen ist, können wir das Blech mit unserer Reibekuchenpizza auch schon wieder entnehmen
55 - Potato pancake pizza - Finished baking / Reibekuchenpizza - Fertig gebacken

und sie unmittelbar, vielleicht garniert mit etwas frischem Basilikum, servieren und genießen.
56 - Potato pancake pizza - Served / Reibekuchenpizza - Serviert

Der Reibekuchenboden aus Kartoffeln, Möhren und Lauch alleine war schon sehr lecker, aber in Kombination mit der fruchtigen Pizzasauce und dem leckeren Belag aus Salami, gerösteter Paprika, Pilzen, Schinken und Chorizo entwickelte sich das Gericht zu einer wahren geschmacklichen Offenbarung. Der Reibekuchen-Boden war dabei stabil und fest, aber nicht zu trocken geworden, wobei wahrscheinlich auch die drei Eier im Teig nicht ganz unschuldig waren. Ich hatte ja befürchtet, dass er am Ende zu feucht für eine stabile Konsistenz hätte sein können, doch dank des mehrfachen Ausdrückens im Sieb besaß er genau die richtige Konsistenz für einen Reibekuchenteig. Man konnte die abgekühlten Stücke sogar problemlos in die Hand nehmen, ohne das sie auch nur drohten zu zerbrechen. Und auch in abgekühlter Form erwies sich diese Pizza als wahrer Genuss, weswegen ich sie vorbehaltlos auch als Fingerfood für ein Buffet empfehlen kann. Den Belag kann man natürlich nach eigenem Gutdünken variieren: Ich könnte mir auch gut einen Belag mit Dill und Räucherlachs oder eine Art Flammkuchen mit Sauerrahm, Speck und Zwiebeln vorstellen. Aber auch beim Teig könnte ich mir Variationen vorstellen, zum Beispiel die mit der Anfangs erwähnten Reibekuchenrezeptur aus Zucchini und Möhren oder auch ein reiner Kartoffelteig wären denkbar. Soviel steht fest: Das war mit Sicherheit nicht das letzte Mal, dass ich eine Reibekuchenpizza zubereitet habe.

57 - Potato pancake pizza - Side view / Reibekuchenpizza - Seitenansicht

Guten Appetit

Pizza Diavolo [13.05.2016]

Ich weiß nicht welcher Teufel mich heute geritten hat, als ich mich nicht für die Saltimbocca vom Kabeljau mit frischen Salbei und geräucherten Schinken, dazu Paprika-Olivensugo und Polentataschen bei Globetrotter, sondern für die Ofenfrischen Pizza Diavolo mit Peperoni und Chorizowurst bei Tradition der Region entschied. Denn der Fisch wäre eindeutig hochwertigere Gericht gewesen, doch irgendwie stand mir der Geschmack doch mehr nach Pizza – zumal diese frisch im restauranteigenen Steinofen gebacken wurde. Die Gnocchi mit Austernpilzen, Egerlingen und Spinat, dazu Kürbisrahmsauce bei Vitality sowie die Asia-Thai-Gerichte wie Gebackene Ananas und Banane und Rindfleisch scharf mit Frühlingszwiebeln, Bambus und Ingwer kamen dafür aber nicht in die nähere Auswahl. Auf Salat, Gemüse oder Dessert verzichtete ich ebenfalls.

Pizza Diavolo

Wie man sehen kann war der Belag nicht besonders reichhaltig oder ausgefallen, sondern bestand tatsächlich nur aus eine zugegebenermaßen angenehm fruchtigen und gut gewürzten Tomatensauce, etwas Mozzarella-Käse, fünf Scheiben Chorizo und zwei Peperoni., außerdem hatte man nach dem Backen etwas Oregano darüber gestreut. Das ganze war auf einem schön dünnen, leicht knusprigen Boden aufgetragen, dabei aber leider nicht gerade gleichmässig verteilt. Geschmacklich war sie aber in Ordnung, auch wenn ich mir bei einer Pizza Diavolo etwas mehr Schärfe gewünscht hätte. Volle Punktzahl kann ich daher für so eine Pizza natürlich nicht geben.
Trotz ihrer Minimalität erfreute sich die Pizza dennoch größter Beliebtheit und konnte mit deutlichem Vorsprung vor allen anderen Gerichten den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala für sich sichern. Auf Platz zwei folgte das Saltibocca vom Kabeljau, den dritten Platz belegten die Asia-Gerichte und auf Platz vier kam schließlich die vegetarischen Gnocchi mit Pilzen und Spinat.

Mein Abschlußurteil:
Pizza Diavolo: +

Kartoffelsuppe mit Chorizo und Erbsen – das Rezept

Nachdem mich letztes Wochenende leider eine Grippe am Kochen gehindert hatte, wollte ich mich heute endlich mal wieder vor den Herd stellen – übrigens für dieses Blog das erste Mal dieses Jahr. Und bei dem aktuell winterlichem Wetter lag mir der Geschmack nach einem etwas deftigeren Gericht, weswegen ich mich nach kurzem Abwägen für das Rezept für eine Kartoffelsuppe mit Chorizo und Erbsen entschloss. Das Ergebnis war ein überaus leckere Gericht, das mehr an einen Eintopf als eine Suppe erinnerte und nicht nur großartig schmeckte, sondern auch wunderbar in die aktuelle Jahreszeit passte. Daher möchte ich es natürlich nicht versäumen, das zugehörige Rezept hier einmal in der gewohnten Form kurz vorzustellen.

Was benötigen wir also für 4-5 Portionen?

800g Kartoffeln (mehlig kochende Sorte)
01 - Zutat Kartoffeln / Ingredient potatoes

1 Stange Lauch
02 - Zutat Lauch / Ingredient leek

200g Möhren
03 - Zutat Möhren / Ingredient carrots

200g Knollensellerie
04 - Zutat Knollensellerie / Ingredient celeriac

1 größere Zwiebel
05 - Zutat Gemüsezwiebel  / Ingredient onion

3 Zehen Knoblauch
06 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

400g Chorizo (spanische Paprikasalami) – Alternative: Mettwürstchen
07 - Zutat Chorizo / Ingredient chorizo

1 Liter Fleischbrühe
08 - Zutat Fleischbrühe / Ingredient meat broth

300g Erbsen (TK)
09 - Zutat Erbsen / Ingredient peas

200g Creme fraiche
10 - Zutat Creme fraiche / Ingredient creme fraiche

1 Bund Petersilie
11 - Zutat Petersilie / Ingredient parsley

sowie etwas Olivenöl zum braten
und Pfeffer, Salz und Chiliflocken zum würzen

12 - Zutatenübersicht / Ingredients overview

Beginnen wir wie üblich mit der Vorbereitung der einzelnen Zutaten. Wir schälen also die Möhren
13 - Möhren schälen / Peel carrots

und würfeln sie,
14 - Möhren würfeln / Dice carrots

schälen die Knollensellerie und würfeln sie ebenfalls,
15 - Knollensellerie schälen & würfeln / Peel & dice celeriac

putzen und waschen die Stange Lauch
16 - Lauch waschen / Wash leek

und schneiden sie in schmale Ringe, wobei wir größere Ringe gleich noch mal halbieren,
17 - Lauch zerkleinern / Chop leek

und schälen schließlich auch noch die Kartoffeln
18 - Kartoffeln schälen / Peel potatoes

die wir ebenfalls in kleine Würfel schneiden.
19 - Kartoffeln würfeln / Dice potatoes

Außerdem ziehen wir die Zwiebel ab und würfeln sie,
20 - Zwiebel würfeln / Dice onion

schälen und zerkleinern die Knoblauchzehen sehr fein,
21 - Knoblauch zerkleinern / Hackle garlic

und schneiden die Chorizo in etwas dickere Scheiben, die wir dann noch einmal vierteln.
22 - Chorizo zerkleinern / Chop chorizo

Dann können wir endlich mit der eigentlichen Zubereitung beginnen und erhitzen zwei bis drei Esslöffel Olivenöl in einem Topf,
23 - Öl in Topf erhitzen / Heat up oil in pot

dünsten erst einmal Zwiebeln und Knoblauch darin an
24 - Zwiebel & Knoblauch andünsten / Braise onion & garlic lightly

und geben dann Knollensellerie, Möhren, Kartoffeln und Lauch in den Topf,
25 - Knollensellerie, Möhren, -Kartoffeln & Lauch in Topf geben / Add celeriac, potatoes, carrots & leek to pot

wobei wir allerdings etwa gut ein Viertel von Kartoffeln und Möhren vorerst bei Seite legen,
26 - Ein Viertel von Kartoffeln Möhren bei Seite legen / Keep on quarter of potatoes & carrots

und dünsten das Gemüse für einige Minuten bei regelmäßigen umrühren an
27 - Gemüse andünsten / Braise vegetables

bevor wir schließlich alles mit der Fleischbrühe ablöschen
28 - Mit Fleischbrühe ablöschen / Deglaze with meat broth

und für 15 bis 20 Minuten auf leicht reduzierter Stufe sowie regelmäßigem umrühren vor sich hin köcheln lassen, bis das Gemüse gar ist.
29 - Gemüse köcheln lassen / Let vegetables immer

Dann pürieren wir den kompletten Topfinhalt gründlich
30 - Gemüse pürieren / Blend vegetables

und geben anschließend die restlichen Möhren- und Kartoffelwürfel hinzu, die wir wiederum 15 Minuten köcheln lassen.
31 - Restliche Möhren & Kartoffeln in Topf geben / Add remaining carrots & potatoes to pot

Parallel erhitzen wir ein bis zwei weitere Esslöffel Olivenöl in einer kleineren Pfanne
32 - Öl in kleiner Pfanne erhitzen / Heat up oil in small pan

und waschen die Petersilie, schütteln sie trocken
33 - Petersilie waschen / Wash parsley

und zerkleinern sie gründlich.
34 - Petersilie zerkleinern / Mince parsley

Sobald das Öl in der Pfanne heiß genug ist, braten wir außerdem die zerkleinerte Chorizo an bis sie leicht knusprig ist
35 - Chorizo anbraten / Fry chorizo

und geben sie zur Suppe in den Topf, wobei wir aber einige Stücke für Dekozwecke bei Seite legen.
36 - Angebratene Chorizo in Topf geben / Add fried chorizo to soup

Nun geben wir die Creme fraiche hinzu,
37 - Creme fraiche addieren / Add creme fraiche

verrühren sie gründlich mit dem restlichen Topfinhalt
38 - Creme fraiche verrühren / Stir in creme fraiche

und schmecken alles mit Salz, frisch gemahlenen Pfeffer
39 - Mit Pfeffer & Salz würzen / Season with pepper & salt

sowie etwas Chiliflocken ab.
40 - Mit Chiliflocken abschmecken / Taste with chili flakes

Etwas fünf Minuten vor dem Servieren geben wir schließlich auch noch die Erbsen in den Topf,
41 - Erbsen dazu geben / Add peas

streuen – bis auf einen kleinen Rest für die Garnitur – auch die Petersilie ein, verrühren sie
42 - Petersilie unterheben / Stir in parsley

und geben dem Ganzen bei Bedarf noch einmal mit den Gewürzen den letzten Schliff.
43 - Final mit Gewürzen abschmecken / Taste finally with seasonings

Anschließend können wir das Gericht auch schon – garniert mit einigen Stücken Chorizo und etwas Petersilie – servieren und genießen.
44 - Potato soup with chorizo & peas - Served / Kartoffelsuppe mit Chorizo & Erbsen - Serviert

Das Ergebnis war ein reichhaltiges, deftiges und überaus schmackhaftes Eintopfgericht, das Dank der erst später hinzugefügten Gemüsekomponenten und den angebratenen Chorizo-Stücken auch angenehm biss besaß. Ich hatte ja noch überlegt mit anderen Gewürzen wie Majoran oder Liebstöckel herum zu experimentieren, doch wie sich zeigte reichten in diesem Fall Salz, Pfeffer und die Chiliflocken für eine ganz leichte Schärfe vollkommen aus, um diesem Gericht einen überaus angenehmen Geschmack zu geben. Gut, das Fett der angebratenen spanischen Paprikawurst hatte mit Sicherheit auch einen kleinen Anteil daran, aber ich meine dass es vor allem der Knollensellerie war, der zu diesem Ergebnis beitrug.

45 - Potato soup with chorizo & peas - Side view / Kartoffelsuppe mit Chorizo & Erbsen - Seitenansicht

Werfen wir zum Abschluss noch einen kurzen Blick auf die Nährwerte dieses Rezepts. Meiner Kalkulation nach liegt der Gesamtwert für diese Zubereitung bei etwa 3600kcal, aufgeteilt auf fünf Portionen liegen wir also bei 720kcal pro Portion. Schuld an diesem hohen Wert ist natürlich die Chorizo, die alleine schon ca. 1600kcal von diesem Wert ausmachen. Wer also die Werte dieses Gerichts etwas reduzieren sollte, muss also hier ansetzen. und die Menge etwas reduzieren. Eventuell kann man die Hälfte ja durch mageren Speck ersetzen, das sollte den Wert deutlich reduzieren. Ein weiterer Ansatz wäre noch, die Creme fraiche teilweise durch ein etwas leichteres Milchprodukt, z.B. Schmand, zu ersetzen.

Guten Appetit

Chorizo & Salsiccia an mediterranem Kartoffelsalat [28.07.2013]

Heute Abend verschlug es uns mal wieder in den Biergarten des Wirtshauses Dicke Sophie im Münchner Stadtteil Johanniskirchen, einer Location über die ich ja hier und insbesondere hier schon einmal genauer berichtet habe. Zwar hatte man für den Abend Wärmegewitter angekündigt, aber das hielt und dennoch nicht davon ab, uns im Biergarten niederzulassen. Die Temperaturen lagen zu diesem Zeitpunkt immer noch um die 30 Grad. Daher hielt sich auch mein Hunger eher in Grenzen, weswegen ich mich aus dem aktuellen Grillangebot für Gebratene Chorizo und Salsiccia an mediterranem Kartoffelsalat zum Preis für 7,80 Euro entschied. Dazu noch ein leckeres Ayinger Kellerbier und fertig war das heutige Abendmahl.
Noch bevor wir unser erstes Bier erhielten, kam etwas Sturm auf und der Himmel verdunkelte sich zusehends, worauf hin die Servicekräfte gesteigerte Aktivität entwickelten um den Biergarten abzuräumen. Und auch wir zogen uns in einen überdachten, aber offenen Bereich des Biergartens zurück, um eventuell bevorstehenden Wärmegewittern zuvor zu kommen. Doch glücklicherweise beschränkte sich das ganze Wetterereignis (vorerst) nur auf einen deutlichen Temperatursturz und etwas stürmischen Wind – der Regen ließ auf sich warten. Und schließlich wurde auch mein Gericht serviert.

Chorizo & Salsiccia an mediterranem Kartoffelsalat / Chorizo & Salsiccia with editerranean potato salad

Kein großes Gericht, aber in seinen Zutaten mal wieder sehr hochwertig – so wie ich es vom Wirtshaus Dicke Sophie eben gewöhnt bin. Zu drei kleinen Würstchen, einer Chorizo und zwei Salsiccia wurde ein Kartoffelsalat aus kleinen, mit Schale gekochten Kartoffeln, schwarzen und grünen Oliven, milden fein gewürfelten Zwiebeln, getrockneten Tomaten und etwas Knoblauch in einer leichten Essig Öl Vinaigrette mit Schnittlauch und mediterranen Kräutern serviert. Angenehm leicht und sehr lecker wie ich feststellen durfte. Und obwohl die Temperaturen inzwischen deutlich gefallen waren, reichte die Menge vollkommen aus um davon satt zu werden. Auch nach diesem Abendessen kann ich die Dicke Sophie wieder vorbehaltlos weiter empfehlen – eindeutig ein kleiner Geheimtipp unter den Münchner Restaurationen.

Kartoffel-Grünkohl-Eintopf mit Chorizo – das Rezept

In der aktuell laufenden Kohl-Saison wollte ich es natürlich nicht verpassen, auch mal wieder etwas mit diesem an Vitaminen und Mineralstoffen reichen Gewächs aus der Familie der Kreuzblüten zu kochen. Meine Wahl fiel dabei auf Grünkohl, den ich ja schon mal mit Kassler, Speck und Mettwurst als TK-Ware verarbeitet hatte, aber noch nie frisch verwendet hatte. Natürlich, der Aufwand bei frischem Gemüse ist größer, aber die Mühe war es mir alle Male Wert. Als Rezept entschied ich mich dabei für einen Eintopf, in dem der Grünkohl mit Kartoffeln und Chorizo, also spanischer Paprikawurst, zu einem kräftigen Herbst- bzw. Wintereintopf kombinierte. Und das Ergebnis war überaus gelungen und schmackhaft, so dass ich es natürlich nicht versäumen möchte, das Rezept hier einmal kurz in üblicher Form vorzustellen.

Was braucht man also für 3 bis 4 Portionen?

400-450g Grünkohl
01 - Zutat Grünkohl / Ingredient borecole

500g vorwiegend festkochende Kartoffeln
02 - Zutat Kartoffeln / Ingredient potatoes

250g Chorizo am Stück
03 - Zutat Chorizo / Ingredient chorizo

2 Zwiebeln (á 100g)
04 - Zutat Zwiebeln / Ingredient onions

2 Zehen Knoblauch
05 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

750ml Gemüsebrühe
06 - Zutat Gemüsebrühe / Ingredient vegetable stock

2 EL Paprikapulver (edelsüß)
07 - Zutat Paprikapulver / Ingredient paprika

1 EL Olivenöl
08 - Zutat Olivenöl / Ingredient olive oil

sowie Salz & Pfeffer zum würzen

Beginnen wir also damit, die Stiele mit dem Grünkohl vom Hauptstrunk zu lösen, sie gründlich zu waschen und dann abtropfen zu lassen.
09 - Grünkohl waschen / Clean borecole

Dann schälen und zerkleinern wir die Zwiebel, (wahlweise mit dem Messer oder der Küchenmaschine)
10 - Zwiebel zerkleinern / Grind onions

schälen und hacken die Knoblauchzehen,
11 - Knoblauch hacken / Mince garlic

würfeln die vorher in dicke Scheiben geschnittene Chorizo
12 - Chorizo würfeln / Dice chorizo

und schälen schließlich noch die Kartoffeln
13 - Kartoffeln schälen / Peel potatoes

und schneiden sie dann in grobe Würfel. Die Würfel legen wir in kaltes Wasser, damit sie nicht in der Zwischenzeit bräunlich werden.
14 - Kartoffeln würfeln / Dice potatoes

Während wir dann einen Topf mit Wasser zum kochen bringen, lösen wir die Blätter des Grünkohl vom Strunk und zerkleinern sie, wobei wir braune und verkümmerte Blätter aussortieren.
15 - Grünkohl zerkleinern / Grind borecole

Dann spülen wir noch einmal den Grünkohl gut ab,
16 - Grünkohl abspülen / Wash borecole

und salzen das inzwischen kochende Wasser dann gut
17 - Wasser zum kochen bringen / Boil water

um den zerkleinerten Grünkohl dann darin für sieben bis acht Minuten zu blanchieren.
18 - Grünkohl blanchieren / Blanch borecole

Anschließend schütten wir den Grünkohl in ein Sieb ab und schrecken ihn kurz ab bevor wir ihn dann wieder abtropfen lassen.
19 - Grünkohl abschütten & abschrecken / Drain borecole

In einem größeren Topf bringen wir nun einen Esslöffel Olivenöl auf Betriebstemperatur
20 - Öl erhitzen / Heat up oil

und braten darin die Chorizo rundherum an. Durch das anbraten entwickeln sie ihren Geschmack deutlich besser wie ich fand.
21 - Chorizo anbraten / Sauté chorizo

Die angebratenen Chorizos entnehmen wir dann mit einer Schöpfkelle und legen sie bei Seite.
22 - Chorizo entnehmen / Remove chorizo

In dem im Topf verbliebenen Öl und der aus den Chorizos ausgeschwitzen Flüssigkeit dünsten wir dann Zwiebeln und Knoblauch für circa drei Minuten an
23 - Zwiebeln Knoblauch anschwitzen / Braise onions & garlic lightly

dann geben wir die Kartoffelwürfel hinzu
24 - Kartoffeln hinzufügen / Add potatoes

und bestäuben alles mit den beiden Esslöffeln Paprikapulver
25 - Mit Paprikapulver bestäuben / Dredge with paprika

und braten es für weitere zwei bis drei Minuten mit an
26 - Kurz anbraten / Braise lightly

um schließlich alles mit der Gemüsebrühe aufzugießen
27 - Mit Gemüsebrühe aufgießen / Add vegetable stock

alles kurz aufkochen zu lassen
28 - Aufkochen lassen / Boil up

und schließlich für fünfzehn Minuten auf mittlerer Stufe bei gelegentlichem umrühren vor sich hin köcheln zu lassen.
29 - Köcheln lassen / Simmer

Nach einer Viertelstunde sind Kartoffelwürfel durchgekocht und wir können den Topfinhalt nun mit dem Pürierstab zerkleinern.
30 - Pürieren / Blend

Anschließend geben wir den blanchierten und inzwischen abgetropften Grünkohl hinzu
31 - Grünkohl hinzufügen / Add borecole

und lassen alles für weitere fünfzehn Minuten vor sich hin köcheln, wobei wir wieder das gelegentliche umrühren nicht vergessen sollten.
32 - Köcheln lassen / Simmer

Abschließend geben wir die angebratenen Chorizo-Würfel wieder in der Topf
33 - Chorizowürfel hinzufügen / Add chorizo dices

und schmecken alles mit Salz, Pfeffer und etwas Paprikapulver ab.
34 - Mit Pfeffer, Salz & Paprika abschmecken / Taste with pepper, salt & paprika

Stimmt die geschmackliche Abstimmung, könne wir es schließlich servieren und das Gericht genießen. Dazu passt zum Beispiel eine Scheibe Vollkornbrot. bination w
35 - Kartoffel-Grünkohl-Eintopf mit Chorizo / Potato borecole stew with chorizo - Serviert

Die Kombination von frischen Grünkohl, pürierten Kartoffeln und würzigem Chorizo erwies sich meiner Meinung nach als überaus gelungen und als ein schmackhafter Weg, frischen Grünkohl zuzubereiten. Der Aufwand ist bei frischem Gemüse zwar ein wenig aufwändiger, vor allem da man die faserigen Stile vorher noch entfernen und das ganze vorher blanchieren muss, aber die Mühe lohnt sich auf jeden Fall. Notfalls geht es mit Sicherheit auch mit Grünkohl aus der Tiefkühltruhe, aber für das Ergebnis kann ich in diesem Fall nicht garantieren.

36 - Kartoffel-Grünkohl-Eintopf mit Chorizo / Potato borecole stew with chorizo - CloseUp

Werfen wir, wie üblich, zm Abschluß noch einen Blick auf die Nährwerte. Trotz der Zugabe von nicht gerade fettarmer Chorizo, kommen wir für das gesamte Gericht gerade mal auf 1200kcal, aufgeteilt auf 4 Portionen kommen wir somit auf gerade mal 300kcal pro Portion, bei drei Portionen kommen wir auch nur auf 400kcal – natürlich exklusive des eventuell hinzugefügten Stückchens Brot. Somit ergab sich auch bei diesem Kochexperiment wieder mal eine leichtes und dennoch sättigendes Gericht, das zumindest aus meiner Sicht keine Wünsche offen ließ.

Guten Appetit