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Lachsfrikadellen an geschmortem Fenchel – das Rezept

Saturday, January 25th, 2020

Obwohl ich am Mittwoch bereits Lachs mit Blattspinat und am gestrigen Freitag Kibbelinge gegessen habe, entschloss ich mich dazu am heutigen Samstag erneut ein Gericht mit Fisch zuzubereiten. Schon seit Wochen stoße ich immer wieder in englischsprachigen Kochblogs auf die Salmon Patties oder Salmon croquettes genannten Fischfrikadellen, die wirklich lecker erschienen. Die meisten dieser Rezepte verwenden dabei Lachs aus Dosen, ein Produkt dass ich hier noch nie gesehen habe. Thunfisch und Muscheln kriegt man in jedem Supermarkt, außerdem sehe ich in besser sortierten Supermärkten auch Heringe oder Sardinen. Aber Lachs habe noch nirgendwo in Dosen gesehen. Hätte ihn für viel Geld als Import aus UK oder den USA über Amazon bestellen können, aber ich entschloss mich einfach dazu sie auf frischem Lachs zuzubereiten. Dass man dafür natürlich keinen schottischen Lachsloin für 7,99 Euro pro 100g verwendet ist wohl klar, aber norwegischer Zuchtlachs für 2,99 Euro pro 100g tat es auch. Trotzdem kein billiger Spaß. TK-Lachs wäre günstiger geworden, aber da hatte ich bedenken wegen der Stabiliät der Frikadellen, da einmal gefrorener Fisch aus meiner Erfahrung heraus meist recht brüchig ist. Blieb nur noch die Frage was es dazu geben sollte. Mein erster Gedanke war natürlich die Lachsfrikadellen in einem Brötchen mit Remoulade und eine Salatscheibe als Fischburger zu servieren, doch irgendwie war mir das dann doch zu profan. Letztlich landete ich bei einem Rezept für in Weißwein geschmorten Fenchel, das schien mir genau das richtige. Dazu hätte vielleicht noch ein Stück Brot oder gar Knoblauchbaguette gepasst, aber ich entschloss mich dazu heute mal Low Carb zu bleiben und darauf zu verzichten. Außerdem briet ich die Frikadellen im Air Fryer – meinem neuen Lieblings-Küchengadget und reduzierte dadurch das verwendete Öl und somit die Kalorien. Letztlich bereute es, diese Lachsfrikadellen nicht schon viel früher ausprobiert zu haben, denn sie waren tatsächlich der ein Hammer was den Geschmack anging. Daher möchte ich es natürlich nicht versäumen, das verwendete Rezept hier einmal in gewohnter Form vorzustellen.

Was benötigen für 4 Lachsfrikadellen?

  • 500g frisches Lachsfilet
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 rote Spitzpaprika
  • 1 große oder 2 kleine Zehen Knoblauch
  • 30g Paniermehl / Brotkrumen / Panko
  • 2 Esslöffel Mayonaise
  • 1/2 – 3/4 Bund Dill
  • 1/2 Esslöffel Dijon-Senf
  • etwas Salz, Pfeffer & Cayenne-Pfeffer zum würzen
  • Remoulade & Zitronenecke zum servieren
  • Was bentöigen wir für 2 Portionen geschmorten Fenchel?

  • 1 große Fenchelknolle
  • 1/2 Teelöffel Fenchelsamen
  • 1-2 Esslöffel Olivenöl
  • 70ml trockener Weißwein
  • kaltes Wasser
  • ca. 1 Esslöffel Butter
  • Salz & Pfeffer zum würzen
  • Beginnen wir mit dem möglichst feinen würfeln der Zwiebel
    01 - Zwiebel würfeln / Dice onion

    und der Spitzpaprika (ich hatte mich für Spitzpaprika entschieden, weil hier die Fruchtwände deutlich dünner sind als bei regulären Paprika)
    02 - Spitzpaprika würfeln / Dice pointed pepper

    um sie anschließend einige Minuten in etwas Öl anzudünsten und anschließend wieder etwas abkühlen zu lassen.
    03 - Zwiebel & Paprika andünsten / Braise onion & bell pepper

    Außerdem ziehen wir die Dill-Fähnchen von den Stielen und zerkleinern diese gründlich.
    04 - Dill zerkleinern / Mince dill

    Dann ist es an der Zeit den Lachs aus dem Kühlschrank zu nehmen,
    05 - Lachs aus Kühlschrank nehmen / Take salmon from fridge

    ihn mit einem schrägen Schnitt vorsichtig von der Haut zu lösen,
    06 - Lachs von Haut lösen / Cut salmon from skin

    ggf. verbliebenes Fleisch von der Haut zu schaben
    07 - Lachsreste von Haut schaben / Scrap salmon from skin

    und das Lachsfilet dann zuerst zu würfeln
    08 - Lachs würfeln / Dice salmon

    um es anschließend mit einem großen Messer möglichst fein zu zerkleinern.
    09 - Lachswürfel zerkleinern / Chop salmon

    Den so zerkleinerten Lachs geben wir dann gemeinsam mit den angedünsteten und inzwischen hoffentlich wieder abgekühlten Zwiebel- und Paprikawürfel in eine Schüssel,
    10 - Lachs, Zwiebel & Paprika in Schüssel geben / Put salmon, onion & bell pepper in bowl

    addieren die 2 gehäuften Esslöffel Mayonaise,
    11 -Mayonaise addieren / Add mayo

    fügen einen halben Esslöffel Senf hinzu,
    12 - Senf dazu geben / Add mustard

    streuen das zerkleinerte Dill ein,
    13 - Dill einstreuen / Add dill

    pressen die Knoblauchzehe(n) dazu,
    13 - Knoblauch dazu pressen / Squeeze garlic

    schmecken alles mit Salz, Pfeffer
    14 - Mit Salz & Pfeffer würzen / Season with salt & pepper

    sowie einer kräftigen Prise Cayennepfeffer ab
    15 - Mit Cayenne abschmecken / Taste with cayenne

    und geben schließlich noch das Paniermehl hinzu. In vielen Rezept-Varianten die ich gelesen hatte wären auch noch Kapern hinzugefügt worden, doch da ich die nicht mag verzichtete ich darauf. 😉
    16 - Paniermehl addieren / Add breadcrumbs

    Das ganzen Zutaten vermengen wir dann sehr gründlich miteinander, schmecken sie ggf. noch einmal mit Gewürzen ab
    17 - Gründlich vermengen / Mix well

    und decken sie dann dicht mit ein bis zwei Schichten Frischhaltefolie ab, um den so entstandenen Lachsteig für mindestens 1, besser 2 Stunden im Kühlschrank gehen zu lassen.
    18 - Mit Frischhaltefolie abdecken / Cover with cling film

    In der Zwischenzeit können wir uns ja schon mal dem Fenchel zuwenden. Nachdem wir sie gewaschen haben schneiden wir die grünen Stiele des Fenchelgrün von der Knolle,
    19 - Fenchelgrün abschneiden / Remove fennel green

    trennen das trockene Wurzelende ab,
    20 - Wurzelansatz entfernen / Cut root

    halbieren anschließend die Knolle,
    21 - Fenchelknolle halbieren / Half fennel bulb

    und entfernen den Strunk mit einem v-förmigen Schnitt
    22 - Strunk entfernen / Remove stalk

    um beiden Hälften in jeweils ca. 1cm dicke Scheiben zu schneiden.
    23 - Fenchel in Scheiben schneiden / Cut fennel in slices

    Dann erhitzen wir etwas Pflanzenöl in einer Grillpfanne,
    24 - Öl in Grillpfanne erhitzen / Heat oil in grill pan

    legen die Fenchelscheiben hinein
    25 - Fencheln in Pfanne legen / Put fennel in pan

    und rösten sie auf erhöhter Stufe etwas an, damit ein paar Röstaromen entstehen.
    26 - Fenchel anrösten / Braise fennel

    Nun würzen wir alles mit etwas Salz und Pfeffer,
    27 - Mit Salz & Pfeffer würzen / Season with salt & pepper

    streuen die Fenchelsamen ein, lassen diese für einige Minuten ebenfalls anrösten
    28 - Fenchelsamen einstreuen / Sprinkle fennel seeds

    und löschen schließlich alles mit dem Weißwein ab
    29 - Mit Weißwein ablöschen / Deglaze with white wine

    den wir dann etwas einkochen lassen.
    30 - Weißwein einkochen lassen / Let white wine reduce

    Jetzt gießen wir alles mit kaltem Wasser auf, so dass die Fenchelscheiben knapp damit bedeckt sind,
    31 - Mit kalten Wasser auffüllen / Fill up with cold water

    und lassen alles auf leicht erhöhter Stufe vor weiter köcheln. Hin und wieder sollten wir die Fenchelscheiben dabei wenden.
    32 - Kochen lassen / Let simmer

    Schließlich können wir auch unsere zuvor hergestellte Lachsmischung aus dem Kühlschrank nehmen und die Folie entfernen.
    33 - Schüssel auf Kühlschrank nehmen / Take bowl from fridge

    Inzwischen sollten sich die Brotkrumen etwas vollgesogen haben, womit der “Teig” nun leichter Formbar ist.
    34 - Vollgesogener Lachsteig / Soaked salmon dough

    Wir teilen die Lachsmasse also in vier etwa gleich große Teile auf, bestreuen einen größeren Teller mit etwas Paniermehl
    35 - Lachsteig aufteilen / Divide salmon dough

    und formen vier Frikadellen daraus, die wir rundherum mit etwas Paniermehl bestreuen.
    36 - Lachsfrikadellen formen / Form salmon patties

    Die so entstandenen Patties legen wir nun in den Frittierkorb unserer Heißluftfritteuse, betupfen sie mit dünn etwas Öl
    37 - Frikadellen mit Öl bepinseln / Brush with oil

    und schieben sie dann in die Fritteuse
    38 - In Fritteuse schieben / Put in air fryer

    um sie erst einmal für 6 Minuten bei 190 Grad zu garen.
    39 - Frittieren / Air fry

    Derweil müsste auch das Wasser in unserer Pfanne mit dem Fenchel entweder verdünstet oder vom Gemüse aufgenommen worden sein.
    40 - Wasser verdunstet / Water evaporated

    Wir reduzieren also die Hitzezufuhr auf eine Stufe unter Mittel, geben etwas Butter hinzu, in der wir die Fenchelscheiben noch einmal etwas andünsten
    41- Butter dazu geben / Add butter

    und schmecken sie dabei noch einmal final mit Salz und Pfeffer ab. Danach schalten wir auf die Platte auf 1 zurück und halten den Fenchel so bis zum servieren heiß.
    42 - Mit Salz & Pfeffer abschmecken / Season with salt & pepper

    Sind die 6 Minuten vergangen, holen wir den Korb kurz aus der Fritteuse und wenden die darin befindlichen Patties – evtl. betupfen wir die andere Seite noch mit etwas mehr Öl. Zu diesem Zeitpunkt sehen unsere Lachsfrikadellen noch etwas blass aus, aber das wird sich bald ändern,
    43 - Frikadellen aus Fritteue nehmen / Take patties from fryer

    denn nun kommen sie für weitere sieben Minuten bei 200 Grad zurück in den Air Fryer.
    44 - Wenden & weiter frittieren / Turn & continue air fry

    Danach haben die Lachsbratlinge eine schöne goldbraune Farbe angenommen
    45 - Fertig frittiert / Finished air frying

    so dass wir sie unmittelbar mit dem geschmorten Fenchel, einer Zitronenecke sowie etwas Remoulade servieren und genießen können.
    46 - Salmon patties with braised fennel - Served  / Lachsfrikadellen mit weißweingeschmorten Fenchel - Serviert

    Der Fenchel war wirklich sehr lecker geworden, denn er gar geschmort, aber dabei noch leicht knackig und mit einer kräftigen, aber nicht allzu dominanten Anis-Note versehen, was wunderbar zu Fischgerichten aller Art passt. Das Highlight auf dem Teller war aber eindeutig die Lachfrikadelle. Ihr Laib war zwar stabil genug um einen stabilen Bratling zu bilden, aber im Inneren erwies sie sich als unglaublich saftig und fluffig – ich weiß leider kein anderes Wort um die locker-leichte Struktur zu beschreiben.

    48 - Salmon patties with braised fennel - Lateral cut  / Lachsfrikadellen mit weißweingeschmorten Fenchel - Querschnitt

    Der frische Lachs kam dabei weiterhin deutlich zur Geltung, wurde aber durch die gelungene Kombination von Mayo, Senf, Dill und den üblichen Gewürzen sowie natürlich Zwiebel- und Paprikawürfel überaus gelungen ergänzt. Beträufelt mit Zitronensaft und kombiniert mit etwas Remoulade ein wahrer Genuss – ich glaube ich habe noch nie zuvor eine so leckere Fischfrikadelle verzehrt. Wunderbar saftig und sehr gelungen gewürzt. Und dabei nicht ganz so öldurchdrungen wie eine in der Pfanne gebratenen Frikadelle.

    47 - Salmon patties with braised fennel - Seitenansicht  / Lachsfrikadellen mit weißweingeschmorten Fenchel - Seitenansicht

    Alternativ könne man solche “Fischpflanzerl” übrigens auch im Ofen backen, allerdings kann man den Garlevel im Ofen meiner Meinung nach nicht so fein abstimmen. Außerdem befürchte ich dass sie dann stärker austrocknen – aber das sind alles nur Vermutungen. Vielleicht probier ich das ja mal aus, wenn ich das nächste Mal diese leckeren Lachsfrikadellen zubereite, denn nur so gibt es Gewissheit – und ich bin sowieso sicher dass dies nicht das letzte Mal, dass ich dieses Rezept in meiner Küche verwendet habe.

    Guten Appetit

    Gebratenes Hokifilet mit Fenchelgemüse in Safransauce & Salzartoffeln [07.06.2017]

    Wednesday, June 7th, 2017

    Zwar klangen die Spaghetti Bolognese mit Parmesan die heute im Abschnitt Globetrotter auf der Speisekarte unseres Betriebsrestaurants zu finden waren äußerst verlockend, aber ich hatte ja erst vor einigen Tagen meine berühmten Nudeln mit Hackfleisch-Tomatensauce gekocht, daher wollte ich mich hier lieber zurückhalten. Wäre das Wetter wieder etwas sommerlicher gewesen, hätte ich daher vielleicht beim Chefsalat mit Schinken- und Käsesreifen, Thunfisch und Ei, dazu American Dressing aus der Abteilung Tradition der Region zugegriffen, doch noch stürmte und regnete es draußen. Und da ich auch heute keine Lust auf die Asia-Thai-Angebote wie em>Gebratene Mienudeln mit verschiedenem Gemüse in Hoi Sin Sauce oder Rindfleisch mit Broccoli und Karotten in Austernsauce hatte, griff ich schließlich beom Gebratenen Hokifilet mit Fenchelgemüse in Safransauce und Saözkartoffeln zu, das bei Vitality auf der Karte zu finden war. Leider fand sich weder an der Salat- noch an der Gemüsetheke eine passende Beilage, daher blieb es heute nur bei diesem Hauptgericht.

    Fried hoki filet wit fennel in saffron sauce / Gebratenes Hokifilet mit Fenchelgemüse in Safransauce

    Das paniert gebratene Stück Hokifilet war zwar etwas klein geraten, aber das Fleisch das sich unter der dünnen Panade fand war dafür angenehm saftig, zart und frei von Gräten. Gemeinsam mit der cremigen Sauce mit ihrem Safran-Aroma und den zahlreichen Fenchelstückchen erwies es sich als überaus schmackhaft. Fisch und Fenchel passen wirklich überaus gut zusammen. Und an den Sazkartoffeln, die man heute als Sättigungsbeilage dazu reichte, gab es ebenfalls nichts auszusetzen. Ich war zufrieden mit meiner Wahl, die mit gerade mal 443kcal außerdem einen angenehm leichten Genuss versprach.
    Beim Gros der anderen Gäste waren natürlich die Spaghetti auf den Tabletts zu sehen, denen daher auch unangefochten der erste Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala zustand. Auf dem zweiten Platz sah ich das Hokifilet, knapp gefolgt vom Chefsalat auf Platz drei. Die Asia-Gerichte erreichten heute leider nur den vierten Platz.

    Mein Abschlußurteil:
    Hokifilet: ++
    Fenchelgemüse in Safransauce: ++
    Salzkartoffeln: ++

    Gebratenes Zanderfilet auf Fenchelgemüse in Safransauce an Wildreis-Mix – das Rezept

    Sunday, March 13th, 2016

    Heute wollte ich endlich mal den Vorschlag von Charli aus diesem Kommentar realisieren und das bereits häufig von mir in unserem Betriebsrestaurant gewählte Fischfilet auf Fenchelgemüse in Safransauce an Wildreis-Mix nachkochen. Allerdings griff ich beim Fisch nicht zu Hoki, wie im Betriebsrestaurant üblich und das ich auch nur als TK-Ware bekommen hätte, sondern entschied mich statt dessen für frischen Zander, denn ich sanft auf der Hautseite briet. Gemeinsam mit dem Fenchelgemüse, das ich mit Möhren kombinierte und einer Mischung aus Basamti- und Wildreis ergab sich ein überaus leckeres Gericht, das natürlich eindeutig hochwertiger war als das, was im Betriebsrestaurant serviert wird. Daher möchte ich es natürlich nicht versäumen, das verwendete Rezept hier einmal in der gewohnten Form vorzustellen.

    Was benötigen wir also für 2 Portionen?

    2 Knollen Fenchel (Soweit möglich mit Fenchelgrün)
    01 - Zutat Fenchel / Ingredient fennel

    2 Schalotten
    02 - Zutat Schalotten / Ingredient shallots

    2 mittelgroße Möhren
    03 - Zutat Möhren / Ingredient carrots

    1 Orange
    04 - Zutat Orange / Ingredient orange

    250ml Fischfond
    05 - Zutat Fischfond / Ingredient fish stock

    3 Sternanis
    06 - Zutat Sternanis / Ingredient star anise

    1 Döschen gemahlenes Safran (0,1g)
    07 - Zutat Safran / Ingredient saffron

    100ml trockener Weißwein
    08 - Zutat trockener Weißwein / Ingredient dry white wine

    100ml Sahne
    09 - Zutat Sahne / Ingredient cream

    2 Esslöffel Weizenmehl
    10 - Zutat Mehl / Ingredient flour

    300-350g Zander-Filet
    11 - Zutat Zanderfilet / Ingredient zander filet

    125g Wildreis-Basmati-Mix
    12 - Zutat Reis mit Wildreis / Ingredient rice with wild rice

    etwas Öl zum braten
    und etwas Salz, Pfeffer sowie eine Prise Zucker zum würzen

    Beginnen wir damit, das Fenchelgrün von den Knollen abzutrennen und bei Seite zu legen, um die Knollen dann zu halbieren und den Strunk zu entfernen.
    13 - Fenchelgrün abtrennen & Strunk entfernen / Cut off fennel fronds & remove stalk

    Dann schneiden wir die Knollen in dünne Streifen, wobei wir größere Streifen noch einmal halbieren oder dritteln,
    14 - Fenchel in Streifen schneiden / Cut fennel in slices

    schälen die Möhren,
    15 - Möhren schälen / Peel carrots

    schneiden diese in kleine Würfel
    16 - Möhren würfeln / Dice carrots

    und ziehen die Schalotten ab, um sie fein zu würfeln.
    17 - Schalotten würfeln / Dice shallots

    Anschließend erhitzen wir zwei Esslöffel eines neutralen Pflanzenöls in einer Pfanne
    18 - Öl in Pfanne erhitzen / Heat up oil in pan

    und dünsten darin die gewürfelten Schalotten an, lassen sie aber keine Farbe annehmen.
    19 - Schalotten andünsten / Braise shallots lightly

    Dann geben wir den Fenchel hinzu
    20 - Fenchel hinzufügen / Add fennel

    und braten sie für einige Minuten an.
    21 - Fenchel anbraten / Fry fennel

    In der Zwischenzeit können wir die Orange halbieren und ihren Saft auspressen.
    22 - Orange auspressen / Press out orange juice

    Schließlich bestäuben wir den Fenchel mit einem gehäuften Esslöffel Weizenmehl,
    23 - Mit Mehl bestäuben / Dredge with flour

    geben die gewürfelten Möhren hinzu,
    24 - Möhren addieren / Add carrots

    braten alles kurz weiter an
    25 - Fenchel & Möhren weiter braten / Continue to fry fennel & carrots

    und löschen es schließlich mit dem trockenen Weißwein ab,
    26 - Mit Weißwein ablöschen / Deglaze with white wine

    den wir etwas einkochen lassen.
    27 - Weißwein einkochen lassen / Let white wine reduce

    Dann geben wir auch den Fischfond mit in die Pfanne,
    28 - Fischfond hinzufügen / Add fish stock

    gießen etwa 80ml des ausgepressten Orangensafts hinzu,
    29 - Orangensaft eingießen / Pour orange juice

    streuen den gemahlenen Safran ein
    30 - Safran einstreuen / Intersperse saffron

    und geben auch die 3 Stück Sternanis in die Pfanne.
    31 - Sternanis in Pfanne geben / Add star anise

    Das Ganze lassen wir kurz aufkochen und die Flüssigkeit sich dann bei mittlerer Hitzezufuhr etwas einreduzieren.
    32 - Aufkochen & reduzieren lassen / Bring to a boil & let reduce

    Diese Zeit können wir nutzen, um das zur Seite gelegte Fenchelgrün von den Stielen zu zupfen und die Fähnchen ein wenig zu zerkleinern.
    34 - Fenchelgrün zerkleinern / Mince fennel fronds

    Dann gießen wir nun auch die 100ml Sahne in die Pfanne, lassen alles weiter köcheln,
    33 - Sahne dazu gießen / Add cream

    schmecken dabei alles mit Salz, Pfeffer sowie einer Prise Zucker ab
    35 - Mit Salz, Zucker & Pfeffer abschmecken / Taste with salt, sugar & pepper

    und streuen schließlich noch das zerkleinerte Fenchelgrün ein.
    36 - Fenchelgrün einstreuen / Intersperse fennel fronds

    Während das Fenchelgemüse weiter auf leicht reduzierter Stufe köchelt, setzen wir einen Topf mit Wasser für den Reis auf und beginnen ihn zum kochen zu bringen.
    37 - Wasser für Reis aufsetzen / Bring water for rice to a boil

    Außerdem waschen wir das Zanderfilet, trocknen es,
    38 - Zanderfilet waschen / Wash zander filet

    entfernen eventuelle Gräten mit Hilfe unserer Grätenpinzette,
    39 - Gräten entfernen / Remove fishbones

    schneiden das Filet bei Bedarf etwas zu
    40 - Fischfilet zuschneiden / Cut fish filet to size

    und schneiden es in zwei gleich große Stücke.
    41 - Zander halbieren / Cut zander in halfs

    Inzwischen müsste auf das Wasser kochen, so dass wir einen halben Teelöffel Salz hinzufügen
    42 - Wasser salzen / Salt water

    und den Reis darin gemäß Packungsbeschreibung kochen können.
    43 - Reis kochen / Cook rice

    Die beiden Zanderfilet-Stücke würzen wir mit Salz und Pfeffer
    44 - Zander mit Salz & Pfeffer würzen / Season zander with salt & pepper

    und mehlieren die Hautseite des Zanders.
    45 - Hautseite des Zander mehlieren / Flour skin side of zander

    Dann erhitzen wir etwas Öl in einer zweiten Pfanne
    46 - Öl in zweiter Pfanne erhitzen / Heat up oil in second pan

    und legen die Zanderfilets mit der Hautseite nach unten hinein, wobei wir sie etwas andrücken, da sich der Fisch ansonsten wölbt und nicht ganz durch gart. Auf reduzierter Stufe, damit die Hautseite nicht anbrennt, lassen wir das Fischfilet über einige Minuten durchgehend garen.
    47 - Zander in Pfanne geben & andrücken / Put zander in pan & press on

    Zum Schluss geben wir für den GEschmack etwas Butter in die Pfanne
    48 - Butter in Pfanne geben / Add butter in pan

    und braten das Filet auch für nur eine Minute von der anderen Seite an.
    49 - Zander kurz von der anderen Seite anbraten / Fry other side of zander

    Sobald der Reis gar ist, können wir das Gericht dann auch schon servieren und genießen.
    50 - Zander filet on fennel in saffron sauce with wild rice mix - Served / Zanderfilet auf Fenchelgemüse in Safransauce an Wildreis-Mix - Serviert

    Das zarte und saftige Zanderfilet mit seiner leichten Butternote passte wunderbar zum noch leicht knackigen Fenchel-Möhrengemüse in seiner cremigen und mild-würzigen Safransauce. Das Sternanis hatte, gemeinsam mit dem Safran, den sowieso schon leicht anisartigen Geschmack des Fenchels sehr lecker ergänzt wie ich fand. Und auch die Mischung aus Basmati- und Wildreis passte gut in die geschmackliche Gesamtkomposition. Ich war mit dem Ergebnis sehr zufrieden, eine wirklich leckere Zusammenstellung.

    51 - Zander filet on fennel in saffron sauce with wild rice mix - Side view / Zanderfilet auf Fenchelgemüse in Safransauce an Wildreis-Mix - Seitenansicht

    Werfen wir zum Abschluss noch einen kurzen Blick auf die Nährwerte dieses Gerichts. Der Zander selbst ist mit insgesamt ca. 500kcal, also 250kcal pro Portion, schon mal angenehm leicht, und auch beim Fenchelgemüse kommen gerade mal 500kcal, also noch einmal 250kcal pro Portion zusammen. Kommen noch 470kcal für den Basamti-Wildreis-Mix, also 235kcal pro Portion, womit wir bei einer Summe von 735kcal für das gesamt Gericht landen. Für ein so reichhaltiges Hauptgericht kein niedriger, aber dennoch akzeptabler Wert.

    Guten Appetit

    Hokifilet mit Fenchel in Safransauce & Wildreis-Mix [02.12.2015]

    Wednesday, December 2nd, 2015

    Wie eigentlich am Mittwoch üblich, aber in letzter Zeit von mir leider etwas vernachlässigt, wollte ich heute nun endlich mal wieder beim für diesen Wochentag üblichen Fischgericht zugreifen und ich hatte Glück, denn mit einem Gebratenen Hokifilet mit Fenchelgemüse in Safransauce und Wildreismix stand im Bereich Vitality ein bereits bekanntes und bewährtes Gericht auf der Speisekarte. Obwohl ich zugeben muss, dass mir die Entscheidung etwas schwer fiel, denn sowohl die Allgäuer Käsespätzle mit Röstzwiebeln bei Tradition der Region als auch das außerplanmäßige Zusatzangebot in Form eines Kalbsbratens mit Bratensauce und Kartoffelsalat hatten ihren gewissen Reiz. Nur das Züricher Geschnetzelte vom Schwein mit Kartoffelröstis bei Globetrotter lehnte ich wegen seiner wässrigen Sauce von vornherein ab. und auch für die Asia-Thai-Gerichte an der Wok-Theke wie Asiatisches Gemüse herzhaft gebraten mit Thaicurry in Kokosmilchsauce und Nua Pad Pram Hoi – Rindfleisch mit Broccoli und Karotten in Austernsauce konnte ich mich nicht begeistern. Zum Fisch gesellte sich dann noch ein Glas Mousse Weiße Schokolade aus dem heutigen Dessert-Angebot.

    Hoki filet with fennel in saffron sauce & rice / Hokifilet mit Fenchel in Safransauce & Wildreis-Mix

    Das in dünner Panade gebratene Hokifilet war heute nicht wie sonst am Stück, sondern in kleineren Stücken serviert worden, wobei die Panade teilweise etwas sehr knusprig geraten war, aber das Fischfilet im Inneren war zart und saftig wie gewohnt, so dass ich hier keinerlei Abzüge in der Wertung zu geben gedenke. Und das Fenchelgemüse in seiner leicht cremigen Safransauce erwies sich dieses Mal als deutlich würziger als ich es von früheren Versionen in Erinnerung hatte, aber das machte es nicht schlechter und es passte dennoch wunderbar zum Fisch. Der lockere, körnige Reis, in den zahlreiche Wildreis-Körner gemischt worden waren, erwies sich ebenfalls als überaus passende Sättigungsbeilage. Einzig beim Aroma des Dessert haperte es heute wieder ein wenig, aber glücklicherweise wurde das durch die Fruchtsauce, sie man zum garnieren verwendet hatte gut kompensiert, so dass ich hier heute mal ausnahmsweise auf einen Punktabzug verzichte.
    Auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala lieferten sich heute das Züricher Geschnetzelte und die Käsespätzle ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen um den ersten Platz und ich war nach mehrmaligen hinsehen der Meinung, dass die Käsespätzle dieses mit knappen Vorsprung für sich entscheiden konnten und das Geschnetzelte somit auf Platz zwei verweisen. Auf dem dritten Platz folgten die Asia-Gerichte und Platz vier belegte meiner Meinung nach der Kalbsbraten und knapp dahinter folgte das Hokifilet auf dem fünften Platz.

    Mein Abschlussurteil:
    Hokifilet: ++
    Fenchelgemüse in Safransauce: ++
    Wildreismix: ++
    Mousse weiße Schokolade: ++

    Kabeljaufilet auf Fenchelgemüse in Safransauce und Reis [09.09.2015]

    Wednesday, September 9th, 2015

    Heute wollte ich nach mehreren Wochen Abstinenz endlich mal wieder beim mittwöchlichen Fischgericht in unserem Betriebsrestaurant zugreifen, denn ich fand das im Bereich Vitality angebotene Kabeljaufilet auf Fenchelgemüse in Safransauce heute einfach verlockender als die Asia-Thai-Gerichte Asiatisches Gemüse herzhaft gebratn mit Thaicurry in Kokosmilchsauce und Nua Pad Pram Hoi – Rindfleisch mit Broccoli und Karotten in Austernsauce oder das schweineschnitzel “Jäger Art” mit Spätzle bei Tradition der Region und den Würst’l Gulasch mit Paprikastreifen und Kartoffelwürfeln bei Globetrotter. Und es war wohl eher die Gewohnheit als die Notwendigkeit, dass ich mir trotz des Fenchels in Safransauce noch ein Schälchen Erbsen und Möhren aus dem heutigen zusätzlichen Gemüseangebot dazu stellte. Aber auf das Dessert, heute ein Joghurt mit Obstsalat, wollte ich aber nicht verzichten.

    Codfish in fennel vegetables in saffron sauce on rice / Kabeljau auf Fenchelgemüse in Safransauce und Reis

    Eine sehr gute Wahl, soviel steht fest. Das in dünner Panade gebratene Kabeljaufilet war wunderbar zart und saftig geraten und hatte ein wunderbares Aroma. Dazu das in kleine Würfelchen geschnittene in einer mild-würzigen Sauce mit Safranaroma und schließlich noch der gelbliche, heute sehr lockere Reis als Sättigungsbeilage. Eine sehr gelungene Zusammenstellung, zu der es die Mischung aus Pariser Möhren und Erbsen eigentlich gar nicht gebraucht hätte – aber Qualitativ waren auch sie soweit in Ordnung, ebenso wie der ungesüßte Joghurt, der mit einer bunten Fruchtmischung aus Stücken von Erdbeere, Trauben, Äpfeln, Pflaumen und Ananas versehen war. Ich war mit meiner Wahl auf jeden Fall sehr zufrieden.
    Auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala lag heute natürlich, ganz wie erwartet, das übrigens unpanierte Jägerschnitzel mit Spätzle ganz weit vorne und konnte sich den ersten Platz sichern. Auf Platz zwei folgte der Würst’l Gulasch, den dritten Platz belegte meiner Meinung nach der Kabeljau und auf Platz vier folgten, aber nur mit knappen Abstand, die Asia-Gerichte.

    Mein Abschlussurteil:
    Kabeljaufilet: ++
    Fenchel in Safransauce: ++
    Reis: ++
    Erbsen & Möhren: ++
    Joghurt mit Obstsalat: ++

    Seelachsfilet mit Fenchelgemüse in Safransauce [03.06.2015]

    Wednesday, June 3rd, 2015

    Beim heutigen Mittags-Angebot in unserem Betriebsrestaurant fand sich wenig überraschendes und viele Standard-Gerichte. Einzig der Bayrische Hähnchenschenkel mit Kartoffel-Gurkensalat, der als unangekündigtes Zusatzangebot auf der Karte zu finden war, ließ mich kurz überlegen ob ich von meinem mittwöchlichen Standard-Vorgehen – nämlich das Fischgericht zu essen – abzuweichen, denn der Hähnchenschenkel war irgendwie paniert worden und das sah interessant aus. Die Asia-Gerichte wie Chop Suey – Gemischtes Asia-Gemüse gebraten in Kokosmilchsauce und Curry Kai – Putenfleisch gebraten mit gelben Thai-Curry und verschiedenem Gemüse noch die Bratwurst mit Rahmspinat und Salzkartoffeln bei Tradition der Region oder die Allgäuer Käsespätzle mit Röstzwiebeln bei Globetrotter konnten mich umstimmen, heute beim Gebratenen Seelachsfilet mit Fenchelgemüse in Safransauce, dazu Wildreismix aus der Sektion Vitality zuzugreifen. Letztlich blieb es also beim Fisch, zu dem ich mir noch ein kleines Becherchen Erdbeerjoghurt aus dem heutigen Dessert-Angebot gönnte.

    Coalfish with fennel in saffron sauce / Seelachsfilet mit Fenchelgemüse in Safransauce

    Das mit einigen Gewürzen versehene, gebratene Seelachsfilet erwies sich als schön zart, saftig und frei von jeglichen Gräten, genau wie man es von einem gut zubereiteten Fischfilet erwartet. Die Safransauce, in der sich neben gewürfeltem Fenchel auch Stücke von Frühlingszwiebeln und Möhren fanden, hätte zwar noch etwas würziges sein können, passte aber auch in dieser milden Form gut zum Fisch und der großzügigen Portion lockeren, mit Wildreis versetztem Basamati-Reis. Insgesamt eine gute Wahl, die von dem kleinen Becherchen fruchtigen und cremigen Erdbeerjoghurt komplettiert wurde.
    Auf der Allgemeinen Beliebheitsskala lieferten sich heute die Bratwurst mit Rahmspinat und die Käsespätzle ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen um den ersten Platz, den die Bratwurst meiner Meinung nach knapp für sich entscheiden konnte. Nach dem somit zweitplatzierten Käsespätzle folgte der panierte Hähnchenschenkel mit Kartoffelsalat auf Platz drei, der aber nur knapp vor den Asia-Gerichten lag, dem heutigen vierten Platz. Das Seelachsfilet mit Fenchelgemüse war zwar auch hier und dort gewählt worden, aber für mehr als Platz fünf reichte es dennoch nicht.

    Mein Abschlussurteil:
    Seelachsfilet: ++
    Fenchelgemüse: ++
    Wildreis-Mix: ++
    Erdbeerjoghurt: ++

    Zanderfilet im Kartoffelspaghettimantel mit Fenchelgemüse & Senfsauce – das Rezept

    Saturday, April 25th, 2015

    Schon vor einiger Zeit hatte ich mir ja mal einen Spiralschneider angeschafft, aber bisher so gut wie gar nicht verwendet. Daher sah ich dieses Rezept für Zanderfilet im Kartoffelspaghettimantel mit Fenchelgemüse und Senfsauce als gute Gelegenheit, diesen mal wieder zu entstauben und zur Anwendung zu bringen. Viele werden sich wahrscheinlich an dieser Stelle fragen, was Kartoffelspaghetti sind, doch das wird sich etwas etwas weiter unten im Text schnell aufklären. Außerdem gab es mir auch die Gelegenheit, mal wieder etwas mit dem von mir sehr geschätzten Zander zuzubereiten und ich hatte Glück, dass man im Supermarkt meines Vertrauens an der Fischtheke auch gerade frisches Zanderfilet vorrätig hatte. Mit TK-Fisch mache ich solche etwas komplexeren Rezepte eher ungern, da dieser gerne mal nach dem Auftauen zerbröselt. Frischer Zander ist zwar nicht gerade günstig, aber die kleine Investition lohnt sich hier alle mal. Das Ergebnis war auf jeden Fall ein Gericht, das sich nicht nur sehen lassen konnte – das Auge isst ja mit – sondern sich auch als überaus lecker erwies. Daher möchte ich es natürlich nicht versäumen, das verwendete Rezept hier einmal kurz in gewohnter Art und Weise vorzustellen.

    Was benötigen wir also für 2 Portionen?

    300g Zander-Filet
    01 - Zutat Zanderfilet / Ingredient zander filet

    1 mittlere Knolle Fenchel (350 – 400g)
    02 - Zutat Fenchel / Ingredient fennel

    2 Schalotten
    03 - Zutat Schalotten / Ingredient shallots

    2-3 mittlere Kartoffeln oder 1 große Kartoffel
    04 - Zutat Kartoffeln / Ingredient potatoes

    1 Zehe Knoblauch
    05 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

    ca. 100ml trockener Weißwein
    06 - Zutat trockener Weißwein / Ingredient white wine

    200ml Fischfond
    07 - Zutat Fischfond / Ingredient fish stock

    150ml Sahne
    08 - Zutat Sahne / Ingredient cream

    1 Schuss Wermut (Noilly Prat)
    09 - Zutat Wermut / Wormwood  (Noilly Prat)

    1 Esslöffel Senf (z.B. Dijon-Senf)
    10 - Zutat Dijon-Senf / Ingredient mustard

    2 Esslöffel Butter
    11 - Zutat Butter / Ingredient butter

    sowie etwas Olivenöl
    und etwas Salz & Pfeffer zum würzen

    Bevor wir mit der eigentlichen Zubereitung beginnen können, müssen wir natürlich noch einige der Zutaten vorbereiten. Entfernen wir also erst einmal das Grün von der Fenchelknolle und legen es bei Seite – wir brauchen es später noch. Anschließend vierteln wir die Knolle, entfernen den Strunk und schneiden den Rest in feine Streifen.
    11 - Fenchel in Streifen schneiden / Cut fennel in stripes

    Außerdem ziehen wir eine der Schalotten ab und würfeln sie fein.
    12 - Schalotte würfeln / Dice shallot

    Dann nehmen wir uns eine Kartoffel zur Hand, waschen sie, schneiden sie beiden schmalen Enden ab
    13 - Kartoffelenden abschneiden / Cut potato ends

    und spannen sie dann in unseren Spiralschneider, um sie in Spaghettiform zu schneiden. Wer mag kann sie natürlich auch vorher schälen.
    14 - Kartoffeln in Spaghetti schneiden / Cut potatoes to spaghettis

    Danach waschen wir das Zanderfilet, trocknen es mit einem Papier-Küchentuch
    15 - Zandefilet waschen / Wash zander filet

    und schneiden es dann in dicke Streifen. Lange Stücke halbieren wir dabei am besten noch einmal.
    16 - Zanderfilet in Stücke schneiden / Cut zander filet

    Die so entstandenen Fischfilet-Stücke umwickeln wir dann mit den Kartoffel-Spaghetti.
    17 - Zander mit Kartoffelspaghetti ummanteln / Coat zander filet with potato spaghetti

    Ist das erledigt, kümmern wir uns erst einmal um die Sauce, denn die brauch beim heutigen Rezept am längsten. Wir erhitzen also etwa einen Esslöffel Butter in einem kleineren Topf
    18 - Butter in Topf zerlassen / Melt butter in pot

    und geben dann die Schalottenwürfel hinein, die wir glasig andünsten.
    19 - Schalottenwürfel glasig andünsten / Braise shallots lightly

    Das Ganze löschen wir anschließend mit dem trockenen Weißwein ab
    20 - Mit Weißwein ablöschen / Deglaze with white wine

    und lassen diesen einige Minuten einkochen, so dass nicht nur der Alkohol verdampft, sondern auch die Säuren reduziert werden. Ansonsten könnte nämlich die Sahne später darin gerinnen und das wollen wir ja nicht.
    21 - Weißwein einkochen lassen / Let white wine reduce

    Dann gießen wir den Fischfond hinzu,
    22 - Fischfond addieren / Add fish stock

    lassen alles kurz aufkochen und anschließend auf mittlerer Stufe über einen längeren Zeitraum reduzieren. Die Flüssigkeitsmenge sollte sich dabei etwa halbieren, was zu einem schön kräftigen Aroma in der Sauce führt.
    23 - Aufkochen & Sauce reduzieren lassen / Bring to a boil & let sauce reduce

    In der Zwischenzeit erhitzen wir etwas Olivenöl in einer Pfanne
    24 - Olivenöl in Pfanne erhitzen / Heat up olive oil in pan

    und braten die ummantelten Zanderfilets darin von allen Seiten für jeweils zwei bis drei Minuten an. Die fertig angebratenen Stücke legen wir dann in eine mit etwas Butter ausgefettete Auflaufform und beginnen parallel dazu, den Backofen auf 160 Grad vorzuheizen.
    25 - Ummantelte Zanderfilets von beiden Seiten anbraten / Fry zander filet from both sides

    Hat sich die Sauce dann wie gewünscht reduziert, gießen wir sie zuerst in ein anderes Behältnis und anschließend durch ein Sieb zurück in den Topf, so dass die Schalottenwürfel herausgefiltert werden.
    26 - Sauce durch Sieb gießen / Drain sauce through sieve

    Die ausgesiebte Schalotte pressen wir dann etwas aus, damit keine Flüssigkeit verloren geht,
    27 - Schalotten ein wenig ausdrücken / Squeeze shallots

    und lassen sie dann weiter köcheln und noch ein wenig mehr reduzieren.
    28 - Sauce weiter reduzieren lassen / Let sauce reduce

    Jetzt ist auch eine gute Gelegenheit, die zweite Schalotten zu würfeln
    32 - Zweite Schalotte würfeln / Dice second shallot

    und die Knoblauchzehe abzuziehen und zu halbieren, um sie dann etwas anzudrücken.
    33 - Knoblauch schälen & anpressen / Peel & squeeze garlic

    Nachdem wir dann die Pfanne sauber gewischt haben – alternativ können wir natürlich auch eine zweite Pfanne nehmen – zerlassen wir den zweiten Esslöffel Butter
    29 - Butter in Pfanne zerlassen / Melt butter in pan

    und dünsten die angedrückte Knoblauchzehe darin an.
    34 - Knoblauchzehe andünsten / Braise garlic lightly

    Anschließend geben wir den Fenchel hinzu und dünsten ihn schon mal etwas an.
    35 - Fenchel hinzufügen / Add fennel

    Zur Saucen-Reduktion geben wir dann die Sahne
    30 - Sahne zu Reduktion gießen / Add cream to reduction

    und rühren den Esslöffel Senf ein, um alles weiter köcheln zu lassen.
    31 - Senf einrühren / Stir in mustard

    Zum Fenchel geben wir dann die zweite gewürfelte Schalotte und dünsten sie gemeinsam mit ihm an.
    36 - Schalotten hinzufügen / Add shallots

    Inzwischen sollte auch der Backofen vorgeheizt sein, so dass wir den Auflaufform mit dem Fisch hinein schieben und diesen über etwa 15 bis 20 Minuten fertig garen können.
    37 - Fisch im Ofen garen / Bake fish in oven

    Außerdem schmecken wir den Fenchel mit etwas Salz und Pfeffer ab,
    38 - Fenchel mit Pfeffer & Salz abschmecken / Taste fennel with pepper & salt

    geben einen Schuss Wermut in die Senfsauce
    39 - Schuss Noilly Prat zur Sauce geben / Add wormwood to sauce

    und schmecken diese ebenfalls mit Salz und Pfeffer ab. Wer mag, kann die Sauce auch noch mit etwas hellem Saucenbinder eindicken.
    40 - Sauce mit Pfeffer & Salz abschmecken / Taste sauce with pepper & salt

    Schließlich nehmen wir die Auflaufform mit dem Zander aus dem Ofen und prüfen ob der Fisch komplett durch ist. Am einfachsten geht das mit einem Zahnstocher, den wir an einer besonders dicken Stelle hinein stechen. Lässt er sich ohne spürbaren Widerstand komplett durch stechen, ist der Fisch gar, wenn nicht muss er noch einmal kurz in den Ofen. Ist der Fisch fertig, würzen wir ihn mit etwas Salz und Pfeffer.
    41 - Mit Zahnstocher prüfen ob Fisch gar ist / Check with toothpick if fish is done

    Nun zupfen wir noch einige Fähnchen vom Fenchelgrün ab und zerkleinern es etwas.
    42 - Fenchelgrün zerkleinern / Hackle fennel greens

    Anschließend verwenden wir diese dazu, um damit Fenchel, Senfsauce und die ummantelten Zanderfilets zu garnieren, bevor wir diese schließlich servieren und genießen können.
    43 - Zander filet coated in potatoes with fennel & mustard sauce - Served / Zanderfilet im Kartoffelspaghettimantel mit Fenchelgemüse & Senfsauce  - Serviert

    Alleine schon die zarten und saftigen Zanderfilets in ihrem leicht knusprigen Mantel aus spaghettisierten Kartoffeln waren ein wirklicher Genuss. Eine überaus leckere Art, diese Fischsorte zu genießen. Dazu das angebratene, noch leicht knackige Fenchelgemüse und die würzige, angenehm aromatische Senfsauce und fertig war ein Gericht, das nicht nur der Gaumen, sondern auch die Augen als überaus ansprechend empfanden. Der etwas größere Aufwand bei der Zubereitung hatte sich auf jeden Fall gelohnt.

    44 - Zander filet coated in potatoes with fennel & mustard sauce - Side view / Zanderfilet im Kartoffelspaghettimantel mit Fenchelgemüse & Senfsauce  - Seitenansicht

    Werfen wir abschließend noch einen kurzen Blick auf die Nährwerte dieses Gerichts. Zwar war die Menge der verwendeten Kartoffel-Spaghetti schwer abzuschätzen, aber die fallen auch nicht allzu groß ins Gewicht, so dass ich mit dem von mir errechneten Wert von etwa 950kcal für die gesamte Zubereitung ganz gut liegen dürfte. Das entspricht also gerade mal 475kcal pro Portion, ein angenehm niedriger Wert für ein Gericht, das sich doch als angenehm sättigend erwies. Hinzu kommt, dass es sich hierbei wohl um ein Low-Carb-Gericht handelt, den abgesehen von den Kartoffelspaghetti sind ja sonst keine großen Kohlehydrat-Lieferanten im Rezept verwendet worden. Ich war auf jeden Fall sehr zufrieden mit dem Ergebnis und habe Fisch auf diese Art bestimmt nicht das letzte Mal zubereitet.

    Guten Appetit

    Gebratenes Hokifilet mit Fenchelgemüse in Safransauce [22.04.2015]

    Wednesday, April 22nd, 2015

    Zwar gab es auch heute im Rahmen des dieswöchentlichen Crêpe-Specials in unserem Betriebsrestaurant ein enstprechendes Angebot, doch der Gefüllte Crêpe mit Spinat und Ricotta, dazu Champignonsauce war nur bedingt geeignet, mich von meiner mittwöchlichen Vorliebe für Fisch abzubringen. Obwohl die gebackenen Kartoffelwürfel als Sättigungsbeilage, die es dazu gab eigentlich auch ganz gut gefielen. Hätte ich nicht erst nach dem Essen von einem Kollegen erfahren, dass man anstatt der angekündigten Spinat-Ricotta-Füllung eine Gemüsefüllung mit Spargel in den Crêpe getan hatte, wäre ich vielleicht sogar noch umgeschwenkt, so aber hatte ich zu diesem Zeitpunkt bereits das Gebratene Hokifilet mit Fenchelgemüse in Safransauce, dazu Wildreismix aus dem Bereich Vitality gewählt und verputzt. Das Gebratene Putensteak “Picatta Milanese” mit Tomatensauce und Butternudeln bei Tradition der Region und die Asia-Gerichte wie Asiatisches Gemüse, herzhaft gebraten, mit Thaicurry in Kokosmilchsauce und das Nua Pad Pram Hoi – Rindfleisch mit Broccoli und Karotten in Austernsauce sahen zwar auch ganz gut aus, kamen aber heute nicht in die nähere Auswahl. Zu meinem Fischgericht nahm ich mir aber noch ein Becherchen Erdbeercreme aus dem heutigen Dessert-Angebot.

    Hoki filet with fennel in saffron sauce / Hokifilet mit Fenchelgemüse in Safransauce

    Letztlich hatte ich aber mit dem bereits bewährten, einigermaßen saftigen und natürlich grätenfreien Hokifilet in knuspriger Panade keine schlechte Wahl getroffen. Die mit zahlreichen Fenchelstückchen versehene, mild-würzige Safransauce und der lockere Langkornreis mit eingestreutem Wildreis gaben ebenfalls keinerlei Grund zur Kritik. Das einzige was mir ein wenig fehlte war eine Zitronenscheibe zum garnieren des Fischfilets, aber man kann ja nicht alles haben. Einzig bei der Erdbeercreme kann ich heute leider keine volle Punktzahl geben, denn sie war bereits etwas abgestanden und von ihrer Konsistenz her bereits ein wenig gummiartig. Sie war zwar essbar, aber ich habe schon bessere Desserts in unserem Betriebsrestaurant verzehrt.
    Um den ersten Platz auf der heutigen Allgemeinen Beliebtheitsskala lieferten sich das Picatta Milenese und der gefüllte Crêpe ein sehr enges Kopf-an-Kopf-Rennen und ich hatte wirklich Probleme einen Favoriten auszumachen. Daher mache ich heute mal eine Ausnahme und billige beiden Gerichten diesen Platz zu. Auf Platz zwei folgten die Asia-Gerichte und knapp dahinter kam schließlich das Hokifilet mit Fenchelgemüse.

    Mein Abschlußurteil:
    Hokifilet: ++
    Fenchelgemüse in Safransauce: ++
    Wildreismix: ++
    Erdbeercreme: +