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Deftiger Linseneintopf mit Wiener Würstchen – das Rezept

Freitag, Oktober 15th, 2021

Es ist Herbst geworden und was passt besser zu dieser Jahreszeit als ein schön deftiger Linseneintopf mit Wiener Würstchen und frischem knusprigen Bauernbrot. Früher als ich noch täglich in unser Betriebsrestaurant essen ging war das ein häufiger von mir gewähltes Gericht, doch durch das lange Homeoffice dank Covid-19 habe ich dieses leckere Eintopfgericht schon bestimmt ein Jahr nicht mehr gegessen. Das wollte ich unbedingt ändern, daher entschloss ich mich heute dazu mir einfach selbst ein solches Gericht zuzubereiten. Rezepte sowie Varianten des traditionellen Rezepts (z.B. indische, italienische oder griechische Art) dazu gibt es wie Sand am Meer, aber mir stand der Geschmack nach einem ganz normalen traditionellen deutschen Linseneintopf. Dabei nutzte ich die Gelegenheit gleich in paar neue Kochtechniken anzuwenden, die ich sonst nicht verwendet habe – wie zum Beispiel das andrücken der Knoblauchzehen mit dem Handballen und dem anschließenden Kochen im Ganzen oder das auskochen der Schwarte vom Bauchspeck, die ich früher immer einfach weggeworfen habe, was eigentlich Verschwendung war. Außerdem habe ich das erste Mal eine gelbe Möhre anstatt der sonst üblichen orangen Möhren verwendet. Ich habe gelesen dass die gelben und weiße Möhren früher in Mitteleuropa die am weitesten verbreitete Sorten waren. Sie sind im Geschmack weniger süß als der ihrer orangen Verwandten und eignen sich daher auch besser für Eintopfgerichte wie dieses. Angeblich wurden die orangen Möhren dann mal in Holland zu Ehren ihres Königshauses in deren Nationalfarbe – eben Orange – gezüchtet und haben dann von dort aus alle anderen Sorten nach und nach verdrängt. Andere Quellen sagen dass die orange Möhre vor ca. 500 Jahren aus Asien nach Europa kam. Die ursprünglichen wilden Möhren waren dagegen angeblich außen violett, besaßen aber einen gelben Kern – waren aber deutlich kleiner als die heute verkauften Varianten. Wie dem auch sei, ich entschloss mich heute eben Mal zusätzlich eine gelbe Möhre in meinem Eintopfgericht mit zu verarbeiten. 😉 Das Ergebnis war auf jeden Fall ein überaus leckeres Eintopfgericht, daher möchte ich es natürlich nicht versäumen das Rezept hier einmal in gewohnter Form vorzustellen.

Was benötigen wir also für 4 Portionen?

  • 250g Berglinsen
  • 160g Möhren (gelb und/oder orange)
  • 50-60g Lauch
  • 1 größere Zwiebel
  • 1-2 Zehen Knoblauch
  • 350-400g Kartoffeln
  • 1 Pastinake
  • 1 Stück Knollensellerie (60-70g)
  • 1 Lorbeerblatt
  • 3-4 Zweige Thymian
  • 2-3 Stengel Petersilie
  • 150g geräucherter Bauchspeck
  • 25ml Balsamico-Essig
  • 500ml Hühnerfond / -brühe
  • 4 Wiener Würstchen
  • etwas Salz & Pfeffer zum würzen
  • evtl. etwas frisches Bauernbrot
  • Eigentlich muss man Berglinsen so wie ich sie verwendete nicht unbedingt vorher einweichen, aber es verkürzt die Kochzeit um 10-15 Minuten und das konnte nicht schaden. Wir geben also unsere Linsen in eine Schüssel mit Wasser und lassen sie sich einige Stunden – gerne auch über Nacht – vollsaugen.
    01 - Soak lentils / Linsen einweichen 02 - Sokaed lentils / Linsen eingeweicht

    Wie bei den meisten Eintopf-Rezepten steht vor der eigentlichen Zubereitung natürlich erst einmal einiges an Schnippel-Arbeit an. Wir schälen also die Möhren und würfeln sie,
    03 - Peel carrots / Möhren schälen 04 - Dice carrots / Möhren würfeln

    schälen Pastinake sowie Knollensellerie und würfeln sie ebenfalls,
    05 - Peel parsnip & celeriac / Pastinake & Sellerie schälen 06 - Dice parsnip & celeriac / Pastinake & Sellerie würfeln

    halbieren den Lauch, waschen ihn und schneiden in dann zuerst in Streifen die wie anschließend zerkleinern, würfeln die Zwiebel,
    07 - Chop leek / Lauch zerkleinern 08 - Dice onion / Zwiebel würfeln

    zupfen die Blättchen von Petersilie und Thymian von den Stielen und zerkleinern diese,
    09 - Pick parsley & thyme from stalks / Petersilie & Thymian von Stielen zupfen 10 - Hackle herbs / Kräuter zerkleinern

    schälen die Kartoffeln, schneiden sie in grobe Würfel
    11 - Peel potatoes / Kartoffeln schälen 12 - Dice potatoes coarsely / Kartoffeln grob würfeln

    und entfernen schließlich die Schwarte vom Bauchspeck und würfeln diesen ebenfalls in eher grober Form wobei wie die Schwarte für später noch aufheben.
    13 - Dice pork belly / Bauchspeck würfeln

    Anschließend geben wir den gewürfelten Bauchspeck in einen Topf und braten ihn scharf an – wobei wir ihn nicht zu häufig wenden sollten damit ein paar Röstaromen entstehen können.
    14 - Put pork belly in pot / Bauchspeck in Topf geben 15 - Sear pork belly / Bauchspeck scharf anbraten

    Ist der Bauspeck gut durchgebraten und hat einiges von seinem Fett abgegeben reduzieren wir die Hitzezufuhr auf eine mittlere Stufe und geben Zwiebel-, Pastinaken- und Selleriewürfel sowie die Möhrenwürfel hinzu
    16 - Add onion, parsnip & celeriac to pot / Zwiebel, Pastinake & Sellerie in Topf geben 17 - Add diced carrots / Möhrenwürfel hinzufügen

    und braten alles für einige Minuten bei gelegentlichem wenden an.
    18 - Fry vegetables / Gemüse anbraten

    Dann geben wir auch die Kartoffeln hinzu, dünsten sie ebenfalls kurz mit an
    19 - Add potatoes / Kartoffeln addieren 20 - Braise diced potatoes / Kartoffelwürfel andünsten

    und addieren schließlich auch noch den zerkleinerten Lauch sowie Petersilie und Thymian, um diese ebenfalls kurz mit anzudünsten.
    21 - Put leek in pot / Lauch in Topf geben 22 - Add parsley & thyme / Petersilie & Thymian hinzufügen

    Außerdem salzen wir das Gemüse jetzt bereits jetzt etwas, damit wir auch die Einlage würzen. Gäben wir das Salz erst zu Schluss dazu, würden wir nur die Suppe bzw. den Eintopf würzen, was zur Folge hätte dass z.B. Möhren und Kartoffeln fade wirken könnten während die Flüssigkeit bereits sehr salzig schmeckt.
    23 - Salt vegetables / Gemüse salzen

    Mit dem Handballen zerdrücken wir nun unsere Knoblauchzehen und geben sie in dem Topf – sie werden am Ende wieder entfernt. Durch das andrücken können die ätherischen Öle aus der Knoblauchzehe angeblich in das Gericht übergehen ohne dass es zu sehr nach Knoblauchs stinkt. Ich hatte bisher das Knoblauch immer zerkleinert oder durch eine Knoblauchpresse dazu gepresst, wollte aber mal ausprobieren ob diese Methode ebenfalls funktioniert. 😉
    24 - Crush garlic cloves with heel of hand /  Knoblauchzehen mit Handballen zerdrücken 25 - Add garlic cloves / Knoblauchzehen dazu geben

    Außerdem geben wir auch das Lorbeerblatt sowie die Schwarten von unserem Bauspeck in den Topf
    26 - Add bay leaf / Lorbeerblatt addieren 27 - Put rind in pot / Schwarten in Topf geben

    und dünsten alles kurz mit an
    28 - Braise shortly / Kurz mit andünsten

    bevor wir schließlich auch unsere eingeweichten und abgegossenen Berglinsen hinzufügen und kurz mit angehen lassen.
    29 - Add soaked lentils / Eingeweichte Linsen hinzufügen 30 - Braise lentils / Linsen angehen lassen

    Schließlich gießen wir alles mit dem Hühnerfond bzw. der Brühe auf und lassen es kurz aufkochen
    31 - Deglaze with broth / Mit Brühe aufgießen 32 - Stir & bring to a boil / Verrühren & aufkochen lassen

    um es dann geschlossen für 15-20 Minuten auf leicht reduzierter Stufe vor sich hin köcheln zu lassen. Dabei sollten wir es natürlich hin und wieder mal umrühren.
    33 - Simmer close / Geschlossen köcheln lassen 34 - Stir from time to time / Zwischendurch umrühren

    Sind die Linsen schließlich gar gekocht können wir die Schwarte, die Knoblauchzehen sowie das Lorbeerblatt wieder entnehmen
    35 - Remove rind / Schwarte entnehmen 36 - Remove garlic & bay leaf / Knoblauch & Lorbeerblatt entfernen

    und den Eintopf mit 20-25ml Balsamico verfeinern. Zu einem guten Linseneintopf gehört – zumindest meiner Meinung nach – eine leicht säuerliche Essignote einfach dazu.
    37 - Refine with balsamico / Mit Balsamico verfeinern

    Außerdem schneiden wir die Wiener Würstchen in Scheiben, geben sie in unseren Eintopf
    38 - Cut wiener sausages in slices / Wiener Würstchen in Scheiben schneiden 39 - Put sausages in pot / Würstchen in Topf geben

    und lassen sie über einige Minuten heiß werden während wir das Eintopfgericht noch ein mal final mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken.
    40 - Stir & let sausages get hot / Verrühren & Würstchen heiß werden lassen 41 - Taste with salt & pepper / Mit Salz & Pfeffer abschmecken

    Anschließend können wir den fertigen Linseneintopf auch schon servieren und genießen – am besten in Kombination mit einer Scheibe frischem knusprigen Brot.
    42 - Lentil stew with wiener sausages - Served / Linseneintopf mit Wiener Würstchen - Serviert

    Das Gericht entsprach genau meiner Vorstellung nach eines leckeren und deftigen Linseneintopfs. Die Linsen waren zwar das leicht dominierende Gemüse, wurden aber sehr gelungen durch Möhren, Sellerie und Pastinake sowie der Kräuter-Kombination aus Petersilie und Thymian ergänzt. Dazu noch eine deftige Fleischeinlage aus würzigem geräucherten Bauchfleisch sowie reichlich Wiener Würstchen und die leicht säuerliche Note des Balsamico. Und auch eine leichter Hauch von Knoblauch war zu bemerken, der aber nicht ganz so deutlich ausgeprägt war als wenn ich die Zehen in zerkleinerter oder gepresster Form komplett im Gericht belassen hätte. Durch das auskochen der Schwarte war der Fleischgeschmack – zumindest gefühlt – noch einen Deut kräftiger als es nur durch den Bauchspeck der Fall gewesen sein dürfte. Das ist aber nicht verwunderlich, da die Hautseite natürlich viel vom Rauch beim Räuchern in sich aufnimmt, das nun zusätzlich mit ausgekocht worden war. Kein Muss, aber eine gelungene Ergänzung ist auch das Stück frischen Brots, mit deren Hilfe man die letzten Reste dieses leckeren Eintopfgerichts schließlich noch vom Teller aufwischen kann. Ich war froh mir heute extra dazu einen frischen Laib Brot besorgt zu haben. Alles in allem ein voller Erfolg, so ein Gericht ist genau das richtige für die herbstliche Jahreszeit – obwohl ich es wohl auch das ganze Jahr über durchaus genießen könnte. 😉 Ich bin eben ein großer Fan von Hülsenfrüchten aller Art und das wird sich wohl auch nicht mehr ändern…

    43 - Lentil stew with wiener sausages - Side view / Linseneintopf mit Wiener Würstchen - Seitenansicht

    Guten Appetit

    Linsensuppe / Linseneintopf mit Wiener Würstchen

    Linsensuppeneintopf mit Puten-Wiener & Bauernbrot [17.12.2019]

    Dienstag, Dezember 17th, 2019

    Heute stand mal wieder die berühmt-berüchtigte Currywurst mit Curryketchup + 3 Beilagen im Abschnitt Daily auf der Tageskarte unseres Betriebsrestaurants und ich war auch zuerst geneigt hier zuzugreifen, auch wenn ich den Preis von 6,30 Euro weiterhin für übertrieben halte. Doch als ich mir die anderen Speisen am großen Bildschirm am Eingang ansah, fiel mir auch sofort der Linsensuppeneintopf mit Puten-Wiener und Bauernbrot bei Daily ins Auge, den ich schon als günstigere Alternative auserkoren hatte und der wirklich nicht schlecht aussah. Die Penne mit Blattspinat und Meerrettich bei Veggie wären auf jeden Fall nichts für mich gewesen, da ich ja keinen Merrettich mag. Die Gebratenen Mie-Nudeln mit Thaigemüse oder der Gebackene Seelachs mit Thaigemüse in Massamansauce von der Asia-Wok-Theke wären vielleicht auch noch gegangen. Kurz stand ich in der Schlange für die Currywurst, doch dann besann ich mich doch eines besseren und wählte den deutlich kalorienärmeren Linseneintopf.

    Lentil stew with turkey sausages & farmers bread / Linsensuppeneintopf mit Putenwienern & Bauernbrot

    Das Bauernbrot erwies sich heute leider als eine kleine Katastrophe, denn es war an der frischen Luft trocken und hart geworden, so dass fast nur noch mit viel Eintopf garniert genießen konnte, wenn überhaupt. Der Linseneintopf selbst erwies sich aber als sehr gut gelungen und war mit reichliche Suppengrün in Form von Lauch, Möhren und Sellerie sowie einigen Kartoffelstückchen verfeinert. Persönlich hätte ich ihn vielleicht noch einen winzigen Deut säuerlicher gemacht, vielleicht mit einem Schuss Essig, aber das ist natürlich Geschmackssache. Und auch an den Putenwienern gab es aus meiner Sicht nichts auszusetzen, sie eigneten sich wunderbar als Fleischeinlage für den Eintopf. Für die kalte Jahreszeit genau das richtige – schade dass das Bauernbrot den Genuss etwas gemindert hat.
    Wie nicht anders erwartet lag die Currywurst heute auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala natürlich ganz vorne und konnte sich unangefochten den ersten Platz sichern. Danach kam lange nichts bevor sich schließlich der Linsensuppeneintopf auf Platz zwei einfand. Die Asia-Gerichte sah ich auf dem dritten Platz und die vegetarischen Penne mit Blattspinat und Kren schließlich auf Platz vier.

    Mein Abschlußurteil:
    Linsensuppeneintopf: ++
    Puten-Wiener: ++
    Bauernbrot: –

    Türkischer Linseneintopf [21.11.2019]

    Donnerstag, November 21st, 2019

    Obwohl ich heute – abgesehen vom Kaffee – auf jegliches Frühstück verzichtet hatte, hatte ich keinen allzu großen Hunger als ich mich ins Betriebsrestaurant begab. Und das obwohl es schon später als sonst war, da heute morgen mal wieder einige Meetings angesetzt waren und sich in die Länge gezogen hatten. Für den Cheeseburger mit drei Komponenten nach Wahl bei Daily, der natürlich mit Pommes Frites serviert wurde, hatte ich auf jeden Fall nicht genug Appetit, daher brauchte ich mich auch nicht in die lange Warteschlange einzureihen, die sich vor der zugehörigen Ausgabetheke gebildet hatte. Da ich auf Asia-Gerichte wie Gebackene Ananas und Banane oder Gebratenes Putenfleisch mit frischem Gemüse in Currysoße ebenfalls keine Lust verspürte, wandte ich mich zuerst der Geschmorten Hähnchenkeule in Thymiansoße mit Karotten und Reis bei Vital zu, die aber auch recht mickrig aussah. Da schien mir der Türkische Linseneintopf mit Fladenbrot aus dem Abschnitt Veggie doch verlockender aus, auch wenn es schon nicht mehr mit Fladenbrot, sondern mit normalen Weißbrot serviert wurde. Und ich hatte von hier und dort ja bereits gute Erfahrungen mit diesem Gericht. Also entschied ich mich dazu, das zweite Mal in Folge vegetarisch zu speisen und griff zum Linseneintopf.

    Turkish lentil stew / Türkischer Linseneintopf

    Im Vergleich zu den früheren Versionen war der Eintopf heute mal nicht ganz so flüssig, was aber eher ein gutes Anzeichen war. Neben Linsen fanden sich vor allem Kartoffeln, Möhren und Paprika in diesem leicht exotisch gewürzten Eintopfgericht, ich meinte aber auch etwas Koriander gesehen zu haben. Obwohl es gerne noch etwas schärfer hätte sein können, fand ich das Gericht doch auch dieses Mal wieder sehr lecker und vor allem sehr sättigend. Dazu passte auch sehr gut die Garnitur aus Joghurt. Das Baguettebrot, dass man anstatt des angekündigten Fladenbrots dazu serviert hatte, erwies sich aber leider als etwas abgestanden und labberig, eignete sich aber dennoch gut dazu, auch noch die letzten Reste dieses leckeren vegetarischen Eintopfs vom Teller zu wischen. Aus meiner Sicht eine gute Wahl und eine gute Alternative zum Burger.
    Diese Meinung teilten natürlich nur wenige andere Gäste. Wie man bereits anhand der oben beschriebenen Schlange vor der Ausgabetheke erahnen kann, konnte sich der Cheeseburger mit Pommes unangefochten und mit großem Vorsprung den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern. Danach kam lange nichts, die anderen Gerichte waren eher homöopathisch zwischen den hunderten von Burgern eingestreut, was das erstellen einer Rangfolge natürlich erschwerte. Ich würde aber sagen dass die Asia-Gerichte heute den Platz zwei inne hatten, Hähnchenkeule und der für ein vegetarisches Gericht doch recht gern gewählte Linseneintopf waren aber so eng auf, dass sie sich heute den dritten Platz teilen mussten.

    Mein Abschlußurteil:
    Türkischer Linseneintopf: ++
    Baguettebrot: +

    Türkischer Linseneintopf mit Fladenbrot [24.01.2019]

    Donnerstag, Januar 24th, 2019

    Am heutigen Donnerstag gab es keinen wirklichen „Kracher“ auf der Speisekarte unsere Betriebsrestaurants. Der Szegediner Gulasch mit Sauerkraut und Salzkartoffeln im Abschnitt Tradition der Region klang ganz interessant, während mich das Putenschnitzel „Picatta Milanese“ mit Tomatensugo und Butternudeln nicht sonderlich reizte. Die Kombination von irgendwelchem Fleisch oder Fisch mit Tomatensugo und Butternudeln wird einfach zu häufig angeboten. Die Asia-Wok-Angebote wie Gebackene Ananas und Banane oder Gebratenes Putenfleisch mit Gemüse in Massamansauce waren auch eher das übliche. Das einzige was etwas hervorstach war letztlich der Pikante türkische Linseneintopf mit Minzjoghurt und Fladenbrot. den man bei Vitality anbot. Mit diesem Gericht hatte ich im letzten November bereits gute Erfahrungen gemacht, auch wenn man ihn damals mit gelben anstatt mit braunen Linsen zubereitet hatte. Daher entschloss ich mich dazu mal einen Veggie-Tag einzulegen und meinen mittäglichen Hunger mit dem Linseneintopf zu stillen.

    Turkish lentil stew with pita / Türkischer Linseneintopf mit Fladenbrot

    Hätte man das etwas labbrige Stück Fladenbrot weggelassen und den Klecks weißer Joghurtmasse durch Wiener Würstchen ersetzt, hätte man das Gericht optisch kaum vom westlichen Linseneintopf wie hier unterscheiden können, aber was den Geschmack anging zeigten sich schon deutliche Differenzen. Zum einen war er, wie auf der Speisekarte angekündigt, tatsächlich deutlich pikant, zum anderen hatte man ihn auch sonst vollkommen anders gewürzt. Ich meinte einen Hauch Zimt zu schmecken. Außer Linsen fanden sich außerdem kleine Kartoffeln, und Möhren im Gericht. Sehr lecker muss ich sagen. Nur von der angekündigten Minze in der Joghurt-Garnitur bemerkte ich leider gar nichts. Die hätte bestimmt gut zu einem kleinasiatisch-nahöstlichem Gericht gepasst, aber entweder war man damit deutlich zu sparsam umgegangen oder hatte sie letztlich doch komplett weggelassen. Zumindest erfüllte der Joghurt noch den Zweck, die doch deutliche Schärfe etwas abzumildern. Insgesamt ein sehr leckeres Gericht muss ich sagen – auch ohne Fleisch.
    Bei den anderen Gästen waren aber andere Gerichte deutlich beliebter. Putenschnitzel und Szegediner Gulasch leisteten sich ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen um den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala, wobei sich meiner Meinung nach der Putenschnitzel gang knapp durchsetzen konnte und den Gulasch somit auf einen guten zweiten Platz verwies. Auf Platz drei folgten schließlich die Asia-Gerichte und mit sehr geringem Abstand der türkische Linseneintopf auf dem vierten Platz.

    Mein Abschlußurteil:
    Türkischer Linseneintopf: ++
    Fladenbrot: +

    Linsensuppeneintopf mit Wiener Würstchen [11.01.2018]

    Montag, Januar 14th, 2019

    Zugegebenermaßen sah die Jungbullen-Leber Berliner Art mit Apfelscheibe, Röstzwiebeln und Püree, die sich heute als Zusatzangebot auf die Speisekarte unseres Betriebsrestaurants geschlichen hatte wirklich gut aus, aber leider bin ich kein Freund von Leber, da ich das Fleisch seit Urzeiten als extrem trocken in Erinnerung habe. Daher sah ich mich nach etwas anderem um. Der Schaschlikspieß vom Schwein mit hausgemachter BBQ-Sauce und Pommes Frites aus dem Abschnitt Globetrotter wäre zum Beispiel eine gute Alternative gewesen, während die Penne all Peperoni bei Vitality weniger ansprachen. Mit Gebackene Frühlingsrollen oder Gebratenes Schweinefleisch mit Gemüse in Austernsauce von der Asia-Wok-Theke hätte ich vielleicht ebenfalls noch leben können, doch am meisten stand mir der Appetit dann doch nach dem Linsensuppeneintopf mit Wiener Würstchen und Semmel, wie er im Abschnitt Tradition der Region auf der Speisekarte stand. Bei kaltem Wetter ist so ein wärmender Linseneintop einfach ideal.

    Lentil stew with sausages & bun / Linsensuppeneintopf mit Würstchen & Semmel

    Hätte ein Fläschchen mit Maggi oder auch nur etwas Balsamico-Essig am Tisch geständen, hätte ich mir wohl ein paar Tropfen in die Zubereitung gerührt, denn obwohl der Eintopf mit Linsen, Kartoffelwürfeln, Möhren, Zwiebeln und etwas Lauch insgesamt geschmacklich durchaus in Ordnung war, fehlte ihm die leicht säuerliche Essignote, die ja gerade einen Linseneintopf – zumindest meiner Meinung nach – erst zum richtigen Linseneintopf macht. So erwies er sich geschmacklich als deutlich langweiliger als ich erwartet hatte, auch wenn er dabei nicht wirklich schlecht war. Gemeinsam mit der knusprig-frischen Semmel und den beiden nur leicht wässerigen Wiener Würstchen ein wärmendes und vor allem sättigendes Mittagsgericht, dem eben nur das i-Tüfelchen Essig zur Perfektion fehlte. Im Nachhinein gesehen hätte ich natürlich auch einfach zur Salattheke gehen können und mir dort etwas Balsamico-Dressing holen können, aber leider kam mir die Idee erst als der Teller bereits fast leer war. 😉
    Um Platz eins auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala des heutigen Tages lagen mit der Lebern, dem Schaschlikspieß und dem Eintopf gleich drei Gerichte in der vorderen Gruppe und hatten eine Chance den Spitzenplatz zu belegen. Nach genauerem Hinsehen sah ich letztlich die Leber auf Platz eins, aber nur mit einem hauchdünnen Vorsprung vor dem Linseneintopf, der somit auf dem zweiten Platz landete. Der Schaschlikspieß mit Fritten, den ich eigentlich aufgrund der Sättigungsbeilage als Favorit gesehen hatte, belegte nur den dritte Platz. Auf Platz vier folgten die Asia-Gerichte und den fünften Platz nahmen die Penne al Peperoni ein.

    Mein Abschlußurteil:
    Linsensuppeneintopf: +
    Wiener Würstchen: ++
    Semmel: ++

    Türkischer Linseneintopf mit Fladenbrot [13.11.2018]

    Dienstag, November 13th, 2018

    Zwar war es heute nicht gerade so, dass ansonsten nichts akzeptables auf der Speisekarte zu finden war. Mit den Spaghetti Bolognese mit Grana Padano bei Globetrotter oder dem Putenschnitzel „Zigeuner Art“ mit Kroketten bei Tradition der Region hätte ich durchaus leben können und auch der Gebackene Seelachs mit Gemüse in Kokosmilchsauce der neben Gebratenem Tofu mit Gemüse in Austernsauce an der Asia-Thai-Theke angeboten wurde besaß seinen Reiz, doch wenn unser Betriebsrestaurant schon eine Eintopf-Woche macht, wollte ich natürlich die Gelegenheit nicht verpassen diese zu probieren. Wäre kein Meerrettich – den ich ja nicht ausstehen kann – drin gewesen, hätte ich wahrscheinlich zum Kartoffel- Wirsingeintopf mit Kassler und Meerrettich gegegriffen, aber so fiel meine Wahl auf den vegetarischen Angebot Türkischer Linseneintopf mit Fladenbrot.

    Turkish lentil stew with pita / Türkischer Linseneintopf mit Fladenbrot

    Obwohl ich ja eigentlich ein großer Fan von Gerichten mit Fleisch bin, war ich doch mehr als nur positiv überrascht als ich den ersten Löffel dieses Eintopfgerichts probiert hatte. Der Geschmack war kräftig und leicht pikant, was mir schon mal sehr zusagte. Neben Linsen tummelten sich auch Möhren, Kartoffeln, Stangensellerie und Zwiebeln mit im Eintopf und machten ihn auch ohne Fleischeinlage zu einem überaus schmackhaften und sogar einigermaßen sättigenden Gericht. Für den noch fehlenden Teil der Sättigung sorgte schließlich das aufgetoastete, aber inzwischen wieder abgekühlte Fladebrot, welches zwar leicht trocken war, das man aber wunderbar dazu nutzen konnte auch die letzten Reste dieses ungewöhnlich schmackhaften kleinasiatischen Gerichts aus dem viel zu schnell leer gewordenen Teller zu wischen. Ich überlegte ernsthaft ob ich mir noch nachschlag holen sollte, entschied mich dann aber doch dagegen. Aber die Wahl des Linseneintopfes bereute ich nicht einen Moment.
    Bei den anderen Gästen lagen heute aber die Spaghetti am höchsten in der Gunst, die sich somit den ersten Platz sichern konnten. Aber nur knapp dahinter auf einem guten zweiten Platz folgte auch schon das Putenschnitzel mit Kroketten. Um den dritten Platz lieferten sich Asia-Gerichte und die beiden Eintöpfe wiederum ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen, das die Eintöpfe sehr knapp für sich entscheiden konnten und die Asia-Gerichte somit auf einen guten vierten Platz verwiesen.

    Mein Abschlußurteil:
    Türkischer Linseneintopf: ++
    Fladenbrot: +

    Linseneintopf mit Wiener Würstchen & Semmel [08.11.2018]

    Donnerstag, November 8th, 2018

    Hätten die Kartoffel-Frischkäsetasche auf Ratatouille und Quarkdip ausdem Abschnitt Vitality der heutigen Speisekarte unseres Betriebsrestaurants nicht sehr dunkel und etwas zu „knusprig“ ausgesehen, hätte ich vielleicht bei diesen zugegriffen, denn das Schweineschnitzel „Wiener Art“ mit Pommes Frites, das heute mal im Abschnitt Globetrotter stand, war mir eindeutig zu mächtig und ich hatte nicht schon wieder Lust auf Fritten – die hatte ich in letzter Zeit einfach viel zu häufig. Und da ich auf Gebackene Ananas und Banane mit Honig oder Gebratenes Schweinefleisch mit Gemüse in Massaman- Currysauce von der Asia-Thai-Theke ebenfalls keine große Lust hatte, griff ich schließlich zum Linseneintopf mit Wiener Würstchen und Semmel, der heute bei im Abschnitt Tradition der Region angeboten wurde.

    Lentil stew with vienna sausages & bread roll / Linseneintopf mit Wiener Würstchen & Semmel

    Dieses Mal eine große Semmel, die fast schon an ein kleines Baguette erinnerte, zum Eintopf anzubieten erwies sich schon mal als sehr gute Idee, zumal sich diese auch noch angenehm frisch und knusprig erwies. Der Linseneintopf selber erwies sich zwar als absolut in Ordnung, mit seinen Kartoffelwürfeln und Möhren ein reichhaltiger und angenehm sättigendes Eintopfgericht. Nur an der Würze sollten sie auf jeden Fall noch arbeiten, denn ich fand das Gericht diesbezüglich noch etwas langweilig. Zwar war zwar sogar ein kleiner Schuss Essig drin, so wie es bei einem Linseneintopf sein sollte, aber vielleicht war es zu wenig oder es fehlte einfach Salz. Ich kann es nicht genau definieren, aber ich kenne eindeutig bessere Linseneintöpfe. 😉 Aber ich glaube da hat jede Familie und jede Region ihre eigenen Rezepte. An den beiden knackigen Wiener Würstchen, der einzigen Fleischeinlage im Eintopf, gab es aber wiederum nichts auszusetzen. Ein gutes, aber bei weitem nicht perfektes Gericht aus der Sparte Hausmannskost.
    Natürlich war es das Schnitzel mit Pommes, das sich heute mit deutlichem Vorsprung vor allen anderen Angeboten den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern konnte. Aber der Linseneintopf auf Platz zwei kam ihm doch deutlich naher als ich es aus meiner jahrelangen Erfahrung heraus vermutet hätte. Auf dem dritten Platz folgten schließlich die Asia-Gerichte und die Gemüse-Frischkäsetaschen belegten einen guten vierten Platz.

    Mein Abschlußurteil:
    Linseneintopf: +
    Wiener Würstchen: ++
    Semmel: ++

    Linsensuppeneintopf mit Wiener Würstchen & Bauernbrot [01.12.2014]

    Montag, Dezember 1st, 2014

    Neben den Resten des Steak vom Thunfisch mit Tagliatelle nero & Pepperonata vom Freitag standen heute Poh Piard Thord – Knusprige Frühlingsröllchen und Gung Pao Ngao – Rinfleisch gebraten mit Chili, Knoblauch, Morcheln Bambus und Gemüse an der Asia-Thai-Theke sowie Hausgemachte Lasagne mit Bechamelsauce und Käse gratiniert bei Globetrotter, ein Linsensuppeneintopf mit Wiener Würstchen und Bauernbrot bei Tradition der Region und schließlich – anstatt des ursprünglich angekündigten pikanten Kichererbsencurry – Spaghetti mit Blattspinat und Kren bei Vitality auf der Speisekarte. Hätte es das Kichererbsencurry gegeben, hätte ich wahrscheinlich bei diesem Gericht zugeschlagen, so jedoch wich ich auf den den Linseneintopf aus. Dazu gesellte sich noch ein Becherchen Kokos-Mousse aus dem heutigen Dessert-Angebot.

    Lentil stew with sausages & bred / Linsensuppeneintopf mit Wiener Würstchen & Bauernbrot

    Warum es sich hier jetzt um einen Linsensuppeneintopf und nicht nur um einen normalen Linseneintopf handelte, erschloss sich mir zwar nicht ganz, aber die Kombination aus sehr vielen braunen Linsen, einigen kleinen Salzkartoffeln, etwas Suppengrün und schießlich den beiden warmen Wiener Würstchen erwies sich unabhängig von ihrer Bezeichnung als überaus schmackhaft. Als einzigen Kritikpunkt muss ich anbringen, dass man sowohl die Kartoffeln also auch die Würstchen im Ganzen in den Eintopf gegeben hatte, was den Verzehr alleine mit einem Löffel etwas erschwerte. Doch glücklicherweise hatte ich vorgesorgt und mir Messer und Gabel mitgenommen, so dass ich mich vor dem Verzehr um dieses Problem kümmern konnte. Das Bauernbrot schließlich war zwar nicht mehr ofenfrisch und knusprig, aber auch nicht so abgestanden dass ich hier etwas in der Wertung abziehen müsste. Ingesamt ein einfaches, aber sehr gelungenes Mittagsgericht. Und auch am cremigen Kokosnuss-Mouss das mit einigen Schokosplittern vermengt und etwas Obst garniert worden war, gab es nichts auszusetzen.
    Als ich heute das Restaurant betreten hatte, sah es zuerst danach aus als würden die anderen Gäste den Linseneintopf der Lasagne vorziehen, denn an der Theke wo dieser ausgegeben wurde hatte sich bereits eine kleine Schlange gebildet, während niemand für das Nudelgericht anstand. Doch dies verschob sich noch während ich speiste, so dass die Lasagne schließlich doch mit einem klar ersichtlichen Vorsprung den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala für sich erobern konnte. Der Linseneintopf schaffte es dennoch auf Platz zwei, gefolgt von den Asia-Gerichten auf dem dritten Platz. Bei den Nudeln mit Blattspinat und Kren sowie dem Thunfisch konnte ich keinen klaren Favoriten ausmachen, weswegen ich beiden Platz vier zubilligen musste.

    Mein Abschlußurteil:
    Linsensuppeneintopf: ++
    Wiener Würstchen: ++
    Bauernbrot: ++
    Kokos-Mousse: ++