Posts Tagged ‘pork belly’

Deftiger Linseneintopf mit Wiener Würstchen – das Rezept

Freitag, Oktober 15th, 2021

Es ist Herbst geworden und was passt besser zu dieser Jahreszeit als ein schön deftiger Linseneintopf mit Wiener Würstchen und frischem knusprigen Bauernbrot. Früher als ich noch täglich in unser Betriebsrestaurant essen ging war das ein häufiger von mir gewähltes Gericht, doch durch das lange Homeoffice dank Covid-19 habe ich dieses leckere Eintopfgericht schon bestimmt ein Jahr nicht mehr gegessen. Das wollte ich unbedingt ändern, daher entschloss ich mich heute dazu mir einfach selbst ein solches Gericht zuzubereiten. Rezepte sowie Varianten des traditionellen Rezepts (z.B. indische, italienische oder griechische Art) dazu gibt es wie Sand am Meer, aber mir stand der Geschmack nach einem ganz normalen traditionellen deutschen Linseneintopf. Dabei nutzte ich die Gelegenheit gleich in paar neue Kochtechniken anzuwenden, die ich sonst nicht verwendet habe – wie zum Beispiel das andrücken der Knoblauchzehen mit dem Handballen und dem anschließenden Kochen im Ganzen oder das auskochen der Schwarte vom Bauchspeck, die ich früher immer einfach weggeworfen habe, was eigentlich Verschwendung war. Außerdem habe ich das erste Mal eine gelbe Möhre anstatt der sonst üblichen orangen Möhren verwendet. Ich habe gelesen dass die gelben und weiße Möhren früher in Mitteleuropa die am weitesten verbreitete Sorten waren. Sie sind im Geschmack weniger süß als der ihrer orangen Verwandten und eignen sich daher auch besser für Eintopfgerichte wie dieses. Angeblich wurden die orangen Möhren dann mal in Holland zu Ehren ihres Königshauses in deren Nationalfarbe – eben Orange – gezüchtet und haben dann von dort aus alle anderen Sorten nach und nach verdrängt. Andere Quellen sagen dass die orange Möhre vor ca. 500 Jahren aus Asien nach Europa kam. Die ursprünglichen wilden Möhren waren dagegen angeblich außen violett, besaßen aber einen gelben Kern – waren aber deutlich kleiner als die heute verkauften Varianten. Wie dem auch sei, ich entschloss mich heute eben Mal zusätzlich eine gelbe Möhre in meinem Eintopfgericht mit zu verarbeiten. 😉 Das Ergebnis war auf jeden Fall ein überaus leckeres Eintopfgericht, daher möchte ich es natürlich nicht versäumen das Rezept hier einmal in gewohnter Form vorzustellen.

Was benötigen wir also für 4 Portionen?

  • 250g Berglinsen
  • 160g Möhren (gelb und/oder orange)
  • 50-60g Lauch
  • 1 größere Zwiebel
  • 1-2 Zehen Knoblauch
  • 350-400g Kartoffeln
  • 1 Pastinake
  • 1 Stück Knollensellerie (60-70g)
  • 1 Lorbeerblatt
  • 3-4 Zweige Thymian
  • 2-3 Stengel Petersilie
  • 150g geräucherter Bauchspeck
  • 25ml Balsamico-Essig
  • 500ml Hühnerfond / -brühe
  • 4 Wiener Würstchen
  • etwas Salz & Pfeffer zum würzen
  • evtl. etwas frisches Bauernbrot
  • Eigentlich muss man Berglinsen so wie ich sie verwendete nicht unbedingt vorher einweichen, aber es verkürzt die Kochzeit um 10-15 Minuten und das konnte nicht schaden. Wir geben also unsere Linsen in eine Schüssel mit Wasser und lassen sie sich einige Stunden – gerne auch über Nacht – vollsaugen.
    01 - Soak lentils / Linsen einweichen 02 - Sokaed lentils / Linsen eingeweicht

    Wie bei den meisten Eintopf-Rezepten steht vor der eigentlichen Zubereitung natürlich erst einmal einiges an Schnippel-Arbeit an. Wir schälen also die Möhren und würfeln sie,
    03 - Peel carrots / Möhren schälen 04 - Dice carrots / Möhren würfeln

    schälen Pastinake sowie Knollensellerie und würfeln sie ebenfalls,
    05 - Peel parsnip & celeriac / Pastinake & Sellerie schälen 06 - Dice parsnip & celeriac / Pastinake & Sellerie würfeln

    halbieren den Lauch, waschen ihn und schneiden in dann zuerst in Streifen die wie anschließend zerkleinern, würfeln die Zwiebel,
    07 - Chop leek / Lauch zerkleinern 08 - Dice onion / Zwiebel würfeln

    zupfen die Blättchen von Petersilie und Thymian von den Stielen und zerkleinern diese,
    09 - Pick parsley & thyme from stalks / Petersilie & Thymian von Stielen zupfen 10 - Hackle herbs / Kräuter zerkleinern

    schälen die Kartoffeln, schneiden sie in grobe Würfel
    11 - Peel potatoes / Kartoffeln schälen 12 - Dice potatoes coarsely / Kartoffeln grob würfeln

    und entfernen schließlich die Schwarte vom Bauchspeck und würfeln diesen ebenfalls in eher grober Form wobei wie die Schwarte für später noch aufheben.
    13 - Dice pork belly / Bauchspeck würfeln

    Anschließend geben wir den gewürfelten Bauchspeck in einen Topf und braten ihn scharf an – wobei wir ihn nicht zu häufig wenden sollten damit ein paar Röstaromen entstehen können.
    14 - Put pork belly in pot / Bauchspeck in Topf geben 15 - Sear pork belly / Bauchspeck scharf anbraten

    Ist der Bauspeck gut durchgebraten und hat einiges von seinem Fett abgegeben reduzieren wir die Hitzezufuhr auf eine mittlere Stufe und geben Zwiebel-, Pastinaken- und Selleriewürfel sowie die Möhrenwürfel hinzu
    16 - Add onion, parsnip & celeriac to pot / Zwiebel, Pastinake & Sellerie in Topf geben 17 - Add diced carrots / Möhrenwürfel hinzufügen

    und braten alles für einige Minuten bei gelegentlichem wenden an.
    18 - Fry vegetables / Gemüse anbraten

    Dann geben wir auch die Kartoffeln hinzu, dünsten sie ebenfalls kurz mit an
    19 - Add potatoes / Kartoffeln addieren 20 - Braise diced potatoes / Kartoffelwürfel andünsten

    und addieren schließlich auch noch den zerkleinerten Lauch sowie Petersilie und Thymian, um diese ebenfalls kurz mit anzudünsten.
    21 - Put leek in pot / Lauch in Topf geben 22 - Add parsley & thyme / Petersilie & Thymian hinzufügen

    Außerdem salzen wir das Gemüse jetzt bereits jetzt etwas, damit wir auch die Einlage würzen. Gäben wir das Salz erst zu Schluss dazu, würden wir nur die Suppe bzw. den Eintopf würzen, was zur Folge hätte dass z.B. Möhren und Kartoffeln fade wirken könnten während die Flüssigkeit bereits sehr salzig schmeckt.
    23 - Salt vegetables / Gemüse salzen

    Mit dem Handballen zerdrücken wir nun unsere Knoblauchzehen und geben sie in dem Topf – sie werden am Ende wieder entfernt. Durch das andrücken können die ätherischen Öle aus der Knoblauchzehe angeblich in das Gericht übergehen ohne dass es zu sehr nach Knoblauchs stinkt. Ich hatte bisher das Knoblauch immer zerkleinert oder durch eine Knoblauchpresse dazu gepresst, wollte aber mal ausprobieren ob diese Methode ebenfalls funktioniert. 😉
    24 - Crush garlic cloves with heel of hand /  Knoblauchzehen mit Handballen zerdrücken 25 - Add garlic cloves / Knoblauchzehen dazu geben

    Außerdem geben wir auch das Lorbeerblatt sowie die Schwarten von unserem Bauspeck in den Topf
    26 - Add bay leaf / Lorbeerblatt addieren 27 - Put rind in pot / Schwarten in Topf geben

    und dünsten alles kurz mit an
    28 - Braise shortly / Kurz mit andünsten

    bevor wir schließlich auch unsere eingeweichten und abgegossenen Berglinsen hinzufügen und kurz mit angehen lassen.
    29 - Add soaked lentils / Eingeweichte Linsen hinzufügen 30 - Braise lentils / Linsen angehen lassen

    Schließlich gießen wir alles mit dem Hühnerfond bzw. der Brühe auf und lassen es kurz aufkochen
    31 - Deglaze with broth / Mit Brühe aufgießen 32 - Stir & bring to a boil / Verrühren & aufkochen lassen

    um es dann geschlossen für 15-20 Minuten auf leicht reduzierter Stufe vor sich hin köcheln zu lassen. Dabei sollten wir es natürlich hin und wieder mal umrühren.
    33 - Simmer close / Geschlossen köcheln lassen 34 - Stir from time to time / Zwischendurch umrühren

    Sind die Linsen schließlich gar gekocht können wir die Schwarte, die Knoblauchzehen sowie das Lorbeerblatt wieder entnehmen
    35 - Remove rind / Schwarte entnehmen 36 - Remove garlic & bay leaf / Knoblauch & Lorbeerblatt entfernen

    und den Eintopf mit 20-25ml Balsamico verfeinern. Zu einem guten Linseneintopf gehört – zumindest meiner Meinung nach – eine leicht säuerliche Essignote einfach dazu.
    37 - Refine with balsamico / Mit Balsamico verfeinern

    Außerdem schneiden wir die Wiener Würstchen in Scheiben, geben sie in unseren Eintopf
    38 - Cut wiener sausages in slices / Wiener Würstchen in Scheiben schneiden 39 - Put sausages in pot / Würstchen in Topf geben

    und lassen sie über einige Minuten heiß werden während wir das Eintopfgericht noch ein mal final mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken.
    40 - Stir & let sausages get hot / Verrühren & Würstchen heiß werden lassen 41 - Taste with salt & pepper / Mit Salz & Pfeffer abschmecken

    Anschließend können wir den fertigen Linseneintopf auch schon servieren und genießen – am besten in Kombination mit einer Scheibe frischem knusprigen Brot.
    42 - Lentil stew with wiener sausages - Served / Linseneintopf mit Wiener Würstchen - Serviert

    Das Gericht entsprach genau meiner Vorstellung nach eines leckeren und deftigen Linseneintopfs. Die Linsen waren zwar das leicht dominierende Gemüse, wurden aber sehr gelungen durch Möhren, Sellerie und Pastinake sowie der Kräuter-Kombination aus Petersilie und Thymian ergänzt. Dazu noch eine deftige Fleischeinlage aus würzigem geräucherten Bauchfleisch sowie reichlich Wiener Würstchen und die leicht säuerliche Note des Balsamico. Und auch eine leichter Hauch von Knoblauch war zu bemerken, der aber nicht ganz so deutlich ausgeprägt war als wenn ich die Zehen in zerkleinerter oder gepresster Form komplett im Gericht belassen hätte. Durch das auskochen der Schwarte war der Fleischgeschmack – zumindest gefühlt – noch einen Deut kräftiger als es nur durch den Bauchspeck der Fall gewesen sein dürfte. Das ist aber nicht verwunderlich, da die Hautseite natürlich viel vom Rauch beim Räuchern in sich aufnimmt, das nun zusätzlich mit ausgekocht worden war. Kein Muss, aber eine gelungene Ergänzung ist auch das Stück frischen Brots, mit deren Hilfe man die letzten Reste dieses leckeren Eintopfgerichts schließlich noch vom Teller aufwischen kann. Ich war froh mir heute extra dazu einen frischen Laib Brot besorgt zu haben. Alles in allem ein voller Erfolg, so ein Gericht ist genau das richtige für die herbstliche Jahreszeit – obwohl ich es wohl auch das ganze Jahr über durchaus genießen könnte. 😉 Ich bin eben ein großer Fan von Hülsenfrüchten aller Art und das wird sich wohl auch nicht mehr ändern…

    43 - Lentil stew with wiener sausages - Side view / Linseneintopf mit Wiener Würstchen - Seitenansicht

    Guten Appetit

    Linsensuppe / Linseneintopf mit Wiener Würstchen

    Tacos con chicharron̩s y frijoles refritos Рdas Rezept

    Samstag, Dezember 14th, 2019

    Auf der Suche nach einem Rezept für das Wochenende stieß ich auf etwas, das ich bereits einmal auf meinen Reisen kennengelernt hatte: Chicharronés. Dabei handelt es sich um Schweinebauch oder Schwarte, der zuerst gekocht und dann in seine eigenen Fett frittiert wird. Klingt pervers und ziemlich ungesund, ist aber extrem lecker und fester Bestandteil der mittel- und südamerikanischen Küche, aber auch in ähnlichen Formen auf den Philippinen oder in China bekannt. Und dabei gar nicht mal so kompliziert in seiner Herstellung. Das wollte ich unbedingt ausprobieren. Nur wie sollte ich dann weiter damit verfahren? Ich weiß dass man so etwas von Mexico bis hinunter nach Feuerland und in großen Teilen der Karibik als Fingerfood an der Straßenecke kaufen und mit Limonensaft garniert genießen kann, aber das war mir zu simpel. Daher reifte in mir der Plan, sie in Tacos zu verarbeiten und zusätzlich mit einem selbst hergestellten Bohnenmus (frijoles refritos) zu kombinieren. Ansonsten wäre dieser Beitrag wohl auch etwas zu kurz geraten. 😉 Die Kombination erwies sich auf jeden Fall als sehr gelungen, daher möchte ich es natürlich nicht versäumen das ganze Rezept hier einmal in gewohnter Form vorzustellen.

    Was benötigen wir also für 3-4 Portionen?

    Für die Chicharronés

    800g Schweinebauch mit Haut
    01 - Zutat Schweinebauch / Ingredient pork belly 01a - Zutat Schweinebauch 2 / Ingredient pork belly 2

    4-5 Lorbeerblätter
    02 - Zutat Lorbeerblätter / Ingredient bay leafs

    1 Teelöffel Baking Soda (Backpulver)
    03 - Zutat Baking Soda / Ingredient baking soda

    2 1/2 Teelöffel Salz
    05 - Zutat Salz / Ingredient salt

    sowie etwas Pfeffer und Wasser

    Für das Bohnenmus

    1 Dose Kidneybohnen (400g – 260g Abtropfgewicht)
    04 - Zutat Kidneybohnen / Ingredient kidney beans

    1 kleine Zwiebel
    05 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

    2 Zehen Knoblauch
    03 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

    1 Teelöffel Tomatenmark
    10 - Zutat Tomatenmark / Ingredient tomato puree

    Saft einer halben Zitrone
    06 - Zutat Zitrone / Ingredient lemon

    sowie ca. 100ml Wasser, etwas Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel & Chilipulver zum würzen

    Für die Tacos

    9 Taco-Shells
    07 - Zutat Taco-Shells / Ingredient taco shells

    etwas Salsa – gerne die pikante Sorte
    08 - Zutat Salsa / Ingredient salsa

    ca. 100g geriebener Käse (z.B. Cheddar)
    09 - Zutat Cheddar / Ingredient cheddar

    1 Limone
    06 - Zutat Limette / Ingredient lime

    sowie etwas Guacamole und Sour Cream zum garnieren

    Beginnen wir damit den Schweinebauch in schmalere Streifen zu schneiden
    10 - Bauchfleisch in  Streifen schneiden / Cut pork belly in stripes

    und die Hautseite mit einer Mischung aus einem Teelöffel Baking Soda (Backpulver) und einem halben Teelöffel Salz einzureiben.
    11 - Hautseite mit Salz & Soda einreiben / Rub skin side with soda & salt

    Anschließend stellen wir alles verschlossen für mindestens eine Stunde, besser noch über Nacht, in den Kühlschrank Die Mischung aus Backpulver und Salz sorgt dafür, dass der Haut zusätzlich Wasser entzogen wird und sie um so knuspriger wird.

    Ich hatte es nur knapp 2 Stunden im Kühlschrank belassen, aber man sah schon deutlich den Effekt als ich den Schweinebauch wieder herausholte.
    12 - Durch Soda gezogene Feuchtigkeit / Moistend by soda

    Nachdem wir das Soda vom Fleisch abgewaschen
    13 - Schweinebauch abwaschen / Wash pork belly

    und es gründlich trocken getupft haben
    14 - Fleisch trocken tupfen / Blot meat dry

    zerteilen wir es entweder in Würfel oder schneiden es bis zur Fettschicht ein – ich hatte im Netz beide Varianten gesehen und wollte sehen welche Methode die bessere ist. Für meine Tacos erwies sich letztlich aber das Würfeln als optimalste Variante.
    15 - Fleisch würfeln oder einschneiden / Dice or cut in pork belly

    Parallel füllen wir etwas Wasser – es sollte etwa so viel sein dass das Fleisch hinterher knapp bedeckt ist – in eine beschichtete Pfanne oder einen Wok
    16 - Wasser in Wok einfüllen / Fill water in wok

    und bringen es geschlossen zum kochen.
    17 - Wasser zum kochen bringen / Bring water to a boil

    Sobald dieser Zustand erreicht ist, versehen wir das Wasser mit eineinhalb bis 2 Teelöffeln Salz,
    18 - Wasser salzen / Salt water

    einer großzügigen Prise Pfeffer
    19 - Wasser mit Pfeffer würzen / Season water mit pepper

    sowie den Lorbeerblättern
    20 - Lorbeerblätter hinzufügen / Add bay leafs

    und geben dann das Bauchfleisch hinein
    21 - Schweinebauch ins Wasser geben / Put pork belly in water

    und köcheln es zunächst einmal für dreißig Minuten mit geschlossenem Deckel.
    22 - Geschlossen köcheln lassen / Simmer closed

    Dabei entsteht zu Beginn ein weißer Schaum – das ist geronnenes Eiweiß aus dem Fleisch, was ungefährlich ist, aber nicht schön aussieht, weswegen wir ihn mit Hilfe eines Esslöffels so gut wie möglich abschöpfen.
    23 - Schaum abschöpfen / Skim foam

    Nach einer halben Stunde lassen wir es dann offen auf leicht reduzierter Stufe weiter köcheln, so dass das Wasser nach und nach verdampft. Laut einiger Quellen im Netz sollte dies 1-2 Stunden dauern, wie sich herausstellte sind aber wohl eher 3-4 Stunden realistisch.
    24 - Offen köcheln lassen / Simmer open

    In der Zwischenzeit wenden wir uns dem Bohnenmus zu. Dazu schälen und würfeln wir zuerst einmal die Zwiebel
    25 - Zwiebel würfeln / Dice onion

    und lassen die Kidneybohnen in einem Sieb abtropfen.
    26 - Kidneybohnen abtropfen lassen / Drain kidney beans

    Die gewürfelte Zwiebel dünsten wir dann in etwas Olivenöl an,
    27 - Zwiebel in Öl andünsten / Braise onion in oil

    pressen die Knoblauchzehen hinzu, dünsten sie ebenfalls kurz mit an
    28 - Knoblauch dazu pressen / Squeeze garlic

    und addieren dann einen großzügigen Teelöffel Tomatenmark.
    29 - Tomatenmark addieren / Add tomato puree

    Diesen rösten wir kurz mit an,
    30 - Tomatenmark anrösten / Roast tomato puree

    geben anschließend die Kidneybohnen mit in den Topf
    31 - Kidneybohnen in Topf geben / Put kidney beans in pot

    und füllen dann soviel Wasser auf, dass die Bohnen fast bedeckt sind.
    32 - Mit Wasser auffüllen / Fill up with water

    Das Ganze kochen wir kurz auf und lassen es dann für ca. 10-15 Minuten vor sich hin köcheln.
    33 - Köcheln lassen / Let simmer

    Dabei sollten wir aber auch immer wieder ein Auge auf das Bauchfleisch im Wok werfen. Ist das Wasser so gut wie verkocht ist, empfiehlt es sich die Lorbeerblätter zu entfernen.
    34 - Lorbeerblätter entfernen / Remove bay leafs

    Nach ca. 5 Minuten Kochzeit können wir außerdem beginnen, einen Teil der Bohnen mit Hilfe eines Löffels an der Topfinnenseite zu zerquetschen, das dickt die Masse etwas ein.
    35 - Bohnen am  Topfrand zerdrücken / Squash beans at rim

    Außerdem können wir den Topfinhalt schon einmal mit etwas Salz, Pfeffer und Kreuzkümmel würzen.
    36 - Mit Salz, Pfeffer & Kreuzkümmel würzen / Season with salt, pepper & cumin

    Ist die Viertelstunde dann verstrichen, dürfte alles weich genug sein dass wir es problemlos mit dem Pürierstab zerkleinern können.
    37 - Mit Pürierstab zerkleinern / Mince with blender

    Anschließend geben wir den Saft einer halben Zitrone hinzu,
    38 - Zitronensaft hinzufügen / Add lemon juice

    schmecken alles noch einmal final mit den Gewürzen ab – wer mag kann auch noch mit etwas Chili für ein wenig Schärfe sorgen –
    39 - Mit Gewürzen abschmecken / Taste with seasonings

    und lassen es dann noch einige Zeit vor sich hin köcheln, bis es die richtige Konsistenz erreicht hat. Aber Vorsicht: Das Bohnenmus neigt dazu schnell anzubrennen, man sollte es also nicht nur gelegentlich umrühren. Sobald es sämig genug ist, nehmen wir es von der Platte und stellen es bei Seite.
    40 - Köcheln lassen / Let simmer

    In der Zwischenzeit sollte dann auch das Wasser im Wok so gut komplett verdunstet sein – zurück bleibt nur das Fett, das während des Kochens aus dem Fleisch ausgetreten ist
    41 - Wasser fast verkocht / Water almost evaporated

    so dass wir nun beginnen können das Bauchfleisch in seinem eigenen Fett rundherum zu frittieren. Dabei müssen wir aber behutsam sein, denn das Fett spritzt dabei hin und wieder und es kann zu winzigen Fettexplosionen kommen, die das heiße Fett bis über den Rand des Woks hinaus schleudern können. Also am besten Schürze tragen und etwas Abstand halten.
    42 - Chicharrones frittieren / Deep-fry chicharrones

    Es sollte 8-10 Minuten dauern, bis die Fleischstücke schließlich goldbraun frittiert sind
    43 - Chicharrones bräunen / Brown chicharrones

    und wir sie entnehmen und auf etwas Küchenpapier abtropfen lassen können.
    44 - Abtropfen lassen / Drain

    Während der Ofen dann auf 180 Grad vorheizt, reihen wir einige Taco-Shells in einer passenden ofenfesten Form auf und streuen sie erst einmal mit etwas Käse aus.
    45 - Tacos mit Käse ausstreuen / Spread tacos with cheese

    Dann geben wir etwas von unserem selbst zubereiteten Bohnenmus hinein,
    46 - Bohnenmus einfüllen / Add refried beans

    addieren etwas fruchtig-pikante Salsa,
    47 - Salsa hinzufügen / Add salsa

    legen darüber eine großzügige Portion der Chicharronés
    48 - Chicharrones addieren / Add chicharrones

    und bestreuen alles noch einmal mit einer großzügigen Portion Käses. Ich fügte hier noch eine sechstes Taco hinzu, um alles etwas zu stabilisieren, denn die Shells neigten dazu ständig umzufallen. 😉
    49 - Mit Käse bestreuen / Dredge with cheese

    Das Ganze schieben wir dann für sieben bis acht Minuten in den Ofen
    50 - Im Ofen überbacken / Gratinée in oven

    bis der Käse geschmolzen und zerlaufen ist.
    51 - Tacos con chicharronés y frijoles refritos - Finished baking / Fertig gebacken

    Anschließend können wir unsere Chicharroné-Tacos mit Guacamole, Sour Cream und Limetten servieren und genießen. Wer mag kann auch noch etwas Salsa dazu nehmen.
    52 - Tacos con chicharronés y frijoles refritos - Served / Serviert

    Auch wenn die Idee mit den Chicharrones in Tacos war zwar eher als eine Art Notlösung entstanden, aber wie es sich herausstellte erwies sich sie Kombination als überaus lecker und gut gelungen. Alleine die knusprig frittierten Chicharronés waren extrem lecker und obwohl ich nur Salz, Pfeffer und die Lorbeerblätter zum würzen verwendet hatte auch wunderbar Geschmacksintensiv. Nun ja, Fett ist nun mal ein wichtiger Geschmacksträger und das zeigte sich hier mal wieder. Aber kombiniert mit dem leckeren Bohnenmus, der fruchtig-pikanten Salsa und dem geschmolzenen Cheddar-Käse ergab sich eine wahre Geschmacksexplosion, die sich durch Guacamole, Sour Cream und einige Spritzer Limonensaft noch intensivieren ließ. Gut, ein paar Salatblätter hätten sich zumindest visuell auch nicht schlecht in den Tacos getan, aber abgesehen von einer zusätzlichen knackigen Komponente hätten sie wenig gebracht – zumal ich bezweifle dass sie im Ofen ihre Frische behalten hätten. Also war es wohl ganz gut gewesen, dass ich sie weggelassen hatte. 😉 Alles in allem war das Ganze zwar ein sehr zeitaufwändiges Kochexperiment, da es ewig gedauert hat bis das Wasser komplett verdampft war, aber die Wartezeit hat sich auf jeden Fall gelohnt. Nur vor dem Putzen morgen fürchte ich mich bereits jetzt ein wenig, denn das Fett hat sich leider doch etwas mehr auf den Fliesen am Herd verteilt als ich erwartet hatte – aber wer frittiert muss eben mit so etwas rechnen. Deswegen mache ich das glaube ich auch so selten…

    53 - Tacos con chicharronés y frijoles refritos - Side view / Seitenansicht

    Guten Appetit

    Grillteller mit Ofenkartoffel & Quarkdip [21.06.2018]

    Donnerstag, Juni 21st, 2018

    Wäre ich vernünftiger gewesen, hätte ich wahrscheinlich zum Rührei mit Rahmspinat und Salzkartoffeln aus dem Abschnitt Vitality der heutigen Speisekarte unseres Betriebsrestaurants gegriffen oder mich bei den immer sehr gemüsereichen Asia-Angeboten wie Gebratenes Schweinefleisch mit Gemüse in Erdnußsauce bedient – die Gebackene Banane und Ananas mit Honig dort ist eher was für das Dessert. Selbst das Rindergeschnetzeltes „Stroganoff Art“ mit Spätzle bei Globetrotter oder die als unangekündigtes Zusatzangebot aufgetischten Bifteki mit Ajvar und Pommes Frites wären wahrscheinlich gesünder gewesen. Doch ich hatte mich heute für den absoluten Fleisch-Overkill entschieden und wählte ohne große Umschweife den Grillteller mit mariniertem Schweine und Putensteak, Grillwürstchen und Wammerl, dazu Ofenkartoffel und Quarkdip aus dem Abschnitt Tradition der Region. Damit ich wenigstens ein paar Vitamine bekam, gesellte sich dazu noch ein Schälchen mit Mischgemüse aus dem heutigen Angebot der Gemüsetheke.

    BBQ dish with marinated pork & turkey steak, fried sausage & pork belly, oven potato & curd dip / Grillteller mit mariniertem Schweine und Putensteak, Grillwürstchen und Wammerl, Ofenkartoffel & Quarkdip

    Und ich hatte bei der Verwendung des Begriffs Fleisch-Overkill hier nicht übertrieben, denn das Hauptgericht bestand fast ausschließlich daraus und die recht kleine Ofenkartoffel spielte auf dem Teller eher eine unbedeutende Alibi-Funktion. 😉 Leider war das Fleisch nicht mehr hundertprozentig heiß, aber was die Qualität anging konnte man sich wirklich nicht beschweren. Am Wammerl besaß natürlich etwas Schwarte an einer Seite und die Steaks, vor allem das Schweinesteak wie bei dieser Fleischsorte üblich, leicht durchwachsen, aber das hatte ich auch nicht anders erwartet. Geschmacklich gab es nichts daran auszusetzen, nur fehlte mir irgendwie etwas Steaksauce, Ketchup, Guacamole oder was man sonst noch zu gegrilltem Fleisch servieren konnte. Der für die Ofenkartoffel gedachte Quarkdip ohne Kräuter war dazu etwas zu wenig. Gut, Ketchup hätte ich noch kriegen können, das war mein eigener Fehler, aber eine größere Auswahl an solchen Saucen hätte das Angebot komplettiert. Das nächste Mal werde ich mich aber auf jeden Fall mit etwas zusätzlichem Ketchup versorgen, den gibt es immer wenn auch Pommes auf der Speisekarte zu finden sind. Die Ofenkartoffel erwies sich leider als etwas trocken, war aber als Sättigungsbeilage soweit in Ordnung dank des Quarkdips. Und auch an dem noch angenehm knackigen und ausreichend warmen Gemüse-Mix aus Möhren, Broccoli und Blumenkohl gab es aus meiner Sicht nichst auszusetzen.
    Bei der Allgemeinheit konnte sich der Grillteller heute leider nicht so ganz als Favorit durchsetzen, viel mehr schienen das Rindergeschnetzelte Stroganoff und die Bifteki einen spannenden Kampf um Platz eins auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala auszufechten. Ich würde aber sagen dass die Bifteki knapp gewannen, gefolgte vom Rindergeschnetzelten auf dem zweiten Platz. Erst auf Platz drei sah ich den Grillteller, der sich aber nur um haaresbreite gegen die ebenfalls gern gewählten Asia-Gerichte durchsetzen konnten. Und mit geringem Abstand folgte das Rührei mit Spinat auf dem fünften Platz.

    Mein Abschlußurteil:
    Schweinesteak: ++
    Putensteak: ++
    Bratwurst: ++
    Wammerl: ++
    Ofenkartoffel: +
    Quarkdip: ++

    Texas Beef Chili – das Rezept

    Sonntag, Februar 14th, 2016

    Heute wollte ich mal eine wieder eine neue Variante eines Chili con Carne ausprobieren, denn ich hatte mit dem Texas Beef Chili endlich mal wieder eine neue Variante dieses von mir so geschätzten Gerichts gefunden, die es mir wert erschien gekocht und probiert zu werden. Ich hatte ja bereits verschiedene Varianten des klassischen Chili con Carne mit Hackfleisch, inklusive einer Version mit mit Kürbis, sowie in Variante mit Putenfleisch hier im Laufe der Zeit vorgestellt, aber Rindfleisch hatte ich bisher noch nicht für ein solches Gericht verwendet. Das holte ich heute nun nach und war von dem Ergebnis wirklich begeistert, daher möchte ich es natürlich nicht versäumen das zugehörige Rezept hier einmal in der gewohnten Form vorstellen.

    Was benötigen wir also für 4 Portionen?

    800g Rindfleisch (z.B. aus der Keule)
    01 - Zutat Rindfleisch / Ingredient beef

    200g Bauchfleisch
    02 - Zutat Bauchfleisch / Ingredient pork belly

    2 rote Peperoni
    03 - Zutat Peperoni / Ingredient peperoni

    1 Gemüsezwiebel
    04 - Zutat Gemüsezwiebel / Ingredient onion

    2-3 Zehen Knoblauch
    05 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

    1 Dose Kidneybohnen (400g)
    06 - Zutat Kidneybohnen / Ingredient kidney beans

    400g Tomaten in Stücken
    07 - Zutat Tomaten / Ingredient tomatoes

    1 kleine Dose Mais
    08 - Zutat Mais / Ingredient corn

    400ml Fleischbrühe
    09 - Zutat Fleischbrühe / Ingredient meat broth

    150ml trockener Weißwein
    10 - Zutat trockener Weißwein / Ingredient dry white wine

    50g zartbittere Schokolade (mind. 50% Kakaoanteil)
    11 - Zutat zartbittere Schokolade / Ingredient bittersweet chocolate

    2 Esslöffel Tomatenmark
    09 - Zutat Tomatenmark / Ingredient tomato puree

    2 Teelöffel Oregano
    13 - Zutat Oregano / Ingredient oregano

    2 Teelöffel geräuchertes Paprikapulver (Ersatzweise: scharfes Paprikapulver)
    14 - Zutat geräuchertes Paprika / Ingredient smoked paprika

    2 Teelöffel Kreuzkümmel
    15 - Zutat Kreuzkümmel / Ingredient cumin

    200g Schmand
    12 - Zutat Schmand / Ingredient sour cream

    sowie etwas Olivenöl zum braten
    und etwas Chiliflocken, Salz und Pfeffer zum würzen

    Beginnen wir wie üblich mit der Vorbereitung der einzelnen Zutaten. Dazu würfeln wir das Bauchfleisch,
    16 - Bauchfleisch würfeln / Dice pork belly

    waschen das Rindfleisch, tupfen es trocken
    17 - Rindfleisch waschen / Wash beef

    und schneiden es in mundgerechte Stücke,
    18 - Rindfleisch würfeln / Dice beef

    zerkleinern die Zwiebel,
    19 - Zwiebel zerkleinern / Mince onion

    entkernen die Peperoni,
    20 - Peperoni entkernen / Decore peperoni

    schneiden sie in schmale Streifen
    21 - Peperoni in Streifen schneiden / Cut peperoni in slice

    und hacken schließlich noch die Knoblauchzehen.
    22 - Knoblauch hacken / Hackle garlic

    Anschließend erhitzen wir zwei Esslöffel Olivenöl in einem Topf oder einer Pfanne auf erhöhter Stufe,
    23 - Olivenöl erhitzen / Heat up olive oil

    geben das zerkleinerte Rindfleisch portionsweise hinein
    24 - Rindfleisch in Pfanne geben / Put beef in pan

    braten es scharf von allen an, wobei wir es auch gleich mit Salz, Pfeffer und geräuchertem Paprikapulver würzen
    25 - Rindfleisch scharf anbraten & würzen / Sear & season beef

    und stellen es dann bei Seite.
    26 - Rindfleisch aus Pfanne entnehmen / Take beef from pan

    Dann reduzieren wir die Platte auf die mittlere Stufe, geben das Bauchfleisch in die Pfanne,
    27 - Bauchfleisch in Pfanne geben / Put pork belly in pan

    braten es rundherum an
    28 - Bauchfleisch anbraten / Fry pork belly

    und stellen es ebenfalls bei Seite.
    29 - Bauchfleisch bei Seite stellen / Remove pork belly

    Im verbliebenen Bratenfett, ggf. unter Zugabe von etwas mehr Olivenöl, dünsten wir nun Zwiebeln,Knoblauch
    30 - Zwiebeln & Knoblauch andünsten / Braise onion & garlic lightly

    sowie sie Peperoni-Streifen an,
    31 - Peperoni hinzufügen / Add peperoni

    streuen die jeweils zwei Teelöffel Oregano und Kreuzkümmel ein,
    32 - Oregano & Kreuzkümmel einstreuen / Intersperse oregano & cumin

    addieren die beiden Esslöffel Tomatenmark,
    33 - Tomatenmark hinzufügen / Add tomato puree

    und geben außerdem noch zwei Teelöffel Paprikapulver hinein.
    34 - Paprikapulver hinzufügen / Add paprika

    Nachdem wir alles für zwei bis drei Minuten angeröstet haben, geben wir das zuvor angebratene Bauch- und Rindfleisch zurück in die Pfanne
    36 - Angebratenes Fleisch wieder dazu geben / Add fried meat

    vermischen es mit den angerösteten Gewürzen und dem Tomatenmark, lassen es wieder heiß werden
    37 - Vermischen / Mix

    und löschen schließlich alles mit dem trocknen Weißwein ab, den wir etwas einkochen lassen.
    38 - Mit Weißwein ablöschen / Deglaze with white wine

    Dann geben wir die Tomatenstücke dazu,
    39 - Tomaten addieren / Add tomatoes

    gießen alles mit der Fleischbrühe auf,
    40 - Mit Fleischbrühe aufgießen / Drain meat broth

    lassen alles kurz aufkochen
    41 - Aufkochen lassen / Bring to a boil

    und dann geschlossen für 1 1/2 Stunden auf niedriger Stufe vor sich hin köcheln
    42 - Geschlossen köcheln lassen / Simmer closed

    wobei wir es zwischendurch natürlich immer mal umrühren sollten, damit nichts anbrennt.
    43 - Zwischendurch umrühren / Stir from time to time

    Kurz vor Ablauf dieser eineinhalb Stunden geben wir Kidneybohnen und Mais in ein Sieb und lassen beides abtropfen.
    44 - Kidneybohnen & Mais abtropfen lassen / Drain kidney beans & corn

    Schließlich geben wir die zartbittere Schokolade in die Pfanne,
    45 - Schokolade hinzufügen / Add chocolate

    lassen sie schmelzen, verrühren sie dabei mit den anderen Zutaten,
    46 - Schokolade schmelzen lassen / Let chocolate melt

    geben Kidneybohnen sowie Mais hinzu, lassen alles weiter köcheln
    47 - Kidneybohnen & Mais hinzufügen / Add kidney beans & corn

    und schmecken das Ganze kräftig mit Salz, Pfeffer, Paprika und Chiliflocken ab.
    48 - Mit Gewürzen abschmecken / Taste with seasonings

    Ganz zum Schluss schalten wir die Kochplatte aus, geben 2/3el des Schmand hinein
    49 - Schmand addieren / Add sour cream

    und verrühren ihn gründlich,
    50 - Schmand verrühren / Stir in sour cream

    Anschließend können wir unser Texas Beef Chili, gemeinsam mit frischem Baguette bzw. Pita und mit einem Klecks des verbliebenen Schmands garniert, servieren und genießen.
    51 - Texas Beef Chili - Served / Serviert

    Das dank des langen schmorens schön zarte Rindfleisch harmonierte geschmacklich wunderbar mit den fruchtigen Tomaten, der Gewürzkombination aus Chili, Kreuzkümmel und geräuchertem Paprika sowie der herben Süße der Zartbitterschokolade. Gemeinsam mit Mais und Kidneybohnen sowie der cremigen, würzigen und gleichzeitig fruchtigen Sauce ergab sich ein wirklich sehr leckeres und gelungenes Chili-Gericht, das sich auch was die Schärfe anging nicht zu verstecken brauchte. Ein überaus gelungenes Gericht, das ich mit Sicherheit nicht das letzte Mal zubereitet habe.

    52 - Texas Beef Chili - Side view / Seitenansicht

    Werfen wir abschließend noch einen kurzen Blick auf die Nährwerte dieses Gerichts. Meiner Kalkulation nach hat die gesamte Zubereitung etwa 2800kcal, aufgeteilt auf vier Portionen liegen wir somit also bei 700kcal pro Portion. Dazu kommt natürlich noch das Brot, das man evtl. dazu serviert. Keine leichte Kost, aber der leckere Geschmack entlohnt einen für die paar mehr Kalorien alle Mal. 😉 Wer den Wert etwas reduzieren will, kann eventuell überlegen die Fleischmenge insgesamt etwas zu reduzieren, denn vor allem Rindfleisch und Bauchfleisch sind hier (wie üblich) die hauptsächlichen Kalorien-Lieferenten.

    Guten Appetit

    Asiatischer Zwiebel-Schweinebauch – das Rezept

    Samstag, Oktober 31st, 2015

    Damit mein Wok nicht zu sehr einstaubt, entschloss ich mich heute dazu mal wieder etwas Asiatisches zu kochen. Meine Wahl fiel dabei auf einen würzigen Zwiebel-Schweinebauch, der auf asiatische Art mit verschiedenen Würzsaucen aus dieser Region zubereitet wurde. Dazu gab es natürlich, wie sollte es auch anders sein, Reis als Sättigungsbeilage. Das Ergebnis war ein mal wieder sehr leckeres Gericht, dessen Rezept ich nun mit diesem Beitrag einmal kurz in der gewohnten Form vorstellen möchte.

    Was benötigen wir also für 3-4 Portionen?

    2 größere Zwiebeln
    01 - Zutat Zwiebeln / Ingredient onions

    700-800g Schweinebauch ohne Schwarte
    02 - Zutat Schweinebauch / Ingredient pork belly

    3-4 Chilis
    03 - Zutat Chilis / Ingredient chilis

    1 Teelöffel Hähnchengewürz
    04 - Zutat Hähnchengewürz / Ingredient chicken seasoning

    2 Esslöffel Austernsauce
    05 - Zutat Austernsauce / Ingredient oyster sauce

    1/2 Esslöffel Zucker
    06 - Zutat Zucker / Ingredient sugar

    1 Esslöffel helle Sojasauce
    07 - Zutat helle Sojasauce / Ingredient light soy sauce

    1 Esslöffel Mehl
    09 - Zutat Mehl / Ingredient flour

    1 Teelöffel dunkle Sojasauce
    08 - Zutat dunkle Sojasauce / Ingredient dark soy sauce

    1-2 Stängel Frühlingszwiebeln zum garnieren
    10 - Zutat Frühlingszwiebeln / Ingredient scallions

    180-200g Reis als Sättigungsbeilage
    11 - Zutat Reis / Ingredient rice

    sowie etwas Öl zum braten (ich empfehle Erdnussöl)
    und etwas Pfeffer zum würzen

    Beginnen wir damit, den Schweinebauch erst einmal in dicke Schreiben zu schneiden.
    12 - Schweinebauch in Streifen schneiden / Cut pork belly in stripes

    uns zerscheneiden diese dann nocheinmal in kleinere mundgerechte Stücke.
    13 - Schweinebauch-Streifen in mundgerechte Stücke schneiden / Cut pork belly stripes in bite-sized pieces

    Außerdem ziehen wir die Zwiebeln ab, halbieren sie und schneiden sie in Ringe. Größere Stücke können wir dabei noch mal halbieren.
    14 - Zwiebeln in halbe Ringe schneiden / Cut onions in half rings

    Anschließend erhitzen wir etwas Öl – ich griff zu Erdnussöl – in einem Wok oder einer Pfanne,
    15 - Erdnussöl in Wok erhitzen / Heat up peanut oil

    geben den zerkleinerten Schweinebauch hinein
    16 - Schweinebauch in Wok geben / Add pork belly to wok

    und braten es rundherum auf leicht erhöhter Stufe an.
    18 - Schweinebauch anbraten / Fry pork belly

    Parallel setzen wir am besten schon mal einen Topf mit Wasser für den Reis auf. Der Wildreis-Mix den ich verwendet hatte benötigt 20 Minuten zum garen, daher entschied ich mich dazu bereits etwas früher mit dem erhitzen des Wassers zu beginnen.
    17 - Wasser für Reis aufsetzen / Heat up water for rice

    Ist das Fleisch durchgebraten, reduzieren wir die Hitzezufuhr zu der zugehörigen Platte ein wenig, geben die Zwiebeln hinzu
    19 - Zwiebeln dazu geben / Add onions

    und dünsten sie gemeinsam mit dem Fleisch weiter an.
    20 - Zwiebeln andünsten / Braise onions

    Schließlich streuen wir erst einmal den Zucker hinein und lassen ihn etwas karamellisieren
    21 - Zucker einstreuen / Dredge with sugar

    bevor wir schließlich auch den Teelöffel Hähnchengewürz, die beiden Esslöffel Austernsauce, den Esslöffel helle sowie den Teelöffel dunkle Sojasauce mit in den Wok bzw. die Pfanne geben,
    22 - Restlichen Würzmittel hinzufügen / Add remaining seasonings

    alles gut mit Fleisch und Zwiebeln verrühren und dabei auch gleich alles mit etwas frisch gemahlenen Pfeffer würzen.
    23 - Mit Pfeffer würzen / Season with pepper

    Ist alles gut vermischt, schließen wir den Wok mit einem Deckel ab, reduzieren die Hitzezufuhr noch einmal ein wenig und lassen alles geschlossen garen.
    24 - Geschlossen köcheln lassen / Simmer closed

    Inzwischen müsste auch das Wasser für den Reis kochen, so dass wir es mit etwas Salz versehen
    25 - Wasser salzen / Salt water

    und den Reis darin kochen können.
    26 - Reis kochen / Cook rice

    Während das Schweinefleisch und der Reis garen, schneiden wir die Chilis
    27 - Chilis in Ringe schneiden / Cut chilis in rings

    und die Frühlingszwiebeln nach vorherigem Waschen in Ringe.
    28 - Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden / Cut scallions in rings

    Etwas mehr als die Hälfte der Chili-Ringe geben wir dann zu den anderen Zutaten in den Wok und braten sie mit an, den Rest halten wir zum garnieren zurück.
    29 - Chilis in Wok geben / Add chilis

    Außerdem rühren wir den Esslöffel Mehl in 30ml warmen Wasser an
    30 - Mehl in warmen Wasser anrühren / Blend flour in warm water

    und geben die Wasser-Mehl-Mischung mit in die Pfanne, um die Sauce etwas einzudicken.
    31 - Sauce mit Mehlwasser binden / Thicken sauce with flour water mix

    Sobald der Reis dann fertig ist, können wir das Gericht auch schon mit den restlichen Chilis und den Frühlingszwiebeln garniert servieren und genießen.
    32 - Asian onion pork belly - Served / Asiatischer Zwiebel-Schweinebauch - Serviert

    Der reichlich durchwachsene Schweinebauch war durch das längere geschlossene schmoren nicht nur angenehm zart geworden, auch die Kombination mit den butterweich gegarten Zwiebeln und den den verschiedenen Würzsaucen, dem Hähnchengewürz und Zucker sowie der Schärfe der Chilis erwies sich als sehr gelungen. Dabei waren die Zwiebeln trotz der großen Menge die verwendet worden war keinesfalls geschmacklich dominant, sondern sie fügten sie wunderbar in die geschmackliche Gesamtkomposition ein.

    33 - Asian onion pork belly - Side view / Asiatischer Zwiebel-Schweinebauch - Seitenansicht

    Werfen wir zum Abschluß noch einen kurzen Blick auf Nährwerte dieses Gerichts. Schweinebauch ist ja leider kein allzu fettarmes Fleisch, daher kommen wir alleine für das Zwiebelfleisch bereits auf 2600kcal, also 650kcal pro Portion. Dazu kommt natürlich noch der Reis insgesamt 700kcal, also 175kcal pro Portion womit wir bei einer Summe von 825kcal pro Portion landen – ein stolzer Wert. Dieser kann natürlich abhängig vom Grad des Durchwachsens des Bauchfleischs variieren. Ich hatte aber auch nicht damit gerechnet, ein sonderlich leichtes Gericht zubereitet zu haben. Die einzige Möglichkeit, den Wert herunter zu bekommen ist dabei allerdings wohl, die Menge des Fleisches zu reduzieren.
    Davon aber mal abgesehen könnte man das Gericht eventuell noch mit etwas Gemüse aufwerten. Ich könnte mir zum Beispiel durchaus noch klein geschnittene Möhren, ein paar Bambussprossen oder Mungobohnenkeimlinge in diesem Gericht vorstellen. Aber auch in der hier vorgestellten Form ist das Gericht ein wahrer Genuss – ich kann hier mal wieder meine vorbehaltlose Empfehlung aussprechen.

    Guten Appetit

    Grillteller mit Ofenkartoffel & Quarkdip [02.09.2015]

    Mittwoch, September 2nd, 2015

    Für einen Mittwoch sahen heute eigentlich alle Gerichte recht gut aus. An der Asia-Thai-Theke, reizte mich besonders das Gung Po Jau Yu – Tintenfisch gebraten mit Gemüse und Chinapilzen in Hoi Sin Sauce, das dort neben Gebratenen Mienudeln mit verschiedenem Gemüse in Hoi Sin Sauce angeboten wurde. Das heutige Fischgericht bei Vitality, heute ein Gedünstetes Seelachsfilet nach „Espanyol Art“ mit Kräuter-Knoblauchkartoffeln, sah zwar auch gut aus, konnte sich aber nicht mit den heute sehr verlockend aussehenden Spinat-Ricottatortellini mit Tomatensugo und Mozzarellakugeln bei Globetrotter und vor allem nicht mit dem Grillteller mit Schweine- und Putensteak, Grillwürstchen und Bauchspeck, dazu Ofenkartoffel mit Quarkdip bei Tradition der Region messen. Und da die Schlange vor der Theke mit Fisch und Tortellini deutlich länger war, fiel meine Wahl schließlich auf den Grillteller. Dazu gesellte sich noch ein selbst zusammengestellter Salat von der Salattheke sowie ein als weiße Schokolade Mousse aus dem heutigen Dessert-Angebot.

    BBQ dish with pork & turkey steak, sausages & pork belly & oven potato with curd dip / Grillteller mit Schweine- & Putensteak, Grillwürstchen & Bauchspeck, dazu Ofenkartoffel mit Quarkdip

    Sowohl die beiden kleinen Steaks von Pute und Schwein als auch die beiden kleinen Bratwürstchen Nürnberger Art waren von recht guter Qualität und auch über die wenigen Knorpel in dem Stück Bauchfleisch konnte man hinweg sehen. Bei den Röstzwiebeln, mit denen man das Fleisch großzügig garniert hatte, musste ich allerdings feststellen, dass man es mit dem Rösten nicht ganz so genau genommen hatte, denn zwischen den knusprigen Stücken fanden sich auch größere Stücke, die nicht ganz geröstet worden waren. Eine kleine Nachlässigkeit, über die ich aber ebenfalls hinweg sehen kann, da ich Zwiebeln in fast allen Formen schätze. Bei der mehr als männerfaustgroßen, in Folie gegarten Kartoffel musste ich schließlich zwar feststellen, dass sie ein klein wenig weich geraten war, aber das würde durch die außen in der Folie mitgegarten Kräuter und den sehr gelungenen Quark-Kräuterdip mehr als nur aufgewogen. Und auch die kleine Schüssel Salat, die mir heute aus weißen Riesenbohnen, Mais, Streifen von roter Beete und Kidneybohnen mit einem Balsamico-Dressing zusammengestellt hatte, gab keinen Grund zur Kritik. Nur beim angenehm luftigen und lockeren Dessert musste man mal wieder das Aroma etwas suche. Es schmeckte eindeutig nach weißer Schokolade, aber man musste seine Geschmacksmuskeln mal wieder etwas anstrengen. Deswegen hier heute ein kleiner Punktabzug. Inesgesamt zwar ein recht fleischlastiges gericht, aber auf jeden Fall sehr lecker.
    Beim Rennen um die Platz eins auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala lag der Grillteller heute zwar knapp vorn, aber die vegetarischen Tortellini waren ihm eng auf den Fersen und konnten Platz zwei für sich sichern. Auf dem dritten Platz folgten die Asia-Gerichte und der Fisch belegte mit kleinem Abstand Platz vier.

    Mein Abschlußurteil:
    Fleisch: ++
    Röstzwiebeln: ++
    Ofenkartoffel: ++
    Quark-Kräuterdip: ++
    Saltmischung: ++
    Mousse weiße Schokolade: +