Posts Tagged ‘Thymian’

Vakuum-Mariniertes Lammfilet mit Speckbohnen & Rosmarinkartoffeln – das Rezept

Montag, April 18th, 2022

Für das Osterfest wollte ich mir natürlich mal wieder etwas besonderes gönnen. Und da Lammgerichte zu dieser Zeit ja fast schon so etwas wie Tradition sind entschied ich mit eine schöne Lammlachs zu marinieren und sie mit Speckbohnen und Rosmarinkartoffeln zu servieren. Dazu hatte ich ein schönes Rezept gefunden bei dem im Vakuumbeutel mariniert wird, was zu Folge haben soll dass die Marinade schneller und tiefer in das Fleisch einziehen soll. Das wollte ich natürlich gleich mal ausprobieren. Leider konnte ich nicht alle dazu verwendeten Kräuter frisch bekommen und musste bei Oregano und Bohnenkraut auf die getrocknete Variante zurückgreife, aber das tat dem leckeren Ergebnis glücklicherweise keinen Abbruch. Diese Vorgehensweise mit dem Vakuumieren hatte ich auch schon beim Sous Vide kochen gesehen, wo so eingepackte Nahrungsmittel im regulierten Wasserbad gegart werden, aber da mit die entsprechende Ausrüstung fehlt entschied ich mich für das Lamm letztlich für das von mir bereits mehrfach erfolgreich verwendete Niederigtemperaturgarverfahren. Für die Gemüsebeilage hätte ich zwar auch gerne frische grüne Bohnen verwendet, aber da im Markt solche leider nicht verfügbar gewesen waren griff ich hier auf Dosenbohnen zurück. Das hatte aber zum Vorteil dass ich mir das langwierige Kochen frischer Bohnen sparen konnte, da jene aus der Dose ja schon vorgekocht sind. Alles in allem war das Ergebnis auf jeden Fall ein sehr leckeres Ostergericht, dessen Rezept ich nun mit diesem Beitrag in gewohnter Form vorstellen möchte.

Was benötigen wir also für 2 Portionen?
Für die Lammlachs / Lammfilet

  • 250-300g Lammlachs (Lammfilet)
  • 3-4 größere Blätter Basilikum
  • 2 Zweige Salbei
  • 4-5 Zweige Thymian
  • 2 Zweige Rosmarin
  • 2 Zehen Knoblauch
  • je etwas Bohnenkraut & Oregano
  • je eine Prise Salz & Pfeffer
  • 3-4 Esslöffel
  • Für die Rosmarinkartoffeln

  • 400-450g kleine Kartoffeln (Drillinge)
  • etwas Öl
  • Getrocknetes Rosmarin
  • 1-2 Zweige frischen RosmarinEtwas Salz & Pfeffer
  • Für die Speckbohnen

  • 1 kleines Glas grüne Bohnen (400g – 280g Abtropfgewicht)
  • 80g gewürfelten Speck
  • 1 kleinere Zwiebel
  • 1 Esslöffel ÖlSalz, Pfeffer, Knoblauch & Bohnenkraut zum würzen
  • Beginnen wir am besten am Vortag damit, die Marinade für das Lammfilet (Lammlachs) zuzubereiten. Dazu zupfen wir die Blättchen von Salbei, Rosmarin und Thymian von den Zweigen und zerkleinern sie gründlich – am besten mit einem Wiegemesser.
    01 - Pick herbs / Kräuter zupfen 02 - Hackle herbs / Kräuter zerkleinern

    Außerdem schneiden wir die Blätter frisches Basilikum ebenfalls klein und geben sie dann mit den anderen Kräutern und je einer Prise Bohnenkraut sowie Oregano in eine kleine Schüssel.
    04 - Cut basil / Basilikum klein schneiden 05 - Put herbs in bowl / Kräuter in Schüssel geben

    Nun schälen und zerkleinern wir die beiden Knoblauchzehen, geben sie ebenfalls in die Schüssel,
    06 - Hackle garlic / Knoblauch zerkleinern 07 - Add garlic to herbs / Knoblauch zu Kräutern geben

    addieren eine Prise Salz sowie eine kräftigere Prise frisch geriebenen Pfeffer, geben etwa vier Esslöffel Olivenöl hinzu
    08 - Add salt & pepper / Mit Salz & Pfeffer hinzufügen 09 - Add olive oil / Olivenöl hinzufügen

    und verrühren alles gründlich miteinander.
    10 - Mix well / Gründlich verrühren

    Nachdem wir anschließend die Lammlachs gewaschen und trocken getupft haben
    11 - Wash & tap dry lamb filet / Lammlachs waschen & trocken tupfen

    verteilen wir etwa die Hälfte der Kräuter-Öl-Mischung auf einer abwaschbaren Unterlage, legen das Lammfilet oben auf
    12 - Spread some herb mix / Etwas Kräutermischung verteilen 13 - Put lamb filet on / Lamlachs auflegen

    und bestreichen sie gleichmässig mit der verbliebenen Kräutermischung.
    14 - Put on remaining herbs / Restliche Kräuter auf Lammlachse verteilen

    Dann nehmen wir einen größeren Vakkummierbeutel zur Hand, schlagen den oberen Teil der Öffnung um damit er nicht mit Öl benetzt werden kann – ansonsten würde das anschließende Vakuummieren nicht funktionieren – und legen das mit Kräutern umschlossene Lammfilet hinein, falten ein Papier Küchentuch auf die Breite des Beutels zusammen, schieben es oberhalb des Fleischs ebenfalls in den Beutel
    15 - Put lamb filet in vacuum bag / Lammlachse in Vakuumierbeutel legen 16 - Put kitchen towel in bag / Küchentuch in Beutel legen

    und stecken den Beutel dann ins Vakuumiergerät um die Luft abzusaugen. Das Küchentuch verhindert dabei dass dabei das Öl bis ganz nach oben gesaugt wird, was einen luftdichten Verschluss des Beutels am Ende des Absaugevorgangs verhindern würde. Den luftdicht verschlossenen Beutel mit dem Lammfilet in Kräutermarinade lagern wir danach für einige Stunden oder noch besser über Nacht im Kühlschrank. Alternativ kann das Fleisch auch so eingefroren werden wenn es nicht gleich zum Einsatz kommen soll.
    17 - Evacuate (remove air) / Vakuumieren 18 - Evacuated marinated lamb filet / Vakuumierte marinierte Lammlachse

    Die eigentliche Zubereitung am Folgetag beginnen wir dann am besten damit dass wir die grünen Bohnen in einem Sieb abtropfen lassen und anschließend die Drillinge halbieren.
    19 - Drain green beans / Bohnen abtropfen lassen 20 - Half baby potatoes / Drillinge halbieren

    Während der Ofen auf 180 Grad vorheizt pinseln wir eine Auflaufform mittlerer Größe mit etwas Öl aus, legen die Drillinge mit der Schnittfläche nach unten hinein,
    21 - Brush casserole with oil / Auflaufform mit Öl auspinseln 22 - Put potatoes in casserole / Kartoffeln in Auflaufform legen

    bestreichen die Oberseiten ebenfalls mit etwas Öl, streuen das getrocknete Rosmarin sowie etwas Salz und Pfeffer ein,
    23 - Brush potatoes with oil / Kartoffeln mit Öl bestreichen 24 - Sprinkle with dried rosemary / Mit getrocknetem Rosmarin bestreuen

    verteilen zwischen den Kartoffeln noch den frischen Rosmarin und schieben die Form dann auf der mittleren Schiene in den vorgeheizten Ofen um die Kartoffeln über 20-25 Minuten zu garen.
    25 - Add fresh rosemary / Frischen Rosmarin hinzufügen 26 - Bake potatoes in oven / Kartoffeln im Ofen backen

    Kurz bevor die Kartoffeln fertig sind schalten wir den Ofen auf 100 Grad herunter und öffnen die Ofentür einen Spalt damit sich die Temperatur besser reduzieren kann. Anschließend erhitzen wir einen Esslöffel Öl in einer Pfanne auf erhöhter Stufe, nehmen den Beutel mit dem Lammfilet, schneiden diesen an der Seite auf,
    27 - Heat oil in pan / Öl in Pfanne erhitzen 28 - Cut bag open / Beutel aufschneiden

    nehmen das Lammfilet heraus, entfernen etwas von den Kräutern von beiden Seiten des Stücks
    29 - Remove parts of marinate / Teil der Kräuter entfernen

    und legen das Filet dann in die heiße Pfanne um sie jeweils scharf für je zwei Minuten von beiden Seiten anzubraten.
    30 - Put lab filet in hot pan / Lammlachs in heiße Pfanne legen 31 - Sear lamb filet from both sides / Lammlachs von beiden Seite scharf anbraten

    Das so angebratene Lamm legen wir dann in eine kleine Auflaufform und schieben es in den 100 Grad heißen Ofen, um es im Niedrigtemperaturverfahren gar ziehen zu lassen. Die Kartoffeln können wir dabei ebenfalls im Ofen belassen, damit sie nicht auskühlen.
    32 - Put lamb filet in small casserole / Lammlachs in kleine Auflaufform legen 33 - Simmer at hundert degrees / Bei hundert Grad gar ziehen lassen

    Wenden wir uns nun der Zubereitung der Bohnen zu und würfeln dazu die Zwiebel während wir parallel den Speck mit etwas Öl in einem Topf anbraten.
    34 - Dice onion / Zwiebel zerkleinern 35 - Fry bacon in pot / Speck in Topf anbraten

    Ist der Speck durchgebraten addieren wir auch die gewürfelte Zwiebel, dünsten sie für einige Minuten an bis die Zwiebel weich geworden ist
    36 - Add onion / Zwiebel hinzufügen 37 - Braise onion / Zwiebel andünsten

    und geben dann die abgetropften Bohnen hinzu, die wir gründlich mit Speck und Bohnen vermischen, heiß werden lassen
    38 - Put beans in pot / Bohnen in Topf geben 39 - Stir & let beans get hot / Verrühren & Bohnen heiß werden lassen

    und dabei mit Salz, Pfeffer, Knoblauch und Bohnenkraut abschmecken.
    40 - Taste beans with seasonings / Bohnen mit Gewürzen abschmecken

    Nach etwa 10-12 Minuten auf 100 Grad können wir das Lammfilet wieder aus dem Ofen entnehmen und in Scheiben schneiden. Idealerweise sollte das Fleisch im Inneren dabei noch zartrosa sein.
    41 - Take lamb filet from oven / Lammlachse aus Ofen entnehmen 42 - Cut lamb filet in slices / Lammlachse in Scheiben schneiden

    Nachdem wir dann auch die hoffentlich gar gebackenen Rosmarinkartoffeln aus dem Ofen geholt haben – hier hilft ein Test durch Anstechen mit einer Gabel –
    43 - Take rosemary potatoes from oven / Rosmarinkartoffeln aus Ofen entnehmen

    können wir das fertige Gericht auch schon servieren und genießen.
    44 - Marinated lamb filet with bacon beans & rosemary potatoes - Served / Marinierte Lammlachs mit Speckbohnen & Rosmarinkartoffeln - Serviert

    Schon alleine das wunderbar zarte und saftige Lammfilet mit seiner würzigen Kräutermarinade war ein wahrer Genuss. Ich hatte zwar keinen direkten Vergleich zu „normal“ mariniertem Lamm, aber ich fand schon dass die Marinade durch das einpacken im Vakuumbeutel tiefer eingezogen war und das von ihr abgegebene Aroma merklich intensiver war. Ich hatte zwar bei der Zubereitung noch überlegt ob ich nicht noch eine Sauce dazu servieren sollte, aber das war bei so saftigem Fleisch nicht notwendig gewesen. Dazu passten wunderbar die ofengebackenen Kartoffeln mit ihrem feinen Rosmarin-Aroma. Und bei einem guten Lammgericht dürfen natürlich grüne Bohnen ebenfalls nicht fehlen und meine einfache Variante aus vorgekochten Dosenbohnen mit reichlich gebratenen Speck und Zwiebel erfüllte diese Anforderung anstandslos. 😉 Ich war mit dem Ergebnis auf jeden Fall zufrieden und kann das Rezept mal wieder vorbehaltlos weiter empfehlen.

    45 - Marinated lamb filet with bacon beans & rosemary potatoes - Side view / Marinierte Lammlachs mit Speckbohnen & Rosmarinkartoffeln - Seitenansicht

    46 - Marinated lamb filet with bacon beans & rosemary potatoes - CloseUp / Marinierte Lammlachs mit Speckbohnen & Rosmarinkartoffeln - Nahaufnahme

    Guten Appetit

    Lammfilet mit Speckbohnen & Rosmarinkartoffeln

    Toad in the hole mit karamellisierter Zwiebelsauce – das Rezept

    Freitag, April 15th, 2022

    Eigentlich wäre für den heutigen Karfreitag traditionell eher ein Fischgericht angebracht gewesen, doch ich hatte mich anders entschieden und wollte statt dessen einen Klassiker der britischen Küche zubereiten: Toad in the hole mit einer würzigen Sauce aus karamellisierten Zwiebeln sowie einigen Erbsen als Beilage. Toad in the hole, also Kröte im Loch klingt erst mal nicht so verlockend, ist aber eine seit Jahrhunderten in England sehr beliebtes Gericht aus Bratwürstchen vom Schwein die in einem Teig für Yorkshire-Pudding gebacken werden. Dazu gehört traditionell eine würzige Sauce, bevorzugt mit Zwiebeln. Im englischen Original werden dazu sogenannte Banger verwendet, das sind dicke Schweinewürstchen die vor alle beim typischen britischen Frühstück zum Einsatz kommen, allerdings sind die hier in Deutschland nur schwer zu bekommen weswegen ich hier ersatzweise auf Nürnberger Rostbratwürstchen zurückgegriffen habe. Das Ergebnis konnte sich aber trotzdem schmecken lassen, ich war auf jeden Fall sehr zufrieden mit einer ersten selbst gemachten Kröte im Loch und der dazu servierten Sauce mit karamellisierten Zwiebeln. Daher möchte ich es natürlich nicht versäumen das verwendete Rezept hier einmal in gewohnter Form vorzustellen.

    Was benötigen wir also für 4 große oder 6 kleine Portionen?

  • 500g kleine Schweinewürstchen / Bratwürstchen
  • Für den Teig

  • 150g Weizenmehl
  • 4 Eier
  • 250ml Milch (3,5% Fett)
  • 4-5 Zweige frischer Thymian
  • 1,5 Teelöffel Senf
  • 1/2 Teelöffel Backpulver
  • je 1 Teelöffel Salz & Pfeffer
  • Für die Zwiebelsauce

  • 2 mittelgroße rote Zwiebeln
  • 2 Teelöffel brauner Zucker
  • 1 Esslöffel Öl
  • 1 Esslöffel Butter
  • 2 Esslöffel Mehl
  • 500ml Rinderfond
  • 1 Lorbeerblatt
  • je einige Spritzer Worcestersauce & Balsamico
  • je etwas Salz & Pfeffer zum würzen
  • Für das Erbsengemüse

  • 320g Erbsen (TK)
  • 1 Esslöffel Butter
  • 1 gehäufter Esslöffel Petersilie (TK)
  • Salz, Pfeffer und Zucker zum würzen
  • Da der Teig vor der Verwendung etwas ruhen sollte beginnen wir mit der Zubereitung von eben diesen. Dazu geben wir das Mehl in eine Schüssel, geben die vier Eier hinzu,
    01 - Put flour in bowl / Mehl in Schüssel geben 02 - Add eggs / Eier hinzufügen

    verrühren beides gründlich miteinander
    03 - Mix well / Gründlich vermischen

    und gießen anschließend die Milch hinzu um alles schließlich zu einem Teig zu mixen
    04 - Add milk / Milch hinzufügen 05 - Stir well / Gründlich verrühren

    und dann abgedeckt für mindestens eine Stunde – gerne aber auch über Nacht – im Kühlschrank zu lagern.
    06 - Cover & put into fridge / Abdecken & im Kühlschrank lagern

    In der Zwischenzeit können wir uns um die Sauce kümmern. Dazu schneiden wir die geschälten und halbierten roten Zwiebeln in Streifen
    07 - Cut red onions in stripes / Rote Zwiebeln in Streifen schneiden

    und erhitzen dann je einen Esslöffel Öl sowie Butter auf mittlerer Stufe in einem Topf oder einer Pfanne.
    08 - Heat oil in pan / Öl in Pfanne erhitzen 09 - Add butter / Butter dazu geben

    Sobald Öl sowie Butter heiß und geschmolzen sind geben wir die Zwiebelstreifen hinzu, dünsten sie für einige Minuten an bis sie weich werden
    10 - Put onions in pan / Zwiebeln in Pfanne geben 11 - Braise onions / Zwiebeln andünsten

    und bestreuen dann alles mit den beiden Teelöffeln braunen Zuckers um diesen Schmelzen und die Zwiebeln darin auf leicht reduzierter Stufe bei gelegentlichem Rühren über 6-7 Minuten karamellisieren zu lassen.
    12 - Intersperse brown sugar / Braunen Zucker einstreuen 13 - Let onions caramelize ( Zwiebeln karamellisieren lassen

    Die Zeit in der die Zwiebeln karamellisieren können wir dazu nutzen die Thymian-Blättchen von den Zweigen zu streifen und sie zu zerkleinern.
    14 - Hackle thyme / Thymian zerkleinern

    Außerdem beginnen wir den Ofen auf 220 Grad vorzuheizen. Dann pinseln wie eine große Auflaufform mit etwas Öl aus, legen die Würstchen hinein
    15 - Brush casserole with oil / Auflaufform mit Öl auspinseln 16 - Put sausages in casserole / Würstchen in Form legen

    bestreichen diese wiederum mit etwas Pflanzenöl und schieben sie dann für 15-20 Minuten in den Ofen.
    17 - Brush sausages with oil / Würstchen mit Öl bepinseln 18 - Bake sausages in oven / Würstchen im Ofen backen

    Inzwischen dürften dann auch unsere Zwiebeln soweit karamellisiert sein dass wir sie mit den beiden Esslöffeln Öl bestreuen und dieses etwas mit andünsten können.
    19 - Dust onions with flour / Zwiebeln mit Mehl bestäuben 20 - Braise flour / Mehl andünsten

    Nachdem wir das etwas klein gebrochene Lorbeerblatt hinzu gegeben haben
    21 - Add bayleaf / Lorbeerblatt dazu geben

    löschen wir alles mit dem Rinderfond ab, verrühren ihn gründlich und lassen ihn aufkochen um anschließend die Sauce auf niederer Stufe vor sich hin köcheln zu lassen.
    22 - Deglaze with beef broth / Mit Rinderbrühe ablöschen 23 - Stir & let simmer / Verrühren köcheln lassen

    Nach etwa 10 Minuten sollten wir außerdem die Würstchen im Ofen wenden, damit sie von gleichmässig bräunen können.
    24 - Turn sausages / Würstchen wenden

    Nun können wir auch den Teig aus dem Kühlschrank nehmen um ihn mit je einem Teelöffel Salz und Pfeffer, eineinhalb Teelöffeln Senf,
    25 - Season dough with salt & pepper / Teig mit Salz Pfeffer würzen 26 - Add mustard / Senf in Teig geben

    einem halben Teelöffel Backpulver sowie dem zerkleinerten frischen Thymian zu versehen
    27 - Add baking powder / Backpulver in Teig geben 28 - Add hackled thyme / Zerkleinerten Thymian addieren

    und alles wiederum gründlich miteinander verrühren.
    29 - Stir well / Gründlich verrühren

    Schließlich entnehmen wir die Form mit den Würstchen wieder aus dem Ofen
    30 - Take casserole from oven / Auflaufform aus Ofen entnehmen

    und verteilen zwischen ihnen gleichmässig den Teig um alles dann für weitere 25-30 Minuten im Ofen zu backen.
    31 - Spread dough between sausages / Teig zwischen Würstchen verteilen 32 - Continue bake in oven / Weiter im Ofen backen

    Wenden wir uns jetzt dem Erbsengemüse zu. Hierfür blanchieren wir erst einmal die TK-Erbsen für ca. 3 Minuten in heißem Wasser (ich hatte sie dazu einfach mit kochendem Wasser auf dem Wasserkocher übergossen) und lassen sie anschließend in einem Sieb abtropfen.
    33 - Blanch peas in cooking water / Erbsen in kochendem Wasser blanchiere 34 - Drain peas / Erbsen abtropfen lassen

    Im Topf zerlassen wir dann etwas Butter, geben die blanchierten Erbsen hinzu,
    35 - Melt butter in pot / Butter in Topf zerlassen 36 - Put peas back in pot / Erbsen zurück in Topf geben

    geben zwei Teelöffel TK-Petersilie hinzu und schmecken schließlich alles mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker ab um alles dann auf niedrigster Stufe bei geschlossenem Deckel warm zu halten.
    37 - Add parsley / Petersilie einstreuen 38 - Taste peas with salt, pepper & a pinch of sugar  /Erbsen mit Salz, Pfeffer & Prise Zucker abschmecken

    Außerdem verfeinern wir unsere Sauce noch mit einigen Spritzer Worcestershire-Sauce sowie einigen Tropfen Balsamico und schmecken es dann final noch mit etwas Salz und Pfeffer ab.
    40 - Refine sauce with Worcestersauce & balsamico / Sauce mit Worscestersauce & Balsamico verfeinern 39 - Taste sauce with salt & pepper / Sauce mit Salz & Pfeffer abschmecken

    Ist der Teig nach 25-30 Minuten schließlich durchgebacken und die Würstchen schön gebräunt entnehmen wir die Auflaufform wieder aus dem Ofen
    41 - Toad in the hole & onion gravy - Finished baking / Fertig gebacken

    und können anschließend gleich unseren Toad in the hole mit der Zwiebelsauce sowie den Erbsen servieren und genießen.
    42 - Toad in the hole & onion gravy - Served / Serviert

    Der Teig in dem die Würstchen eingebettet waren war schön luftig-locker geworden und besaß seiner Würze mit Senf und frischem Thymian auch ein sehr angenehmes Aroma, allerdings hätte ich es mir gewünscht dass er beim Backen noch etwas mehr hätte aufgehen können. Vielleicht hätte ich hier etwas mehr Backpulver verwenden sollen, obwohl die meisten Rezepte die ich mir hierzu angesehen hatte gar kein Backpulver verwendet hatten. Vielleicht war aber auch nur die Auflaufform zu groß, so dass sich der Teig zu sehr verteilt hatte. Das tat letztlich aber dem Genuss in Verbindung mit der mild-würzigen, dickflüssigen Zwiebelsauce sowie dem Erbsengemüse keinen Abbruch, alles zusammen erwies sich als überaus lecker. Schon verständlich warum dieses Gericht sich auf der britischen Insel so großer Beliebtheit erfreut.

    43 - Toad in the hole & onion gravy - Side view / Seitenansicht

    44 - Toad in the hole & onion gravy - CloseUp / Nahaufnahme

    Guten Appetit

    Zweifach griechisch marinierte Hähnchenspieße mit Feta-Knoblauch-Kartoffeln – das Rezept

    Donnerstag, März 24th, 2022

    Eigentlich ging es mir primär darum ein Rezept für Ofenkartoffeln mit Feta und gebackenem Knoblauch auszuprobieren das ich vor kurzem entdeckt hatte, doch mir fehlte dazu noch eine passende Fleischbeilage. Nach kurzem Überlegen entschied ich mich dann für Hähnchenspieße mit einer griechischen Marinade, das schien gut zu Kartoffeln mit Feta zu passen – doch als ich nach einem passendem Rezept suchte stieß ich gleich auf zwei die mich reizten und anstatt eines davon zu wählen entschied ich einfach beide zu machen. So kam es schließlich dazu dass ich am heutigen Donnerstag Abend nach einem lange Arbeitstag doch noch mehr Aufwand betreiben musste bis ich schließlich zu meinem verdienten Gericht kam, aber der etwas größere Aufwand hatte sich wirklich gelohnt. Daher bitte ich es mir nachzusehen, dass ich das Gericht letztlich mit fertig gekauftem Tzatziki und Krautsalat servierte. 😉 Das verwendete Rezept für den Rest möchte ich nun mit diesem Beitrag einmal kurz in gewohnter Form vorstellen.

    was benötigen wir also für 3-4 Portionen?
    Für die Hähnchenspieße:

  • 800g Hähnchenbrust
  • Für die Souflaki-Marinade

  • 4-5 Esslöffel Olivenöl
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 Esslöffel Zitronensaft
  • 2 Teelöffel Oregano
  • 1/2 Teelöffel Salz
  • Für die Paprika-Marinade

  • 4-5 Esslöffel Olivenöl
  • 1/2 Teelöffel Salz
  • 1/2 Teelöffel Paprika edelsüß
  • 1/2 Teelöffel Paprika geräuchert
  • 1/2 Teelöffel Kreuzkümmel
  • 1/2 Teelöffel Oregano
  • 1/2 Teelöffel Basilikum
  • 1/2 Teelöffel Thymian
  • 1/2 Teelöffel Rosmarin
  • Für die Feta-Knoblauch-Kartoffel

  • 700g Kartoffeln festkochend
  • 1 Knolle Knoblauch
  • 2 Teelöffel Thymian
  • 2-3 Esslöffel Olivenöl
  • 1 Block (200g) Feta
  • 3 Esslöffel Zitronensaft
  • Außerdem benötigen wir

  • Tzatziki
  • Griechischer Krautsalat
  • 6 Holzspieße
  • Beginnen wir mit dem Hähnchen, das mindestens 30 Minuten im Kühlschrank marinieren sollte. Wir waschen also die Hähnchenbrüste, tupfen sie trocken und schneiden sie dann in möglichst gleich große Würfel. Das ist gar nicht mal so einfach, da es sich hier um individuell geformte Fleischstücke handelt, aber wichtig dass sie einigermaßen gleichmässig garen. Übung macht hier erfahrungsgemäß wie üblich den Meister. 😉
    01 - Dice chicken breasts / Hähnchenbrüste würfeln

    Dann wenden wir uns den beiden Marinaden zu. Ich begann mit der einfacheren Variante, die ich als Souflaki-Marinade bezeichnen möchte. Dazu schälen und zerkleinern wir zwei größere Knoblauchzehen und geben dann 4-5 Esslöffel Olivenöl in eine Schüssel
    02 - Mince garlic / Knoblauch zerkleinern 03 - Put olive oil in bowl / Olivenöl in Schüssel geben

    in die wir dann die zerkleinerten Knoblauchzehen geben, zwei Esslöffel Zitronensaft hinzufügen,
    04 - Add garlic / Knoblauch hinzufügen 05 - Add lemon juice / Zitronensaft addieren

    diese um 2 Teelöffel Oregano ergänzen und schließlich noch einen halben Teelöffel Salz hinzu geben
    06 - Intersperse oregano / Oregano einstreuen 07 - Add salt / Salz dazu geben

    um abschließen alles gründlich miteinander zu verrühren.
    08 - Mix thoroughly / Gründlich verrühren

    Dann legen wir die Hälfte (ca. 350g) des gewürfelten Hähnchens in einen verschließbaren Beutel, geben wir zuvor hergestellte Marinade hinzu
    09 - Put half of diced chicken in bag / Hälfte des gewürfeltes Hähnchen in Beutel geben 10 - Add souflaki marinade / Souflaki-Marinade hinzufügen

    und verschließen dann den Beutel um die Marinade ein wenig in das Hähnchen einzumassieren. Dann landete der Beutel für mindestens 30 Minuten im Kühlschrank.
    11 - Mix chicken & marinade / Marinade in Hähnchen massieren

    Danach stellen wir die Paprika-Marinade her, die aufgrund der Vielzahl der verwendeten Gewürze ein wenig aufwändiger ist. Wie geben also mindestens 5 Esslöffel Olivenöl in eine weitere Schüssel, streuen jeweils einen halben Teelöffel edelsüßes sowie geräuchertes Paprika ein,
    12 - Put olive oil in bowl / Olivenöl in Schüssel geben 13 - Add sweet & smoked paprika / Edelsüßes & geräuchertes Paprika hinzufügen

    addieren jeweils einen halben Teelöffel Kreuzkümmel, Salz,
    14 - Add cumin / Kreuzkümmel einstreuen 15 - Add salt / Salz addieren

    getrocknetes Basilikum, gerebeltes Rosmarin,
    16 - Put dried basil in bowl / Basilikum in Schüssel geben 17 - Add rosemary / Rosmarin einstreuen

    Thymian sowie die gleiche Menge frisch gemahlenen Pfeffer
    18 - Add thyme / Thymian addieren 19 - Grind pepper in bowl / Pfeffer in Schüssel mahlen

    und verrühren alles wiederum gründlich miteinander. Sollte die Marinade zu dickflüssig erscheinen, geben wir noch einen kleinen Schuss Öl hinzu.
    20 - Mix thoroughly / Gründlich verrühren

    Danach geben wir die verbliebene Hälfte an gewürfelter Hähnchenbrust in einen weitere Beutel, addieren die Paprika-Marinade
    21 - Put remaining chicken dices in bag / Restliche Hähnchenwürfel in Schüssel geben 22 - Add paprika marinade / Paprika-Marinade addieren

    und massieren auch diese gründlich in die Hähnchenwürfel ein nachdem wir den Beutel verschlossen haben. Danach landet auch dieser Beutel im Kühlschrank damit die Marinade etwas einziehen kann.
    23 - Mix chicken & marinade / Marinade in Hähnchen massieren

    Außerdem legen wir die sechs Holzspieße in etwas Wasser damit sie sich vollsaugen können. Ich hatte hier etwas mehr Spieße genommen, aber letztlich zeigte sich dass sechs Spieße vollkommen ausreichen dürften.
    24 - Soak wooden skewers / Holzstäbchen in Wasser einweichen

    Während das Hähnchen mariniert schälen wir die Kartoffeln, schneiden sie in Spalten
    25 - Peel potatoes / Kartoffeln schälen 26 - Cut potatoes in wedges / Kartoffeln in Spalten schneiden

    und geben diese Kartoffelspalten dann in eine Schüssel wo wir 2-3 Esslöffel Öl hinzufügen,
    27 - Put potato wedges in bowl / Kartoffelspalten in Schüssel geben 28 - Add oil / Öl hinzufügen

    streuen zwei Teelöffel Thymian ein, geben drei Esslöffel Zitronensaft hinzu
    29 - Intersperse thyme / Thymian einstreuen 30 - Add lemon juice / Zitronensaft hinzufügen

    und verrühren alles wieder gründlich miteinander, so dass alle Kartoffelspalten mit etwas Öl sowie den Gewürzen benetzt sind.
    31 - Mix well / Gründlich vermengen

    Außerdem schneiden wir den oberen Teil von einer Knolle Knoblauch ab, „enthaupten“ sie also sozusagen ;), öffnen die noch nicht „geköpften“ Zehen der Knolle,
    32 - "Behead" garlic / Knoblauchknolle köpfen 33 - Open remaining garlic cloves / Verbleibende Knoblauchzehen öffen

    bestreichen die Schnittflächen mit etwas Olivenöl und wickeln die Knolle dann in etwas Alufolie.
    34 - Brush open garlic cloves with oil / Geöffneten Knoblauch mit Öl bepinseln 35 - Wrap garlic in tinfoil / Knoblauch in Alufolie wickeln

    Während der Elektro-Ofen dann auf 220 Grad vorheizt platzieren wir unseren Block Fetakäse in der Mitte einer größeren Auflaufform, bestreichen sie dünn mit etwas Olivenöl,
    36 - Put feta in casserole / Feta in Auflaufform legen 37 - Brush feta with oil / Feta mit Öl bepinseln

    platzieren die zuvor eingewickelte Knoblauchknolle in einer Ecke der Auflaufform und legen dann die Kartoffelspalten rund um den Feta-Block im restlichen freien Raum
    38 - Add wrapped garlic / Eingewickelten Knoblauch hinzufügen 39 - Place potato wedges around feta / Kartoffelspalten um Feta verteilen

    um dann die Auflaufform mit etwas Alufolie abzudecken und für erst einmal 30 Minuten auf der mittleren Schiene im Ofen zu backen.
    40 - Cover casserole with tin foil / Auflaufform mit Alufolie abdecken 41 - Bake potato wedges & feta covered in oven / Kartoffelspalten & Feta im Ofen backen

    Diese Zeit können wir nutzen um uns um die Hähnchenspieße zu kümmern. Wir holen also zuerst den Beutel mit den Hähnchenwürfel in Souflaki-Marinade aus dem Kühlschrank und stecken sie auf die zuvor eingeweichten Holzspieße. Bei mir kamen dabei genau drei Stück heraus.
    42 - Put diced chicken on soaked skewers / Hähnchenwürfel auf eingeweichte Spieße stecken 43 - Chicken souflaki skewers ready for searing / Hähnchen-Souflaki-Spieße fertig zum braten

    Nachdem wir unsere Unterlage etwas gereinigte haben führen wir die gleiche Prozedur mit unseren Hähnchenwürfeln in Parika-Marinade durch – auch hier waren letztlich drei Spieße das Ergebnis.
    44 - Put chicken on wooden skewers / Hähnchenwürfel aus Paprikamarinade auf Spieße stecken 45 - Chicken skewers in paprika marinade ready to sear / Hähnchenspieße in Paprikamarinade fertig zum braten

    Dann erhitzen wir eine Grillpfanne auf leicht erhöhter Stufe, legen zuerst die Souflaki-Spieße hinein und braten sie jeweils ca. 4-5 Minuten von jeder Seite scharf an.
    46 - Put souflaki skewers in pan / Souflaki-Hähnchenspieße in Pfanne legen 47 - Sear souflaki skewers / Souflaki-Hähnchenspieße scharf anbraten

    Wenn schließlich die 30 Minuten um sind entfernen wir die Abdeckung aus Alufolie von von unserer Auflaufform und backen die Kartoffeln samt Feta für weitere 15-20 Minuten offen weiter.
    48 - Continue baking feta potatoes without covering / Feta-Kartoffeln offen weiter backen

    Dabei entnehmen wir die eingewickelte Knoblauch-Knolle, entnehmen sie aus der Folie, lassen sie kurz abkühlen und drücken dann den gerösteten Knoblauchzehen aus der Schale
    49 - Take garlic out of oven / Knoblauch entnehmen abkühlen lassen 50 - Press garlic cloves out of peel / Knoblauchzehen aus Schale drücken

    und zerkleinern diese dann etwas mit einem Messer.
    51 - Mince garlic / Knoblauchzehen zerkleinern

    Sind die Souflaki-Spieße fertig gebraten, geben wir auch die Spieße mit dem Hähnchen in Paprika-Marinade in die Pfanne und braten auch diese scharf rundherum an.
    52 - Put paprika skewers in pan / Paprika-Spieße in Pfanne geben 53 - Sear paprika skewers / Paprika-Spieße scharf anbraten

    Schließlich entnehmen wir die Auflaufform mit gebackenen Kartoffeln und Feta aus dem Ofen, geben die zuvor zerkleinerten gerösteten Knoblauchzehen hinzu
    54 - Take casserole from oven / Auflaufform aus Ofen entnehmen 55 - Ad minced garlic / Zerkleinerte Knoblauchzehen hinzufügen

    und vermischen den geschmolzenen Feta gründlich mit Knoblauch und gebackenen Kartoffeln.
    56 - Mix potatoes, feta & garlic / Kartoffeln, Feta & Knoblauch vermischen

    Die Feta-Kartoffeln sowie sie fertig gebackenen Hähnchenspieße können wir unter Ausnutzung der Restwärme im ausgeschalteten Ofen warm halten.

    Ist alles schließlich fertig gebraten können wir das fertige Gericht mit etwas Krautsalat sowie Tzatziki zum dippen servieren und genießen.
    57 - Chicken stewers with feta garlic potatoes - Served / Hähnchenspieße mit Feta-Knoblauch-Kartoffeln - Serviert

    Der Vorteil von in Folie geröstetem Knoblauch ist, dass es angenehm mild wird ohne dabei sein Aroma zu verlieren. Daher war es absolut nicht übertrieben eine ganze Knolle Knoblauch mit nur knapp eineinhalb Pfund Kartoffelspalten zu verarbeiten. Und der Knoblauch harmonierte wunderbar mit dem gebackene Thymian-Kartoffeln inklusive ihres leichten Zitronenaromas. Zusätzliches Salz war hier nicht notwendig, denn der Feta aus seiner Salzlake brachte genug davon mir. Sie hätten zwar gerne noch etwas knuspriger sein dürfen, aber dazu hätte ich sie durchgehend offen backen müssen wobei mir dann der Feta verbrannt wäre. 🤭 Manchmal muss man eben Kompromisse eingehen. An den beiden Hähnchenspieß-Varianten gab es glücklicherweise nichts auszusetzen, jede der beiden hatte ihre gewissen Vorteile. Kurioserweise erschienen mir die Souflaki-Spieße etwas würziger, obwohl sie mit weniger Zutaten in der Marinade auskamen. Dafür waren wirkte das Fleisch im Ergebnis allerdings ein ganz klein wenig trockner als bei dem Paprika-Spießen. Vielleicht hing dies mit dem verwendeten Zitronensaft zusammen. Lecker waren aber beide Varianten alle Mal, vor allem wenn man sie beim Verzehr noch in etwas Tzatziki dippte. 😉 Und der knackige Krautsalat rundete alle schließlich sehr gelungen ab. Alles in allem ein sehr gelungenes Gericht, der etwas größere Aufwand hatte sich allemal gelohnt.

    58 - Chicken stewers with feta garlic potatoes - Side view / Hähnchenspieße mit Feta-Knoblauch-Kartoffeln - Seitenansicht

    Allerdings waren die Fleischspieße recht großzügig portioniert, hier könnte man noch überlegen ob man die einzelnen Spieße mit etwas weniger Fleisch „bestückt“. Ich hatte ja auch noch überlegt ob ich noch Zwiebelstücke oder Paprika zwischen die Fleischstücke stecken sollte, so wie beim klassischen Schaschlik – was ja auch nur ein Fleischspieß ist – mich aber dann dagegen entschieden. Dennoch behalte ich mir die Idee für zukünftige Spieße dieser Art mal im Hinterkopf. 😉

    59 - Chicken stewers with feta garlic potatoes - CloseUp / Hähnchenspieße mit Feta-Knoblauch-Kartoffeln - Nahaufnahme

    Guten Appetit

    Deftiger Linseneintopf mit Wiener Würstchen – das Rezept

    Freitag, Oktober 15th, 2021

    Es ist Herbst geworden und was passt besser zu dieser Jahreszeit als ein schön deftiger Linseneintopf mit Wiener Würstchen und frischem knusprigen Bauernbrot. Früher als ich noch täglich in unser Betriebsrestaurant essen ging war das ein häufiger von mir gewähltes Gericht, doch durch das lange Homeoffice dank Covid-19 habe ich dieses leckere Eintopfgericht schon bestimmt ein Jahr nicht mehr gegessen. Das wollte ich unbedingt ändern, daher entschloss ich mich heute dazu mir einfach selbst ein solches Gericht zuzubereiten. Rezepte sowie Varianten des traditionellen Rezepts (z.B. indische, italienische oder griechische Art) dazu gibt es wie Sand am Meer, aber mir stand der Geschmack nach einem ganz normalen traditionellen deutschen Linseneintopf. Dabei nutzte ich die Gelegenheit gleich in paar neue Kochtechniken anzuwenden, die ich sonst nicht verwendet habe – wie zum Beispiel das andrücken der Knoblauchzehen mit dem Handballen und dem anschließenden Kochen im Ganzen oder das auskochen der Schwarte vom Bauchspeck, die ich früher immer einfach weggeworfen habe, was eigentlich Verschwendung war. Außerdem habe ich das erste Mal eine gelbe Möhre anstatt der sonst üblichen orangen Möhren verwendet. Ich habe gelesen dass die gelben und weiße Möhren früher in Mitteleuropa die am weitesten verbreitete Sorten waren. Sie sind im Geschmack weniger süß als der ihrer orangen Verwandten und eignen sich daher auch besser für Eintopfgerichte wie dieses. Angeblich wurden die orangen Möhren dann mal in Holland zu Ehren ihres Königshauses in deren Nationalfarbe – eben Orange – gezüchtet und haben dann von dort aus alle anderen Sorten nach und nach verdrängt. Andere Quellen sagen dass die orange Möhre vor ca. 500 Jahren aus Asien nach Europa kam. Die ursprünglichen wilden Möhren waren dagegen angeblich außen violett, besaßen aber einen gelben Kern – waren aber deutlich kleiner als die heute verkauften Varianten. Wie dem auch sei, ich entschloss mich heute eben Mal zusätzlich eine gelbe Möhre in meinem Eintopfgericht mit zu verarbeiten. 😉 Das Ergebnis war auf jeden Fall ein überaus leckeres Eintopfgericht, daher möchte ich es natürlich nicht versäumen das Rezept hier einmal in gewohnter Form vorzustellen.

    Was benötigen wir also für 4 Portionen?

  • 250g Berglinsen
  • 160g Möhren (gelb und/oder orange)
  • 50-60g Lauch
  • 1 größere Zwiebel
  • 1-2 Zehen Knoblauch
  • 350-400g Kartoffeln
  • 1 Pastinake
  • 1 Stück Knollensellerie (60-70g)
  • 1 Lorbeerblatt
  • 3-4 Zweige Thymian
  • 2-3 Stengel Petersilie
  • 150g geräucherter Bauchspeck
  • 25ml Balsamico-Essig
  • 500ml Hühnerfond / -brühe
  • 4 Wiener Würstchen
  • etwas Salz & Pfeffer zum würzen
  • evtl. etwas frisches Bauernbrot
  • Eigentlich muss man Berglinsen so wie ich sie verwendete nicht unbedingt vorher einweichen, aber es verkürzt die Kochzeit um 10-15 Minuten und das konnte nicht schaden. Wir geben also unsere Linsen in eine Schüssel mit Wasser und lassen sie sich einige Stunden – gerne auch über Nacht – vollsaugen.
    01 - Soak lentils / Linsen einweichen 02 - Sokaed lentils / Linsen eingeweicht

    Wie bei den meisten Eintopf-Rezepten steht vor der eigentlichen Zubereitung natürlich erst einmal einiges an Schnippel-Arbeit an. Wir schälen also die Möhren und würfeln sie,
    03 - Peel carrots / Möhren schälen 04 - Dice carrots / Möhren würfeln

    schälen Pastinake sowie Knollensellerie und würfeln sie ebenfalls,
    05 - Peel parsnip & celeriac / Pastinake & Sellerie schälen 06 - Dice parsnip & celeriac / Pastinake & Sellerie würfeln

    halbieren den Lauch, waschen ihn und schneiden in dann zuerst in Streifen die wie anschließend zerkleinern, würfeln die Zwiebel,
    07 - Chop leek / Lauch zerkleinern 08 - Dice onion / Zwiebel würfeln

    zupfen die Blättchen von Petersilie und Thymian von den Stielen und zerkleinern diese,
    09 - Pick parsley & thyme from stalks / Petersilie & Thymian von Stielen zupfen 10 - Hackle herbs / Kräuter zerkleinern

    schälen die Kartoffeln, schneiden sie in grobe Würfel
    11 - Peel potatoes / Kartoffeln schälen 12 - Dice potatoes coarsely / Kartoffeln grob würfeln

    und entfernen schließlich die Schwarte vom Bauchspeck und würfeln diesen ebenfalls in eher grober Form wobei wie die Schwarte für später noch aufheben.
    13 - Dice pork belly / Bauchspeck würfeln

    Anschließend geben wir den gewürfelten Bauchspeck in einen Topf und braten ihn scharf an – wobei wir ihn nicht zu häufig wenden sollten damit ein paar Röstaromen entstehen können.
    14 - Put pork belly in pot / Bauchspeck in Topf geben 15 - Sear pork belly / Bauchspeck scharf anbraten

    Ist der Bauspeck gut durchgebraten und hat einiges von seinem Fett abgegeben reduzieren wir die Hitzezufuhr auf eine mittlere Stufe und geben Zwiebel-, Pastinaken- und Selleriewürfel sowie die Möhrenwürfel hinzu
    16 - Add onion, parsnip & celeriac to pot / Zwiebel, Pastinake & Sellerie in Topf geben 17 - Add diced carrots / Möhrenwürfel hinzufügen

    und braten alles für einige Minuten bei gelegentlichem wenden an.
    18 - Fry vegetables / Gemüse anbraten

    Dann geben wir auch die Kartoffeln hinzu, dünsten sie ebenfalls kurz mit an
    19 - Add potatoes / Kartoffeln addieren 20 - Braise diced potatoes / Kartoffelwürfel andünsten

    und addieren schließlich auch noch den zerkleinerten Lauch sowie Petersilie und Thymian, um diese ebenfalls kurz mit anzudünsten.
    21 - Put leek in pot / Lauch in Topf geben 22 - Add parsley & thyme / Petersilie & Thymian hinzufügen

    Außerdem salzen wir das Gemüse jetzt bereits jetzt etwas, damit wir auch die Einlage würzen. Gäben wir das Salz erst zu Schluss dazu, würden wir nur die Suppe bzw. den Eintopf würzen, was zur Folge hätte dass z.B. Möhren und Kartoffeln fade wirken könnten während die Flüssigkeit bereits sehr salzig schmeckt.
    23 - Salt vegetables / Gemüse salzen

    Mit dem Handballen zerdrücken wir nun unsere Knoblauchzehen und geben sie in dem Topf – sie werden am Ende wieder entfernt. Durch das andrücken können die ätherischen Öle aus der Knoblauchzehe angeblich in das Gericht übergehen ohne dass es zu sehr nach Knoblauchs stinkt. Ich hatte bisher das Knoblauch immer zerkleinert oder durch eine Knoblauchpresse dazu gepresst, wollte aber mal ausprobieren ob diese Methode ebenfalls funktioniert. 😉
    24 - Crush garlic cloves with heel of hand /  Knoblauchzehen mit Handballen zerdrücken 25 - Add garlic cloves / Knoblauchzehen dazu geben

    Außerdem geben wir auch das Lorbeerblatt sowie die Schwarten von unserem Bauspeck in den Topf
    26 - Add bay leaf / Lorbeerblatt addieren 27 - Put rind in pot / Schwarten in Topf geben

    und dünsten alles kurz mit an
    28 - Braise shortly / Kurz mit andünsten

    bevor wir schließlich auch unsere eingeweichten und abgegossenen Berglinsen hinzufügen und kurz mit angehen lassen.
    29 - Add soaked lentils / Eingeweichte Linsen hinzufügen 30 - Braise lentils / Linsen angehen lassen

    Schließlich gießen wir alles mit dem Hühnerfond bzw. der Brühe auf und lassen es kurz aufkochen
    31 - Deglaze with broth / Mit Brühe aufgießen 32 - Stir & bring to a boil / Verrühren & aufkochen lassen

    um es dann geschlossen für 15-20 Minuten auf leicht reduzierter Stufe vor sich hin köcheln zu lassen. Dabei sollten wir es natürlich hin und wieder mal umrühren.
    33 - Simmer close / Geschlossen köcheln lassen 34 - Stir from time to time / Zwischendurch umrühren

    Sind die Linsen schließlich gar gekocht können wir die Schwarte, die Knoblauchzehen sowie das Lorbeerblatt wieder entnehmen
    35 - Remove rind / Schwarte entnehmen 36 - Remove garlic & bay leaf / Knoblauch & Lorbeerblatt entfernen

    und den Eintopf mit 20-25ml Balsamico verfeinern. Zu einem guten Linseneintopf gehört – zumindest meiner Meinung nach – eine leicht säuerliche Essignote einfach dazu.
    37 - Refine with balsamico / Mit Balsamico verfeinern

    Außerdem schneiden wir die Wiener Würstchen in Scheiben, geben sie in unseren Eintopf
    38 - Cut wiener sausages in slices / Wiener Würstchen in Scheiben schneiden 39 - Put sausages in pot / Würstchen in Topf geben

    und lassen sie über einige Minuten heiß werden während wir das Eintopfgericht noch ein mal final mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken.
    40 - Stir & let sausages get hot / Verrühren & Würstchen heiß werden lassen 41 - Taste with salt & pepper / Mit Salz & Pfeffer abschmecken

    Anschließend können wir den fertigen Linseneintopf auch schon servieren und genießen – am besten in Kombination mit einer Scheibe frischem knusprigen Brot.
    42 - Lentil stew with wiener sausages - Served / Linseneintopf mit Wiener Würstchen - Serviert

    Das Gericht entsprach genau meiner Vorstellung nach eines leckeren und deftigen Linseneintopfs. Die Linsen waren zwar das leicht dominierende Gemüse, wurden aber sehr gelungen durch Möhren, Sellerie und Pastinake sowie der Kräuter-Kombination aus Petersilie und Thymian ergänzt. Dazu noch eine deftige Fleischeinlage aus würzigem geräucherten Bauchfleisch sowie reichlich Wiener Würstchen und die leicht säuerliche Note des Balsamico. Und auch eine leichter Hauch von Knoblauch war zu bemerken, der aber nicht ganz so deutlich ausgeprägt war als wenn ich die Zehen in zerkleinerter oder gepresster Form komplett im Gericht belassen hätte. Durch das auskochen der Schwarte war der Fleischgeschmack – zumindest gefühlt – noch einen Deut kräftiger als es nur durch den Bauchspeck der Fall gewesen sein dürfte. Das ist aber nicht verwunderlich, da die Hautseite natürlich viel vom Rauch beim Räuchern in sich aufnimmt, das nun zusätzlich mit ausgekocht worden war. Kein Muss, aber eine gelungene Ergänzung ist auch das Stück frischen Brots, mit deren Hilfe man die letzten Reste dieses leckeren Eintopfgerichts schließlich noch vom Teller aufwischen kann. Ich war froh mir heute extra dazu einen frischen Laib Brot besorgt zu haben. Alles in allem ein voller Erfolg, so ein Gericht ist genau das richtige für die herbstliche Jahreszeit – obwohl ich es wohl auch das ganze Jahr über durchaus genießen könnte. 😉 Ich bin eben ein großer Fan von Hülsenfrüchten aller Art und das wird sich wohl auch nicht mehr ändern…

    43 - Lentil stew with wiener sausages - Side view / Linseneintopf mit Wiener Würstchen - Seitenansicht

    Guten Appetit

    Linsensuppe / Linseneintopf mit Wiener Würstchen

    Fruchtiges Ratatouille mit Kartoffel-Frischkäse-Taschen & Bratwürstchen – das Rezept

    Donnerstag, Juni 3rd, 2021

    Lange ist es her das ich unser Betriebsrestaurant besuchen konnte, wo ich unter anderem gerne immer wieder Gerichte gab, die zu Kartoffel-Frischkäsetaschen, Gemüsestrudel oder Polentataschen Ratatouille als Beilage servierten. Als kleine Hommage daran entschied ich mich daher dazu, diesen Fronleichnam mal selbst ein Ratatouille herzustellen. Glücklicherweise hatte ich dazu noch ein paar Kartoffel-Frischkäsetaschen im Tiefkühlfach und – als Fleischliebhaber – ergänzte ich das Gericht noch durch ein paar Nürnberger Rostbratwürste. Ursprünglich ist Ratatouille ja ein Gemüse-Schmortopf aus der provenzalischen bzw. okzitanischen französischen Küche, das traditionell vor allem aus Auberginen, Zwiebeln, Zucchini, Tomaten, Paprikaschoten und Knoblauch hergestellt und mit Kräutern verfeinert wird. Ich bin zwar kein allzu großer Fan von Auberginen, um die Tradition zu wahren entschied ich mich aber dazu mich an diese Grundzutaten zu halten. Einzig die Zugabe von etwas Möhren weicht von diesem Traditionsrezept ab. Leider habe ich nicht alle Kräuter frisch bekommen, ich hätte noch gerne frisches Oregano mit verarbeitet, musste aber aufgrund fehlender Verfügbarkeit hier auf die getrocknete Variante zurückgreifen. Der Fokus dieses Beitrags liegt dabei vor allem auf dem Ratatouille, was jeder dazu serviert bleibt ihm natürlich selbst überlassen – das Ratatouille selbst kann dabei auch ohne etwas dazu als vegetarische Vor- bzw. Hauptspeise serviert werden. Mit dem Ergebnis konnte ich auf jeden Fall überaus zufrieden sein, daher möchte ich es nicht versäumen das verwendete Rezept hier einmal in gewohnter Form vorzustellen.

    Was benötigen wir also für 3-4 Portionen?
    Für das Ratatouille:

  • 1 größere Aubergine
  • 1 große Zucchini
  • 2 mittelgroße Zwiebel (z.b: rot und gelb)
  • 3 mittelgroße Paprika
  • 2 mittelgroße Möhren
  • 2-3 Knoblauchzehen
  • 2 Esslöffel Tomatenmark
  • 150ml heißes Wasser oder Brühe
  • 400g Tomaten in Stücken (Tetra-Pack oder Dose)
  • 2-3 Zweige Rosmarin
  • 3 Zweige Thymian
  • 2 Teelöffel Oregano
  • 2-3 Esslöffel Olivenöl
  • 1 Teelöffel Zucker
  • Salz und Pfeffer zum würzen
  • Außerdem benötigen wir:

  • 6-8 Kartoffel-Frischkäse-Taschen (TK)
  • 12-15 Nürnberger Rostbratwürstchen
  • Wie immer bei Eintöpfen dieser Art steht zu Beginn der Zubereitung immer einiges an Schneidearbeit für das Gemüse an. Beginnen wir mit der Aubergine, die wir in etwa Fingerdicke Scheiben schneiden und diese Scheiben anschließend von beiden Seiten mit etwas Salz bestreuen, um ihnen die reichlich vorhandene Flüssigkeit etwas zu entziehen.
    01 - Cut eggplant in slices / Aubergine in  Scheiben schneiden 02 - Salt eggplant slices / Auberginenscheiben salzen

    Außerdem schälen wir die Zwiebeln – ich hatte eine rote und eine gelbe Zwiebel verwendet – und würfeln sie fein.
    03 - Dice onion / Zwiebel würfeln

    waschen und würfeln die Zucchini,
    04 - Dice zucchini / Zucchini würfeln

    entkernen und würfeln die Paprika-Schoten,
    05 - Decore bell peppers / Paprika entkernen 06 - Dice bell peppers / Paprika würfeln

    schälen die Möhren um sie anschließend wiederum zu würfeln
    07 - Peel carrots / Möhren schälen 08 - Dice carrots / Möhren würfeln

    und schälen und zerkleinern die Knoblauchzehen.
    09 - Mince garlic / Knoblauch würfeln

    Schließlich tupfen wir das Salz samt der ausgetretenen Flüssigkeit von den Auberginen-Scheiben und würfeln diese ebenfalls – in etwa in der selben wir die Zucchini zuvor.
    10 - Dab salt from eggplant / Salz von Auberginen tupfen 11 - Dice eggplant / Auberginen würfeln

    Danach wenden wir uns noch den Kräutern zu, die wir waschen, ihre Blätter von den Stielen zupfen und diese dann möglichst fein zerkleinern.
    12 - Pick leaflets from stalks / Kräuter von Stielen zupfen 13 - Chop herbs / Kräuter zerkleinern

    Dann endlich können wir mit der eigentlichen Zubereitung beginnen. Dazu erhitzen wir etwas Olivenöl auf leicht erhöhter Stufe in einer Pfanne
    14 - Heat oil in pan / Öl in Pfanne erhitzen

    und geben die gewürfelte Aubergine hinein, die wir ohne gleich zu rühren oder wenden etwas angehen lassen, so dass Röstaromen entstehen können. Wichtig ist dabei, dass alle Stücke zumindest an einer Seite Bodenkontakt mit der Pfanne haben sollten.
    15 - Put eggplant in pan / Aubergine in Pfanne geben 16 - Brown eggplant / Aubergine bräunen lassen

    In der Zwischenzeit können wir ja schon einmal die beiden Esslöffel Tomatenmark in ein Behältnis mit 150ml heißem Wasser oder Brühe geben und es unter rühren darin auflösen lassen.
    17 - Put tomato puree in hot broth or water / Tomatenmark in heiße Gemüsebrühe oder Wasser geben 18 - Dissolve tomato puree in broth / Tomatenmark in Flüssigkeit auflösen

    Sobald die Auberginen-Würfel dann zu bräunen beginnen, können wir sie dann auch endlich beginnen zu wenden, damit die anderen Seiten auch etwas Farbe annehmen können. Die fertig gebräunten Aubergine entnehmen wir dann erst einmal wieder aus der Pfanne und stellen sie bei Seite.
    19 - Turn diced eggplant / Auberginenwürfel wenden 20 - Put eggplant aside / Aubergine bei Seite stellen

    Unter Zugabe von einem weiteren Esslöffel Olivenöl geben wir dann auch die gewürfelte Zucchini in die heiße Pfanne und schmoren sie auf die gleiche Weise wie die Aubergine. Da die Pfanne jetzt bereits Temperatur hat, sollte es dieses Mal etwas schneller gehen.
    21 - Put zucchini in pan / Zucchini in Pfanne geben 22 - Brown zucchini / Zucchini bräunen

    Dann entnehmen wir auch die angerösteten Zucchini-Würfel erst einmal wieder aus der Pfanne und stellen sie ebenfalls bei Seite.
    23 - Put zucchini aside / Zucchini bei Seite stellen

    Nachdem wir die Temperaturzufuhr auf mittlere Stufe reduziert haben, befüllen wir die Pfanne nun mit unseren gewürfelten Zwiebeln, die wir für 2-3 Minuten andünsten bis sie beginnen glasig zu werden.
    24 - Put diced onions in pan / Gewürfelte Zwiebeln in Pfanne geben 25 - Braise onion / Zwiebel andünsten

    Als nächstes geben wir die gewürfelten Möhren hinzu und dünsten sie einige weitere Minuten mit an
    26 - Add diced carrots / Möhrenwürfel addieren 27 - Braise diced carrots / Möhrenwürfel andünsten

    um dann auch die gewürfelten Paprika zu addieren und sie wiederum für 3-4 Minuten mit anzudünsten, bis sie beginnen etwas Farbe anzunehmen.
    28 - Add bell pepper / Paprika hinzufügen 29 - Fry bell pepper / Paprika anbraten

    Jetzt können wir auch den Knoblauch hinzufügen und ebenfalls mit andünsten. Ich gebe Knoblauch immer möglichst spät hinzu, damit er nicht braun und bitter werden kann.
    30 - Add garlic / Knoblauch einstreuen 31 - Braise garlic / Knoblauch andünsten

    Schließlich ist es an der Zeit auch die zuvor separat angeschmorten Auberginen- und Zucchini-Würfel zurück in die Pfanne zu geben
    32 - Put eggplant back in pan / Aubergine zurück in Pfanne geben 33 - Add browner zucchini / Zucchini ebenfalls wieder-hinzufügen

    um anschließend die gehackten Kräuter sowie etwas Oregano hinzuzufügen
    34 - Add chopped herbs / Gehackte Kräuter einstreuen 35 - Season with oregano / Mit Oregano würzen

    und diese kurz mit anzudünsten, bis sie beginnen ihren Geruch zu verströmen.
    36 - Braise herbs / Kräuter andünsten

    Das Ganze löschen wir dann mit der Tomatenmark-Brühe sowie den stückigen Tomaten ab,
    37 - Deglaze with dissolved tomato puree / Mit Tomatenmark-Brühe ablöschen 38 - Add tomatoes in pieces / Stückige Tomaten dazu geben

    verrühren es, lassen es kurz aufkochen,
    39 - Scramble & bring to a boil / Verrühren & aufkochen lassen

    geben den Teelöffel Zucker hinzu, würzen es kräftig mit Salz und Pfeffer
    40 - Add sugar / Zucker einstreuen 41 - Season with salt & pepper / Mit Salz& Pfeffer würzen

    sowie einer guten Prise Chiliflocken. Danach lassen wir alles auf reduzierter Stufe geschlossen für 15-20 Minuten schmoren.
    42 - Taste with chili / Mit Chili abschmecken 43 - Simmer closed / Geschlossen köcheln lassen

    In der Zwischenzeit erhitzen wir etwas Butterschmalz oder Öl in einer zweiten Pfanne, legen die Würstchen hinein
    44 - Heat ghee in pan / Butterschmalz in Pfanne erhitzen 45 - Put sausages in pan / Würstchen in Pfanne geben

    und braten sie rundherum goldbraun an.
    46 - Fry sausages / Bratwürste anbraten

    Für die Zubereitung der Kartoffeltaschen hatte ich mich für meine Heißluftfritteuse entschieden. Dazu legte ich die noch gefrorenen Taschen in die Frittierschublade und ließ sie für 7 Minuten auf 180 Grad frittieren. Wer es besonders knusprig mag kann danach noch mal 2 Minuten auf 200 Grad hinzufügen.
    47 - Put potato bags into Air Fryer / Kartoffeltaschen in Heißluft-Fritteuse schieben 48 - Fry potato bags / Kartoffeltaschen frittieren

    Die letzten paar Minuten lasse wir unser Ratatouille schließlich offen köcheln, damit sich die Flüssigkeit noch etwas reduzieren kann und schmecken es dabei noch einmal final mit den Gewürzen ab.
    49 - Taste ratatouille with seasonings / Ratatouille mit Gewürzen abschmecken

    Anschließend können wir das fertige Gericht auch schon servieren und genießen.
    50 - Ratatouille with potato cream cheese bags & bratwurst - Served / Ratatouille mit Kartoffel-Frischkäse-Taschen & Bratwürstchen - Serviert

    Genau so stelle ich mir ein gutes Ratatouille vor: Viel Gemüse das teilweise aber noch über genügend Biss verfügt in einer dünnen, nicht zu üppigen, aber dennoch fruchtigen Tomatensauce, die zusätzlich mit reichlich Kräutern verfeinert worden war. Die Röstaromen, die durch das anschmoren entstanden sind, gaben der Zubereitung noch einen zusätzlichen geschmackstechnischen Kick wie ich fand. Und auch meine Abneigung gegenüber Auberginen erwies sich wohl letztlich als unbegründet, denn sie passte wunderbar in diese Zusammenstellung. Vielleicht liegt meine Abneigung ja an einer schlecht zubereiteten Aubergine, die ich mal gegessen habe, keine Ahnung. Ich werde den Bann dieses Gemüses von meinem Speiseplan aber ab heute mit sofortiger Wirkung aufheben. 😉 Und auch die knusprigen Kartoffeltaschen mit ihrer cremigen Kräuter-Frischkäse-Füllung sowie die knackigen Rostbratwürste passten wunderbar zum Ratatouille und machten das Gericht letztlich zu einem überaus gut sättigenden und vor allem leckeren Hauptgericht. war bestimmt nicht das letzte Mal, das Ratatouille in meiner Küche zubereitet wurde.

    51 - Ratatouille with potato cream cheese bags & bratwurst - Side view / Ratatouille mit Kartoffel-Frischkäse-Taschen & Bratwürstchen - Seitenansicht

    Guten Appetit

    Fruchtig-pikantes Ratatouille mit Kartoffel-Frischkäse-Taschen & Bratwurst

    Herzhafter Bauerntopf – Resteverbrauch [29.09. – 01.10.2020]

    Donnerstag, Oktober 1st, 2020

    Natürlich reichte mein Herzhafter Bauerntopf mit Hackfleisch und Gemüse auch dieses mal wieder mehrere Tage. Am Dienstag fuhr ich ins Büro, nur um dort allerdings zu erfahren dass ein Aufenthalt dort aufgrund der erhöhten Corona-Warnstufe nicht unbedingt erwünscht war. Da ich aber nun dort war und zu Hause bestimmt keinen Parkplatz mehr finden würde blieb ich dort – obwohl ich fast allein war – und machte mit zum Mittag die mitgebrachte Portion meines Bauerntopfs in der firmeneigenen Mikrowelle warm.
    Hearty farmer's pot - Leftovers I / Herzhafter Bauerntopf - Resteverbrauch I
    Am Mittwoch blieb ich dann wieder im Homeoffice und verzehrte dort eine weitere Portion meines Bauerntopfs.
    Hearty farmer's pot - Leftovers II / Herzhafter Bauerntopf - Resteverbrauch II
    Donnerstag war die Warnstufe aufgehoben und ich verbrachte einen weiteren Tag im Büro, dieses Mal wieder mit mehr Kollegen, und verbrauchte die letzten Reste des Kartoffel-Hackfleisch-Gerichts, was eine recht ansehnliche Portion darstellte.
    Hearty farmer's pot - Leftovers III / Herzhafter Bauerntopf - Resteverbrauch III
    An allen drei Tagen stellten die aufgewärmten Reste weiterhin ein leckeres Mahl dar, ich konnte keinerlei Qualitätsverlust feststellen. Ich wage es sogar zu sagen, dass das Durchziehen im Kühlschrank den Geschmack sogar noch etwas intensivierte und somit verbesserte. Nach vier Tagen hintereinander hatte ich dann aber wirklich genug davon und ich war froh das alles verbraucht war, so lecker auch war. 😉
    Mal sehen was ich als nächstes Koche, ich neige ja dazu mal wieder etwas mit Reis zu machen, aber die endgültige Entscheidung ist diesbezüglich noch nicht gefallen…

    Herzhafter Bauerntopf mit Kartoffeln, Hackfleisch & Gemüse – das Rezept

    Montag, September 28th, 2020

    Ursprünglich wollte ich heute mal wieder unkreativ sein und einfach Spaghetti mit Hackfleisch-Tomatensauce kochen, mein Standardrezept. Dazu hatte ich mir etwas gemischtes Hackfleisch gekauft. Doch als ich zu Hause war fiel mit glücklicherweise ein, dass ich ja noch Kartoffeln vorrätig hatte, die dringend verbraucht werden mussten. Also recherchierte ich kurz was man so mit Hackfleisch und Kartoffeln kochen könnte und entschied mich letztlich für einen Herzhaften Bauerntopf, wie er z.B. hier bei Einfach Malene (ohne R! 😉 ) vorgestellt wird. Jedoch hatte ich keine Paprika eingekauft und selbst nur noch eine kleine rote Paprika vorrätig. Und bei der aktuellen Kälte wollte ich auch nicht noch mal los und erneut einkaufen. Doch im Gefrierfach lagerte glücklicherweise noch ein Rest eines französischen Pfannengemüses aus Möhren, Paprika, kleinen Silberzwiebeln, Erbsen und Mais. Das schien mir perfekt um den Bauerntopf gelungen zu ergänzen. Ein weiteres Problem war dass ich keinen angebrochenen Rotwein hatte, wie er bei Malene im Rezept verwendet wurde. Ich hätte zwar genug trockenen Rotwein in meinem Weinregal, aber ich breche keine teure Flasche diesen Weines zum kochen an. Daher ersetzte ich ihn mit Weißwein, was dem Ergebnis ebenfalls keinen Abbruch tat. Das so entstandene, modifizierte und verbesserte Rezept für den Bauerntopf möchte ich nun mit diesem Beitrag einmal kurz vorstellen.

    Was benötigen wir also für 4 Portionen?

  • 900g Kartoffeln
  • 500g Hackfleisch (gemischt)
  • 1 kleine rote Paprika
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 3 Esslöffel Tomatenmark
  • 100ml trockener Weißwein
  • 500ml Rinderbrühe
  • 1 gestr. Teelöffel Thymian
  • 2 Teelöffel edelsüßes Paprika
  • 1 Teelöffel scharfes Paprika
  • 1 gestr. Teelöffel geräuchertes Paprika
  • 350-400g TK-Pfannegmüse
  • 1-2 Esslöffel Öl
  • Chiliflocken nach eigenem Gutdünken
  • Bei Bedarf etwas Saucenbinder oder Stärke
  • Evtl. Petersilie zum garnieren
  • Leider hatte ich die großen Kartoffeln aus meinem Kartoffelnetz bereits bei Gerichten wie dem Lachsfilet mit Panko-Kruste aus Spinat-Pilzegemüse mit Kartoffelwürfeln oder dem Kartoffel-Nudel-Auflauf mit Schinken verbraucht, daher waren nur noch die kleineren Stücke übrig geblieben.

    Wir beginnen also damit, die Kartoffeln zu schälen
    01 - Peel potatoes / Kartoffeln schälen

    und in mundgerechte Stücke zu würfeln.
    02 - Dice potatoes / Kartoffeln würfeln

    Außerdem waschen, entkernen und würfeln wir die Paprika
    03 - Dice bell pepper / Paprika würfeln

    und schälen die Zwiebel, um sie anschließend zu würfeln.
    04 - Dice onion / Zwiebel würfeln

    Dann erhitzen wir auf leicht erhöhter Stufe eineinhalb bis zwei Esslöffel Öl in einer Pfanne mit hohem Rand,
    05 - Heat oil in pan / Öl in Pfanne erhitzen

    bröseln das Hackfleisch hinein,
    06 - Put minced meat in pan / Hackfleisch in Pfanne geben

    würzen es mit etwas Salz und Pfeffer
    07 - Season minces mit with salt & pepper / Hackfleisch mit Salz & Pfeffer würzen

    und braten es krümelig an.
    08 - Fry minced meat crumbly / Hackfleisch krümelig anbraten

    Ist das Hackfleisch einigermaßen durchgebraten, reduzieren wir die Hitzezufuhr auf mittlere Stufe und addieren zuerst die gewürfelte Zwiebel
    09 - Add diced onion / Gewürfelte Zwiebel hinzufügen

    sowie die gewürfelte Paprika, dünsten alles für zwei bis drei Minuten an,
    10 - Add bell pepper / Paprika addieren

    pressen dann die Knoblauchzehen hinzu
    11 - Squeeze garlic in pan / Knoblauch dazu pressen

    und dünsten es weiter für einige weitere Minuten.
    12 - Braise / Alles andünsten

    Nun geben wir die drei Esslöffel Tomatenmark in die Pfanne,
    13 - Add tometo puree / Tomatenmark hinzufügen

    dünsten es für drei bis vier Minuten mit an
    14 - Braise tomato puree / Tomatenmark andünsten

    und löschen dann alles mit dem Weißwein ab,
    15 - Deglaze with wine / Mit Weißwein ablöschen

    den wir dann weitgehend einkochen lassen.
    16 - Let wine reduce / Weißwein einkochen lassen

    Nachdem wir jetzt die Kartoffelwürfel ebenfalls in die Pfanne zu gegeben haben,
    17 - Put diced potato in pan / Kartoffelwürfel in Pfanne geben

    vermischen wir sie mit dem restlichen Inhalt und würzen alles mit einem gestrichenen Esslöffel Thymian,
    18 - Add thyme / Thymian einstreuen

    zwei Teelöffeln edelsüßem Paprika, einem Teelöffel scharfem Paprika, einem gestrichenen Teelöffel geräucherten Paprika
    19 - Season with paprika / Mit Paprika würzen

    sowie etwas Salz und Pfeffer.
    20 - Taste with salt & pepper / Mit Salz & Pfeffer abschmecken

    Anschließend dünsten wir die Kartoffelwürfel samt Hackfleisch und Gewürze einige weitere Minuten mit an.
    21 - Braise diced potatoes / Kartoffelwürfel andünsten

    Das ist auch ein guter Zeitpunkt das TK-Pfannengemüse hinzuzufügen
    22 - Add frozen vegetables / TK-Gemüse addieren

    und etwas auftauen zu lassen
    23 - Let vegetables thawn / Gemüse auftauen lassen

    bevor wir dann alles mit der Rinderbrühe ablöschen.
    24 - Deglaze with broth / Mit Brühe ablöschen

    Nun lassen wir es kurz aufkochen und anschließend für 15-20 Minuten geschlossen auf reduzierter Stufe vor sich hin köcheln, bis die Kartoffelwürfel gar sind.
    25 - Simmer closed / Geschlossen köcheln lassen

    Dabei sollten wir natürlich von Zeit zu Zeit alles umrühren, damit nichts anbrennen kann.
    26 - Stir from time to time / Gelegentlich umrühren

    Nach Ablauf der 15-20 Minuten probieren wir unsere Kreation, um zu prüfen ob die Kartoffelwürfel durchgekocht sind und die Würze stimmt.
    27 - Try / Probieren

    Bei Bedarf schmecken wir anschließend das Gericht noch einmal mit dem Gewürzen ab. Ich entschied mich außerdem, dem Gericht mit einer Prise Chiliflocken ein bisschen mehr Schärfe zu verleihen. Außerdem können alles, wenn man es nicht zu dünnflüssig mag wie ich, noch mit etwas dunklem Saucenbinder oder in kaltem Wasser angerührter Stärke ein wenig eindicken.
    28 - Taste with seasonings / Mit Gewürzen abschmecken

    Sobald es geschmacklich passt, können wir unseren Bauerntopf auch schon, vielleicht garniert mit etwas Petersilie, servieren und genießen.
    29 - Hearty farmer's pot - Served / Herzhafter Bauerntopf - Serviert

    Die Kombination der Gewürze gab der einfachen Zusammenstellung aus Hackfleisch, Kartoffeln und Gemüse in ihrer leicht fruchtigen Sauce ein tatsächlich angenehm herzhaftes Aroma. Und auch die leichte Schärfe, die durch die Chiliflocken ins Gericht gekommen war, harmonierte wunderbar mit dem geschmacklichen Gesamteindruck. Die Mengen von Hackfleisch zu Kartoffeln und Gemüse waren meiner Meinung nach außerdem gut aufeinander abgestimmt, evtl. hätten aber noch ein paar mehr Kartoffeln vielleicht nicht geschadet – aber das muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden. Alles in allem ein zugegebenermaßen einfaches, aber dennoch überaus leckeres Rezept, das man außerdem durch den Austausch der verwendeten Gemüsesorten auch gut variieren kann. Ich könnte mir das Gericht zum Beispiel auch gut mit Lauch und/oder auch mit Pilzen vorstellen. Eine weitere Variante wäre mit gedünstetem Weißkohl. Oder halt auf mexikanische Art mit Kidneybohnen und Mais, was dann schon wieder stärker in die Richtung eines Chili con Carne gehen würde. Wie dem auch sei, mir hat es auf jeden Fall auch in dieser Variante sehr gut geschmeckt und kann das Rezept mal wieder vorbehaltlos weiter empfehlen.

    30 - Hearty farmer's pot - Side view / Herzhafter Bauerntopf - Seitenansicht

    Guten Appetit

    Für PInterest:
    Harzhafter Bauerntopf mit Kartoffeln, Hack & Gemüse

    Hühnersuppe mit Nudeln – das Erkältungswunder – das Rezept

    Samstag, November 17th, 2018

    Aktuell leide ich unter einer ziemlich üblen Erkältung, einem grippalen Infekt. Am Freitag war ich zwar an der Arbeit gewesen, hatte aber nicht genügend Hunger gehabt um etwas in Betriebsrestaurant zu mir nehmen zu können. Da lag es für mich nur nahe, dass ich mir am heutigen Samstag mal eine schöne selbst zubereitete Hühnersuppe gönnen würde, um meine Genesung etwas zu unterstützen – es soll ja kein besseres Hausmittel als dieses gegen eine Erkältung geben.
    Wie meine Recherchen zeigten, besteht das Rezept für diese Suppe eigentlich aus zwei Rezepten: Zum einen dem für eine klassische hausgemachte Hühnerbrühe, zum anderen dem für die eigentliche Suppe. Sollte man zu viel Hühnerbrühe hergestellt haben, ist dies aber auch keine große Sache, denn sie lässt sich problemlos einfrieren – am besten in Eiswürfelform – und dann später für andere Gerichte verwenden. Und da ich kein Freund von allzu dünnen Suppen bin, entschloss ich mich meiner Hühnersuppe neben dem üblichen Gemüse mit ein paar Nudeln sowie einigen Kartoffeln die ich noch im Haus hatte zusätzlichen Biss zu verleihen. Das überaus leckere Ergebnis dieses Kochexperiments möchte ich nun mit diesem Beitrag in gewohnter Form vorstellen.

    Was benötigen wir also für 4-5 Portionen?

    Für die Hühnerbrühe

    1 Suppenhuhn (ca. 1,5kg)
    01 - Zutat Suppenhuhn / Ingredient boiling hen

    1 sehr große oder 2 mittelgroße Zwiebeln
    02 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

    1 Bund Suppengrün (4 Möhren, Lauch, Knollensellerie & Petersilie)
    03 - Zutat Suppengrün / Ingredient soup greens

    2-3 Stengel Stangensellerie
    04 - Zutat Stangensellerie / Ingredient celery

    6 Pfefferkörner (evtl. etwas mehr)
    05 - Zutat Pfefferkörner / Ingredient peppercorns

    2 Nelken
    06 - Zutat Nelken / Ingredient gloves

    5 Wacholderbeeren
    07 - Zutat Wacholderbeeren / Ingredient juniper berries

    2-3 Lorbeerblätter
    08 - Zutat Lorbeerblätter / Ingredient bay leafs

    1 Teelöffel Kümmelsamen
    09 - Zutat Kümmelsamen / Ingredient caraway seed

    1 fingergroßes Stück frischer Ingwer
    10 - Zutat Ingwer / Ingredient ginger

    Für die Hühnersuppe

    2 größere Möhren (ca. 220g)
    11 - Zutat Möhren / Ingredient carrots

    200g Erbsen (TK)
    12 - Zutat Erbsen / Ingredient peas

    einige Stiele frischer Thymian
    13 - Zutat Thymian / Ingredient thyme

    3 Kartoffeln (ca. 400g)
    14 - Zutat Kartoffeln / Ingredient potatoes

    200g Suppennudeln nach Wahl (z.B. Riebele)
    15 - Zutat Nudeln (Riebele) / Ingredient noodles

    sowie etwas Salz und Pfeffer zum würzen

    Natürlich müssen wir zuerst einmal – wie üblich – die einzelnen Zutaten vorbereiten. Wir waschen also den Stangensellerie und schneiden ihn in grobe Scheiben,
    16 - Sellerie in Scheiben schneiden / Cut celery in slices

    schälen die Möhren
    17 - Möhren schälen / Peel carrots

    und zerteilen sie grob,
    18 - Möhren grob zerkleinern / Hackle carrots

    waschen den halbierten Lauch
    19 - Lauch waschen / Wash leek

    und zerteilen ihn ebenfalls in grobe Stücke,
    20 - Lauch zerkleinern / Hackle leek

    schälen den Knollensellerie
    21 - Knollensellerie schälen / Peel celeriac

    und würfeln in in größere Stücke,
    22 - Knollensellerie grob würfeln / Dice celeriac

    und halbieren die Zwiebel(n). Sorry für die schlechte Ausleuchtung – die Morgensonne schien direkt in das Küchenfenster.
    23 - Zwiebel halbieren / Half onion

    Dann waschen wir das Suppenhuhn gründlich von außen und innen
    24 - Suppenhuhn gründlich waschen / Wash soup chicken thouroughly

    und schneiden den Bürzel ab. Er enthält eine Fettdrüse, die der Hühnerbrühe ansonsten einen tranigen Beigeschmack geben könnte.
    25 - Bürzel abschneiden / Cut off rump

    Das so vorbereitete Suppenhuhn legen wir in einen größeren Topf, füllen ihn mit Wasser auf so dass das Huhn knapp bedeckt ist
    26 - Hähnchen in Topf legen & mit Wasser auffüllen / Put chicken in pot & fill up with water

    und stellen diesen dann auf den Herd, um das Wasser langsam zum kochen zu bringen.
    27 - Zum kochen bringen / Bring to a boil

    Parallel legen wir die halbierte Zwiebel ohne Fett in eine Pfanne und rösten sie an – das gibt der Brühe später ein besonderes Aroma und Farbe.
    28 - Zwiebel ohne Fett anrösten / Roast onion without oil

    Wenn das Wasser im Topf zu kochen beginnt, steigt vor allem in der Anfangszeit ein Schaum auf. Hierbei handelt es sich um geronnenes Eiweiß das wir nach Möglichkeit abschöpfen sollten.
    29 - Schaum abschöpfen / Skim foam

    Des weiteren drücken wir die Wacholderbeeren mit der flachen Seite eines Messers an, so dass sie sich etwas öffnen und ihr Aroma besser verteilen können.
    30 - Wacholderbeeren andrücken / Squeeze juniper berries

    Sobald die Zwiebelhälften richtig schwarz geröstet sind, nehmen wir sie aus der Pfanne und legen sie bei Seite. Sie geben der Hühnerbrühe später nicht nur einen Teil ihres Geschmacks, sondern auch ihre Farbe.
    31 - Zwiebel angeröstet / Roasted onion

    Da ich noch Ingwer im Haus hatte, dessen ätherischen Öle gut gegen Erkältung sind und in einigen der recherchierten Rezepte über die Zugabe von Ingwer gelesen hatte, schälte ich außerdem noch ein zeigefingergroßes Stück Ingwer und schnitt es in Scheiben.
    32 - Ingwer schälen & in Scheiben schneiden / Peel ginger & cut in slices

    Nun geben wir Pfefferkörner, Wacholderbeeren, Nelken und Lorbeerblätter in den Topf,
    33 - Lorbeerblätter, Pfeffer &  Wacholderbeeren in Topf geben / Put bay leafs, pepper & juniper berries

    addieren Stangensellerie, Knollensellerie und Möhren,
    34 - Sellerie, Knollensellerie & Möhren hinzufügen / Add celery, celeriac & carrots

    fügen die angerösteten Zwiebelhälften hinzu,
    35 - Angeröstete Zwiebeln dazu geben / Add roasted onion

    geben wenig später noch den Lauch hinein,
    35 - Lauch addieren / Add leek

    streuen den Kümmelsamen darüber
    36 - Kümmel einstreuen / Intersperse caraway

    und fügen den zerkleinerten Ingwer hinzu.
    37 - Ingwer in Topf geben / Add ginger

    Das ganze lassen wir dann auf niedriger Flamme und bei fast geschlossenem Topf für eineinhalb bis zwei Stunden vor sich hin köcheln.
    38 - Köcheln lassen / Simmer

    Nach dieser Zeit – ich ließ es ganze zwei Stunden köcheln – entnehmen wir vorsichtig das inzwischen gut durchgekochte Suppenhuhn und legen es erst einmal bei Seite, damit es etwas abkühlen kann.
    39 - Huhn aus Sud nehmen / Take chicken from pot

    Die Brühe gießen wir dann durch ein Sieb ab und fangen die Gemüseteile dabei auf. Einige Rezepte die ich gelesen habe verarbeiten sie weiter in der Hühnersuppe, ich jedoch entschied mich dazu sie wegzuwerfen, da sie einfach zu zerkocht waren.
    40 - Sud in Sieb abgießen / Drain broth through sieve

    Beim zurückgießen der Brühe in den großen Topf entdeckte ich jedoch noch einige „Bröckchen“ in der Flüssigkeit, irgendwelche Schwemmstoffe, die ich natürlich nicht in der Brühe haben wollte.
    41 - Sud zurück in Topf geben / Put broth back in pot

    Also filterte ich die Brühe noch ein zweites Mal durch ein sauberes und frisches Küchenhandtuch, um auch diese Stoffe zu entfernen. In Zukunft werde ich die Brühe wohl am besten gleich mit einem Stofftuch filtern.
    42 - Sud durch Tuch filtern / Filter broth through towel

    Die nun sauber gefilterte Brühe geben wir zurück in den Topf
    43 - Sud wieder in Topf geben / Put broth back in pot

    und lassen sie sich auf niedriger Stufe köchelnd um 20-30 Prozent reduzieren, was den Geschmack intensiviert. Dabei würzen wir sie zusätzlich mitSalz und Pfeffer.
    44 - Reduzieren lassen &  mit Salz & Pfeffer würzen / Let reduce & season with salt & pepper

    In der Zwischenzeit dürfte das Suppenhuhn soweit abgekühlt sein, dass wir es an den Gelenken zerteilen, die gummiartige Haut abziehen
    45 - Suppenhuhn zerteilen / Dissect chicken

    und das Fleisch abtrennen können, das wir dann in mundgerechte Stücke zerteilen.
    46 - Hühnerfleisch in mundgerechte Stücke schneiden / Cut chicken in bit-size pieces

    Anschließend kümmern wir uns um die Suppeneinlage, die wie ich meinte aus frischem Gemüse bestehen sollte. Wir schälen also die Möhren
    47 - Möhren schälen / Peel carrots

    und würfeln sie,
    48 - Möhren würfeln / Dice carrots

    waschen den Thymian, streifen die Blättchen von den Zweigen und zerkleinern diese etwas
    49 - Thymian zerkleinern / Mince thyme

    und schälen schließlich noch die Kartoffeln
    50 - Kartoffeln schälen / Peel potatoes

    um sie dann ebenfalls in mundgerechte Stücke zu schneiden.
    51 - Kartoffeln würfeln / Dice potatoes

    Inzwischen sollte sich dann auch die Hühnerbrühe genügend reduziert haben, dass ihr Geschmack intensiv genug geworden ist. Von ihr geben wir etwa eineinhalb Liter – evtl. mehr – in einen separaten Topf,
    52 - Reduzierte Hühnerbrühe in kleineren Topf geben / Add reduced chicken stock in smaller pot

    geben sowohl die Möhren
    53 - Möhren addieren / Add carrots

    als auch die Kartoffeln hinzu und lassen alles 8 bis 10 Minuten köcheln, bis das Gemüse gar ist.
    54 - Kartoffelwürfel addieren / Add diced potatoes

    Währenddessen addieren wir nach und nach auch das Hühnerfleisch,
    55 - Hühnerfleisch dazu geben / Add chicken

    streuen den Thymian ein
    56 - Thymian einstreuen / Add thyme

    und geben die ungekochten Nudeln hinzu. Ich hatte mich für schwäbische Riebele entschieden, die ca. 6 Minuten brauchen um gar zu sein.
    57 - Riebele in Topf geben / Put noodles in bowl

    Dabei sollten wir natürlich hin und wieder mal umrühren, damit nichts anbrennen kann.
    58 - Köcheln lassen / Let simmer

    Schließlich schmecken wir alles noch einmal mit Salz und Pfeffer ab,
    59 - Mit Salz & Pfeffer abschmecken / Taste with salt & pepper

    geben – last but not least – noch die Erbsen hinzu
    60 - Erbsen addieren / Add peas

    und lassen alles noch einige Minuten weiter köcheln, bis die Erbsen gar aber noch leicht knackig sind.
    61 - Weiter köcheln lassen / Continue simmer

    Anschließend können wir die fertige Hühnersuppe, vielleicht garniert mit etwas Petersilie, auch schon servieren und genießen.
    62 - Chicken Soup with noodles - Served / Hühnersuppe mit Nudeln - Serviert

    Die Brühe war am Anfang zwar noch nicht ganz so geschmacksintensiv gewesen, wie ich sie mir vielleicht gewünscht hatte, aber das nachträgliche reduzieren hatte das Hühnchenaroma schließlich soweit intensiviert, dass sich daraus eine wirklich überaus schmackhafte Hühnersuppe zubereiten ließ. Die frisch hinzugefügten Zutaten sorgten schließlich noch für den notwendigen Biss und das Hühnchen für eine angenehm reichhaltige Fleischeinlage. Die Kartoffeln wären, aufgrund der Nudeln, zwar nicht unbedingt notwendig gewesen, schadeten aber auch nicht. Eine leichte Thymiannote rundete diese Hühnersuppe schließlich überaus gelungen ab. Ob sie wirklich zu meiner Genesung beiträgt werde ich die nächsten Tage sehen, ich fühle mich aber schon ein wenig besser und geschmeckt hat sie alle mal. Der Aufwand hatte sich aus meiner Sicht durchaus gelohnt.

    63 - Chicken Soup with noodles - Side view / Hühnersuppe mit Nudeln - Seitenansicht

    Guten Appetit