Archive for September, 2012

Chicken Tikka Masala – Pikantes Hähnchen-Curry – das Rezept

Sunday, September 30th, 2012

Natürlich hatte ich hatte ich die Tikka Masala Currypaste aus dem vorherigen Rezept nicht umsonst gemacht, viel mehr sollte sie Bestandteil des heutigen Hähnchencurry werden. Der Mehraufwand den das Marinieren bei diesem Rezept mit sich brachte nahm ich dabei gerne in Kauf, denn in Joghurt und andere Gewürze eingelegtes Geflügel ist meiner Erfahrung eine sehr schmackhafte Art und Weise, das Fleisch auf das Braten vorzubereiten. Und das Ergebnis dieses Kochexperiments stützt diese These ein weiteres Mal. Doch genug der langen Vorrede, kommen wir nun zum heutigen Rezept, das ich hier ja eigentlich in gewohnter Form vorstellen möchte:

Was brauchen wir also für 2 Portionen?

350g Hähnchenbrustfilet
01 - Zutat Hähnchenbrust / Ingredient chicken breast

Zum Marinieren

3-4 EL puren Joghurt (1,5% Fett)
02 - Zutat Joghurt / Ingredient yoghurt

ca. 50g Tikka Masala Currypaste
03 - Zutat Tikka Masala Currypaste / Ingredient tikka masala paste

Außerdem brauchen wir:

3 kleine rote Zwiebeln (ca. 140g)
04 - Zutat rote Zwiebeln / Ingredient red onions

30g frischer Ingwer
05 - Zutat Ingwer / Ingredient ginger

1 Dose geschälte Tomaten (425g Abtropfgewicht)
06 - Zutat geschälte Tomaten / Ingredient peeled tomatoes

2 EL Tomatenmark
07 - Zutat Tomatenmark / Ingredient tomato puree

1 EL Olivenöl
08 - Zutat Olivenöl / Ingredient olive oil

80 bis 100ml Sojacreme
09 - Zutat Sojacreme / Ingredient soy cream

etwas Salz und Pfeffer zum würzen

ca. 180g Reis nach Wahl als Sättigungsbeilage – ich entschied mich für Basmatireis
10 - Zutat Basamtireis / Ingredient basmati rice

Da die Hähnchebrust wie bereits erwähnt über Nacht marinieren sollte, beginnen wir also schon am Vorabend damit, die Hähnchenbrust gründlich zu waschen, trocken zu tupfen
11 - Hähnchenbrust waschen / Wash chicken breast

und in mundgerechte Würfel zu zerschneiden.
12 - Hähchenbrust würfeln / Dice chicken breast

Dann verrühren wir vier Esslöffel Joghurt mit 50g unserer Tikka Masala Currypaste
13 - Joghurt & Tikka Masala verrühren / Mix yoghurt & tikka masala paste

und legen unsere gewürfelte Hähnchenbrust in einem verschließbaren Behältnis darin ein. Das ganze lassen wir dann über Nacht bzw. mindestens 8 bis 9 Stunden im Kühlschrank einziehen. Zwischendurch können wir das Ganze auch noch mal herausnehmen und durchmischen.
14 - Hähnchen marinieren / Marinate chicken

Am folgenden Tag bereiten wir dann das eigentliche Gericht zu. Dazu schälen wir unsere roten Zwiebeln, vierteln sie und schneiden sie in Streifen.
15 - Zwiebeln in Streifen schneiden / Cut onions in slices

Außerdem schälen wir auch unser Stück Ingwerwurzel und zerkleinern es sehr fein.
16 - Ingwer zerkleinern / Mince ginger

Anschließend geben wir den Esslöffel Olivenöl in eine größere Pfanne, erhitzen es auf mittlerer Stufe
17 - Öl in Pfanne geben / Put oil in pan

und dünsten darin unsere Zwiebeln
18 - Zwiebeln andünsten / Roast onions

und den zerkleinerten Ingwer für etwa 3 Minuten an.
19 - Ingwer mit anbraten / Roast ginger

Ist alles gut andgedünstet nehmen wir die Hähnchenbrustwürfel aus der Marinade und geben sie zu Zwiebeln und Ingwer in die Pfanne
20 - Marinierte Hähnchenwürfel addieren / Add marinated chicken

um sie darin rundherum anzubraten.
21 - Anbraten / Roast

Während das Fleisch brät können wir auch schon einmal unseren Reis aufsetzen und anfangen zu kochen.
22 - Reis ansetzen / Cook rice

Sind die marinierten Hähnchenwürfel dann durchgebraten, geben wir die geschälten Tomaten dazu
23 - Tomaten hinzufügen / Add tomatoes

und zerkleinern sie etwas in der Pfanne
24 - Tomaten zerkleinern / Shred tomatoes

bevor wir dann noch die beiden Esslöffel Tomatenmark einrühren
25 - Tomatenmark einrühren / Add tomato puree

und alles kurz aufkochen lassen.
26 - Aufkochen lassen / Boil up

Nachdem wir die Kochplatte zurück auf die mittlere Stufe gestellt haben, geben wir den Rest der Marinade (wenn vorhanden)
27 - Rest Marinade addieren / Add remaining marinade

sowie noch einen Esslöffel unserer Currypaste hinzu und verrühren alles gut bevor wir es für etwa zehn bis zwölf Minuten auf mittlerer Stufe und bei gelegentlichem umrühren vor sich hin köcheln lassen.
28 - Gewürzpaste hinzufügen / Add curry paste

Kurz vor Ende der Garzeit verfeinern wir unser Gericht mit einem Schuss Sojacreme
29 - Mit Sojacreme verfeinern / Add soy milk

und schmecken es außerdem noch mit Salz und Pfeffer ab.
30 - Mit Salz & Pfeffer abschmecken / Taste with salt & pepper

Nachdem wir uns dann durch probieren vergewissert haben dass geschmacklich alles gut miteinander abgestimmt ist
31 - Probieren / Try

können wir es auch schon gemeinsam mit dem Reis und einem großzügigen Esslöffel Joghurt garniert servieren.
32 - Pikantes Hähnchencurry  / Zesty chicken curry - Serviert

Alleine die Sauce mit ihrer Mischung aus fruchtigem Tomatengeschmack und der pikant-scharfen Würze der Tikka Masala Currypaste fand ich schon sehr gelungen, aber in Kombination mit den durch das marinieren in Joghurt und Curry sowohl unglaublich zart als auch würzig gewordenen Hühnerbrustwürfeln und den milden Zwiebeln erwies sich das Gericht als wunderbar schmackhaft. Vermischt mit dem lockeren Basmatireis und der großzügigen Portion Joghurt eine wahrhaft indische Mahlzeit muss ich sagen – mit dem Ergebnis konnte ich wirklich zufrieden sein.

33 - Pikantes Hähnchencurry  / Zesty chicken curry - CloseUp

Schauen wir uns abschließend wie üblich noch einmal die Nährwerte dieses Gerichtes an: Das Curry alleine, ohne den Reis, ist mit etwa 350kcal pro Portion angenehm leicht. Dazu kommen dann noch etwa 80g Reis als Sättigungsbeilage, der noch einmal mit etwa 250kcal zu buche schlägt – womit wir bei insgesamt 600kcal pro Portion wären. Für ein Hauptgericht ein, meiner Meinung nach, absolut akzeptabler Wert. Hier lässt sich auch leider nicht mehr viel reduzieren, die Menge der Hähnchenbrust war auch hier schon relativ knapp bemessen und ich hatte beim Joghurt sogar zu einer magereren Sorte und nicht zu dem wie ursprünglich empfohlenen Sahnejoghurt gegriffen. Für Freunde des indischen Essens ist diese Zubereitung auf jeden Fall eine Empfehlung. Wie es allerdings geschmacklich dann mit gekaufter Tikka Masala Currypaste werden wird lässt sich nicht sicher sagen, ich würde aber empfehlen zu einer etwas schärferen Variante zu greifen um gleichwertige Ergebnisse zu erzielen. 😉

Guten Appetit

Tikka Masala Currypaste selbst gemacht – das Rezept

Sunday, September 30th, 2012

Gewürz- und Currypasten sind inzwischen auch aus der westlichen Küche nicht mehr wegzudenken und inzwischen auch als fertiges Produkt nicht nur in Asia-Märkten, sondern auch in vielen regulären Supermärkten erhältlich. Doch manchmal kommt man, wie ich gestern, in die Situation dass gerade die Currypaste die man möchte nirgendwo zu finden ist. Gut, ich hätte umplanen und ein anderes Gericht kochen können, doch ich entschied mich dazu mir die gewünschte Gewürzpaste – ich spreche von der Tikka Masala Currypaste, die zum marinieren und würzen von Tandoori-Gewürzen unerlässlich ist – einfach selbst herzustellen.

Für etwa 100 – 120g benötigen wir:

1 Stück frischen Ingwer (ca. 20 – 25g – daumengroß)
01-Zutat-Ingwer

2 Zehen Knoblauch
02-Zutat-Knoblauch

2 TL Garam Masala Würzmischung
03-Zutat-Garam-Masala

3 EL Tomatenmark
04-Zutat-Tomatenmark

1 Bund frisches Koriandergrün
05 - Zutat Koriandergrün / Ingredient coriander leaves

1/2 TL Salz
06-Zutat-Salz

2 EL Erdnussöl
07 - Zutat Erdnussöl / Ingredient peanut oil

1 TL Koriandergewürz
08 - Zutat Koriandergewürz / Ingredient coriander spice

1 TL Kreuzkümmel
09 - Zutat Kreuzkümmel / Ingredient cumin

1 TL Cayennepfeffer
10 - Zutat Cayennepfeffer / Ingredient cayenne

1 TL Paprikapulver
11 - Zutat Paprikapulver / Ingredient paprika

1 EL Kokosraspeln
12 - Zutat Kokosraspeln / Ingredient coconut flakes

Beginnen wir nun damit, den Ingwer zu schälen und grob zu zerkleinern,
13 -Ingwer schälen & zerkleinern / Peel & shred ginger

die Knoblauchzehen ebenfalls zu schälen und grob zu zerkleinern,
14 - Knoblauch zerkleinern / Mince garlic

die Chilis zu entkernen
15 - Chili entkernen / Remove core

und in Ringe zu schneiden
16 - Chili zerkleinern / Shred chilis

und schließlich das Koriandergrün zu waschen, trocken und schütteln und die Blätter abzuzupfen, um diese dann mit dem Messer zu zerkleinern.
17 - Koriander zerkleinern / Mince coriander

Anschließend geben wir Koriandergewürz und Kreuzkümmel ohne Fett in eine Pfanne und rösten sie für einige Minuten bis sie anfangen ihren angenehmen Geruch abzugeben.
18 - Koriandergewürz & Kreuzkümmel anbraten / Toast coriander & cumin

Nun brauchen wir nur noch Tomatenmark, Kokosraspeln, Ingwer, Chilis, Koriander und die Gewürze inklusive des angerösteten Korianders und Kreuzkümmels in ein hohes Gefäß zu geben (Spritzgefahr!)
19 - Zutaten in Becher geben / Put ingredients in bowl

und mit dem Stabmixer gründlich zu pürieren.
20 - pürieren / blend

Schon ist unsere Tikka Masala Gewürzpaste fertig und bereit für die Verwendung in indischen Gerichten aller Art.
21 - Tikka-Masala-Paste - fertig

Im geschlossenen Gefäß gelagert hält sie sich mindestens ein bis zwei Wochen im Kühlschrank, eventuell sogar länger. Ggf. kann man sie auch einfrieren, aber hier fehlen mir leider die Erfahrungswerte.

Marinierter Rotbarsch mit Süßkartoffeln – das Rezept

Saturday, September 29th, 2012

Auf meiner ständigen Suche nach etwas exotischeren und dennoch leckeren Gerichten stieß ich vor kurzem auf ein Rezept für Ofenfisch mit Süßkartoffeln. Da ich nun auch schon seit längerem nichts mehr mit Süßkartoffeln gemacht hatte, erschien mir das eine gute Gelegenheit das Rezept heute mal auszuprobieren. Im Original wird das Gericht mit Red Snapper zubereitet, jedoch sagt man mir an der Fischtheke dass man diese Fischsorte hier nicht mehr verkaufen würde, da sie wohl kurz davor wäre auf die Liste der bedrohten Arten zu geraten. Daher stieg ich einfach auf Empfehlung der Thekenkraft auf Rotbarsch um, eine Entscheidung die sich als überaus gelungen erwies. Dabei möchte ich gleich zu Beginn anmerken, dass man dieses Gericht möglichst nur mit frischem Fisch zubereiten sollte, für gefrorenen kann ich keinerlei Garantie geben und ich glaube auch nicht dass das Ergebnis gleichwertig wird. Insgesamt ist die Kombination von Zutaten zwar etwas ungewöhnlich, aber wie ich fand sehr interessant und vor allem schmackhaft – daher möchte ich natürlich nicht versäumen das Rezept hier einmal kurz in üblicher Form vorzustellen.

Was braucht man also für 2 Portionen?

350g Rotbarschfilet (An der Fischtheke gab es nur kleine Stücke, daher nahm ich drei davon)
02 - Zutat Rotbarsch / Ingredient red perch

Für die Marinade

2 Schalotten
04 - Zutat Schalotten / Ingredient shallots

ca. 20g Ingwer
03 - Zutat Ingwer / Ingredient ginger

1 Chilischote
05 - Zutat Chili / Ingredient chili

1 Limone
06 - Zutat Limone / Ingredient lime

1 EL Sojasauce
07 - Zutat Sojasauce / Ingredient soy sauce

1 Messerspitze Piment
08 - Zutat Piment / Ingredient pimento (allspice)

Weitere Zutaten

ca. 350g Süßkartoffeln
01 - Zutat Süßkartoffeln / Ingredient batatas

1-2 Zehe(n) Knoblauch
09 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

3 mittlere Tomaten
10 - Zutat Tomaten / Ingredient tomatoes

2 EL Olivenöl
12 - Zutat Olivenöl / Ingredient olive oil

1 TL Currypulver
13 - Zutat Currypulver / Ingredient curry powder

4 Stiele Koriander
11 - Zutat Koriander / Ingredient coriander

sowie etwas Salz & Pfeffer zum würzen.

Beginnen wir also damit, die Marinade herzustellen. Der Fisch muss drei bis vier Stunden mariniert werden, daher sollten wir dies zeitnah erledigen.
Wir schälen also die Schalotten und zerkleinern sie grob,
14 - Schalotten zerkleinern / Shred shallots

schälen den Ingwer und zerkleinern ihn ebenfalls grob,
15 - Ingwer zerkleinern / Mince ginger

entkernen die Chilischote und schneiden sie in Scheibchen,
16 - Chili entkernen und zerkleinern / Remove chili core and mince

und pressen schließlich noch die Limone aus.
17 - Limone auspressen / Squeeze lime

Dann geben wir Schalotten, Ingwer, Chili, Sojasauce, die Messerspitze Piment und 2 EL des Limettensafts in eine Schüssel
18 - Zutaten zusammenfügen / Mix ingredients

und pürieren alles mit dem Stabmixer gründlich.
19 - Pürieren / blend

Anschließend geben wir das Rotbarschfilet in eine große, verschließbare Schüssel und schneiden die Oberseite alle 1,5 mit 2 Zentimeter mit einem scharfen ein wenig ein
20 - Fischfilets einschneiden / Incise fish

um sie dann mit der Marinade zu bestreichen, die Schüssel zu verschließen und für mindestens drei, besser vier Stunden im Kühlschrank einziehen zu lassen.
21 - Mit Marinade bestreichen / Cover with marinade

Eine halbe Stunde vor Ende der Marinier-Zeit können wir uns wieder unserem Gericht zuwenden und beginnen damit die Knoblauchzehe zu schälen und fein zu hacken.
22 - Knoblauch zerkleinern / Mince garlic

Anschließend schälen wir die Süßkartoffeln
23 - Süßkartoffeln schälen / Peel batatas

und schneiden sie in 1 bis 1,5 Zentimeter dicke Scheiben.
24 - In Scheiben schneiden / Cut in slices

Das zerkleinerte Knoblauch, die 2 EL Olivenöl, das Currypulver und den restlichen Limettensaft geben wir dann in eine Schüssel
25 - Zutaten in Schüssel geben / Add to bowl

würzen alles mit Salz und Pfeffer
26 - Mit Pfeffer & Salz würzen / Taste with salt & pepper

und mischen es dann gründlich miteinander.
27 - Vermengen / Mix

Diese Mischung geben wir nun zu den Süßkartoffel-Scheiben
28 - Zu Süßkartoffeln geben / Add to batatas

und vermengen beides, um es für ca. fünf Minuten bei gelegentlichem umrühren einziehen zu lassen.
29 - Verrühren / Mix

In der Zwischenzeit können wir unseren Backofen auf 200 Grad vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen. Auf das Backpapier verteilen wir dann die Süßkartoffelscheiben (etwas Knoblauch kann gerne dran hängenbleiben bzw. darüber verteilt werden)
30 - Auf Backblech verteilen / Put on baking sheet

und schieben sie, sobald der Backofen aufgeheizt ist, für erst einmal 15 Minuten auf der mittleren Schiene hinein.
31 - Backen / Bake

Während das Blech im Ofen ist, waschen wir unsere Tomaten
32 - Tomaten waschen / Wash tomatoes

und schneiden sie in Scheiben.
33 - Tomaten in Scheiben schneiden / Cut tomatoes in slices

Inzwischen müsste auch unsere Marinier-Zeit rum sein, wir können also die Schüssel mit den Rotbarschfilets aus dem Kühlschrank nehmen und die Marinade grob entfernen.
34 - Fisch von Marinade befreien / Remove marinade

Nach einer Viertelstunde entnehmen wir dann unser Backblech aus dem Ofen
35 - Backblech entnehmen / Get baking plate

verteilen die Tomaten darauf (ich hätte wohl besser kleinere Tomaten nehmen sollen)
36 - Tomaten verteilen / Add tomato slices

und legen schließlich die Fischfilets oben auf.
37 - Fisch auflegen / Add fish

Alles würzen wir noch einmal großzügig mit Salz und Pfeffer
38 - Mit Pfeffer & Salz würzen / Taste with salt & pepper

und schieben es dann für weitere 20 bis 25 Minuten zurück auf der mittleren Schiene in den Ofen.
39 - Weiter backen / Continue baking

Während der Fisch backt, waschen wir unseren Koriander und zerkleinern ihn grob.
40 - Koriander zerkleinern / Cut coriander

Ist der Fisch dann nach etwa zwanzig Minuten schön durchgebacken, entnehmen wir unser Blech
41 - Fertig gebacken / Finished baking

und können anschließend sofort Fisch, Tomaten und Süßkartoffeln mit Koriander garnieren und servieren.
42 - Marinierter Rotbarsch mit Süßkartoffeln / Marinated red perch with batatas - Serviert

Der Rotbarsch war meiner Meinung nach wirklich traumhaft gut geraten, denn die Marinade aus Schalotten, Ingwer und Chili hatten dem Fisch ein angenehm würziges, leicht pikantes Aroma verliehen, das ich schlecht beschreiben, aber eindeutig als überaus schmackhaft bezeichnen kann. Dazu die mit einem leichten Touch Knoblauch versehenen Süßkartoffeln, die mit ihrem, wie man bei ihrem Namen ja entnehmen kann, leicht süßlichen Geschmack einen interessanten und dennoch geschmacklich passenden Kontrast zum Fisch gaben sowie die leicht angebackenen, gewürzten Tomatenscheiben und die Garnitur mit dem frischen Koriander ergaben ein wirklich sehr gelungenes Gericht, dessen etwas erhöhter Zeitaufwand sich wirklich gelohnt hatte. Da sieht man sogar gerne etwas über die Gräten weg, die sich bei frischem Fisch leider selten ganz vermeiden lassen. 😉

43 - Marinierter Rotbarsch mit Süßkartoffeln / Marinated red perch with batatas - CloseUp

Und auch was die Nährwerte angeht erwies sich das Gericht als angenehm leicht. Da ja nichts in Fett gebraten, sondern alles sanft im Ofen gebacken worden war, kommen wir laut meiner Kalkulation auf gerade mal 500kcal pro Portion, also 1000kcal für das ganze Blech. Ich war mit der Zusammenstellung jedenfalls sehr zufrieden und hoffe abschließend natürlich, mit dem vorgestellten Rezept dem einen oder anderen Kochinteressierten eine interessante Anregung gegeben zu haben.

In diesem Sinne: Guten Appetit

Forelle “Müllerin” und Petersilienkartoffeln [28.09.2012]

Friday, September 28th, 2012

Natürlich war mir klar, dass ich mit der Forelle “Müllerin” mit zerlassener Butter und Petersiliekartoffeln nicht gerade ein leichtes Gericht wählte – alleine von dem Begriff “zerlassene Butter” triefen ja schon die Fettkalorien – aber ich liebe nun mal Fischgerichte, also konnte mich nichts davon abhalten bei diesem Angebot aus dem Bereich der Globetrotter-Gerichte zuzugreifen. Der Feine Putenbraten in Champignonsauce, dazu Vollkornreis bei Vitality wäre alleine was die Nährwerte angeht natürlich klüger gewesen und auch das Moo Pad Sam Rod – Knusprig gebackene Scheinefleischstreifen mit frischem Gemüse in süsser Chilisauce von der Asia-Thai-Theke hätte niedriger gelegen, aber meine Entscheidung stand fest. Die traditionell-regionalen Marillenknödel mit Vanillesauce sowie die asiatischen Gebackenen Ananas und Banane kamen wegen ihrer Eigenschaft als Süßspeise von vorne herein für mich nicht in Frage. Leider gab es heute kein passendes Gemüse zu der Forelle im Angebot, denn weder Rahmwirsing (wohl Reste von gestern) noch ein Linsengemüse oder Schwarzwurzeln schienen mir recht dazu zu passen. Also wählte ich statt Gemüses noch ein Becherchen Beerenquark von der Dessert-Theke.

Forelle "Müllerin" / Trout meunière

Bedauerlicherweise gab es abgesehen von der auf dem doppelten Forellenfilet aufgelegten und wohl teilweise mit gebackenen kleinen Stück Zitrone keine weitere Möglichkeit seinen Fisch mit Zitronensaft zu beträufeln, was ich schon mal sehr bedauerlich fand. Und auch die mit der zerlassenen Butter übergossenen, mit Haut gebackenen Forellenfilets erwiesen sich heute als nicht ganz so gut gelungen wie ich es von früheren Zubereitungen gewohnt war. Die Menge war zwar mehr als ausreichend, aber sie schienen mir stellenweise trotz der Butter etwas trocken geraten. Hier kann ich heute also leider nicht ganz die volle Punktzahl geben, auch wenn ich vielleicht einfach nur ein nicht so gelungenes Stück erwischt haben könnte. An den mit Petersilie garnierten Salzkartoffeln gab es aber glücklicherweise dann ebenso wenig etwas auszusetzen wie an dem mit etwas frischem Obst garnierten Becherchen Beerenquark, das ich mir abschließend noch als Nachtisch gönnte.
Dennoch gelang es de, Forellengericht heute mal wieder, auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala bei den anderen Kantinengästen auf Platz eins zu landen. Auf Platz zwei landeten heute die Asia-Gerichte mit einem hauchdünnen Vorsprung vor dem Putenbraten, der somit Platz drei erlangte. Die Marillenknödel waren zwar auch relativ beliebt, aber für mehr als Platz vier reichte es trotzdem nicht.

Mein Abschlußurteil:
Forelle “Müllerin”: +
Zerlassene Butter: ++
Petersilienkartoffeln: ++
Beerenquark: ++

Spaghetti mit Balsamico-Linsen & Ruccola [27.09.2012]

Thursday, September 27th, 2012

Heuet fanden sich endlich mal wieder die Spaghetti mit Balsamico-Linsen in der Abteilung Vitality auf der Speisekarte, die man noch mit einigen Blättern Ruccola ergänzt hatte. Und da die Asia-Thai-Theke mit Asiatischem Gemüse, herzhaft gebraten in Austern Sauce oder Gaeng Pad Gai – Gebratenes Hühnchen mit frischem Gemüse, Bambussprossen und Kokosmilch in scharfem roten Curry hatte ebenso wenig etwas reizvolleres zu bieten wie die reguläre Küche, die mit einer traditionell-regionalen Gesottenen Ochsenbrust mit Rahmwirsing, Salzkartoffeln und Meerrettich und einem Schweinenackensteak mit grüner Pfefferrahmsauce und Kartoffelgratin bei Globetrotter – obwohl ich zugeben muss dass mich das Schweinenackensteak doch schon etwas reizte – vor allem wegen der Pfefferrahmsauce. Aber letztlich blieb ich dann doch bei dem vegetarischen Spaghettigericht, das zwar mit 531kcal pro Portion nur beschränkt leicht erschien, aber zu dem ich mir dann doch noch ein kleines Becherchen Grießbrei mit Beerenmus von der Dessert-Theke nahm.

Spaghetti mit Balsamico-Linsen / Spaghetti with balsamico lentils

Die Sauce, die Linsen gelungen mit stückigen Tomaten, Stangensellerie, Möhren und Balsamico-Essig zu einer fruchtigen und gleichzeitig durch den Essig ganz leicht säuerlichen Mischung kombinierte, erwies sich als sehr gelungen wie immer. Und auch die Menge der Sauce zu den al dente gekochten Spaghetti war sehr gut abgemessen. Einzig etwas mehr Ruccola hätte mich noch gefreut. Und auch der Grießbrei mit seiner Schicht Beerenmus aus Johannis- und Himbeeren erwies sich als gute und schmackhafte Wahl. Ich war mit meiner Wahl auch heute mal wieder sehr zufrieden.
Sah man auf die Tabletts der anderen Kantinengäste, erkannte man dass sich die Geschmäcker heute erneut über ein breites Spektrum erstreckten. Dennoch meine ich sagen zu können dass das Nackensteak in Pfefferrahmsauce mit knappen Vorsprung Platz eins auf der heutigen Allgemeinen Beliebtheitsskala belegte. Platz zwei belegten dann die Asia-Gerichte und Platz drei teilten sich schließlich die Ochsenbrust und die Spaghetti mit Balsamicolinsen. Dass ein vegetarisches Gericht so gut abschneidet ist zwar eher selten, aber bei einem solchen Angebot wie diesem auch verständlich.

Mein Abschlußurteil:
Spaghetti mit Balsamico-Linsen: ++
Grießbrei mit Beerenmus: ++