Archive for November, 2012

Hokifilet mit Fenchelgemüse in Safransauce [28.11.2012]

Wednesday, November 28th, 2012

Am heutigen Mittwoch wollte ich endlich mal wieder meiner Vorliebe für Fisch frönen. Leider fand sich dazu an der Asia-Thai-Theke nichts passendes, denn dort standen zwar Chop Suey – Gemischtes Asia-Gemüse gebraten in Kokosmilchsauce und Nua Pad Prik – Gebratene Rindfleischstreifen mit frischem Gemüse in Chilisauce, aber nichts “fischiges” auf der Speisekarte. Schon die zweite Woche nun hatte man die Fischgerichte im asiatischen Bereich auf den gestrigen Dienstag verlegt, an dem es ja bekanntlicherweise Seehecht gab, verlegt – da werde ich mich wohl anpassen müssen. Aber zum Glück fand sich neben der Kalbsleber “Berliner Art” mit Apfelscheiben, geschmorten Zwiebeln und Kartoffelpüree bei Tradition der Region und einem Schweinesteak “Tessin” mit Schinken und Käse gratiniert, dazu Pommes Frites bei Globetrotter in der Sektion Vitality ein Gebratenes Hokifilet mit Fenchelgemüse in Safransauce, dazu Wildreismix ein passendes Gericht. Dazu gesellte sich noch ein Becherchen Pfirischquark von der Desserttheke auf mein Tablett.

Hokifilet mit Fenchelgemüse

Das in dünner Panade gebratene Hokifilet erwies sich zwar wie üblich als grätenfrei, aber das Fleisch war heute etwas sehr fest geraten, was den Genuss etwas milderte. Da muss ich leider einen kleinen Abzug geben. Am in würzig-pikanter Safransauce angemachten Fenchel- und Möhrengemüse und der Mischung aus geschälten Reis und Wildreis als Sättigungsbeilage gab es aber nichts auszusetzen. Nicht perfekt, aber doch überaus akzeptabel. Und auch der wie üblich mit Fruchtstücken vermengten, gerade ausreichend gesüßten Pfirsichquark gab keinen Grund zur Kritik und gab einen schmackhaften Abschluss des heutigen Mittagsmahls.
Bei den anderen Gästen lag heute natürlich, wie nicht anders zu erwarten, das Schweinesteak “Tessin” mit Pommes Frites am höchsten in der Gunst und belegte recht eindeutig Platz eins auf der heutigen Allgemeinen Beliebtheitsskala. Auf Platz zwei folgten dann die Asia-Gerichte und Platz drei teilten sich heute das Hokifilet und die Berliner Kalbsleber.

Mein Abschlußurteil:
Hokifilet: +
Fenchel-Möhrengemüse: ++
Wildreis-Mix: ++
Pfirsichquark: ++

Wiener Schnitzel vom Kalb mit Bratkartoffeln – Wirtshaus Dicke Sophie – München

Tuesday, November 27th, 2012

Heute Abend waren wir mal im Wirsthaus Dicke Sophie an der Johanneskirchner Straße 148 im Münchner Bezirk Bogenhausen. Zwar konnten wir aufgrund des bereits winterlichen, leicht regnerischen Wetters den großzügigen Biergarten dieses direkt an der S-Bahn Haltestelle Johanneskirchen gelegene Wirtshaus nicht mehr nutzen, aber auch im Inneren des urig-gemütlich eingerichteten Gebäudes fanden wir – dank prophylaktischer vorheriger Reservierung – einen Sitzplatz.

Größere Kartenansicht
Die Lokalität war für einen Dienstag Abend gut besucht, aber wir hatten dennoch schnell die Aufmerksamkeit eine der Bedienfachkräfte, so dass wir innerhalb kürzester Zeit mit der Speisen- und Getränkekarte versorgt waren. Das Speisenangebot in der Dicken Sophie umfasst, passend zum Thema des Gasthauses, primär bayrische Hausmannskost: Neben einigen Suppen und Salaten finden sich dort sowohl typische lokale Speisen wie Obazda, Fleischpflanzerln, Weißwürstchen, Leberkäs’ und Bratwüstel. Aber auch für den größeren Hunger ist in Form von Schnitzeln, Schweinshax’n, Rinder- und Putensteaks, Schweinekrustenbraten, Sparribs und sogar einem hauseigenen Burger gesorgt. Nachdem wir uns für Getränke entschieden hatten, machten wir uns auch sogleich daran das übersichtliche, aber mehr als ausgewogene Angebot an Gerichten zu studieren. Vieles klang überaus lecker und verlockend und die Wahl fiel mir schwer, doch nach einigem Abwägen entschied ich mich dazu, dem Kalbsschnitzel Wiener Art mit Bratkartoffeln eine Chance zu geben, auch wenn der Preis von 15,80 Euro eher im oberen Preissegment dieses Gasthauses lancierte. Die Wartezeit zwischen Bestellung der Gerichte und dem anschließenden Servieren gestaltete sich trotz des nicht unerheblichen Gästeaufkommens als angenehm kurz und dürfte weniger als 15 Minuten in Anspruch genommen haben. Und was mir da vorgesetzt wurde, konnte sich wirklich sehen lassen.

Kalbsschnitzel "Wiener Art" mit Bratkartoffeln

Ein unterarmlanges, mehr als (männer-)handflächenbreites dünnes Schnitzel aus zartem und saftigem Kalbsfleisch in dünner, knuspriger Panade nahm fast die gesamt Fläche des länglichen Tellers ein. Nur oben war etwas Platz um ein Stückchen Zitrone, ein Schälchen Preiselbeeren und etwas Petersilie unterzubringen. In der ursprünglichen Ausführung wäre hier auch noch ein Schälchen Sahnemeerrettich zu finden gewesen, da ich aber kein großer Freund davon bin hatte ich darum gebeten auf diesem bei meinem Gericht zu verzichten. Unter dem riesigen Schnitzel war noch eine, ebenfalls nicht unerhebliche Portion Bratkartoffeln aufgeschichtet. Im Gegensatz zum Schnitzel muss ich an den Bratkartoffeln aber ein paar kleine Kritikpunkte anbringen, denn auch wenn die Zusammenstellung aus angebratenen Kartoffelscheiben, Zwiebeln und Petersilie prinzipiell in Ordnung war, hätte man sie meiner Meinung nach gerne etwas kräftiger würzen können. In der Summe aber dennoch ein überaus empfehlenswertes Gericht, das gerade bei den heutigen Kalbsfleischpreisen seine fast sechzehn Euro durchaus wert war.
Und auch der restliche Abend verlief überaus zufriedenstellend. Die Getränkeversorgung klappte dank der unaufdringlichen Aufmerksamkeit der Bedienfachkräfte absolut reibungslos und gewährleistete einen sorgenfreien und angenehmen Abend. Insgesamt waren wir alle sehr zufrieden mit Service, Speisen und Getränken, so dass ich der Wirtshaus Dicke Sophie in München Bogenhausen meine vorbehaltlose Empfehlung aussprechen möchte. Ich denke das dieser Besuch nicht das letzte Mal gewesen ist, dass man uns hier gesehen hat.

Kartoffel-Würstelpfanne “Western Art” [27.11.2012]

Tuesday, November 27th, 2012

Zwar gab es im Asia-Thai-Bereich heute neben Taohoo Tod – Tofu gebacken auf Bratgemüse mit Koriandersauce auch einen recht verlockend aussehenden “Gebackenen Seelachs mit Ananas und frischem Gemüse in scharfem grünen Curry, aber noch mehr reizte mich heute irgendwie die Kartoffel-Würstelpfanne “Western Art” mit Paprika, Zwiebeln, Bohnen und Spiegelei, die im Bereich Globetrotter angeboten wurde. Da konnten auch die Farfalle al peperoni aus dem Bereich Vitality und Gyros von der Pute mit Tzatziki, frischem Zwiebeln und Fladenbrot bei Tradition der Region nicht mithalten. Also entschied ich mich für dieses Gericht und ergänzte es noch mit einem kleinen Becherchen Walnuss-Mousse von der Dessert-Theke.

Kartoffel-Bohnen-Pfanne

Unter einem mittelgroßen Spiegelei mit halbflüssigem Eigelb fanden sich zahlreiche kleine angebratene ganze Salzkartoffeln in Kombination mit Zwiebelstreifen, Paprikastücken in rot, grün und gelb, Kidneybohnen sowie Stücken zwei Sorten Bratwürstchen. Der größere Teil davon bestand aus der kleineren, Nürnberger Variante, der andere Teil stammte von etwas größeren Bratwürstchen die man mit der Thüringer Variante vergleichen konnte. Alles war angenehm pikant gewürzt und mit zahlreichen Gewürzen wie Rosmarin und Thymian versehen. In der Grundvariante auf jeden Fall überaus passabel, auch wenn ich es natürlich begrüßt hätte wenn man noch weitere Bohnensorten wie zum Beispiel grüne Bohnen hinzugefügt hätte. Dennoch sehe ich keinen Grund, hier Punktabzüge zu geben, denn das Gericht war schmackhaft und angenehm sättigend. Und auch am luftig-lockeren Mousse mit Walnussgeschmack gab es keinerlei Grund zur Kritik. Nichts außergewöhnliches, aber dennoch war ich überaus zufrieden.
Bei der Allgemeinheit der anderen Gäste lag die Würstelpfanne zwar auch recht hoch im Kurs, wurde aber noch knapp vom Gyros überrundet und somit auf Platz zwei der allgemeinen Beliebtheitsskala verbannt. Auf Platz drei folgten die Asia-Gericht und auf Platz vier schließlich die vegetarischen Farfalle al peperoni. Somit ergab sich auch heute wieder eine dem Angebot entsprechende Platzierung, der ich wohl kaum noch etwas hinzuzfügen brauche.

Mein Abschlußurteil:
Kartoffel-Würstelpfanne “Western Art”: ++
Walnuss-Mousse: ++

Ungarischer Gulaschsuppeneintopf mit Baguette [26.11.2012]

Monday, November 26th, 2012

Das Angebot am heutigen Montag war leider weniger berauschend. Einen Moment überlegte ich noch an der Asia-Thai-Theke zuzugreifen, wo u.a. Pud Pak Ruam Mit – Gebratenes frisches Gemüse in Austernsauce und Gaeng Panang Gai – Gebratenes Hühnchen mit frischem Gemüse und Kaffir Limetten in rotem Panang Curry auf der Karte standen, dann aber entdeckte ich neben dem Curryreis mit Zucchini-Möhrenragout bei Vitality und einem Putenschnitzel in Zwiebelrahmsauce und Spätzle bei Tradition der Region auch noch den Ungarischen Gulaschsuppeneintopf mit Kartoffelwürfeln Paprikastreifen und Baguette in der Sektion Globetrotter. Das erschien mir eine akzeptable Alternative, zumal ich soweit ich mich entsinnen konnte, dieses Gericht bisher hier noch nicht probiert hatte. Also griff ich hier zu und ergänzte es noch mit einem Becherchen Milchreis mit Johannisbeergelee von der Dessert-Theke.

Ungarischer Gulascheintopf mit Baguette / Hungarian goulash stew with baguette

Die Gulaschsuppe, für einen Eintopf fand ich sie dann doch etwas dünn geraten, erwies sich als angenehm scharf, so wie es mag. Aber leider haderte es an anderen Ecken, denn es fanden sich zwar reichlich Kartoffelwürfel, dafür hatte man an den kleinen Rindfleischstücken wiederum etwas zu sehr gespart. Aber gemeinsam mit den Stücken von roter und grüner Paprika, geschälten Tomatenstücken, der dicklichen, würzigen Flüssigkeit und natürlich den angenehm frischen und knusprigen Stück Baguette ergab alles ein schmackhaftes und überaus sättigendes, wenn auch nicht perfektes Mittagsgericht, das ich mit dem nicht allzu stark gesüßten Milchreis mit seiner mit zahlreichen Beeren versehenen Fruchtgeleegarnitur abschloss.
Auf den heutigen Platz eins der Allgemeinen Beliebtheitsskala schaffte es heute jedoch mit einem kleinen, aber dennoch deutlichen Vorsprung das Putenschnitzel in Zwiebelrahmsauce, gefolgt vom ungarischen Gulaschsuppeneintopf auf Platz zwei und, knapp dahinter, den Asia-Gerichten auf Platz drei. Platz vier belegte, wie für vegetarische Gerichte üblich, der Curryreis mit Zucchini-Möhrenragout.

Mein Abschlußurteil:
Gulaschsuppeneintopf: +
Baguette: ++
Milchreis mit Johannisbeergelee: ++

Krabben-Risotto mit Zucchini & Basilikum – das Rezept

Sunday, November 25th, 2012

Im Gemüsefach meines Kühlschranks dümpelte noch eine Zucchini, die dringend verbraucht werden musste. Also machte ich mich auf die Suche nach einem passenden Rezept und stieß dabei auf ein Krabben-Risotto mit Zucchini und Basilikum welches durch die zusätzliche Verwendung von Tomatensaft dem Gericht diese rötliche Färbung gab die ich an Reisgerichten ja sehr schätze. Bis auf die Krabben und den Tomatensaft hatte ich auch noch alles andere vorrätig, also stand nach Berücksichtigung dieser Zutaten beim gestrigen Einkauf dem heutigen Kochexperiment nichts mehr im Wege. Und ich muss zugeben, dass dies eines der leckersten Risottos gewesen ist, das ich seit langem gegessen hatte – daher möchte ich es natürlich nicht versäumen das Rezept dazu hier einmal in gewohnter Form vorzustellen.

Was brauchen wir also für 2 bis 3 Portionen?

200g Risottoreis
01 - Zutat Risotto Reis / Ingredient risotto rice

1 Zucchini (ca. 250g)
02 - Zutat Zucchini / Ingredient zucchini

200g Krabben – küchenfertig (ich entschied mich für Nordsee-Krabben)
03 - Zutat Krabben / Ingredient shrimps

1 kleine Zwiebel (80-90g)
04 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

350ml Gemüsebrühe
05 - Zutat Gemüsebrühe / Ingredient vegetable stock

30g Parmesan
06 - Zutat Parmesan / Ingredient parmensan

250ml Tomatensaft
07 - Zutat Tomatensaft / Ingredient tomato juice

2 EL Rapsöl
08 - Zutat Rapsöl / Ingredient rape seed oil

3-4 Stile Basilikum
09 - Zutat Basilikum / Ingredient basil

3 EL Sojacreme (Alternativ: Kaffesahne)
10 - Zutat Sojacreme / Ingredient soy cream

sowie etwas Salz und Pfeffer zum würzen.

Wie üblich beginnen wir damit, die Zutaten vorzubereiten. Dazu schälen wir die Zwiebel und zerkleinern sie – wahlweise mit dem Messer oder, wenn vorhanden, mit einer Küchenmaschine.
11 - Zwiebel zerkleinern / Mince onion

Außerdem waschen wir die Zucchini
12 - Zucchini waschen / Wash zucchini

und würfeln sie dann nicht allzu fein.
13 - Zucchini würfeln / Dice zucchini

In einem größeren Topf oder einer Pfanne erhitzen wir dann die beiden Esslöffel Rapsöl und schwitzen darin die Zwiebelstückchen an.
14 - Zwiebeln anschwitzen / Braise onion lightly

Dann fügen wir die Zucchiniwürfel hinzu
15 - Zucchini addieren / Add zucchini

und dünsten sie für zwei bis drei Minuten ebenfalls mit an.
16 - Zucchini anbraten / Fry zucchini

Es folgt nun der Risotto-Reis, den wir mit in die Pfanne geben
17 - Reis hinzufügen / Add rice

und dort glasig anbraten.
18 - Reis glasig anbraten / Sweat rice

Anschließend reduzieren wir die Temperatur der Kochplatte ein wenig und gießen wir die Hälfte der Gemüsebrühe in die Pfanne
19 - Hälfte Gememüsebrühe aufgießen / Drain 1/2 of vegetable stock

und lassen sie langsam einkochen.
20 - Einkochen lassen / Boil down

Parallel erwärmen wir den Tomatensaft in einem kleinen Topf.
22 - Tomatensaft erhitzen / Heat up tomato juice

Ist die Gemüsebrühe eingekocht, fügen wir auch den Rest hinzu und lassen ihn ebenfalls einkochen.
21 - Gemüsebrühe nachgießen / Add remaining vegetable stock

Anschließend geben wir den aufgewärmten Tomatensaft in die Pfanne
23 - Tomatensaft hinzugeben / Add tomato juice

und lassen ihn in ungefähr fünfzehn Minuten ebenfalls einkochen, wobei wir natürlich nicht vergessen sollten das ganze hin und wieder umzurühren.
24 - köcheln lassen / simmer

In der Zwischenzeit waschen wir das Basilikum, schütteln es trocken,
25 - Basilikum waschen / Wash basil

zupfen die Blättchen von den Stilen ab
26 - Blättchen abzupfen / Pick leaflets

und schneiden diese dann mit einem großen scharfen Messer in schmale Streifen.
27 - Basilikum in Streifen schneiden / Cut basil in stripes

Außerdem reiben wir den Parmesan.
28 - Parmesan reiben / Grind parmesan

Fünf Minuten vor Ablauf der Garzeit heben wir schließlich die Garnelen unter,
29 - Garnelen unterheben / Fold in shrimps

rühren den Parmesan ein,
30 - Parmesan einrühren / Stir parmesan

fügen die Sojacreme hinzu
31 - Sojacreme hinzufügen / Add soy cream

und addieren schließlich das in Streifen geschnittene Basilikum.
32 - Basilikum addieren / Add basil

Abschließend schmecken wir alles noch einmal mit Salz und Pfeffer ab
33 - Mit Salz & Pfeffer abschmecken / Taste with salt & pepper

und sobald alles geschmacklich stimmt, was wir durch kurzes probieren herausfinden können,
34 - Probieren / Try

können wir das Gericht servieren und genießen.
35 - Krabben-Risotto mit Zucchini & Basilikum / Shrimps risotto with zucchini & basil - Serviert

Die Kombination aus gut durchgekochten Risottoreis mit fruchtigem Tomatensaft alleine schon erwies sich als sehr gelungen, aber gemeinsam mit den Zucchiniwürfeln, den knackigen Krabben und dem würzigen Basilikum ergab sich ein vollwertiges, sehr sättigendes und überaus schmackhaftes Gericht. Vor allem die tomatige Note, die der Obstsaft dem Reis gegeben hatte hatte es mir dabei sehr angetan, ich hatte nie gedacht dass der Effekt sich so positiv auf den Geschmack auswirken würde. Aber auch die anderen Komponenten trugen natürlich ihren Teil zum geschmacklichen Gesamtergebnis dieses Gerichtes bei. Wer mag, kann das Ganze übrigens noch mit ein paar Tropfen Zitronensaft garnieren – das gibt dem Gericht noch sozusagen den letzten Schliff.

36 - Krabben-Risotto mit Zucchini & Basilikum / Shrimps risotto with zucchini & basil - CloseUp

Wie üblich werfen wir abschließend noch einen Blick auf die Nährwerte. Ich komme bei meiner Berechnung auf 950kcal für die gesamte Zubereitung, das entspricht 475kcal pro Portion bei zwei Portionen und 317kcal bei drei Portionen. Für ein so sättigendes und vollwertiges Gericht ein angenehm niedriger Wert wie ich finde – nach der etwas kalorienreicheren Pizza die ich gestern gefertigt hatte ein wirklicher Lichtblick. 😉 Ich kann das Rezept auf jeden Fall vorbehaltlos weiter empfehlen, ein schnell und unkompliziert zuzubereitendes und sehr leckere Rezept, das sich nicht nur für Krabbenliebhaber eignet.

Guten Appetit

Dinkelpizza mit Zanderfilet & Tomatenstreifen – das Rezept

Saturday, November 24th, 2012

Heute war mir irgendwie nach etwas mit Fisch und glücklicherweise hatte ich noch ein Rezept für eine Dinkelpizza mit Zanderfilet und Tomaten in petto, das ich sowieso ausprobieren wollte – also war die Wahl für mein heutiges Kochexperiment schnell getroffen. Beim Einkauf im Supermarkt sah ich sogar, dass es aktuell frisches Zanderfilet an der Fischtheke gab – das erschien mir eine gute Alternative zu TK-Fisch. Jedoch war ich etwas geschockt als ich den Preis sah: fast 16 Euro wollte man für 400 Gramm haben, womit das Ganze nicht gerade ein günstiges Vergnügen werden sollte – aber das war es mir wert und ich finde es hat sich auch wirklich gelohnt. Dabei kommt dieser Süßwasserfisch aus der Familie der Barsche ja, zumindest theoretisch, in allen Gewässern von Rhein bis zum Ural sowie auch in der Ostsee vor. Woher meiner jetzt genau kam weiß ich nicht, bei dem Preis muss er aber wohl eine weitere Reise hinter sich gehabt haben. 😉
Das Ergebnis war meiner Meinung nach eine wirklich gelungene und mal außergewöhnliche Pizzazubereitung, die mir sehr gut gemundet hat, daher möchte ich es natürlich nicht versäumen das Rezept hier in üblicher Form einmal vorzustellen.

Was brauchen wir also für 4 Pizzen?

Für den Teig

200g Dinkelvollkornmehl
01 - Zutat Dinkelvollkornmehl / Ingrdient spelt whole wheat flour

200g Dinkelmehl – Typ 603
02 - Zutat Dinkelmehl Typ 603 / Ingredient spelt flour

20g frische Hefe (1/2 Würfel)
03 - Zutat Hefe / Ingredient yeast

1/2 TL Salz
04 - Zutat Salz / Ingredient salt

250ml lauwarmes Wasser
05 - Zutat lauwarmes Wasser / Ingredient lukewarm water

Für den Belag

400g Zanderfilet (ohne Haut)
06 - Zutat Zanderfilet / Ingredient pike perch filet

70g getrockenete Tomaten in Öl
07 - Zutat getrockenete Tomaten in Öl / Ingredient dried tomatoes in oil

1 Dose (400g) gestückelte Tomaten (wahlweise mit Basilikum)
08 - Zutat Tomatenstücke / Ingredient tomato pieces

2 Zweige frischer Rosmarin
09 - Zutat Rosmarin / Ingredient rosemary

250g Mozzarella
10 - Zutat Mozzarella / Ingredient mozzarella

sowie etwas Salz & Pfeffer zum würzen

Beginnen wir nun mit der Zubereitung des Dinkelteigs. Dazu geben wir die beiden Mehlsorten in eine Schüssel
10 - Mehle in Schüssel geben / Add flours to bowl

fügen den halben Teelöffel Salz hinzu
11 - Salz hinzufügen / Add salt

und vermengen alles gut miteinander, wobei wir am Ende in der Mitte eine kleine Mulde bilden.
12 - Gut vermengen / Mix well

In diese Mulde bröseln wir dann unsere Hefe,
13 - Hefe hinein bröseln / Add and crumble yeast

gießen das lauwarme Wasser hinzu
14  - Wasser addieren / Add water

und vermengen alles mit dem Knethaken unseres Handmixers
15 - Kneten / Knead

bis wir schließlich einen gleichmässigen Teig haben.
16 - Fertiger Teig / Finished dough

Diesen lassen wir dann, mit einem Küchentuch abgedeckt, für ca. 30 Minuten an einem warmen Ort gehen. Ich hatte den Backofen kurz auf 75 Grad aufgeheizt und dann abgeschaltet, um den Teig bei leicht geöffneter Klappe darin lagern zu können.
17 - Gehen lassen / Raise dough

Während der Teig arbeitet, lassen wir die Tomaten abtropfen
18 - Tomaten abtropfen lassen / Drain tomatoes in oil

und waschen dann unser Rosmarin, schütteln es trocken
19 - Rosmarin waschen / Wash rosemary

und zupfen dann die Blättchen vom Zweig ab
20 - Blättchen abzupfen / Pick leaflets

die wir dann sehr fein zerkleinern.
21 - Rosmarin zerkleinern / Grind rosemary

Inzwischen müssten auch unsere getrockneten Tomaten in Öl soweit abgetropft sein, dass wir sie in Streifen schneiden können.
22 - Tomaten in Streifen schneiden / Cut tomatoes in stripes

Anschließend überprüfen wir das Zanderfilet auf eventuelle Gräten und entfernen diese mit der Grätenpinzette – ich fand aber gerade dabei mal drei Stück, der Zander scheint ein recht grätenarmer Fisch zu sein.
23 - Gräten entfernen / Remove fish bones

Dann waschen wir das Fischfilet, tupfen es trocken
24 - Zander waschen / Clean fish

und schneiden es schließlich in schmale Streifen.
25 - Zander in Streifen schneiden / Cut pike perch in stripes

Außerdem schneiden wir schließlich noch den Mozzarella in Scheiben.
26 - Mozzarelle in Scheiben zerteilen / Cut mozzarella in slices

In der Zwischenzeit müsste auch unser Dinkelteig dank der Hefe gut aufgegangen sein, so dass wir ihn aus dem Ofen entnehmen und diesen dann auf 225 Grad vorheizen können,
28 - Aufgegangener Teig /  Raised dough

um den Teig dann in vier gleich große Portionen aufzuteilen
29 - Teig gleichmässig aufteilen / Divide dough

und erst einmal zwei davon auf einer bemehlten Fläche ausrollen können, während die anderen beiden, abgedeckt durch das Küchentuch, in der Schüssel warten.
30 - Teig ausrollen / Roll dough

Die beiden flach ausgerollten Teigstücke geben wir dann auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech,
31 - Auf Backblech geben / Put on baking tray

wo wir sie mit den gestückelten Tomaten bestreichen
32 - Mit Tomaten bestreichen / Cover with tomatoes

und kräftig mit Salz, Pfeffer und der Hälfte unsere zerkleinerten Rosmarins würzen.
33 - Mit Salz, Pfeffer & Rosmarin würzen / Taste with salt, pepper & rosmary

Dann belegen wir sie noch mit der Hälfte der Mozzarella-Scheiben
34 - Mit Mozzarella belegen / Coat with mozzarella

und backen sie für 15 Minuten auf der untersten Schiene unseres auf 225 Grad vorgeheizten Ofens.
35 - Auf unterester Schiene backen / Bake on lowest slot

In dieser Zeit können wir die beiden anderen Teigstücke schon einmal auf die gleiche Weise vorbereiten und auf einem zweiten Stück Backpapier bereitstellen.

Ist unsere Pizza nach einer Viertelstunde vorgebacken und er Käse geschmolzen
36 - Vorgebacken / Pre-baked

belegen wir sie schließlich mit der Hälfte der Zanderfilet-Streifen und den getrockneten Tomaten
37 - Mit Zander & Tomaten belegen / Coat with pike perch & tomatoes

und schieben sie noch einmal für weitere sieben bis acht Minuten auf der untersten Schiene in den Ofen.
38 - Weiter backen / Continue baking

Dann ziehen wir sie samt Backpapier vom Blech und schieben die zwei anderen vorbereiteten Pizzastücke in den Ofen. Die fertigen Pizzen schmecken wir noch einmal mir Salz und Pfeffer ab
39 - Mit Salz & Pfeffer würzen / Taste with salt & pepper

und können sie anschließend servieren und genießen. Dabei sollten wir aber natürlich nicht vergessen, die beiden anderen Pizzen ebenfalls auf diese Weise noch zu komplettieren.
40 - Dinkelpizza mit Zander & Tomatenstreifen / Spelt pizza with pike perch & tomatoes - Serviert

Ich hatte ja zuerst gezweifelt dass die paar Minuten ausreichen den Fisch durchzubacken, doch entgegen meiner Befürchtung war das Zanderfilet komplett gar geworden und dabei noch angenehm saftig und zart geblieben. Zusammen mit der gut gewürzten Pizzaiola aus gestückelten Tomaten und den Streifen aus den getrockneten Tomaten ergab sich auf den einigermaßen dünn geratenen, knusprigen Dinkelteig ein wirklich gelungener und außergewöhnlich leckerer Belag, der sich von den sonst üblichen Pizzen die man so ist wirklich geschmacklich positiv hervorhob. Ich war mit dem Ergebnis meines heutigen Kochexperiments mal wieder sehr zufrieden.

41 - Dinkelpizza mit Zander & Tomatenstreifen / Spelt pizza with pike perch & tomatoes - CloseUp

Werfen wir abschließend, wie üblich, einen Blick auf die Nährwerte des heutigen Rezepts. Ich komme in meiner überschlägigen Berechnung auf ca. 2500kcal für alle vier Pizzen zusammen, das sind also 625kcal pro Pizza. Ich hatte natürlich mit weniger gerechnet, aber bei Pizzazubereitungen ist es erfahrungsgemäß vor allem das Mehl, das die Werte nach oben treibt. Bei einer alternativen Berechnung mit Weizenmehl(Typ 405 & Vollkorn) kam ich aber auch auf gerade mal 60kcal insgesamt weniger, also 16kcal pro Portion. Und dafür auf den kräftigen Dinkelteig verzichten? Nein danke! Das Zanderfilet selbst ist angenehm mager, einziges Einsparungspotential sehe ich da noch beim Mozzarella – ersetzt man die Standard-Zubereitung durch eine leichte Variante mit 10% Fett kann man noch einmal insgesamt 250kcal, also 62,5kcal pro Portion sparen und käme auf 562,5kcal pro Pizza – geschmacklich dürfte das keinen allzu großen Unterschied machen. Dennoch kann ich das Rezept für jeden Freund von etwas außergewöhnlichen Pizzabelägen vorbehaltlos weiter empfehlen – es lohnt sich was den leckeren Geschmack angeht aus jeden Fall – und das bei angenehm wenig Aufwand. 😉

Guten Appetit

Gebratener Wels mit Meerrettichsauce [23.11.2012]

Friday, November 23rd, 2012

Abgesehen von dem zusätzlichen Sonderangebot in Form eines Hirschgulaschs mit Spätzle, eindeutig Reste vom Dienstag, gab es heute keine weiteren Wildgerichte mehr im Speiseangebot. Und Hirsch hatte ich ja schon am Dienstag gehabt und es waren Reste – also fiel dies für mich aus. Das war eine Gelegenheit entweder meinen Fischtag oder meinen Asia-Tag (oder beides) nachzuholen. Gut, beides war nicht möglich, da an der Asia-Thai-Theke zwar Gebackene Ananas und Banane sowie Moo Pad Praw Wan – Knusprig gebackene Schweinefleischstreifen mit frischem Gemüse in süß-saurer Sauce, aber nichts mit Fisch angeboten wurde. Süß-sauer klang schon mal ganz lecker, aber natürlich warf ich auch einen Blick auf die reguläre Küche, wo man neben dem bereits erwähnten Sonderangebot als freitägliche Süßspeise 2 Stück gefüllte Pfannkuchen mit Quark an Waldbeerenragout und Vanillesauce bei Tradition der Region, einen Gebratenen Wels mit Meerrettichsauce und Kräuterkartoffeln bei Globetrotter un schließlich eine Hähnchenbrust aus dem Ofen nach provinzialischer Art mit Schmorgemüse und Zitronenkartoffeln bei Vitality im Angebot hatte. Nach kurzem Abwägen zwischen dem Wels und dem süß-sauren Schweinefleischstreifen entschied ich mich dann schließlich für das Fischgericht, dass ich noch mit einem kleinen Becherchen Vanille-Mousse von der Dessert-Theke und, da passendere Gemüsebeilage fehlten, einigen Speckbohnen von der Gemüsetheke zu meinem heutigen Mittagsmahl komplettierte.

Welsfilet in Meerrettichsauce

Normalerweise bin ich ja kein so großer Fan von Meerrettich, aber aus früheren Erfahrungen mit einem ähnlichen Wels-Gericht und einer Lachslasagne mit Curry-Meerrettichsauce wußte ich dass die Meerrettichkomponente in dieser Sauce nicht sonderlich dominant und sich somit in absolut akzeptablen Rahmen bewegte. Und so war es auch heute wieder. Das in dünner Panada gebratene Welsfilet war zwar angenehm groß und frei von Gräten, aber erwies sich stellenweise zwar als etwas trocken geraten. Zum Glück ließ sich das mit Hilfe der beigefügten Zitronen und der Sauce zwar etwas ausgleichen, aber einen kleinen Abzug muß ich hier trotzdem vornehmen. An den Kartoffeln vemisste ich, abgesehen von der aufgestreuten Petersilie, die Kräuter, geschmacklich machte das aber keinen großen Unterschied – sie eigneten sich auch ohne irgendwelche Kräuter gut als Sättigungsbeilage. Den Bohnen mit den angebratenen Speckwürfelchen merkte man zwar ein klein wenig an, dass es sich um Reste handelte, aber auch sie waren geschmacklich absolut in Ordnung und alle Mal besser als gar keine Gemüsebeilage. Abgeschlossen mit dem luftig-lockeren Vanille-Mousse ergab sich somit auch heute ein durchaus leckeres, wenn auch nicht ganz perfektes Mittagsmahl.
Bei den anderen Kantinengäste sah es im ersten Moment danach aus, als würde das Sonderangebot in Form des Hirschgulasch das Rennen um den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala gewinnen, aber bei genaueren Hinsehen konnte der Wels dann doch noch einiges gut machen und Platz eins ergattern, aber ganz knapp gefolgte vom Hirschgulasch auf Platz zwei. Platz drei belegten schließlich die Asia-Gerichte und auf dem vierten Platz folgte schließlich die Süßspeise in Form der gefüllten Pfannkuchen. Es ist zwar ungewöhnlich dass ein Sonderangebot aus Resten so hoch in der Beliebtheitsskala lanciert, aber bei einem Angebot wie Hirschgulasch auch nicht sonderlich verwunderlich – hätte ich mich nicht im Vorfeld schon auf Fisch- oder Asia-Gerichte festgelegt, wäre es bestimmt auch bei mir in die nähere Auswahl gekommen.

Mein Abschlußurteil:
Welsfilet: +
Meerrettichsauce: ++
Kartoffeln: ++
Speckbohnen: ++
Vanille-Mousse: ++

Geschmorte Entenkeule mit Blaukraut & Kartoffelkloß [22.11.2012]

Thursday, November 22nd, 2012

Auch heute konnte mich die Asiatische Küche trotz verlockender Angebote wie Asiatisches Gemüse herzhaft gebraten in Erdnußsauce oder Gaeng Massaman Gai – Gebratenes Hühnchen mit frischem Gemüse und Kartoffeln in Massaman Curry nicht restlich überzeugen, das überaus verlockende Angebot in der Abteilung der traditionell-regionalen Gerichte lockte mit einem Angebot, das ich erneut unmöglich ungenutzt lassen konnte: Geschmorte Entenkeule mit Blaukraut und Kartoffelklößen. Dafür ließ ich auch gerne die weitaus leichteren Zucchinipuffer mit Broccoli und Tomate bei Vitality und das ebenfalls passabel aussehende, unpaniert gebratene Schweineschnitzel “Jäger Art” mit Spätzle bei Globetrotter außen vor und griff bei dem eher selten angebotenen Gericht zu, das nun nach dem Hirschbraten am Dienstag und dem Wildschweingulasch gestern das Dritte in der Reihe war. Dazu gesellte sich noch ein Becherchen Mango-Joghurt-Mousse auf mein Tablett und fertig war mein heutiges Mittagsmahl.

Gänsekeule mit Blaukraut & Kartoffelkloß / Duck leg with red cabbage & dumpling

Statt der angekündigten Kartoffelklöße befand sich zwar nur ein einziger mit Brotwürfeln gefüllter Kloß auf dem Teller, dieser war aber groß genug um für die Portion vollkommen auszureichen. Und auch die Menge des fruchtig-würzigen Blau- bzw. Rotkrauts mit leichtem Apfelaroma war meiner Meinung nach gut mit der Größe Entenkeule, die mit einer angenehm knusprigen Haut und viel mageren und sehnenarmen Fleisch aufwartete, das sich angenehm leicht vom Knochen lösen lies. Garniert mit der milden, dunklen Sauce ergab sich ein schmackhaftes und sättigendes Mittagsgericht, das so wirklich nicht jeden Tag in unserem Betriebsrestaurant serviert wird. Abgerundet wurde alles von dem kleinen Becherchen luftig-lockeren Mango-Mousses mit angenehm fruchtigen Joghurtaroma.
Und selbst so etwas exklusives wie eine Entenkeule lieferte sich heute beim Rennen um den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala ein enges Rennen gegen das Schweineschnitze “Jäger Art” ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen. Meiner Meinung nach konnte sich das Geflügelgericht heute doch durchsetzen und verdrängte das Schnitzel auf Platz zwei. Auf dem dritten Platz folgten schließlich die Asia-Gerichte und auf Platz vier die vegetarischen Zucchinipuffer.

Mein Abschlußurteil:
Entenkeule: ++
Sauce: ++
Kartoffelkloß: ++
Blaukraut: ++
Mango-Joghurt-Mousse: ++