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Natsu California Sushi Meat – der Test

Mittwoch, April 6th, 2022

Sushi habe ich seit Ewigkeiten nicht mehr gegessen. Das letzte Mal an das ich mich erinnere war wohl währen einer Schulung in Berlin im Jahre 2000 in einem Floating Sushi Restaurant im Umfeld des Alexanderplatz gewesen und ich weiss noch gut dass ich ziemlich mit der Schärfe des Wasabi zu kämpfen hatte. 😉 Nicht dass ich Sushi deswegen nicht mag, denn eigentlich mag ich sowohl Reis als auch frischen rohen Fisch und die Schärfe des Wasabi wenn man es eben nur richtig portioniert, aber es ergab sich bisher einfach keine Gelegenheit die Sushi-Erfahrung zu wiederholen. Und das obwohl es hier in München mehr als genügend Sushi-Restaurants gibt und auch die meisten Supermärkte sie heutzutage anbieten. Aber auch die Tatsache dass mein geschätzter Blogger-Kollege DirkNB aka. Herdnerd des öfteren Mal zu diesem Gericht greift hat mich inspiriert diesen japanischen Kaltreisröllchen mal wieder eine Chance zu geben. Als erster Berührungsversuch griff ich dabei auf fertige Sushi aus dem Supermarkt zurück. Dort gibt es auch tatsächlich fertige Sushi mit rohem Lachs, allerdings war mir die Sache mit etwa elf Euro zu teuer und nach so langer Sushi-Abstinenz auch nicht das richtige. Zum Glück gab es Alternativen: zum einen California Sushi mit Geflügelfleisch und eine vegane Variante, wobei letztere mit knapp 10 Euro sich auch als preislich ziemlich happig erwies. Ich wählte den Mittelweg und griff zum California-Sushi das mit etwa 8 Euro für die 280g Packung zwar auch nicht gerade ein Schnäppchen waren, aber für meinen vorsichtigen Sushi-Neueinstieg für mich die beste Wahl. 😉
01 - California Sushi - Package front / Packung vorne 02 - California Sushi - Package back / Packung Rückseite
Werfen wir als erstes Mal einen Blick auf den Packungsinhalt: Dieser bestand aus insgesamt neun Sushi in drei Varianten (auf die ich gleich noch näher im einzelnen eingehe) sowie je einem Tütchen Chili-Würzsauce und Röstzwiebeln sowie scheinbar etwas zu kurz geratenen Stäbchen zum essen.
03 - California Sushi - Content / Packungsinhalt
Die Sushi sollte man laut Beschreibung auf der Verpackung übrigens etwa zwanzig Minuten vor dem Verzehr aus dem Kühlschrank nehmen damit sie Zimmertemperatur annehmen – aber notfalls geht es auch direkt aus dem Kühlschrank. 😉

Werfen wir nun einen kurzen Blick auf die einzelnen Sushi-Varianten:

04 - California Sushi - Chicken Mango Chutney
Paniert gebratenes Hähnchenfleisch mit Mango-Chutney und Sesam

05 - California Sushi - Duck Teriyaki
Ente mit Teriyaki-Würzsauce, grüner Gurke und Rosa-Beeren-Sesam-Mischung

06 - California Sushi - Chicken Teriyaki
Gebratenes Hähnchenfilet mit Teriyaki-Gemüse-Würzsauce und Sesam

Wie sich herausstellte handelte es sich bei den Stäbchen um Teleskop-Stäbchen, die man ausziehen konnte damit sie die zur Verwendung notwendigen Länge erreichten.
07 - Telescopic chopsticks / Ausziehbare Essstäbchen

Nun hätte ich die Sushis natürlich auch einfach aus der Packung essen können, aber da ich ja nun so lange schon kein Sushi mehr gegessen hatte wollte ich dieses Gericht doch etwas zelebrieren und richtete es mir visuell ansprechend auf einem Teller an.
08 - California Sushi - Serviert

Zum Verzehr greift man eines der Sushi mit den Essstäbchen oder notfalls auch mit den Fingern, dippt sie kurz in die Chili-Würzsauce und anschließend in die Röstzwiebeln und lässt sie am besten am Stück in seinem Mund verschwinden. Beisst man ab zerstört man die Integrität des Röllchens und es droht im schlimmsten Fall in den Fingern zu verfallen. Wie ich feststellte hatte man im Inneren der Röllchen wohl Nori, also Algenblätter verwendet. Ich habe nie selbst Sushi gemacht und weiß gar nicht ob man die Runden Sushi auch ohne Nori machen kann, aber diese gaben den Röllchen eindeutig noch zusätzlichen Halt. Alternativ zum dippen kann man auch einfach etwas von der Chili-Würzsauce auf dem Sushi verteilen, es mit Röstzwiebeln bestreuen und dann verzehren. Allerdings musste ich feststellen dass diese Sauce eine nicht zu verachtende Schärfe besaß, also musste man etwas vorsichtig damit umgehen. Eindeutig eine Hommage an Wasabi, was ja auch nicht gerade mild ist um es vorsichtig auszudrücken. 😉
Was die drei Varianten anging hatte ich hier keinen eindeutigen Favoriten für mich ausmachen können, allerdings stach die Variante mit dem Mango-Chutney etwas durch seine leicht fruchige Note hervor, die mir sehr zusagte, allerdings standen Ente mit Gurke und Hähnchen mit Teriyaki-Gemüse-Sauce dem nur wenig nach. Den größten Anteil an jeder Rolle nahm natürlich der Klebereis ein, etwas mehr als 2/3el, vielleicht sogar 3/4el, würde ich sagen, der Rest war Füllung wobei man hier mit dem Fleisch nicht sonderlich verschwenderisch umgegangen war – aber das hatte ich bei einem Produkt aus dem Supermarkt-Kühlregal auch nicht anders erwartet. Der Sesam-Mantel passte aber bei allen drei Varianten gut in die geschmackliche Gesamtkomposition und rundete diese exotische Sushi-Variante gelungen ab.

09 - California Sushi - Seitenansicht

Werfen wir am Ende noch einen kurzen Blick auf die Nährwerte dieses Gerichts. Diese liegen bei 119kcal pro 100g, bei 250g Sushi kommen als 477,5 kcal pro Portion zusammen, zuzüglich natürlich der Sauce und den Röstzwiebel, die aber nur einen geringen Anteil einnehmen dürften. Und für knapp 500kcal hatte das Gericht eine recht hohe Sättigungskraft wie ich feststellen durfte. Nichts für den wirklich großen Hunger, aber für ein Abendbrot so wie bei mir oder ein kleineres Mittagessen ist es meiner Meinung nach absolut ausreichend.

Alles in allem erwies sich das California Sushi der Firma Natsu Foods GmbH & Co KG als recht schmackhaft und das macht mir tatsächlich Lust auf mehr Sushi. (Und: Nein, das ist kein gesponsorter Post, sondern meine persönliche Meinung) Also steht sowohl der teuereren Lachs-Variante aus dem Supermarkt oder sogar dem Besuch in einem echten Susi-Restaurant (nach 22 Jahren Abstinenz) nichts mehr im Wege. Nur ob ich selber jemals Sushi machen werde muss ich mir noch genau überlegen, denn dafür braucht man schon einiges an Übung und ich als Wochenend- und Hobbykoch würde kaum die Zeit haben es regelmäßig zuzubereiten. Aber sag niemals Nie, vielleicht komme ich ja noch so sehr auf den Geschmack dass ich es doch mal probiere…

Feuriger Chilitopf mit Schweinefleisch aus dem Ofen – das Rezept

Mittwoch, März 16th, 2022

Nachdem ich mir ja nun endlich eine ofenfeste Schmorpfanne zugelegt habe, wollte ich dies bei meinem nächsten Rezept auch gleich mal ausnutzen und mir einen leckeren Chilitopf mit Schweinefleisch im Ofen zubereiten. Das verwendete Rezept faszinierte mich dabei vor allem, weil es eine Art Fusion von asiatischen und lateinamerikanischen Komponenten zu sein schien und das Ergebnis an eine Art Chili con Carne erinnerte. Und ich das liebe ich ja über alles, daher wollte ich es unbedingt mal ausprobieren. Was letztlich heraus kam erwies sich auch tatsächlich als eine neue und geschmacklich wirklich interessante Variante dieses beliebten Gerichts, wobei die Verwendung süßer Thai-Chilisauce sowie von etwas Sriracha für eine exotische und kräftige Schärfe sorgte. Eine sehr leckere Art mageres Schweinefleisch zu genießen wie ich fand, daher möchte ich es natürlich nicht versäumen das verwendete Rezept hier einmal in gewohnter Form vorzustellen.

Was benötigen wir also für 4-5 Portionen?

  • 1000g magerer Schweinegulasch
  • 2 Bund Frühlingszwiebeln
  • 2 Paprika (z.B. rot und gelb)
  • 120ml Thai Sweet Chili Sauce
  • einige Spritzer Sriracha-Sauce (optional)400ml Gemüsebrühe
  • 400g stückige Tomaten (1 Dose oder Tetra-Pack)
  • 1 Dose Kidneybohnen
  • 1 Esslöffel Mehl (Typ 405)
  • Salz & Pfeffer zu würzen
  • 2-3 Esslöffel Öl zum braten
  • Zu Beginn der Zubereitung steht natürlich wie üblich die Vorbereitung der einzelnen Zutaten. Waschen also die Frühlingszwiebeln, trocknen sie und schneiden sie in Stücke, wobei wir den weißen Bereich feiner und das Grün etwas grober zerkleinern. Außerdem waschen, entkernen und würfeln wir die Paprika,
    01 - Chop scallions / Frühlingszwiebeln zerkleinern 02 - Dice bell pepper / Paprika würfeln

    schneiden das Schweinefleisch in mundgerechte Stücke und lassen schließlich noch die Kidneybohnen in einem Sieb abtropfen.
    03 - Dice pork / Schweinefleisch würfeln 04 - Drain kidney beans / Kidneybohnen abtropfen lassen

    Anschließend erhitzen wir 1-2 Eslöffel Öl in unserer ofenfesten Schmorpfanne, geben die Paprikawürfel hinein
    05 - Heat oil in pan / Öl in Pfanne erhitzen 06 - Put bell pepper in pan / Paprika in Pfanne geben

    und dünsten sie für 2-3 Minuten an bis sie beginnen die Farbe zu ändern. Dann entnehmen wir sofort wieder und stellen sie erst einmal bei Seite.
    07 - Braise bell pepper / Paprika andünsten 08 - Put bell pepper aside / Paprika bei Seite stellen

    Nachdem wir die Hitzezufuhr für die verwendete Kochplatte auf eine leicht erhöhte Stufe geschaltet haben geben wir Portionsweise das gewürfelte Schweinefleisch in die Pfanne, etwa so viel dass alle Stücke permanenten Bodenkontakt haben, würzen alles mit etwas Salz sowie Pfeffer
    09 - Put diced pork in pan / Schweinegulasch in Pfanne geben 10 - Season pork with salt & pepper / Fleisch mit Salz & Pfeffer würzen

    und braten alles scharf an, wobei am Anfang etwas Flüssigkeit austreten wird. Wir braten alles bis sich diese Flüssigkeit komplett einreduziert hat
    11 - Sear pork / Schweinegulasch scharf anbraten 12 - Let fluids reduce / Flüssigkeit einkochen lassen

    und lassen dann einige Röstaromen entstehen indem wir dem Fleisch erlauben etwas zu bräunen – allerdings ohne dass es anbrennen darf. Dann entnehmen wir das Fleisch und stellen es bei Seite
    13 - Let pork roast / Röstaromen entstehen lassen 14 - Put pork aside / Schweinefleisch bei Seite stellen

    um anschließend das restliche Fleisch auf die selbe Weise anzubraten und es ebenfalls bei Seite zu stellen.
    15 - Put remaining pork in pan / Restliches Fleisch in Pfanne geben 16 - Sear remaining pork / Restliches Fleisch anbraten

    Jetzt ist auch ein guter Zeitpunkt mit dem Vorheizen des Ofens auf 175 Grad zu beginnen.

    Nach Reduzierung der Hitzezufuhr auf mittlere Stufe und der evtl. Zugabe von etwas mehr Öl geben wir dann die Frühlingszwiebeln in die Pfanne und dünsten sie für einige Minuten an, wobei wir versuchen sollten die Röstrückstände mit ihnen vom Pfannenboden zu lösen,
    17 - Put scallions in pan / Frühlingszwiebeln in Pfanne geben 18 - Braise scallions / Frühlingszwiebeln andünsten

    und geben dann das zuvor angebratene Fleisch wieder hinzu um es mit den Frühlingszwiebeln zu vermengen und wieder heiß werden zu lassen.
    19 - Put pork back in pan / Schweinefleisch zurück in Pfanne geben 20 - Mix & let get hot again / Verrühren & heiß werden lassen

    Den Pfanneninhalt bestäuben wir dann mit einem gehäuften Esslöffel Mehl, dünsten dies kurz mit an
    21 - Dredge with flour / Mit Mehl bestäuben 22 - Braise flour / Mehl mit andünsten

    und löschen es dann mit der Gemüsebrühe sowie der Chilisauce ab.
    23 - Deglaze with vegetable broth / Mit Gemüsebrühe ablöschen 24 - Add chili sauce / Chilisauce addieren

    Beides verrühren wir, geben die Tomaten hinzu,
    25 - Stir & bring to a boil / Verrühren & aufkochen lassen 26 - Add tomatoes / Tomaten hinzufügen

    addieren die abgetropften und abgespülten Kidneybohnen, heben diese unter und lassen alles kurz aufkochen
    27 - Add kidney beans / Kidneybohnen addieren 28 - Let simmer / Köcheln lassen

    wobei wir alles auch gleich mit ein wenig Salz und Pfeffer würzen.
    29 - Season with salt & pepper / Mit Salz Pfeffer würzen

    Dann legen wir den Deckel auf und schieben die Schmorpfanne eine Schiene unterhalb der Mitte in den Ofen um dort alles für 1 3/4 Stunden geschlossen schmoren zu lassen.
    30 - Stew closed in oven / Geschlossen im Ofen schmoren lassen

    Damit dabei nichts anbrennen kann sollte wir das Gericht alle 35-40 Minuten einmal gründlich umrühren, außerdem lassen wir alles die letzten 30 Minuten offen weiter garen damit sich die Sauce durch Verdunstung etwas eindicken kann.
    31 - Stir from time to time / Zwischendurch umrühren 32 - Bake without lid  in oven / Ohne Deckel im Ofen backen

    Nach den 1 3/4 Stunden entnehmen wir unsere Schmorpfanne, stelle sie auf eine auf niedrige Stufe eingestellte Kochplatte und geben die zuvor angedünsteten Paprika hinzu, die wir unterheben und heiß werden lassen. Das verhindert dass die Paprika im Ofen vollkommen zerkocht werden und sorgt dafür dass sie im fertigen Gericht noch etwas Biss haben.
    33 - Add bell pepper / Paprika hinzufügen 34 - Fold in & let get hot / Verrühren heiß werden lassen

    Außerdem können wir das Gericht noch einmal final mit Salz und Pfeffer abschmecken. Wer es besonders scharf mag kann außerdem auch noch etwas Sriracha-Sauce hinzufügen. 😉
    35 - Taste with seasonings / Mit Gewürzen abschmecken

    Anschließend können wir das fertige Gericht auch schon servieren und genießen. Als Sättigungsbeilage entschied ich mich dabei für Basmati-Reis, den ich noch als 2-Minuten-Mikrowellenreis vorrätig hatte, daher behandle ich dessen Zubereitung hier nicht näher.
    36 - Spicy chili pork stew - Served / Feuriger Chilitopf - Serviert

    Ganz wie beabsichtigt war das Schweinefleisch durch das sanfte Schmoren im Ofen wahrlich butterzart geworden und zerfiel beim Verzehr regelrecht auf der Zunge während die Paprika ganz wie beabsichtigt noch über etwas Biss verfügten. Hülsenfrüchte wie Bohnen sind ja glücklicherweise gegen zerkochen resistent, so dass auch durch sie noch etwas Biss ins Gericht kam. Das Ganze kam in einer fruchtigen und deutlich pikanten sowie angenehm dickflüssigen Sauce mit einem eindeutig asiatisch angehauchten Chiliaroma, welches aber erstaunlich gut zu den Bohnen, Paprika und Frühlingszwiebeln passte. Schöne Fusionsküche und dabei war die eigentlich Zubereitung angenehm simpel gewesen, allerdings brauchte das schmoren im Ofen eben etwas Zeit, weswegen ich heute erst sehr spät zu Abend gegessen habe. 🤷‍♂️
    Aber damit ist die mittägliche Versorgung für die nächsten Tage gesichert, auch wenn der Reis wohl nicht für vier Portionen reichen wird. Aber entweder ich koche mir noch welchen nach oder esse es mit Brot, Nudeln – bevorzugt Mie-Nudeln – oder irgend einer anderen Sättigungsbeilage. Obwohl es bestimmt auch ohne Beilage sehr lecker sein dürfte, aber ich mag es wenn ich die Sauce mit irgend etwas weiter binden kann. Bei Reis bietet es sich zum Beispiel an, diesen vor dem Verzehr einfach komplett mit dem Chilitopf zu vermischen, dann hat man eine schöne „Pampe“ die sich leicht zum Mund führen lässt.

    37 - Spicy chili pork stew - Side view / Feuriger Chilitopf - Seitenansicht

    38 - Spicy chili pork stew / Feuriger Chilitopf - CloseUp

    Guten Appetit

    Bacon Cheeseburger Pizza – das Kurzrezept

    Donnerstag, April 1st, 2021

    Als gebürtiger Hesse hätte ich heute am Gründonnerstag eigentlich eine Grüne Sauce mit Salzkartoffeln kochen sollen, aber die Zutaten sind, vor allem zu Corona-Zeiten, hier in Bayern schwer zu bekommen. Daher entschied ich mich für für ein Rezept, das schon länger auf meiner Wunschliste stand, vor dem ich aber wegen seinem hohen Grad an kulinarische Perversität lange zurückgeschreckt bin: Der Bacon Cheeseburger Pizza. Ich liebe nun mal Burger aller Art, was liegt also näher als ihm in Form einer speziellen Pizzavariation eine neue Form der Darreichung zu geben. 😉 Zuerst hatte ich zwar an eine Calzone gedacht, entschied mich dann letztlich doch für die klassische Blech-Pizza. Und das Ergebnis konnte sich tatsächlich schmecken lassen und erwies sich als würdiger Bruder der uramerikanischen Version der Bulettenbrötchens bzw. der Fleischpflanzerlsemmel. 😋 Von italienisch-amerikanischer Fusionsküche möchte ich hier aber nicht gleich sprechen, es war einfach ein nettes Koch- bzw. Backexperiment, dessen Ergebnis sich als überaus lecker erwies. Daher möchte ich es nicht versäumen das Rezept hier einmal kurz in gewohnter Form vorzustellen.

    Was benötigen wir also für 1 Blech (ca. 4 Portionen)?

  • 3-4 Streifen Frühstücksspeck (Bacon)
  • 350-400g Rinderhackfleisch
  • 4 Esslöffel Mayonaise
  • 4 Esslöffel Ketchup oder Pizzasauce
  • einige kräftige Spritzer Chilisauce (z.B. Sriracha)
  • 200g geriebener Käse
  • 1-2 Essiggürkchen
  • 1 kleine rote Zwiebel
  • 1 Rolle Pizzateig aus dem Kühlregal (400g)
  • Salz, Pfeffer und Paprika zum würzen
  • Beginnen wir damit den Frühstücksspeck knusprig anzubraten. Dazu setzen wir die kalte Pfanne auf den Herd, schalten die Kochplatte auf mittlere Stufe und legen die Speckstreifen ohne Zugabe mit einigem Abstand untereinander glatt hinein, um sie dann langsam in der heiß werdenden Pfanne unter gelegentlichem Wenden anzubraten.
    01 - Put bacon in pan / Bacon in Pfanne geben 02 - Fry bacon / Bacon anbraten

    Erfahrungsgemäß werden die innen liegenden Streifen schneller braun, daher ruhig zwischendurch mal die Positionen tauschen und langsam bräunen, bis sie schließlich die gewünschte Konsistenz und Knusprigkeit erreicht haben.
    03 - Brown bacon / Bacon bräunen 04 - Fry bacon crispy / Bacon knusprig anbraten

    Die fertigen Speckstreifen lassen wir dann auf einem Küchentuch abtropfen und stellen sie erst einmal bei Seite.
    05 - Drain bacon on kitchen paper / Bacon auf Küchentuch abtropfen lassen

    Nachdem wir das überschüssige Fett aus den Speckstreifen abgegossen oder ausgewischt haben, bröseln wir nun das Rinderhackfleisch in die noch heiße Pfanne,würzen es mit Salz, Pfeffer
    06 - Put ground beef in pan / Rinderhack in Pfanne geben 07 - Season ground beef with salt & pepper / Hackfleisch mit Salz & Pfeffer würzen

    sowie etwas Paprika – die Gewürzte kann natürlich jeder nach eigenem Gutdünken variieren – und braten es dabei krümelig an bis es durchgebraten ist und keine rosa Stellen mehr zu sehen sind.
    08 - Taste ground beef with paprika / Hackfleisch mit Paprika abschmecken 09 - Fry ground beef crumbly / Hackfleisch krümelig anbraten

    Das fertig gebratene Hackfleisch geben wir dann in ein Sieb und lassen es darin etwas abtropfen sowie abkühlen.
    10 - Drain ground beef / Hackfleisch abtropfen lassen

    Nun geben wir je 4 Esslöffel Mayonaise und Pizzasauce (oder Alternativ Ketchup – aber ich hatte noch Pizzasauce übrig) sowie einige Spritzer süß-scharfer Chilisauce (z.B Sriracha) in eine kleine Schüssel
    11 - Put mayonaise & pizza sauce in bowl / Mayonaise & Pizzasauce in Schale geben 12 - Add chili sauce / Chilisauce addieren

    und verrühren alles gründlich miteinander. Die so entstandene Cocktailsauce stellen wir dann erst mal wieder bei Seite.
    13 - Mix well / Gründlich verrühren

    Außerdem schneiden wir eine Essiggurke in Scheiben sowie eine geschälte kleine rote Zwiebel in Ringe.
    14 - Cut gherkin in slices / Essiggurke in Scheiben schneiden 15 - Cut onion in rings / Zwiebel in Ringe schneiden

    Während der Ofen dann auf 220 Grad vorheizt, rollen wir den Pizzateig auf ein Backblech aus, bestreichen ihn großzügig mit unserer zuvor hergestellten Cocktailsauce, verteilen das angebratene Hackfleisch darüber,
    16 - Spread sauce on pizza dough / Pizzateig mit Sauce bestreichen 17 - Add fried ground beef / Angebratenes Rinderhack aufstreuen

    bestreuen alles mit dem geriebenen Käse und garnieren es dann mit Zwiebelringen, Gurkenscheiben und dem zuvor zerbröselten Bacon.
    18 - Dredge with cheese / Käse aufstreuen 19 - Decorate with onion, gherkin & bacon / Mit Zwiebel, Gurke & Bacon dekorieren

    Das so bestückte Backblech schieben wir dann auf der mittleren Schiene für 15-20 Minuten in den vorgeheizten Ofen.
    20 - Bake in oven / Im Ofen backen

    Sobald der Käse zerlaufen und der Teig durchgebacken ist, können wir das Backblech auch schon wieder entnehmen, lassen es einige Minuten ruhen damit sich alles setzen kann
    21 - Bacon Cheeseburger Pizza -  Finished baking / Fertig gebacken

    und zerteilen ihn dann mit dem Pizzaroller oder einem Messer in vier gleich große Portionen, um unsere Bacon Cheesburger Pizza schließlich servieren und genießen zu können.
    22 - Bacon Cheeseburger Pizza - Served / Serviert
    Geschmacklich kam das Ergebnis tatsächlich recht nah an einen Bacon Cheeseburger, denn es kombinierte alle seine Komponenten zu einer ungewohnt neuen und dennoch sehr leckeren kulinarischen Erfahrung. Alles steht und fällt dabei jedoch mit der gelungenen Würzung des Rinderhackfleischs, das die wohl mächtigste Zutat der ganzen Pizza darstellt. Ich hatte leider etwas mehr gebraten als im hiesigen Rezept angegeben, doch das hatte sich als deutlich zu viel erwiesen – daher habe ich die Menge hier entsprechend angepasst. Aber auch Cocktailsauce, Käse, Zwiebelringe, Gurkenscheiben und zuletzt auch der knusprig angebratene Speck tragen ihr Scherflein dazu bei, um diese mächtige und sehr sättigende Pizzakreation zum Erfolg zu führen. Definitiv kein leichter Genuss, aber das kann man von einer Cheeseburger-Pizza wohl auch kaum erwarten. 😉

    23 - Bacon Cheeseburger Pizza - Side view / Seitenansicht

    Guten Appetit

    Für PInterest:
    Bacon Cheeseburger Pizza

    Chicken Sweet Chili Wrap [29.06.2019]

    Samstag, Juni 29th, 2019
    Chicken Sweet Chili Wrap

    Ich brauche glaube nicht mehr zu erwähnen, dass es auch am heutigen Samstag deutlich zu heiß zum kochen war. Daher hatte ich mich bei meiner Einkaufstour am noch einigermaßen erträglichen Morgen mit etwas dem aktuellen Wetter angepassten eingedeckt: Einem Chicken Sweet Chili Wrap der Firma City Farming, einem Produkt das ich in diesem Beitrag schon einmal vorgestellt hatte. Mit seiner Füllung aus Hähnchenbrust, Endievensalat, Paprika, Maiskörnern und viel süßer, cremiger Chilisauce erwies sich der Weizentortilla-Wrap als eine angenehm leichte Mahlzeit. Das einzige was mich störte war die Plastik-Umverpackung, die absolut nicht mehr Zeitgemäß ist – aber es fehlen leider auch noch die richtigen Alternativen. Gut, ich hätte mir die Zutaten einzeln kaufen und mir selbst einen Wrap machen können, aber da hatte ich bei Temperaturen um die 40 Grad auch wenig Lust zu. 😉

    Farm Wrap Chicken Sweet Chili [07.12.2018]

    Freitag, Dezember 7th, 2018
    Farm Wrap Chicken Sweet Chili

    Heute gönnte ich mir mal wieder ausnahmsweise ein kleines Frühstück, allerdings nicht so eine schweres Leberkäs-Semmel, sondern einen Tortilla Wrap mit einer Chicken Sweet Chili Füllung (Link), hergestellt von der Firma City Farming und erworben in einem nahen Rewe-Supermarkt. Das Produkt besteht aus zwei Wraps zu je 100g, gefüllt mit saftigem Hähnchenfleisch, Maiskörnern, Endivchensalat und Paprika in einer süßen, cremigen und leicht pikanten Chilisauce. Und auch wenn es nicht ganz so mächtig aussieht wie so eine Brötchen mit Leberkäse, ist so ein Wrap mit 255kcal pro 100g doch nicht ganz so leicht wie ich ursprünglich dachte. Eine Semmel hat im Vergleich auch nur 248kcal pro 100g, ist aber natürlich etwas schwerer als nur die 200g, die bei den beiden Wraps erreicht werden. Aber wie dem auch seit, mir haben die Wraps gut geschmeckt und ich habe mit Sicherheit nicht zum letzten Mal bei einem solchen Zugegriffen. Mal sehen was für Produktvariationen noch meinen Geschmack treffen – vor allem der Wrap „Chicken Kale“ mit Grünkohl klingt sehr interessant, aber auch mit Curry-Chicken könnte ich mich anfreunden. Mal schauen wofür ich mich beim nächsten Mal entscheide.

    Truthahnspitzen in Chilisugo mit chinesischen Glasnudeln [12.06.2015]

    Freitag, Juni 12th, 2015

    Heute brauchte ich nicht lange zu überlegen bei welchem Gericht ich zugreifen sollte, denn mit Truthahnspitzen in Chilisugo mit chinesischen Glasnudeln stand im Bereich Vitality ein Angebot auf der Speisekarte, das genau nach meinem Geschmack war und außerdem auch sehr verlockend aussah. Das einzige Angebot, das mich zumindest einen kurzem Moment darüber nachdenken ließ, von dieser Entscheidung abzuweichen waren die Wildlachswürfel in Weißwein-Spinatsauce auf Tagliatelle mit Parmesan im Bereich Globetrotter. Der Gefüllte Germknödel mit Vanillesauce im Abschnitt Tradition der Region und die Speisen an der Asia-Thai-Theke wie Gebackene Ananas und Banane oder San Sei Chop Suey – Verschiedene Fleischsorten mit Gemüs ein Spezial-Sauce kamen nicht in die nähere Auswahl. Zu den Truthahnspitzen gesellte sich noch eine kleine Schüssel selbst zusammengestellten Salats von der Salattheke und ein kleiner Becher Blutorangen-Creme aus dem heutigen Dessert-Angebot.

    Turkey in chili sugo with chinese glas noodles / Truthahnspitzen in Chilisugo mit chinesischen Glasnudeln

    Vor dem Verzehr vermischte ich natürlich erst einmal die Glasnudeln und durfte schon einmal feststellen, dass die Mengen beider Komponenten gut aufeinander abgewogen waren. Die zahlreichen Geflügestreifen erwiesen sich als sowohl zart als auch saftig und harmonierten geschmacklich wunderbar mit dem leicht scharfen und fruchtigen Chilisugo, in dem sich auch einiges an Gemüse wie Möhren, Zuckerschoten, Tomatenstücke und Spargel fanden. Die Portion hätte zwar gerne noch etwas größer sein können, aber zum Glück hatte ich ja noch den mit italienischem Dressing garnierten Salat aus roter Beete, Kidneybohnen, Mais und Selleriestreifen. An Hauptgericht und Salat gab es also nichts auszusetzen. Doch leider ließ das Dessert heute etwas zu wünschen übrig, denn es fehlte ihn heute etwas an Fruchtigkeit und war von seiner Konsistenz her auch nicht ganz fest geworden und noch leicht flüssig. Da kann ich trotz der ausgefeilten Garnitur aus Sahne, Schokosauce, Erdbeere, Pinienkerne und Schokoblättchen leider keine volle Punktzahl geben. Dennoch insgesamt eine gute Wahl, ein Hauptgericht wie die Truthahnspitzen in Chilisugo gibt es nicht alle Tage.
    Und auch die anderen Gäste schienen meine Meinung zu teilen, denn obwohl ich eigentlich den Wildlachs in Weißwein-Spinatsauce als Favorit angesehen hatte, sah ich die Truthahnspitzen deutlich häufiger auf den Tabletts der anderen Gäste, womit diesem Gericht eindeutig Platz eins auf der heutigen Allgemeinen Beliebtheitsskala gebührt. Die Nudeln mit Wildlachs folgten auf dem zweiten Platz, den dritten Platz belegten die Asia-Gerichte und auf Platz vier folgte schließlich der Germknödel.

    Mein Abschlußurteil:
    Truthahnspitzen in Chilisugo: ++
    Chinesische Glasnudeln: ++
    Salat: ++
    Blutorangen-Creme: +

    Gebratene Mie-Nudeln mit Gemüse, Schweinelende & Garnelen [01.08.2014]

    Freitag, August 1st, 2014

    Neben der für Freitag üblichen Fisch-Kartoffelsalt-Kombination, heute mal Gebackene Scholle mit Zitronenecke, Remoulade und Kartoffel-Gurkensalat, die heute in der Sektion Globetrotter angeboten wurde, bot unser Betriebsrestaurant noch Gebratene Mie-Nudeln mit Gemüsen, Schweinelende und Garnelen im Bereich Vitality, 3 Stück American Pancake mit Ahornsyrup und Waldbeerenkompott im Abschnitt Tradition der Region und schließlich Gebackene Ananas und Banane sowie San Sei Chop Suey – Verschiedene Fleischsorten mit Gemüse in Spezial-Sauce an der Asia-Thai-Theke. Da brauchte ich natürlich nicht lange zu überlegen bevor ich bei den Mie-Nudeln zuschlug, denn aus meiner Sicht war das einfach das verlockenste der heutigen Angebote und mit 509kcal pro Portion auch noch einigermaßen Leicht. Da konnte ich mir natürlich auch noch ein Becherchen Erdbeercreme aus dem heutigen Dessert-Angebot leisten.

    Gebratene Mie-Nudeln mit Gemüse, Schweinelende & Garnelen / Fried mie noodles with vegetables, pork & shrimps

    Laut meiner Recherche war ein ähnliches Gericht das letzte Mal Ende des 3. Qurtals 2009 hier im Restaurant angeboten (und von mir verspeist) worden, jedoch hatte die heutige Version außer dem Namen und vielleicht der Nudelsorte wenig damit gleich. Was mir als erstes auffiel, war natürlich dass es sich bei den beiden Fleischstücken, die man mir auf den Teller getan hatte keinesfalls um Lende, also Filet, handelte. Mit seiner Mischung aus fetteren und magereren Schichten war es vielleicht eine Art Bauchfleisch-Scheibe oder ähnliches. Schade eigentlich, aber geschmeckt hat auch dieses Fleisch, auch wenn es natürlich weniger hochwertig war. Und Garnelen fand ich gerade mal 2 Stück zwischen der Mischung aus gelb gefärbten Mie-Nudeln, Möhren und Zuckererbsen-Schoten. Garniert hatte man das Ganze mit einer süßen, ein klein wenig scharfen, warmen Chilisauce, welche mich stark an jene Sauce erinnerte, mit denen ich an der Asia-Theke meist meinen Reis garniere. Insgesamt eine zwar kreative, wenn auch nicht Ganz der eigentlichen Beschreibung entsprechende Zusammenstellung. Hat zwar ganz gut geschmeckt, aber volle Punktzahl kann ich da natürlich nicht geben. An der schaumigen Erdbeercreme, eigentlich eher ein Erdbeer-Mousse, gab es wiederum nichts auszusetzen. Insgesamt war ich aber zufrieden mit meiner Wahl, denn immerhin war es mal was anderes.
    Heute war es natürlich wieder mal die Scholle mit Kartoffel-Gurkensalat, die sich mit klarem Vorsprung vor den anderen Gerichten den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern konnte. Auf Platz zwei folgten die Asia-Gerichte und mit nur kleinem Abstand konnte sich das Mie-Nudeln-Gericht dahinter den dritten Platz sichern. Die Pancakes landeten schließlich auf einem guten, aber dennoch vierten Platz.

    Mein Abschlußurteil:
    Mie-Nudeln mit Gemüse, Fleisch & Garneken: +
    Erdbeer-Mousse: ++

    Fliegender Jakob – reloaded

    Sonntag, Juni 8th, 2014

    Heute habe ich mal den Fliegenden Jakob, dessen Rezept ich ja vor kurzem schon einmal hier ausführlich vorgestellt habe, für ein größeres Publikum zubereitet.

    Flygande jacob / Fiiegender Jakob

    Erfreulicherweise traf es den Geschmack von allen, auch wenn der eine gerne auf Bananen, der andere auf die Erdnüsse verzichtet hätte. Aber in der Summe hat es sich doch gelohnt, die Auflaufform mit fast der doppelten Menge meines ursprünglichen Rezepts ist fast leer geworden und es wurde mehrfach noch Nachschlag genommen. Und das trotz eines wirklich heißen, etwas schwülen Sommertages mit Temperaturen über 30 Grad. Das nenne ich doch einen Erfolg – mich freut es immer wenn ich mit einem meiner etwas exotischeren Gerichte den Allgemeingeschmack treffen kann.