Abgebräunter Leberkäs mit Spiegelei, Bratensauce & Röstkartoffeln [02.07.2018]

Diese Woche fanden sich, nach den Australischen Spezialitäten in den vergangenen fünf Werktagen, wieder nurStandard-Gerichte auf der Speisekarte unseres Betriebsrestaurants. An der Asia-Wok-Theke lockte man mit Gebackene
Frühlingsrollen
, Asiatischen Hähnchenkeulen mit Gemüse oder Gebratenes Schweinefleisch mit asiatischem Gemüse in Austernsauce, während die reguläre, westlich orientierte Küche im Abschnitt Vitality Curryreis mit ZucchiniKarottenragout, bei Tradition der Region einen Abgebräunten Leberkäs mit Spiegelei und Bratensauce, dazu Röstkartoffeln sowie bei Globetrotter Gebratene Hähnchenbrust “Picatta Milanese” mit Tomatensugo und Butternudeln anbot. Die Asiatischen Hähnchenkeulen klangen schon mal nicht schlecht und sahen auch recht verlockend aus, aber wenn Leberkäse und dann auch noch mit Spiegelei auf der Speisekarte steht, gibt es für mich kein Halten mehr. Ich liebe nun mal Leberkäse. Leider schien aktuell irgend ein Seminar bei uns stattzufinden, denn der Speiseraum erwies sich als Übervoll und es hatten sich vor allen drei Theken sowie an drei Kassen bereits mehr oder weniger lange Schlangen gebildet. Aber da mussten wir eben durch. Als ich endlich den Leberkäse auf dem Tablett hatte, entschied ich mich noch dazu ihn mit etwas Mischgemüse von der Gemüsetheke zu ergänzen. So ausgestattet machten wir uns auf die Suche nach einem freien Tisch, die jedoch erfolglos blieb, so dass wir letztlich an einem mit nur einer Person besetzten Tisch, natürlich nach Rückfrage, Platz nahmen und beginne konnten unsere Speisen zu verzehren.

Browned bavarian meat loaf with fried egg, gravy & roast potatoes / Abgebräunter Leberkäs mit Spiegelei, Bratensauce & Röstkartoffeln

Die Röstkartoffeln waren dieses Mal durchgehend fest und knackig, aber durchgekocht, aber leider fehlte bei ihnen etwas Salz, was sich aber mit dem am Tisch bereit stehenden Salzstreuer leicht beheben ließ. Das Highlight war aber die (männer-)daumendicke, angebratene Leberkäsescheibe, die zwar nur noch lauwarm war was ihren guten Geschmack aber zum Glück nicht minderte. Kombiniert mit dem Spiegelei, insbesondere dem noch flüssigen Eigelb, und der würzigen und dickflüssigen Bratensauce ein wahrer Genuss. Und auch die Gemüsemischung aus Erbsen, Möhren, Blumenkohl, grünen Bohnen und etwas Kohlrabi erwies sich als gute Wahl, denn das Gemüse war noch ausreichend heiß und weder zerkocht noch matschig. Definitiv keine leichte Kost, aber immer wieder lecker.
Der Kampf um den ersten Platz fand heute zwischen Leberkäse und Hähnchenbrust statt und es fiel mir wirklich schwer einen klaren Favoriten auszumachen. Aber unter Berücksichtigung der Teller auf den Tabletts in den Rückgabewagen, die etwas mehr Reste von Tomatensauce aufzeigten, billige ich dem Picatta Milanese diesen Platz zu. Somit landete der Leberkäse auf einem guten zweiten Platz, gefolgt von den Asia-Gerichten auf Platz drei und den mexikanischen Chili-Linsen schließlich auf dem vierten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Leberkäse: ++
Spiegelei: ++
Bratensauce: ++
Röstkartoffeln: ++
Mischgemüse: ++

Fleischpflanzerl mit Pfefferrahmsauce & Röstkartoffeln [28.11.2016]

Das Pikante Kichererbsencurry mit Reis aus dem Abschnitt Vitality der heutigen Speisekarte unseres Betriebsrestaurants sah wirklich sehr lecker aus. Doch mir lag der Appetit nach Fleisch, daher sah ich mich erst einmal weiter um. Doch das Paprikagulasch mit Butternudeln bei Globetrotter sprach mich nicht so an und auch das Zusatzangebot in Form eines Koteletts mit Kartoffelsalat schien mir auch nicht so das richtige. Ebenso wenig hatte ich auf Poh Piard Thord – Knusprige Frühlingsröllchen oder Curry Kai – Putenfleisch gebraten mit gelben Thaicurry und verschiedenem Gemüse große Lust. Daher fiel meine Wahl schließlich auf das Fleischpflanzerl mit Pfefferrahmsauce und Röstkartoffeln bei Tradition der Region. Dazu gesellte sich noch ein Schälchen Mischgemüse aus dem heutigen Angebot der Gemüsetheke.

Meatball with pepper cream sauce & roast potatoes / Fleischpflanzerl mit Pfefferrahmsauce & Röstkartoffeln

Das Fleischpflanzerl sah im ersten Moment etwas dunkel aus, aber unter der dünnen, kräftig angebratenen Außengülle fand sich schön lockerer und gut gewürzter Hackfleischteig, dem ich meinte anzumerken dass es sich hier nicht um vorgefertigte Industrieware, sondern wahrscheinlich hausgemachte Frikadelle handelte. Dazu passte gut die pikante Sauce, die mit einigen grünen Pfefferkörnern versetzt war. Und auch an den angerösteten Salzkartoffeln als Sättigungsbeilage gab es nichts auszusetzen. Die Gemüsemischung mit Möhren, Erbsen, gewürfelter Kohlrabi und grünen Bohnen, die trotz ihrer Herkunft von der Gemüse- sprich Warmhaltetheke angenehm frisch und knackig waren, rundete das Gericht schließlich sehr gelungen ab. Ich war überaus zufrieden mit meiner Wahl.
Und auch bei den anderen Gästen lag das Fleischpflanzerl heute mit klarem Vorsprung vor den anderen Angeboten am höchsten in der Gunst und konnte sich somit den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern. Auf dem zweiten Platz sah ich das Kichererbsencurry, die knapp vor den Asia-Gerichten auf Platz drei lagen. Den vierten Platz schließlich teilten sich das Kotelett mit Kartoffelsalat und der Paprikagulsch mit Butternudeln – hier konnte ich keinen klaren Favoriten ausmachen.

Mein Abschlußurteil:
Fleischpflanzerl: ++
Pfefferrahmsauce: ++
Röstkartoffeln: ++
Mischgemüse: ++

Hausgemachtes Fleischpflanzerl mit Bratensauce & Röstkartoffeln [20.03.2016]

Die Speisekarte des heutigen Tages bot mal wieder wenig interessantes und wirkliche Alternativen. Da ich gestern bereits Reis als Beilage gehabt hatte und mir heute der Geschmack nach einer anderen Sättigungsbeilage stand, fielen sowohl die Gerichte wie Mexikanische Chili-Linsen mit Reis bei Vitaliy als auch das Gebratene Putensteak in Kräuterrahmsauce und Reis bei Globetrotter und die Asia-Gerichte wie Ko Lo Zai – Gebratenes Gemüse in süß-saurer Sauce mit Ananas nach Peking-Art oder Nua Pad Pram Hoi – Rindfleisch mit Broccoli und Karotten in Austernsauce, die ebenfalls mit Reis serviert wurden, für mich aus. Blieb nur noch die Hausgemachtes Fleischpflanzerl mit Bratensauce und Röstkartoffeln bei Tradition der Region, wobei man aber Alternativ zum Fleischpflanzerl auch Schweinerückenbraten mit Bratensauce und Röstkartoffeln an der selben Theke bekommen konnte – wohl Reste von gestern. Ich blieb aber beim Fleischpflanzerl, das ich mir noch mit etwas Rahmkohlrabi von der Gemüsetheke und einem Becherchen Schoko-Vanillecreme aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Homemade meatball with gravy & roast potatoes / Hausgemachtes Fleischpflanzerl mit Bratensauce & Röstkartoffeln

Die Röstkartoffeln waren heute leider größtenteils recht matschig geraten, auch wenn sie geschmacklich ansonsten absolut in Ordnung waren. Dennoch kann ich hier leider keine volle Punktzahl geben. Das Fleischpflanzel selbst erschien wiederum recht dunkel, war aber glücklicherweise nicht angebrannt und wartete mit einem wunderbar lockeren und pikant gewürzten Inneren auf.

Meatball - lateral cut / Fleischpflanzerl - Querschnitt

Gemeinsam mit der kräftig-würzigen Bratensauce ein einfaches, aber sehr gelungenes Hauptgericht, dem eigentlich nur das Gemüse fehlte. Doch diesem kleinen Manko hatte ich ja glücklicherweise mit der kleinen Schüssel Rahmkohlrabi abgeholfen, bei der ich allerdings den Verdachte hegte, dass man die Kräutersauce vom gestrigen Fischgericht hier zweitverwendet hatte. Hier passte sie aber sogar sehr gut, da sie mit ihrem eher leichten Eigenaroma den Geschmack der knackigen Kohlrabistreifen nicht überdeckte. Das Dessert mit seiner sahnig-lockeren Cremezubereitung erwies sich wiederum als etwas durchwachsen, denn die Schicht Schokocreme besaß ausreichend Aroma, während ich mir dieses bei der Vanillecreme ein wenig kräftiger gewünscht hätte. Trotz seiner kleinen Macken war alles zusammen aber dennoch ein guter Mittagsmahl.
Und auch bei der Allgemeinheit der Gäste fand das Fleischpflanzerl respektive der Rückenbraten heute den größten Zuspruch und konnte sich somit den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern. Dabei sah ich aber eindeutig mehr Fleischpflanzerl als Bratenstücke. Auf Platz zwei folgten die Asia-Gerichte, die aber nur einen knappen Vorsprung vor dem somit drittplatziertem Putensteak aufzeigten. Die Chili-Linsen sah ich auch hier und da auf den Tabletts, aber für mehr als den vierten Platz reichte es nicht – wie so häufig bei vegetarischen Angeboten.

Mein Abschlußurteil:
Fleischpflanzerl: ++
Bratensauce: ++
Röstkartoffeln: +
Rahmkohlrabi: ++
Schoko-Vanillecreme: +

Schweinesteak mit Sauce Hollandaise & Kroketten [16.11.2015]

Heute fand sich mal wieder nichts wirklich aufregendes auf der Speisekarte unseres Betriebsrestaurants. Die Gebackenen Polentaschnitten mit Ratatouillgemüse bei Vitality waren in der Vergangenheit dort wohl ebenso häufig zu finden gewesen wie die Spaghetti Carbonara mit Parmesan bei Globetrotter oder die Asia-Thai-Gerichte wie Knusprige Frühlingsrollen. Einzig die etwas ungewöhnliche Kombination Schweinesteak mit Sauce Hollandaise und Kroketten bei Tradition der Region stach zumindest etwas aus der grauen Masse der Gerichte hervor, daher entschied ich mich hier zuzugreifen. Dazu gesellte sich noch ein selbst zusammengestellter Salat von der Salattheke und ein kleiner Becher Kokoscreme aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Pork steak with sauce hollandaise & croquettes / Schweinesteak mit Sauce Hollandaise & Kroketten

Die riesige Portion Sauce Hollandaise, in der man das angenehm große und einigermaßen magere Stück Schweinesteak regelrecht ertränkt hatte, war zwar mit Sicherheit ein Fertigprodukt und keine hausgemachte Sauce, aber sie passte entgegen meiner vorherigen Befürchtungen doch recht gut zu dem Schweinefleisch und den heißen, knusprigen und dieses Mal auch stabilen Kroketten. Aber ohne Gemüse hätte etwas gefehlt, daher war ich froh dass ich mir die kleine Schale Salat aus Streifen von roter Beete und Kohlrabi, Kidneybohnen und gelben Stangenbohnen mit einem würzigen French Dressing mit auf das Tablette gestellt hatte. Und auch am schaumigen Dessert mit Kokosaroma gab es heute mal nichts auszusetzen. Mit Sicherheit kein leichter Genuss, aber ich war zufrieden mit meiner Wahl.
Und auch bei den anderen Gästen lag das Schweinesteak heute mit kleinem, aber dennoch klar erkennbaren Vorsprung vor den anderen Angeboten am höchsten in der Gunst und konnte sich so den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala des Tages sichern. Auf Platz zwei folgten die Spaghetti Carbonara, die sich aber nur einen hauchdünnen Vorsprung vor den Asia-Gerichten auf Platz drei herausarbeiten konnten. Auf Platz vier folgten schließlich die Polentaschnitten.

Mein Abschlußurteil:
Schweinesteak: ++
Sauce Hollandaise: ++
Kroketten: ++
Salat: ++
Kokoscreme: ++

Geschnetzeltes vom Wild mit Pilzen & Kroketten [12.11.2015]

Heute überlegte ich zwar etwas länger ob ich nicht einmal bei den Gerichten der Wild-Woche aussetzen und bei den den Angeboten der regulären Küche zugreifen sollte. Vor allem der Schaschlikspieß von der Pute mit BBQ-Sauce und Pommes Frites bei Tradition der Region oder dem Schweinekotelette mit Preiselbeeren und Kartoffel-Gurkensalat bei Globetrotter erweckten mein Interesse, während mich die Spaghetti “Pesto Genovese” mit Parmesan bei Vitality und die Asia-Gerichte wie Taohoo Tod – Tofu gebacken mit Bratgemüse in Koriandersauce oder Gung Pao Kai – Putenfleisch gebraten mit Knoblauch, Chili und Gemüse nicht sonderlich reizten. Denn das Geschnetzelte vom Wild mit Pilzen und Kroketten erschien mir ein wenig, als hätte man hier einfach die Reste der Gerichte der drei vorherigen Tage in einem neuen Gericht verarbeitet hatte. Dennoch schloss ich mich dann doch der Mehrheit meiner Kollegen an und griff auch am heutigen Donnerstag – zum vierten Mal in dieser Woche – zum Wildgericht. Dazu gesellte sich noch eine kleine Schale selbst zusammengestellter Salat von der Salattheke.

Venison chop with mushrooms & croquettes / Geschnetzeltes vom Wild mit Pilzen & Kroketten

Tatsächlich schien man hier Stücke von Wildschwein, Hirsch und Fasan in einer dunklen, angenehm würzigen und dickflüssigen Sauce zu einem einfachen, aber überaus leckeren Gericht kombiniert. Die Pilze waren dabei sowohl in der hellen Sauce, mit der man das Gericht garniert hatte als auch in der dunklen Sauce selbst. Dass es sich hier eventuell um Reste von den Vortagen gehandelt haben könnte, merkte man dem Gericht meiner Meinung nach nicht an. Bei den Kroketten musste ich jedoch feststellen, dass sie heute sehr brüchig waren und beim Anstechen mit der Gabel schon stark zerbröselten, was den Genuss etwas erschwerte. Geschmacklich waren sie zwar in Ordnung, aber volle Punktzahl kann ich da nicht geben. Am Salat aus Möhren- und Kohlrabistreifen, Kidneybohnen und gelben Stangenbohnen mit ihrem Joghurt-Kräuter-Dressing gab es aber wiederum nichts auszusetzen und erwies sich als wunderbare Ergänzung zum Wildgericht.
Da ich heute deutlich später als sonst zum Mittagessen gekommnen bin, war der große Ansturm in unserem Betriebsrestaurant bereits vorbei, was das Erstellen einer repräsentativen Allgemeinen Beliebtheitsskala etwas schwerer als sonst. Dennoch bin ich der Meinung, dass sich auch heute wieder das Wildgericht durchsetzen konnte und mit knappen Vorsprung Platz eins für sich erobern konnte. Aber der zweitplatzierte Schaschlikspieß mit Pommes Frites war ihm sehr eng auf den Fersen und auch das Kotelette mit Kartoffel-Gurkensalat auf Platz drei war gern genommen worden. Und auch die Asia-Gerichte auf dem vierten Platz sowie die Spaghetti Pesto Genovese auf Platz fünf hatten ihre Freunde gefunden.

Mein Abschlußurteil:
Wild-Geschnetzeltes: ++
Kroketten: +
Salat-Mix mit Joghurtdressing: ++