Kartoffel-Zucchini-Moussaka mit Feta – das Rezept
19.05.2013 22:03 kulinarisches, lunchtimeUnkommentiert
Heute wollte ich mich mal an ein Gericht heranwagen, das in verschiedenen Variationen im kompletten Balkanraum, Griechenland und der Türkei bis nach Arabien in verschiedenen Variationen bekannt ist: Das Moussaka. Nachdem ich zahllose Rezepte gelesen und geprüft hatte, entschied ich mich schließlich eine Kombination aus einigen dieser Rezepte zu versuchen und entschied mich – da ich kein allzu großer Fan von Auberginen bin – für eine Variante aus Kartoffeln und Zucchini, die ich mit ein wenig Feta kombinierte. Die Zubereitung war zwar etwas aufwändiger, aber die Mühe lohnte sich alle Mal, denn das Ergebnis war ein unglaublich leckeres Moussaka, wie ich es soweit ich mich entsinne noch nie zuvor gekostet hatte. Daher möchte ich es natürlich nicht versäumen, das so entstandene Rezept in diesem Beitrag einmal in gewohnter Form vorzustellen.
Was brauch man also für 4-5 Portionen?
900g Kartoffeln – festkochende Sorte

750 – 800g Zucchini (grün und/oder gelb)

1 Dose gehackte Tomaten (400g)

50 – 60g Streukäse nach Wahl (z.B. Emmentaler)

Außerdem benötigen wir Salz, Pfeffer und edelsüßes Paprika zum würzen,
etwas Olivenöl zum braten und backen
sowie etwas Butter zum ausfetten der Auflaufform
Wir beginnen nun damit, den Ofen auf 225 Grad vorzuheizen, die Kartoffeln zu schälen

und in gleichmässig große Scheiben zu schneiden. Damit die Scheiben nicht braun werden, legen wir sie in eine Schale mit kaltem Wasser.

und schneiden sie ebenfalls in Scheiben.

Die so entstandenen Scheiben legen wir auf etwas Küchenpapier aus und bestreuen sie mit etwas Salz, um sie ein wenig zu entwässern.

Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen wir nun die vorher abgetrockneten Kartoffelscheiben und bestreichen sie mit etwas Olivenöl

um sie dann für 10 bis 12 Minuten auf der mittleren Schiene des Ofens vorzubacken.

Nach etwa acht bis zehn Minuten wenden wir die Zucchini und salzen sie auch von der anderen Seite, um sie weitere acht bis zehn Minuten ruhen zu lassen.

Außerdem schälen und würfeln wie die Zwiebel

und schälen und hacken die Knoblauchzehen.

Dann ist es auch schon an der Zeit, das Backblech zu entnehmen und die Kartoffelscheiben bis zur Verwendung bei Seite zu stellen. Den Ofen können wir erst einmal wieder ausschalten.

In einer Pfanne erhitzen wir nun zwei Esslöffel Olivenöl

und braten die Zucchinischeiben darin scharf an, wobei wir sie noch einmal mit etwas Pfeffer würzen.

Die angebratenen Zucchinischeiben legen wir ebenfalls bei Seite.

Unter Zugabe von einem zusätzlichen Esslöffel Olivenöl dünsten wir dann in der selben Pfanne zuerst die Zwiebeln und dann das Knoblauch an,

Ist beides glasig angedünstet, geben wir auch das Hackfleisch mit in die Pfanne, um es krümelig anzubraten

und dabei mit Salz und Pfeffer

sowie einer kräftigen Menge edelsüßen Paprikapulvers zu würzen.

Sobald das Hackfleisch gut durchgebraten ist, geben wir auch die beiden Esslöffel Tomatenmark mit hinzu,

verrühren es mit dem Hackfleisch und rösten es für zwei bis drei Minuten mit an.

Dann löschen wir alles mit der Dose gehackter Tomaten ab

und lassen es kurz aufkochen und weitere sieben bis acht Minuten vor sich hin köcheln, wobei wir es noch einmal mit den Gewürzen geschmacklich abstimmen

und schließlich noch den halben Teelöffel Zimt einrühren. Danach schalten wir die Kochplatte ab.

Wenden wir uns nun dem Guss zu. Dazu waschen wir das Schnittlauch

Dann schlagen wir die drei Eier in eine Schüssel,

Nun verrühren wir alles gut miteinander – sollte das Mehl etwas klumpen, kann der Mixeraufsatz eines Pürierstabs Abhilfe schaffen –
würzen es gut mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss,

und streuen die Hälfte des Schnittlauchs hinein.

Nachdem wir dann den Backofen erneut auf 200 Grad vorgeheizt und die Auflaufform mit etwas Butter oder Öl ausgefettet haben,

legen wir den Boden mit den vorgebackenen Kartoffelscheiben aus

und bedecken diese dünn mit der Hackfleisch-Tomaten-Masse.

Auf die Hackfleischmasse bröseln wir dann die Hälfte des Feta

und legen eine Schicht aus den angebratenen Zucchini ein

und bedecken diese wiederum mit dem Rest der Hackfleisch-Tomatenmasse,

auf die wir den verbleibende Feta auftragen.

Es folgt eine weitere Schicht Zuchinischeiben

sowie eine Schicht Kartoffelscheiben,

die wir dann mit er Ei-Milch-Mischung übergießen

und mit dem geriebenen Käse bestreuen.

Inzwischen sollte auch der Ofen die gewünschte Temperatur erreicht haben, so dass wir die Auflaufform auf der zweiten Schiene von unten hinein schieben können und für ca. 35 bis 40 Minuten überbacken.

Sobald der Oberfläche dann den gewünschten Bräunungsgrad erreicht hat, können wir sie wieder entnehmen und lassen sie für fünf Minuten ruhen

bevor wir das Moussaka dann zerteilen und mit dem Rest des frischen Schnittlauch garniert servieren.

Alleine die Hackfleisch-Tomaten-Masse mit ihrer wirklich gelungenen Gewürz-Mischung aus Oregano und Zimt fand ich schon sehr gelungen. Aber in Kombination mit den leicht angebackenen Kartoffeln, dem Feta und den gebratenen Zucchinischeiben ergab sich ein geschmacklich wirklich vorzügliches Moussaka. Ich hatte ja befürchtet, dass durch den Feta das Ganze etwas zu salzig wird, aber das wurde glücklicherweise schon nach den ersten Bissen entkräftet. Ein durchweg gelungenes Gericht, dass den Mehraufwand bei der Zubereitung absolut wert war.
Dass es sich hier um kein leichtes Gericht handelte, war mir natürlich von Anfang an klar gewesen. Und das bestätigte sich, als ich die Kalorienwerte im Anschluß berechnete. So komme ich auf 3100kcal für die ganze Auflaufform. Bei vier Portionen kommen wir so auf 775kcal pro Portion, bei einer Aufteilung auf fünf Portionen wären es noch 620kcal. Aber solche Werte nehme ich da gerne mal in Kauf, wenn das Ergebnis so lecker wie dieses ist.
Guten Appetit

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Nudelauflauf mit Wurst, Schinken und Ei [10.05.2013]
10.05.2013 19:15 kulinarisches, lunchtime5 Kommentare
Heute entschieden wir uns, zum Mittag einen Nudelauflauf mit Wurst, Schinken und Ei zuzubereiten. Das Gericht entspricht weitgehend dem bereits hier vorgestellten Rezept – nur dass wir hier den Feta wegließen.
Als Fleischbeilage eignet sich bei diesem Rezept glücklicherweise vieles, was die Wurst- und Aufschnitt-Theke so hergibt. Klassiker sind Jagdwurst und Kochschinken, aber auch Leberkäse, geräucherter Schinken und sogar Kochwurst schmecken wunderbar dazu. Aber man sollte je nach verwendeter Wurst natürlich die Würzung der Ei-Milch-Masse etwas anpassen.
Ein sehr einfaches und schnell zuzubereitendes, aber immer wieder überaus leckeres Gericht. Ich muss mir bei Gelegenheit aber mal ausprobieren, ab man es eventuell noch mit etwas Gemüse aufwerten kann. Vielleicht noch etwas Broccoli dazu oder ein paar Erbsen und Möhren rein. Mal schauen, was mir da noch so einfällt.

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Lauch-Frischkäse-Schnitzel – das Rezept
5.05.2013 21:27 kochexperimente, kulinarisches1 Kommentar
Heute nun, wie versprochen, mal wieder etwas ohne Ajvar.
Auf der Suche nach einem interessanten neuen Rezept, stieß ich auf ein Lauch-Frischkäse-Schnitzel, das es mir wert erschien mal ausprobiert zu werden. Das hier vorgestellte Rezept befasst sich dabei primär mit diesem Lauch-Frischkäse-Schnitzel, das ich aus Putenschnitzel herstellte. Als Sättigungsbeilage griff ich zu Kartoffel-Röstis aus dem Tiefkühlfach die ich noch vorrätig hatte, alternativ wären aber natürlich auch Salzkartoffeln, Pommes Frites oder Reis denkbar. Das Ergebnis war schließlich ein überaus leckeres und recht einfach zuzubereitendes Rezept, das ich nun mit diesem Beitrag in gewohnter Form einmal kurz vorstellen möchte.
Was braucht man also für 2 Portionen?
2 Putenschnitzel (zusammen ca. 300g)

sowie zum würzen Salz, Pfeffer und edelsüßes Paprikapulver

Beginnen wir nun damit, die Stange Lauch zu waschen

und sie dann in dünne Ringe zu schneiden. Größere Stücke halbieren wir noch einmal.

Außerdem schneiden wir den Kochschinken in kleine Rechtecke oder Würfel.

In einer größeren Pfanne dünsten wir nun das Lauch ohne Zugabe von Öl oder Fett für ca. 5 Minuten bei gelegentlichem umrühren an,

geben anschließend den Kochschinken hinzu

und braten ihn ebenfalls kurz mit an.

Nun gießen wir alles mit dem Wasser

und lassen alles kurz aufkochen.

Dann rühren wir die beiden Teelöffel Gemüsebrühe hinein

und geben anschließend den Frischkäse dazu,

um dann alles mit einem Teelöffel Senf

sowie Salz, Pfeffer und edelsüßen Paprikapulver abzuschmecken

und schließlich noch einmal kurz aufkochen zu lassen, um es dann von der Platte zu nehmen.

Nachdem wir begonnen haben, den Backofen auf 200 Grad vorzuheizen, nehmen wir die Putensteaks aus dem Kühlschrank und waschen sie erst einmal gründlich,

klopfen sie mit dem Fleischhammer dann etwas flach

und würzen sie von beiden Seiten mit etwas Salz, Pfeffer und Paprikapulver.

Anschließend geben wir sie dann nebeneinander in eine Auflaufform und bedecken sie mit dort mit der Lauch-Frischkäse-Masse.

Ist die Masse gleichmässig über die beiden Putenschnitzel verteilt,

decken wir die Auflaufform mit etwas Alufolie ab

und schieben es in den Backofen.

In der Zwischenzeit können wir uns um die Sättigungsbeilage kümmern. Ich hatte mich, wie bereits einleitend erwähnt, für Röstis entschieden, die ich noch vorrätig hatte. Diese gab ich auf ein mit Backpapier ausgelegte Backblech.

Nach zehn bis zwölf Minuten entnehmen wir die Auflaufform wieder und entfernen die Alufolie, die verhindern soll dass das Lauch zu dunkel wird,

und schieben dann die Auflaufform und das Backblech mit den Röstis gemeinsam in den Ofen, wo wir es für weitere 30 Minuten backen.

Nach einer halben Stunde entnehmen wir dann alles wieder

und können dann beides unmittelbar servieren und genießen.

Das flache Stück Putenschnitzel unter der angenehm würzigen und überaus schmackhaften Schicht aus Lauch, Frischkäse und Kochschinken war angenehm zart und saftig geworden. Ich war bei der Verwendung von rohem, nicht vorher angebratenen Fleisch nicht ganz sicher gewesen inwieweit es im Ofen komplett durchgart. Doch alle diesbezüglichen Befürchtungen erwiesen sich glücklicherweise als unbegründet. Ein einfach zuzubereitendes und sehr leckeres Gericht, dass man natürlich auch noch etwas variieren kann. Ich könnte mir das Ganze zum Beispiel auch gut mit Schweineschnitzeln vorstellen, hier müsste man die Zeit im Ofen aber eventuell nach oben variieren.
Werfen wir wie üblich zum Abschluss wie üblich einen Blick auf die Nährwerte. Ohne Sättigungsbeilage komme ich in meiner Berechnung auf 724kcal, womit wir bei einer Portion auf 362kcal pro Portion kommen. Klingt im ersten Moment erst mal angenehm niedrig, wir dürfen aber nicht vergessen dass hier natürlich noch die Sättigungsbeilage hinzu kommt. Röstis waren hier wohl zwar nicht die kalorientechnisch optimalste Wahl, passten aber geschmacklich wunderbar dazu. Aber wer hier noch ein paar Kalorien sparen will, kann ja zu Salzkartoffeln greifen.
Guten Appetit

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Hähnchen-Tortilla-Auflauf – das Rezept
13.04.2013 21:08 kochexperimente, kulinarischesUnkommentiert
Nachdem ich lange nichts mehr mit Tortillas gekocht hatte, entschloss ich mich heute mal dazu mit einem Hähnchen-Tortilla-Auflauf mal etwas neues in dieser Richtung auszuprobieren. Um den Gericht einen noch etwas mehr mexikanischen “Anstrich” zu geben, fügte ich zu den ursprünglichen Zutaten unter anderem noch Kidneybohnen und natürlich Mais hinzu. Und das Ergebnis konnte sich wirklich schmecken lassen, daher möchte ich es nicht versäumen das Rezept hier einmal kurz in der gewohnten Form vorzustellen.
Was brauchen wir für eine Auflaufform (ca. 4 Portionen):
3 kleinere Paprika (insg. ca. 400g)

150g geriebener Gouda (oder ein anderer Käse nach Wahl)
Zum würzen Salz, Pfeffer, Chilipulver, Kreuzkümmel & edelsüßes Paprikapulver

Außerdem benötigen wir noch etwas Butter oder Öl zum ausfetten der Auflaufform.
Beginnen wir nun damit, die einzelnen Zutaten vorzubereiten – wobei die Reihenfolge eigentlich egal ist. ![]()
Ich begann damit, die Frühlingszwiebeln zu waschen

die rote Zwiebel zu schälen und in Spalten zu schneiden,

um dann die Paprikas unter fließendem Wasser zu reinigen – man weiß ja nie wer sie im Supermarkt alles angefasst hat und was er vorher angefasst hat –

sie zu entkernen und dann in schmale Streifen zu schneiden.

Außerdem reinigen wir die Champignons

entfernen die holzigen Stielenden und schneiden sie dann in Scheibchen.

Während Kidneybohnen und Mais abtropfen

schälen und zerkleinern wir außerdem noch die beiden Knoblauchzehen.

Nun wenden wir uns der Hähnchenbrust zu, die wir ebenfalls gründlich waschen

und sie dann in kleinere Würfel zu zerteilen. Um dabei eine potentielle Übertragung von irgendwelchen Bakterien oder Salmonellen zu verhindern, verwendet man hier am besten eine separate Unterlage und ein anderes Messer.

Nun erhitzen wir in einer größeren Pfanne ein bis zwei Esslöffel Olivenöl

und braten die Hähnchenbrust-Würfel damit rundherum scharf an.

Sind sie gut durchgebraten, entnehmen wir sie und stellen sie erst einmal bei Seite.

Unter Hinzugabe eines weiteren Esslöffels Olivenöl dünsten wir nun zuerst die Zwiebeln und dann den Knoblauch in der Pfanne an

und fügen dann die Paprikastreifen hinzu, um sie ebenfalls mit anzubraten.

Jetzt ist auch ein guter Zeitpunkt, die Milch in einen Topf zu geben und langsam zu erhitzen.

Dann können wir die Frühlingszwiebeln mit in die Pfanne geben

Ist die Milch dann heiß, rühren wir die beiden Becher Schmand vorsichtig in sie ein.

Während die Champignons anschließend in der Pfanne mit anbraten

geben wir die Hälfte des Käses in die Milch-Schmand-Sauce und lassen ihn dort schmelzen.

Nun ist auch ein guter Zeitpunkt, Mais und Kidneybohnen zum restlichen Gemüse in die Pfanne zu geben

und ein bis zwei Minuten später dann auch die Hähnchenbrust-Würfel wieder hinzuzugeben.

Dann schmecken wir unsere Sauce mit Salz, Pfeffer, Chili- und Paprikapulver sowie Kreuzkümmel ab

und würzen auch das Fleisch und Gemüse in der Pfanne etwas damit.

Anschließend geben wir etwa die Hälfte der so entstandenen Sauce zum Gemüse

und lassen alles für weitere fünf bis sechs Minuten leise köcheln, wobei wir es ggf. noch einmal mit den Gewürzen abstimmen

bis alles unsere Geschmack entspricht, was wir durch einfaches probieren leicht herausfinden können. Hat alles den richtigen Geschmack und eine nicht allzu dünnflüssige Konsistenz erreicht, nehmen wir die Pfanne von der Platte und lassen alles etwas abkühlen.

Nachdem wir nun begonnen haben, den Backofen auf 200 Grad vorzuheizen, erwärmen wir die Tortillas etwas. Dazu können wir eine Pfanne ohne Öl oder aber – wie ich es getan habe – die Mikrowelle bei 50-60 Sekunden auf höchster Stufe verwenden. Aber lieber mehrfach zwei bis drei Stück erwärmen als alle auf einmal, da sie dazu neigen beim abkühlen hart zu werden. Außerdem fetten wir eine Auflaufform mit Öl oder Butter aus.

Dann befüllen wir die Tortillas mit unserer Fleisch-Gemüse-Mischung, rollen sie auf

und geben sie in die Auflaufform bis diese gefüllt ist.

Über die Tortillas geben wir dann den Rest der gewürzten Milch-Schmand-Sauce

und bestreuen abschließend alles mit dem verblieben Gouda-Käse.

Inzwischen müsste auch der Backofen vorgeheizt sein, so dass wir die Auflaufform auf der mittleren Schiene hinein schieben können und das Gericht dort für 15 bis 20 Minuten gratinieren lassen.

Beginnt der Käse braun zu werden, ist es dann an der Zeit die Auflaufform wieder zu entnehmen

Wie ich bereits beim probieren während der Zubereitung hatte feststellen dürfen, war die Kombination von Gemüse und Hühnchenbrustfilet in ihrer Würzigen Sauce aus Schmand und Milch alleine schon eine sehr schmackhafte Angelegenheit – angenehm würzig und durch das Chili auch von kräftiger Schärfe. Aber eingewickelt in leckere Weizentortillas, mit Sauce garniert und Käse überbacken ergaben sie ein wunderbar abgerundetes Gericht, das aus meiner Sicht keine Wünsche offen ließ. Ich hatte ja zu Beginn leichte Bedenken, ob die Champignons so gut ins Gusto des Rezeptes passen würde, aber ich durfte feststellen dass sie sich wunderbar ins geschmackliche Gesamtbild passten. Dennoch sind die Gemüsezutaten natürlich variabel – ich könnte mir zum Beispiel auch gut noch ein paar fruchtige Tomatenwürfel und vielleicht noch eine zerkleinerte Jalapeno für noch etwas mehr Schärfe darin vorstellen. Eventuell könnte man es sogar mit etwas selbst gemachter Salsa kombinieren. Die Möglichkeiten sind auf jeden Fall breit gefächert.
Natürlich möchte ich auf heute nicht versäumen, einen Blick auf die Nährwerte zu werfen. Ich komme bei meiner Berechnung auf 2700kcal für den Inhalt der gesamten Auflaufform. Aufgeteilt auf vier Portionen kommen wir so auf 675kcal pro Portion. Das ist zwar nicht gerade wenig, bewegt sich meiner Meinung nach noch innerhalb akzeptabler Werte für ein Hauptgericht. Einen großen Faktor machen dabei der Schmand mit ca. 1000kcal und der Käse mit ca. 400kcal aus, wer also die Werte etwas reduzieren möchte, sollte hier ansetzen. Bei dem Käse könnte man zu z.B. zu einer Light-Version greifen, leider habe ich aktuell aber noch keine Idee, was man als Ersatz für den Schmand verwenden könnte. Für den Geschmack kann ich bei solchen Variationen natürlich dann nicht mehr garantieren.
Guten Appetit

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Lasagna al cavallo (Pferde-Lasagne / Pferdefleisch-Lasagne) – das Rezept
23.02.2013 23:21 kochexperimente, kulinarisches7 Kommentare
Pferdefleisch ist mit seinem geringen Fettanteil von gerade mal 2 bis 4 Prozent, seinem hohen Anteil an Eisen, Calcium, Proteinen und ungesättigten Fettsäuren, elf verschiedenen Aminosäuren (z.B. Lysin, Arginin, Leucin, Methionin, Isoleucin und Valin) sowie seinen wasserlöslichen Vitaminen B12, B6 und B3 eigentlich ein sehr gesundes Nahrungsmittel. Doch leider erfreut es sich hier in Deutschland nicht nur keiner großen Verbreitung, es ist aktuell durch den sogenannten Pferdefleischskandal sogar unverdienterweise etwas in Verruf geraten. Im kompetenten Fachhandel erworben, ist es aber eine wirkliche Alternative zu Rind oder Schwein.
Und glücklicherweise findet sich hier in München mit der Pferdemetzgerei Kaspar Wörle am Viktualienmarkt ein solches Geschäft, dem ich heute Vormittag gleich mal einen Besuch abstattete und mich mit einigen der dort angebotenen Dinge einzudecken. Dabei ist Fleisch vom Pferd auch nicht sonderlich teuer wie ich erfreut feststellen durfte.
Also entschloss ich mich heute dazu, mal eine Lasagne mit Pferdehackfleisch zuzubereiten. Das Rezept von Findus habe ich dazu zwar nicht gefunden – ist bestimmt Betriebsgeheimnis
– aber ich kombinierte einfach einige bereits bekannte Aspekte der Lasagne al Forno und einige eigene Ideen zu einem Gericht, das meiner Meinung nach geschmacklich sehr gelungen war und dessen Zubereitung ich mit diesem Beitrag nun in der gewohnte Form vorstellen möchte
Was brauchen wir also für 3 bis 4 Portionen?
Für die Füllung
(Alternativ kann man natürlich 450g Pferdehack nehmen)
75 geräucherter Speck in Würfeln

1 Dose geschälte Tomaten (400g)

4-5 TL Italienische Kräuter (TK)

außerdem einen Esslöffel Olivenöl zum braten
sowie zum Würzen Salz, Pfeffer, Muskatnuss und etwas edelsüßes Paprikapulver
Für die Béchamel-Sauce
2,5 gestrichene EL Mehl (Typ 405)

sowie Salz, weißer Pfeffer und Muskatnuss zum würzen
Außerdem benötigen wir
Beginnen wir nun damit, die getrockneten Steinpilze für mindestens 30 Minuten in etwas lauwarmen Wasser einzuweichen.

Während die Pilze im Wasser liegen, können wir die Zeit nutzen und uns um die anderen Zutaten kümmern. Wir schälen also die große Zwiebel und würfeln sie (wahlweise mit Messer oder Küchenmaschine),

schälen und hacken das Knoblauch sehr fein,

und zerkleinern dann beides mit einer elektrischen Küchenmaschine

bis von beidem nur noch feine Gemüsestückchen übrig sind.

In einer größeren Pfanne erhitzen wir nun einen Esslöffel Olivenöl

und lassen darin die Speckwürfel aus.

Anschließend dünsten wir Zwiebel und Knoblauch darin glasig an,

um dann das Rinder- und Pferde-Hackfleisch hinzu zu geben

und es krümelig anzubraten, wobei wir es etwas mit Salz und Pfeffer würzen. Glücklicherweise funktioniert das mit Pferdehackfleisch genau so gut wir mit anderen Sorten.

Ist das Hackfleisch gut durchgebraten, geben wir das zerkleinerte Knollensellerie

und braten alles für einige Minuten mit an

wobei wir auch gleich das Tomatenmark mit einrühren und ebenfalls kurz mit anbraten.

Nun gießen wir den trockenen Rotwein hinzu

und lassen ihn langsam einkochen.

Während der Wein kocht, zerkleinern wir die inzwischen gut durchgeweichten Steinpilze etwas,

waschen die Petersilie, schütteln sie trocken,

zupfen die Blättchen von den Stielen

und zerkleinern sie gründlich.

Ist der Wein dann eingekocht, geben wir die Steinpilze hinzu

und addieren dann die geschälten Tomaten samt Saft,

die wir mit Hilfe des Kochlöffels auch gleich etwas zerkleinern.

Nun fügen wir die zerkleinerte Petersilie hinzu

und gießen alles mit der Gemüsebrühe auf

um es dann kurz aufkochen zu lassen und die italienischen Kräuter einstreuen

sowie kräftig mit Salz, schwarzem Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss abschmecken. Das Ganze lassen wir dann für ca. 45 Minuten auf niedriger Stufe vor sich hin köcheln.

In der Zwischenzeit können wir uns um die Béchamel-Sauce kümmern. Dazu schälen wir die kleine Zwiebel und spicken sie mit den Nelken und dem Lorbeerblatt,

dann schmelzen wir die Butter in einem Topf

und rühren vorsichtig unter Vermeidung von Klümpchenbildung nach und nach das Mehl mit einem Schneebesen ein.

und legen die gespickte Zwiebel hinein.

Dann reduzieren wir die Temperatur der Herdplatte auf die niedrigste Stufe und lassen die Sauce über ca. 25 bis 30 Minuten bei regelmäßigem Umrühren langsam eindicken. Dabei geben Zwiebel, Nelken und Lorbeer ein angenehmes Aroma in die Sauce ab.

Hat die Sauce eine angenehm dickliche Konsistenz erreicht, entnehmen wir die Zwiebel wieder

und verfeinern unsere Béchamelsauce mit der Sahne

um sie dann mit Salz, Muskatnuss und weißem Pfeffer abzuschmecken. Kurz lassen wir es noch weiter köcheln, dann nehmen wir die fertige Sauce von der Kochplatte.

Nachdem wir den Backofen auf 200 Grad vorgeheizt und dann den Mozzarella in Scheiben geschnitten haben,

fetten wir eine Auflaufform aus

und bedecken den Boden mit etwas von der Sauce

die wir dann mit einer Schicht Lasagneplatten belegen.

Darauf verteilen wir eine Schicht der Gemüse-Fleisch-Mischung aus der Pfanne,

bedecken diese mit Bechamelsauce

und legen wieder Lasagneplatten auf.

Genau in dieser Reihenfolge machen wir nun weiter und fahren fort mit der Fleisch-Gemüse-Mischung

dem Rest der Fleisch-Gemüsemischung

und dem Rest der Bechamelsauce.

Darauf verteilen wir noch die Mozzarella-Scheiben

und überbacken dann alles für 35 bis 40 Minuten auf der mittleren Schiene im Ofen

bis der Käse schließlich den gewünschten Bräunungsgrad erreicht hat.

Nun brauchen wir die fertige Lasagne noch zu zerteilen und zu servieren.

Geschmacklich ein überaus interessantes Erlebnis muss ich sagen, denn Pferd liegt wohl etwa zwischen Rindfleisch und Wild, hat aber auch etwas eigenes, das ich nicht so recht umschreiben kann. In Kombination mit der fruchtigen Gemüsemischung mit Rotwein und den italienischen Kräutern sowie der überaus gelungenen, sehr aromatischen Béchamelsauce ergab sich so ein Gericht von ungewohntem, aber überaus schmackhaftem Gusto. Kann ich jedem, der Mal ein neues Geschmackserlebnis erfahren möchte, auf jeden Fall sehr empfehlen.
Und auch was die Nährwerte angeht, kann sich das Gericht noch sehen lassen. Ich komme bei meiner Berechnung auf 2500kcal für alle Zutaten, das wären dann auf 4 Portionen aufgeteilt 625kcal pro Portion – für ein so reichhaltiges Hauptgericht ein akzeptabler, wenn auch nicht wirklich leichter Wert. Hätten wir nur Rinderhack genommen, wären wir schon bei fast 3000kcal, also 750kcal pro Portion gewesen. Dabei ist es aber weniger das Fleisch als die Lasagneplatten, welche die Kalorienwerte mit ihren 550kcal mit dem höchsten Einzelwert in die Höhe treiben. Nudeln, egal in welcher Form, sind nun mal leider keine leichte Kost. ![]()
Wer also mal Pferdefleisch in Form einer Lasagne ausprobieren möchte, dem kann ich dieses Rezept wärmstens ans Herz legen. Mir hat es auf jeden Fall geschmeckt und es wird mit Sicherheit nicht das letzte Gericht mit Pferdefleisch sein, dass ich ausprobiere.
Guten Appetit

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