Posts Tagged ‘sausages’

Hausgemachte Hot Dogs [18.06.2021]

Freitag, Juni 18th, 2021

Da ich noch zwei Hotdog-Brötchen von meinem gestrigen Backfisch-Burger übrig hatte, entschied ich mich heute dazu diese zu dem naheliegensten Gericht zu verarbeiten, das auch nur möglich ist: zu Hot Dogs. 😉 Zum Glück hatte ich noch Wiener Würstchen im Kühlschrank, die ich mir im Wasserbad heiß machen konnte während die Brötchen auf dem Toaster schön knusprig geröstet wurden. In der Mikrowelle wäre es mit den Würstchen wahrscheinlich schneller gegangen, aber bei dieser Methode neigen sie erfahrungsgemäß zu sehr dazu zu platzen – daher wählte ich den klassischen Weg im Wasser auf reduzierter Hitzezufuhr. Außerdem schnitt ich noch drei kleine Cornichons in dünne Scheiben. Nach die getoasteten Brötchen schnitt ich dann auf, bestrich die Innenseite mit Remoulade und belegte sie schon einmal mit den Scheiben der Gewürzgürkchen. Als die Würstchen heiß waren, landeten sie – natürlich trocken getupft – zwischen den Brötchenhälften und wurden dort mit Mayo, Ketchup und Röstzwiebeln garniert. Fertig waren meine Hot Dogs
Hot Dog - Served / Serviert
Ich weiß, normalerweise gehört noch Senf auf ein Hot Dog, aber ich mag den nur als Würzmittel in Gerichten und Saucen, nicht aber pur. Aber auch die Kombination aus Remoulade, Ketchup und Mayonaise gibt diesem legendären Wurstbrötchen, in Kombination mit Gürkchen und Röstzwiebeln, genügend Aroma und Geschmack um sie zu einem sehr leckeren Abendessen zu machen.
Hot Dog - Side view / Seitenansicht
Bei Temperaturen von über 30 Grad hatte ich verständlicherweise auch heute keine Lust auf große Kochsessions und hatte mich zum Mittag mal wieder nur mit einem belegte Brot begnügt. Aber bald muss mal wieder was richtiges kochen, sonst werden mir die Vorräte noch schlecht, die ich eingekauft habe. Also hoffe ich das der für morgen angekündigte Regen etwas Abkühlung bringt, so dass ich mich dazu hinreißen kann mich mal wieder an der Herd zu stellen….

Fruchtiges Ratatouille mit Kartoffel-Frischkäse-Taschen & Bratwürstchen – das Rezept

Donnerstag, Juni 3rd, 2021

Lange ist es her das ich unser Betriebsrestaurant besuchen konnte, wo ich unter anderem gerne immer wieder Gerichte gab, die zu Kartoffel-Frischkäsetaschen, Gemüsestrudel oder Polentataschen Ratatouille als Beilage servierten. Als kleine Hommage daran entschied ich mich daher dazu, diesen Fronleichnam mal selbst ein Ratatouille herzustellen. Glücklicherweise hatte ich dazu noch ein paar Kartoffel-Frischkäsetaschen im Tiefkühlfach und – als Fleischliebhaber – ergänzte ich das Gericht noch durch ein paar Nürnberger Rostbratwürste. Ursprünglich ist Ratatouille ja ein Gemüse-Schmortopf aus der provenzalischen bzw. okzitanischen französischen Küche, das traditionell vor allem aus Auberginen, Zwiebeln, Zucchini, Tomaten, Paprikaschoten und Knoblauch hergestellt und mit Kräutern verfeinert wird. Ich bin zwar kein allzu großer Fan von Auberginen, um die Tradition zu wahren entschied ich mich aber dazu mich an diese Grundzutaten zu halten. Einzig die Zugabe von etwas Möhren weicht von diesem Traditionsrezept ab. Leider habe ich nicht alle Kräuter frisch bekommen, ich hätte noch gerne frisches Oregano mit verarbeitet, musste aber aufgrund fehlender Verfügbarkeit hier auf die getrocknete Variante zurückgreifen. Der Fokus dieses Beitrags liegt dabei vor allem auf dem Ratatouille, was jeder dazu serviert bleibt ihm natürlich selbst überlassen – das Ratatouille selbst kann dabei auch ohne etwas dazu als vegetarische Vor- bzw. Hauptspeise serviert werden. Mit dem Ergebnis konnte ich auf jeden Fall überaus zufrieden sein, daher möchte ich es nicht versäumen das verwendete Rezept hier einmal in gewohnter Form vorzustellen.

Was benötigen wir also für 3-4 Portionen?
Für das Ratatouille:

  • 1 größere Aubergine
  • 1 große Zucchini
  • 2 mittelgroße Zwiebel (z.b: rot und gelb)
  • 3 mittelgroße Paprika
  • 2 mittelgroße Möhren
  • 2-3 Knoblauchzehen
  • 2 Esslöffel Tomatenmark
  • 150ml heißes Wasser oder Brühe
  • 400g Tomaten in Stücken (Tetra-Pack oder Dose)
  • 2-3 Zweige Rosmarin
  • 3 Zweige Thymian
  • 2 Teelöffel Oregano
  • 2-3 Esslöffel Olivenöl
  • 1 Teelöffel Zucker
  • Salz und Pfeffer zum würzen
  • Außerdem benötigen wir:

  • 6-8 Kartoffel-Frischkäse-Taschen (TK)
  • 12-15 Nürnberger Rostbratwürstchen
  • Wie immer bei Eintöpfen dieser Art steht zu Beginn der Zubereitung immer einiges an Schneidearbeit für das Gemüse an. Beginnen wir mit der Aubergine, die wir in etwa Fingerdicke Scheiben schneiden und diese Scheiben anschließend von beiden Seiten mit etwas Salz bestreuen, um ihnen die reichlich vorhandene Flüssigkeit etwas zu entziehen.
    01 - Cut eggplant in slices / Aubergine in  Scheiben schneiden 02 - Salt eggplant slices / Auberginenscheiben salzen

    Außerdem schälen wir die Zwiebeln – ich hatte eine rote und eine gelbe Zwiebel verwendet – und würfeln sie fein.
    03 - Dice onion / Zwiebel würfeln

    waschen und würfeln die Zucchini,
    04 - Dice zucchini / Zucchini würfeln

    entkernen und würfeln die Paprika-Schoten,
    05 - Decore bell peppers / Paprika entkernen 06 - Dice bell peppers / Paprika würfeln

    schälen die Möhren um sie anschließend wiederum zu würfeln
    07 - Peel carrots / Möhren schälen 08 - Dice carrots / Möhren würfeln

    und schälen und zerkleinern die Knoblauchzehen.
    09 - Mince garlic / Knoblauch würfeln

    Schließlich tupfen wir das Salz samt der ausgetretenen Flüssigkeit von den Auberginen-Scheiben und würfeln diese ebenfalls – in etwa in der selben wir die Zucchini zuvor.
    10 - Dab salt from eggplant / Salz von Auberginen tupfen 11 - Dice eggplant / Auberginen würfeln

    Danach wenden wir uns noch den Kräutern zu, die wir waschen, ihre Blätter von den Stielen zupfen und diese dann möglichst fein zerkleinern.
    12 - Pick leaflets from stalks / Kräuter von Stielen zupfen 13 - Chop herbs / Kräuter zerkleinern

    Dann endlich können wir mit der eigentlichen Zubereitung beginnen. Dazu erhitzen wir etwas Olivenöl auf leicht erhöhter Stufe in einer Pfanne
    14 - Heat oil in pan / Öl in Pfanne erhitzen

    und geben die gewürfelte Aubergine hinein, die wir ohne gleich zu rühren oder wenden etwas angehen lassen, so dass Röstaromen entstehen können. Wichtig ist dabei, dass alle Stücke zumindest an einer Seite Bodenkontakt mit der Pfanne haben sollten.
    15 - Put eggplant in pan / Aubergine in Pfanne geben 16 - Brown eggplant / Aubergine bräunen lassen

    In der Zwischenzeit können wir ja schon einmal die beiden Esslöffel Tomatenmark in ein Behältnis mit 150ml heißem Wasser oder Brühe geben und es unter rühren darin auflösen lassen.
    17 - Put tomato puree in hot broth or water / Tomatenmark in heiße Gemüsebrühe oder Wasser geben 18 - Dissolve tomato puree in broth / Tomatenmark in Flüssigkeit auflösen

    Sobald die Auberginen-Würfel dann zu bräunen beginnen, können wir sie dann auch endlich beginnen zu wenden, damit die anderen Seiten auch etwas Farbe annehmen können. Die fertig gebräunten Aubergine entnehmen wir dann erst einmal wieder aus der Pfanne und stellen sie bei Seite.
    19 - Turn diced eggplant / Auberginenwürfel wenden 20 - Put eggplant aside / Aubergine bei Seite stellen

    Unter Zugabe von einem weiteren Esslöffel Olivenöl geben wir dann auch die gewürfelte Zucchini in die heiße Pfanne und schmoren sie auf die gleiche Weise wie die Aubergine. Da die Pfanne jetzt bereits Temperatur hat, sollte es dieses Mal etwas schneller gehen.
    21 - Put zucchini in pan / Zucchini in Pfanne geben 22 - Brown zucchini / Zucchini bräunen

    Dann entnehmen wir auch die angerösteten Zucchini-Würfel erst einmal wieder aus der Pfanne und stellen sie ebenfalls bei Seite.
    23 - Put zucchini aside / Zucchini bei Seite stellen

    Nachdem wir die Temperaturzufuhr auf mittlere Stufe reduziert haben, befüllen wir die Pfanne nun mit unseren gewürfelten Zwiebeln, die wir für 2-3 Minuten andünsten bis sie beginnen glasig zu werden.
    24 - Put diced onions in pan / Gewürfelte Zwiebeln in Pfanne geben 25 - Braise onion / Zwiebel andünsten

    Als nächstes geben wir die gewürfelten Möhren hinzu und dünsten sie einige weitere Minuten mit an
    26 - Add diced carrots / Möhrenwürfel addieren 27 - Braise diced carrots / Möhrenwürfel andünsten

    um dann auch die gewürfelten Paprika zu addieren und sie wiederum für 3-4 Minuten mit anzudünsten, bis sie beginnen etwas Farbe anzunehmen.
    28 - Add bell pepper / Paprika hinzufügen 29 - Fry bell pepper / Paprika anbraten

    Jetzt können wir auch den Knoblauch hinzufügen und ebenfalls mit andünsten. Ich gebe Knoblauch immer möglichst spät hinzu, damit er nicht braun und bitter werden kann.
    30 - Add garlic / Knoblauch einstreuen 31 - Braise garlic / Knoblauch andünsten

    Schließlich ist es an der Zeit auch die zuvor separat angeschmorten Auberginen- und Zucchini-Würfel zurück in die Pfanne zu geben
    32 - Put eggplant back in pan / Aubergine zurück in Pfanne geben 33 - Add browner zucchini / Zucchini ebenfalls wieder-hinzufügen

    um anschließend die gehackten Kräuter sowie etwas Oregano hinzuzufügen
    34 - Add chopped herbs / Gehackte Kräuter einstreuen 35 - Season with oregano / Mit Oregano würzen

    und diese kurz mit anzudünsten, bis sie beginnen ihren Geruch zu verströmen.
    36 - Braise herbs / Kräuter andünsten

    Das Ganze löschen wir dann mit der Tomatenmark-Brühe sowie den stückigen Tomaten ab,
    37 - Deglaze with dissolved tomato puree / Mit Tomatenmark-Brühe ablöschen 38 - Add tomatoes in pieces / Stückige Tomaten dazu geben

    verrühren es, lassen es kurz aufkochen,
    39 - Scramble & bring to a boil / Verrühren & aufkochen lassen

    geben den Teelöffel Zucker hinzu, würzen es kräftig mit Salz und Pfeffer
    40 - Add sugar / Zucker einstreuen 41 - Season with salt & pepper / Mit Salz& Pfeffer würzen

    sowie einer guten Prise Chiliflocken. Danach lassen wir alles auf reduzierter Stufe geschlossen für 15-20 Minuten schmoren.
    42 - Taste with chili / Mit Chili abschmecken 43 - Simmer closed / Geschlossen köcheln lassen

    In der Zwischenzeit erhitzen wir etwas Butterschmalz oder Öl in einer zweiten Pfanne, legen die Würstchen hinein
    44 - Heat ghee in pan / Butterschmalz in Pfanne erhitzen 45 - Put sausages in pan / Würstchen in Pfanne geben

    und braten sie rundherum goldbraun an.
    46 - Fry sausages / Bratwürste anbraten

    Für die Zubereitung der Kartoffeltaschen hatte ich mich für meine Heißluftfritteuse entschieden. Dazu legte ich die noch gefrorenen Taschen in die Frittierschublade und ließ sie für 7 Minuten auf 180 Grad frittieren. Wer es besonders knusprig mag kann danach noch mal 2 Minuten auf 200 Grad hinzufügen.
    47 - Put potato bags into Air Fryer / Kartoffeltaschen in Heißluft-Fritteuse schieben 48 - Fry potato bags / Kartoffeltaschen frittieren

    Die letzten paar Minuten lasse wir unser Ratatouille schließlich offen köcheln, damit sich die Flüssigkeit noch etwas reduzieren kann und schmecken es dabei noch einmal final mit den Gewürzen ab.
    49 - Taste ratatouille with seasonings / Ratatouille mit Gewürzen abschmecken

    Anschließend können wir das fertige Gericht auch schon servieren und genießen.
    50 - Ratatouille with potato cream cheese bags & bratwurst - Served / Ratatouille mit Kartoffel-Frischkäse-Taschen & Bratwürstchen - Serviert

    Genau so stelle ich mir ein gutes Ratatouille vor: Viel Gemüse das teilweise aber noch über genügend Biss verfügt in einer dünnen, nicht zu üppigen, aber dennoch fruchtigen Tomatensauce, die zusätzlich mit reichlich Kräutern verfeinert worden war. Die Röstaromen, die durch das anschmoren entstanden sind, gaben der Zubereitung noch einen zusätzlichen geschmackstechnischen Kick wie ich fand. Und auch meine Abneigung gegenüber Auberginen erwies sich wohl letztlich als unbegründet, denn sie passte wunderbar in diese Zusammenstellung. Vielleicht liegt meine Abneigung ja an einer schlecht zubereiteten Aubergine, die ich mal gegessen habe, keine Ahnung. Ich werde den Bann dieses Gemüses von meinem Speiseplan aber ab heute mit sofortiger Wirkung aufheben. 😉 Und auch die knusprigen Kartoffeltaschen mit ihrer cremigen Kräuter-Frischkäse-Füllung sowie die knackigen Rostbratwürste passten wunderbar zum Ratatouille und machten das Gericht letztlich zu einem überaus gut sättigenden und vor allem leckeren Hauptgericht. war bestimmt nicht das letzte Mal, das Ratatouille in meiner Küche zubereitet wurde.

    51 - Ratatouille with potato cream cheese bags & bratwurst - Side view / Ratatouille mit Kartoffel-Frischkäse-Taschen & Bratwürstchen - Seitenansicht

    Guten Appetit

    Fruchtig-pikantes Ratatouille mit Kartoffel-Frischkäse-Taschen & Bratwurst

    Cremige Kartoffelsuppe mit Würstchen – das Rezept

    Sonntag, April 25th, 2021

    Nachdem ich mich gestern noch mit den Resten meines Seelachsfilets versorgt hatte, war es heute mal wieder an der Zeit frisch zu kochen. Auf Anregung einer LeserIn hatte ich mich dabei für eine schön cremige Kartoffelsuppe entschieden, die ich zusätzlich mit einigen Bockwürstchen verfeinerte. Solche herzhafte Gerichte sind traditionell zwar eher etwas für Herbst und Winter, aber bei mir geht so etwas eigentlich das ganze Jahr über. 😉 Und das Ergebnis konnte sich sowohl sehen als auch schmecken lassen, daher möchte es nicht versäumen das zugehörige Rezept hier einmal kurz in gewohnter Form vorzustellen.

    Was benötigen wir also für 4-5 Portionen?

  • 1000g Kartoffeln
  • 150g Knollensellerie
  • 1 kleinere Stange Lauch
  • 2-3 Möhren
  • 1 größere Zwiebel
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 100g Speckwürfel
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 Esslöffel Butterschmalz
  • 700ml Gemüsebrühe
  • 4 Bockwürstchen oder Wiener Würstchen
  • 100ml Sahne
  • 1 Teelöffel Majoran
  • 1 Teelöffel Senf
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss & Liebstöckel zum würzen
  • evtl. 1 getoastetes Brot zum garnieren
  • Zu Beginn steht bei diesem Rezept erst einmal viel Schnippelarbeit. Wir Schälen also die Knollensellerie und würfeln sie fein,
    01 - Dice celeriac / Knollensellerie würfeln

    waschen den Lauch und schneiden ihn in halbe Ringe,
    02 - Cut leek in rings / Lauch in Ringe schneiden

    schälen die Möhren und würfeln sie ebenfalls,
    03 - Peel carrots / Möhren schälen 04 - Dice carrots / Möhren würfeln

    schälen und würfeln die Zwiebel, schälen und zerkleinern die Knoblauchzehen
    05 - Dice onion / Zwiebel würfeln 06 - Mince garlic / Knoblauch zerkleinern

    und schälen und würfeln schließlich noch die Kartoffeln.
    07 - Peel potatoes / Kartoffeln schälen 08 - Dice potatoes / Kartoffeln würfeln

    Dann erhitzen wir etwas Butterschmalz in einem größeren Topf und braten erst einmal den gewürfelten Speck darin an
    09 - Melt ghee in pot / Butterschmalz im Topf zerlassen 10 - Fry bacon / Speckwürfel anbraten

    um ihn dann erst mal größtenteils wieder zu entnehmen und bei Seite zu stellen. Da wir die Suppe später noch mal pürieren wollen, wäre es unklug den ganzen Speck mit zu pürieren.
    11 - Remove bacon from pot / Speck entnehmen

    Zum verbliebenen Speck geben wir dann die gewürfelte Zwiebel und dünsten sie kurz an bis sie glasig werden.
    12 - Put onion in pot / Zwiebel in Topf geben 13 - Braise onion / Zwiebel andünsten

    Anschließend geben wir die Möhren- und Knollenselleriewürfel hinzu
    14 - Add carrots / Möhren hinzufügen 15 - Add celeriac / Knollensellerie addieren

    und dünsten alles gemeinsam für einige Minuten weiter an
    16 - Braise root vegetables / Wurzelgemüse andünsten

    bevor wir schließlich auch den Knoblauch und den Lauch
    17 - Intersperse garlic / Knoblauch einstreuen 18 - Add leek to pot / Lauch in Topf geben

    sowie die Kartoffelwürfel hinzufügen und alles weiter unter gelegentlichem Rühren anzudünsten.
    19 - Add diced potatoes / Kartoffelwürfel hinzufügen 20 - Braise vegetables / Gemüse andünsten

    Nachdem wir dann das Lorbeerblatt in den Topf gegeben haben, löschen wir alles mit der Gemüsebrühe ab
    21 - Add bayleaf /  Lorbeerblatt einlegen 22 - Deglaze with vegetable broth / Mit Gemüsebrühe aufgießen

    und lassen es kurz aufkochen und anschließend auf leicht reduzierter Hitzezufuhr geschlossen für 25-30 Minuten köcheln.
    23 - Stir & bring to a boil / Verrühren & aufkochen lassen 24 - Simmer closed / Geschlossen köcheln lassen

    Zwischendurch sollten wir den Topfinhalt natürlich immer mal wieder umrühren, damit nichts anbrennen kann.
    25 - Stir from time to time / Zwischendurch umrühren

    Außerdem können wir die Zeit nutzen, um die Bockwürstchen oder Wiener Würstchen in Scheiben zu schneiden.
    26 - Cut sausages in slices / Würstchen in Scheiben schneiden

    Ist das Gemüse nach etwa 30 Minuten gar gekocht entnehmen wir das Lorbeerblatt und stellen etwa 1/3 dem Gemüses in einer extra Schüssel bei Seite
    27 - Remove bayleaf / Lorbeerblatt entnehmen 28 - Take part of vegetables from pot / Teil des Gemüses entnehmen

    um den restlichen Topfinhalt anschließend zu pürieren.
    29 - Blend remaining pot content / Verbliebenen Topfinhalt pürieren

    Danach geben wir das zuvor entnommene Gemüse, den angebratenen Speck
    30 - Add again vegetables / Gemüse wieder hinzufügen 31 - Add diced bacon / Speckwürfel einstreuen

    sowie die Wurstscheiben in den Topf, verrühren alles gründlich miteinander
    32 - Add sausages / Würstchen dazu geben 33 - Stir well / Gründlich verrühren

    und schmecken unsere Kartoffelsuppe dann mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss, einem Teelöffel Majoran,
    34 - Season with salt, pepper & nutmeg / Mit Salz , Pfeffer & Muskat würzen 35 - Add majoram / Majoran einstreuen

    einer kräftigen Prise Liebstöckel und dem Teelöffel Senf ab
    36 - Taste with lovage / Mit Liebstöckel abschmecken 37 - Add mustard / Senf dazu geben

    und verrühren alles wieder gründlich miteinander.
    38 - Scramble / Verrühren

    Zum Abschluss verfeinern wir alles noch mit der Sahne und heben diese unter,
    39 - Refine with cream / Mit Sahne verfeinern 40 - Stir in cream / Sahne verrühren

    anschließend können wir das Gericht auch schon mit den getoasteten Brotwürfel garniert servieren und genießen.
    41 - Creamy potato soup with sausages - Served / Cremige Kartoffelsuppe mit Würstchen - Serviert

    Eine gute Kartoffelsuppe hängt natürlich nicht nur von den Zutaten, sondern auch von der Auswahl der Gewürze ab. Und da konnte diese Variante mit der Verwendung von Majoran, Senf und Liebstöckel eindeutig punkten. Dazu das leicht rauchige Aroma der angebratenen Speckwürfel und die reichhaltige Fleischeinlage in Form der Würstchen-Scheiben machten die heutige Kartoffelsuppe zu einem geschmacklichen Erfolg. Dazu gehören natürlich knusprige getoastetes Weißbrotwürfel, obwohl die Kartoffeln ja eigentlich schon genügend Kohlehydrate liefern würden, aber sie schmecken einfach gut dazu. 😉

    42 - Creamy potato soup with sausages - Side view  / Cremige Kartoffelsuppe mit Würstchen - Seitenansicht

    Ich hatte noch überlegt zusätzlich ein paar Erbsen dazu zu geben, mich aber dann doch dagegen entschieden, da ich ja primär eine Kartoffelsuppe zubereiten wollte. Obwohl so ein Rezept natürlich beliebig variabel ist, theoretisch kann man alles mögliche an Gemüse zu einer mehr oder weniger leckeren Suppe oder einem Eintopf verarbeiten. Aber in diesem Fall fand ich das weniger mehr ist und ich denke ich habe mit meiner Auswahl ein wirklich leckeres Gericht zubereiten können. Ich war auf jeden Fall mit dem Ergebnis überaus zufrieden.

    Guten Appetit

    Cremige Kartoffelsuppe mit Würstchen & Brotwürfeln

    Hot Dog Rolls [13.12.2019]

    Freitag, Dezember 13th, 2019

    Als ich heute Abend in einer lokalen Filiale des Netto-Discounters noch ein paar Kleinigkeiten für das Wochenende besorgte, warf ich eher zufällig in die das Brötchen- und Gebäckregal und entdeckte dort etwas, das meine Aufmerksamkeit auf sich zog: die Hot Dog Rolls
    Hot Dog Roll
    Eine kleine Bockwurst versehen mit Ketchup und ummantelt mit knusprigen Blätterteig war genau nach meinem Geschmack und mit 0,99 Euro pro Stück für eine etwa 14 cm lange Rolle auch nicht allzu teuer. Leider waren nur noch zwei Stück übrig, aber die packte ich mir gleich mal ein – zum ausprobieren genau die richtige Menge.
    Hot Dog Roll - Seitenansicht
    Und dafür dass sie wahrscheinlich den ganzen Tag in der nur mit einer Plastikklappe verschlossenen Theke gelegen haben, erwiesen sie sich noch als angenehm knusprig. Ich hatte zuerst vermutet im Inneren noch Käse vorzufinden, aber sie bestanden tatsächlich nur aus Blätterteig, etwas Ketchup und den Würstchen.
    Hot Dog Roll - Lateral Cut / Querschnitt
    Minimal, aber sehr lecker – würde ich jederzeit wieder nehmen wenn mal wieder Abends welche übrig sein sollten wenn ich mal wieder dort einkaufe. Oder ich kaufe mit einfach mal ein Päckchen Blätterteig, ein paar Bockwürstchen und ein Ei (zum bepinseln des Blätterteigs damit er braun wird) – Ketchup habe ich immer im Haus – und fertige mir selbst welche an. Dann könnte ich das ganze auch noch etwas verbessern und mit weiteren Zutaten experimentieren – alternativ kann ich aber auch einfach mal wieder meinen HotDog-Zopf zubereiten. Mal schauen, aber auf jeden Fall nicht dieses Wochenende…

    Berliner Kartoffelsuppe mit Rindfleisch & Würstchen – das Rezept

    Samstag, Oktober 26th, 2019

    Dieses Wochenende hatte ich mich dazu entschlossen, mal eine Berliner Kartoffelsuppe mit Rindfleisch & Würstchen zuzubereiten. Aber gleich zu Beginn sei erwähnt, dass das Rezept das ich heute vorstellen möchte etwas zeitaufwändiger in der Herstellung ist, denn es beinhaltet auch die Herstellung einer eigenen Rinderbrühe, was nun mal etwas länger dauert. Hinzu kommt die ganze Schnippel-Arbeit, die auch ihre Zeit in Anspruch nimmt. Aber das Ergebnis lohnt den Aufwand allemal, denn diese Kartoffelsuppen-Variante erwies sich als wahrlich eine geschmackliche Offenbarung. Daher möchte ich es natürlich nicht versäumen, das zugehörige Rezept hier einmal in gewohnter Form vorzustellen.

    Was benötigen wir also für 4-5 Portionen?

    Für die Rinderbrühe

    500g Suppenfleisch vom Rind
    01 - Zutat Suppenfleisch vom Rind / Ingredient boiling meat from beef

    1 Bund Suppengrün
    02 - Zutat Suppengrün / Ingredient soup greens

    1 mittelgroße Zwiebel
    03 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

    6-7 Piment, 2-3 Lorbeerblätter, 1 Esslöffel Pfefferkörner
    04 - Zutat Piment, Lorbeerblätter & Pfefferkörner / Ingredient allspice, bay leafs & pepper corns

    sowie 2 Esslöffel Salz
    und 2 Liter Wasser

    Für die Kartoffelsuppe

    2 Möhren
    05 - Zutat Möhren / Ingredient carrots

    1000g Kartoffeln – mehlig kochend
    06 - Zutat Kartoffeln / Ingredient potatoes

    1 große Zwiebel
    07 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

    1 mittelgroße Stange Lauch
    08 - Zutat Lauch / Ingredient leek

    300g Knollensellerie
    09 - Zutat Knollensellerie / Ingredient celeriac

    200g Petersilienwurz
    10 - Zutat Petersilienwurz / Ingredient parsley root

    150g Schinkenspeck
    11 - Zutat Schinkenspeck / Ingredient bacon

    2 Lorbeerblätter
    12 - Zutat Lorbeerblätter / Ingredient bay leafs

    1 gehäufter Teelöffel Majoran
    13 - Zutat Majoran / Ingredient majoram

    1 Teelöffel Kümmel
    14 - Zutat Kümmel / Ingredient caraway seeds

    4 Wiener Würstchen
    15 - Zutat Wiener Würstchen / Ingredient sausages

    sowie etwas Öl zum braten
    und etwas Salz & Pfeffer zum würzen, evtl. Liebstöckel

    Beginnen wir damit die Rinderbrühe aufzusetzen, denn dies nimmt wohl die meiste Zeit in Anspruch. Dazu schälen wir die Möhren aus dem Suppengrün,
    16 - Möhren aus Suppengrün schälen Peel carrots from soup greens

    zerkleinern sie grob,
    17 - Möhren grob zerkleinern / Chop carrots

    schälen und zerkleinern auch den Knollensellerie aus dem Suppengrün grob,
    18 - Knollensellerie aus Suppengrün schälen grob zerkleinern / Chop celeriac from soup green

    hacken die Petersilie grob
    19 - Peterilie grob hacken / Hackle parsley

    und halbieren die ungeschälte Zwiebel.
    20 - Zwiebel halbieren / Half onion

    Dann waschen wir das Rindfleisch unter fleißenden Wasser,
    21 - Rindfleisch abspülen / Wash beef

    legen es in einen Topf
    22 - Rindfleisch in Topf legen / Put beef in pot

    und füllen diesen mit 2 Litern Wasser auf.
    23 - Mit Wasser aufgießen / Pour on water

    Während wir das Wasser nun erhitzen, salzen wir es mit 2 gestrichenen Esslöffeln Salz,
    24 - Waser salzen / Salt water

    legen die halbierte Zwiebel hinein, die mit ihrer Schale später auch zur Färbung beiträgt,
    25 - Halbierte Zwiebel in Topf geben / Put onion in pot

    und bringen es geschlossen zum kochen.
    26 - Wasser zum kochen bringen / Bring water to a boil

    Sobald das Wasser kocht, steigt etwas geronnenes Eiweiß in Form von Schaum auf, das wir soweit möglich abschöpfen.
    27 - Eiweiß abschöpfen / Skim protein

    Nachdem das Fleisch etwa eine halbe Stunde geköchelt hat, geben wir auch das zerkleinerte Suppengrün
    28 - Suppengrün in Topf geben / Add soup greens

    sowie die Pimentkörner, Lorbeerblätter und Pfefferkörner in in den Topf
    29 - Lorbeerblätter, Piment & Pfefferkörner addieren / Add bay leafs, allspice & pepper corns

    und lassen es für weitere eineinhalb Stunden auf leicht reduzierter Stufe bei aufgelegten Deckel vor sich hin köcheln.
    30 - Weiter geschlossen köcheln lassen / Continue simmer closed

    Die letzte halbe Stunde können wir es dann auch offen köcheln lassen, damit sich die Flüssigkeit etwas reduziert und den Geschmack sich intensiviert.
    31 - Offen reduzieren lassen / Let reduce open

    In der Zwischenzeit bereiten wir die restlichen Zutaten für unsere Kartoffelsuppe vor. Dazu schälen wir die Möhren
    32 - Möhren schälen / Peel carrots

    und würfeln sie,
    33 - Möhren würfeln / Dice carrots

    schälen und zerkleinern die Zwiebel,
    34 - Zwiebel zerkleinern / Mince onion

    waschen den Lauch, schneiden ihn in Ringe
    35 - Lauch in Ringe schneiden / Cut leek in rings

    und halbieren anschließend die Ringe noch einmal,
    36 - Lauchringe halbieren / Half leek rings

    schälen und würfeln die Knollensellerie,
    37 - Knollensellerie zerkleinern / Dice celeriac

    schälen und würfeln die Petersilienwurzel
    38 - Petersilienwurzel zerkleinern / Hackle parsley root

    und würfeln den Schinkenspeck.
    39 - Speck würfeln / Dice bacon

    Außerdem schälen wir die Kartoffeln
    40 - Kartoffeln schälen / Peel potatoes

    und schneiden sie ebenfalls in etwas größere Würfel von 1,5 – 2 cm Kantenlänge.
    41 -  Kartoffeln würfeln / Dice potatoes

    Inzwischen dürfte sich dann auch die Rinderbrühe deutlich reduziert haben, so dass wir die Herdplatte ausstellen und die Brühe etwas abkühlen lassen können.
    42 - Rinderbrühe reduziert / Reduced beef broth

    In einem größeren Topf erhitzen nun 2-3 Esslöffel Öl,
    43 - Öl in großen Topf erhitzen / Heat up oil in large pot

    geben den gewürfelten Schinkenspeck hinein
    44 - Schinkenwürfeln in Topf geben / Add bacon dices

    und braten ihn rundherum an.
    45 - Schinkenwürfel anbraten / Fry bacon dices

    Dann geben wir Knollensellerie, Möhrenwürfel,
    46 - Knollensellerie & Möhren in Topf geben / Put celeriac & carrots in pot

    Lauch, Petersilienwurzel,
    47 - Lauch & Petersilienwurz hinzufügen / Add leek & parsley root

    die Kartoffelwürfel
    48 - Kartoffeln addieren / Add potatoes

    sowie die zerkleinerte Zwiebel in den Topf
    49 - Zwiebel dazu geben / Add onion

    und dünsten alles für ca. 10 Minuten bei gelegentlichem umrühren an.
    50 - Gemüse andünsten / Braise vegetables

    Währenddessen entnehmen wir dann auch das Rindfleisch aus der Brühe, legen es bei Seite
    51 - Rindfleisch bei Seite legen / Put beef aside

    und entfernen dann auch das Gemüse, für das wir keine weitere Verwendung haben und es später entsorgen können.
    52 - Gemüse aus Rinderbrühe entfernen / Remove vegetables from beef broth

    Schließlich streuen wir auch Majoran und Kümmel in unsere Gemüsemischung im Topf, dünsten sie ebenfalls kurz mit an
    53 - Majoran & Kümmel einstreuen / Intersperse majoram & caraway

    und füllen den Topf dann mit unserer Rinderbrühe auf, so dass das Gemüse knapp bedeckt ist. Bei mir reichte die verbliebene Menge zufälligerweise genau aus.
    54 - Mit Rinderbrühe auffüllen / Fill up with beef broth

    Nachdem wir dann die beiden Lorbeerblätter dazu gegeben haben
    55 - Lorbeerblätter hinzufügen / Add bay leafs

    lassen wir alles geschlossen für 40 Minuten auf reduzierter Stufe und bei gelegentlichem rühren vor sich hin köcheln.
    56 - Geschlossen köcheln lassen / Simmer closed

    Diese Zeit können wir nutzen, um das Rindfleisch in mundgerechte Würfel
    57 - Rindfleisch würfeln / Dice beef

    sowie die Wiener Würstchen in Scheiben zu schneiden.
    58 - Würstchen in Scheiben schneiden / Cut sausages in slices

    Die Würstchen-Scheiben legen wir mit den Schnittkanten in eine mit Öl ausgepinselte Pfanne
    59 - Würstchenscheiben in Pfanne anbraten / Fry sausage slices in pan

    und braten sie von beiden Seiten goldbraun an.
    64 - Würstchen beidseitig anbraten / Fry sausage slices from both sides

    Nachdem wir etwas Gemüse auf dem Topf entnommen und bei Seite gestellt haben,
    60 - Etwas Gemüse entnehmen / Extract some vegetables

    zerkleinern wir den Topfinhalt ein wenig mit dem Kartoffelstampfer.
    61 - Eintopf mit Kartoffelstampfer zerkleinern / Mince with potato masher

    Wem das nicht fein genug ist, kann natürlich auch gerne den Pürierstab zur Hilfe nehmen. Ich hatte zuerst etwas gezögert, weil es mir Schade um die Speckwürfel war – aber letztlich fand ich die Konsistenz nach dem pürieren doch besser.
    62 - Topfinhalt mit Pürierstab zerkleinern / Mince content with blender

    Nun geben wir das zuvor entnommene Gemüse wieder hinzu,
    63 - Gemüse zurück in Suppe / Put vegetables back in soup-geben

    addieren das gewürfelte Rindfleisch
    65 - Rindfleisch in Suppe geben / Put beef in pot

    sowie die angebratenen Wurstscheiben
    66 - Würstchenscheiben addieren / Add sausage slices

    verrühren alles gründlich, lassen es heiß werden
    67 - Verrühren & heiß werden lassen / Stir & let get hot

    und schmecken es final noch einmal mit Salz, Pfeffer und evtl. etwas Liebstöckel ab.
    68 - Mit Gewürzen abschmecken / Taste with seasonings

    Anschließend können wir das fertige Gericht, vielleicht garniert mit etwas frischer Petersilie, auch schon servieren und genießen.
    69 - Berlin potato soup with beef & sausages - Served / Berliner Kartoffelsuppe mit Rind & Würstchen - Serviert

    Ich bekenne mich dazu, dass ich gerne mal zu Instant-Brühen greife – aber meist aus Zeitgründen, denn es geht doch wirklich nichts über eine selbst hergestellten Sud wie die Rinderbrühe die ich heute zubereitet habe. Sie dann noch in einer leckeren Kartoffelsuppe nach Berliner Art zu verwenden und darin auch gleich noch das Rindfleisch zu verwerten, dass ich in der Brühe zuvor über mehrere Stunden butterweich gegart hatte, rundete das heutige Kochexperiment sozusagen sehr gelungen ab. Die Kartoffelsuppe selbst mit reichlich Wurzelgemüse, wie Knollensellerie, Möhren und Petersilienwurzel sowie natürlich einer nicht unbeträchtlichen Menge an Kartoffeln, einer fein abgestimmten Menge an Gewürzen und natürlich vor allem der selbst hergestellten Rinderbrühe erwies sich ebenfalls als mehr als gelungen. Wir bei Eintöpfen und Suppen üblich wird sie morgen wahrscheinlich noch einmal besser schmecken, denn diese gewinnen noch einmal an Geschmack wenn sie richtig durchgezogen sind, aber auch schon jetzt in der frisch zubereiteten Variante hätte mich wahrlich hinein knien können, so lecker hat sie geschmeckt. Nichts gegen die Hessische Kartoffelsuppe nach dem Rezept meiner Mutter, die immer zu meinen Favoriten zählen wird, aber das zusätzliche Rindfleisch hat auch seinen gewissen Reiz, soviel steht fest. Außerdem sind Eintöpfe und Suppen geradezu prädestiniert für die aktuelle kalte Jahreszeit. Daher war das bestimmt nicht das letzte Gericht dieser Art, dass bis zur Rückkehr des Sommers in meiner Küche entstanden ist. 😉

    70 - Berlin potato soup with beef & sausages - Side view / Berliner Kartoffelsuppe mit Rind & Würstchen - Seitenansicht

    71 - Berlin potato soup with beef & sausages / Berliner Kartoffelsuppe mit Rind & Würstchen - CloseUp

    Guten Appetit

    Grünkern-Sauerkraut-Auflauf (mit Bratwurst) – das Rezept

    Sonntag, Juli 21st, 2019

    Eigentlich hätte mein Grünkern-Risotto von gestern durchaus über das Wochenende gereicht, doch ich hatte bei meiner Recherche über Grünkern gleich noch ein zweites Rezept entdeckt, das ich unbedingt ausprobieren wollte. Also stellte ich mich am heutigen Sonntag erneut in die Küche und bereitete mir einen Grünkern-Sauerkraut-Auflauf mit Apfelstückchen zu. Eigentlich war das Gericht als vegetarisches Gericht ausgelegt, aber ich bin nun mal Fleisch-Fan, daher ergänzte ich mir das Ganze durch ein paar Bratwürste. Außerdem entschloss ich mich dieses Mal, den Grünkern vorher über Nacht einzuweichen, was den Garprozess beschleunigt und somit auch mehr Nährstoffe erhält. Und tatsächlich erwies sich das Rezept als erfreulich schnell zubereitet und dabei als überaus schmackhaft. Daher möchte ich es natürlich nicht versäumen, das Ganze hier einmal kurz in gewohnter Form vorzustellen.

    Was benötigen wir also für 3-4 Portionen?

    200g Grünkern
    01 - Zutat Grünkern / Ingredient freekeh

    1 größere Zwiebel (ca. 150g)
    02 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

    1 großer Apfel (ca. 220-250g)
    03 - Zutat Apfel / Ingredient apple

    1 Dose Sauerkraut (400g – 375g Abtropfgewicht)
    04 - Zutat Sauerkraut / Ingredient sauerkraut

    1 Teelöffel Kümmelsamen
    05 - Zutat Kümmelsamen / Ingredient caraway seeds

    1-1,5 Teelöffel Instant-Gemüsebrühe
    06 - Zutat Instant-Gemüsebrühe / Ingredient instant vegetable broth

    200ml Schlagsahne
    07 - Zutat Schlagsahne / Ingredient whipping cream

    150g geriebenen Gouda
    08 - Zutat Gouda / Ingredient gouda

    3-4 Bratwürste
    09 - Zutat Bratwürste / Ingredient sausages

    sowie etwas Öl zum braten
    und etwas Salz und Pfeffer zum würzen

    Beginnen wir am Vorabend der Zubereitung damit, den Grünkern in eine größere Schüssel zu geben und ihn darin gut mit Wasser zu bedecken,
    10 - Grünkern mit Wasser bedecken / Cover freekeh with water

    so dass er mindestens einen Finger tief in der Flüssigkeit liegt. Die Schüssel lassen wir über Nacht stehen damit der Grünkern sich vollsaugen kann.
    11 - Grünkern über Nacht einweichen / Let freekeh soak over night

    Am nächsten Tag sollte sich das Volumen des Grünkern deutlich vergrößert haben – jetzt ist er fertig für eine schnelle Zubereitung.
    12 - Grünkern eingeweicht / Soaked freekeh

    Jetzt schälen und zerkleinern wir die Zwiebel
    13 - Zwiebel zerkleinern / Hackle onion

    und schneiden den Apfel in Würfel. Ich überlegte ihn vorher zu schälen, aber verwarf die Idee dann wieder, da ja viele Nährstoffen gerade in der Schale zu finden sind.
    14 - Apfel würfeln / Dice apple

    Nun geben wir unseren eingeweichten Grünkern in einen kleinen Topf, geben bei Bedarf noch einen kleinen Schluck Wasser dazu,
    15 - Eingeweichten Grünkern in Topf geben / Put soaked freekeh in pot

    rühren den Teelöffel Gemüsebrühe ein
    15 - Gemüsebrühe einrühren / Stir inn vegetable broth

    und bringen das ganze zum kochen, um es dann auf reduzierter Stufen bei gelegentlichem umrühren über 10-15 Minuten ausquellen und garen zu lassen.
    16 - Grünkern köcheln lassen / Lett freekeh simmer

    Parallel dazu erhitzen wir ein bis zwei Esslöffel Öl in einer Pfanne
    17 - Öl in Pfanne erhitzen / Heat up oil in pan

    und geben zuerst die zerkleinerte Zwiebel
    18 - Zwiebel in Pfanne geben / Put onion in pan

    und wenig später auch die Apfelwürfel hinein
    19 - Apfelwürfel addieren / Add diced apple

    um beides für einige Minuten anzudünsten bis die Zwiebeln glasig geworden sind.
    20 - Alles andünsten / Braise

    Dann addieren wir auch das Sauerkraut, ruhig mit Flüssigkeit, vermischen es gründlich mit Zwiebel und Apfelwürfeln,
    21 - Sauerkraut hinzu geben / Add sauerkraut

    streuen dann den Kümmelsamen ein
    22 - Kümmel einstreuen / Intersperse caraway

    und dünsten alles weiter an.
    23 - Weiter andünsten / Continue braising

    Inzwischen dürfte dann auch unser Grünkern gar sein, so dass wir ihn in einem Sieb abtropfen lassen
    24 - Grünkorn abtropfen lassen / Drain freekeh

    und anschließend zu den restlichen Zutaten in die Pfanne hinzufügen können.
    25 - Grünkern in Pfanne geben / Add freekeh to pan

    Nachdem wir alle Zutaten wiederum gründlich miteinander vermengt haben
    26 - Verrühren & andünsten / Mix & braise

    lassen wir sie noch für einige weitere Minuten vor sich hin köcheln und schmecken sie dabei bei Bedarf mit etwas Salz und Pfeffer ab.
    27 - Mit Salz & Pfeffer abschmecken / Taste with salt & pepper

    Während unser Backofen dann auf 200 Grad vorheizt, geben wir unseren Grünkern-Sauerkraut-Apfel-Mix in eine Auflaufform,
    28 - In Auflaufform füllen / Put in casserole

    streichen es einigermaßen glatt,
    29 - Oberflächen glatt streichen / Flatten

    gießen dann die süße Sahne (Schlagsahne) hinzu
    30 - Sahne eingießen / Add cream

    und bestreuen es abschließed mit dem geriebenen Gouda.
    31 - Mit Käse bestreuen / Dredge with cheese

    Die so bestückte Auflaufform schieben wir dann für 20-30 Minuten auf der mittleren Schiene in den Ofen.
    32-  Im Ofen backen / Bake in oven

    In der Zwischenzeit wischen wir die Pfanne aus, bestreichen sie dünn mit etwas Öl und geben dann die Bratwürste hinein,
    33 - Würstchen in Pfanne geben / Put sausages in pan

    um sie rundherum goldbraun anzubraten.
    34 - Würstchen anbraten / Fry sausages

    Schließlich brauchen wir den fertig gebackenen Auflauf nur noch zu entnehmen
    35 - Freekeh sauerkraut casserole - Finished baking / Grünkern-Sauerkraut-Auflauf - Fertig-gebacken

    und können ihn sogleich, gemeinsam mit der Bratwurst, servieren und genießen.
    36 - Green spelt sauerkraut casserole - Served / Grünkern-Sauerkraut-Auflauf - Serviert

    Ich hatte ja befürchtet, dass der Auflauf noch der der Sahne schwimmen würde wenn ich ihn serviere, doch er Grünkern hatte sie scheinbar trotz vorherigen einweichens und anschließenden kochens komplett in sich aufgenommen zu haben, so dass ich nicht nur sehr leckeren, sondern auch angenehm saftigen Auflauf erhielt. Und die Kombination aus Grünkern, Sauerkraut und Apfelstückchen war wirklich ein geschmackliches Gedicht. Der Grünkern war meiner Meinung nach noch einen Deut nussiger als der lange gekochte aus dem Risotto von gestern. Und gemeinsam mit Sauerkraut, den Apfelstückchen und der leichten Kümmelnote ergab sich ein überaus leckeres und sättigendes Gericht. Die Bratwurst wäre da gar nicht mehr unbedingt notwendig gewesen, aber geschadet hat sie natürlich auch nicht unbedingt. Ob nun mit oder ohne Fleischbeilage, auf jeden Fall ein sehr empfehlenswertes Rezept.

    37 - Freekeh sauerkraut casserole - Side view / Grünkern-Sauerkraut-Auflauf - Seitenansicht

    Guten Appetit

    Nürnberger Rostbratwürstchen mit Sauerkraut & Kartoffelpüree [16.04.2019]

    Dienstag, April 16th, 2019

    Als großer Fan von Nudeln und Röstzwiebeln galt mein erster Blick beim Besuch unseres Betriebsrestaurants heute dem Mac & Cheese – Makkaroni mit gebratenem Speck in würziger Cheddarsauce und Röstzwiebeln, das in der Sektion Globetrotter angeboten wurde. Aber auch die Nürnberger Rostbratwürstchen mit Sauerkraut, Bratensauce und Kartoffelpüree aus dem Abschnitt Tradition der Region sind natürlich immer eine gute Wahl. Natürlich hatte ich auch mit den Gebackenen Polentataschen mit Ratatouille und Quarkdip bei Vitality oder dem Gebackener Seelachs mit Gemüse in Kokosmilchsauce, das neben an der Asia-Wok-Theke angeboten wurde, in der Vergangenheit gute Erfahrungen gemacht, aber meine engere Auswahl beschränkte sich heute eher auf Mac & Cheese und Bratwürste. Sah beides nicht schlecht aus und ich musste einen längeren Moment überlegen, bis ich mich schließlich für die Bratwürste entschied. Dabei spielte mit hinein, dass man dieses Mal offensichtlich „richtiges“ Kartoffelpüree mit Stückchen und keine Pulverware verwendet hatte – so sah es zumindest bei der Präsentation auf dem Bildschirm am Eingang aus.

    Nuremberger fried sausages with sauerkraut, gravy & mashed potatoes / Nürnberger Rostbratwürstchen mit Sauerkraut, Bratensauce & Kartoffelpüree

    Und ich hatte mich nicht getäuscht, das Kartoffelpüree war tatsächlich offensichtlich hausgemacht und nicht nur mit Instant-Pulver angerührt wie sonst so oft. Und das bei einer wirklich großzügigen Portionsgröße. Leider fehlte ein klein wenig Salz wie ich fand, aber das ließ sich glücklicherweise mit dem am Tisch bereitsstehenden Salzstreuer schnell beheben. Und auch die genau abgezählten sechs kleinen Würstchen nach Nürnberger Art erwiesen sich als sehr lecker und mit zahlreichen Kräutern im Brät auch gut gewürzt. Nur ein wenig knuspriger hätten sie noch sein können, immerhin waren es Rostbratwürste, aber das ist natürlich Geschmackssache. Einzig das Sauerkraut fand ich schon fast ein klein wenig zu Sauer, aber nicht so schlimm dass ich Punkte abziehen müsste. Die mild-würzige Bratensauce wäre dabei nicht unbedingt notwendig gewesen, da das Gericht eigentlich nicht zu trocken wirkte, aber geschadet hat sie auch nicht. Wie immer ein leckeres Gericht, bei dem man hier in unserem Betriebsrestaurant eigentlich nicht viel falsch machen kann.
    Beim Rennen um den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala lieferten sich heute die amerikanischen Käsenudeln und die Rostbratwürste ein wirklich sehr knappes Rennen, bei dem die Entscheidung bis zum letzten Moment sehr knapp erschien. Letztlich würde ich aber sagen dass die Mac & Cheese die Bratwürste knapp überholten und somit auf den zweiten Platz verwiesen. Auf Platz drei sah ich die Asia-Gerichte und auf einem guten vierten Platz folgte schließlich die Polentaschnitte.

    Mein Abschlußurteil:
    Nürnberger Rostbratwürste: ++
    Sauerkraut: ++
    Bratensauce: ++
    Kartoffelpüree: ++

    Schweinswürstl mit Sauerkraut, Bratensauce & Kartoffelstampf [28.01.2019]

    Montag, Januar 28th, 2019

    Zugegebenermaßen sah die Pilzpfanne mit Lauch und Kartoffeln im Abschnitt Vitality heute durchaus verlockend aus und ich überlegte auch kurz, ob ich hier zugreifen sollte. Doch es war wieder einer dieser Tage an denen ich Appetit auf Fleisch hatte, daher wandte ich meine Aufmerksamkeit auf die anderen Gerichte. Sowohl die Hähnchenbrust in der Knusperpanade mit fruchtigem Curry-Mangochutney, dazu Country Potatos bei Globetrotter als auch die 3 Stück Schweinswürstl mit Sauerkraut, Bratensauce und Kartoffelstampf klangen nicht schlecht, obwohl ich auch mit Gebackenen Frühlingsröllchen oder Gebratenem Schweinefleisch mit Thaigemüse in Austernsauce hätte lebenkönnen. Mein geheimer Favorit war jedoch die Hähnchenbrust in Knusperpanade. Doch leider musste ich feststellen dass, obwohl es noch nicht allzu spät war als ich essen ging, die Country Potatoes aus waren und man sie durch recht blasse und labbrig aussehende Pommes Frites ersetzt hatte. Da hatte ich keine große Lust drauf, also änderte ich kurzentschlossen meine Meinung und griff doch zu den Schweinswürsteln mit Sauerkraut.

    Pork sausages with sauerkraut, gravy & mashed potatoes / Schweinswürstl mit Sauerkraut, Bratensauce & Kartoffelstampf

    Die Präsentation war jetzt nicht so der Hit – von früheren Versionen weiß ich dass es auch besser geht – aber was Qualität und Geschmack anging ließ das Gericht meiner Meinung nach nichts zu wünschen übrig. Zu einem mit zahlreichen größeren Stückchen versetzten Kartoffelpüree – deswegen auch Kartoffelstampf – mit einem kräftigen Kartoffelaroma gesellten sich eine ausreichende Portion leicht säuerliches, aber angenehm knackiges Weißkraut und schließlich gleich drei dünne, aber lange Schweins-Bratwürste mit nicht allzu groben, aber sehr schmackhaft mit Gewürzen und Kräutern versetzten Brät. Im ersten Moment erschien es fast schon zu viel Fleisch für das Gemüse und die Sättigungsbeilage, aber wie sich herausstellte war es letztlich doch gut aufeinander abgewogen. Die recht dünne, aber gehaltvolle Sauce wäre dabei nicht unbedingt nötig gewesen, schadete aber letztlich auch nicht. Im nachhinein gesehen hätten ein paar Röstzwiebeln, vielleicht auf dem Kartoffelpüree, das Gericht noch sehr gelungen abgerundet, aber ich fand es auch ohne sehr gelungen und war mit meiner Wahl zufrieden.
    Bei den anderen Gästen lag die Hähnchenbrust aber doch etwas höher in der Gunst und konnte sich mit kleinem, aber deutlichen Vorsprung den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern. Dabei hatten die meisten aber noch Country Potatoes bekommen hatten, ich kann also nicht sagen ob nur ich den Wechsel zu Fritten als Nachteil sahen oder ob sich dieser Wechsel nicht auswirkte. Während meines Besuches auf jeden Fall konnten die Schweinswürstel nur einen guten zweiten Platz erreichen, gefolgt von den Asia-Gerichten auf Platz drei und der vegetarischen Pilzpfanne auf einem guten vierten Platz.

    Mein Abschlußurteil:
    Schweinswürstl: ++
    Bratensauce: +
    Sauerkraut: ++
    Kartoffelstampf: ++