Austern in Cabarete, Geburtstagsparty & am Strand in Puerto Plata [29. & 30.07.2017]

Heute war nun der große Tag der Party, jedoch gab es nicht mehr viel vorzubereiten, daher entschlossen wir uns bis in den Nachmittag hinein ein wenig am Strand von Cabarete westlich von Puerto Plata abzuhängen. Cabrete ist genau wie Sosua ein typischer Touristen-Ort an der Strandpromenade sowie am Strand ziehen sich Bars, Restaurants und Andenkengeschäfte entlang, außerdem gibt es natürlich viele Hotels und Unterkünfte aller Art. Allerdings scheint jetzt eher Nebensaison zu sein, denn es ist hier viel zu heiß und nur wenige Touristen tummelten sich in den Etablisments – nur die Kite Surfer waren wie üblich in Cabarete zahlreich und der Wind wehte kräftig vom Atlantischen Ozean und brachte neben guten Wetterverhältnissen für diese Sportart auch etwas Erfrischung für die wenigen Strandgäste wie uns.

16 - Kite Surfers in Cabarete

Da nur wenige andere Touristen am Strand saßen, stürzten sich aber leider auch die dennoch zahlreichen Strandverkäufer regelrecht auf uns. Es vergingen selten zehn Minuten dass man uns nicht Schmuck, Zigarren oder Lebensmittel anbot. Auf Wunsch meiner Begleitung griffen wir schließlich bei einem Verkäufer zu, der unter anderem frische Austern anbot. Ich hatte seit Ewigkeiten keine Austern mehr gegessen, daher war ich der Sache nicht ganz abgeneigt. Die Austern wurden am Tisch mit einem Messer geknackt und mit frisch gepressten Limonensaft garniert, bevor sie an uns weiter gereicht wurden.

17- Austern in Cabarete / Oysters in Cabarete

Ich bin aber weiterhin der Meinung, dass man bei Austern nur wenig vom Eigengeschmack dieser Muscheln schmeckt, einen großen Teil des Geschmacksmacht der Limonensaft aus. Aber lecker sind sie, in solch frischem Zustand, allemal. Einziger kleiner Wermutstropfen waren die kleinen Splitter der Schale, die manchmal in das Muschelfleisch gerieten. Aber wir aßen dennoch bestimmt insgesamt an die zwanzig Stück davon.
Schließlich verließen wir Cabarete und kehrten in unsere Unterkunft zurück. Meine Begleiterin, das Geburtstagskind, musste sich noch umziehen und ließ sich noch die Haare richten. Das zog sich hin und es war beriets nach 21:00 Uhr, als wir schließlich in Richtung Puerto Plata aufbrachen, um die Torte abzuholen. Auf dem Weg dorthin holten wir noch einige der Gäste ab, die mit uns zur Ziellocation fahren sollten. Ich als Deutscher hatte ständig im Hinterkopf, dass bei all der Trödelei wir niemals rechtzeitig ankommen würden – aber die Einheimischen hatten hier die Ruhe weg und wir schafften es tatsächlich, noch rechtzeitig den Kuchen abzuholen und am Ziel anzukommen. Die fertige Torte machte übrigens einiges her. Und da ich mich gestern beschwert hatte, dass ich so lange am Strand alleine gelassen worden war, zierte als kleine Entschädigung mein Initial sogar noch zusätzlich zum Initial des Geburtstagskindes die Torte. 😀

18 - Geburtstagstorte

Über den eigentlichen Veranstaltungsort kann ich zwar einiges erzählen, allerdings habe ich das wichtigste von allen nicht herausfinden können: den Namen des Musikclubs. Es handelte sich dabei um eine im ersten Obergeschoss eines Gebäudes befindliche Art Discothek, in der aber natürlich vornehmlich die lokal beliebten Musksorten wie Merengue, Bachata und Reggeaton gespielt wurden. Der Ort war ganz normal geöffnet und gut gefüllt, für die Feiernden der Party hatte man jedoch die sogenannte VIP Lounge, eine Empore mit weißen Sitzmöbeln oberhalb der Tanzfläche reserviert. Es gab rosa Champanger und natürlich viel Bier, vor allem die lokale Marke Presidente und das hier ebenfalls sehr beliebte Corona. Außerden wurde natürlich getanzt, viel getanzt.

19 - Party in Puerto Plata

Der Abend war bereits weit fortgeschritten und die Torte hatte bereits erste Kollateralschäden hinnehmen müssen, als wir gegen kurz vor 3:00 Uhr endlich drei Funkenfontänen in den Kuchen gesteckt und angezündet wurden, um das Geburtstagskind noch einmal hoch leben zu lassen.

20 - Geburtstagstorte 21 - Feuerwerk auf Geburtstagstorte / Fireworks on birthday cake

Nachdem die Lichter abgebrannt waren, wurde der Kuchen schließlich unter den Anwesenden aufgeteilt. Jetzt beim zerlegen sah man auch, dass hier viel mit Holzstäbchen, Strohhalmen und einer Styroporplatte getrickst worden war, um den Kuchen stabil zu halten. Nach Aufteilung eines Teils des Kuchens, die Reste nahmen wir mit nach Hause, löste sich die Party dann schließlich auf und es muss schon fast vier Uhr gewesen sein, also wir schließlich in die Betten fielen und fast unmittelbar einschliefen.
Verständlicherweise begann der nächste Tag daher auch erst gegen Mittag. Wir aßen zu Hause ein Sandwich und brachen dann in Richtung Puerto Plata auf – denn ich hatte bisher die Strände in Sosua und Cabarete zwar ausführlich erkunden können, war aber noch nie in der Provinzhauptstadt am Meer gewesen. Das sollte sich heute ändern. Am westlichen Ende der Stadt bogen wir in Richtung der dort gelegenen Playa Costambar ab. Durch ein bewachtes, aber offenes Tor kamen wir in ein Gebiet, in dem wohl vornehmlich Luxus-Ferienhäuser angesiedelt waren. Alle fünfhundert Meter waren hier Bremsschwellen in die Straße eingelassen, so dass es größtenteils nur in Schrittgeschwindigkeit voran ging. Nachdem wir direkt an der Strandpromenade das Auto auf einem bewachten Parkplatz im Schatten einiger Bäume abgestellt hatten, erkundeten wir den nahgelegenen, mit zahlreichen Palmen schattig bewachsenen Strand, an dem sich natürlich einige Bars und Restaurants befanden. Das Publikum hier schien aber eher einheimischer Natur zu sein, ich sah weniger westliche Touristen. Schließlich ließen wir uns in einer Bar mit Namen “El Carey” nieder und bestellten einige Getränke. Von dessen Terasse hatte man einen schönen Blick auf einen Teil des Ozeans, in dem sich zahlreiche Badegäste tummelten.

22 - Am Strand in Puerto Plata / At the beach in Puerto Plata

24 - Badende am Strand in Puerta Plata / Bathing at beach in Puerto Plata

Natürlich wurde auch hier wieder viel einheimische Pop-Musik gespielt und es wurde natürlich auch wieder gerne und viel getanzt – das gehört in der Karibik scheinbar einfach zum Lebensgefühl. 😉

23 - Tanz im El Carey / Dance in El Carey

Am späteren Nachmittag machten wir uns dann auf den Rückweg, legten allerdings noch einen kleinen Zwischenstop in der Pizzeria San Fernando in der Camino Real in Puerto Platas Innenstadt ein – ein Schnellrestaurant das ich ja bereits hier und dort erwähnte hatte – um einen Abendsnack zu uns zu nehmen. Ich entschied mich dabei für eine “kleine” Pizza Salsiccia Italiana für 320 Pesos, die in relativ kurzer Zeit frisch für mich zubereitet wurde.

25 - Pizza Salsicca Italiana - Puerto Plata

Neben Stücken von verschiedenen Wurstsorten wie Salami und Mortadella bestand der Belag aus Zwiebeln, Mais, Tomaten und natürlich viel Käse. Definitiv kein leichter Genuss, aber dennoch – oder gerade deswegen? – sehr lecker.
Wieder im Appartment angekommen, standen wir vor dem Problem war wir mit dem vielen restlichen Kuchen von gestern machen sollten, der noch immer im Kühlschrank wartete. So kam es zu der Entscheidung, in den nahegelegenen, etwas einfachereren Teil von Cangrejo zu fahren und die dortigen Leute, vor allem die Kinder, mit den Resten der riesigen Torte zu beglücken. Und unser Geschenk wurde natürlich dankbar angenommen. 🙂

26 - In Cangrejo 01 27 - In Cangrejo 02

Hinzu kam, dass ich als “Blanco” scheinbar eine ziemlich Attraktion für die Jungen und Mädchen war – viele Touristen kommen hier nämlich bestimmt nicht her.
Am späteren Abend verschlug es uns dann schließlich noch einmal nach Cabarete. Wobei Nachtfahrten in der Domnikanischen Republik etwas sind, was ich selbst meinem schlimmsten Feind nicht wünsche. Die Menschen hier fahren ja schon Tagsüber als gäbe es kein Morgen und überholen selbst in Hochrisikosituationen gnadenlos. Hinzu kommen die vielen Motorradfahrer, die weder rote Ampeln noch irgend welche anderen Verkehrsregeln berücksichtigen. Aber Nachts ist wirklich die Hölle, denn das Fernlicht bleibt bei den meisten Autos scheinbar immer eingeschaltet, egal ob jemand entgegen kommt oder nicht. Und als wäre das noch nicht genug, montieren sich viele Fahrer noch riesige, ultrahelle LED-Panels am Frontgrill oder auf dem Dach, die den Gegenverkehr noch zusätzlich zu blenden. Es macht Nachts wirklich keinen Spaß, in der Dominikanischen Republik über Land zu fahren. Aber dennoch kamen wir schließlich unbeschadte in Cabarete an und begaben uns in eine der Standbars, die jetzt kurz vor Mitternacht zu einer Diskothek mit Türstehern mutiert war.

28 - Nacht in Sosua / Night in Sosua

Am Stand war weniger los, aber im Gebäude wurde auch hier wieder viel getanzt und natürlich getrunken. Lange blieben wir aber nicht, denn leider war ja morgen bereits meine Rückreise angesetzt und ich hatte noch einiges zu packen. Daher kehrten wir schließlich schweren Herzens in die Unterkunft zurück.

Bayahibe und Ausflug auf die Insel Saona [07.01.2017]

Es war so gegen 9:00 Uhr morgens, als wir unsere kleine Ferienhütte neben dem Hotel Bayahibe verließen, um uns eine Bar oder ein Café zum Frühstücken zu suchen.

110 - Hotel Bayahibe

Doch noch bevor wir etwas fanden, wurden wir von einem Mann angesprochen, der uns eine Tour auf die Insel Saona verkaufen wollte. Normalerweise bin ich ja kein Freund davon, solche Dinge einfach auf der Straße zu kaufen, doch dieses Mal ließ ich mich dennoch breit schlagen und wir erwarben zwei Tickets für einen solchen Ausflug zum Preis von 1.600 Pesos pro Person, also ca. 32 Euro. Darin inbegriffen waren die Anreise mit dem Boot sowie alle Getränke, ein Mittagessen auf der Insel und natürlich die Rückreise nach Bayahibe. Nach dem Erwerb erhielten wir die Tickets, die uns in Form von Armbändern um die Handgelenke geklebt wurden.

20160107Armband-Ausflug-Saona

Jetzt blieb uns aber nur noch wenig Zeit zum Frühstücken, denn wir mussten erst einmal ein paar Sachen zusammenpacken für den Strandaufenthalt. Danach versuchten wir noch, in einem Café etwas zu Essen zu bekommen, doch die Bedienung war einfach zu behäbig, so dass wir ohne Essen schließlich zum Abfahrtsort am Strand von Bayahibe gingen. Hier warteten bereits Menschenmassen von einheimischen und ausländischen Touristen, die offensichtlich das selbe Ziel hatten.

112 - Wartende Touristen - Bayahibe 111 - Abfahrt am Strand von Bayahibe

Der Einheimische, der uns die Tickets am verkauft hatte, erkannte uns sofort wieder und winkte uns heran, so dass wir schon bald auf eines der Schnellboote steigen konnten, die uns aus dem Hafen hinaus fuhren. Ich nahm zuerst an, dass wir die komplette Tour mit dem Schnellboot fahren würden, doch das Boot brachte uns nur etwa einen Kilometer aufs offene Meer, wo ein großer Katamaran auf uns wartete, in den wir umstiegen.

113 - Fahrt zum Katamaran
Auf dem Schnellbott

Der Kapitän des Bootes war ein großer, breit gebauter dunkelhäutiger Einheimischer (oben auf dem Bild stehend zu sehen), der sich uns unter dem Namen “Black and White” vorstellte und uns ein paar wenige Verhaltensregeln für das Schiff gab, bevor sich dieses schließlich mit Motorantrieb in Richtung Süden in Bewegung setzte. In der Mitte des Schiffes befand sich eine Bar, an der Bier, Rum, Cola und andere alkoholische und nicht-alkoholische Getränke kostenlos ausgeschenkt wurden, während aus den Lautsprechern einheimische Musik tönte. Es war inzwischen kurz nach 10:00 Uhr.

114 - Auf dem Katamaran

Ich hatte aufgrund der Menschenmassen am Strand ja befürchtet, dass wir in vollkommen überfüllten Booten nach Saona geschippert werden würde, doch die Anzahl von Personen pro Boot hielt sich wie man auf dem Foto sieht in Grenzen und wir hatten genug Platz, um die Fahrt zu genießen. So fuhren wir also an der Küste der Halbinsel entlang

117 - An der Küste entlang 03
116 - An der Küste entlang  02 115 - An der Küste entlang  01

während uns die Crew mit Getränken versorgte und teilweise auch zum tanzen animierte. So stelle ich mir Urlaub vor. 🙂

118 - Party auf dem Katamaran 01

119 - Party auf dem Katamaran 02

Gegen 12:00 Uhr erreichten wir schließlich die Insel Saona und gingen vor ihrer Küste vor Anker. Mehrere Schnellboote kamen von der Küste, um uns zum Strand zu bringen.

118 - Erreichen des Insel Saona

120a - Fahrt zum Strand

Dort rief uns noch einmal ein Mann aus der Crew des Katamarans zusammen und erklärte uns, dass es ab ca. 13:00 Uhr Mittagessen an den überdachten Sitzgelegenheiten im hinteren Bereich des Strandes geben würde und man sich an der kleinen blauen Bar im Vordergrund mit Freigetränken versorgen könne.

121 - Am Strand von Saona

Also zogen wir uns auf ein paar freie Liegen zurück und entspannten erst einmal etwas, bis es schließlich Essen geben sollte. Natürlich tummelten sich auch hier Verkäufer für handgemachten Schmuck, Zigarren und ähnliches, aber sie waren bei weitem nicht so aufdringlich und häufig, wie an anderen Stränden wie in Sosua oder Boca Chica.
Gegen kurz nach eins begaben wir uns schließlich zur Essensausgabe, wo sich aber bereits eine lange Schlange gebildet hatte.

122 - Schlange zur Essensausgabe

Aber diese bewegte sich relativ schnell voran und nachdem wir uns mit Papiertellern und Plastikbesteck versorgt hatten, ließen wir uns von den Servicekräften an der kleinen Ausgabetheke die Teller mit allem voll Laden, was diese so anbot. Es gab Spaghetti, Reis, verschiedene Fleischsorten und Karotffelpüree mit Möhren.

123 - Buffet am Stand von Saona

An einer zweiten Theke konnte man sich in Selbstbedienung außerdem mit Weißbrot, verschiedenen Salaten und Obst in Form von Ananas versorgen.

124 - Buffet am Strand von Saona 02

Das waren jetzt natürlich keine kulinarischen Highlights, aber für einen Strandausflug wie diesen vollkommen angemessen.
Nach dem Essen blieben uns noch etwa eineinhalb Stunden, um weiter am Strand zu relaxen und ggf. auch mal ins kristallblaue, angenehm warme Wasser zu gehen. Dabei konnten wir uns weiterhin mit freien Getränken an der Bar versorgen. Von ein paar dunklen Wolken, die zeitweise vorbei zogen, ließen wir uns nicht verdrießen.

125 - Am Strand von Saona 02 127 - Am Strand von Saona 04

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Am Strand von Saona

Um kurz nach 15:00 Uhr machten wir uns schließlich auf den Rückweg, dieses Mal aber nicht mit Katamaran, sondern mit dem Schnellboot. Dabei machten wir noch einen kleinen Zwischenstopp an einer Sandbank, wo wir vom Boot in das gerade einmal hüfttiefen Wasser steigen konnten.

129 - An der Sandbank 01
130 - An der Sandbank 02 131 - An der Sandbank 03
Auf der Sandbank

Nach einer halben bis dreiviertel Stunde Aufenthalt ging es schließlich weiter und zurück nach Los Melones / Bayahibe, wo uns das Schnellboot im Hafen wieder bis nah an den Strand brachte. Es war inzwischen etwa 16:45 Uhr.

132 - Zurück im Hafen von Bayahibe

Nun gingen wir zurück in unsere kleine Ferienhütte, wo wir erst uns einmal frisch machten. Außerdem hatte der Fahrtwind des Bootes die Frisur meiner Begleitung ziemlich durcheinander gebracht, so dass diese erst einmal für über eine Stunde in einen nahen Friseursalon verschwand, um sich dort die Haare richten zu lassen.
Erst später am Abend, es war inzwischen bereits gegen 21:00 Uhr, konnten wir uns dazu durchringen, noch einmal aufzubrechen und uns eine nette Location zum Abendessen zu suchen. Nachdem wir einige Zeit durch Bayahibe gelaufen waren, fiel unsere Wahl schließlich auf das kleine Restaurant Mare Nuestro direkt neben dem Capitan Kidd, das wir ja gestern Abend beehrt hatten. Das kleine zweistöckige Holzgebäude mit großer Dachterrasse sprach uns einfach am meisten an.

133 - Restaurant Mare Nuestro

134 - Restaurant Mare Nuestro 02
Lounge & Restaurante Mare Nuestro

Zuerst suchten wir uns einen Platz im Erdgeschoss, doch hier schien sich keiner um uns kümmern zu wollen. Wir wollten schon wieder gehen, als uns ein Angestellter aus einem kleinen Küchenfenster zurief, dass nur auf der Dachterrasse bedient würde. Also begaben wir uns nach oben und fanden trotz vieler Gäste dort glücklicherweise noch einen freien Platz mit wunderbaren Blick auf den nahen Hafen von Bayahibe.

135 - Im Restaurant Mare Nuestro 136 - Blick auf den Hafen von Los Melones - Restaurant Mare Nuestro

Gegenüber des Restaurants fand zur gleichen Zeit eine große Party statt, wie man mir erzählte handelte es sich dabei um eine sogenannte Quinceañera, eine Feier die in vielen lateinamerikanischen Ländern zum 15ten Geburtstag eines Mädchens üblich ist und den Übergang der Gefeierten vom Kind zur jungen Frau darstellt. Das Ganze war wirklich prachtvoll und pompös gestaltet und ich hatte so etwas noch nie vorher gesehen, daher erwähne ich es einfach mal in diesem Beitrag.

139 - Quinceanera
Quinceañera auf der anderen Straßenseite

Ganz wie der Name des Restaurants vermuten ließ, war die Karte sehr stark Gerichte mit Fisch und Meeresfrüchte ausgelegt. Vor allem die Variationen von Pasta mit unterschiedlichsten Fisch- und Meeresfrüchten umfasste gleich mehrere Seiten. Noch während wir das umfangreiche Angebot studierten und versuchten unsere Wahl zu treffen, brachte man uns zwei Bruschetta als kleine kostenlose Vorspeise.

137 - Bruschetta - Restaurant Mare Nuestro

Ich entschied mich schließlich für die Spaghetti con Langosta zum Preis von 800 Pesos, während meine Begleitung die Spaghetti con Camarónes wählte. Ich hatte ja erwartet dass man die Langosta, also den Hummer, einfach in der Sauce verarbeitet haben würde. Doch als das Gericht schließlich serviert wurde, wurde ich eines besseren belehrt.

138 - Spaghetti Langosta - Restaurant Mare Nuestro

Auf einer großen Portion Spaghetti mit einer Tomaten-Meeresfrüchte-Sauce thronten zwei kleine halbierte, gegrillte Hummer, bei denen ich nun selbst mit Messer und Gabel das zarte Hummerfleisch aus ihrer Schale befreien musste. Zum Glück brachte die Bedienung dazu noch einen zusätzlichen Teller, denn hätte ich das auf den Spaghetti versucht, wäre es wahrscheinlich zu einer Sauerei gekommen. 😉
Im Verzehr war das Gericht also etwas aufwändiger, aber es lohnte sich alle Mal, denn frisches Hummerfleisch gilt nicht umsonst als Delikatesse. Der Saft einiger Spalten von Limonen, die ich mir noch bringen ließ, rundeten das ganze Geschmacklich schließlich sehr gelungen ab.
Wir gingen anschließend noch einmal ein Stück nach Bayahibe hinein und genossen in einer Bar an der Straße noch ein großes Presidente-Bier, bevor wir schließlich in unsere Ferienhütte zurückkehrten und uns zu Bett begaben. Nach dem erlebnisreichen Tag waren wir schnell eingeschlafen.

Cheeseburger @ Sosua Beach [10.06.2016]

Nach all der Fahrerei in den letzten Tagen entschlossen wir uns heute dazu, mal etwas am nahen Strand zu entspannen. Vorher musste ich noch den Mietwagen abgeben, doch das gestaltete sich recht einfach, denn der Mietwagen-Verleiher kam einfach bei meiner Unterkunft vorbei, inspizierte den Wagen kurz und nahm ihn dann mit. Wirklich ein Spitzenservice – da konnte man nicht meckern. Danach ging es mit dem Public Taxi an den Strand von Sosua.

Beach of Sosua

Im Gegensatz zum Strand von Cabarete etwas weiter östlich wachsen hier neben den üblichen Palmen vor allem im hinteren Bereich auch zahlreiche lokale Laubbäume, die vor allem den Sitzgelegenheiten vor der sich aneinander reihenden Strandbars und Bistros viel Schatten spenden. Im vorderen Strandbereich auf der freien Sandfläche, an der die sanften Wellen des Atlantischen Ozeans an den flachen Strand schlagen, finden sich für aber auch zahlreiche Liegen für Sonnenhungrige.

Beach of Sosua

Wir ließen uns vor einer der Strandbars, mit der ich bereits bei einem meiner vorherigen Besuche gute Erfahrungen gemacht hatte: dem El Chulo Bar & Restaurant. Wie gewohnt war man schnell am Tisch, fragte uns nach den Getränke-Wünschen und brachte uns die Speisekarte.
Ich entschied mich dieses Mal für einen hausgemachten Cheeseburger mit Pommes Frites für 450 Pesos.

Cheeseburger - Sosua Beach

Die Pommes Frites waren leider etwas labbrig und auch die mit einer großen Bulette, einer Scheibe Käse, Salat, Tomatenscheibe und einem Zwiebelringe belegten beiden aufgetoastetenBurgerbrötchen-Hältften, die man sich man eigenem Gutdünken mit Ketchup und Mayo garnieren konnte, trafen nicht ganz meinen Geschmack. Vor allem die Bulette war für meinen Geschmack etwas zu kräftig und auch nicht sonderlich passend gewürzt. Mit Burgern scheint man es hier wirklich nicht so zu haben.
Besser hatte da meine Begleitung gewählt, denn sie hatte zum Chicken Cordon Bleu mit Kochbananen-Chips (Platanos) gegriffen.

Chicken Cordon Bleu - Sosua Beach

Die mit Käse und Schinken gefüllte, zarte Hähnchenbrust wurde in einer milden Pilzsauce gemeinsam mit den noch warmen Kochbanenen-Scheiben sowie einem kleinen Beilagensalat serviert mit Tomate und Gurke serviert, den man sich mit der am Tisch bereitstehenden Essig-Öl-Mischung garnieren konnte. Geschmacklich sehr gelungen, wenn auch mit 550 Pesos nicht gerade ein billiger Spaß.
Mehr gibt es vom heutigen Tag leider nicht zu berichten – er sollte ja auch primär der Entspannung und Erholung dienen.

Weiterfahrt nach Las Galeras

Nach einem kleinen französischen Boulangerie in Las Terranas, in der ich mir einem landestypischen Santo Domingo Kaffee zwei überbackene, warme Croissants, einen mit Schinken und den anderen mit Tomaten belegt, gönnte

Croissants - Boulangerie - Las Terrenas

checkten wir aus dem Hotel aus und begaben uns auf die Weiterfahrt nach Las Galeras, etwas 75 Kilometer weiter östlich. Zuerst fuhren wir zurück nach Sanchéz und dann weiter über die Regionalhauptstadt Samana bis hin zu dem im äußersten Nordosten der Halbinsel gelegenen Ortschaft Las Galeras. Eine Fahrt die etwa eine Stunde und fünfundvierzig Minuten dauerte. Hier sollten man angeblich über einen besonders schönen Strand vorfinden – und ich sollte nicht enttäuscht werden.

Las Galeras

Las Galeras Beach

Las Galeras Beach

Las Galeras Beach
Las Galeras Beach

Um die Mittagszeit bekamen wir Hunger und auf Anfrage brachte uns eine Einheimische der nahegelegenen Strandküche einige frisch gefangenen Fische und Meeresfrüchte, aus denen wir unsere Auswahl für das Mittagsmahl treffen sollten.

Fresh fish / Frischer Fisch - Las Galeras Beach

Wir entschieden uns für zwei kleinere Fische in einer Kokosmilchsauce und einige Langusten mit Knoblauchsauce, dazu sollte Bohnenreis, gebratene Kochbananen und ein mit Öl-Dressing angemachter Salat serviert werden. Es dauerte etwa eine halbe bis eine dreiviertel Stunde, bis das Essen schließlich fertig war und auf einem der wackeligen Tische nahe des Strandküche serviert wurde.

Lunch @ Las Galeras Beach

Die Zubereitung sah zwar nicht ganz so professionell aus wie jene, die wir am Tag zuvor in Las Terrenas genossen hatten, aber geschmacklich gab es nichts daran auszusetzen. Von den Langusten war nach dem Abziehen zwar nicht allzu viel übrig geblieben, aber damit hatte ich gerechnet. Mit meinem Anteil von den beiden Fischen reichte die Menge mehr als aus, um satt zu werden.
Am späteren Nachmittag zogen dunkle Wolken auf und es sah nach Regen aus, so dass ich entschloss dass wir hier nicht ein weiteres Hotel suchen, sondern zurück fahren sollten. Eine gute Entscheidung, denn ich war gerade aus Las Galeras heraus gefahren, als die Fluten losbrachen und ein heftiger Platzregen hernieder ging. Ich konnte nur noch langsam über die schmalen Straßen fahren und es dauerte über eine Stunde, bis ich aus dem Regengebiet langsam heraus fuhr und der Niederschlag nachließ. Und weitere drei Stunden fahrt später kamen wir schließlich an unserem Ausgangspunkt an.

Ausflug nach Las Terrenas

So schön die Städte und vor allem die Strände Sosua und Cabarete auch sind, natürlich wollte ich auch dieses mal etwas mehr vom Land sehen. Daher entschloss wir uns dazu, mit dem Mietwagen mal in Richtung Osten auf die Halbinsel Samana zu fahren, um genau zu sein nach Las Tarrenas an der Nordküste. Über die namensgebende Hauptstadt Samana und ihre direkte Umgebung hatte ich ja in diesem Bericht von meinem ersten Besuch im Oktober letzten Jahres einmal ausführlicher berichtet. Es war bereits später Vormittag, als wir schließlich zu der drei- bis vierstündigen Fahrt aufbrachen und ich war erstaunt, wie leer die Autopista 5 zwischen Sosua und dem ersten Zwischenziel, der Stadt Nagua, war und ich legte die 122km trotz schlechter Straßenlage in nur etwas mehr als einer Stunde zurück. In Nagua selbst wurde es schwieriger, denn die Strecke war nicht besonders gut ausgeschildert, so dass wir uns erst einmal verfuhren, bevor uns ein Einheimischer schließlich auf die richtige Strecke brachte und nach einer weiteren Stunde erreichten wir die kleine Ortschaft Sanchez in etwas mehr als 40km Entfernung. Einige langsam fahrende LKWs, die nur schwer zu überholen gewesen waren, hatten etwas Zeit gekostet. Was nun kam, war eine wirkliche Herausforderung, denn wir fuhren auf einer engen, steilen Straßen, die sich durch bewaldete Hügel wanden

Streets to Las Terranas

und immer wieder kleine Dörfer durchquerten, in denen gerade viele Schulkinder in den landestypischen Schuluniformen über die Straßen liefen, so dass ich doppelt aufpassen musste. So brauchte ich für die vielleicht 17km zwischen den beiden Ortschaften noch einmal eine knappe dreiviertel Stunde, bevor wir schließlich am Stadtrand von Las Terrenas ankamen.

Bienvenidos a Las Terrenas

Nun mussten wir nur noch irgendwie zum Strand kommen und aufgrund des starken Verkehrs mit vielen der von mir nicht so sehr geschätzten MotoTaxis dauerte es einige Zeit bis wir schließlich dort ankamen – wobei ich mehr als einmal fast in eine Einbandstraße, die hier nur mit unscheinbaren “Una vida” Schildern gekennzeichnet sind, gefahren wäre.

Las Terrenas

Als nächstes ging es daran, eine Unterkunft zu finden. Entgegen meines sonstigen Verhaltens hatte ich nicht vor Fahrtbeginn gebucht, sondern wir begaben uns vor Ort auf die Suche und erlebten beim ersten Hotel, dem Aparthotel Residencia del Paseo, auch gleich eine Enttäuschung: Hier gab es keine Zimmer ohne vorherige Reservierung. Doch direkt am Strand entdeckten wir schließlich ein kleine Unterkunft, das Hotel Guayacan, welches genau das richtige zu sein schien.

Hotel Guayacan, Las Terrenas

Für 1600 Pesos, knapp 30 Euro, für eine Übernachtung war hier auch der Preis absolut in Ordnung. Es hätte noch weitere und luxoriösere Unerkünfte vor Ort gegeben, aber für eine Nacht war das in Ordnung. Über eine kleine Treppe und vorbei an einem Aufenthaltsraum mit zahlreichen Tischen und Sitzmöglichkeiten

Hotel Guayacan - Lounge

und einem kleinen Vogelkäfig im Erdgeschoss

Hotel Guayacan - Vogelkäfig / Birdcage

erreichten wir schließlich unser einfaches, aber gemütliches Zimmer mit Balkon samt Strandblick.

Hotel Guayacan - Room Hotel Guayacan - Bed / Bett
Links: Blick ins Zimmer – Rechts: Bett

Hotel Guayacan - Bacony door / Balkontür Hotel Guayacan - Beach view / Blick zum Strand
Links: Balkontür – Rechts: Blick vom Balkon zum Strand

Ein kleiner Wermutstropfen waren die Fundament-Reste auf der Wiese neben dem Gebäude, aber das war immer noch besser als wenn der Strandblick durch ein weiteres Gebäude verbaut worden wäre.
Außerdem gehörte natürlich ein kleines Bad mit WC, Waschbecken und Dusche zum Zimmer, in dem frische Handtücher und Seife bereit lagen.

Hotel Guayacan - Bath / Badezimmer
Blick ins Badezimmer

An der Wand war außerdem ein kleiner Flachbildschirm zum Fernsehen angebracht (die zugehörige Fernbedienung hatte man beim Einchecken ausgehändigt) und – was am wichtigsten war – an der Decke befand sich über dem Bett ein großer, leistungsstarker Ventilator, der Kühlung versprach.

Hotel Guayacan - TV Hotel Guayacan - Deckenventilator
Links: TV – Rechts: Deckenventilator

Nachdem das Zimmer bezogen war, ging es daran etwas für ein leicht verspätetes Mittagessen zu suchen. Direkt gegenüber des Hotels fand sich dazu eine Gebäude mit einem zum Meer offenen Gastraum, in dem wir überschwänglich vom wohlbeleibten Gastwirt und seiner Frau begrüßt wurden. Jetzt am frühen Nachmittag und außerhalb der Saison, waren wir die einzigen Gäste, doch das störte uns nicht. Man brachte sofort die laminierte Speisekarte und fragte nach Getränkewünschen. Neben Nudelgerichten, Pizza und einigen lokalen Gerichten fiel mein Blick vor allem auf die Fischgerichte, die frisch mit dem Fang des jeweiligen Tages zubereitet wurden – direkt neben dem Gebäude lagen einige Fischerhütten und die zugehörigen Boote auf dem Strand.

Las Terrenas - Fisher boats / Fischerboote

Las Terrenas - Huts / Hütten Las Terrenas - Huts / Hütten

Aus dieser Fischsektion der Speisekarte entschied ich mich für ein Filete de Mero al Coco & Platanos (frittierte Kochbananen-Chips) für 400 Pesos, während meine Begleitung den Pescado frito mit Reis für 300 Pesos wählte. Nach kurzer, akzeptabler Wartezeit wurden die Gerichte schließlich serviert.

Filete de Mero al Coco Platano frito
Filete del Mero al Coco mit Platanos

Pescado frito Arroz
Pescado frito & Reis

Beide Gerichte wurden halb und halb geteilt, so dass jeder beide Varianten probieren konnte. Das Filete de Mero erwies sich als angenehm zart, saftig und so gut wie frei von Gräten, dazu passte wunderbar die mit Stücken von roter und grüner Paprika versetzten, mild-fruchtigen Kokossauce und die Kochbanen bildeten eine überaus passende Sättigungsbeilage. Leider fehlte eine solche Sauce beim gebratenen Fisch, dessen beiden Tiere scheinbar geschuppt, ausgenommen und gewürzt am Stück gebraten worden waren. Hier fanden sich außerdem natürlich vor allem im Kopf- und Schwanzbereich zahlreiche Gräten im Fleisch, das aber dennoch angenehm zart und glücklicherweise nicht ganz so trocken war, wie ich es zuerst erwartet hatte. Beides sehr lecker, wir waren sehr zufrieden.
Um die Verdauung anzuregen, ging es danach zu einem kleinen Strandspaziergang über einen wundervollen, mit zahlreichen schattenspendenden Palmen bewachsenen Sandstrand.

Beach Las Terrenas
Las Terrenas Beach

Dabei entdeckte ich ein kleines Schiff, das scheinbar vor der Küste von Las Terrenas vor Anker lag

Las Terrenas Beach - Ship

und an eine kleine Galleone oder mehr noch eine Karavelle erinnerte. Es gehörte wohl zu einer der Strandbars weiter hinten am Strand und es schien, als könne man sich auch dorthin übersetzten lassen. So weit wollte ich heute aber nicht gehen.
An einer kleinen Strandbar etwas weiter hinten nahmen wir schließlich ein gekühltes Presidente, die lokale, durchaus süffige Biersorte, zu uns

Las Terrenas - Beach Bar

und begaben uns dann zurück ins Hotel, um uns für den Abend frisch zu machen.
Das Nachtleben erwies sich leider – jetzt außerhalb der Hauptsaison – als nur wenig interessant. Es gab so gut wie keine anderen Touristen und die Einheimischen saßen lieber vor den kleinen Märkten, genannt Colmados, und tranken dort einige Bier – die Bars waren so gut wie leer. Dennoch genossen wir noch die eine oder andere Flasche Presidente-Bier. Einziges noch erwähnenswerte Entdeckung war ein kleines Friseurgeschäft mit großem Fenster im ersten Stock eines Gebäudes, das auch noch spät in der Nacht Kunden bediente und ihnen Haare und Bärte schnitt.

Peloqueros - Las Terrenas

Ansonsten gibt es leider nichts weiter zu berichten – irgendwann kurz nach Mitternacht ging es schließlich zu Bett – ich war todmüde und schlief bald ein.