Archive for June, 2014

Minutensteak vom Schwein in Champignonsauce & Kroketten [30.06.2014]

Monday, June 30th, 2014

Mein erster Blick fiel heute auf den Gratinierten Blumenkohl mit Salzkartoffeln, der bei Vitality angeboten und in einer kleinen Auflaufform serviert wurde. Aber mit all dem grob geschnittenen Gemüse und dem Käse sah mir das Ganze dann doch etwas trocken aus, so dass ich mich weiter umsah und meine Aufmerksamkeit dem heutigen Globetrotter-Gericht, einer Mediterranen Gemüsepfanne mit Hühnerbruststreifen, das auch nicht übel aussah, allerdings entgegen der sonstigen Gewohnheit unseres Betriebsrestaurant ohne irgend eine Sättigungsbeilage serviert wurde und nur aus den (etwas trocken aussehenden) Geflügelstreifen und einer an Ratatouille erinnernden Gemüsemischung zu bestehen schien. Außerdem gab es noch Kao Pad – Gebratenes Asia-Gemüse mit Eierreis in Sojasauce sowie Gaeng Massaman Nua – Gebratenes Putenfleisch mit verschiedenem Gemüse in Massaman-Sauce an der Asia-Thai-Theke. Doch trotz dieser vielen durchaus interessanten Angebote fiel meine Wahl dann doch auf den “Schwaben Teller” – Minutensteak vom Schwein in Röstzwiebeln, Champignonsauce und Kroketten aus der Sektion Tradition der Region, irgendwie war mir heute einfach danach. Etwas ähnliches hatte ich hier schon mal gehabt, allerdings mit Spätzle. Von den angekündigten Röstzwiebeln war zwar leider keine Spur, aber damit konnte ich leben denn ich finde Röstzwiebeln passen deutlich besser zu Spätzle als zu Kroketten. Dafür nahm ich mir aber noch ein kleines Schälchen Mischgemüse von der Gemüsetheke und ein Becherchen nicht näher beschriebenen Mousses aus dem heutigen Dessert-Angebot mit auf mein Tablett.

Minutensteak vom Schwein in Champignonsauce mit Kroketten / Pork steak in mushroom sauce with croquettes

Beim Mischgemüse war ich etwas enttäuscht, denn es handelte sich eindeutig um die selbe Zusammenstellung aus gelben und orangen Möhren und Zucchiniwürfeln wie ich sie am Donnerstag letzter Woche schon mal verzehrt hatte und schien auch noch von damals übrig gewesen zu sein, denn es war etwas matschig und offensichtlich aufgewärmt. Das war aber glücklicherweise heute der einzige Kritikpunkt, den ich anbringen musste. Das zarte, magere und angenehm große Stück Schweinesteaks erwies sich als sehr lecker und auch an den heißen, außen knusprigen und innen noch schön weichen Kroketten oder der milden Sauce mit ihren zahlreichen Champignon-Scheibchen gab es nichts zu meckern. Und auch das Mousse – ein Zitronen-Limonen-Mousse wie sich herausstellte – war heute mal wieder angenehm luftig und locker so wie ich es mag. Dennoch komme ich letztlich natürlich nicht drum herum, beim Gemüse heute einen deutlichen Punktabzug geben zu müssen.
Und auch bei den anderen Gästen lag das Minutensteak mit Kroketten heute sehr hoch in der Gunst und konnte sich mit klarem Vorsprung den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern. Auf Platz zwei folgten heute mal die Asia-Gerichte, gefolgt vom gratinierten Blumenkohl auf dem dritten Platz, den ich noch etwas häufiger auf den Tabletts sah als die Mediterrane Gemüsepfanne mit Hähnchenbruststreifen, die somit knapp dahinter auf dem vierten Platz landeten.

Mein Abschlußurteil:
Minutensteak: ++
Champignonsauce: ++
Kroketten: ++
Gemüse-Mix: +/-
Zitronen-Limonen-Mousse: ++

Baozi / Bautze – Gefüllte chinesische Teigtaschen – das Rezept

Sunday, June 29th, 2014

Heute wollte ich mich mal an einem typisch chinesischen Fingerfood versuchen: dem Baozi (包子), einer gedämpften Teigtasche aus Hefeteig. Denn schon vor einiger Zeit hatte ich mir schon einen Bambusdämpfer angeschafft, war aber bisher noch nicht dazu gekommen ihn auszusprobieren – doch das sollte sich heute nun endlich ändern. Bei der Füllung entschied ich mich für etwas Hackfleisch, dass ich mit Lauch, etwas Ingwer und verschiedenen asiatischen Würzsaucen zu einer sehr leckeren Mischung kombinierte. Das Ergebnis war ein sehr gelungener Snack, dessen Rezept ich nun mit diesem Beitrag einmal kurz vorstellen möchte.

Was benötigen wir also für 8-9 Stück?

Für den Teig

500g Weizenmehl
01 - Zutat Mehl / Ingredient flour

1 Würfel frische Hefe (ca. 40g)
02 - Zutat Hefe / Ingredient yeast

250ml warmes Wasser
03 - Zutat warmes Wasser / Ingredient warm water

1 Teelöffel Zucker
04 - Zutat Zucker / Ingredient sugar

sowie eine Prise Salz

Für die Füllung

1 kleine Stange Lauch
05 - Zutat Lauch / Ingredient leek

300g Hackfleisch
06 - Zutat Hackfleisch / Ingredient ground meat

1 Hühnerei – Größe M
07 - Zutat Ei / Ingredient egg

1 daumengroßes Stück Ingwer
08 - Zutat Ingwer / Ingredient ginger

1 Esslöffel Sesamöl
09 - Zutat Sesamöl / Ingredient sesamum oil

1 Esslöffel Austernsauce
10 - Zutat Austernsauce / Ingredient oyster sauce

1 Esslöffel helle Sojasauce
11 - Zutat helle Sojasauce / Ingredient light soy sauce

1 Schuss dunkle Sojasauce
12 - Zutat dunkle Sojasauce / Ingredient dark soy sauce

sowie eine kräftige Prise Salz

Zuerst geben wir den Teelöffel Zucker in das warme Wasser,
13 -Zucker zum warmen Wasser geben / Add sugar in warm water

bröseln die Hefe hinein
14 - Hefe hinein bröseln / Add yeast

und verrühren alles gründlich miteinander, um es dann für einige Minuten ruhen zu lassen.
15 - Gut verrühren / Stir well

Dann geben wir das Mehl gemeinsam mit einer Prise Salz in eine größere Schüssel, bilden in der Mitte eine kleine Mulde
16 - Mehl in Schüssel geben / Put flour in bowl

und gießen die zuvor aufgelöste Hefe dazu
17 - Aufgelöste Hefe addieren / Add dissolved yeast

um dann alles gründlich durchzukneten
18 - Teig kneten / Knead dough

und schließlich zu einer Kugel zu formen.
19 - Teig zu Kugel formen / Put dough in ball shape

Mit einem Handtuch abgedeckt lassen wir den Teig dann für etwa 40 Minuten an einem warmen Ort gehen. Ich habe dazu den Backofen kurz auf fünfzig Grad vorgeheizt, wieder ausgeschaltet und dann die Restwärme genutzt.
20 - Abgedeckt an warmen Ort gehen lassen / Let dough raise in covered bowl

In der Zwischenzeit können wir schon mal die Füllung vorbereiten. Dazu zerkleinern wir den unteren Teil der Lauchstange
21 - Lauch zerkleinern / Mince leek

und schälen und reiben den frischen Ingwer.
22 - Ingwer schälen & reiben / Peel & grate ginger

Anschließend geben wir das Hackfleisch in eine Schüssel, fügen das Ei hinzu,
23 - Hackfleisch & Ei in Schüssel geben / Put ground meat & egg in bowl

addieren den zerkleinerten Lauch und den geriebenen Ingwer,
24 - Lauch & Ingwer addieren / Add leek & ginger

würzen alles mit je einem Esslöffel heller Sojasauce, Austernsauce und Sesamöl
25 - Mit Sojasauce, Sesamöl & Austernsauce würzen / Season with light soy sauce, sesamum oil & oyster sauce

sowie einem kleinen Schuss dunkler Sojasauce
26 - Schuss dunkle Sojasauce hinzufügen / Add dash of dark soy sauce

und verrühren alles gründlich miteinander. Bis zur Verwendung stellen wir alles abgedeckt in den Kühlschrank.
27 - Gründlich vermischen / Mix well

Nachdem der Teig dann kräftig aufgegangen ist
28 - Teig aufgegangen / Raised dough

kneten wir ihn auf einer bemehlten Arbeitsfläche noch einmal gründlich durch
29 - Teig durchkneten / Knead dough

und teilen dem Teig dann in acht bis neun gleich große Portionen auf.
30 - Teig aufteilen / Divide dough

Die Teigstücke rollen wir dann mit Hilfe eines Nudelholzes dünn aus
31 - Teig ausrollen / Roll dough

nehmen sie in die flache Hand, geben einen großzügigen Esslöffel der zuvor hergestellten Füllung in die Mitte
32 - Füllung in die Mitte geben / Put filling in middle

und schließen die Teigtasche dann. Dabei sollten wir darauf achten, dass sie wirklich komplett verschlossen sind, damit beim dämpfen nichts heraus läuft.
33 - Teigtaschen verschließen / Close buns

Während wir einen Topf mit Wasser zu kochen bringen
35 - Wasser zum kochen bringen / Bring water to boil

füllen wir auch die restlichen Teigtaschen
34 - Teigtaschen fertig gefüllt / Buns finished

und geben sie, damit sie nicht fest kleben am besten auf einem Stück Backpapier und da sie noch augehen mit etwas Abstand zwischen den einzelnen Teilen, in unserem Bambusdämpfer oder ein entsprechendes Gerät
36 - Teigtaschen auf Backpapier in Dämpfer geben / Put buns on baking paper in steamer

und lassen sie dann etwa dreißig Minuten im Wasserdampf auf dem Topf garen.
37 - Geschlossen dämpfen / Steam closed

Schließlich können wir sie auch schon servieren und genießen.
38 - Baozi (包子)  -Fertig gedämpft / Finished steaming

Nachdem sie etwas abgekühlt sind, so dass man sich nicht mehr die Finger an ihnen verbrennt, sind diese Baozis wirklich ein sehr leckeres Fingerfood. Der lockere Hefeteig mit seiner würzigen Füllung aus Hackfleisch und Lauch sind sowohl pur als auch mit einem Dip z.B. aus etwas Soja-, Teriyaki- oder süßer Chilisauce Sauce ein wirklicher Genuss. Ich hatte zuerst etwas befürchtet, dass das Hackfleisch nicht richtig durch sein könnte, doch das stellte sich glücklicherweise als Fehleinschätzung heraus. Sehr lecker diese Baozis, kann ich wirklich weiter empfehlen.

39 - Baozi (包子) - Querschnitt / Lateral cut

Natürlich kann man die Teigtaschen auch mit anderen Dingen füllen, ich könnte mir zum Beispiel auch Krabben, eine Gemüsefüllung oder sogar etwas Süßes vorstellen. Werde ich bei Gelegenheit auf jeden Fall mal ausprobieren.

Guten Appetit

Spinat-Kokos-Curry mit Bratwurstbällchen – das Rezept

Saturday, June 28th, 2014

Heute wollte ich mal etwas aus dem Bereich Fusions-Küche ausprobieren und so etwas typisch deutsches wie Bratwurst mit einem Spinat-Kokos-Curry kombinieren. Ich war zwar nicht ganz sicher, ob das geschmacklich harmonieren würde, aber das Ergebnis konnte sich wirklich schmecken lassen. Daher möchte ich es natürlich nicht versäumen, das verwendete Rezept mit diesem Beitrag einmal kurz in der gewohnten Form vorzustellen.

Was benötigen wir also für 3 bis 4 Portionen?

400g grobe, rohe Bratwurst
01 - Zutat grobe Bratwurst / Ingredient raw frying sausage

400g Blattspinat (TK)
02 - Zutat Blattspinat / Ingredient leaf spinach

1 mittelgroße Zwiebel
03 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

3 Zehen Knoblauch
04 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

1 Dose Kokosmilch (400g) (ich griff dieses mal zu einer fettreduzierten Variante)
06 - Zutat Kokosmilch / Ingredient coconut milk

200ml Sahne
07 - Zutat Sahne / Ingredient cream

1 Esslöffel gelbes Thai-Curry (oder irgend eine andere scharfe Curry-Mischung)
08 - Zutat gelbes Thai-Curry / Ingredient yellow thai curry

1 Esslöffel Weizenmehl
09 - Zutat Mehl / Ingredient flour

2 Esslöffel Standard-Curry
10 - Zutat Curry / Ingredient curry

2 Esslöffel Erdnussbutter mit Stückchen (Crunchy)
12 - Zutat Erdnussbutter mit Stücken / Ingredient crunchy peanut butter

2 Esslöffel Zitronensaft
13 - Zutat Zitronensaft / Ingredient lemon juice

Koriander und Chili-Flocken
14 - Zutaten Koriander & Chili-Flocken / Ingredients coriander & chili flakes

etwas Salz und Pfeffer zum würzen
etwas Butterschmalz (Ghee) zum braten

sowie Sättigungsbeilage nach Wahl,
z.B. 250g Basmati-Reis
15 - Zutat Basmati-Reis / Ingredient basmati rice

Beginnen wir wie üblich mit der Vorbereitung der Zutaten, das heißt wir ziehen die Zwiebel ab und würfeln sie
16 - Zwiebel würfeln / Dice onion

und schälen die Knoblauchzehen und zerkleinern sie gründlich.
17 - Knoblauch zerkleinern / Mince garlic

Anschließend entfernen wir das Bratwurst-Brät aus der Pelle,
18 - Bratwurst-Brät aus Pelle entnehmen / Take sausage meat from skin

vermischen den Esslöffel Mehl mit dem Esslöffel Thai-Curry
19 - Mehl & Thai-Curry vermischen / Mix flour & thai curry

und formen dann aus dem Brät kleine Bällchen, die wir in der Mehl-Curry-Mischung wenden bis sie rundherum damit bedeckt sind. Meine ersten Bällchen sind etwas groß geraten, ich empfehle im nachhinein aber einen Durchmesser von etwa 1 bis 1,5cm.
20 - Brät zu Bällchen formen & in Gemisch wenden / Form balls from sausage meat & turn in curry mix

Außerdem stellen wir die Dose Kokosmilch in eine Schale mit warmen Wasser, damit sie dünnflüssig ist sobald wir sie benötigen. Denn wer kennt es nicht, dass man eine Dose Kokosmilch öffnet und sich oben das Fett in einer Hälfte und die Flüssigkeit in der anderen Konzentriert hat – mit etwas warmen Wasser kann man dem leicht Abhilfe schaffen.
21 - Kokosmilch in warmes Wasser stellen / Put coconut milk in warm water

Nun erhitzen wir ein bis zwei Esslöffel Butterschmalz in einer Pfanne
22 - Ghee in Pfanne zerlassen / Melt ghee

und geben dann die Fleischbällchen hinein
23 - Bratwurstbällchen in Pfanne geben / Put meatballs in pan

um sie rundherum kräftig anzubraten.
24 - Bratwurstbällchen rundherum anbraten / Roast meatballs all around

Nachdem wir dann die angebratenen Bratwurstbällchen nach dem anbraten wieder entnommen und bei Seite gestellt haben,
25 - Bällchen aus Pfanne entnehmen / Put meatballs aside

geben wir Zwiebel und Knoblauch zum verbliebenen Bratfett in die Pfanne und dünsten alles glasig an.
26 - Zwiebel & Knoblauch andünsten / Braise onion & garlic lightly

Diese bestäuben wir nun mit Curry
27 - Mit Curry bestäuben / Dredge with curry

und rösten dieses kurz mit an
28 - Curry anrösten / Roast curry

bevor wir dann alles mit der Kokosmilch ablöschen
29 - Mit Kokosmilch ablöschen / Deglaze with coconut milk

und die Sahne hinzufügen.
30 - Sahne hinzufügen / Add cream

Das Ganze verrühren wir und lassen es für einige Minuten vor sich hin köcheln.
31 - Kurz köcheln lassen / Simmer

In der Zwischenzeit können wir auch gleich einen Topf mit Wasser für den Reis aufsetzen
32 - Wasser für Reis aufsetzen / Bring water for rice to boil

und – falls noch nicht geschehen – den Blattspinat auf der Auftaustufe der Mikrowelle etwas auftauen.
33 - Blattspinat auftauen / Defrost leaf spinach

Nun geben wir die beiden Esslöffel Erdnussbutter mit in die Pfanne,
34 - Erdnussbutter hinzufügen / Add peanut butter

lassen sie sich unter ständigem Rühren auflösen
35 - Erdnussbutter verrühren & auflösen / Mix & dissolve peanut butter

und geben dann den Blattspinat hinzu, den wir vorher natürlich in einem Sieb etwas die Flüssigkeit ausgedrückt haben.
36 - Blattspinat hinzufügen / Add leaf spinach

Nachdem wir alles gründlich miteinander verrührt haben
37 - Gut verrühren / Mix well

geben wir die beiden Esslöffel Zitronensaft hinzu
38 - Zitronensaft hinzufügen / Add lemon juice

und schmecken alles mit Salz, Pfeffer, Chili-Flocken und Koriander ab.
39 - Mit Gewürzen abschmecken / Taste with seasonings

Inzwischen müsste auf das Wasser kochen, so dass wir es mit einem halben bis dreiviertel Teelöffel Salz versehen
40 - Wasser mit Salz versehen / Add salt

und den Reis darin gemäß Packungsbeschreibung kochen können.
41 - Reis zubereiten / Cook rice

Anschließend geben wir die Bratwurstbällchen wieder in die Pfanne
42 - Fleischbällchen hinzufügen / Add meatballs

und lassen alles noch einige Minuten weiter köcheln, bis sich die Sauce weiter reduziert hat.
43 - Sauce einreduzieren lassen / Let sauce reduce

Sobald der Reis fertig gekocht ist, können wir das Gericht auch schon servieren und genießen.
44 - Spinat-Kokos-Curry mit Bratwurstbällchen - Serviert / Spinach coconut curry with meatballs - Served

Ich hätte, wie bereits erwähnt, die Bällchen vielleicht noch etwas kleiner machen sollen, aber davon abgesehen fand ich das Gericht mal wieder sehr gelungen. Die würzigen Fleischbällchen aus Bratwurst-Brät harmonierten geschmacklich wunderbar mit der Kokosmilchsauce mit ihrem Blattspinat und der Kokosmilch, in der auch noch zahlreiche kleine Erdnusssplitter schwammen und dem Gericht gemeinsam mit der Erdnussbutter noch eine leicht nussige Note gaben. Die Chiliflocken sorgten schließlich noch für eine angenehme Schärfe so wie ich es mag. Allerdings muss ich feststellen, dass diese fettreduzierte Kokosmilch was ihre Geschmacksintensität angeht leider nicht ganz an vollwertige Kokosmilch heran kommt – das nächste Mal werde ich wohl eher wieder zu der regulären Variante greifen. Dennoch ein sehr leckeres Gericht, dass ich vorbehaltlos weiter empfehlen kann.

45 - Spinat-Kokos-Curry mit Bratwurstbällchen - Seitenansicht / Spinach coconut curry with meatballs - Side view

Werfen wir abschließend noch einen Blick auf die Nährwerte des heutigen Rezepts: Meiner Kalkulation nach liegt die gesamte Zubereitung des Curry bei etwa 2100kcal, also 525kcal pro Portion bei vier Portionen. Nur zum Vergleich, wäre das Gericht mit “regulärer” Kokosmilch bei 2300kcal gelandet, also 575kcal pro Portion. Die 50kcal weniger machen die doch merkliche geschmackliche Einbuße nun nicht wirklich wett. Dazu kommt natürlich noch der Reis mit jeweils 100kcal pro Portion, womit wir in der Summe bei letztlich 625kcal pro Portion liegen. Für ein Hauptgericht ein absolut akzeptabler Wert wie ich finde.
Alternativ könnte ich mir noch vorstellen, statt Bratwurst-Bräts das Gericht mit Hackfleisch zuzubereiten, dann würde ich aber dieses aber natürlich würzen und eventuell noch ein zuvor eingeweichtes altbackenes Brötchen mit in die Fleischbällchen machen, damit diese etwas lockerer werden. Ansonsten fällt mir aktuell nichts ein, was ich noch an diesem Gericht verändern oder verbessern könnte – für Vorschläge bin ich aber natürlich immer offen. 😉

Guten Appetit

Piccata vom Seelachs auf Tagliatelle al tomato [27.06.2014]

Friday, June 27th, 2014

Statt der sonst üblichen Süßspeise gab es am heutigen Freitag in der Bereich Tradition der Region heute mal einen Bayrischen Brotzeitteller Brotzeitteller mit Pressack, Leberwurst, Schinken und Käse, dazu frisches Krustenbrot, außerdem fanden sich auf der Speisekarte ein Piccata vom Seelachs auf Tagliatelle al tomato im Bereich Globetrotter, eine Portion Spaghetti Pesto genovesa bei Vitality und an der Asia-Thai-Theke Gebackene Ananas und Banane und Nua Pad King – Rindfleisch scharf mit Frühlingszwiebeln, Bambus und Ingwer. Da brauchte ich nicht lange zu überlegen und griff ohne zu zögern gleich zum Seelachs-Piccata und ergänzte es noch durch einen kleinen Becher Erdbeer-Mousse aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Piccata vom Seelachs auf Tagliatelle mit Tomatensauce

Erst als ich am Tisch saß fiel mir wieder ein, dass es am Mittwoch ja schon einmal Seelachs gegeben hatte und dass man hier uns auch einfach die Reste von vor zwei Tagen hätte unterjubeln können, indem man sie mit einer Panade überzieht. Nachdem ich die ersten Bissen probiert hatte, verwarf ich diesen Gedanken aber sofort wieder, denn das zarte und saftige Stück Seelachsfilets in seiner dünnen Ei-Panade schmeckte absolut frisch und gab keinen Anlass zu irgendwelcher Kritik. Und auch an der recht groß bemessene Portion Tagliatelle samt ihrer fruchtig-würzigen, mit einigen Fruchtstücken versehenen Tomatensauce gab keinen Grund zu meckern. Als sogar das luftig-lockere Mousse mit Erdbeer-Aroma als einwandfrei herausstellte, wusste ich dass ich heute eine gute Wahl getroffen hatte.
Und auch bei den anderen Gästen lag das Fisch-Piccata heute am höchsten in der Gunst und konnte sich den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern. Aber bei den heute eher durchschnittlichen Angeboten war das auch kein Wunder. Auf Platz zwei sah ich die Spaghetti mit Pesto und den dritten Platz teilten sich schließlich die Asia-Gerichte und der Brotzeitteller.

Mein Abschlußurteil:
Piccata vom Seelachs: ++
Tomatensauce: ++
Tagliatelle: ++
Erdbeer-Mousse: ++

Hühnerbrust mit Kartoffelselleriestampf & Honig-Pfeffersoße [26.06.2014]

Thursday, June 26th, 2014

Das heutige WM-Gericht, Feta Psiti (Griechenland) In der Folie gegrillter Fetakäse mit Paprika, Oliven und Pepperoni, dazu ein kleiner Salat bei Globetrotter sagte mit nicht so zu und das Holzfällersteak mit Country Potatoes und Zwiebelsoße bei Tradition der Region erschien mir erschien mir etwas zu kalorienreich. Da ich mich auch für die Asia-Gerichte wie Ko Lo Zai – Gebratenes Gemüse in süß-saurer Sauce mit Ananas nach Peking Art oder Moo Pad Takai – Schweinefleisch mit Bambusstreifen, Frühlingszwiebeln und Paprika in Chili-Zitronengrassoße ebenfalls nicht sonderlich begeistern konnte, griff ich einfach zu einem Klassiker unseres Betriebsrestaurants, einer Hühnerbrust mit Kartoffelselleriestampf, dazu Honig-Pfeffersoße das heute bei Vitality angeboten wurde. Dazu gesellte sich noch eine kleine Schale Mischgemüse und bei gerade mal 540kcal für das Hauptgericht gönnte ich mir auch noch ein Becherchen Tiramisu-Creme aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Putensteak in Honig-Pfeffersauce

Ich liebe ja dieses etwas grobere Kartoffelstampf, das mit Stücken von Knollensellerie und Möhren versetzt ist und wurde auch heute was Geschmack und Konsistenz anging nicht enttäuscht. Da konnte man darüber hinweg sehen, dass man dieses mal statt frischen Karotten einfach TK-Möhrenscheibchen verwendet hatte. Und obwohl die Portion dieser Sättigungsbeilage ziemlich groß geraten war, reichte das Stück gebratener, zarter und saftiger Hühnerbrust dazu vollkommen aus. Gemeinsam mit der scharfen und gleichzeitig leicht süßen Honig-Pfeffersauce, in der sich zusätzlich noch zahlreiche grüne Pfefferkörner fanden, ergab sich ein sehr gelungenes Mittagsgericht. Das Gemüse aus kleinen Erbsen, Möhren, Paprika, grünen Schnittbohnen und Mais war zwar zwar noch relativ frisch, aber leider bereits etwas abgekühlt, weswegen es hier einen kleinen Abzug in der Endnote geben muss. Und auch bei der Tiramisu-Creme konnte ich nicht ganz zufrieden sein, denn sie war wahrscheinlich durch zu langen Luftkontakt schon etwas “stichfest” und leicht gummiartig geworden. Essbar, aber eben abgestanden.
Bei der Allgemeinheit der Gäste konnte sich heute das Holzfällersteak knapp auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala durchsetzen und den ersten Platz für sich ergattern. Aber schon auf dem zweiten Platz folgte die Hühnerbrust mit Kartoffelselleriestampf, die noch deutlich vor den Asia-Gerichten auf Platz drei lag. Auf Platz vier folgte schließlich das Feta Psiti, was aber aufgrund seines vegetarischen Charakters zu erwarten gewesen war. Vegetarische Gerichte haben es meist schwer bei den Essern im Betriebsrestaurant.

Mein Abschlußurteil:
Hühnerbrust: ++
Honig-Pfeffersoße: ++
Kartoffelselleriestampf mit Möhren: ++
Gemüse-Mix: +
Tiramisu-Creme: +