Putenrouladen an Blattspinat-Tomatengemüse mit Safranreis – das Rezept
20.10.2012 20:24 kochexperimente, kulinarisches10 Kommentare
Obwohl ich schon häufiger mit Spinat hantiert habe, hatte ich noch nie mit frischem gearbeitet, sondern bisher immer zu TK-Ware gegriffen. Das wollte ich heute nun endlich mal ändern. Ein passendes Rezept dazu schienen mit Gefüllte Putenrouladen an Blattspinat-Tomatengemüse mit Safranreis, denn einfach nur Spinat kochen kann ja jeder.
Die Zubereitung von drei Komponenten gleichzeitig bildete außerdem einen zusätzlichen Anreiz für mich und glücklicherweise verlief alles ohne größere Probleme und ich war mit dem Ergebnis mehr als zufrieden. Daher möchte ich es natürlich nicht versäumen, das Rezept hier einmal in gewohnter Form vorzustellen.
Was brauchen wir also für 2-3 Portionen?
20g getrocknete Tomaten (ohne Öl)

150g Naturreis (oder ein anderer Reis nach Wahl)

1 Messerspitze gemahlener Koriander

sowie Salz, Pfeffer und Muskatnuss zum würzen
Zuerst setzen wir einmal einen großen Topf mit gesalzenem Wasser auf und bringen ihn zum kochen.

Während das Wasser sich erhitzt, waschen und putzen wir den Blattspinat. Ich hatte 4 Päckchen a 200g gekauft, was im ersten Moment nach einer ganz schön großen Menge aussieht. Daher war ich drauf und dran gewesen einfach weniger zu holen, doch zum Glück habe ich es nicht getan, denn Spinat fällt beim Kochen unglaublich stark zusammen – da bleibt wie man nachher sieht nicht viel übrig.

Kocht das Wasser, geben wir den gewaschenen Blattspinat hinein

und lassen alle kurz aufkochen, um es dann einige Minuten auf mittlerer Stufe vor sich hin köcheln zu lassen.

Den fertig gekochten Spinat holen wir dann mit einer Schaumkelle heraus, schrecken in kurz in einer Schüssel mit eiskaltem Wasser ab

und lassen ihn dann abtropfen. Die Menge die wir hier sehen ist der Inhalt von vier großen Päckchen á 200g Blattspinat – also 800g – und davon ist am Ende wirklich nicht viel übrig wie man sieht.

In einer beschichteten Pfanne rösten wir dann unseren Esslöffel Senfkörner für einige Minuten an

und zerstoßen sie dann fein in einem Mörser.

Nun waschen wir unsere Putensteaks gründlich, tupfen sie mit einem Küchentuch trocken und legen sie auf der Arbeitsfläche aus.

Hat man, wie ich, etwas dickere Stücke bekommen, kann man sie nun mit etwas Frischhaltefolie abdecken und mit der glatten Seite des Fleischklopfers etwas plätten.

Dann salzen wir die obere Seite und bestreuen sie mit unseren gerösteten und gemörserten Senfkörnern.

Anschließend nehmen wir uns etwas von unserem zuvor gekochten Blattspinat, tupfen ihn mit einem Küchentuch etwas trocken und belegen unsere Putensteaks damit,

um sie dann vorsichtig auszurollen und mit einer Rouladennadel oder – wenn eine solche nicht vorhanden ist – einem Zahnstocher zu sichern.

Die fertig gerollten Putenrouladen würzen wir dann noch rundherum mit Salz und Pfeffer.

In einem etwas kleinerem Topf bringen wir nun 450ml Wasser zum kochen,

und addieren das Döschen gemahlenen Safrans,

und dann für etwa 25 Minuten abgedeckt und auf leicht reduzierter Stufe fertig kochen lassen.

Nun schälen wir die Zwiebeln, vierteln sie und schneiden sie in dünne Spalten,

schneiden die getrockneten Tomaten in Streifen

und schälen schließlich noch die Knoblauchzehen, die wir in schmalen Scheiben schneiden.

In einem Topf bringen wir einen Esslöffel Olivenöl nun auf Betriebstemperatur,

dünsten darin Zwiebeln und Knoblauch an

und fügen schließlich auch noch die Tomaten hinzu, die wir für einige Minuten mit dünsten.

Dann gießen wir alles mit den 100ml Gemüsebrühe auf

und lassen alles für ca. 10 Minuten auf leicht reduzierter Stufe vor sich hin köcheln.

In einer Pfanne erhitzen wir wenig später den zweiten Esslöffel Olivenöl

und braten unsere Rouladen darin rundherum für sechs bis acht Minuten an.

Sind die zehn Minuten um, geben wir auch den Blattspinat in unserem Zwiebel-Tomaten-Sud

verrühren alles gut miteinander

und lassen es dann kurz aufkochen und einige Minuten weiter köcheln, wobei wir es mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss und der Messerspitze Koriander abschmecken.

Alles lassen wir dann fertig kochen bzw. braten. Der Reis ist gut, wenn das Wasser komplett verschwunden ist – wir können dann die Platte runter- bzw ausschalten und die Restwärme zum warmhalten nutzen. Bei den Rouladen sollten die Außenseiten schön dunkel sein und der Blattspinat sollte so gut wie keine Flüssigkeit mehr im Topf haben haben. So voll wie heute ist mein Herd übrigens wirklich selten, dass muss ich dabei mal nebenbei anmerken…

Sind alle Zutaten zu unserer Zufriedenheit, können wir das Gericht schließlich anrichten und servieren.

Einfach nur lecker kann ich da nur sagen. Die gut durchgebratenen Putenrouladen waren angenehm saftig geworden und die Füllung aus zerstoßenen Senfkörnern und gekochten Blattspinat geben ihnen ein kräftiges, angenehmes Aroma. Dazu der mit Zwiebeln, Tomaten und Knoblauch verfeinerte, gut gewürzte und unglaublich aromatische Blattspinat und schließlich der mit einem feinem Safranaroma versehene Reis als Sättigungsbeilage – das ließ kaum Wünsche offen. Einzig noch etwas platter hätte ich das Fleisch vielleicht klopfen können, aber das ist eine eher visuelle Sache, die ich mir für die nächsten Rouladen einfach mal vormerke.
Und auch was die Nährwerte angeht kann sich dieses Gericht durchaus sehen lassen. Mit ca. 1400kcal für alles zusammen kommen wir bei drei Portionen auf gerade mal 467kcal pro Teller – und das bei einer so reichhaltigen und umfangreichen Mahlzeit. Da kann man wirklich nicht meckern. Der etwas größere Aufwand das ganze zuzubereiten hatte sich heute auf jeden Fall gelohnt und mir bleibt zum Abschluss nur, eine große Empfehlung für dieses unglaublich leckere Gericht auszusprechen – man wird es spätestens nach den ersten Bissen nicht bereuen es gekocht zu haben.
Guten Appetit

Tags: abendessen, blattspinat, cooking, coriander, dinner, dried tomatoes, essen, food, garlic, gemüsebrühe, getrocknete tomaten, küche, kitchen, knoblauch, kochen, kochexperiment, kochexperimente, koriander, leaf spinach, lunch, mittagessen, mustard seeds, nahrung, nahrungsmittel, onion, putensteaks, recipe, red onion, reis, rezept, rice, rote zwiebel, saffron, safran, senfkörner, spinach, spinat, tomaten, tomatoes, turkey steaks, vegetable stock, zwiebel
Marinierter Rotbarsch mit Süßkartoffeln – das Rezept
29.09.2012 21:27 kochexperimente, kulinarischesUnkommentiert
Auf meiner ständigen Suche nach etwas exotischeren und dennoch leckeren Gerichten stieß ich vor kurzem auf ein Rezept für Ofenfisch mit Süßkartoffeln. Da ich nun auch schon seit längerem nichts mehr mit Süßkartoffeln gemacht hatte, erschien mir das eine gute Gelegenheit das Rezept heute mal auszuprobieren. Im Original wird das Gericht mit Red Snapper zubereitet, jedoch sagt man mir an der Fischtheke dass man diese Fischsorte hier nicht mehr verkaufen würde, da sie wohl kurz davor wäre auf die Liste der bedrohten Arten zu geraten. Daher stieg ich einfach auf Empfehlung der Thekenkraft auf Rotbarsch um, eine Entscheidung die sich als überaus gelungen erwies. Dabei möchte ich gleich zu Beginn anmerken, dass man dieses Gericht möglichst nur mit frischem Fisch zubereiten sollte, für gefrorenen kann ich keinerlei Garantie geben und ich glaube auch nicht dass das Ergebnis gleichwertig wird. Insgesamt ist die Kombination von Zutaten zwar etwas ungewöhnlich, aber wie ich fand sehr interessant und vor allem schmackhaft – daher möchte ich natürlich nicht versäumen das Rezept hier einmal kurz in üblicher Form vorzustellen.
Was braucht man also für 2 Portionen?
350g Rotbarschfilet (An der Fischtheke gab es nur kleine Stücke, daher nahm ich drei davon)

Für die Marinade
Weitere Zutaten
sowie etwas Salz & Pfeffer zum würzen.
Beginnen wir also damit, die Marinade herzustellen. Der Fisch muss drei bis vier Stunden mariniert werden, daher sollten wir dies zeitnah erledigen.
Wir schälen also die Schalotten und zerkleinern sie grob,

schälen den Ingwer und zerkleinern ihn ebenfalls grob,

entkernen die Chilischote und schneiden sie in Scheibchen,

und pressen schließlich noch die Limone aus.

Dann geben wir Schalotten, Ingwer, Chili, Sojasauce, die Messerspitze Piment und 2 EL des Limettensafts in eine Schüssel

und pürieren alles mit dem Stabmixer gründlich.

Anschließend geben wir das Rotbarschfilet in eine große, verschließbare Schüssel und schneiden die Oberseite alle 1,5 mit 2 Zentimeter mit einem scharfen ein wenig ein

um sie dann mit der Marinade zu bestreichen, die Schüssel zu verschließen und für mindestens drei, besser vier Stunden im Kühlschrank einziehen zu lassen.

Eine halbe Stunde vor Ende der Marinier-Zeit können wir uns wieder unserem Gericht zuwenden und beginnen damit die Knoblauchzehe zu schälen und fein zu hacken.

Anschließend schälen wir die Süßkartoffeln

und schneiden sie in 1 bis 1,5 Zentimeter dicke Scheiben.

Das zerkleinerte Knoblauch, die 2 EL Olivenöl, das Currypulver und den restlichen Limettensaft geben wir dann in eine Schüssel

würzen alles mit Salz und Pfeffer

und mischen es dann gründlich miteinander.

Diese Mischung geben wir nun zu den Süßkartoffel-Scheiben

und vermengen beides, um es für ca. fünf Minuten bei gelegentlichem umrühren einziehen zu lassen.

In der Zwischenzeit können wir unseren Backofen auf 200 Grad vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen. Auf das Backpapier verteilen wir dann die Süßkartoffelscheiben (etwas Knoblauch kann gerne dran hängenbleiben bzw. darüber verteilt werden)

und schieben sie, sobald der Backofen aufgeheizt ist, für erst einmal 15 Minuten auf der mittleren Schiene hinein.

Während das Blech im Ofen ist, waschen wir unsere Tomaten

und schneiden sie in Scheiben.

Inzwischen müsste auch unsere Marinier-Zeit rum sein, wir können also die Schüssel mit den Rotbarschfilets aus dem Kühlschrank nehmen und die Marinade grob entfernen.

Nach einer Viertelstunde entnehmen wir dann unser Backblech aus dem Ofen

verteilen die Tomaten darauf (ich hätte wohl besser kleinere Tomaten nehmen sollen)

und legen schließlich die Fischfilets oben auf.

Alles würzen wir noch einmal großzügig mit Salz und Pfeffer

und schieben es dann für weitere 20 bis 25 Minuten zurück auf der mittleren Schiene in den Ofen.

Während der Fisch backt, waschen wir unseren Koriander und zerkleinern ihn grob.

Ist der Fisch dann nach etwa zwanzig Minuten schön durchgebacken, entnehmen wir unser Blech

und können anschließend sofort Fisch, Tomaten und Süßkartoffeln mit Koriander garnieren und servieren.

Der Rotbarsch war meiner Meinung nach wirklich traumhaft gut geraten, denn die Marinade aus Schalotten, Ingwer und Chili hatten dem Fisch ein angenehm würziges, leicht pikantes Aroma verliehen, das ich schlecht beschreiben, aber eindeutig als überaus schmackhaft bezeichnen kann. Dazu die mit einem leichten Touch Knoblauch versehenen Süßkartoffeln, die mit ihrem, wie man bei ihrem Namen ja entnehmen kann, leicht süßlichen Geschmack einen interessanten und dennoch geschmacklich passenden Kontrast zum Fisch gaben sowie die leicht angebackenen, gewürzten Tomatenscheiben und die Garnitur mit dem frischen Koriander ergaben ein wirklich sehr gelungenes Gericht, dessen etwas erhöhter Zeitaufwand sich wirklich gelohnt hatte. Da sieht man sogar gerne etwas über die Gräten weg, die sich bei frischem Fisch leider selten ganz vermeiden lassen.
Und auch was die Nährwerte angeht erwies sich das Gericht als angenehm leicht. Da ja nichts in Fett gebraten, sondern alles sanft im Ofen gebacken worden war, kommen wir laut meiner Kalkulation auf gerade mal 500kcal pro Portion, also 1000kcal für das ganze Blech. Ich war mit der Zusammenstellung jedenfalls sehr zufrieden und hoffe abschließend natürlich, mit dem vorgestellten Rezept dem einen oder anderen Kochinteressierten eine interessante Anregung gegeben zu haben.
In diesem Sinne: Guten Appetit

Tags: abendessen, backen, baking, batatas, chili, cooking, coriander, curry, dinner, essen, fisch, fish, food, garlic, küche, kitchen, knoblauch, kochen, kochexperiment, kochexperimente, koriander, lunch, mittagessen, nahrung, nahrungsmittel, recipe, red perch, rezept, rotbarsch, süßkartoffeln, schalotten, shallots, tomaten, tomatoes
Kürbis-Cannelloni – das Rezept
8.09.2012 21:41 kochexperimente, kulinarisches3 Kommentare
Die Kürbis-Saison hat mal wieder begonnen und in den Supermärkten und auf den Märkten werden überall wird diese Gemüsesorte wieder verstärkt angeboten. Aber nicht nur für Halloween eignen sich diese Dinger, man kann auch eine Menge leckerer Gerichte damit kochen – und das möchte ich hier und heute mit einem Rezept für Kürbis-Cannelloni mit Kürbiskernen und Sellerie mal wieder unter Beweis stellen. Die Zubereitung ist zwar etwas aufwändiger wie ich feststellen musste, aber die investierte Zeit lohnt sich auf jeden Fall, dass kann ich nach eigener Erfahrung garantieren, denn das Gericht ist nicht nur unwahrscheinlich lecker, sondern was die Nährwerte angeht auch ein angenehm leichtes Gericht. Das es rein vegetarisch ist, fällt dabei kaum auf. Ich habe zwar noch kurz überlegt, Fleisch hinzuzufügen, das scheiterte aber daran dass mir auch Anhieb nichts einfiel was dazu passen könnte. Letztlich war das auch ganz gut so, denn das Gericht ist so wie es ist schon lecker und sättigend genug. Aber kommen wir nun zum eigentlichen Rezept:
Was brauchen wir also für 4 Portionen?
1 nicht allzu großer Hokkaido-Kürbis (ca. 900g)

1 Stück Knollensellerie (ca. 200g)

2-3 Zehen Knoblauch (je nach eigener Vorliebe)

100ml Sojacreme (Optional – siehe dazu weiter unten im Text beim abgießen der Kürbismasse)

60g Hartkäse nach Wahl (z.B. Parmesan oder Greyerzer)

sowie zum weiteren Würzen Salz, Pfeffer und Muskatnuss
Beginnen wir nun damit, die Zwiebeln zu schälen

und fein zu würfeln. Ich verwendete dazu meine kleine handbetriebene Küchenmaschine, man kann das aber natürlich auch mit dem Messer bewerkstelligen.

Des weiteren schälen wir die Knoblauchzehen und hacken sie fein

und schälen die Knollensellerie

um sie in etwa 5mm große Würfel zu schneiden.

Jetzt kommen wir zum Kürbis, den wir erst einmal gründlich waschen – man weiß ja nie wer ihn im Supermarkt alles angefasst hat –

und schneiden ihn dann in Würfel von etwa 1cm Kantenlänge. Das ist wohl der aufwändigste aller Arbeitsschritte.

Dann hacken wir die Kürbiskerne grob,

rösten sie in einer kleinen Pfanne ohne Fett bis sie leicht braun und knusprig geworden sind

und breiten sie dann etwas aus um sie etwas abkühlen zu lassen.

In einem größeren Topf erhitzen wir nun den Esslöffel Olivenöl

und dünsten dann damit Zwiebeln und Knoblauch glasig an.

Anschließend geben wir den gewürfelten Kürbis

sowie den Knollensellerie in den Topf

und alles für weitere 2 bis 3 Minuten mit an

bevor wir alles mit der Gemüsebrühe aufgießen

um es anschließend für etwa zehn Minuten auf niedriger Stufe und bei gelegentlichem umrühren weiter zu dünsten.

Nach den zehn Minuten geben wir schließlich die gehackten und gerösteten Kürbiskerne hinzu

und würzen alles kräftig mit Salz und Pfeffer sowie der Messerspitze Koriander.

Einige Minuten später geben wir die Kürbismasse auf ein Sieb

und lassen die Flüssigkeit abtropfen und die Masse etwas abkühlen. Im ursprünglichen Rezept war hier davon die Rede dass man 200ml davon abmessen soll, doch ich bekam nur ca. 100ml heraus. An dieser Stelle entschloss ich mich dazu, die fehlenden hundert Milliliter mit Sojacreme zu ergänzen.

Während die Kürbis-Masse abkühlt, können wir die Zeit nutzen und den Käse reiben.

Ist die Kürbis-Füllmasse einigermaßen abgetropft, geben wir die Milch

sowie sie Sojacreme zu der abgetropften Flüssigekeit

und schlagen dann die beiden Eier mit in die Milch-Kürbis-Masse

bevor wir alles gut mit einem Schneebesen vermischen

und nach Geschmack mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen.

Nun ist auch ein guter Zeitpunkt, den Backofen auf 200 Grad vorzuheizen.
Nachdem ich mich ja die letzten Male (z.B. hier oder hier) mit einem Espressolöffel beim Füllen der Cannelloni abgemüht hatte, griff ich dieses Mal zum Spritzbeutel, in den ich die Kürbis-Masse füllte

und befüllte damit die Cannelloni, bevor ich sie in eine große Auflaufform legte.

Nachdem die ganze Auflaufform dann mit Cannelloni gefüllt ist

übergießen wir sie mit der gewürzten Milch-Mischung

und bestreuen alles mit dem geriebenen Käse.

Ist der Backofen vorgeheizt, schieben wir die Auflaufform auf der mittleren Schiene hinein und lassen es für 35 bis 40 Minuten backen.

Beginnt die Oberfläche leicht braun zu werden, ist es dann an der Zeit die Form aus dem Backofen zu entnehmen

und das Gericht sogleich zu servieren.

Die gedünstete Masse aus Kürbis uns Sellerie mit ihren gerösteten Kürbiskernen war alleine schon ein wahrer Genuss, aber gefüllt in die Cannelloni und überbacken mit mit Milch-Ei-Masse und dem Käse war das Ganze geschmacklich wirklich unübertrefflich. Vor allem die gerösteten Kürbiskerne gaben der sowieso schon sehr leckeren Kürbismasse ein unvergleichliches und leckeres Aroma. Da zu Beginn ja einige den Nudelröllchen noch aus der Masse herausschauten, hatte ich etwas befürchtet dass die etwas braun werden, doch glücklicherweise war die Mischung aus Milch und Ei etwas aufgegangen, so dass alles am Ende gut durchgebacken und weich war.
Wie immer werfen wir abschließend natürlich noch einen Blick auf die Nährwerte. Meiner Kalkulation nach liegen die Werte für das ganze Gericht bei 1800kcal, das bedeutet auf vier Portionen aufgeteilt liegen die Nährwerte für eine Portion bei gerade mal 450kcal. Für ein so gehaltvolles Gericht ein wirklich traumhafter Wert wie ich finde. Kürbis ist schon eine feine Sache und seine Saison geht noch bis Oktober – ich werde mich auf jeden Fall nach weiteren Gerichten damit umsehen.
Guten Appetit

Tags: abendessen, backen, baking, cannelloni, celeriac, cheese, cooking, coriander, dinner, eggs, Eier, essen, food, garlic, hokkaido, hokkaido kürbis, Käse, küche, kürbis, kürbiskerne, kitchen, knoblauch, knollensellerie, kochen, kochexperiment, kochexperimente, koriander, lunch, milch, milk, mittagessen, muskat, nahrung, nahrungsmittel, onion, pfeffer, pumpkin, pumpkin seeds, recipe, rezept, salz, sojacreme, soy cream, vegetarian, vegetarisch, zwiebel
Indisches Blumenkohl-Kartoffel-Curry – das Rezept
25.08.2012 19:02 kochexperimente, kulinarisches8 Kommentare
Nach einem Wochenende Abstinenz vom Kochen sollte die Küche am heutigen Samstag nicht wieder kalt bleiben. Und ein passendes Rezept war schnell gefunden – das heißt gefunden hatte ich es schon vor längerem, nur eben noch nicht gekocht: Das Indische Blumenkohl-Kartoffel-Curry. Doch das sollte sich heute nun ändern. Einen Moment überlegte ich zwar noch, ob ich zu dem ursprünglich vegetarischen Rezept noch etwas Hähnchenbrust oder ähnliches addieren sollte, entschied mich aber dann dagegen. Und das Ergebnis zeigte mir mal wieder, dass man auch ohne Fleisch wirklich sehr leckere Rezepte zaubern kann – daher möchte ich es natürlich nicht versäumen das Ganze hier mal in gewohnter Form kurz vorzustellen.
Was brauchen wir also für 2-3 Portionen?
450g Blumenkohl (Ich wählte TK-Ware, frischer ist aber auf jeden Fall vorzuziehen)

sowie etwas Salz & Pfeffer zum würzen
Beginnen wir nun wie üblich damit, die einzelnen Zutaten vorzubereiten. Dazu schälen wir die Zwiebeln und würfeln sie fein (wozu ich meine kleine Küchenmaschine verwendete – geht aber natürlich auch mit dem Messer),

schälen und zerkleinern die Knoblauchzehen,

und schneiden sie in 2,5 bis 3 cm lange Würfel

und entkernen schließlich noch die Chili und schneiden sie in kleine Stücke.

Bei Verwendung von frischem Blumenkohl müssen wir diesen natürlich an dieser Stelle noch waschen und in kleine Röschen zupfen – da ich aber wie zu Beginn erwähnt ja auf TK-Ware zurückgriff fiel dieser Arbeitsschritt bei mir weg.
Dann bringen wir den Esslöffel Olivenöl in einem größeren Topf auf Betriebstemperatur, geben die zerkleinerten Zwiebeln und den Knoblauch hinein

und dünsten alles unter gelegentlichem rühren für 2 bis 3 Minuten auf niedriger Stufe darin an bis sie leicht gebräunt sind.

Anschließend geben wir den Blumenkohl

und die Kartoffeln mit in den Topf, schalten ihn hoch auf mittlere Stufe

und braten beides für einige Minuten im Topf mit an.

Dann geben wir die Senfkörner, den Kreuzkümmel und das Madras-Curry mit in den Topf

geben die zerkleinerte Chili mit hinzu

und lassen alles für 2-3 weitere Minuten anbraten, wobei wir es schon mal ein wenig mit Salz und Pfeffer würzen.

Anschließend gießen wir die Gemüsebrühe

und lassen alles kurz aufkochen bevor wir es offen für ca. 20 Minuten auf mittlerer Stufe bei gelegentlichem umrühren vor sich hin köcheln lassen.

In der Zwischenzeit können wir dann auch unseren Koriander waschen, trocken schütteln und zerkleinern

sowie unsere Zitrone auspressen.

Kurz vor Garende geben wir ein bis eineinhalb Esslöffel Zitronensaft mit in unser Curry und verrühren es gut.

Nach etwa zwanzig Minuten des Köchelns probieren wir dann unsere Kreation, wobei wir auch prüfen ob die Kartoffeln richtig durch sind,

und stimmen dann alles geschmacklich ggf. noch einmal mit Salz und Pfeffer ab.

Zum Schluss stellen wir dann die Platte aus, heben den zerkleinerten Koriander unter

und können unser Gericht dann sogleich servieren.

Auch wenn der Blumenkohl – es war eben TK-Ware und kein frischer – etwas mehr zerfallen war als ich es ursprünglich beabsichtigt hatte, erwies sich das Ergebnis als sehr gelungene Curryzubereitung. Die Kombination aus Madras-Curry, Kreuzkümmel und Senfkörnern gaben dem Ganzen eine fruchtig-würzige, kräftige Note, die durch die leichte Schärfe der grünen Chili wunderbar ergänzt und mit der leichten Koriander-Note und dem Zitronensaft geschmacklich schließlich interessant abgerundet wurde. Auch ohne Fleisch ein wirklich sehr leckeres und vor allem sättigendes Mittags- oder Abendgericht, das relativ schnell zuzubereiten ist.
Und auch was die Nährwerte angeht kann sich das Gericht absolut sehen lassen. Meiner Kalkulation nach kommt das gesamt Gericht auf gerade mal 750kcal, das bedeutet bei zwei Portionen haben wir gerade mal 375kcal pro Portion, teilt man das Ganze auf 3 Portionen auf kommen wir sogar auf traumhafte 250kcal pro Portion. Und dabei erwies sich das Gericht als wirklich überaus sättigend wie ich feststellen durfte. Aber nicht nur Leuten die auf ihr Gewicht achten müssen kann ich das Gericht wärmstens ans Herz legen, jedem Freund er indischen Küche wird es wird das Gericht bestimmt wunderbar schmecken.
In diesem Sinne: Guten Appetit

Tags: abendessen, Blumenkohl, chili, coconut milk, coliflower, cooking, coriander, cumin, curry, curry powder, dinner, essen, food, kartofeln, küche, kitchen, kochen, kochexperiemente, kochexperiment, kokosnussmilch, koriander, kreuzkümmel, lunch, madras curry, mittagessen, mustard seeds, nahrung, nahrungsmittel, potatoes, recipe, rezept, senfkörner, vegetarian, vegetarisch
Orientalisches Puten-Chili – das Rezept
16.06.2012 19:00 kochexperimente, kulinarisches2 Kommentare
Heute wollte ich mal wieder eine gerade neu entdeckte Variante des von mit so geschätzten Chili con Carne ausprobieren, ein Orientalisches Puten-Chili mit Kichererbsen, Tomaten & Koriander. Ich hatte ja zuvor zwar schon mit Rinder- oder Schweine-, Lamm, Kalbshackfleisch gearbeitet, Puten- bzw. Geflügelhackfleisch hatte bisher aber noch nie Verwendung in meiner Küche gefunden. Ich unterlag daher der irrigen Annahme, man könne es wie alle andere Hackfleischsorten normal an der Fleischertheke kaufen, doch da hatte ich – zumindest was den Metzger in meinem Lieblingssupermarkt angeht – mich leider geirrt. Die Thekenkraft teilte mir mit, dass sie so etwas aufgrund der erhöhten Salmonellengefahr nur tiefgefroren verkauft. Also musste ich hier auf TK-Ware zurückgreifen, was ich bei Fleisch eigentlich nicht so gerne mache. Im Nachhinein gesehen hätte man hier auch ein Stück Putenbrust nehmen und es durch einen Fleischwolf zerkleinern können, doch leider besitze ich einen solchen (noch) nicht, daher griff ich auf die TK-Ware zurück. Aber das Ergebnis war auch so wie ich fand sehr gelungen, daher möchte ich nicht darauf verzichten das Rezept hier in gewohnter Form vorzustellen.
Was benötigen wir also für 2-3 Portionen?
1 große oder 2 kleine Chilischoten (Ich wählte heute mal thailändische Rawit, da mit Habanero etwas zu scharf erschien)

1 Dose Kichererbsen (400g – 265g Abtropfgewicht)

sowie Salz, Pfeffer und Kreuzkümmel zum würzen

Zuerst stellte sich mir erst einmal das Problem, wie ich Putenhackfleisch am besten auftauen konnte, das ich mir in 2 Päckchen zu je 250g zum ziemlich deftigen Preis von 4,99 pro Packung erworben hatte.

Die Mikrowelle erschien mit dazu ungeeignet, aber nach einigen Recherchen entschloss ich mich dazu, das ganze, noch eingeschweißt, im lauwarmen Wasserbad aufzutauen. Besser wäre noch das noch langsamere Auftauen im Kühlschrank gewesen, aber dazu fehlte mir die Zeit.

Während das Putenhack auftaut, wenden wir uns den anderen Zutaten zu. Wir schälen also die Zwiebel und zerkleinern sie. Das geht natürlich auch mit dem Messer, ich nahm aber wieder meine kleine Maschine dazu.

Außerdem entkernen wir die Chilischoten

und schneiden sie in schmale Ringe, wobei wir größere Stücke noch mal halbieren oder dritteln.

Nun können wir die beiden Esslöffel Olivenöl in einer größeren Pfanne erhitzen

und braten das Putenhackfleisch darin krümelig an

wobei wir es auch gleich ein wenig mit Salz und Pfeffer würzen.

Ist das Hackfleisch gut durchgebraten geben wir die gehackten Zwiebeln ebenfalls in die Pfanne

und fügen schließlich noch die zerkleinerten Chilischoten hinzu,

um sie für drei bis vier Minuten mit anzubraten.

Sind Zwiebeln, Chili und Knoblauch gut angedünstet, können wir auch die Tomatenstücke

und schließlich alles mit der Hühnerbrühe aufgießen.

Abschließend fügen wir noch die zwei Esslöffel Tomatenmark hinzu, rühren sie gut unter und lassen dann alles für sechs bis sieben Minuten bei gelegentlichem umrühren auf mittlerer Stufe vor sich hin köcheln.

Während das Chili vor sich hin köchelt, waschen wir den Koriander, schütteln ihn trocken und zupfen dann die Blättchen ab

um diesen dann grob zu zerkleinern.

Schließlich streuen wir die den gehackten Koriander ui dem restlichen Zutaten in die Pfanne und verrühren es gut, um es weitere zwei bis drei Minuten köcheln zu lassen

und noch einmal mit Salz, Pfeffer und etwas Kreuzkümmel abzuschmecken.

Nachdem wir das ganze probiert und für gut befunden haben

können wir es mit einer Portion Sour Cream, Creme fraiche oder mageren Naturjoghurt garniert servieren und genießen.

Zwar erfüllten die thailändischen Ravit-Chili, die mit 100.000 bis 150.000 Scoville als eigentlich nicht gerade mild gelten, nicht ganz meine Anforderungen an die Schärfe, aber auch in seiner nun doch nicht so scharfen Form erwies sich diese Chili-Variante als sehr lecker. Das Putenhack hatte neben seiner weitaus kalorienärmeren Eigenschaft auch einen angenehm weichen Geschmack, wobei es gut mit den noch leicht bissfesten Kichererbsen und den fruchtigen Tomaten harmonierte. Das gehackte Koriander gab dem Ganzen schließlich mit die orientale Note, die wie ich fand ebenfalls gut zu der Gesamtkomposition passte. Wer keinen Koriander mag, kann diesen aber notfalls auch weglassen oder ihn z.B. durch Petersilie ersetzen.
Und auch was die Nährwerte angeht konnte sich das Gericht wirklich sehen lassen. Meiner Kalkulation nach kam die gesamt Zubereitung auf 1100kcal, das entspricht 550kcal bei zwei Portionen und bei drei Portionen sogar nur 367kcal pro Portion. Damit ist diese Chilizubereitung die leichteste von allen die ich bisher ausprobiert habe. Somit ist dieses Rezept nicht nur für Leute die keine Bohnen vertragen – denn ursprünglich war es wohl für diese Personengruppe vorgesehen – absolut weiterzuempfehlen. Wer kein Putenhackfleisch bekommt, kann dabei natürlich auch die gleiche Menge geschnetzelte Hühnerbrust verarbeiten, das sollte geschmacklich letztlich keinen großen Unterschied machen.
In diesem Sinne: Guten Appetit

Tags: abendessen, chickpeas, chili, cooking, coriander, cumin, dinner, essen, food, ground meat, küche, kichererbsen, kitchen, kochen, kochexperiment, kochexperimente, koriander, kreuzkümmel, lunch, mittagessen, nahrung, nahrungsmittel, onion, orientalisch, pute, putenhack, putenhackfleisch, rawit, recipe, rezept, tomaten, tomatoes, turkey, turkey ground meat, zwiebel






























































