Gnocchi mit Austernpilzen, Egerlingen & Spinat [12.11.2012]

Während die Asia-Thai-Theke am heutigen Montag mit Gerichten wie Poh Piard Thord – Knusprige Frühlingsröllchen und Gai Pad Bai Krapao – Gebratene Putenstreifen mit Chili, frischem Gemüse und frischem Thai-Basilikum lockte, standen in der regulären Küche neben Gnocchi mit Austernpilzen, Egerlingen, Spinat und feinem Walnussöl und Canneloni mit Fleischfüllung und Tomatensauce gratiniert auch bei Tradition der Region eine Bratwurstschnecke mit Rahmgemüse und Kartoffelpüree und als Sonderangebot ein Hähnchenschenkel mit Rahmgemüse und Kartoffelpüree auf der Speisekarte. Einen Moment liebäugelte ich mit der Bratwurstschnecke, rief mir dann aber in Erinnerung dass das Kartoffelpüree hier ja in der Regel ziemlich dünnflüssig ist und somit schwenkte ich dann doch auf das vegetarische Gnocchi-Gericht um, das mit seinen 539kcal noch einigermaßen leicht erschien.

Gnocchi mit Austernpilzen, Egerlingen, Spinat und feinem Walnussöl

Unter einer mit einer größeren Menge Parmesan garnierten Mischung aus kleingeschnittenen Austernpilzen und kleinen Egerlingen (auch als Champignons bekannt) und mit leckerem Walnussöl und Zwiebeln angemachten Blattspinat fand sich wie üblich eine mehr als ausreichend große Portion Gnocchis, die das Gericht als Sättigungsbeilage komplettierten. Ein einfaches, aber überaus schmackhaftes Gericht, bei dem ich zu keinen Moment bereute mich dafür entschieden zu haben – zumal es auch ohne Nachtisch mehr als genügend lang sättigte.
Der Gros der anderen Gäste hatte sich heute aber dann doch für die Bratwurstschnecke mit Rahmgemüse und Kartoffelpüree entschieden, womit ich diesem Gericht den heutigen Platz eins auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala zubilligen würde. Eng gefolgt wurden diese von den ebenfalls sehr beliebten Cannelloni mit Fleischfüllung auf Platz zwei, dann den Asia-Gerichten auf Platz drei, der Hähnchenkeule auf Platz vier und den vegetarischen Gnocchi schließlich auf einem guten, aber dennoch fünften Platz. Das entsprach auch der Platzierung die bei einem solchen Angebot zu erwarten gewesen war, daher brauche ich dem wohl nichts mehr hinzuzufügen. 😉

Mein Abschlußurteil:
Gnocchi: ++
Austernpilze, Egerlinge & Blattspinat in Walnussöl: ++

Pilzcremesuppe mit Champignons, Steinpilzen & Thymian – das Rezept

Nachdem ich gestern ja etwas umfangreicher gekocht hatte, wollte ich es heute mal etwas einfacher halten. Daher entschloss ich mich dazu, mal eine leckere Pilzcremesuppe mit Champignons, Steinpilzen & Thymian zuzubereiten. Pilze sind, wie ich finde, immer eine sehr schmackhafte Zutat und überaus vielseitig verwendbar wie man bei meinen bisherigen Kochexperimenten ja sehen kann – ich denke da nur an die Gebratenen Austernpilze mit Kohlrabigemüse, das Rinderfilet-Ragout mit Champignons in Sauerrahm auf Tagliatelle al spinaci oder das Pfifferling-Pilzgemüse an Kichererbsenpüree um nur einige zu nennen – aber eine Suppe hatte ich daraus bisher noch nicht gemacht. Das holte ich heute nun endlich nach und das Ergebnis erwies sich als wirklich sehr gelungene Verwendung von braunen Champignons und Steinpilzen, so dass ich es natürlich nicht versäumen möchte das Rezept in gewohnter Form hier einmal kurz vorzustellen.

Was brauchen wir also für 2-3 Portionen?

300g braune Champignons (ich empfehle hier die Verwendung von kleineren Pilzen)
01 - Zutat Champignons / Ingredient mushrooms

5g getrocknete Steinpilze (ca. 5-6 Stück)
02 - Zutat getrocknete Steinpilze / Ingredient dried porcini yellow boletus

1 mittelgroße Zwiebel
03 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

1-2 Zehen Knoblauch
04 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

2-3 Zweige frischer Thymian
05 - Zutat Thymian / Ingredient thyme

500ml Gemüsebrühe
06 - Zutat Gemüsebrühe / Ingredient vegetable stock

2 EL Olivenöl
07 - Zutat Olivenöl / Ingredient olive oil

75ml Sojacreme (Alternativ, aber kalorienreicher: Sahne)
08 - Zutat Sojacreme / Ingredient soy cream

1 kleine Zitrone
09 - Zutat Zitrone / Ingredient lemon

sowie Salz & Pfeffer zum würzen

Als erstes erhitzen wir etwas Wasser, z.B. in einem Wasserkocher, und messen davon 250ml ab, in denen wir die Steinpilze für ca. 15 Minuten einweichen.
10 - Steinpilze einweichen / Soak porcini

Anschließend beginnen wir damit die anderen Zutaten vorzubereiten. Wir waschen also unsere Champignons
11 - Champignons waschen / Clean mushrooms

entfernen die trockene Stielspitze und vierteln sie dann.
12 - Champignons vierteln / Quarter mushrooms

Außerdem schälen und zerkleinern wir unsere Zwiebel, zerkleinern sie dann mit dem Messer oder einer Küchenmaschine,
13 - Zwiebel hacken / Grind onion

schälen und hacken unsere Knoblauchzehe(n) fein
14 - Knoblauch zerkleinern / Mince garlic

und waschen schließlich unseren Thymian, schütteln ihn trocken
15 - Thymian waschen / Wash thyme

und zupfen dann die Blättchen ab.
16 - Blättchen abzupfen / Pick leafes

Während in einem Topf ein Esslöffel Olivenöl auf Brattemperatur erhitzt wird
17 - Öl erhitzen / Heat up oil

lassen wir unsere eingeweichten Steinpilze abtropfen und fangen dabei das Einweichwasser auf.
18 - Steinpilze abtropfen lassen / Drain porcini

Ist das Öl heiß genug, geben wir die geviertelten Champignons in den Topf
19 - Pilze hinzufügen / Add mushrooms

und braten sie darin scharf für einige Minuten an
20 - Champignons anbraten / Roast mushrooms

bevor wie sie wieder entnehmen und bei Seite stellen.
21 - Champignons entnehmen / Remove mushrooms

Mit dem zweiten Esslöffel Olivenöl dünsten wir dann Zwiebeln und Knoblauch auf mittlerer Stufe glasig an
22 - Zwiebeln & Knoblauch andünsten / Braise onion & garlic lightly

und fügen dann wieder die Champignons
23 - Champignons wieder hinzufügen / Add mushrooms again

sowie unsere abgezupften Thymianblätter in den Topf hinzu. Alles lassen wir für weitere drei bis vier Minuten bei gelegentlichem umrühren etwas anbraten.
24 - Thymian addieren / Add thyme

In der Zwischenzeit können wir die eingeweichten Steinpilze noch einmal etwas ausdrücken und dann grob zerkleinern.
25 - Steinpilze grob zerkleinern / Grind porcini

Schließlich geben wir das aufgefangene Steinpilz-Einweichwasser durch ein feines Sieb in den Topf
26 - Einweichwasser addieren / Add soaking water

und würzen alles schon einmal etwas mit Salz und Pfeffer.
27 - Mit Pfeffer & Salz würzen / Taste with salt & pepper

Dann fügen wir noch die zerkleinerten Steinpilze hinzu
28 - Steinpilze hinzufügen / Add porcini

und gießen schließlich alles mit der Gemüsebrühe auf.
29 - Gemüsebrühe addieren / Drain vegetable stock

Nachdem wir den Topfinhalt kurz haben aufkochen lassen
30 - Aufkochen lassen / Boil up

lassen wir ihn dann für 20 Minuten auf mittlerer Stufe vor sich hin köcheln, wobei wir ihn gelegentlich umrühren.
31 - Köcheln lassen / Simmer

Nach den zwanzig Minuten Kochzeit separieren wir etwa die Hälfte des Topfinhalts in ein anderes Gefäß
32 - Hälfte der Suppe separieren / Seperate 1/2 of soup

und pürieren ihn darin mit dem Pürierstab – Alternativ kann man die Suppe dazu natürlich auch in einen Mixer geben –
33 - Pürieren / Blend

und geben die pürierte Masse dann wieder zurück in den Topf
34 - Zur Suppe geben / Add to soup

wo wir es noch einmal kurz aufkochen lassen.
35 - Aufkochen lassen / Boil up

Jetzt ist auch ein guter Zeitpunkt, unsere Zitrone auszupressen.
36 - Zitrone auspressen / Squeeze lemon

Dann geben wir 75ml Sojacreme in den Topf, verrühren sie
37 - Sojacreme hinzufügen / Add soy cream

und schmecken unsere Suppe dann noch einmal mit Salz & Pfeffer
39 - Mit Salz & Pfeffer abschmecken / Taste with salt & pepper

sowie 1-2 EL Zitronensaft ab.
38 - Mit Zitronensaft würzen / Taste with lemon juice

Nachdem wir dann geschmacklich mit unserer Kreation zufrieden sind, was wir recht einfach durch probieren herausfinden können,
40 - Probieren / Try

können wir sie schließlich servieren und genießen. Dazu passt sehr gut eine Scheibe kräftiges Vollkornbrot.
41 - Pilzcremesuppe mit Champignons, Steinpilzen & Thymian / Mushroom cream soup with mushrooms, porcini & thyme - Serviert

Die Mischung von braunen Champignons und Steinpilzen, deren Geschmack dank der Verwendung des Einweichwassers trotz der geringen Menge verstärkt wurde und deutlich zu bemerken war, erwies sich als überaus schmackhaft und würzig. Da nur die Hälfte der Suppe püriert worden war, fanden sich außerdem auch noch zahlreiche leckere Pilzstücke darin, die den Geschmack insgesamt noch einmal intensivierten und der Suppe den gewissen Biss gab. Kräftig mit Salz und Pfeffer gewürzt, mit der leichten Note von Thymian versehen und dem Zitronensaft geschmacklich abgerundet ein überaus leckeres Gericht, dass sich sowohl als Vorspeise als auch als leichtes Hauptgericht wunderbar eignet.

42 - Pilzcremesuppe mit Champignons, Steinpilzen & Thymian / Mushroom cream soup with mushrooms, porcini & thyme - CloseUp

Werfen wir abschließend wie üblich noch einen Blick auf die Nährwerte: Wie für Suppen üblich, wartete auch diese Pilzcremesuppe mit einem angenehm niedrigen Kalorienwert auf. Ich kam bei meiner Berechnung auf 388kcal für den gesamten Topf, aufgeteilt auf 2 Portionen kommen wir also auf gerade mal 194kcal pro Suppenteller, bei drei Portionen liegt der Wert sogar nur bei 130kcal – natürlich exklusiv des dazu servierten Brots gerechnet. Nach der Schlemmerei mit der Makkaroni-Torte von gestern kommt mir das natürlich gerade recht. Ansonsten gibt es eigentlich nichts mehr, was ich zu den bisherigen Ausführungen hinzuzufügen hätte, daher bleibt mir nur noch eines zu sagen:

Guten Appetit

Rinderfilet-Ragout mit Champignons in Sauerrahm – das Rezept

Heute entschloss ich mich dazu, mal wieder etwas zu kochen. Beim durchsehen meiner Rezepte stieß ich dabei auf dieses Rezept für Rinderfilet-Ragout mit Champignons in Sauerrahm auf Tagliatelle al spinaci, das es mir wert erschien mal ausprobiert zu werden. Zwar gehört Rinderfilet nicht gerade zu den billigsten Fleischsorten – ich habe für mein Stück vierzehn Euro gezahlt – aber das war es mir wert, zumal das Ergebnis sich als wirklich gelungen und sehr lecker erwies. Aber damit genug der langen Vorrede, kommen wir nun zum eigentlichen Rezept:

Für zwei Portionen benötigen wir:

180g braune Champignons
01 - Zutat Champignons / Ingredient mushrooms

4-5 Frühlingszwiebeln
02 - Zutat Frühlingszwiebeln / Ingredient spring onions

250g Rinderfilet
03 - Zutat Rinderfilet / Ingredient beef tenderloin

100g Tagliatelle al spinaci (Bandnudeln mit Spinat)
03 - Zutat Bandnudeln / Ingredient tagliatelle

150ml Gemüsebrühe
05 - Zutat Gemüsebrühe / Ingredient vegetable stock

1 EL Rapsöl (oder ein anderes neutrales Pflanzenöl)
06 - Zutat Rapsöl / Ingredient rapeseed oil

1/2 TL grüne Pfefferkörner
07 - Zutat grüne Pfefferkörner / Ingredient green pepper

1 TL mittelscharfen Senf
08 - Zutat Senf / Ingredient mustard

3 EL Sauerrahm (Sour cream)
09 - Zutat Sauerrahm / Ingredient sour cream

3-4 TL 8-Kräuter-Mischung (TK-Ware, bestehend aus Petersilie, Dill, Kresse, Kerbel, Schnittlauch, Sauerampfer & Pimpinelle)
10 - Zutat Kräuter / Ingredient herbs

sowie etwas Salz & Pfeffer zum würzen

Das eigentliche Rezept sprach davon, Sauerrahm mit Kräutern zu verwenden – ich konnte aber im Supermarkt meines Vertrauens keine fertige Mischung aus Sauerrahm und Kräutern finden, also improvisierte ich hier einfach. 😉

Beginnen wir nun damit, etwas gesalzenes Wasser aufzusetzen und zum kochen zu bringen, um darin später die Nudeln zuzubereiten.
11 - Wasser aufsetzen / Put water on

Dann waschen wir die braunen Champignons
12 - Pilze waschen / Clean mushrooms

und die Frühlingszwiebeln gründlich
13 - Frühlingszwiebeln reinigen / Wash spring onions

und schneiden dann die Frühlingszwiebeln in Ringe
14 - Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden / Cut spring onions in rings

sowie, nachdem wir die trockenen Stilenden abgeschnitten haben, die Champignons in Scheiben.
15 - Pilze in Scheiben schneiden / Cut mushrooms in slices

Anschließend waschen wir auch das Rinderfilet, trocknen es
16 - Rinderfilet waschen / Wash beef filet

und schneiden es dann in ca. 1 cm große Würfel.
17 - Rinderfilet würfeln / Dice beef filet

Inzwischen müsste auch das Wasser kochen und wir können die Tagliatelle hinein geben.
18 - Nudeln kochen / Cook noodles

In einer größeren Pfanne bringen wir nun das Pflanzenöl auf Arbeitstemperatur
19 - Öl erhitzen / Heat up oil

und braten darin die Rinderfilet-Würfel rundherum an.
20 - Rinderfilet anbraten / Sear beef tenderloin

Ist alles gut durchgebraten, geben wir auch die Frühlingszwiebeln
21 - Frühlingszwiebeln hinzufügen / Add spring onions

sowie die Champignons hinzu
22 - Pilze addieren / Add mushrooms

und lassen alles bei gelegentlichem umrühren für weitere drei bis vier Minuten anbraten.
23 - Anbraten / roast

Dann gießen wir die Gemüsebrühe auf,
24 - Gemüsebrühe aufgießen / Add vegetable stock

geben den Sauerrahm hinzu,
25 - Sauerrahm addieren / Add sour cream

streuen die Kräuter ein
26 - Kräuter einstreuen / Add herbs

und fügen schließlich noch die grünen Pfefferkörner
27 - Pfefferkörner hinzufügen / Add peppercorns

sowie den Senf hinzu.
28 - Senf einrühren / Add mustard

Alles verrühren wir gut miteinander und lassen es dann auf erhöhter Stufe etwas einkochen und reduzieren.
29 - einkochen lassen / reduce

Dabei schmecken wir das Ganze dann noch einmal mit Salz und Pfeffer ab.
30 - Mit Pfeffer & Salz abschmecken / Taste with pepper & salt

Trifft die Mischung dann unseren Geschmack, was wir einfach durch kurzes probieren feststellen können,
31 - Probieren / Try

brauchen wir nur noch die Nudeln abzugießen (Nicht mit Wasser abschrecken, denn das wäscht angeblich die Stärke ab und lässt die Sauce hinterher nicht haften)
32 - Nudeln abgießen / Drain noodles

und können dann das Gericht, garniert mit einigen frischen Frühlingszwiebel-Ringen, garnieren.
33 - Rinderfiletragout mit Champignons in Sauerrahm / Beef ragout with mushrooms in sour cream - Serviert

Ich war wirklich begeistert von der Zusammenstellung, denn die Mischung hatte vor allem durch den Senf und die Pfefferkörner eine kräftige Würze, die geschmacklich wunderbar mit den zarten Rinderfiletstücken und den Pilzen in ihrer Sauerrahm-Sauce harmonierte. Gemeinsam mit den angenehm al dente gekochten Tagliatelle al spinaci ein wirklicher Genuss wie ich feststellen durfte. Da waren die vierzehn Euro für das Rinderfilet wirklich sehr schmackhaft angelegt gewesen. 😉
Und auch was die Zubereitungszeit angeht durfte ich feststellen dass sich dieses Gericht mit weniger als 30 Minuten Zubereitungszeit angenehm schnell zubereiten lässt.

34 - Rinderfiletragout mit Champignons in Sauerrahm / Beef ragout with mushrooms in sour cream - CloseUp

Werfen wir nun noch einen Blick auf die Nährwerte: Meiner Kalkulation nach hat das ganze Gericht inklusive der Tagliatelle 840kcal, das entspricht also bei zwei Portionen gerade mal 420kcal pro Portion. Angenehm leicht wie ich finde, das kommt meinem stetigen Bestreben der Kalorienreduktion natürlich sehr entgegen. Dabei sind die Portionen wie ich feststellen durfte aber dennoch angenehm groß und reichen vollkommen aus, um einen Erwachsenen satt zu machen. Wer also den hohen Preis für das Rinderfilet nicht scheut, dem sei dieses Rezept wirklich empfohlen. Dabei sei noch angemerkt, dass ich an der Fleischtheke die Frage ob ich denn bayrisches Rinderfilet haben möchte mit Ja beantwortet habe – hätte ich mich genauer erkundigt wäre es bestimmt auch noch billiger gegangen – aber da habe ich erst dran gedacht als ich den Preis auf der Waage sah und da wollte ich dann keinen Rückzieher mehr machen. Das aber nur am Rande erwähnt.

In diesem Sinne: Guten Appetit

Pizza mit Salami, Schinken, Peperoni & Pilzen [30.08.2012]

Eigentlich hatte ich mich ja im Vorfeld schon auf das Gyros von der Pute mit Tzatziki, Zwiebeln und Reis festgelegt, dass heute bei Tradition der Region angeboten wurde. Das Bunte Kräuter-Ofengemüse mit Kressedip wäre zwar kalorientechnisch optimaler gewesen, doch mir war irgendwie nach Fleisch und das Holzfällersteak vom Schweinenacken mit Country Potatoes bei Globetrotter erschien mir eindeutig zu mächtig. Nach Angebote von der Asia-Thai-Theke, wo u.a. Asiatisches Gemüse herzhaft gebraten in Erdnußsauce und Gaeng Massaman Gai – Gebratenes Hühnchen mit frischem Gemüse und Kartoffeln in Massaman Curry auf der Speisekarte standen war mir heute nicht so, zumal ich ja gestern schon von hier zugegriffen hatte. Dann aber entdeckte ich als unangekündigtes Sonderangebot heute eine Pizza mit Salami, Schinken, Peperoni & Pilzen – da konnte ich leider nicht widerstehen. Zum Glück war die Schlange vor dem Pizzaofen in denen die vorbereiteten Pizzen frisch fertig gebacken wurden nicht allzu lang und bald schon hatte ich die Grundpizza auf meinem Teller und konnte sie nach eigenem Gutdünken mit verschiedenen Kräutermischungen und/oder scharfer Sauce garniere bzw. komplettieren, was ich auch tat. Und wenn ich schon sündigte, da konnte auch der kleine Becher Walnuss-Mousse von der Dessert-Theke nicht mehr viel verderben.

Pizza mit Salami, Schinken, Peperoni & Pilzen / Pizza with salami, ham, hot pepper & mushrooms

Durch das Fertigbacken kurz vor dem servieren war der dünne Boden außen angenehm knusprig geworden. Der Rand war für meinen persönlichen Geschmack zwar etwas zu breit, aber das tat dem Geschmack glücklicherweise keinerlei Abbruch. Neben einer dünnen, aber ausreichenden Schicht einer fruchtigen Tomatensauce befanden sich als Belag eine Mischung aus Salami- und Kochschinken-Scheiben einige Pilze, zwei große grüne Peperoni und etwas Käse auf dem Pizzaboden, alles von mir noch mit einer größeren Menge italienischer Kräuter bestreut die dem Ganzen zusätzliche Würze gaben. Für eine Kantinenpizza war dies wirklich mehr als akzeptabel, daher bin ich dazu geneigt hier volle Punktzahl zu geben – auch wenn man beim guten Italiener mit Sicherheit noch eine bessere Zubereitung bekommen könnte – aber wir wollen hier ja realistisch bleiben. 😉 Und auch das luftig-lockere Mousse mit Walnussaroma gab keinerlei Grund zu Kritik.
Normalerweise hätte ich erwartet, dass die Pizza heute recht eindeutig den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala belegte, doch meine Beobachtungen ergaben ein anderes Bild. Die Asia-Gerichte schienen hier heute das Rennen um den ersten Platz zu gewinnen, gefolgt vom Putengyros und erst auf dem dritten Platz kam die Pizza, gemeinsam mit dem Holzfällersteak. Platz vier belegte schließlich, wie erwartet, das Kräuter-Ofengemüse mit Kressedip. Habe mich ja selten so in meiner Abschätzung geirrt, aber heute lag ich mal total daneben. Das Ganze klärte sich dann aber auf als mich auf den Weg zurück machte: Die Pizza war zu diesem Zeitpunkt schon ausverkauft. Da habe ich ja letztlich Glück gehabt dass ich noch was bekommen habe. *g*

Mein Abschlußurteil:
Pizza mit Salami, Schinken, Peperoni & Pilzen: ++
Walnuss-Mousse: ++

Schloßklausen-Schnitzel mit Pommes Frites

Eigentlich wäre es zwar besser gewesen heute etwas kürzer zu treten, doch eine Einladung zum Mittagessen und der eigene Appetit machte mir dann doch einen Strich durch die Rechnung. Ziel der Einladung war das Restaurant Zur Schloßklause, einem Restaurant am Schloßtor des ehemaligen Landgrafenschlosses in Rotenburg an der Fulda.

Größere Kartenansicht
Das kleine, in einem offenen, breiten Vorhof des Schlosses gelegene Restaurant bietet sowohl innen als auch Außen zahlreiche Sitzplätze an, wobei wir uns dazu entschlossen und aufgrund des schönen, wenn auch nicht allzu warmen Wetters im Freien einen Platz zu suchen. Schnell hatten wir auch die Aufmerksamkeit einer der Servicekräfte, die uns sogleich mit Speisekarten versorgte und unsere Getränkebestellungen aufnahm. Die Speisekarte selbst erwies sich als recht übersichtlich, es fanden sich zwei Suppen, einige Schnitzelgerichte, ein Hähnchengericht, ein Salat, ein Fleischgericht mit Medaillons, zwei Angus-Steaks sowie zwei Kindergerichte darin – zusätzliche gab es noch zwei Tagesangebote die auf einer Tafel vor dem Restaurant zu lesen waren. Der Fokus lag aber eindeutig auf den Schnitzel, die wie hier in Nordhessen üblich paniert angeboten wurden und nicht – wie etwa in meiner aktuellen Heimat Bayern – ohne Panade. Nach einigem Überlegen entschied ich mich schließlich für das Schloßklausen-Schnitzel mit Salat und Pommes Frites, einer Schnitzelzubereitung die mit gemischten Pilzen, Speck und Zwiebeln serviert werden sollte. Ich war gespannt was ich da für 10,50 Euro geliefert bekommen würde. Nachdem unsere Bestellungen dann aufgenommen worden waren, begann das Warten. Die Lokalität war, es war ja Sonntag, wirklich sehr gut besucht, was sich als gut für die Betreiber, aber leider eher schlecht für uns herausstellte, da sich dadurch die Wartezeit als etwas länger erwies bevor schließlich unsere bestellten Speisen nach ca. 25 Minuten endlich serviert wurden. Während der Wartezeit wurden wir aber vom freundlichen, unaufdringlichen und aufmerksamen Personal weiterhin gut mit Getränken versorgt.

Schloßklausen-Schnitzel

Aber das Warten hatte sich wirklich gelohnt. Neben einer kleinen Salatzusammenstellung aus Krautsalat, Salatblättern, Ruccola, Paprika, Gurken und Tomaten fand sich ein großes, unter einem riesigen Berg aus fein gewürfeltem, knusprigen Speck, Austernpilze, Champignons, Saitlingen, Stockschwämmchen sowie milden, weich angebratenen Zwiebeln fand sich ein großes, zartes und dünnes Schweineschnitzel in dünner, knuspriger Panade, das ich bereits nach den ersten Bissen als überaus hochwertig meinte identifizieren zu können.

Schloßklausen-Schnitzel - CloseUp

Dazu gab es in einem separaten Schälchen eine mittlere, aber absolut ausreichende Portion knuspriger Pommes Frites, die man nicht nur mit Salz, sondern auch noch mit einer leicht pikanten Paprika-Würzmischung garniert hatte. Ein sehr leckeres und überaus sättigendes Gericht, das seinen Preis mehr als wert war. Da auch alle meine Begleiter, die verschiedene andere Gerichte aus dem Steak- und Schnitzel-Angebot gewählt hatten sich ebenfalls überaus zufrieden äußerten, kann ich das Restaurant Zur Schloßklause in Rotenburg an der Fulda also vorbehaltlos weiter empfehlen – ein weiteres gutes Ziel wenn man im schönen Waldhessen gut und schmackhaft speisen will.