Abgebräunter Leberkäse mit Spiegelei [06.10.2014]

Kurz überlegte ich noch, ob ich beim Chop Suey – Gemischtes Gemüse gebraten in Erdnußsauce nach Shanghai-Art oder besser noch dem Curry Kai – Putenfleisch gebraten mit gelben Thai Curry und verschiedenem Gemüse zugreifen sollte, denn weder die Mexikanischen Chili-Linsen auf Reis bei Vitality noch die Penne Rigate mit Tomatenragout, Thunfisch und Parmesan bei Globetrotter begeisterten mich sonderlich. Dann aber entschied ich mich schließlich doch dazu dem Abgebräunten Leberkäse mit Sauce, Bratkartoffeln und Spiegelei aus dem Bereich Tradition der Region den Vorzug zu geben. Dazu nahm ich mir noch ein paar Erbsen aus dem heutigen Gemüse-Zusatzangebot, auf ein Dessert verzichtete ich aber.

Abgebräunter Leberkäse mit Sauce, Bratkartoffeln & Spiegelei / Meat loaf with sauce, fried potatoes egg

Die Bratkartoffeln, die dieses Mal wieder aus im Ganzen gebratenen, gewürzten kleinen Salzkartoffeln bestanden waren schon einmal sehr gut gelungen, denn mit ihrem dünnen, knusprigen Mantel und dem weichen Inneren waren sie genau so wie ich Kartoffeln liebe. Und auch die ebenfalls schön knusprig gebratene, angenehm dicke Scheibe Leberkäse gab keinerlei Grund zur Kritik und passte wunderbar zu dem noch leicht flüssigen Spiegelei, mit dem man sie garniert hatte. Ohne die würzige, dunkle Sauce wäre das Gericht aber zwar knusprig, aber etwas trocken geworden. Eine sehr leckere, wenn auch nicht gerade leichte Kombination. Und auch an knackigen, mit Buttern und einigen Kräutern angemachten Erbsen gab es nichts zu meckern. Ich war – mal wieder – sehr zufrieden mit meiner Wahl.
Und auch bei den anderen Gästen lag der Leberkäse mit kleinem, aber dennoch klar erkennbaren Vorsprung in der Beliebtheit ganz oben und konnte sich daher ohne Frage den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern. Auf Platz zwei folgten heute die auch sehr gerne genommenen Gerichte von der Asia-Thai-Theke, die noch deutlich häufiger auf den Tabletts der anderen Gäste zu sehen waren als die drittplatzierten Penne Rigate mit Thunfisch. Auf dem vierten Platz folgten schließlich die Chili-Linsen.

Mein Abschlußurteil:
Abgebräunter Leberkäse: ++
Spiegelei: ++
Sauce: ++
Bratkartoffeln: ++
Erbsen: ++

Gegrillte Entenkeule mit Blaukraut & Kartoffelknödel [30.09.2014]

Heute fand sich mit einer Gegrillten Entenkeule mit Blaukraut und Kartoffelknödel im Bereich mal etwas ganz feines auf der Speisekarte unseres Betriebsrestaurants, da brauchte ich natürlich nicht lange überlegen. Zumal weder das Bunte Ofengemüse mit Kräuterdip bei Vitality, noch die Penne al arrabiatta und Parmesan bei Globetrotter oder der Asia-Thai-Gerichte wie Asiatisches Gemüse herzhaft gebraten in Erdnußsauce sowie Nua Pad Pram Hoi – Seelachs mit Erbsenschoten und frischen Sojakeimlingen in Austernsauce dazu angetan waren, mich von dieser Entscheidung abzubringen. Dazu gesellte sich noch ein kleines Becherchen Weiße Schokomousse aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Gegrillte Entenkeule mit Blaukraut & Kartoffelknödel / Grilled duck leg with red cabbage & potato dumpling

Im ersten Moment sah die knusprig gegrillte Entenkeule zwar etwas klein aus, aber die Ausbeute an zartem und mageren Fleisch war doch erfreulich ergiebig. Sie schien sehr gut zur Menge des fruchtigen Blaukraut und der Größe des lockeren, mit angerösteten Brotwürfeln gefüllten Kartoffelknödels abgewogen. Einzig bei der hellen, mild-würzigen Sauce war man etwas zu großzügig vorgegangen, aber geschadet hat das natürlich auch nicht. Ingesamt ein sehr gelungenes Mittagsmahl, ich war auf jeden Fall sehr zufrieden. Nur beim Mousse muss ich einen kleinen Abzug in der Wertung vornehmen, denn es war etwas abgestanden und von der Struktur nicht so luftig und locker wie ich normalerweise gewohnt bin.
Wie nicht anders erwartet, lag die Entenkeule heute auch bei den anderen Gästen mit großem Vorsprung vor allen anderen Gerichten auf Platz eins der Allgemeinen Beliebtheitsskala. Um den zweiten Platz lieferten sich die die Penne al arrabiata und die Asia-Gerichte ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen, das meiner Meinung nach die Asia-Gerichte mit einer Nasenlänge für sich entscheiden konnte und die Penne somit auf Platz drei verwies. Den vierten Platz belegte schließlich wie üblich das vegetarische Ofengemüse.

Mein Abschlußurteil:
Entenkeule: ++
Blaukraut: ++
Sauce: ++
Kartoffelknödel: ++
Weißes Schokomousse: +

Fleischpflanzerl mit Kaisergemüse, Sauce & Bratkartoffeln [22.09.2014]

Leider sahen die Gnocchi mit Ruccola und gedünsteten Kirschtomaten aus dem Bereich Vitality heute etwas zu dunkel, fast schon angebrannt, aus, daher ansonsten hätte ich wahrscheinlich bei diesem Gericht zugeschlagen. Und auch den Szegediner Gulasch mit Butternudeln bei Globetrotter fand ich nicht sonderlich verlockend. Blieben also noch das Gaeng Gai Ma Plao On – Hähnchenstreifen gebraten in roter Kokosnusssauce, das neben Poh Piard Thord – Knusprige Frühlingsröllchen an der Asia-Thai-Theke angeboten wurden und das Fleischpflanzerl mit Kaisergemüse, Sauce und Bratkartoffeln aus dem Bereich Tradition der Region. Nach kurzem Abwägen fiel meine Wahl schließlich auf die kalorientechnisch bestimmt nicht optimale Frikadelle. Im Gegenzug verzichtete ich daher heute mal auf das Dessert.

Fleischpflanzerl mit Kaisergemüse, Sauce und Bratkartoffeln / Meatball with vegetables, sauce & fried potatoes

Das lockere, mit Zwiebeln und einer guten Gewürzmischung versehene Fleischpflanzerl war schon einmal sehr gut gelungen und auch an der knackigen Gemüsezusammenstellung aus Blumenkohl, Möhren und Broccoli gab es ebenso wenig etwas auszusetzen wie an den kleinen, rundherum leicht knusprig angebratenen Salzkartoffeln gab es nicht auszusetzen. Wäre die milden Bratensauce ein klein wenig dickflüssiger gewesen, wäre das ein fast ein perfektes Gericht gewesen. Ich war auf jeden Fall zufrieden – einfache, gute Hausmannskost.
Und auch bei den anderen Gästen lag das Fleischpflanzerl heute mit klarem Vorsprung vor allen anderen Gerichten am höchsten in der Gunst und konnte sich so den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern. Auf Platz zwei sah ich den Szegediner Gulasch, den ich meinte ein klein wenig häufiger auf den Tabletts zu sehen als die Asia-Gerichte, die somit auf Platz drei folgten. Die Gnocchi, die an der Ausgabe-Theke wohl dann doch nicht so angebrannt aussahen wie in der Vitrine, schafften es schließlich auf einen guten vierten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Fleischpflanzerl: ++
Kaisergemüse: ++
Sauce: +
Bratkartoffeln: ++

Salbeigeschmortes vom Kalb mit Tomaten-Basilikumsugo [04.04.2014]

Nachdem ich auf Asia-Gerichte wie Gebackene Ananas und Banane und San Sei Chop Suey – Verschiedene Fleischsorten mit Gemüse in Spezial-Sauce heute keine große Lust verspürte, blieben noch der Seelachs in Senfsauce mit Salzkartoffeln bei Globetrotter, das Salbeigeschmorte vom Kalb mit Butternudeln und Tomaten-Basilikumsugo bei Vitality und heute auch die Hausgemachten Reiberdatschi mit Apfelmus in der näheren Auswahl. Es gab zwar noch eine Lasagne als Zusatzangebot, diese war meiner Meinung nach aber viel zu mächtig für den heutigen Freitag. Nach kurzem Abwägen, fiel meine Wahl schließlich auf das Kalbsgericht, das mit gerade mal 400kcal einen angenehm leichten Genuss versprach und mir außerdem auch noch den kleinen Becher Blutorangen-Mousse aus dem heutigen Dessert-Angebot gestattet, ohne dass ich mit meinen Kalorienwerten allzu sehr über die Strenge schlug.

Salbeigeschmortes vom Kalb mit Tomaten-Basilikumsugo & Butternudeln / Sage roasted veal wit tomato basil sugo & butter noodles

Die Butternudeln in Form von Rigatoni sahen zwar etwas zerrupft aus, aber geschmacklich gab es glücklicherweise nichts an ihnen auszusetzen. Dennoch muss ich hier etwas in der Wertung abziehen. Das fruchtig-würzige Tomatensugo mit deutlicher Basilikum-Note gab wiederum keinerlei Grund zur Kritik. Nur: Wo war das Kalbsfleisch? Nach einigem suchen stieß ich schließlich unter der dicken Schicht Sugo auf die etwa fingerdicke, saftige und magere Stück Kalbsbratens.

Salbeigeschmortes vom Kalb / Sage roasted veal

Vom Salbei war zwar – zumindest meiner Meinung nach – nichts zu schmecken, aber sowohl an Menge als auch an Qualität musste ich beim Kalbsfleisch keinerlei Abstriche machen. Ich war sehr zufrieden. Das Blutorangen-Mousse wirkte zwar leicht abgestanden, aber erfüllte die Qualitätskriterien so weit, dass ich hier keinen Punktabzug zu geben brauche.
Die Geschmäcker der anderen Gäste waren heute sehr durchwachsen, so dass ich Schwierigkeiten hatte eine genaue Platzierung zu erstellen. Ich würde aber sagen, dass die Asia-Gerichte den ersten Platz belegten, gefolgt von der Lasagne auf Platz zwei und dem Seelachs in Senfsauce auf Platz drei. Mit nur knappen Abstand dahinter folgte schließlich das Kalbsgeschmorte mit Butternudeln.

Mein Abschlußurteil:
Kalbsgeschmortes: ++
Tomaten-Basilikumsugo: ++
Butternudeln: +
Blutorangen-Mousse: ++

Seelachs in Chili-Zitronengrassauce [17.12.2013]

Während mir das Cordon bleu vom Schwein mit Pommes Frites bei Tradition der Region und Paprikarahmgulasch vom Schwein mit Salzkartoffeln bei Globetrotter etwas zu schwer für den heutigen Tag erschienen, liebäugelte ich lange Zeit mit den Gnocchi mit Austernpilzen, Egerlingen, Spinat und feinem Walnussöl, die heute bei Vitality auf der Speisekarte standen. Aber da ich auch schon lange nicht mehr an der Asia-Thai-Theke gegessen hatte, entschied ich mich schließlich dort zu speisen und auf der Karte fand sich neben dem vegetarischen Kalon Tzau Min – Gebratene Chinanudeln mit Eiern und Gemüse nach Canton Art auch mit Gaeng ped Mua – Gebackener Seelachs mit verschiedenem Gemüse in Kokosmilchsauce auch etwas, das von den üblichen Angeboten des Dienstag mal abwich. Doch scheinbar hatte man die Speisekarte noch ganz kurzfristig geändert, dann anstatt der Kokosmilchsauce fand ich wieder nur die für diesen Wochentag übliche Chilisauce mit deutlicher Zitronengras-Note vor. Da ich mir schon Reis aufgemacht hatte, ergab ich mich also in mein Schicksal und griff schließlich zu diesem Gericht.

Seelachsfilet in Chili-Zitronengrassauce / Coalfish filet in chili lemongras sauce

Und leider wurde ich heute hier ziemlich enttäuscht. Nicht nur dass der Reis etwas klumpig geraten war, auch das eigentlich Hauptgericht ließ zu wünschen übrig, denn es war nur noch etwas mehr als lauwarm und bestand neben den zahlreichen, panierten Seelachsfilet-Stücken, die wohl noch das beste am Ganzen waren, fast nur aus Chinakohl und Lauch. Ich glaube auch noch ein kleines Stück Paprika gesehen zu haben, bin aber nicht ganz sicher. Von der sonst immer sehr umfangreichen Gemüseauswahl mit Möhren, Zucchini, Mangold, Aubergine oder irgend welchen Pilzen keine Spur. Hinzu kam außerdem noch, dass man mit dem Zitronengras in der ansonsten angenehm scharfen Chilisauce mal wieder etwas übertrieben zu haben schien. Nur am Glückskeks gab es nichts zu meckern, er war von gewohnter Qualität. Also mein Geschmack war das heute nicht – aber ich weiß dass man es besser kann, also gebe ich die Hoffnung noch nicht ganz auf.
Der größte Teil der anderen Gäste hatte heute natürlich, wie es nicht anders zu erwarten gewesen ist, beim Cordon bleu mit Pommes zugegriffen. Auf Platz zwei folgten aber dennoch die Asia-Gerichte, die ich noch etwas häufiger sah als den Paprikarahmgulasch, der somit auf Platz drei folgte. Auf einem sehr guten vierten Platz folgte abschließend das Gericht, zu dem ich eigentlich hätte greifen sollen: die Gnocchi mit Austernpilzen, Egerlingen, Spinat und feinem Walnußöl – denn da hätte ich wenigstens gewusst was ich letztlich auf den Teller bekomme. Aber irren ist nun mal menschlich…

Mein Abschlußurteil:
Fisch in Chili-Zitronengrassauce: +/-
Reis: +