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Wildschweinkeule mit Preiselbeeren, Rosenkohl & Kroketten [28.01.2020]

Tuesday, January 28th, 2020

Heute fanden sich gleich zwei Gerichte auf der Tageskarte unseres Betriebsrestaurants, die mich sehr reizten. Zum einen war dies der Klassiker im Abschnitt Vital, zum anderen eine Wildschweinkeule mit Preiselbeeren, Rosenkohl & Kroketten die als Tagestipp geführt wurde. Die Gefüllte Aubergine mit Quinoa und Hirtenkäse auf Peperonata bei Veggie, der Krautwickerl in Specksauce + 3 Beilagen bei Daily, der mit Kartoffelstampf serviert wurde sowie die Asia-Wok-Gerichte wie Gebratener Eierreis mit frischem Gemüse und Austernsauce und Gebackener Seelachs mit Thaigemüse in Austernsauce kamen nicht in die nähere Auswahl. Letztlich war es die Tatsache, dass ich wohl wohl eher das Boryani als die Wildscheinkeule bald wieder auf der Karte finden würde, die meine Wahl auf das Wildschwein fallen ließ – auch wenn es mit 5,46 Euro etwas teurer war. Aber wurde es komplett mit Gemüse serviert und immer noch günstiger als das Daily-Gericht.

Leg of wild board with cranberries, brussels sprouts & croquettes / Wildschweinkeule mit Preiselbeeren, Rosenkohl & Kroketten

Die Fleischmenge die ich dort auf dem Teller vorfand kann man ohne Übertreibung als beträchtlich bezeichnen, denn zwei dicke Scheiben Wildschweinkeule ließen selbst einen erwachsenen Mann wie mich etwas kämpfen. Ich selber denke bei “Keulen” immer an ganze Beine so wie z.B. hier zu sehen, aber das wäre für eine Einzelperson wohl nicht zu schaffen. Leider war die Qualität ebenfalls zweigeteilt, denn die obere Scheibe erwies sich als angenehm saftig und zart, während die untere zwar zart, dafür aber stellenweise ein klein wenig trocken war. Das ließ sich mit Hilfe der Sauce aber gut kompensieren. Dazu gab es Rosenkohl in recht guter Qualität, d.h. nicht frisch aber auch nicht matschig, eher gut abgelagert mit noch leicht knackigen Biss. War ok und passte traditionell auch gut zu Wildgerichten wie dem Wildschwein – ebenso wie die etwas zu süßen Preiselbeeren. Darüber dass man schließlich nur vier anstatt das sonst üblichen fünf bis sechs Kroketten (sh. dazu z.B. hier oder hier) war ich nicht sonderlich böse, denn ich hatte ja auch so schon genug mit dem Fleisch zu kämpfen. 😉 Sie erwiesen sich aber als angenehm frisch und knusprig, zumindest dort wo sie nicht von der Sauce durchgeweicht waren. Insgesamt ein reichhaltiger und durchaus leckeres Gericht, ich bereute meine Entscheidung nicht.
Und auch bei den anderen Gästen erfreute sich die Wildschweinkeule heute extrem großer Beliebtheit und konnte sogar noch die Krautroulade überrunden. Den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sicherte sich aber das Hähnchen Biryani, danach kam die Wildschweinkeule auf Platz zwei. Die Krautroulade landete somit auf dem dritten Platz, gefolgt von den Asia-Gerichten auf dem Platz vier und der gefüllten Aubergine schließlich auf dem fünften Platz.

Mein Abschlußurteil:
Wildschweinkeule: ++
Preiselbeeren: ++
Rosenkohl: ++
Sauce: ++
Kroketten: ++

Roastbeef an Rotwein-Thymian-Sauce – Resteverbrauch [01.01.2020]

Wednesday, January 1st, 2020
Roastbeef with red wine thyme sauce - Leftovers / Roastbeef an Rotwein-Thymian-Sauce - Resteverbrauch

Wie nicht anders zu erwarten gab es heute Reste meines Roastbeefs vom Silvesterabend zum Mittag. Fleisch, Sauce und Rosenkohl stammen aus der Mikrowelle, die Kroketten hab ich allerdings frisch in meiner Heißluftfriteuse zubereitet, für die vier Stück reichten sogar nur 12 Minuten bei 200 Grad. Das Fleisch war nun zwar nicht mehr so schön rosa wie frisch zubereitet, aber lecker war es immer noch. Das kann man bei 30 Euro pro Kilo glaube ich auch erwarten. 😉 Dabei habe ich nicht mal die teuerste Variante genommen, es gab auch noch “ry Aged Roastbeef” Varianten, die ein ganzes Stück kostspieliger gewesen wären. Ob die so viel besser sind als konventionelles Roastbeef werde ich bei Gelegenheit mal ausprobieren, denn das war mit absoluter Sicherheit nicht das letzte Roastbeef, das ich in meiner Küche zubereitet hatte.

Roastbeef mit Senf-Kräuter-Kruste an Rotwein-Thymian-Sauce mit Kroketten – das Rezept

Tuesday, December 31st, 2019

Zum Jahreswechsel wollte ich mal keinen überbackenen Nudelauflauf oder etwas ähnliches meiner Standard-Küche auf den Tisch bringen. 😉 Daher machte ich mich auf die Suche nach einem Rezept das etwas von der Norm abwich und legte mich recht bald auf Roastbeef fest, natürlich im Niedrigtemperaturverfahren bei 80 Grad gegart, das hatte sich ja schon bei der Entenbrust an Weihnachten bewährt. Dazu sollte es Rosenkohl geben, denn davon hatte ich noch eine angebrochene Packung im Tiefkühlfach vorrätig, und für die Sauce hatte ich ein schönes Rezept für eine Rotwein-Thymian-Sauce gefunden. Außerdem wünschte ich mir dazu Kroketten, doch das könnte schwierig werden weil der Ofen ja belegt sein würde. Zum Glück fiel mir ein, dass ich mir bereits vor längerem eine Heißluftfriteuse zugelegt aber bisher ich noch nie verwendet hatte – also eine gute Gelegenheit für eine Premiere. Nur das I-Tüpfelchen fehlte mir noch um das Rezept abzurunden und so kam es dazu dass ich das Roastbeef noch um eine Senf-Kräuter-Kruste ergänzte. Das Ergebnis war ein außerordentlich leckeres Silvestermahl, dessen Rezept ich nun in diesem Beitrag einmal kurz in gewohnter Form vorstellen möchte.

Was benötigen wir also für 3-4 Portionen?

Für das Roastbeef

850-900g Roastbeef
01 - Zutat Roastbeef - Fettseite / Ingredient roastbeef - fat side 01a - Zutat Roastbeef - Fleischseite / Ingredient roastbeef - meat side

sowie etwas Salz & Pfeffer
und etwas Butterschmalz zum braten
Optional etwas Rosmarin & Thymian

Für die Rotwein-Thymian-Sauce

1 mittlere Möhre
02 - Zutat Möhre / Ingredient carrot

1/8el Knollensellerie
03 - Zutat Knolllensellerie / Ingredient celeriac

2 Schalotten
04 - Zutat Schalotten / Ingredient shallots

2 Zehen Knoblauch
05 - Zutat Knoblauchzehen / Ingredient garlic cloves

1 Esslöffel Tomatenmark
06 - Zutat Tomatenmark / Ingredient tomato puree

1/2 – 3/4 Bund Thymian
07 - Zutat Thymian / Ingredient thyme

300ml trockener Rotwein
08 - Zutat trockener Rotwein / Ingredient dry red wine

400ml Rinderfond
09 - Zutat Rinderfond / Ingredient beef broth

2 kleine Lorbeerblätter & 1 Nelke
10 - Zutaten Lorbeerblätter & Nelken / Ingredient bay leafs & clove

sowie etwas Salz & Pfeffer zu würzen

Für die Senf-Kräuter-Kruste

6 Esslöffel Olivenöl
11 - Zutat Olivenöl / Ingredient olive oil

6 Esslöffel Semmelbrösel (Panko)
12 - Zutat Panko-Semmelbrösel / Ingredient panko breadcrumbs

2 Teelöffel mittelscharfer Senf / Dijonsenf
13 - Zutat mittelscharfer Senf / Ingredient mustard

1 Zweig Rosmarin
14 - Zutat Rosmarin / Ingredient rosemary

2 Zweige Thymian
03 - Zutat Thymian / Ingredient thyme

sowie etwas Salz & Pfeffer zum würzen

Ansonsten benötigen wir

500g Rosenkohl (TK)
15 - Zutat Rosenkohl / Ingredient brussels sprouts

etwas Butter zum anbraten des Rosenkohls
sowie Salz, Pfeffer und Muskatnuss zum würzen

10-12 Kroketten
16 - Zutat Kroketten / Ingredient croquettes

sowie etwas Olivenöl für das frittieren der Kroketten

Beginnen wir damit, den Ofen auf 80 Grad vorzuheizen. Dabei stellen wir die Auflaufform in der wir später das Roastbeef garen wollen schon mal hinein um sie sozusagen auf “Betriebstemperatur” zu bringen und einen Kälteschock für das Fleisch zu vermeiden.
17 - Auflaufform vorheizen / Preheat casserole

Anschließend waschen wir das Roastbeef, trocknen es,
18 - Roastbeef waschen / Wash roastbeef

schneiden die Fettseite kreuzförmig ein, damit sie sich beim anbraten nicht zusammenzieht und das Fleisch krümmt
19 - Fettseite einschneiden / Cut in fat side

und würzen das Roastbeef dann rundherum mit Salz und Pfeffer
20 - Roastbeef mit Salz & Pfeffer würzen / Season roastbeef with salt & pepper

die wir mit den Fingern etwas ins Fleisch einreiben.
21 - Gewürze einreiben / Rub in seasonings

In einer Pfanne erhitzen wir dann etwas Butterschmalz auf leicht erhöhter Stufe
22 - Butterschmalz erhitzen / Heat up ghee

und geben dann unser Roastbeef hinein
23 - Roastbeef in Pfanne geben / Put roastbeef in pan

um es scharf rundherum anzubraten.
24 - Roastbeef scharf anbraten / Sear roastbeef

Dabei sollten wir wirklich jede Seite für 3-4 Minuten anbraten, damit schön Röstaromen entstehen können – die brauchen wir später für die Sauce.
25 - Roastbeef von allen Seiten anbraten / Fry roastbeef from all sides

Anschließend geben wir es mit der Fettseite nach Oben in die vorgeheizte Auflaufform, garnieren alles ggf. noch mit etwas Rosmarin und Thymian
26 - Roastbeef mit Kräutern in vorgeheizte Auflaufform legen / Put roastbeef with herbs in preheated casserole

und schieben es dann auf der mittleren Stufe in den Ofen, um es bei 80 Grad langsam gar ziehen zu lassen.
27 - Roastbeef im Ofen bei 80 Grad garen / Cook roastbeef in oven at 80 degrees

Trotz verzweifeltem Suchen habe ich leider immer noch nicht mein Fleischthermometer finden können, dabei wäre es hier besonders nützlich gewesen.
Die Faustregel lautet: 500g Fleisch brauchen etwa eine Stunde, bei knapp 1kg macht das etwa 2 Stunden, je nach Form des Fleisches. Mit einem Fleischthermometer kann man die Kerntemperatur messen, indem man es in das Zentrum des Fleisches stecke. Liegt diese Kerntemperatur im Fleisch bei etwa 55°C ist es noch leicht rare, bei 60°C ist es medium und bei 65°C done (nur noch ganz leicht rosa).

Da ich mein Fleischthermometer nicht finden konnte, musste ich mich mal wieder auf mein Gefühl verlassen, das mich glücklicherweise auch dieses Mal nicht trügen sollte.

Wenden wir uns nun der Sauce zu. Dazu schälen wir die Möhre, zerteilen sie grob
28 - Möhre schälen & zerteilen / Peel & hackle carrot

und wiederholen das selbe (schälen & zerteilen) auch mit dem Knollensellerie.
29 - Knollensellerie grob zerteilen / Hackle celeriac

Außerdem schälen wir die Schalotten und würfeln sie.
30 - Schalotten würfeln / Dice shallots

Falls nicht noch heiß, erhitzen wir dann das in der Pfanne verbliebene Bratfett vom Roastbeef, geben das Wurzelgemüse (Möhre & Sellerie) hinein
31 - Wurzelgemüse in Bratenfett geben / Put root vegetables to drippings

und braten sie für 3-4 Minuten an, wobei wir auch gleichzeitig versuchen die Bratrückstände und somit die Röstaromen vom etwas vom Pfannenboden zu lösen.
32 - Wurzelgemüse anbraten / Fry root vegetables

Dann addieren wir die gewürfelte Schalotte, dünsten sie kurz mit an
33 - Schalotten addieren / Add shallot

und pressen dann die beiden Knoblauchzehen hinzu, die wir ebenfalls kurz mit andünsten. Aber aufpassen dass sie nicht zu dunkel werden, sonst schmecken sie bitter!
34 - Knoblauch dazu pressen / Squeeze garlic

Schließlich geben wir auch das Tomatenmark mit in die Pfanne,
35 - Tomatenmark hinzufügen / Add tomato puree

rösten es kurz mit an
36 - Tomatenmark anrösten / Roast tomato puree

und löschen dann alles mit dem trocknen Rotwein ab.
37 - Mit Rotwein ablöschen / Deglaze with red wine

Nachdem wir auch den Rinderfond mit in die Pfanne gegeben haben
38 - Rinderfond addieren / Add beef broth

geben wir auch die Lorbeerblätter, die Nelke
39 - Lorbeerblätter & Nelke dazugeben / Add bay leafs & clove

sowie den frischen Thymian mit in die Flüssigkeit,
40 - Thymian einlegen / Add thyme

lassen alles kurz aufkochen
41 - Sauce kurz aufkochen lassen / Bring sauce to a boil

und dann auf verminderter Hitzezufuhr offen vor sich hin köcheln, um es reduzieren zu lassen. Dabei sollten wir nicht vergessen es hin und wieder umzurühren, damit nichts anbrennt.
42 - Offen köcheln & gelegentlich umrühren / Simmer open & stir occasionally

Jetzt ist es an der Zeit sich der Senf-Kräuter-Kruste zuzuwenden. Dazu waschen wir Rosmarin und Thymian, trocknen es, zupfen die Blättchen von den Stielen und zerkleinern diese sehr gründlich.
43 - Rosmarin & Thymian zerkleinern / Mince rosemary & thyme

Anschließend geben wir je 6 Esslöffel Olivenöl und Semmelbrösel (ich verwendete Panko-Semmelbrösel) in eine kleine Schüssel,
44 - Olivenöl & Semmelbrösel in Schüssel geben / Put olive oil & breadcrumbs in bowl

fügen zwei Teelöffel Senf
45 - Senf addieren / Add mustard

sowie die zerkleinerten Kräuter hinzu
46 - Kräuter in Schüssel geben / Pur herbs in bowl

und vermischen alles gründlich miteinander, wobei wir es ggf. noch einmal mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken.
47 - Gründlich vermischen / Mix well

Nun scheint es auch ein guter Zeitpunkt zu sein, einen Topf mit Wasser zum kochen des Rosenkohl aufzusetzen.
48 - Topf mit Wasser aufsetzen / Bring water in pot to a boil

Nachdem das Roastbeef eineinhalb Stunden im Ofen gegart ist, entnehmen wir es noch einmal kurz aus dem Ofen
49 - Roastbeef aus Ofen entnehmen / Take roastbeef from oven

bestreichen die Oberseite gleichmäßig mit unserer Senf-Kräuter-Mischung
50 - Roastbeef mit Senf-Kräuter-Mix bestreichen / Dredge roastbeef with mustard herb mix

und schieben es dann für weitere 30-45 Minuten zurück in den Ofen. Ggf. erhöhen wir die Temperatur die letzten 10 Minuten auf 160 Grad, um die Kruste etwas knuspriger zu machen.
51 - Weiter im Ofen garen / Continue bake in oven

Inzwischen sollte dann auch das Wasser kochen, so dass wir es mit zwei Teelöffeln Salz versehen,
52 - Wasser salzen / Salt water

den gefrorenen Rosenkohl hinein geben
53 - Gefrorenen Rosenkohl in Wasser geben / Put frozen brussels sprouts in water

und diesen bei geschlossen Deckel auf leicht verminderter Stufe für 12-15 Minuten gar ziehen zu lassen.
54 - Geschlossen gar kochen / Cook closed

Außerdem gießen wir die inzwischen einreduzierte Sauce durch ein Sieb in einen kleinen Topf, entsorgen die Gemüseeinlage
55 - Sauce durch Sieb in Topf gießen / Pour sauce through sieve into small pot

und lassen sie dort weiter auf verminderter Hitzezufuhr vor sich hin köcheln, wobei wir sie bei Bedarf mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken können. Sollte sie zu herb geraten sein, können wir außerdem etwas Brombeermarmelade (oder jede andere Fruchtmarmelade) einrühren um sie zu süßen.
56 - Sauce mit Salz & Pfeffer abschmecken / Taste sauce with salt & pepper

Den fertig gekochten Rosenkohl gießen wir dann in ein Sieb ab und lassen ihn dort abtropfen.
57 - Rosenkohl abgießen / Drain brussels sprouts

Nun ist es auch an der Zeit, die Kroketten auf dem Gefrierfach zu holen, sie in noch gefrorenem Zustand in einem bis zwei Esslöffeln Olivenöl zu wenden,
58 - Gefrorene Kroketten in Oliven wenden / Roll frozen croquettes in olive oil

die Heißluftfriteuse heraus zu holen, anzuschließen
59 - Heißluftfritteuse anschließen / Connect hot air fryer

und die eingeölten Kroketten dann hinein zu schieben. Eine Heißluftfriteuse braucht glücklicherweise keine Vorheizzeit, wir können einfach das Programm für Pommes (20 Minuten bei 200 Grad) starten und uns wieder anderen Dingen zuwenden. Sollten die Kroketten zu früh fertig werden, können wir sie übrigens in einer Schüssel im Ofen warm halten.
60 - Kroketten in Friteuse schieben / Slide croquettes in hot air fryer

Im dem Topf, in dem wir zuvor den Rosenkohl gekocht haben, schmelzen wir nun etwa einen bis eineinhalb Esslöffel Butter,
61 - Butter in Topf erhitzen / Heat butter in pot

geben den abgetropften Rosenkohl wieder hinein
62 - Rosenkohl zurück in Topf geben / Put brussels sprouts back in pot

und braten ihn etwas in der Butter an, wobei wir ihn mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss würzen. Nach 5-6 Minuten können wir die Kochplatte ausschalten, den Deckel auflegen und den Rosenkohl so bis zum servieren warm halten.
63 - Rosenkohl mit Salz, Pfeffer & Muskatnuss abschmecken / Taste brussels sprouts with salt, pepper & nutmeg

Schließlich können wir auch das Roastbeef auf dem Ofen entnehmen,
64 - Roastbeef aus Ofen entnehmen / Take roastbeef from oven

legen das Roastbeef auf ein Stück Alufolie
65 - Roastbeef auf Alufolie legen / Put roastbeef on tinfoil

und wickeln es darin ein, um es warm zu halten während es für 8-10 Minuten ruht.
66 -  Roastbeef in Alufolie ruhen lassen / Let roastbeef rest in tinfoil

Dann kommt der große Moment in dem wir unser Roastbeef anschneiden. Ich hatte scheinbar auch dieses Mal, trotz fehlendem Fleischthermometers, den richtigen Fühler, denn das Fleisch war wunderbar zartrosa geworden, so wie ich es am liebsten mag.
67 - Roastbeef in Scheiben schneiden / Cut roastbeef in slices

Ich empfehle auch die Teller im Ofen für 3-4 Minuten bei 70 Grad vorzuheizen, bevor wir einen Saucenspiegel, die Kroketten, den Rosenkohl und das Roastbeef darauf servieren und anschließend genießen können.
68 - Roastbeef with mustard herb crust - Served / Roastbeef mit Senf-Kräuter-Kruste - Serviert

Die Zubereitung hatte zwar, obwohl insgesamt nicht allzu aufwändig, ziemlich lange gedauert, aber die Wartezeit hatte sich auf jeden Fall gelohnt. Ein wunderbar zartes und saftiges Stück Roastbeef auf einem Spiegel einer würzigen und kräftigen Rotwein-Thymian-Sauce mit knusprigen, fettarm frittierten Kroketten und dazu noch knackiger Rosenkohl waren genau das richtige, um das Jahr 2019 erfolgreich abzuschließen. Einziger Wermutstropfen war die Tatsache, dass die Senf-Kräuter-Kruste sich beim Anschneiden teilweise vom Fleisch gelöst hatte, aber sie eignete sich trotzdem noch als gelungene zusätzliche Beilage. Außerdem würde ich die Fettschicht beim nächsten Mal zumindest teilweise entfernen, denn beim Niedrigtemperaturgaren bei 80 Grad wird das Fett nicht sonderlich knusprig, eher etwas zäh. Aber für mein erstes selbst gemachtes Roastbeef konnte ich mehr als zufrieden sein.

69 - Roastbeef with mustard herb crust - Side view / Roastbeef mit Senf-Kräuter-Kruste - Seitenansicht

Guten Appetit & Guten Rutsch
🎉🍾

Züricher Geschetzeltes mit Kroketten [10.09.2019]

Tuesday, September 10th, 2019

Beim ersten Blick auf die Tageskarte unseres sah ich erst einmal nichts, was mich unmittelbar bsonders gereizt hätte. Vielleicht hätte ich zum Piccata vom Seelachs mit Tomatensugo und Butternudeln aus dem Abschnitt Vital gegriffen, denn die Gemüsepaella bei Veggie und die Hähnchenkeule in Rotweinsauce + 3 Komponenten bei Daily, die mit Reis/Kroketten und grünen Bohnen serviert wurde, interessierten mich nicht sonderlich und auch mit Gebratenen Tofu mit Gemüse in Kokosmilchsoße oder Gebackenen Seelachs mit Gemüse in Austernsauce wie sie an der Asia-Wok-Theke angeboten wurden konnte man mich nicht locken. Doch zum Glück gab es noch eine sechste Alternative in Form eines “Tagestipps” bei dem man Züricher Geschetzeltes vom Schwein mit Kroketten für 4,34 Euro anbot. Das klang nicht übel, daher griff ich letztlich hier zu. Und an der Theke gab man mir sogar noch eine kleine Portion der grünen Bohnen, die eigentlich für die Hähnchenkeule vorgesehen gewesen waren, kostenlos dazu.

Pork chop Zurich style with corquettes / Züricher Geschnetzeltes mit Kroketten

Ganz wie erwartet erwies sich das Geschnetzelte selbst nur als mittelmäßig. Das Fleisch war sehr kleinteilig geschnitten und erwies sich teilweise etwas trocken, die Sauce hätte für meinen Geschmack kräftiger gewürzt sein können und die Pilze, die natürlich aus der Dose stammten, schien man nur in homöopathischen Mengen eingesetzt zu haben. War nicht schlecht, aber eindeutig Verbesserungswürdig. An den Kroketten gab es, außer dass sie zu heiß waren und man sich leicht an ihrer Füllung den Rachen verbrennen konnte, nichts auszusetzen, den sie waren außen angenehm knusprig und innen wunderbar weich so wie es sein sollte. Und auch die grünen Bohnen, die man mit etwas und Zwiebeln und Bohnenkraut angemacht hatte, gaben keinen Grund zur Kritik. Insgesamt also in Ordnung, aber leider nicht perfekt – wie so oft.
Beim Rennen um den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala war es daher heute auch sehr durchwachsen. Ich war der Meinung das Picatta vom Seelachs ganz knapp vor der ebenfalls gern gewählten Hähnchenkeule zu sehen, womit das Fischgericht wohl diese Ehre verdient. Nach der somit zweitplatzierten Hähnchenkeule folgte das Geschnetzelte auf dem dritten Platz, die Asia-Gerichte auf Platz vier und die Gemüsepaella schließlich auf einem guten fünten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Züricher Geschnetzeltes: +
Kroketten: ++
Grüne Bohnen: ++

Putenschnitzel “Zigeuner Art” mit Kroketten [04.07.2019]

Thursday, July 4th, 2019

Hätte ich nicht zugesagt mich in der nächsten Zeit bei Pasta etwas mehr zurückzuhalten, hätte ich vielleicht bei den Mac & Cheese – Gebratene Makkaroni in würziger Cheddarsauce und zwei Beilagen, dazu eine Tagessuppe oder ein Dessert aus dem Abschnitt Daily der heutigen Tageskarte unseres Betriebsrestaurants zugegriffen, die mit selbst gemachten Röstzwiebeln und wenn ich richtig gesehen habe auch einem Mini-Salat serviert wurden. Aber diese amerikanische Version der Käsespätzle 😉 ist natürlich eine ziemliche Kalorien- und Kohlehydrate-bombe. Und da ich auf Gebackene Ananas und Banane oder Gebratenes Schweinefleisch mit Gemüse in Massamansauce von der Asia-Wok-Theke auch keine Lust hatte, blieben noch das Putenschnitzel “Zigeuner Art” mit Kroketten aus dem Abschnitt Vital und das Pikantes Kichererbsencurry mit Reis bei Veggie. Da beides an der selben Theke ausgegeben wurde, war ich tatsächlich bis zur letzten Sekunde bevor ich an die Reihe kam am hin und her überlegen, entschied mich letztlich aber dann doch für das Putenschnitzel mit seiner nicht so ganz politisch korrekt bezeichneten Paprikasauce. An der Gemüsetheke fand ich leider nichts passendes dazu.

Turkey escalope "gypsy style" with croquettes / Putenschnitzel "Zigeuner Art" mit Kroketten

Ich hätte es ja lieber gehabt, wenn man Kroketten und das Putenschnitzel mit Sauce etwas getrentn auf den Teller getan hätte, denn so weichten die ansonsten schön frischen und knusprigen Kroketten die mit Sauce bedeckt waren oder darin lagen recht schnell durch, was den Genuss etwas minderte. Aber das ist natürlich klagen auf hohem Niveu, denn an sich was das Gericht mit seiner fruchtigen und ein wenig scharfen Papriksauce, dem mageren und einigermaßen saftigen Putensteak und den ansonsten schön knusprigen Kroketten zwar einfach, aber dennoch sehr lecker wie ich fand. Vielleicht hätte noch ein kleiner Salat das Gericht noch gelungen ergänzen können, doch daran hatte ich leider nicht gedacht. Bin aber auch so gut satt geworden.
Am häufigsten hatten die anderen Gäste heute natürlich zum Mac & Cheese gegeriffen, was diesem Gericht den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sicherte, aber auf Platz zwei zeichnete sich eine ungewöhnliche Entwicklung ab, denn hier schien sich entgegen der sonst üblichen Trends heute das vegetarische Kichererbsencurry platzieren zu können. Erst auf dem dritten Platz folgte schließlich das Putensteak, das aber wiederum nur knapp vor den ebenfalls nicht selten gewählten Asia-Gerichten lag, die somit Platz vier erhielten.

Mein Abschlußurteil:
Putenschnitzel: ++
Paprikasauce: ++
Kroketten: ++

Gratiniertes Putensteak mit Dijon-Hollandaise & Kroketten [10.04.2019]

Wednesday, April 10th, 2019

Mit einem Putensteak mit Tomate und Mozzarella gratiniert, dazu Dijonsenf-Hollandaise und Kroketten stand heute im Abschnitt Tradition der Region ein Gericht auf der Speisekarte, das laut meinen inzwischen fast 10 Jahre zurückreichenden Aufzeichnungen noch nie in unserem Betriebsrestaurant angeboten wurde. Da konnte ich nicht anders als bei diesem Angebot zuzugreifen. Alternativ wäre vielleicht noch der Gebackene Hoki auf pikanter Kartoffel-Bohnenpfanne aus dem Abschnitt Vitality in Frage gekommen. Der Große Salatteller mit Parmesandressing, BBQ Chicken Wings und Baguette sah zwar auch nicht schlecht aus, vor allem waren die Chicken Wings wirklich ansehnlich groß, aber ich bin nicht so der Salatteller-Typ. Und für die Asia-Thai-Angeboten wie Gebratener Eierreis mit Gemüse in Süß-Saurer-Sauce oder Rindfleisch mit Broccoli und Karotten in Austernsauce konnte ich mich auch nicht so recht begeistern. Aber das sind sowieso nur theoretische Überlegungen, denn ich hatte mich ja bereits für das gratinierte Putensteak entscheiden.

Gratinated Turkey steak with dijon mustard hollandaise & croquettes / Gratiniertes Putensteak mit Dijonsenf-Hollandaise & Kroketten

Das Putensteak erwies sich, obwohl gebacken, als überaus saftig und angenehm zart. Dabei gaben die teilweise ebenfalls noch schön saftigen Tomatenwürfel unter der Käseschicht ihm zusätzlich noch eine leckere fruchtige Note. Dazu passte wunderbar die cremige Sauce mit ihrer leichten, aber keinesfalls dominanten Dijonsenf-Note, die mir trotz meiner leichten Abneigung gegenüber reinem Senf doch sehr gut gefiel. Und auch die heißen und außen angenehm knusprigen Kroketten mit ihrer weichen Kartoffelbreifüllung passten wunderbar in die geschmackliche Gesamtkombination. Die Zusammenstellung Fleisch + Sauce + Sättigungsbeilage ist zwar die einfachste aller klassichen Menu-Zusammenstellungen, aber aufgrund ihrer Wandlungsfähigkeit ergeben sich immer wieder interessante und schmackhafte Kombinationen. Ich war auf jeden Fall zufrieden und würde jederzeit wieder zugreifen, wenn das Gericht erneut auf der Speisekarte auftaucht.
Und auch der Zuspruch der anderen Gäste schien recht groß, denn das gratinierte Putensteak konnte sich mit einem kleinen, aber klaren Vorsprung den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala sichern. Auf Platz zwei sah ich das Hokifilet, das aber nur knapp vor den Asia-Gerichten lag, die somit den dritten Platz belegten. Der Salatteller mit BBQ-Hähnchen belegte nur eine haaresbreite dahinter den vierten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Gratiniertes Putensteak: ++
Dijon-Hollandaise: ++
Kroketten: ++

Schweinerückensteak mit Sauce Hollandais, Kroketten & Mandelbrokkoli [26.02.2019]

Tuesday, February 26th, 2019

Heute sah ich wenig Alternativen im Speiseangebot auf der Tageskarte unseres Betriebsrestaurants. Die Ofenkartoffel mit Blattspinat und Joghurtdip bei Vitality sah zwar nicht schlecht aus und wäre auch angenehm leicht gewesen, jedoch lag mir heute der Appetit nach Fleisch. Da wäre die Gefüllte Paprikaschote mit Rinderhackfleisch und Reis, dazu fruchtige Tomatensoße aus dem Abschnitt Tradition der Region natürlich besser geeignet gewesen, aber ich war hatte auch keinen großen Appetit auf so viel Paprika. Kurz überlegte ich ob ich nicht beim Gebackenen Seelachs mit frischem Gemüse in Massamansauce, der neben Gebratenem Thaigemüse in Erdnuss-Sauce an der Asia-Thai-Theke angeboten wurde, zugreifen sollte, doch am besten schien sich letztlich dann doch das Gebratene Schweinerückensteak mit Sauce Hollandais, Kroketten und Mandelbrokkoli aus der Sektion Globetrotter für mich zu eignen.

Saddle of pork steak with sauce hollandaise, croquettes & almond broccoli / Schweinerückensteak mit Sauce Hollandais, Kroketten &  Mandelbrokkoli

Meine größte Befürchtung war es gewesen, dass das Fleisch der kurzen, aber etwas mehr als fingerdicken Schweinesteaks etwas trocken sein könnte, denn sein äußeres schien darauf hinzuweisen. Doch der Eindruck hatte zum Glück getäuscht, für ein Steak erwies sich das magere Schweinefleisch als einigermaßen zart und saftig. Und wo es das nicht war, kompensierte dies sie dickflüssige, aromatische und wohl mit einem Spritzer Zitrone verfeinerte Sauce Hollandaise. Dazu passten sehr gut die genau abgezählten fünf Kroketten, die noch angenehm heiß waren und mit einer dünnen, knusprigen Kruste und einer cremigen Füllung aus Kartoffelpüree aufwarteten. Und auch das knackig blanchierte und mit Mandelblättchen versetzte Broccoli passte gut in die geschmackliche Gesamtkomposition. Keine leichte Kost, aber sehr gelungen. Ich war zufrieden mit meiner Wahl.
Und auch bei den anderen Gästen erfreute sich das Schweinrückensteak großem Zuspruch und konnte sich somit den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala des Tages sichern. Auf dem zweiten Platz sah ich die Asia-Gerichte, die sich noch einen kleine, aber klaren Vorsprung vor der Gefüllten Paprikaschote auf Reis erarbeitet hatten. Somit landete die Paprika also auf Platz drei und die vegetarische Ofenkartoffel belegte einen guten vierten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Schweinerückensteak: ++
Sauce Hollandaise: ++
Krokette: ++
Mandelbroccoli: ++

Putenrollbraten mit Pilzrahmsauce & Kroketten [15.02.2019]

Friday, February 15th, 2019

Am heutigen Freitag fiel mir die Wahl leicht. Zwar wären theoretisch sowohl der Putenrollbraten mit Pilzrahmsauce und Kroketten bei Vitality als auch das Tilapia Picata Milanese mit Tomatensugo und Butternudeln bei Globetrotter in Frage gekommen, während ich auf Milchreis mit Waldbeeren bei Tradition der Region oder die Asia-Wok-Gerichte wie Gebratene Bandnudeln mit asiatischem Gemüse und Kokosmilch bzw. Moo Pad Praw Wan – Verschiedene Fleischsorten mit frischem Gemüse in Kokosmilch und rotem Curry keine Lust hatte, aber ich bin kein Freund von diesen Irgendwas mit Butternudeln und Tomatensugo Gerichten, die es ja regelmäßig sowohl mit Fisch als auch Huhn oder Schwein gibt. Daher griff ich zum Putenrollbraten. Dazu gesellte sich noch ein Schälchen Krautsalat aus dem heutigen Angebot der Gemüsetheke.

Rolled turkey roast with mushroom cream sauce & croquettes / Putenrollbraten mit Pilzrahmsauce & Kroketten

Die genau abgezählten sechs Kroketten waren schon mal sehr gut gelungen: Außen schön knusprig unter unter einer dünnen Kruste schmackhaftes Kartoffelpüree. Garniert mit der cremigen, mild-würzigen Sauce mit ihren vielen Champignon-Scheiben über aus schmackhaft. Beim Putenrollbraten war das Geschmackserlebnis ein bisschen zweischneidig. Die äußerste Kruste erwies sich als ein klein wenig hart gebacken und das Fleisch direkt darunter etwas bissfester als man es sich vielleicht wünschen würde. Das innere Putenfleisch und die Füllung aus mit Gemüsestückchen versetzten, lockeren und gut gewürzten Geflügelhackfleisch wiederum entsprach voll und ganz meinen Erwartungen.

Rolled turkey roast - Filling / Putenrollbraten - Füllung

Insgesamt also eine gute Wahl, auch wenn ein kleiner Teil des Rollbratens ein wenig bissfester war als ich mir vielleicht gewünscht hätte. Und auch am knackigen Krautsalat, wahrscheinlich die selbe Sorte wie gestern, gab es nichts weiter auszusetzen.
Beim Kampf um den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebheitsskala lieferten sich heute der Fisch mit Butternudeln und der Putenrollbraten ein sehr knappes Rennen. Ich würde, unter Berücksichtigung der Tabletts in den Rückgabewagen, dem Putenrollbraten diesen Platz zubilligen, aber der Vorsprung war wirklich hauchdünn. Nach dem somit zweitplatzierten Tilapia folgten die Asia-Gerichte auf dem dritten Platz und der Milchreis auf einem guten Platz vier.

Mein Abschlußurteil:
Putenrollbraten: +
Pilzrahmsauce: ++
Kroketten: ++
Krautsalat: ++