Putengeschnetzeltes mir Erbsen, Spargel & Reis [27.03.2014]

Heute sahen mal wieder fast alle Angebot in unserem Betriebsrestaurant auf die eine oder andere Art verlockend aus. Sowohl das Prig Pad Kai – Putenfleisch mit Chilischoten und verschiedenem Gemüse nach Thai-Art, das neben einem Tahoo Tod – Tofu gebacken auf Bratgemüse mit Koriandersauce an der Asia-Thai-Theke sah recht lecker aus, aber das Putengeschnetzelte mit Erbsen, Spargel und Reis bei Tradition der Region, das Gebratene Schweinesteak “Jäger Art” mit frischen Kräutern und Spätzle bei Globetrotter und sogar die Gefüllte Ofenkartoffel mit Blattspinat und Sauerrahm-Dip bei Vitality hatte etwas für sich. Einzig die Spinat-Ricotta-Lasagne – wohl Reste von gestern, schloss ich prinzipiell aus. Nach kurzem Abwägen fiel meine Wahl schließlich das Putengeschnetzelte – auch wenn ich damit das dritte Gericht mit Reis diese Woche zu mir nahm. Dazu gesellte sich noch ein Becherchen Limetten-Mousse aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Putengeschnetzeltes mit Erbsen, Spargel & Reis / Turkey chop with peas, asparagus & rice

Das Geschnetzelte aus zahlreichen zarten Putenfleischstreifen, Erbsen, Möhrenwürfel und grünen Spargelspitzen, die in einer cremigen, nicht zu dünnflüssigen Sauce angemacht waren, erwies sich – wie für solche Gerichte üblich – zwar als recht mild gewürzt, aber geschmacklich fand ich es dennoch sehr gut abgestimmt. Vermengt mit der mehr als ausreichend großen Portion lockeren Langkornreis ergab sich ein Gericht, das zwar einfach, aber dennoch sehr lecker war. Da konnte man wirklich nicht meckern. Und auch am lockeren und cremigen Mousse mit Limettenaroma und seiner aus Mandarine, Pfirsich-Scheibchen und Schokostreuseln fand ich keinerlei Grund, irgendwelche Kritik anzubringen. Insgesamt also ein sehr gelungenes Mittagsmahl.
Beim Rennen um den heutigen Platz eins auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala konnte sich das Schweinesteak “Jäger Art” mit klar erkennbaren Vorsprung durchsetzen. Aber das Putengeschnetzelte lag mit einem guten zweiten Platz ebenfalls gut im Rennen und konnte die Asia-Gerichte auf den dritten Platz verdrängen. Die Lasagne und die Ofenkartoffeln mit Blattspinat würde ich gemeinsam auf Platz vier einordnen, da ich hier trotz genauerem Hinsehens keinen klaren Favoriten ausmachen konnte.

Mein Abschlußurteil:
Putengeschnetzeltes: ++
Reis: ++
Limetten-Mousse: ++

Gedünsteter Pangasius auf buntem Reis mit Kräutersauce [26.03.2014]

Da weder die Asia-Gerichte wie Bami Goreng – Gebratene Nudeln mit verschiedenem Gemüse in Currysauce oder Pad Pieew Wan – Schweinefleisch mit Gemüse und Ananas in süß-saurer Sauce noch die restlichen Angebote der regulären Küche wie Münhchner Tellerfleisch in Merrettichsauce mit Wirsing und Bouillonkartoffeln bei Tradition der Region oder die Hausgemachte Spinat Ricotta Lasagne, gratiniert mit Käse bei Globetrotter sonderlich reizte, blieb ich am heutigen Mittwoch beim altbewährten Fischgericht, das wie üblich bei Vitality zu finden war und durch ein Gedünstetes Pangasiusfilet auf buntem Reis und Kräutersauce repräsentiert wurde. Dazu gesellte sich noch Schälchen Mischgemüse und ein Becherchen Tiramisu aus dem heutigen Dessert-Angebot. Bei 502kcal pro Portion für das Hauptgericht war das meiner Meinung nach drin.

Gedünsteter Pangasius auf bunten Reis mit Kräutersauce / Steamed pangasius on rice with herb sauce

Das zarte und natürlich vollkommen grätenfreie Stück Pangasiusfilet wurde dabei in einer dünnen, leicht knusprigen Panade serviert, was mich etwas wunderte, da es ja gedünstet sein sollte. Wie wird so eine Panade im Wasserdampf knusprig? Da kamen mir doch tatsächlich Zweifel auf, ob man hier nicht ein wenig “geschummelt” und das Ganze doch in Fett gebraten hat – aber davon abgesehen gab es nichts an dem Fisch auszusetzen. Die cremige Kräutersauce war von ihrer Menge her leider ziemlich knapp bemessen und hätte für meinen Geschmack etwas würziger sein können, aber auch das keine Gründe zu Punktabzug. Der Reis wiederum, der sein Attribut “bunt” durch das hinzufügen einiger Möhrenwürfelchen verdient zu haben schien, erwies sich zwar als leicht bissfest – er hätte wohl einige Minuten länger gekocht werden können – aber auch das war nicht so schwerwiegend, dass es hier zu einem Minus in der Note kommt. Einzig das Gemüse aus gelben und orangen Möhrenscheibchen, Broccoli und Zuckerschoten war, wie bei der Wärmetheke üblich, mal wieder etwas abgestanden – also hier einen kleinen Abzug. Beim Tiramisu, bei dem man tatsächlich etwas Löffelbiscuit mit Mascarpone und kalten Kaffee in dieses kleine Becherchen gepresst hatte, schmeckte man zwar nichts vom sonst üblichen Amaretto, aber geschmacklich gab es ansonsten nichts daran auszusetzen. Insgesamt ein akzeptables Mittagsmahl.
Mit einem deutlich erkennbaren Vorsprung vor den anderen Gerichten konnte heute auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala, die ich wie üblich durch die Beobachtung der anderen Gäste aufstellte, die Spinat-Ricotta-Lasagne den ersten Platz sichern. Platz zwei belegten danach die Asia-Gerichte, gefolgt vom Pangasius auf Platz drei und – aber nur ganz knapp dahinter – dem Münchner Tellerfleisch auf dem vierten Platz.

Mein Abschlußurteil:
Pangasius: ++
Kräutersauce: ++
Reis: ++
Gemüse-Mix: +
Tiramisu: ++

Schwaben-Teller [25.03.2014]

Zuerst überlegte ich heute, bei den “Szechuan Nudeln” – Gebratene Nudeln mit Gemüse und Sesam zuzugreifen, das in der Sektion Vitality angeboten wurde, doch als ich das Gericht sah, erschien es etwas trocken und mit recht wenig Gemüse, daher sah ich mich erst mal weiter um. Die Angebote an der Asia-Thai-Theke wie Kalon Tzau Min – Gebratene Chinanudeln mit Eiern und Gemüse nach Canton-Art und dem für Dienstag üblichen Pla Pad Ped – Gebackenes Fischfilet mit Chili-Bratgemüse kamen dabei schon mal in die nähere Auswahl, während mich das Hähnchen Cordon bleu mit Zitronenecke und Pommes Frites bei Globetrotter nicht so recht begeistern konnte. Dann aber entdeckte ich den “Schwaben-Teller – Minutensteak vom Schwein mit Röstzwiebeln, Champignonsauce und Käsespätzle, der heute bei Tradition der Region angeboten wurde. Entgegen seiner Bezeichnung war es zwar das teuerste Gericht auf der Karte, Schwaben gelten ja im Volksmund eher als geizig, aber sei es drum. Dazu gesellte sich noch ein Schälchen gedämpftes Broccoligemüse und ein Becherchen Grießbrei mit roter Grütze aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Schwabenteller / Swabian dish

Das Minutensteak in Form eines angenehm großen Stücks mageren und einigermaßen zarten Schweinefleischs erwies sich schon einmal als sehr gut gelungen. Dazu passte geschmacklich sehr gut die milde Rahmsauce mit ihren Champignonstückchen, die allerdings gerne etwas reichhaltiger hätten vorhanden sein dürfen. Und auch an den schön knusprigen Röstzwiebeln gab es nichts auszusetzen. Nur bei den Käsespätzle war ich nicht ganz zufrieden, denn der verwendete Käse entsprach nicht so ganz meinem Geschmack – hier also einen kleinen Punktabzug. Das gedünstete Broccoli war zwar geschmacklich und was seine Temperatur anging in Ordnung, aber durch die Aufbewahrung unter der Wärmelampe war es ganz leicht matschig geworden – daher auch hier ein kleiner Punktabzug. Am mild gesüßtem Grießpudding und seiner Garnitur aus mit zahlreichen Beerenstückchen versehenen roten Grütze gab es aber schließlich nichts zu meckern.
Sah man sich auf den Tabletts der anderen Gäste um, erkannte man schnell dass das Cordon bleu heute mit riesigem Vorsprung vor allen anderen Gerichten auf dem ersten Platz der Allgemeinen Beliebtheitsskala landete. An meinem Tisch war ich zum Beispiel der einzige, der nicht das Cordon bleu gewählt hatte. Daher gestaltete sich die Platzierung der anderen Gerichte als etwas schwierig, aber bei genauerem Hinsehen erkannte man, dass Schwabenteller und Asia-Gerichte etwa gleich auf waren und somit beide den zweiten Platz belegten, während die Szechuan-Nudeln schließlich auf dem dritten Platz landeten.

Mein Abschlußurteil:
Minutensteak: ++
Champignonsauce: ++
Röstzwiebeln: ++
Käsespätzle: +
Broccoli: +
Grießpudding mit roter Grütze: ++

Kichererbsencurry mit Reis [24.03.2014]

Wie Montag fast schon üblich hatte ich auch heute keine große Lust auf Asia-Gericht, auch wenn ich zugeben muss dass die Gerichte wie Poh Piard Thord – Knusprige Frühlingsröllchen, Gung pao Ngao – Rindfleisch gebraten mit Chili, Knoblauch, Morcheln, Bambus und Gemüse oder Tintenfisch mit Chili-Bratgemüse recht verlockend aussahen. Blieben noch das Kichererbsencurry mit Reis bei Vitality, das Kasseler mit Sauerkraut und Kartoffelpüree bei Globetrotter und schließlich “Tortellini Pomodore” mit fruchtiger Tomatensoße und Mozzarellakugeln bei Globetrotter. Da ich gestern ja bereits Sauerkraut zu meiner selbst gemachten Bayrischen Schweinshaxe gehabt hatte, kam das Kasseler schon mal nicht für mich in Frage, blieben also noch die Tortellini und das Kichererbsencurry, wobei ich das Curry wegen seiner gerade mal 336kcal am interessantesten fand. Also schlug ich hier zu. Problem war jetzt nur, dass an der Ausgabetheke für das Kasseler so gut wie gar nichts los war, während sich an der anderen Theke mit Kichererbsen-Curry und Tortellini aktuell eine lange Schlange gebildet hatte – das hatten die Leute vom Betriebsrestaurant wohl anders geplant.. Und das, obwohl das Kasseler wirklich gut aussah. Wie sich herausstellte waren es aber die Tortellini, bei der die meisten der Gäste zugriffen, nicht etwa das Kichererbsencurry – warten musste ich aber trotzdem. Zum Hauptgericht gesellte sich dann noch ein Becherchen Beerenpudding aus dem heutigen Dessert-Angebot.

Kichererbsencurry

Die Curryzubereitung aus Kichererbsen, Möhrenstreifen, Sprossen und weiteren Gemüsesorten war zwar geschmacklich in Ordnung, erwies sich heute aber aus meiner Sicht etwas lasch geraten. Das hatte ich schon besser und vor allem pikanter erlebt, daher gibt es hier einen kleinen Punktabzug. An dem lockeren Reiszubereitung als Sättigungsbeilage gab es aber ebenso wenig etwas zu meckern wie an der fruchtigen und nicht zu süßen Puddingzubereitung mit ihren zahlreichen Fruchtstückchen.
Das Rennen um den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala gewannen heute natürlich die Tortellini – und das obwohl es sich um ein vegetarisches Gericht handelte. Den zweiten Platz teilten sich heute das Kasseler mit den ebenfalls sehr beliebten Asia-Gerichten und Platz drei belegte schließlich das Kichererbsencurry. Wirklich eine ungewöhnlich Platzierung, ich hätte natürlich das Kasseler ganz vorne gesehen – aber manchmal fallen die Vorlieben meiner “Mitesser” eben doch etwas anders aus.

Mein Abschlußurteil:
Kichererbsencurry: +
Reis: ++
Beerenpudding: ++

Bayrische Schweinshaxe – das Rezept

Heute wollte ich mich mal wieder an einem typisch bayrischen Gericht versuchen: Der Schweinshaxe. Ursprünglich hatte ich geplant, mehrere kleine Haxen zuzubereiten, die dann hätten portionsweise serviert werden können, doch leider bekam ich beim Metzger nur ein großes Exemplar und da ich keine Lust hatte, noch weitere Metzger abzuklappern, nahm ich eben diese. Aber unabhängig von der Größe der verwendeten Haxe erwies sich das Ergebnis des heutigen Kochexperiments mal wieder als überaus lecker, daher möchte ich es natürlich nicht versäumen das zugehörige Rezept mit diesem Beitrag einmal kurz vorzustellen.

Was benötigen wir also für drei bis vier Portionen?

1 große frische Schweinshaxe (oder mehrere kleine . insgesamt ca. 1,4kg)
01 - Zutat Schweinshaxe / Ingredient pork knuckle

2 mittlere Zwiebeln
02 - Zutat Zwiebeln / Ingredient onions

3 Knoblauchzehen
03 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

500ml Fleischbrühe
04 - Zutat Fleischbrühe / Ingredient meat stock

1 EL Tomatenmark
05 - Zutat Tomatenmark / Ingredient tomato puree

250ml dunkles Bier
06 - Zutat Dunkelbeer / Ingredient dark beer

1 TL Salz
07 - Zutat Salz / Ingredient salt

1/2 TL schwarzer Pfeffer
08 - Zutat Pfeffer / Ingredient pepper

1 TL Majoran
09 - Zutat Oregano / Ingredient oregano

1 TL Rosmarin
10 - Zutat Rosmarin / Ingredient rosemary

1 TL Beifuss
11 - Zutat Beifuss / Ingredient mugwort

1/2 TL Kümmel
12 - Zutat Kümmel / Ingredient caraway

sowie etwas Butterschmalz zum braten
und ggf. etwas dunklen Saucenbinder

Die Wahl der Sättigungsbeilage und des Gemüse ist natürlich jedem freigestellt, ich aber entschied mich für:

Weinsauerkraut
13 - Zutat Sauerkraut / Ingredient sauerkraut

Semmelknödel
14 - Zutat Semmelknödel / Ingredient bread dumplings

Beginnen wir nun also mit der Zubereitung. Dazu geben wir erst einmal Salz, Pfeffer, Majoran, Rosmarin, Beifuß und Kümmel in eine Schüssel
15 - Gewürze in Schüssel geben / Put spices in bowl

und vermengen alles gründlich miteinander.
16 - Gewürze vermengen / Mix spices

Anschließend waschen wir die Schweinshaxe gründlich
17 - Schweinshaxe waschen / Wash pork knuckle

scheinden ihre Haut rautenförmig ein, damit sie beim Backen schön knusprig wird,
18 - Haut rautenförmig einscheiden / Cut in skin diamond-shaped

und reiben sie dann mit der zuvor hergestellten Würzmischung rundherum gründlich ein.
19 - Haxe mit Gewürzen einreiben / Rub in knuckle with mixed spices

Außerdem schälen wir die Zwiebeln und schneiden sie in Spalten
20 - Zwiebel in Spalten schneiden / Cut onions in splits

und schälen ebenfalls die Knoblauchzehen, die wir grob zerkleinern.
21 - Knoblauch grob zerteilen / Hackle garlic

Nun beginnen wir damit, den Ofen auf 170 Grad vorzuheizen. Außerdem schmelzen wir in einem Bräter etwas Butterschmalz (ich hatte leider nur meine Bratreine zur Hand – aber damit ging es glücklicherweise auch)
22 - Butterschmalz zerlassen / Melt ghee

und geben die Schweinshaxe hinein
23 - Haxe in Bräter geben / Put knuckle in roasting dish

um sie von allen Seiten schön braun anzubraten.
24 - Haxe rundherum anbraten / Sear knuckle from all sides

Ist die Haxe rundherum angebraten, geben wir auch die Zwiebelspalten hinzu, um sie im Bratenfett anzudünsten
25 - Zwiebelspalten addieren / Add onions

und addieren schließlich noch das Tomatenmark, das wir ebenfalls kurz mit anrösten,
26 - Tomatenmark hinzu geben / Add tomato puree

bevor wir schließlich alles mit der Fleischbrühe ablöschen.
27- Mit Fleischbrühe ablöschen / Deglaze with meat stock

Das Ganze lassen wir nun kurz aufkochen und geben die zerkleinerten Knoblauchzehen hinein
28 - Aufkochen & Knoblauch hinzufügen / Boil up & add garlic

um schließlich noch das Dunkelbier dazu zu gießen
29 - Schwarzbier dazu geben / Add dark beer

und alles auf der zweiten Schiene von unten in den vorgeheizten Backofen zu schieben. Bei 170 Grad muss die Haxe nun etwa zweieinhalb Stunden garen – die Zeit kann hier aber abhängig von der Größe des verwendeten Stücks variieren – kleine Haxen sind zum Beispiel schneller gar.
30 - Im Ofen backen / Bake in oven

Während des Garprozesses übergießen wir alle fünfzehn bis zwanzig Minuten die Haxe mit dem Bratensud, damit das Fleisch nicht austrocknet und schön zart wird.
31 - Mit Bratensud übergießen / Douse with gravy

Sollte der Sud zu dickflüssig werden oder anderweitig drohen auszugehen, können wir ihn natürlich mit etwas heißen Wasser wieder etwas verdünnen.
32 - Bei Bedarf heißes Wasser auffüllen / Add hot water if necessary

Etwas eine halbe Stunde vor Garende können wir dann auch beginnen, die Semmelknödel zuzubreiten
33 - Klöße zubereiten / Prepare dumplings

und wenig später auch das Sauerkraut kochen. Ich griff bei beiden zu Quasi-Fertigvarianten – der Aufwand selbst Semmelknödel oder Sauerkraut zuzubereiten war mir dann doch etwas zu groß. Außerdem stellen wir den Ofen für die letzten 15 bis 20 Minuten noch einmal hoch auf 220 Grad, damit die Schwarte unserer Haxe auch schön knusprig wird.
34 - Sauerkraut zubereiten / Cook sauerkraut

Schließlich können wir die fertig gebackene Schweinshaxe aus dem Ofen entnehmen
35 - Bayrische Schweinshaxe - fertig gebraten / Bavarian pork knuckle - finished baking

und sie aus dem Bräter entnehmen und in etwas Alufolie oder dem noch heißen Ofen warm halten,
36 - Haxe in Alufolie warm halten / Keep knuckle hot in kitchen foil

um den Bratensud aus dem Bräter durch einen Sieb in einen kleinen Topf zu gießen, wo wir sie auf niedriger Herdstufe warm halten.
37- Bratensud durch Sieb abgießen / Drain gravy through sieve

Im Sieb zurückgebliebene Zwiebeln und Knoblauch können wir nun mit Hilfe eines Kochlöffels etwas passieren,
38 - Zwiebeln & Knoblauch durch Sieb passieren / Strain onions & garlic through sieve

und die Sauce bei Bedarf noch einmal mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken. Bei Bedarf können wir die Sauce auch mit etwas dunklem Saucenbinder verdicken, aber hier sollte man nicht zu viel nehmen, da Haxe traditionell mit einer eher dünnen Sauce serviert wird.
39 - Sauce mit Pfeffer & Salz abschmecken / Taste sauce with salt & pepper

Hat man wie ich zu einer einzelnen, großen Haxe gegriffen, muss man diese jetzt natürlich noch zerteilen und das Fleisch vom Knochen lösen – kleine Haxen können im Ganzen serviert werden –
40 - Haxe zerteilen / Cut knuckle

anschließend können wir das Gericht aber auch schon servieren und genießen.
41 - Bayrische Schweinshaxe - Serviert / Bavarian pork knuckle - Served

Während die Schwarte wie erwartet angenehm knusprig geworden war, erwies sich das Fleisch trotz des langen Verbleibs im Ofen als angenehm saftig, zart und natürlich komplett durchgebraten. Haxe zählt ja nicht zu den hochwertigsten Fleischstücken am Schwein, aber in dieser Variante erwies sie sich als wirklich sehr lecker. Die Gewürzmischung, mit der die Haxe vor der Zubereitung eingerieben worden war, tat ihr übriges um den Geschmack abzurunden. Besonders lecker war dabei auch die ungeheuer würzige, dunkle Sauce, die aus dem Bratensud hergestellt worden war. Gemeinsam mit den Semmelknödeln und dem Weinsauerkraut, dass ich mir noch mit etwas Gemüsebrühe und einem Teelöffel Kümmelkörner verfeinert hatte, ergab sich aus meiner Sicht ein sehr gelungenes Sonntagsgericht. Für meine erste selbst zubereitete Schweinshaxe konnte ich sehr zufrieden sein.

42 - Bayrische Schweinshaxe - Seitenansicht / Bavarian pork knuckle - Side view

Leider war die Fleischausbeute an der Haxe nicht ganz so groß wie ich erwartet hatte, denn von den 1,4kg waren weit mehr als 1/3el nur Knochen gewesen und das lösen des Fleischs vom Knochen erwies sich als etwas mühsam. Besäße ich einen Hund, hätte der sich aber über ein ziemlich großes Stück Knochen freuen können. 😉 Wenn ich noch einmal Haxe mache, werde ich auf jeden Fall kleine Schweinshaxen besorgen, denn das macht das servieren deutlich einfacher. Über die Nährwerte des Gerichtes ich bei all der fettigen Schwarte an so einer Haxe lieber nicht nachdenken – lecker ist es aber auf jeden Fall.

Guten Appetit