Archive for December, 2018

Fisch, Whiskey und haitianischer Jahreswechsel [30. – 31.12.2018]

Monday, December 31st, 2018

Am Sonntag, dem 30. Dezember, ließen wir mal wieder ruhig angehen. Erst am spätere Nachmittag entschieden wir uns schließlich in der kleinen Pescaderia Delvin, einem Fischrestaurant direkt an der Straße kurz vor der Brücke über den Rio Camun in Cangrejo. Eine Speisekarte gibt es dort scheinbar nicht, viel mehr erzählte man uns auf Spanisch angeboten wurde. Dazu zählten Fisch in verschiedenen Ausführungen (frita und plancha) sowie irgend welche Krebse und Muscheln in einer Suppe. Ich entschied mich für einen frittierten Fisch, den ich mir mit einigen Pommes Frites servieren ließ.

34 - Pescado frita - Deivi Pescaderia - Cangrejo

Keine Ahnung um welchen Fisch es sich hier genau handelte, aber das Ding war echt riesig und vor allem lecker war er alle mal. Unter einer dünnen, knusprig frittierten Haut fand sich reichlich saftiges, geschmacksintensives Fleisch, das ich mir mit dem Saft der beiliegenden Limonen sowie etwas einer Sauce, die mir wie eine Art Pesto aussah, garnierte. Sehr lecker und mit 280 Pesos auch angenehm günstig.
Am Abend verschlug es uns, nachdem die Frauen mal wieder ewig gebraucht hatten um fertig zum ausgehen zu werden, ins Chalo Corner, einer unter den einheimischen jungen Erwachsenen scheinbar aktuell sehr angesagten Kneipe. Nach Kontrolle durch einige Türsteher wies man uns um Inneren einen der wenigen freien Tische zu und servierte uns die bestellten Getränke. Nach einem Red Bull und einem kleinen Presidente-Bier kam jemand auf die Idee, Sekt für die Frauen und Whiskey für die Herren zu bestellen. Diese wurden nach kurzem Warten, kurz hintereinander und jeweils mit einem sprühenden bengalischen Feuer versehen, im Kühlkübel am Tisch serviert. Beim Whiskey gab es zuerst Red Bull und später Fruchtsaft kostenlos zum Mischen dazu.

36 - De Charley - Puerto Plata
Vor dem Chalo Corner

35 - Dewar's - Chalo Corner - Puerto Plata

Ich war bei der Auswahl der Sorte nicht beteiligt gewesen, doch der servierte Dewar’s White Label Scotch Whiskey erwies sich als mehr als nur trinkbar – auch wenn er mit hiesigen Preisen zwischen 16 und 19 Euro pro Flasche bestimmt nicht zu den hochklassigen Whiskeys zählt. Ich kann mich aber sowohl an den ganzen Abend als auch die Heimfahrt noch durchgehend erinnern, ich selbst habe mich nämlich aus Erfahrung beim Komsum noch etwas zurückgehalten. 😉 Trotzdem war es bereits früher Morgen, als wir schließlich zu Hause ankamen.
Daher schliefen wir am nächsten Tag auch bis in die Mittagszeit hinein und den Tag hindurch geschah auch wenig berichtenswertes. Erst als meine Begleitung ihr Auto, das jemand anderes, nüchternes gefahren und anschließend mitgenommen hatte, holen wollte kam es zu einem kleinen Unglück. Jemand hatte wohl einen Kanaldeckel geklaut und sie fuhr in das so entstandene Loch hinein, wodurch der linke Vorderreifen platzte und das Auto leicht beschädigt wurde. Zum Glück passierte dabei der Fahrerin nichts – das Auto war aber erst mal nicht mehr einsatzfähig.
Daher ließen wir uns von einem privaten Taxis zum Silvester-Abendessen nach Sosua fahren. Zuerst hatten wir geplant wieder im Ristorante Bologna zu speisen, doch dort war eine Veranstaltung mit Buffet, welches zur etwas fortgeschrittenen Stunde auch schon größtenteils leer gegessen war. Das sagte uns nicht so ganz zu. Daher wichen wir nach einigem Suchen ins Captain Baileys an der Calle Alejo Martinez aus, eines der vielen Touristenrestaurants in Sosua. Auch hier war viel los, doch man fand noch einen der letzten freien Tische für uns und brachte uns auch sogleich die Speisekarte und fragte nach Getränken. Ich wählte erst einmal einen Fruchtpunsch.

37 - Fruit Punch - Captain Bailee - Sosua

Aus der umfangreichen Speisekarte, die Fisch, Fleischgerichte mit Rind, Schwein und Huhn, Pizza aber auch lokale Spezialitäten umfasst, entschied ich mich für ein Beef Tenderloin Steak – Medium gebraten – mit Shrimps und Gemüse. Dazu mal wieder Pommes Frites.

38 - Tenderleoin Steak & Shrimps - Captain Bailee - Sosua

Eine sehr leckere Kombination von Meeresfrüchten mit einem angenehm großen, zarten und saftigen Rindfleisch-Steak, das tatsächlich – wie bei der Bestellung gewünscht – Medium durchgebraten und somit innen noch leicht rosa war.

39 - Medium Steak - Captain Bailey - Sosua

Dazu noch geröstetes, aber noch knackiges Gemüse aus grünen Bohnen, Möhren, Zucchini und Broccoli sowie angenehm knusprige, jedoch nur wenig gesalzene Fritten machten unser kleines Abendessen zum Jahreswechsel zu einem sehr gelungenen Event.
Danach hätten wir eigentlich gleich in eine der Bars oder Disotheken in Sosua gehen können, doch meine Begleitung wollte zum Jahreswechsel aufgrund des schadlos überstandenen Unfalls am Nachmittag gerne in eine Kirche gehen und Gott für ihr Glück danken. Da konnte ich natürlich nicht Nein sagen und wir fuhren zurück nach Cangrejo, wo wir letztlich in einer haitianisch-christlichen Kirche landeten, in der die Menschen zur Gospelmusik einer kleinen Band auf der Empore und der in Singsang vorgetragenen Predigt auf kreolisch vor den Bänken tanzten und ihre Hände in die Höhe streckten.

40 - Haitian church - Cangrejo

Ich hatte so etwas zuvor in meist us-amerikanischen Filmen gesehen, aber Live hatte ich es noch nicht erlebt – die Stimmung war durchaus mitreißend. Um Mitternacht begannen dann alle, sich gegenseitig um den Hals zu fallen und sich Bon ane zu wünschen, also Frohes neues Jahr. Und auch ich, der ich vor allem meiner hellen Hautfarbe eindeutig aus der Menge herausstach, wurde herzlich und vorbehaltlos mit einbezogen.
Etwas später fuhren wir dann zurück nach Sosua und landeten dort mal wieder in der City Lights Discothek, wo wir bis in die frühen Morgenstunden weiter feierten. Diesmal allerdings nur mit Bier – nach Whiskey stand mir der Geschmack absolut nicht.

41 - City Lights Discotheke - Sosua

Erst in den frühen Morgenstunden – mal wieder – ließen wir uns von einem etwas zwielichtig aussehenden privaten Taxifahrer nach Hause fahren, wo wir fast augenblicklich ins Bett fielen und einschliefen.

Lunch @ Ocean World Terrace – Cofresi [29.12.2018]

Saturday, December 29th, 2018

Am Samstag verschlug es uns mal wieder nach Puerto Plata, wo wir um die Mittagszeit etwas Hunger bekamen. Meine Begleitung schlug daher vor ins La Sirena Einkaufszentrum zu fahren und dort zu essen – ich hatte hier darüber berichtet – was mir jedoch nicht ganz so zusagte. Ich meinte, das hätte ja eher den Charakter einer Kantine. Darauf hin drehte meine Begleitung das Auto und fuhr quer durch die Stadt, ohne mir jedoch zu sagen wo wir jetzt hin wollten. Erst als wir den Osten der Stadt erreichten und Puerto Plata fast verlassen hatten, schwante mir was unser Ziel war: das Ocean World Resort am östlichen Stadtrand. Ich befürchtete etwas, dass dadurch das Mittagessen doch etwas zu kostspielig werden würde, doch meine Proteste diesbezüglich wurden geflissentlich ignoriert und so landeten wir schließlich, nachdem wir das Resort-Gelände fast komplett durchfahren hatten, am dortigen Yacht-Hafen

29 - Hafananlage - Ocean World - Cofresi - Puerto Plata

30 - Yachten - Ocean World - Cofresi - Puerto Plata

wo sich neben einem Lifestyle Holidays Hotel samt der Kviar-Discothek The Dome

31 - The Dome - Ocean World - Cofresi - Puerto Plata

auch das Restaurant Ocean World Terrace befindet, in dem wir nun speisen wollten.

32 - Ocean World Terrace - Cofresi - Puerto Plata

Das Restaurant selbst, das mit einer großen Anzahl an Tischen sowohl im Schatten als auch in der Sonne vielen Gästen Platz bietet, war trotz Mittagszeit nur spärlich besucht. Außer uns waren vielleicht noch vier andere Tische besetzt. Dennoch schien das Bedienungspersonal, das zwischen den Tischen herumwuselte, uns erst einmal wenig Aufmerksamkeit zu spenden. Erst nachdem wir auf uns Aufmerksam gemacht hatten, brachte man uns die Speisekarte und fragte nach Getränken.
Das Angebot auf der Speisekarte war reichhaltig aber nicht überladen und bot dabei sowohl internationale Gerichte wie Pasta, Hamurger oder Pizza als auch lokale Spezialitäten wie zum Beispiel Mofongo, einen aus Kochbananen hergestellter Kloß. Und genau für diesen Mofongo entschied ich mich als Mittagessen, und zwar als Mofongo Mixto mit Res (Rindfleisch), pollo (Huhn) und camarónes (Garnelen). Meine Begleitung wählte eine Pasta con camarónes.
Nach der Bestellung begann erst einmal wieder das warten. Ich war schon drauf und dran, einfach nur die Getränke zu zahlen und zu gehen als man uns nach über einer Dreiviertelstunde Wartezeit endlich das Essen brachte.

33 - Mixed Plate with Mofongo - Ocean World Terrace - Cofresi - Puerto Plata
Mofongo mit Rind, Huhn & Meeresfrüchten

33 - Shrimp Pasta - Ocean World Terrace - Cofresi - Puerto Plata
Pasta con camarónes

Doch ich muss zugeben, das Warten hatte sich gelohnt, denn was man uns das gebracht hatte war wirklich überaus gut gelungen. Ich würde fast sagen, dies sei der beste Mofongo den ich je gegessen habe, doch da es mein erster überhaupt war, warte ich mit einer solchen Aussage lieber noch etwas ab. 😉 Auf jeden Fall rief dieses Geschmackserlebnis nach einer Wiederholung – wobei natürlich auch das leicht säuerlich angemachte Rindfleisch, das Huhn in Currysauce und die Garnelen in einer fruchtigen Tomatensauce einen nicht geringen Anteil zum Genuss beitrugen. Leider war das ganze auch nicht gerade billig, ich zahlte 480 Dominikanische Pesos, umgerechnet 8,30 Euro – aber die Investition hatte sich auf jeden Fall gelohnt. Und auch die Pasta muss sehr lecker gewesen sein wie mir meine Begleitung bestätigte. Ich vermute mal dass man das Ganze sogar frisch zubereitet hatte, womit auch die lange Wartezeit zu entschuldigen wäre. Wer also in Puerto Plata sonniger Hafenatmosphäre gut speisen will, dem kann ich die Ocean World Terrace durchaus ans Herz legen.

Asadero Doña Pula – Puerto Plata [28.12.2018]

Friday, December 28th, 2018

Am Freitag entschieden wir uns dazu, dem Asadero Doña Pula einem Besuch abzustatten, einem erst relativ neu in Puerto Plata eröffneten Restaurant oberhalb etwas nördlich des La Sirena Einkaufszentrums.

26 - Asadero Doña Pula - Puerto Plata

Obwohl sich die Lokalität direkt neben einer Tankstelle befindet, kann man sie durchaus als gehobene Gastronomie bezeichnen, denn das Restaurant verfügt über einen Parkservice, d.h. Angestellte am Eingang parken das Auto nach der Ankunft und bringen es bei der Abreise wieder bis vor die Tür – aber vielleicht auch nur zum Selbstzweck, denn Parken ist in der Umgebung – abgesehen von direkt auf der nebenan liegenden Tankstelle – eher schwer. Laut meiner Recherchen handelt es stammt Doña Pula wohl ursprünglich aus dem ca. 60 Kilometer entfernten Santiago de los Caballeros, wo es sehr erfolgreich gewesen war, und hatte mit Lokalität in Puerto Plata seine erste Filiale eröffnet. Da wir nur zu dritt waren, fand die Angestellte die uns am Eingang begrüßte schnell einen freien Tisch im gut besuchten und sehr sauberen Restaurant und brachte und die Speisekarten. Nach einigen Entrées listete diese vor allem verschieden Fleischsorten von Huhn, Schwein über Rind bis hin zu Kaninchen, Ziege und etwas das als “Guinea” bezeichnet wurde auf – hier handelte es sich wie sich auf Nachfrage herausstellte aber nicht um das Guinea Pig, also Meerschweinchen, sondern um eine lokale Geflügelsorte. 😉 Außerdem gab es Salate und eine separate Liste von Sättigungsbeilagen von Patatas, also Kochbananen, über verschieden Kartoffelzubereitungen bis hin zu Reis, Fritten und Maisbrot. Während sich meine Gäste für Schwein mit Maisbrot sowie Hähnchenflügel mit Potato Wedges entschieden, wählte ich die Ziege mit frittierten Kartoffelstäbchen. Außerdem bestellte ich als kleine Vorspeise für alle etwas Pulpo frita, also frittierten Tintenfisch mit Knoblauchsauce. Diese wurde auch nach angenehm kurzer Wartezeit schon auf einem Holzbrett stilvoll serviert. Besteck lag zwar am Tisch bereit, aber die mundgerechten Stücke luden regelrecht zum Verzehr mit den Händen ein.

27 - Pulpo - Doña Pula - Puerto Plata

Im Grunde genommen die dominikanische Version von Calamaris, aber deutlich hochwertiger als das was man z.B. in unserem Betriebsrestaurant servierte und eindeutig sehr frisch. Und die Knoblauchsauce, in die wir den Tintenfisch tunkten, erwies sich als wirklicher Genuss. Einige Spritzer Limone rundeten das ganze sehr gelungen ab.
Wir hatten, während wir auf den Hauptgang warteten, natürlich die anderen Gäste beobachtet und uns war aufgefallen, dass häufig große hölzerne, an Scheiben eines Baumstamms erinnernde und auf Drehgestellen montierte Platten mit Speisen serviert wurden, ich hielt das ganze aber zuerst eher für eine Sondervariante des Verzehrs. Also man uns unsere Speisen aber schließlich ebenfalls auf einem solchen Holzteller brachte, musste ich erkennen dass es sich hierbei wohl eher um die Standard-Variante des Verzehrs im Doña Pula handelte.

28 - Fleischplatte - Doña Pula - Puerto Plata

Das hatte natürlich den Vorteil, dass man nicht nur auf seine Auswahl beschränkt war, sondern von allen Fleischsorten probieren konnte – auch wenn meine Gäste weniger Interesse an der von mir gewählten Ziege zeigten, obwohl sie wirklich fantastisch zart und meiner einer leckeren, an BBQ-Sauce erinnernden Sauce versehen war. Auf kleinen Porzellantellern konnten wir uns jeweils etwas nach Geschmack von der Holzunterlage nehmen und verzehren, dazu gab es eine Art Pesto sowie Ketchup für die Sättigungsbeilagen. Aber auch die anderen Fleischsorten waren von äußerst hoher Qualität. Für Fleischliebhaber ein wirklicher Genuss, die Sättigungsbeilagen waren zwar ebenfalls sehr gelungen, aber letztlich doch eher schmückendes Beiwerk. Und ein weiterer Vorteil: Das ganze ist auch noch ausgesprochen Günstig angesichts der hochwertigen Fleischmengen, die wir verzehrt hatten. Ich kann dem Asadero Doña Pula nur mit uneingeschränkte Empfehlung aussprechen. Wir waren bestimmt nicht zum letzten Mal hier gewesen.

Montellano & Ristorante Bologna in Sosua [27. – 28.12.2018]

Friday, December 28th, 2018

Am nächsten Tag verbrachten wir die meiste Zeit in Montellano, einer kleinen Ortschaft zwischen Puerto Plata und Sosua, direkt gegenüber der dortigen Feuerwache,

19 - Cuerpo de Bomberos - Montellano

20 - Montellano

wo wir und unter anderem einer Mani- und Pediküre unterzogen, die dort von einer Einheimischen angeboten wurde. Die Umstände waren zwar etwas ungewöhnlich, auf offener Straße direkt vor einem Mode- und Friseurladen, aber an solche Begebenheiten gewöhnt man sich hier schnell.

21 - Maniküre - Pediküre

Bis zum späten Nachmittag verbrachten wir noch dort in Montellano, ohne dass sich groß interessante oder erzählenswerte Dinge ereigneten.

22 - La Esquina de Juan Pablo - Montellano

Nach einer kurzen Rückkehr nach Hause, einer Dusche und dem Anlegen frischer Kleidung begaben wir uns am Abend dann nach Sosua, wo wir dem Ristorante Bologna, mit dem wir ja in Vergangenheit gute Erfahrungen gemacht hatten, einen Besuch abstatteten.

23 - Ristorante Bologna - Sosua

Als Entrée gönnten wir uns erst einmal eine Portion Bruschetta, das im Bologna wirklich sehr gelungen zubereitet wird.

24 - Bruschetta - Ristorante Bologna - Sosua

Danach begann aber erst einmal das lange Warten. Das Restaurant war nicht allzu voll, aber dennoch musste wir eine geschlagene Stunde warten, bis man uns schließlich den Hauptgang servierte. Meine Begleitung hatte sich für eine große Languste entschieden, die mit einer Gemüsemischung aus Paprika, Bohnen, Pilzen und Möhren serviert wurde.

25 - Langosta frita - Ristorante Bologna - Sosua

Ich selber hatte mich für eine Pizza Mariscos entschieden, eine Pizza mit Meeresfrüchten, die ebenfalls mit einer – jedoch kleinen – Languste, Muscheln, Krabben und Tintenfisch serviert wurde.

25 - Pizza Mariscos - Ristorante Bologna - Sosua

Dass man die Muscheln mit Schalen und die Languste mit Panzer auf die Pizza getan hatte war natürlich grenzwertig, aber lecker war es allemal. Vor allem weil die Meeresfrüchte wirklich frisch schienen. Allerdings war die Pizza insgesamt etwas mächtig, so dass sogar ich gegen Ende etwas kämpfen musste – und dabei war dies noch die kleine von zwei möglichen Varianten gewesen. Dass die dabei 650 Dominikanische Pesos, also über 11 Euro, kostete nahm ich dabei billigend in Kauf.

Schiefes BBQ [26.12.2018]

Thursday, December 27th, 2018

Für den Abend des 27ten Dezembers hatten wir uns dazu entschlossen eine kleine Grillparty zu veranstalten. Wir hatten ja noch den einfachen Kugelgrill, den wir zu Ostern gekauft und verwendet hatten. Ich wollte aber nicht schon wieder die 25 Kilometer bis nach Puerta Plata fahren, daher fuhren wir dieses Mal in den Supermercado Playero am Ortseingang des deutlich näheren Sosuas.
Der Touristenort Sosua besitzt eine beachtliche Kolonie an deutschen und deutschstämmigen Bewohnern. Daher gibt es auf der Touristenmeile mit ihren Bars, Restaurants und Discotheken zum Beispiel das Schlemmerstube mit deutschen Essensangebot – ich berichtete – aber auch das Angebot dieses Playero Supermarkts ist ein wenig an die Bedürfnisse der deutschen Bewohner angepasst. So findet man hier nicht nur Thüringer Premium Bier,

16 - Thüringer Bier - Playero - Sosua

sondern auch Dinge wie Vollkornbrot und Pumpernickel oder sogar Bratwurste unter genau dieser Bezeichnung ohne ü.
Hier deckten wir uns mit Grillzeug ein – wobei meine dominikanischen Gastgeber beim Grillen eher Hähnchenflügel und Schweinesteaks bevorzugen, und kauften Stangenweißbrot, Ketchup sowie ein paar Getränke für die Party. Die benötigte Holzkohle besorgten wir uns in Cangrejo an einem von einer Haitianerin betriebenen Straßenstand – das war deutlich billiger als die abgepackte Kohle aus dem Supermarkt.
Als wir jedoch den Grill hevor holten, erwies er sich als alles andere als stabil. Zwei der vier Beine ließen sich nicht mehr richtig an der Unterschale befestigen und die Schrauben waren durch das mehrmalige Benutzen so mit Kohle und Grillrückständen verunreinigt, dass wir das Gerät nur notdürftig zusammenstecken konnten und es dabei nicht gerade stabil, sondern eher schief stand.

17 - Schiefer Grill / Inclined BBQ

Ich persönlich hätte das Ding nicht mehr verwendet, da es jedezeit hätte umkippen können und die glühende Kohle über die Terasse verteilt hätte. Doch das sieht man hier in der Karibik nicht so eng – daher wurde die Holzkohle wie üblich mit eine Plastiktüte entzündet und munter drauf los gegrillt. Die fertigen Grillstücke wurde in einer großen Aluschale gesammelt und von den lokalen Gästen, nachdem alles etwas abgekühlt war, meist einfach mit den Händen gegessen. Von deutscher Grillkultur keine Spur 😉 – aber das ist hier eben so und wenn man öfters hier ist wie ich gewöhnt man sich irgendwie daran.
Ich nahm mir zumindest noch einen Teller, den ich mir mit einem Steak und einem Würstchen, etwas Weißbrot mit Butter und etwas Ketchup bestückte und dann alles am Tisch sitzend aß.

18 - Steak & Würstchen

Bei lauter lokaler Musik vom iPad, reichlich Bier und natürlich auch etwas Brugal-Rum mit Cola (den ich allerdings nicht anrührte, da ich Bauchweh davon bekomme) dennoch eine erfolgreiche Party, die wir erst deutlich nach Mitternacht beendeten.

Feiertage & Pizza in der Karibik [25. – 26.12.2018]

Wednesday, December 26th, 2018

Am ersten und zweiten Weihnachtsfeiertag geschah eigentlich wenig Berichtenswertes. Nachdem ich durch den langen Schlaf vom Heiligabend bis zum nächsten Morgen überwunden hatte, begaben wir uns am 25. Dezember erneut in die Innenstadt von Puerto Plata, wo wir ein paar Wege erledigten und schließlich, wie bereits so häufig zuvor, in der Pizzeria San Jorge an der Camino Real landeten. Nicht dass sie dort besonders gute Pizzen machen, aber dort ist es schnell und günstig und meine Begleitung mag diese Location scheinbar irgendwie. Ich wählte dieses Mal eine kleine Pizza Salsicca mit Würstchen,

13 - Pizza Salsicia - Pizzeria San Jorge  - Puerto Plata

während die anderen sich eine größere Pizza mit Hackfleisch, Mais und roten Zwiebeln sowie Burger-Sauce teilten.

14 - Pizza BBQ - Pizzeria San Jorge  - Puerto Plata

Außerdem besuchten wir Familie, Freunde und Bekannte, taten aber wenig Produktives oder Dinge die es wert gewesen wären hier erzählt zu werden.
Es ist übrigens Tradition in der Dominikanischen Republik, dass Kinder über die Feiertage neu eingekleidet werden. Deswegen man viele Jungen und Mädchen hier rumlaufen, die stolz ihre neue Kleidung tragen, an der teilweise noch Etiketten und Schildchen aus dem Laden hängen. Keine Ahnung ob das Absicht ist, um zu zeigen dass es neu ist, oder einfach nur Nachlässigkeit. 😉
Am 26ten Dezember schliefen wir wieder lang und ich gönnte mir nur ein kleines Sandwich mit Salami, Schinken und Käse, wobei ich dieses in der Mikrowelle erwärmte und den Käse dadurch schmolz. Einfach aber schmackhaft.

15 - Sandwich

Ich weiß, nicht besonders interessant, aber so waren diese Tage nun einmal… 😉

Dominikanische Weihnacht [23-24.12.2018]

Monday, December 24th, 2018

Dieses Jahr hatte ich mich dazu entschlossen, über die Feiertage dem Schmuddelwetter hier in Deutschland zu entfliehen und sowohl die Weihnachtsfeiertage als auch – wie üblich – den Jahreswechsel in der Dominikanischen Republik zu verbringen. Allerdings gestaltete sich die Anreise dieses Mal schwieriger als sonst, da ich keinerlei Direktflüge mehr fand die von Deutschland nach Puerto Plata führten. Condor schien die Flüge dorthin komplett eingestellt zu haben und der einzige andere Anbieter, Eurowings, bot zwar Hin- aber keine Rückflüge im Januar an – angeblich waren diese ausgebucht. Mir blieben also nur zwei Möglichkeiten: Einen Flug mit Umsteigen in New York, Toronto, Chicago oder Miami und einer Dauer von meist mehr als 30-35 Stunden zu wählen oder aber mit Condor in 10 Stunden direkt in die 230km südlich von Puerto Plata gelegene Hauptstadt Santo Domingo zu fliegen. Ich hatte mich für letztere Möglichkeit entschieden und den Direktflug gewählt, auch wenn dieser erst um 21:55 Uhr am Abend in Frankfurt startete und um 3:00 Uhr Nachts in Santo Domingo landen sollte.
So konnte ich Sonntag den 23ten Dezember noch nutzen, die letzten Sachen in meinen Koffer zu packen und dann kurz nach 14:00 Uhr in die S-Bahn zu steigen und zum Münchner Haputbahnhof zu fahren, wo mich der ICE 622 zum Frankfurter Flughafen bringen sollte.

01 - Hauptbahnhof München

02 - ICE622 nach Dortmund

Kurz vor 18:30 Uhr erreichte ich nach einer ereignislosen Bahnfahrt schließlich den Fernbahnhof am Frankfurter Flughafen unter dem The Squaire Bürogebäude und begab mich zum gegenüberliegenden Terminal 1, um dort bei Condor einzuchecken.

03 - Frankfurt Airport - The Squaire

Dort waren um diese späte Zeit nur zwei Schalter geöffnet. Der eine war offensichtlich für Premium-Class-Kunden. Da ich dieses Mal nur normale “Holzklasse” – sprich Standard-Economy – gebucht hatte, stellte ich mich an der Schlange vor dem anderen Schalter an. Erst als sich die Schlange weiter vorwärts bewegte, erkannte ich dass es sich hier um einen Schalter zum Vorabend-Check-In handelte. Also fragte ich den dort diensthabenden Condor-Mitarbeiter und dieser bestätigte mir dass hier nur Gäste für Flüge morgen früh angenommen wurde. Also musste ich, gemeinsam mit vielen anderen Wartenden die sich ebenfalls fälschlicherweise hier angestellt hatten, zur anderen Schlange wechseln und konnte nach erneutem Warten schließlich endlich meine Koffer abgeben und erhielt die Bordkarte. Zum Glück war ich mehr als 2 Stunden früher am Flughafen gewesen, denn so hatte ich trotz dieses Faux-Paxs beim Einchecken noch genügend Zeit mich ohne Eile zum Abfluggate B60 zu begeben und untwerwegs sogar noch etwas Duty-Free-Shopping zu betreiben.
Das Gate B60 befindet sich, übrigens wie beim letzten Flug im Oktober auch, im Untergeschoss des internationalen Bereichs des Terminals.

04 - Frankfurt Airport - Gate B60

Und das bedeutet, dass wir wieder mit dem Bus zum Flugzeug in einer Off-Position gebracht werden würden, was erfahrungsgemäß länger als normales Boarding dauerte. Daher begab ich mich bereits etwas früher zum Gate und wartet dort auf die Busse dort ankamen und uns zum Flugzeug brachten.

05 - Bitte nächsten Bus abwarten

Interessant zu erwähnen wäre noch, dass der Flieger dieses Mal in Santo Domingo nur zwischenlanden sollte und anschließend nach San Jose in Costa Rica weiter flog.

06 - Flug DE2234 nach Santo Domingo & San Jose

Schließlich fuhren zwei Busse vor dem Ausgang vor und brachten uns zu der weit abseits vom Terminal geparkten Boing 767-300, die uns über den Atlantik bringen sollte.

07 - Condor - Boing 767-300

Mit nur wenig Verspätung startete das Flugzeug dann endlich und schon bald nachdem wir die Reiseflughöhe erreicht hatten, wurde auch schon das erste, warme Essen serviert. Auswahl gab es dieses Mal keine, alle Economy-Fluggäste erhielten die selben Ravioli in Tomatensauce mit Spinat, dazu einen Kartoffelsalat mit Mayo, ein Brötchen, Gouda, etwas Butter, einen Brownie und schließlich, weil morgen ja Weihnachten war, einen kleinen Schoko-Weihnachtsmann. Dazu gab es alkoholfreie Getränke, alkoholische Getränke sind in der Standard-Economy bei Condor kostenpflichtig – aber mir war sowieso nicht nach Alkohol.

08 - Ravioli mit Spinat / Ravioli with spinach - Condor - Economy Class

Nach dem Essen sah ich mir noch Incredibles II und einen Teil von The Birdman auf dem Monitor des Entertainment-Systems In der Rückenlehne des Sitzes vor mir an, füllte die Einreiseformulare für die Dominikanische Republik aus, die man austeilte, und versuchte dann etwas zu schlafen, was mir für vielleicht 2 Stunden auch gelang.
Als ich wieder erwachte, hatten wir den Atlantik schon so gut wie überquerst und befanden uns nicht mehr allzu weit von Santo Domingo entfernt.

09 - Kurz vor Santo Domingo

Wenig später wurde schließlich, die zweite kalte Mahlzeit serviert: ein Brötchen, etwas Aufschnitt in Form von Käse, Pfeffersalami und Kochschinken, ein kleines Schälchen Butter, ein wenig Marmelade und ein Buttermilch-Joghurt in Geschmacksrichtung Pfirsich-Maracuja. Dazu nahm ich mir einen Kaffee und einen O-Saft.

10 - Frühstück / Breakfast - Condor - Economy Class

Schließlich landete der Flieger sicher auf dem Flughafen “Las Americas” in Santo Domingo – es war 3:28 Uhr Ortszeit bzw. 8:28 in Deutschland.

11 - Santo Domingo - Las Americas Airport at Night

Der Flughafen ist natürlich ein klein wenig größer als der Mini-Flughafen in Puerto Plata, aber ich fand mich ohne Probleme zurecht, erhielt zuerst, nach Abgabe meiner Daumenabdrücke am elektronischen Scanner, meinen Einreisestempel im Reisepass und wenig später auch meinen Koffer. Am Ausgang kontrollierte man nur noch, ob der Gepäck-Abschnitt am Ticket mit dem auf dem Koffer übereinstimmte, dann war ich entgültig angekommen und wurde am Ausgang auch schon erwartet.
Mit dem Auto ging es dann auf die 230km lange Fahrt von der Süd- an die Nordküste nach Puerto Plata. Ich versuchte auf der Fahr noch etwas zu schlafen, aber über ein Dösen ging es selten hinaus.
Dort angekommen, es war inzwischen der 24. Dezember und war warm, aber bewölkt und nieselte von Zeit zu Zeit, packte ich erst einmal meinen Koffer aus und dann musste wir schon los, um für das Weihnachtsessen mit der Familie einzukaufen. Bevorzugtes Ziel für solche Großeinkäufe ist natürlich das La Sirena Einkaufszentrum in Puerto Plata, wo wir alles bekamen was wir benötigten. Außerdem wurde noch eine große Lasagne für alle bestellt. Hätte ich mehr Zeit und Muße gehabt, hätte ich vielleicht selbst gekocht, aber so übernahmen das größtenteils die Einheimischen. Und das Ergebnis war nicht nur umfangreich, sondern konnte sich auch sehen lassen – auch wenn die Präsentation selbst mit all den Aluschalen etwas zu wünschen übrig ließ – aber da legt man hier glaube ich auch wenig wert drauf.

12 - Dominican Christmas Meal

Ich wollte mich nach dem Essen eigentlich nur kurz für ein bis zwei Stündchen hinlegen, schlief aber nach dem langen Flug dann doch bis zum nächsten Morgen durch und bekam wenig von den restlichen Festivitäten mit. Sollte ich noch mal Weihnachten hier verbringen, werde ich entweder früher anreisen und früher etwas vorschlafen – Reise und Fest-Vorbereitungen waren letztlich dann doch etwas zu viel für mich gewesen.

Sauerrahm-Nudelauflauf mit Schinken, Erbsen & Möhren [22.12.2018]

Saturday, December 22nd, 2018

Sour cream pasta bake - Finished / Sauerrahm-Nudelauflauf - Fertig gebacken
Dieses Wochenende wollte ich noch ein paar Reste verbrauchen, die sich in meinem Kühlschrank angesammelt hatten, darunter Kochschinken, Eier, Möhren, Sauerrahm und Creme fraiche sowie Reste von geriebenem Käse. Daher erschien es mir das einfachste, das Rezept vom letzten Wochenende einfach ein wenig zu modifizieren und den Joghurt einfach durch Sauerrahm zu ersetzen. Nudeln habe ich sowieso immer vorrätig, ich nahm also 350g Spirelli. Dazu briet ich eine Zwiebel, etwas Knoblauch, Reste von gewürfeltem Speck (50g) und den gekochten Schinken etwas an, blanchierte Erbsen und gewürfelte Möhren im Nudelwasser und kombinierte dann kalt Sauerrahm, Creme fraiche, zwei Eier und geriebenen Käse, die ich mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzte. Nachdem Nudeln und Schinken-Zwiebel-Mischung etwas abgekühlt waren, vermischte ich sie mit dem Guss und überbackte alles im Ofen für ca. 20 Minuten. Fertig war ein überaus leckerer Nudelauflauf.
Sour cream pasta bake - Served / Sauerrahm-Nudelauflauf - Serviert
Der Sauerrahm gab den Nudeln ebenfalls ein angenehm frisches Aroma und passte mit seiner ganz leicht säuerlichen Note ebenfalls sehr gut zu Schinken, dem Gemüse und dem Käse, der natürlich geschmolzen war und zusätzlich für ein angenehmes Aroma sorgte. Einfach aber lecker, genau das richtige für das letzte Wochenende vor Heiligabend. Und perfekt zum Resteverbrauch.
Sour cream pasta bake - Side view / Sauerrahm-Nudelauflauf - Seitenansicht

Guten Appetit