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„Sebastian’s“ und Sandwiches [22.10.2007]

Dienstag, Oktober 23rd, 2007

Zum heutigen Mittag begaben wir uns bei wirklich fast noch sommerlichen Temperaturen – es mögen 25 oder mehr Grad draußen gewesen sein – zu einer Neuentdeckung an der Kreuzung Ambes Street / Main Street (Position): Dem „Sebastian’s„. Wer sich die Google Map im Positionslink ansieht, findet an der Stelle wo heute das Gebäude ist noch einen Parkplatz (oben links).

Im Inneren fanden wir einen riesigen Raum vor, in der einem Drittel waren vier Theken, an denen man wahlweise Sandwiches, Pasta, Salat oder noch einmal Salat bestellen konnte. Die andere zwei Dritteln wurden von einer Kasse, einem Kühlregal sowie einigen Sitzplätzen eingenommen.

Salat liegt mir nicht und auf Pasta hatte ich auch keine große Lust – also stellte ich mich an der Schlange für die Sandwiches an und studierte die ausgeschriebenen Angebote. Leider gab es offenbar keine „Melts“ (also überbackene Sandwiches) – so entschied ich mich dazu, das „Build your own Sandwich“ Angebot anzunehmen. Aus Multi Grain Bread, Salat, Tomaten Basilikumblättern und Roasted Turkey sowie einem Spread (Aufstrick) aus Honey Mustard erstellte mir die Thekenkraft mein individuelles Mittagspausenbrot. Daß sie dabei die ersten beiden Scheiben wegwarf (Schimmel?) und eine weitere Brotscheibe, die ihr zu Boden fiel achtlos mit dem Fuß bei Seite kickte übersah ich dabei mal geflissentlich. Hygienisch war es auf jeden Fall, denn die Mitarbeiter trugen Plastikhauben auf dem Kopf, Kittel und Handschuhe. Für diese Grundausstattung aus Brot, zwei Gemüsen, einem Aufschnitt und einem „Spread“ waren 6,50 Dollar fällig. Jede weitere Zutat schlug mit weiteren 50 Cent zu Buche. Nachdem mein Sandwich fertiggestellt war, wurde es in Folie verpackt, mit einem Zeichen versehen und mir überreicht. Die Kasse fand sich etwas weiter links – ich hätte wohl auch einfach heraus gehen können, das wäre wohl keinem in dem Gedränge aufgefallen. Aber ich bin ja ehrlich.
Nachdem wir beide bezahlt hatten und im Inneren keinen Sitzplatz fanden setzten wir uns auf einen der vielen Plätze hier in Cambridge und machten uns daran, unsere Sandwiches zu verzehren.

Nun – 7 Dollar (ich hatte ja noch „Basil“ (Basilikum) genommen) für eine Art Pausenbrot zu bezahlen erschien mir zwar im ersten Moment etwas happig – aber eine nähere Betrachtung zeigte schon, daß dies etwas dicker als ein normales Pausenbrot war – auch wenn der Gros des Platzes zwischen den Scheiben wohl vom Gemüse eingenommen wurde.

Geschmeckt hat es alle mal und satt wird man davon auch – die Preisklasse ist natürlich etwas gehobener, soviel muß ich zugeben. Immerhin hätte ich im Cosi’s in der selben Straße einen überbackenen Turkey B.M.T Melt etwas weniger bekommen.
Kann man mal hingehen, aber das Cosi’s wird das Sebastian’s keinesfalls vom Spitzenplatz meiner Mittags-Favoriten verdrängen.

Regenfront

Samstag, Oktober 20th, 2007

Bereits am Morgen verhielt sich das Wetter hier sehr seltsam – es wirkte schwül und trotzdem wehte eine steife Brise von Osten her ins Land. Dieser Zustand verstärkte sich bis zum Mittag hin immer mehr – ich möchte die immer wieder aufkommenden Böhen, die durch die tiefen Straßenschluchten der Stadt fegten wurden gar als eine Art „weichen Wind“ bezeichnen, denn ihm fehlten durch die jegliche Schärfe, die man normalerweise mit einer solches Windphänomen gerade am Ufer des Atlantischen Ozeans erwarten würde. Und gegen Mittag fing es dann an leicht zu regnen, aber in so dünnen Tropfen, daß es eher dem prickeln auf der Haut gleich kam, welches man spürt wenn in ein eingeschlafenes Bein oder ein Arm wieder stärker durchblutet wird. Und dazu der hohe Luftdruck verbunden mit der immer weiter steigende Schwüle, welcher die Stadtbewohner, die sich außerhalb aufhielten den Schweiß sanft aus den Poren trieb. Wir alle, auch wir Neulinge hier in der Stadt wußten irgendwie bereits was auf uns zukam – und am späten Nachmittag brach er dann los: Der Regensturm. Im diffusen Licht der wenigen Lichtstrahlen, welche die Wolkendecke noch durchdringen konnten trieben die nun immer noch stärker wehenden Böhen regelrechte Wellen von warmen Regen über den Asphalt der Straßen am Ufer des Charles River und der Boston Bay. Wer jetzt nicht unbedingt draußen sein mußte, blieb in den glücklicherweise meist klimatisierten Büros und Geschäften.

Als wir Abends aufbrachen, um zurück ins Hotel zu gelangen, kämpften wir uns durch den dichten Verkehr auf der Interstate 93 in Richtung Norden. Kurz vor Woburn passierte es dann fast: Ich mußte im Regen bremsen, hörte hinter mir das quietschen von Reifen und ein Blick in den Rückspiegel zeigte mir, daß sich zwei runde Scheinwerfer in beängstigender Geschwindigkeit dem Heck nährten.

Geistesgegenwärtig gab ich etwas Gas und ließ den Wagen nach vorne und nach rechts auf die Standspur neben uns springen – ansonsten hätte es wohl geknallt. Der Wagen hinter uns kam so aber glücklicherweise noch rechtzeitig zum stehen. Das wäre die absolute Krönung gewesen, wenn uns irgend ein Einheimischer noch wegen überhöhter Geschwindigkeit ins Heck gefahren wäre.
Dennoch, das Wetter setzte sich bis vor etwa einer Stunde mit heftigen Regenschauern und einer ungewöhnlichen Wärme fort wie oben beschrieben.
Ums mal salopp zu sagen: ziemlich beschissen – und das natürlich gerade zum Wochenende hin. 🙁 Die Wettervorhersage sagt für morgen zwar auch Regen vorraus – aber bisher soll es am Sonntag wenigstens wieder sonniger werden. Ich hoffe das Beste.

Vergesslich

Samstag, Oktober 20th, 2007

Da hat wohl jemand beim Tanken etwas wichtiges vergessen… 😉

Gesehen am Freitag, 19. Oktober 2007 auf der Abfahrt Richtung Storrow Drive von der Interstate93 South, Boston, MA.

Chicken Shawarma Combo [19.10.2007]

Samstag, Oktober 20th, 2007

Das aceituna café hatte ich ja bereits am Dienstag, dem 09. Oktober 2007 kurz nach unserer Ankunft hier einmal vorgestellt. Heute wandten wir uns nun das zweite mal dort hin, um unsere Mittagsspeisen zu uns zu nehmen.

Als wir herein kamen, fanden wir eine riesige Schlange vor der Theke, in die wir uns einreihen mußten. Als wir dann endlich an der Reihe waren, wurde zumindest ich was die Freundlichkeit der Mitarbeiter betrifft das erste mal hier vollkommen enttäuscht. Nach dem Kategorischen „Next.“ wurde ich von einer vollkommen überschminkten weißen Endvierzigeren ziemlich harsch abgefertigt, als ich mir meine Chicken Shawarma Combo für 8,25 US-$ (ca 5,77 €uronen) bestellte. Außerdem konnte ich beobachten, mit was für einer Lieblosigkeit das Essen hinter der offenen Theke zubereitet wurde. Die Kassierin war zwar ein wenig freundlicher, aber eines der üblichen „How are you?“ oder auch nur ein Lächeln wie ich es unter gleichem Andrang in anderen Locations hier erlebt habe, erwartete man vergebens. In meiner Heimat hätte ich das als normale „Servicewüste Deutschland“ abgetan – aber hier in den USA ein wahrer Affront.
Nachdem wir das bestellte Essen erhalten hatten – ich wählte als Beilage zur Combo Pommes Frites und als Getränk eine Dose Dr. Pepper, ließen wir uns an einem der Tische nieder, von denen trotz des großen Andrang noch genügend frei waren.

Das Essen selbst war dann auch eher enttäuschend muß ich sagen. Im Grunde genommen sind die hier als „Pita Rollups“ bezeichneten Speisen ja dem deutschen türkischen Döner Kebap sehr ähnlich – und von einem Döner erwarte ich, daß Salat, Soße und Fleisch einigermaßen vermischt im Teigmantel verbreiten. Selbst der hinterste Gammelfleisch-Kebapgriller würde so vorgehen (politisch inkorrekt, ich weiß, aber es ist nun einmal so) – nicht aber so im aceintuna. Hier sortiert man das Fleisch auf die eine Seite, das Gemüse in die Mitte und die Soße auf die andere Seite. Mag ästhetisch ja ganz nett sein und Ordnung muß ja auch sein – aber zum Verzehr ist diese Anordnung meiner nach einfach ungeeignet.

Daß die Pommes Frites ziemlich schlabbrig waren und auch nicht den Anforderungen entsprachen, erwähne ich hier nur noch der Vollständigkeit halber. In korrekter Mischung wäre der Pita mit Sicherheit in Ordnung gewesen – auch wenn einige der Gemüsestücke die Grenze der mundgerechten Größe etwas überschritten und dazu auch recht bissfest waren – daher will ich nicht alles hier schlecht machen. Dennoch hat mich der heutige Besuch im aceintura cafĂ© eher enttäuscht. Es kann durchaus sein, daß ich der Einrichtung noch eine Dritte Chance gebe – in diesem Fall sollten sie sich aber doch etwas mehr anstrengen… 😉

Kendall Inbound

Freitag, Oktober 19th, 2007
'Kendall Inbound' von JaBB

Eingang zur U-Bahn Haltestelle Kendall Station (Red Line), Main Street, Cambridge.


Größere Kartenansicht

Verschlußzeit: 1/15 – Blende: 3,5 Brennweite 18mm – ISO: 1600
Dieser Shoot ist als Spontanfoto entstanden. Zur Erklärung muß ich kurz erwähnen, daß der Eingang zur Kendall Station auf der einen Seite der Straße liegt und der Ausgang auf der anderen Straßenseite. In jedem dieser Treppenhäuser hängt – hinter Glas und gut Sichtbar eine solche amerikanische Stars & Stripes Fahne. Mir gefällt hier vor allem die leicht verwischte Figur des Mannes, der zum Zeitpunkt des Fotos noch schnell nach unten stürmt, wahrscheinlich um seine U-Bahn zu erreichen.

Boston Skyline

Freitag, Oktober 19th, 2007
Boston Skyline
Blende:4,5 – Verschlußzeit: 0,3 – Brennweite: 33mm – ISO: 1600

Boston Skyline (Night)
Blende:14 – Verschlußzeit: 2 – Brennweite: 44mm – ISO: 1600

Die Skyline von Boston, Massachusetts.
Aufgenommen gestern Abend von Cambridge aus – das Wetter war leicht nebelig, daher sind die Aufnahmen nicht ganz so geworden wie ich es mit vorgestellt habe. Durch den Dunstschleier war die Lichtglocke über der der Stadt weitaus deutlicher zu sehen als bei klarem Wetter.

Update: Die Bilder sind jetzt umgezogen und wieder in Großansicht betrachtbar

Dachblinker

Donnerstag, Oktober 18th, 2007

Nur mal an Rande gefragt: Warum habe Taxis hier in Boston nur diese zusätzlichen Blinker auf dem Dach, gleich neben dem Taxischild. Bei den Taxis in San Francisco habe ich so etwas nicht beobachten können. Vielleicht damit man es besser von einem Bus- oder Truckführerhaus sieht, wenn der Wagen abbiegen will? Aber warum dann nur bei Taxis ?

Foodcourt Cambridge [17.10.2007]

Donnerstag, Oktober 18th, 2007

Im hinteren Teil des Cambridge Centers 3 befindet sich ein „Food Court“, in dem verschiedene kleine Läden ihre Mahlzeiten feilbieten. Zwar hatten wir es bereits im vorbeigehen gesehen, jedoch es bisher nicht ausprobiert – ein Versäumnis welches wir am heutigen Tage endlich korregierten.

Auf dem Vorhof befinden sich einige Außensitzpläte wie man auf dem obigen Foto sehen kann – im Inneren sind gleich links neben dem dieseitigen Eingang noch weitere Tische zu finden, an denen sich die Gäste nach erfolgte Essenwahl und -abholung zwecks des Verzehrs niederlassen können. Auf der rechten Seite ziehen sich wenn ich mich nicht verzählt habe insgesamt sieben unterschiedliche Geschäfte entlang, die von Kaffee über Sandwiches und Pizza bis hin zu Sushi und chinesischen Gerichten eine breite Palette an Speisen anbieten.

Nach einem ersten Inspektionsgang über die komplette Länge wählte ich einen den Asiaten im vorletzten Geschäft. Ich stellte mich also in die kurze Schlange und begann nachdem man mich mit dem üblichen „Neeexxxt!“ aufgerufen hatte damit, aus der verglasten Auslage die Komponenten meines Mittagsmahls auszuwählen, die dann sogleich in ein Schaumstoffbehältnis verfrachtet wurden. Neben gebratenem Reis mit Gemüse entschied ich mich dabei für „Pork – Sweet & Sour“ und eine Portion gedünstetes Gemüse – alles zusammen für 5,47 US-Dollar (ca. 3,85 €uronen).

Nach erfolgter Wahl und anschließender Bezahlung, bei der ich noch einen Becher Eiswasser als kostenlose dreingabe erhielt, machten wir uns auf die Suche nach einem Sitzplatz. Draußen war leider nichts mehr frei – jedoch hatte wir Glück daß im Inneren gerade ein kleiner Tische frei wurde, so daß wir uns dort niederlassen und mit dem Verzehr beginnen konnten.
Das Süß-Saure Schweinefleisch war wirklich gelungen muß ich sagen und auch am Reis war wenig auszusetzen – jedoch war mir das Gemüse etwas zu „wässerig“. Aber der Gesamteindruck war dann doch recht positiv – wobei ich an dieser Stelle noch einmal anmerken möchte, daß ich das ganze eher in die Kategorie Fastfood stecken würde. Einem deutschen Chinaimbiss gegenüber gestellt gab es jedoch kaum einen Unterschied. Das Fleisch mag zwar minimal anders angemacht gewesen sein – aber im Gesamteindruck war alles eher so, wie ich es auch bei dem einen oder anderen Imbiss in Jena erwartetet hätte. Nichts im Vergleich zu einem „richtigen“ Chinarestaurant wie zum Beispiel dem Henry’s Hunan in San Francisco, wo ich aufgrund der guten Schärfe und der wohl authentischen Hunan-Küche ja heute noch von Schwärme.