Polentaschnitte auf Ratatouillegemüse [28.02.2013]

Die heutigen Asia-Gerichte in Form von Gebratenes Curry-Gemüse nach Thai-Art oder Gaeng Dang Nua – Gebratenes Rindfleisch mit frischem Paprika, Zucchini und Bambussprossen in scharfem rotem Curry klangen zwar ganz gut, aber ich entdeckte neben den Fleischcannelloni mit Tomatensauce und Käse gratiniert bei Tradition der Region und dem Rinderbraten in Rotweinsauce und Butternudeln bei Globetrotter heute auch mal wieder Gebackene Polentaschnitte mit feinem Ratatouillegemüse bei Vitality. Dieses vegetarische Gericht hatte mich noch nie enttäuscht und erschien mit 490kcal auch angenehm leicht. Da erschien mir auch das kleine Becherchen Zitronen-Limonen-Mousse mit Joghurt von der Dessert-Theke noch vertretbar.

Polentaschnitte auf Ratatouillegemüse / Polenta slices on ratatouille vegetables

Auf einer fruchtigen und leicht pikant gewürzten Mischung aus Zucchini, Auberginen, Zwiebeln, Möhren, Tomaten und Paprika in Tomatensauce fanden sich zwei in dünner Panade gebackener Schnitten, in denen sich neben der bereits erwähnten Polenta in der Mitte auch eine dünne Schicht leicht würzigen Blattspinats fand.

Polentaschnitte - Querschnitt / Polenta slice - cross section

Ein leichtes und schmackhaftes Gericht, das alle meine Anforderungen an ein leckeres Mittagsmahl erfüllt. Der kleine Becher mit einem Stück – Schoko-Minze und einer Cocktailkirsche garnierten Zitronen-Limonen-Mousse, das nicht nur luftig locker, sondern durch den Joghurt auch als angenehm cremig erwies, schloss das heutige Mittagsmahl schließlich gelungen ab.
Um den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala der angebotenen Gerichte lieferten sich heute der Rinderbraten in Rotweinsauce und die Cannelloni ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen, welches meiner Meinung nach der Rinderbraten schließlich für sich entscheiden konnte. Nach den Cannelloni auf Platz zwei folgten die Asia-Gerichte auf Platz drei und die Polentaschnitte schließlich auf Platz vier. Hier also auch heute keine Überraschungen, die Platzverteilung entsprach ziemlich genau den bisherigen Erfahrungswerten.

Mein Abschlußurteil:
Polentschnitten: ++
Ratatouillegemüse: ++
Zitronen-Limonen-Mousse: ++

Hähnchen mit Polentafüllung an Paprika-Kartoffelspalten – das Rezept

Ich habe ja schon viel verschiedene Gerichte mit Geflügel gekocht und dabei vor allem Hähnchenbrust und Schenkel verwendet, aber noch nie hatte ich mich daran gewagt ein ganzes Tier zu verarbeiten. Daher hatte ich mir für diesen Samstag in den Kopf gesetzt, dieses Versäumnis nun endlich zu korrigieren. Meine Wahl fiel dabei auf ein Rezept für ein mit Polenta und Mais gefülltes Hähnchen, das ich mit einigen in Paprika und Knoblauch gewendete Backofenkartoffeln zum heutigen Gericht ergänzte. Und auch wenn sich Aufwand als etwas größer erwies, war das Ergebnis die Mühe auf jeden Fall wert gewesen. Daher möchte ich es natürlich nicht versäumen, das Rezept in üblicher Form hier einmal kurz vorzustellen.

Was brauchen wir also für ein Gericht (ca. 3-4 Portionen)?

1 Hähnchen (küchenfertig – 1 bis 1,2kg)
01 - Zutat Hähnchen / Ingredient chicken

Für das Hähnchen und die Füllung

100g Polenta
02 - Zutat Polenta / Ingredient polenta

1 mittelgroße Zwiebel
03 - Zutat Zwiebel / Ingredient onion

1 Dose Mais (300g Füllgewicht)
04 - Zutat Mais / Ingredient corn

1/2 Bund Petersilie
05 - Zutat Petersilie / Ingredient parsley

250ml Gemüsebrühe
06 - Zutat Gemüsebrühe / Ingredient vegetable stock

1 Hühnerei (Größe S)
07 - Zutat Ei / Ingredient egg

1 EL Rapsöl (oder ein anderes neutrales Pflanzenöl)
08 - Zutat Rapsöl / Ingredient rapeseed oil

1 TL Speisestärke
10 - Zutat Speisestärke / Ingredient starch

2 EL Kochsahne (fettreduziert)
09 - Zutat Kochsahne / Ingredient cooking cream

etwas naturtrüben Apfelsaft
11 - Zutat Apfelsaft / Ingredient apple juice

sowie Salz, Pfeffer und edelsüßes Paprika zum würzen

Für die Kartoffelspalten

750g festkochende Kartoffeln (größere Exemplare)
12 - Zutat Kartoffeln / Ingredient potatoes

3 Zehen Knoblauch
13 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

1 EL Paprikapulver – edelsüß
14 - Zutat Paprikapulver edelsüß / Ingredient paprika

2 EL Olivenöl
15 - Zutat Olivenöl / Ingredient olive oil

sowie Salz und Pfeffer zum würzen

Beginnen wir also damit, die Füllung für das Hähnchen vorzubereiten. Dazu schälen wir die Zwiebel und zerkleinern sie – wahlweise mit dem Messer oder einer Küchemaschine.
16 - Zwiebel zerkleinern / Grind onion

Dann erhitzen wir den Esslöffel Rapsöl in einem kleinen Topf
17 - Rapsöl erhitzen / Heat up oil

und dünsten die zerkleinerte Zwiebel darin kräftig an.
18 - Zwiebel anschwitzen / Braise onions lightly

Dann gießen wir die Gemüsebrühe hinzu
19 - Gemüsebrühe hinzu gießen / Add vegetable stock

und lassen sie kurz aufkochen
20 - Aufkochen lassen / Bring to a boil

um dann nach und nach unter ständigen rühren die Polenta einzustreuen.
21 - Polenta einrühren / Stir in polenta

Das ganze lassen wir dann auf reduzierter Stufe bei regelmäßigen umrühren etwa acht bis neun Minuten vor sich hin köcheln
22 - Köcheln lassen / Simmer

wobei wir es gleich ein wenig mit Pfeffer und Salz abschmecken.
23 - Mit Salz & Pfeffer würzen / Taste with salt & pepper

Während die Polenta vor sich hin köchelt, waschen wir die Petersilie
24 - Petersilie waschen / Clean parsley

zupfen die Blättchen von den Stilen
25 - Blättchen abzupfen / Pick leaves

und zerkleinern diese dann.
26 - Petersilie zerkleinern / Grind parsley

Am Ende des Garprozesses rühren wir schließlich die Petersilie in die Polenta und nehmen den Topf von der Platte, um ihn etwas abkühlen zu lassen.
27 - Petersilie einrühren / Fold in parsley

Während die Polenta abkühlt, lassen wir den Mais abtropfen
30 - Mais abtropfen lassen / Drain corn

und schälen wir die Kartoffeln
28 - Kartoffeln schälen / Peel potatoes

um sie sie dann in etwa 2-3 Zentimeter große Stücke zu schneiden.
29 - Kartoffeln zerkleinern / Cut potatoes

Ist die Temperatur der Polenta dann etwas herunter gegangen, fügen wir den Mais hinzu
31- Mais addieren / Add corn

und rühren das Hühnerei unter.
32 - Ei unterrühren / Mix in egg

Dann ist es an der Zeit, den Backofen auf 200 Grad vorzuheizen und beginnen. Anschließend waschen wir das Hähnchen von innen und außen gründlich ab, trocknen es mit Küchentüchern
33 - Hähnchen gründlich waschen / Wash chicken thorougly

und reiben es dann von sowohl von außen als auch von Innen mit Salz und Paprikapulver ein.
34 - Mit Salz & Paprikapulver einreiben / Rub with salt and paprika

Anschließend verschließen wir die Halsöffnung mit einem Zahnstocher,
35 - Hals mit Zahnstocher verschließen / Seal throat with toothpick

geben die Polenta in einen Einweg-Spritzbeutel
36 - Spritzbeutel befüllen / Fill piping bag

und befüllen dann das Innere unseres Hähnchens mit soviel Polenta wie möglich. Den Rest stellen wir bei Seite.
37 - Hähnchen füllen / Stuff chicken

Dann verschließen wir auch die untere Öffnung des Hähnchens mit einigen Zahnstochern
38 - Mit Zahnstochern verschließen / Seal with toothpicks

und binden die Schenkel mit etwas Küchengarn zusammen.
39 - Schenkel zusammen binden / Tie legs

Ist das erledigt, geben wir das Hähnchen mit der Brust nach unten in eine passende Auflaufform und gießen 220ml Wasser hinzu
39 - Wasser hinzu gießen / Add water

und schieben die Form dann auf der untersten Schiene in unseren vorgeheizten Backofen.
40 - In Backofen schieben / Put in oven

Während das Hähnchen für 30 Minuten im Ofen backt, können wir uns weiter um die Sättigungsbeilage kümmern. Dazu schälen wir die Knoblauchzehen und zerkleinern sie sehr fein
41 - Knoblauch zerkleinern / Mince garlic

und geben den Knoblauch dann mit den Kartoffeln und zwei Esslöffeln Olivenöl in eine Schüssel
42 - Knoblauch & Öl zu Kartoffeln geben / Add garlic and oil to potatoes

würzen alles mit dem Esslöffel Paprikapulver sowie Salz und Pfeffer
43 - Mit Pfeffer, Salz & Paprika würzen / Taste with salt, pepper & paprika

und vermischen alles gründlich miteinander damit alles gut mit Öl und Gewürzen bedeckt wird.
44 - Gut vermengen / Mix well

Die so vorbereiteten Kartoffelstücke verteilen wir dann auf einem mit Backpapier ausgelegtes Backblech.
45 - Auf Backblech verteilen / Spread on baking tray

Nach 30 Minuten im Ofen entnehmen wir die Auflaufform mit dem Hähnchen
46 - Hähnchen aus dem Ofen entnehmen / Take chicken from oven

und bepinseln es gründlich mit dem Apfelsaft
47 - Mit Apfelsaft bestreichen / Brush with apple juice

wobei wir es wenden und auf den Rücken drehen. Gegebenenfalls können wir auf dieser Seite jetzt noch etwas Paprikapulver uns Salz hinzu geben.
48 - Hähnchen wenden / Flip chicken over

Dann reduzieren wir die Temperatur unseres Backofens auf 180 Grad und geben das Hähnchen zurück hinein
49 - Zurück in den Ofen / Back to oven

um dann das Blech mit den Kartoffelstücken auf die mittlere Schiene ebenfalls in den Ofen zu schieben und für weitere 30 Minuten zu backen.
50 - Kartoffelblech einschieben / Add baking tray with potatoes

Die verbliebene Polenta geben wir nun in eine kleine Auflaufform
51 - Rest Polenta in Auflaufform geben / Put remaining polenta to casserole

und schieben sie 10 Minuten nach dem Hähnchen ebenfalls in den Ofen, um sie für mindestens 20 bis 25 Minuten mit zu garen.
52 - Polenta mit backen / Bake polenta

Sind die 30 Minuten verstrichen, entnehmen wir die Auflaufform mit dem Hähnchen erneut, betten das Tier auf ein Stück Alufolie um,
53 - Hähnchen in Alufolie legen / Put chicken in tin foil

Formen eine kleine Schale um die Flüssigkeit des Hähnchens aufzufangen und legen es dann, nachdem wir etwas Platz geschaffen haben, auf das Blech mit den Kartoffelstückchen.
54 - Hähnchen auf Blech geben / Add chicken to tray

Den Bratensud aus der Auflaufform füllen wir dann in eine kleine Pfanne oder einen Topf um und erhitzen ihn.
55 - Bratensud erhitzen / Heat up brew

Außerdem vermengen wir die Speisestärke mit drei Esslöffeln lauwarmen Wassers – dadurch verhindern wir die Bildung von Klümpchen –
56 - Speisestärke verrühren / Stir starch

und rühren dann zuerst die beiden Esslöffel Kochsahne
57 - Sahne hinzufügen / Add cream

sowie die aufgelöste Speisestärke mit in den Sud ein.
58 - Stärke beigeben / Add starch

Das Ganze lassen wir dann einige Minuten vor sich hin köcheln
59 - köcheln lassen / simmer

und schmecken es dabei noch einmal mit Salz und Pfeffer ab.
60 - Mit Pfeffer & Salz abschmecken

Schließlich können wir das Backblech mit dem Hähnchen und den Kartoffelspalten entnehmen, die Zahnstocher und das Küchengarn vorsichtig entfernen
61 - Backblech entnehmen / Remove baking tray

und unser Hähnchen servieren.
62 - Hähnchen mit Polentafüllung an Paprika-Kartoffelspalten / Chicken stuffed with polenta on paprika potato wedges - serviert

63 - Hähnchen mit Polentafüllung an Paprika-Kartoffelspalten / Chicken stuffed with polenta on paprika potato wedges - serviert - CloseUp

Nun brauchen wir das Tier nur noch zu tranchieren und es mit den Kartoffelspalten, ein wenig Polentafüllung sowie etwas der aus dem Bratensud hergestellten Sauce in Portionen aufteilen.
64 - Hähnchen mit Polentafüllung an Paprika-Kartoffelspalten / Chicken stuffed with polenta on paprika potato wedges - Portion serviert

Ich hatte mich für ein Stückchen Hähnchenbrust und einen der eher kleinen Schenkel entschieden, die sich beide als angenehm zart und saftig sowie sehr gut gewürzt erwiesen. In Kombination mit der überaus leckeren Bratensauce, den knusprigen Kartoffelspalten und der würzigen Polentafüllung ergab sich ein überaus gelungenes und schmackhaftes Gericht, das den etwas größeren Aufwand bei seiner Zubereitung mehr als wert gewesen war.

65 - Hähnchen mit Polentafüllung an Paprika-Kartoffelspalten / Chicken stuffed with polenta on paprika potato wedges - Portion-CloseUp

Bei der Berechnung der Nährwerte tat ich mir heute etwas schwer, denn ich konnte nicht genau bestimmen wie viel des Hähnchens aus Fleisch und wie viel Knochen waren. Daher lasse ich diesen Punkt heute mal außen vor, möchte aber anmerken dass ich durch den nur sparsamen Einsatz von Öl sowohl bei den Kartoffelspalten als auch bei dem Hähnchen sicher bin, dass die Kalorien absolut im akzeptablen Rahmen für ein Hauptgericht bewegten. Somit bleibt mir nichts weiteres zu sagen, als noch einmal meine ausdrückliche Empfehlung für dieses leckere Rezept auszusprechen – es lohnt sich wirklich. ;-)

Guten Appetit

Gebackene Polentaschnitte mit Ratatouillegemüse [11.10.2012]

Zwar wären was die Kalorienwerte angeht heute mit Sicherheit auch die Griechischen Bifteki mit Tzatziki, frischen Zwiebeln und Reis aus dem Bereich Globetrotter sowie die Gefüllte Crêpe mit Salatbeilage aus dem dieswöchentlichen Sonderangebot in Ordnung gewesen, aber irgendwie reizte mich die Gebackene Polentaschnitte mit feinem Rataouillegemüse, die mit ihren 490kcal heute im Bereich Vitality angeboten wurde mehr. Da konnte mich auch der Rindergulasch mit Butternudeln bei Tradition der Region oder die Asia-Thai-Angebote wie Chop Suey – Gemischtes Asia-Gemüse in Kokosmilchsauce und Gaeng Phet Gai – Hühnerfleisch gebraten mit verschiedenen Gemüse in Kokosmilchsauce noch umstimmen. Dazu gesellte sich noch ein Becherchen Englische Mintcreme von der Dessert-Theke auf mein Tablett.

Polentaschnitte mit Ratatouillegemüse / Polenta Slice with ratatouille

Zwar war das Gemüse im Ratatouillegemüse, vor allem die Zucchini und die Auberginen, sehr grob geschnitten, dafür war die fruchtige Tomatensauce mit ihren zahlreichen Stücken von geschälten Tomaten dieses Mal mit einer kräftigen Schärfe versehen – was meinen persönlichen Vorlieben natürlich sehr entgegen kam. Die beiden paniert gebackenen Schnitten, in deren Mitte sich noch eine in der Beschreibung genannten Füllung aus Rahmspinat befand,

Polentaschnitte - Querschnitt

waren ebenfalls in Ordnung – auch wenn sie nicht mehr hundertprozentig heiß waren. Aber das will ich nicht negativ in die Bewertung einfließen lassen, denn insgesamt war ich mal wiedersehr zufrieden mit dem heutigen Gericht. Einzig die Mintcreme war für meinen Geschmack etwas zu süß und etwas zu dünnflüssig, das hatte ich schon besser erlebt – daher hier ein kleiner Abzug.
Entgegen meiner Erwartungen lagen heute bei genauer Beobachtung die Asia-Gerichte am höchsten in der Gunst der anderen Kantinengäste. Eigentlich hätte ich die Bifteki heute den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala vermutet, diese folgten aber auf einem guten, aber dennoch zweiten Platz. Auf Platz drei folgte der Rindergulasch mit Nudeln und den vierten Platz teilten sich schließlich die Polentaschnitten und der Crêpe.

Mein Abschlußurteil:
Polentaschnitten: ++
Ratatouillegemüse: ++
Englische Mintcreme: +

Polentaschnitte mit Ratatouilleragout [09.08.2012]

Zwar bot die Asia-Theke mit Gerichten wie Asiatisches Gemüse herzhaft gebraten in Erdnußsauce oder Gaeng Massaman Gai – Gebratenes Hühnchen mit frischem Gemüse und Kartoffeln in Massaman Curry durchaus interessante Gerichte anbot, wollte ich nach Montag und Mittwoch nicht schon wieder Asiatisch essen, daher wandte ich meine Hauptaufmerksamkeit der regulären Küche zu, die mit Gerichten wie der traditionell-regionalen Bratwurstschnecke mit Weinkraut und Kartoffelpüree oder einem Rindergeschnetzeltes “Stroganoff” im Reisring bei Globetrotter verlockend klingende Gerichte anbot, doch ich wollte heute wieder mal wieder vernünftig sein und griff bei Vitality zu, wo eine Gebackene Polentaschnitte mit feinem Ratatouilleragout auf der Karte stand, das mit nur 490kcal angenehm leicht erschien. Dazu landete noch ein Becherchen Mascarpone mit Himbergelee von der Dessert-Theke – eine spontane Entscheidung die ich zwar schon kurz nach der Kasse bereute da Mascarpone ja nicht zu den leichten Zutaten gehört. Aber nun war es zu spät.

Polentaschnitte auf Ratatouillegemüse

Die als feines Ratatouilleragout bezeichnete, fruchtige und würzige Gemüsezusammenstellung aus Zucchini, Tomaten, Paprikaschoten, Zwiebeln und Auberginen war zwar nicht mehr ganz heiß, aber der Grad der Abkühlung war glücklicherweise nicht so stark dass ich hier Punkte abziehen müsste. Darauf ruhten zwei knusprige und noch angenehm heiße, in Panade gebratene Ratatouilleschnitten, die wie ich beim Anschneiden feststellte nicht massiv waren, sondern mit einer Schicht Rahmspinat gefüllt war.

Polentaschnitte - Querschnitt

Diese nur mild gewürzten, leckeren Schnitten trugen dabei maßgeblich dazu bei, dass das Gericht auch ohne Fleisch angenehm als sättigend erwies. Dazu kleine Becher sehr feste, ungesüßter Mascarpone mit der dünnen Schicht mit Mandeln und einer Himbeere garnierten Himbeergelees erwies sich alles als überaus leckeres Mittagsgericht – ich war wirklich zufrieden, auch wenn die Mascarpone was die Nährwerte angeht vielleicht nicht die klügste Wahl gewesen ist.
Am häufigsten wurde von den anderen Kantinengästen heute natürlich die Bratwurstschnecke mit Weinkraut & Kartoffelpüree gewählt, womit diese ohne jeden Zweifel auf Platz eins der Allgemeinen Beliebtheitsskala landete. Auf Platz zwei kamen mal wieder die Asia-Gerichte, gefolgt vom Rindergeschnetzelten Stroganoff und schließlich, wie für vegetarische Gerichte leider üblich, die Polentaschnitten.

Mein Abschlußurteil:
Polentaschnitten: ++
Ratatouilleragout: ++
Mascarpone mit Himbeergelee: ++

Forellenfilet in Polentakruste & Grüner Kartoffelsalat – das Rezept

Am heutigen Samstag wollte ich meine neu gewonnene Vorliebe für Kartoffelsalat etwas vertiefen und entschloss mich dazu, mal selbst so etwas zuzubereiten. Normalerweise hätte dieser auch so gereicht, doch ich entschied mich schließlich, ein paar marinierte Forellenfilets in Polentakruste dazu zu braten – wobei ich dieses Mal aber nicht auf TK-Ware zurückgriff, sondern mir die Forelle frisch an der Fischtheke meines Lieblingssupermarktes filetieren ließ. Man bot mir zwar an, den Verschnitt (Kopf, Schwanz, Wirbelsäule etc.) mitzunehmen, ich verzichtete aber darauf da ich nicht so recht wusste was ich damit hätte tun sollen – auch wenn ich letztlich natürlich den ganzen Fisch bezahlen musste. Das Ergebnis, den Grünen Kartoffelsalat mit mariniertem Forellenfilet in Polentakruste war auf jeden Fall sehr lecker und empfehlenswert, daher möchte ich es natürlich nicht versäumen das Ergebnis hier mal kurz vorzustellen.

Was braucht man also für 2-3 Portionen?

Für den Kartoffelsalat

3-4 festkochende Kartoffeln (600 – 650g)
01 - Zutat Kartoffeln / Ingredient potatoes

1 mittlere rote Zwiebel
02 - Zutat rote Zwiebel / Ingredient red onion

150ml Gemüsebrühe
03 - Zutat Gemüsebrühe / Ingredient vegetable stock

1 Bund Schnittlauch
04 - Zutat Schnittlauch / Ingredient chives

2 EL Apfelessig
05 - Zutat Apfelessig / Ingredient apple vinegar

2 EL Rapsöl
06 - Zutat Rapsöl / Ingredient rapeseed oil

1 kleiner Apfel
07 - Zutat Apfel / Ingredient apple

60g Feldsalat
08 - Zutat Feldsalat / Ingredient field salad

sowie Salz & Pfeffer zum würzen
09 - Zutat Pfeffer & Salz / Ingredient pepper & salt

Für die Forellenfilets

2-4 Forellenfilets (je nach Größe, wobei in der Regel 2 Stück reichen sollten – ich entschied mich hier übrigens für Regenbogenforelle)
10 - Zutat Forellenfilet / Ingredient trout fillet

100ml Buttermilch
11 - Zutat Buttermilch / Inredient buttermilk

1,5 EL Senf
12 - Zutat Senf / Ingredient mustard

Tabasco nach belieben
13 - Zutat Tabasco / Ingredient tabasco

60 – 70g Maisgriess (Polenta)
14 - Zutat Maisgriess (Polenta) / Ingredient polenta

sowie 2-3 EL Rapsöl zum anbraten

Beginnen wir also mit der Zubereitung und damit, die Kartoffeln mit genügend Wasser in einen Topf zu geben um sie dann für etwa 20 bis 25 Minuten zu kochen bis sie gar sind.
15 - Kartoffeln kochen / Cook potatoes

Während die Kartoffeln kochen, können wir dann auch schon einmal unsere rote Zwiebel schälen und fein würfeln.
16 - Zwiebel würfeln / Dice onion

Anschließend wenden wir uns den Forellenfilets zu. Auch wenn sie gut filetiert worden sind – was bei meinen eindeutig der Fall war – können sie noch immer ein paar Gräten enthalten. Da das natürlich den Genuss etwas trüben kann, sollten wir sie erst einmal entfernen. Dazu streichen wir mit dem Finger über die Innenseite der Forellenfilets, lokalisieren die Gräten und entfernen sie dann vorsichtig mit Hilfe einer Pinzette oder mit den Fingern. Ist zwar etwas aufwändiger, aber es lohnt sich meiner Meinung nach alle mal – denn wer mag schon Gräten im Fisch.
17 - Forelle entgräten / bone trout

Die Forelle, insbesondere die Regenbogenforelle, gehört zwar zur Gruppe der Edelfische (um genau zu sein der Salmoniden) und brauchen aufgrund ihrer kleinen Schuppen nicht unbedingt geschuppt zu werden, ich entschied mich aber dennoch dazu, zumindest die gröbsten Schuppen zu entfernen – vor allem weil ich die Filets ja mit Haut braten wollte. Dazu gibt es meines Wissens auch spezielle Entschuppungsmesser, da ich aber ein solches (noch) nicht besitze erledigte ich dies mit einem normalen Messer, indem ich entgegen der Laufrichtung der Schuppen über die Oberfläche strich. Aber Vorsicht: die abgetrennten Schuppen können dabei ziemlich wild durch die Gegend fliegen.
18 - Forelle entschuppen / Scale trout

Schließlich spülen wir die Forellenfilets gründlich unter fließendem kalten Wasser ab und tupfen sie dann mit einem Küchentuch trocken.
19 - Forelle abspülen / Wash trout

Schließlich vermengen wir Buttermilch, Senf und Tabasco gut miteinander
20 - Marinade mischen / Mix marinade

und legen unseren Fisch zum marinieren darin ein. Das Behältnis stellen wir für mindestens 30 Minuten abgedeckt an einen kühlen Ort.
21 - Fisch marinieren / Marinate fish

Inzwischen müssten dann auch unsere Kartoffeln gar sein, die wir abgießen und etwas abkühlen lassen.
22 - Kartoffeln abgießen / Drain potatoes

In der Zwischenzeit können wir den Feldsalat im Wasserbad gründlich waschen
23 - Salat waschen / Wash salad

und dann in einem Sieb gut abtropfen lassen.
24 - Salat abtropfen lassen / Drain salad

Anschließend müssen wir ihn noch trocken schütteln. Da ich leider aktuell über keine Salatschleuder verfüge, nahm ich ein Stoff-Abtrocknetuch, gab den noch feuchten Salat hinein und wirbelte ihn so trocken, was wunderbar funktionierte.
25 - Salat trocken schütteln / Dry salad

Es folgt noch eine Kontrolle der Stilansätze auf verbliebene Wurzelstücke, die wir ggf. vorsichtig mit einem Messer entfernen ohne allerdings den Zusammenhalt des Blattstrunks zu zerstören. Bei abgepackten Salat findet man hier zwar weitaus seltener etwas als bei auf dem Markt erworbenen, aber sicher ist sicher.
26 - Wurzelstücke entfernen / Remove root pieces

Inzwischen müssten auch unsere Kartoffeln so weit abgekühlt sein, dass wir sie ohne Gefahr uns die Finger zu verbrennen schälen
27 - Kartoffeln schälen / Peel potatoes

und in Scheiben schneiden können. Die Kartoffelscheiben legen wir in eine Salatschüssel.
28 - Kartoffeln in Scheiben schneiden / Cut potatoes in slices

Dann geben wir die Gemüsebrühe, die beiden Esslöffel Apfelessig und die gewürfelte Rote Zwiebel in einen kleinen Topf
29 - In Topf geben / Put to bowl

und lassen alles kurz aufkochen
30 - Aufkochen lassen / Boil up

um es dann, noch heiß, über die Kartoffelscheiben zu geben,
31 - Über Kartoffeln geben / Add to potatoes

das Öl hinzuzufügen
32 - Öl hinzufügen / Add oil

und alles schließlich gut zu vermengen. Die Mischung lassen wir dann für 30 Minuten ziehen, wobei wir sie gelegentlich erneut mischen.
33 - Gut vermengen / Mix well

In der Zwischenzeit können wir das Schnittlauch waschen, trocken schütteln
34 - Schnittlauch waschen / Clean chives

und in feine Röllchen zerkleinern
35 - Schnittlauch zerkleinern / Cut chives

sowie den Apfel waschen, vierteln und in schmale Scheiben schneiden.
36 - Apfel in Scheiben schneiden / Cut apple into slices

Außerdem können wir auch das Forellenfilet aus der Marinade nehmen, es gut abtropfen lassen und schließlich im Maisgriess panieren. Die so panierten Forellenfilet können wir auf einem Teller zwischenlagern bis wir sie wieder brauchen.
36 - Forellenfilet panieren / Coat trout fillet

Sind die dreißig Minuten für den Salat dann um, schmecken wir ihn mit Salz und Pfeffer ab,
37 - Mit Salz & Pfeffer würzen / Taste with salt & pepper

heben das Schnittlauch unter
38 - Schnittlauch hinzufügen / Add chives

und fügen schließlich noch den Feldsalat
39 - Feldsalat addieren / Add field salad

und die Apfelstücke hinzu, die wir ebenfalls gut mit den anderen Zutaten mischen.
40 - Apfelstücke unterheben / Fold in apple slices

Damit ist der Salt fertig und wir brauchen nur noch 2 EL Öl in einer Pfanne zu erhitzen
41 - Öl in Pfanne geben / Add oil to pan

und die panierten Forellenfilets von beiden Seiten für jeweils 2 bis 3 Minuten goldbraun anzubraten. Die fertig gebratenen Filets lassen wir kurz auf einem Küchentuch abtropfen.
42 - Forellenfilet anbraten / Roast trout fillet

Anschließend können wir sie gemeinsam mit dem Kartoffelsalat servieren und genießen. Wer mag kann den Fisch noch mit etwas Zitrone garnieren.
43 - serviert

Alleine schon der Kartoffelsalat erwies sich als sehr gelungen, denn der Geschmack seines würzigen Dressing aus Apfelessig, Rapsöl, roten Zwiebelstückchen und Gemüsebrühe harmonierte geschmacklich wie ich fand wunderbar mit den Kartoffelscheiben, dem Feldsalat und den Apfelstückchen, ohne dabei sonderlich schwer zu sein. So lasse ich mir Kartoffelsalat gerne gefallen. Dazu noch das durch das marinieren butterweiche Stück Forellenfilet in seiner dünnen, knusprigen Kruste aus Polenta ergab alles ein nicht nur als vollwertiges, sondern auch sehr leckeres Mittagessen. Ich war damit auf jeden Fall wieder einmal sehr zufrieden.

44 - Forellenfilet in Polentakruste mit grünem Kartoffelsalat / Trout fillet coated with polenta & green potato salad - CloseUp

Und auch was die Nährwerte angeht kann sich diese Zusammenstellung absolut sehen lassen. Der leichte Kartoffelsalat liegt meiner Berechnung nach bei 680kcal für die gesamte Schüssel, das ergibt bei 3 Portionen gerade mal 227kcal pro Portion. Bei den Forellenfilets gestaltet sich die Berechnung aber etwas schwieriger, da ich nicht abschätzen kann wie viel von der Marinade im Fisch zurückgeblieben ist – ich nehme aber mal an dass die Menge verschwindend gering ist und berechne daher nur die Forellenfilets selbst, die Polenta und das Öl zum braten. So komme ich hier auf 197kcal pro fertigem Fischfilet-Stück. Somit ergibt sich für eine Portion Kartoffelsalat und ein Stück Forellenfilet eine Summe von 424kcal pro Portion. Für ein so reichhaltiges Gericht ein fantastischer Wert wie ich finde. Eine weiteres Gericht, dass ich in meine stetig wachsende Sammlung von leichten und dennoch überaus leckeren Rezepte einordnen kann. Damit soll das Thema Kartoffelsalat und Salate allgemein keinesfalls abgehakt sein – ich komme langsam wirklich auf den Geschmack und denke, dass es alsbald weitere Rezepte in dieser Richtung hier zu finden gibt. ;-)

In diesem Sinne: Guten Appetit