Rotbarschfilet an Perlgraupenrisotto – das Rezept
22.04.2012 19:12 kochexperimente, kulinarisches3 Kommentare
Mit der Zeit haben sich ganz schön viele Zutaten angesammelt, die langsam auch mal wieder verbraucht werden müssen. Unter anderem fand sich in meinem Gefrierfach noch ein Stück Rotbarschfilet, außerdem warteten auch noch die Reste eines Päckchens Perlgraupen, endlich mal zubereitet zu werden. Also entschloss ich mich heute dazu, mal ein Gebratenes Rotbarschfilet an Perlgraupenrisotto mit Blauschimmelgorgonzola zuzubereiten. Nach all den Pfannengerichten und Aufläufen mal eine leckere Alternative, des weiteren bot sich mal die Gelegenheit etwas mit Gorgonzola zuzubereiten, einer Käsesorte die ich früher nicht besonders mochte, aber ich habe vieles was ich heute gerne esse früher nicht gemocht. Und da sich das Ergebnis als außerordentlich lecker erwies gelang es mir somit auch, meine Vorurteile gegenüber dieser Käsesorte auszuräumen.
Was brauchen wir also für 1-2 Portionen?
Für das Perlgraupenrisotto
Für das Rotbarschfilet
außerdem benötigen wir für beide Komponenten noch etwas Olivenöl zum braten
sowie Salz und Pfeffer zum würzen
Sollten wir TK-Rotbarsch verwenden, tauen wir diesen erst einmal in der Auftaustufe der Mikrowelle auf.

Außerdem schälen und würfeln wir die Zwiebel,

schütteln beides trocken und zerkleinern dann zuerst die Blätter der Petersilie

sowie anschließend die feinen Triebe des Dills.

Ist das Fischfilet dann aufgetaut, beträufeln wir es mit Zitronensaft und würzen es rundherum mit Salz und Pfeffer.

Jetzt können wir mit der Zubereitung des Risottos beginnen. Dazu spülen wir die Perlgraupen in einem Sieb ab,

dann erhitzen wir etwas Olivenöl in einem Topf,

dünsten die Zwiebelwürfel darin ein bis zwei Minuten an

und pressen dann das Knoblauch hinzu, um es ebenfalls kurz mit anzudünsten.

Anschließend geben wir die Perlgraupen mit in den Topf und rösten sie kurze Zeit mit an

und gießen sie dann mit der Hühnerbrühe auf

fügen nach und nach auch den Weißwein hinzu

und würzen es kräftig mit Salz und Pfeffer. Dann lassen wir es bei gelegentlichem umrühren für 20 Minuten gar kochen.

Während das Risotto köchelt schlagen wir die Eier auf

verquirlen sie gründlich miteinander

und rühren den gehackten Dill unter.

Dann wenden wir das Rotbarschfilet zuerst im Mehl

und anschließend in der Ei-Dill-Mischung.

Während wir dann etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen

schneiden wir noch den Gorgonzola in kleine Würfel.

Dann geben wir das den Rotbarsch in die Pfanne und braten es rundherum an.

Während der Fisch sanft vor sich hin brät, geben wir die Butter in den Topf, lassen sie schmelzen

und fügen dann den gewürfelten Gorgonzola

sowie die Petersilie hinzu und schalten die Platte dabei etwas herunter um alles langsam zu Ende kochen zu lassen.

Zum Abschluss probieren wir alles und schmecken es ggf. noch einmal mit Salz und Pfeffer ab.

Sobald der Fisch dann fertig gebraten ist, können wir das Gericht umgehend servieren und genießen.

Das Rotbarschfilet mit seiner mit Dill versetzten Panada war schon mal sehr lecker geworden, aber der Hit dieses Gerichtes war meiner Meinung nach eindeutig das mit Blauschimmel-Gorgonzola versehene Perlgraupenrisotto. Diese würzig-cremige Zubereitung alleine war den Aufwand des heutigen Kochexperimentes schon wert gewesen. Dabei waren es vor allem das leckere Gorgonzola-Aroma, das dieser Komponente sozusagen den letzten Schliff gegeben hatte. Ich hätte mich wahrlich reinknien können. Ein absolut empfehlenswertes Rezept, bei es fas schon abwertend erscheint es als reine Sättigungsbeilage zu bezeichnen.
Natürlich erwies sich das Rezept für das Perlgraupenrisotto aufgrund der Verwendung von Butter und nicht gerade fettarmen Gorgonzola-Käse mit ca. 1000kcal für alles zusammen, das entspricht (da die zubereitete Menge für 2 Personen ausreicht) also 500kcal pro Portion als nicht gerade leicht. Gemeinsam mit dem Rotbarsch, für den ich noch einmal 400kcal berechnen muss, kommen wir auf immerhin auf 900kcal für die gesamte Zubereitung. Für ein Hauptgericht nicht wenig, aber dennoch im akzeptablen Rahmen wie ich finde. Und der leckere Geschmack des Rotbarschfilets an Perlgraupenrisottos war mir das alle mal wert. Ein weiteres Rezept, dass ich vorbehaltlos weiterempfehlen kann.
Also: Guten Appetit

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Perlgraupeneintopf mit Gemüse & Fleisch – das Rezept
12.03.2011 20:39 kochexperimente, kulinarisches2 Kommentare
Auch am heutigen Samstag wollte ich natürlich nicht auf das Kochen verzichten. Aber ich tat es mir wirklich schwer etwas zu finden – weniger weil ich gar nichts sondern eher weil ich zu viel fand und mich nicht so recht entscheiden konnte. Nach langer Studie verschiedener Kandidaten fiel meine Wahl schließlich auf einen Perlgraupeneintopf mit Gemüse und Fleisch. Ich hatte bisher noch nichts mit Graupen – geschälte, polierte Gersten- oder Weizenkörner von halb- oder länglich-runder Form – gekocht und die Zusammenstellung erschien mir einfach nur verlockend. Perlgraupen mit ihren kleinen runden Körnern sind übrigens die qualitativ hochwertigste Graupenart.
Was brauchen wir also für 2-3 Portionen?
70 – 80g Perlgraupen – kling wenig, aber die Dinger quellen beim Kochen kräftig auf

200 – 250g Kartoffeln (2 mittelgroße)

1/2 Bund bzw. 2 Lauchzwiebeln bzw. Frühlingszwiebeln

250g Schweinefleisch – hier können wir Schulter, Schnitze, Nuss oder auch Kotlett nehmen, ich wählte etwas Schulter. Natürlich sind Alternativ auch Rindfleisch, Geflügel oder Lamm denkbar.

sowie etwas Olivenöl zum anbraten und zum Würzen Salz & Pfeffer
Kommen wir nun zur Zubereitung:
Zuerst schälen wir die Kartoffeln und zerteilen sie in kleine Würfel.

Ebenso schälen wir die Karotte und schneiden sie in Scheiben.

Die Perlgraupen brausen wir mit etwas kalten Wasser ab und lassen sie anschließend abtropfen.

Die Lauchzwiebeln waschen wir gründlich und schneiden sie dann in ca. 1cm breite Ringe.

Nachdem wir das Schweinefleisch von Fett befreit haben zerteilen wir es in mundgerechte Stücke.

Mit etwas Olivenöl schwitzen wir zuerst das gepresste Knoblauch an und braten dann die Speckwürfel ebenfalls an. Ist kein Knoblauch gewünscht, lassen wir dieses einfach weg – ich aber fand es lecker und passend. ![]()

Ist der Speck angebraten, entnehmen wir ihn aus dem Topf, legen ihn bei Seite und geben das Fleisch hinein um es anzubraten. Gegebenenfalls sollte man hier auch etwas zusätzliches Olivenöl hinzugeben.

Wenn das Fleisch rundherum gut angebraten ist, fügen wir die Kartoffelwürfel,

und die Frühlingszwiebel-Ringe in den Topf,

wo wir das Gemüse zusammen mit dem Fleisch noch einige Minuten anbraten.

Dann gießen wir alles mit Fleischbrühe auf

sowie die etwas aufgequollenen Perlgraupen in den Topf.

Jetzt ist auch der richtige Zeitpunkt das ganze etwas mit Salz und Pfeffer zu würzen.

Wenn die Perlgraupen nach einigen Minuten beginnen aufzuquellen und das Wasser köchelt, geben wir auch die TK-Erbsen in den Topf

und verrühren alles gut miteinander. Hier ist Vorsicht geboten, denn das Lorbeerblatt neigt dazu am Rührbesteck kleben zu bleiben – es gehört aber natürlich in den Topf. Also lieber zwei mal gucken bevor man den Löffel oder was immer man verwendet beiseite legt.

Bei geschlossenem Deckel und auf mittlerer Stufe lassen wir den Eintopf nun für ca. 45 bis 60 Minuten vor sich hin köcheln, wobei wir es allerdings regelmässig umrühren müssen da die Graupen sonst drohen am Topfboden anzupappen.

Wenn die Masse zu dick wird, können wir jederzeit ein wenig Wasser nachgießen.

Nach ca. 30 Minuten geben wir dann die Speckwürfel wieder hinein.

Haben die Speckwürfel sich in den Rest unseres Perlgraupeneintopfes wieder integriert und sind warm geworden können wir unser Gericht probieren

und es ggf. mehr oder weniger kräftig mit Salz und Pfeffer nachwürzen.

Sind die Perlgraupen ausgequollen und der Eintopf träge zu blubbern beginnt, kann man unseren Perlgraupeneintopf als fertig bezeichnen. Wir können den Topf von der Platte nehmen und diese ausschalten.

Nun brauchen wir das Gericht nur noch zu servieren und bei Bedarf etwas garnieren. Ich hatte noch ein wenig Petersilie da, die ich hier hier nutzen konnte. Das Auge isst ja mit.
Und ich war sehr zufrieden mit meiner heutigen Kochkreation. Ich hatte zu Beginn befürchtet dass es vom Geschmack her zu lasch werden würde, doch das war vollkommen unbegründet. Salz und Pfeffer hatten gemeinsam mit dem Gemüse und dem Fleisch dem Ganzen einen sehr leckeres Aroma gegeben. Sowohl die Perlgraupen und auch ein wenig die Kartoffeln hatten wohl viel Stärke abgegeben und dem Eintopf eine angenehm feste Konsistenz. Hinzu kam dass sich das Ganze nicht nur als sehr lecker, sondern auch als sehr sättigend erwies.
Ein einfaches, schmackhaftes und ohne größeren Aufwand zuzubereitendes Gericht, das mir mehr Lust auf Perlgraupen gemacht hat. Werde mich mal umschauen ob ich weitere Gerichte mit dieser Zutat entdecken kann. Eine Portion ist noch übrig – ich habe sie nach dem Abkühlen kalt gestellt und werde die Tauglichkeit als Mikrowellen/Aufwärmgericht in den nächsten Tagen testen. Sobald ich dazu Ergebnisse habe, werde ich diesen Beitrag updaten und über eine Erfahrung berichten.
Nachtrag vom 14.03.2011: Hab die Reste nach zwei Tagen am Montag aus dem Kühlschrank genommen und in der Mikrowelle aufgewärmt. Die Konsistenz war zwar trotz abgedeckter Aufbewahrung deutlich fester geworden, geschmacklich war es aber noch einwandfrei. Ich kann das Gericht also auch vorbehaltlos für die Aufbewahrung und zum Aufwärmen weiter empfehlen.
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