Rotbarschfilet an Perlgraupenrisotto – das Rezept

Mit der Zeit haben sich ganz schön viele Zutaten angesammelt, die langsam auch mal wieder verbraucht werden müssen. Unter anderem fand sich in meinem Gefrierfach noch ein Stück Rotbarschfilet, außerdem warteten auch noch die Reste eines Päckchens Perlgraupen, endlich mal zubereitet zu werden. Also entschloss ich mich heute dazu, mal ein Gebratenes Rotbarschfilet an Perlgraupenrisotto mit Blauschimmelgorgonzola zuzubereiten. Nach all den Pfannengerichten und Aufläufen mal eine leckere Alternative, des weiteren bot sich mal die Gelegenheit etwas mit Gorgonzola zuzubereiten, einer Käsesorte die ich früher nicht besonders mochte, aber ich habe vieles was ich heute gerne esse früher nicht gemocht. Und da sich das Ergebnis als außerordentlich lecker erwies gelang es mir somit auch, meine Vorurteile gegenüber dieser Käsesorte auszuräumen.

Was brauchen wir also für 1-2 Portionen?

Für das Perlgraupenrisotto

180g Perlgraupen
01 - Zutat Perlgraupen / Ingredient pearl barley

1 kleine Zwiebel
02 - Zutat Zwiebel / ingredient onion

1 Zehe Knoblauch
03 - Zutat Knoblauch / Ingredient garlic

50g Blauschimmel-Gorgonzola
04 - Zutat Blauschimmel-Gorgonzola / Ingredient blue mold gorgonzola

3/4 Bund glatte Petersilie
05 - Zutat glatte Petersilie / Ingredient italian parsley

160ml trockener Weißwein
06 - Zutat trockener Weißwein / Zutat dry white wine

180ml Gemüsebrühe
07 - Zutat Hühnerbrühe / Ingredient chicken stock

15g Butter
08 - Zutat Butter / Ingredient butter

Für das Rotbarschfilet

250-300g Rotbarschfilet
09 - Zutat Rotbarschfilet / Ingredient redfish filet

1/2 Bund Dill
10 - Zutat Dill / Ingredient dill

etwas Zitronensaft
11 - Zutat Zitronensaft / Ingredient lemon juice

1 großes oder 2 kleine Eier
12 - Zutat Eier / Ingredient eggs

sowie eineinhalb EL Mehl
13 - Zutat Mehl / Ingredient flour

außerdem benötigen wir für beide Komponenten noch etwas Olivenöl zum braten
sowie Salz und Pfeffer zum würzen

Sollten wir TK-Rotbarsch verwenden, tauen wir diesen erst einmal in der Auftaustufe der Mikrowelle auf.
14 - Rotbarsch auftauen / Defrost redfish

Außerdem schälen und würfeln wir die Zwiebel,
15 - Zwiebel würfeln / Dice onion

waschen die Petersilie,
16 - Petersilie waschen / Wash parsley

waschen den Dill,
17 - Dill waschen / Wash dill

schütteln beides trocken und zerkleinern dann zuerst die Blätter der Petersilie
18 - Petersilie zerkleinern / Cut parsley

sowie anschließend die feinen Triebe des Dills.
19 - Dill zerkleinern / Cut dill

Ist das Fischfilet dann aufgetaut, beträufeln wir es mit Zitronensaft und würzen es rundherum mit Salz und Pfeffer.
20 - Rotbarsch beträufeln und würzen / Sprinkle and taste redfish

Jetzt können wir mit der Zubereitung des Risottos beginnen. Dazu spülen wir die Perlgraupen in einem Sieb ab,
21 - Perlgraupen abspülen / Rinse pearl barley

dann erhitzen wir etwas Olivenöl in einem Topf,
22 - Olivenöl erhitzen / Heat up olive oil

dünsten die Zwiebelwürfel darin ein bis zwei Minuten an
23 - Zwiebeln andünsten / Saute onions

und pressen dann das Knoblauch hinzu, um es ebenfalls kurz mit anzudünsten.
24 - Knoblauch dazu pressen / Add garlic

Anschließend geben wir die Perlgraupen mit in den Topf und rösten sie kurze Zeit mit an
25 - Perlgraupen anbraten / Roast pearl barley

und gießen sie dann mit der Hühnerbrühe auf
26 - Hühnerbrühe angießen / Add chicken stock

fügen nach und nach auch den Weißwein hinzu
27 - Wein nach und nach addieren / Add white wine slowly

und würzen es kräftig mit Salz und Pfeffer. Dann lassen wir es bei gelegentlichem umrühren für 20 Minuten gar kochen.
28 - Würzen / Taste

Während das Risotto köchelt schlagen wir die Eier auf
29 - Eier aufschlagen / Open eggs

verquirlen sie gründlich miteinander
30 - Verquirlen / Whisk

und rühren den gehackten Dill unter.
31 - Dill einstreuen / Mix in dill

Dann wenden wir das Rotbarschfilet zuerst im Mehl
32 - Im Mehl wenden / Turn in flour

und anschließend in der Ei-Dill-Mischung.
33 - In Ei-Dill-Mischung wenden / Turn in dill egg mix

Während wir dann etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen
35 - Öl- erhitzen / Heat up oil

schneiden wir noch den Gorgonzola in kleine Würfel.
34 - Gorgonzola würfeln / Dice gorgonzola

Dann geben wir das den Rotbarsch in die Pfanne und braten es rundherum an.
36 - Rotbarsch braten / Roast redfish

Während der Fisch sanft vor sich hin brät, geben wir die Butter in den Topf, lassen sie schmelzen
36 - Butter hinzufügen / Add butter

und fügen dann den gewürfelten Gorgonzola
37 - Gorgonzola einstreuen / Add gorgonzola

sowie die Petersilie hinzu und schalten die Platte dabei etwas herunter um alles langsam zu Ende kochen zu lassen.
38 - Petersilie addieren / Add parsley

Zum Abschluss probieren wir alles und schmecken es ggf. noch einmal mit Salz und Pfeffer ab.
39 - Probieren / Try

Sobald der Fisch dann fertig gebraten ist, können wir das Gericht umgehend servieren und genießen.
40 - Rotbarsch an Perlgraupenrisotto / Redfish with pearl barley risotto - Serviert

Das Rotbarschfilet mit seiner mit Dill versetzten Panada war schon mal sehr lecker geworden, aber der Hit dieses Gerichtes war meiner Meinung nach eindeutig das mit Blauschimmel-Gorgonzola versehene Perlgraupenrisotto. Diese würzig-cremige Zubereitung alleine war den Aufwand des heutigen Kochexperimentes schon wert gewesen. Dabei waren es vor allem das leckere Gorgonzola-Aroma, das dieser Komponente sozusagen den letzten Schliff gegeben hatte. Ich hätte mich wahrlich reinknien können. Ein absolut empfehlenswertes Rezept, bei es fas schon abwertend erscheint es als reine Sättigungsbeilage zu bezeichnen.

41 - Rotbarsch an Perlgraupenrisotto / Redfish with pearl barley risotto - CloseUp

Natürlich erwies sich das Rezept für das Perlgraupenrisotto aufgrund der Verwendung von Butter und nicht gerade fettarmen Gorgonzola-Käse mit ca. 1000kcal für alles zusammen, das entspricht (da die zubereitete Menge für 2 Personen ausreicht) also 500kcal pro Portion als nicht gerade leicht. Gemeinsam mit dem Rotbarsch, für den ich noch einmal 400kcal berechnen muss, kommen wir auf immerhin auf 900kcal für die gesamte Zubereitung. Für ein Hauptgericht nicht wenig, aber dennoch im akzeptablen Rahmen wie ich finde. Und der leckere Geschmack des Rotbarschfilets an Perlgraupenrisottos war mir das alle mal wert. Ein weiteres Rezept, dass ich vorbehaltlos weiterempfehlen kann.

Also: Guten Appetit

Perlgraupeneintopf mit Gemüse & Fleisch – das Rezept

Auch am heutigen Samstag wollte ich natürlich nicht auf das Kochen verzichten. Aber ich tat es mir wirklich schwer etwas zu finden – weniger weil ich gar nichts sondern eher weil ich zu viel fand und mich nicht so recht entscheiden konnte. Nach langer Studie verschiedener Kandidaten fiel meine Wahl schließlich auf einen Perlgraupeneintopf mit Gemüse und Fleisch. Ich hatte bisher noch nichts mit Graupen – geschälte, polierte Gersten- oder Weizenkörner von halb- oder länglich-runder Form – gekocht und die Zusammenstellung erschien mir einfach nur verlockend. Perlgraupen mit ihren kleinen runden Körnern sind übrigens die qualitativ hochwertigste Graupenart.

Was brauchen wir also für 2-3 Portionen?

70 – 80g Perlgraupen – kling wenig, aber die Dinger quellen beim Kochen kräftig auf
01 - Zutat Perlgraupen

200 – 250g Kartoffeln (2 mittelgroße)
02 - Zutat Kartoffeln

1 mittelgroße Möhre
03 - Zutat Möhre

1/2 Bund bzw. 2 Lauchzwiebeln bzw. Frühlingszwiebeln
04 - Zutat Lauchzwiebeln

250g Schweinefleisch – hier können wir Schulter, Schnitze, Nuss oder auch Kotlett nehmen, ich wählte etwas Schulter. Natürlich sind Alternativ auch Rindfleisch, Geflügel oder Lamm denkbar.
06 - Zutat Schweinefleisch

1 Handvoll Erbsen (TK-Ware)
05 - Zutat Erbsen

60-70g gewürfelter Speck
07 - Zutat gewürfelter Speck

1 Lorbeerblatt
08 - Zutat Lorbeerblatt

500ml Fleischbrühe
09 - Zutat Fleischbrühe

1 Zehe Knoblauch (optional)
10 - Zutat Knoblauchzehe

sowie etwas Olivenöl zum anbraten und zum Würzen Salz & Pfeffer

Kommen wir nun zur Zubereitung:

Zuerst schälen wir die Kartoffeln und zerteilen sie in kleine Würfel.
11 - Kartoffeln würfeln

Ebenso schälen wir die Karotte und schneiden sie in Scheiben.
12 - Karotte in Scheiben schneiden

Die Perlgraupen brausen wir mit etwas kalten Wasser ab und lassen sie anschließend abtropfen.
13 - Perlgraupen abbrausen

Die Lauchzwiebeln waschen wir gründlich und schneiden sie dann in ca. 1cm breite Ringe.
14 - Lauchzwiebeln in Ringe schneiden

Nachdem wir das Schweinefleisch von Fett befreit haben zerteilen wir es in mundgerechte Stücke.
14 - Fleisch würfeln

Mit etwas Olivenöl schwitzen wir zuerst das gepresste Knoblauch an und braten dann die Speckwürfel ebenfalls an. Ist kein Knoblauch gewünscht, lassen wir dieses einfach weg – ich aber fand es lecker und passend. <img src = "/wp-images/smiley/smile.gif" hheight = "18" wwidth = "18" align="absmiddle">
16 - Speck anbraten

Ist der Speck angebraten, entnehmen wir ihn aus dem Topf, legen ihn bei Seite und geben das Fleisch hinein um es anzubraten. Gegebenenfalls sollte man hier auch etwas zusätzliches Olivenöl hinzugeben.
17 - Fleisch anbraten

Wenn das Fleisch rundherum gut angebraten ist, fügen wir die Kartoffelwürfel,
18 - Kartoffeln hinzu

die Karottenscheiben
19 - Möhren hinein

und die Frühlingszwiebel-Ringe in den Topf,
20 - Lauchzwiebelringe rein

wo wir das Gemüse zusammen mit dem Fleisch noch einige Minuten anbraten.
21 - Gemüse anbraten

Dann gießen wir alles mit Fleischbrühe auf
22 - Mit Fleischbrühe aufgießen

und geben das Lorbeerblatt
23 - Lorbeerblatt hinein

sowie die etwas aufgequollenen Perlgraupen in den Topf.
24 - Perlgraupen dazu

Jetzt ist auch der richtige Zeitpunkt das ganze etwas mit Salz und Pfeffer zu würzen.
25 - Würzen

Wenn die Perlgraupen nach einigen Minuten beginnen aufzuquellen und das Wasser köchelt, geben wir auch die TK-Erbsen in den Topf
26 - Erbsen hinein

und verrühren alles gut miteinander. Hier ist Vorsicht geboten, denn das Lorbeerblatt neigt dazu am Rührbesteck kleben zu bleiben – es gehört aber natürlich in den Topf. Also lieber zwei mal gucken bevor man den Löffel oder was immer man verwendet beiseite legt.
27 - rühren

Bei geschlossenem Deckel und auf mittlerer Stufe lassen wir den Eintopf nun für ca. 45 bis 60 Minuten vor sich hin köcheln, wobei wir es allerdings regelmässig umrühren müssen da die Graupen sonst drohen am Topfboden anzupappen.
28 - geschlossen köcheln

Wenn die Masse zu dick wird, können wir jederzeit ein wenig Wasser nachgießen.
29 - Wasser nachgießen

Nach ca. 30 Minuten geben wir dann die Speckwürfel wieder hinein.
30 - Speck wieder hinein

Haben die Speckwürfel sich in den Rest unseres Perlgraupeneintopfes wieder integriert und sind warm geworden können wir unser Gericht probieren
31 - probieren

und es ggf. mehr oder weniger kräftig mit Salz und Pfeffer nachwürzen.
32 - kräftig würzen

Sind die Perlgraupen ausgequollen und der Eintopf träge zu blubbern beginnt, kann man unseren Perlgraupeneintopf als fertig bezeichnen. Wir können den Topf von der Platte nehmen und diese ausschalten.
33 - fertig ausgequollen

Nun brauchen wir das Gericht nur noch zu servieren und bei Bedarf etwas garnieren. Ich hatte noch ein wenig Petersilie da, die ich hier hier nutzen konnte. Das Auge isst ja mit.

34 - Fertiges Gericht

Und ich war sehr zufrieden mit meiner heutigen Kochkreation. Ich hatte zu Beginn befürchtet dass es vom Geschmack her zu lasch werden würde, doch das war vollkommen unbegründet. Salz und Pfeffer hatten gemeinsam mit dem Gemüse und dem Fleisch dem Ganzen einen sehr leckeres Aroma gegeben. Sowohl die Perlgraupen und auch ein wenig die Kartoffeln hatten wohl viel Stärke abgegeben und dem Eintopf eine angenehm feste Konsistenz. Hinzu kam dass sich das Ganze nicht nur als sehr lecker, sondern auch als sehr sättigend erwies.

35 - CloseUp

Ein einfaches, schmackhaftes und ohne größeren Aufwand zuzubereitendes Gericht, das mir mehr Lust auf Perlgraupen gemacht hat. Werde mich mal umschauen ob ich weitere Gerichte mit dieser Zutat entdecken kann. Eine Portion ist noch übrig – ich habe sie nach dem Abkühlen kalt gestellt und werde die Tauglichkeit als Mikrowellen/Aufwärmgericht in den nächsten Tagen testen. Sobald ich dazu Ergebnisse habe, werde ich diesen Beitrag updaten und über eine Erfahrung berichten.

Nachtrag vom 14.03.2011: Hab die Reste nach zwei Tagen am Montag aus dem Kühlschrank genommen und in der Mikrowelle aufgewärmt. Die Konsistenz war zwar trotz abgedeckter Aufbewahrung deutlich fester geworden, geschmacklich war es aber noch einwandfrei. Ich kann das Gericht also auch vorbehaltlos für die Aufbewahrung und zum Aufwärmen weiter empfehlen.