Pizza Conchita – das Rezept

Schon länger geisterte mir der Gedanke im Kopf herum die Pizza Conchita (hatte ich hier übrigens schon mal vorgestellt), ein Produkt einer in Deutschlang sehr verbreiteten Pizzaliefer-Franchise-Kette mal selbst zu machen – eine Pizzavariante aus BBQ-Sauce, gebratenem Rinderhack, roten Zwiebeln, Bacon (Frühstücksspeck) und Mozzarella die ich sehr schätze. Und heute kam ich nun endlich mal dazu mich dieser Aufgabe zu stellen. Zwar ist mir der selbst gemachte Teig nicht ganz so gelungen wie ich es ursprünglich geplant hatte – ich hätte ihn gerne etwas dünner gehabt – aber das Grundrezept müsste stimmen, daher möchte ich es natürlich nicht versäumen das Ganze hier mal kurz vorzustellen. Wer es unkomplizierter will kann ja gerne auf einen Fertigteig aus dem Kühlregal zurückgreifen.

Was brauchen wir also für 2 Portionen?

Für den Teig:

300g Mehl – ich wählte dieses mal 505er Mehl, es geht aber auch Sorte 405
01 - Zutat Mehl

80g Hartweizengriess
02 - Zutat Weizengriess

10-12 g Hefe (Ich nahm 20g, aber das ist zu viel und lässt den Teig zu sehr aufgehen wie ich finde)
03 - Zutat Hefe

1 EL Brauner Zucker
04 - Zutat Brauner Zucker

3 EL Olivenöl
05 - Zutat Olivenöl

2 TL Pizzagewürz
06 - Zutat Pizzagewürz

1 gestrichenen TL Salz
04 - Zutat Salz

200ml lauwarmes Wasser
03 - Zutat Wasser

Für den Belag:

400g Rinderhackfleisch
07 - Zutat Rinderhack

1 mittlere rote Zwiebel
08 - Zutat Rote Zwiebel

1/2 Flasche BBQ-Sauce – ich wählte die gute, etwas teurere Jack Daniels Smooth Original
09 - Zutat BBQ Sauce

7-8 Streifen Bacon / Frühstücksspeck
10 - Zutat Bacon

1 Kugel Mozzarella
11 - Zutat Mozzarella

sowie Pfeffer und Salz zum würzen.

Beginnen wir damit den Teig vorzubereiten. Dazu löschen wir den braunen Zucker im lauwarmen Wasser auf und bröseln dann die Hefe hinein. Alles verrühren wir gut und lassen es für 7-10 Minuten ruhen damit der Hefepilz mit dem Zucker, der seine Nahrung bildet, reagieren kann.
12 - Zucker und Hefe in warmen Wasser-auflösen

Mehl und Hartweizengrieß mischen wir dann miteinander,
13 - Mehl und Grieß mischen

gießen die Mischung aus Hefe, Zucker und Wasser hinein
14 - Hefemischung dazu geben

und verkneten es dann zu einem Rohteig, den wir noch einmal ein paar Minuten abgedeckt stehen lassen.
15 - Zu Teig verkneten

Anschließend geben wir auch das Olivenöl, Pizzagewürz und Salz mit hinein
16 - Öl, Pizzagewürz und Salz hinein

und kneten alles noch einmal für ein paar Minuten durch. Ich nahm dieses Mal die Hände, dies geht wie ich fand in diesem Fall besser als der Knethaken.
17 - Durchkneten

Die so entstandenen Teigkugel, die sich übrigens gut den Wänden des Behälters lösen lassen muss,
18 - Teigkugel - vor dem Gehen

lagern wir nun abgedeckt für 30 Minuten an einem warmen Ort damit er aufgehen kann. Ich hatte den Backofen kurz mit 70 Grad warm werden lassen und dann ausgeschaltet um den Teig dort zu lagern – diese Methode hatte sich bewährt.
19 - An warmen Ort gehen lassen

In der Zwischenzeit können wir ja das Hackfleisch in einer Pfanne krümelig anbraten und es dabei mit Pfeffer und Salz kräftig würzen.
20 - Hackfleisch krümelig anbraten und würzen

Sobald es gut durch ist, aber noch bevor es zu dunkel wird, entnehmen wir das Hackfleisch der Pfanne und lassen die beim Braten entstandene Flüssigkeit in einem Sieb abtropfen – denn diese können wir auf der Pizza nicht brauchen.
21 - Hackfleisch abtropfen lassen

Außerdem schälen wir noch die Zwiebel und schneiden sie in Ringe.
22 - Zwiebel in Ringe schneiden

Ist der Pizzateig dann gut aufgegangen
23 - Teigkugel - nach dem aufgehen

kneten wir ihn noch einmal gut durch
24 - Durchkneten

und teilen ihn in zwei Portionen.
25 - Teilen

Außerdem können wir jetzt auch den Backofen auf 225 Grad vorheizen.

Jede Portion rollen wir dünn aus
26 - Auswalzen

um sie dann mit einer großzügigen Portion BBQ-Sauce zu bestreichen.
27 - Mit BBQ Sauce bestreichen

Anschließend kommt eine Schicht Hackfleisch darauf
28 - Mit Hackfleisch belegen

welche wir zuerst mit Zwiebelringen
29 - Zwiebelringe drauf

sowie mit Bacon
30 - Mit Bacon belegen

und abschließend mit Mozzarelle belegen, den wir dazu natürlich in Scheiben schneiden.
31 - Mozzarella drauf

Ist der Backofen aufgeheizt, geben wir unsere Pizza auf der mittleren Schiene hinein und lassen es für 20-30 Minuten fertig backen. In der Zwischenzeit können wir die zweite Pizza vorbereiten.
32 - Backen

Sobald der Mozzarella beginnt an den Spitzen braun zu werden, können wir die Pizza dann entnehmen und die andere hinein geben.
33 - Pizza Conchita - Fertig-gebacken I

Ich hatte diese ohne Pizzablech gemacht, was den Teig nicht so stark hatte hochgehen lassen wie die Variante mit Blech.
34 - Pizza Conchita - Fertig gebacken II

Dann ging es an den Verzehr.
35 - Pizza Conchita - Serviert

Auch wenn, wie ich einleitend ja bereits erwähnt hatte, der Teig dieses Mal eindeutig etwas zu viel Hefe abbekommen hatte und daher etwas zu stark hochgegangen war, so entsprach der Belag jedoch genau dem war ich von einer Pizza Conchita erwarte: Leicht würziges Rinderhack in einer rauchigen BBQ-Sauce mit reichlich Zwiebelringen und leicht gewellten Speckstreifen. Alles schließlich noch überbacken mit etwas Mozzarella. Sehr lecker kann ich da nur sagen – auch wenn es ziemlich mächtig war wie ich feststellen musste.

36 - Pizza Conchita - CloseUp

Über die Kalorien möchte ich heute mal lieber nicht nachdenken – aber da es sich bei der Pizza um das einzige war was ich heute verzehrte – von etwas probieren des angebratenen Hackfleisches mal abgesehen – sollte ich die Gesamtbilanz durch mein heutiges Kochexperiment nicht allzu sehr verrissen haben. 😉 Mir hat meine eigene Variante der Pizza Conchita auf jeden Fall sehr gut gemundet. Mit dem richtigen Teig sollte es dem Original natürlich noch näher kommen.

In diesem Sinne: Guten Appetit

Maultaschen-Gemüse-Pfanne mit Speck – das Rezept

Die Idee etwas mit Maultaschen zu machen geisterte mir schon länger im Kopf herum, aber es gab immer so viele andere Rezepte dass ich nie dazu gekommen bin. Doch heute wollte ich das endlich mal nachholen. Zur Einschränkung muss ich aber sagen dass ich die hier verwendeten Maultaschen nicht selber gemacht, sondern im Kühlregal des Supermarkts meines Vertrauens fertig gekauft habe – aber so etwas selber zu machen sei jedem freigestellt, ich werde mich bestimmt auch irgendwann mal dran versuchen. Ansonsten sei noch anzumerken dass ich bei der Wahl der Pfannengröße die Menge der Zutaten etwas unterschätzt habe, aber zum Glück ist ja alles noch einmal gut gegangen und ich habe alles hinein bekommen. 😉 Außerdem war das Ergebnis wirklich sehr lecker wie ich feststellen durfte. Daher möchte ich das Rezept hier mal kurz in gewohnter Form vorstellen.

Was benötigen wir also für 2 Portionen?

6 Maultaschen (fertig gekauft oder selbst gemacht) – ich wählte eine vorgefertigte Sorte mit Gemüsefüllung
01 - Zutat Maultaschen

1 mittlere Paprika
02 - Zutat Paprika

ca. 220g Champignons – frisch
03 - Zutat Champignons

1 mittlere Stange Lauch
04 - Zutat Lauch

1 größere Möhre
05 - Zutat Möhre

80 – 100g Speck – gewürfelt
06 - Zutat Speck

100g Creme fraiche
07 - Zutat Creme fraiche

1 Bund Schnittlauch
08 - Zutat Schnittlauch

Salz und weißer Pfeffer zum würzen
09 - Zutaten Salz und weißer Pfeffer

sowie etwa 100-150ml Gemüsebrühe. Da ich meine gekauften Maultaschen in Gemüsebrühe kochen musste verwendete ich etwas von dieser.

und etwas Olivenöl zum braten

Zuerst kochen wir unsere Maultaschen nach Packungsbeschreibung – bei mir war das wie bereits erwähnt in Gemüsebrühe.
10 - Maultaschen kochen

Während die Maultauschen kochen, brausen wir unsere Champignons ab,
11 - Champignons abbrausen

und waschen die Lauchstange.
12 - Lauch waschen

Dann schneiden wir die Champignons in Scheiben oder Vierteln bzw. Achteln sie,
13 - Champignons schneiden

zerteilen die Lauchstange in Ringe,
14 - Lauch in Ringe zerteilen

schälen die Möhre und schneiden sie in Stifte
15 - Möhre in Stifte schneiden

und entkernen die Paprika und schneiden sie ein Streifen oder Würfel.
16 - Paprika würfeln

Sind die Maultaschen fertig, entnehmen wir sie dem Topf, lassen sie kurz etwas abkühlen und halbieren oder vierteln sie dann.
17 - Maultaschen halbieren

Nun erhitzen wir etwas Öl in einer Pfanne und braten die Maultaschen rundherum darin an. Dann entnehmen wir sie und stellen sie bei Seite.
18 - Maultaschen anbraten

In dem noch heißen Fett können wir nun den Speck auslassen und etwas anbraten,
19 - Speck auslassen

um dann die Möhrenstifte
20 - Möhren mit anbraten

und wenig später auch die Paprika hinzu zu geben. Beides lassen wir für einige Minuten mitbruzzeln und Farbe annehmen.
21 - Paprika hinein

Jetzt folgen die Lauchringe
22 - Lauch dazu

und die Champignons, die wir beides einige Minuten ebenfalls anbraten lassen
23 - Champignons addieren

und dann mit 100 – 150ml Gemüsbrühe aufgießen.
24 - Gemüsebrühe aufgießen

Das Ganze lassen wir kurz aufkochen und würzen es dabei gleich mit Salz und weißem Pfeffer um es dann für sieben bis acht Minuten auf mittlerer Stufe vor sich hin köcheln zu lassen und dabei gelegentlich umrühren.
25 - Aufkochen lassen und würzen

Nun fügen wir unsere Maultaschen wieder hinzu und lassen es für weitere sieben bis acht Minuten köcheln.
26 - Maultaschen wieder hinein

In der Zwischenzeit können wir ja unser Schnittlauch waschen, trocken schütteln und zerschneiden.
27 - Schnittlauch schneiden

Zum Abschluss stellen wir die Platte aus, fügen die Creme fraiche
28 - Creme fraiche unterheben

und das Schnittlauch hinzu
29 - Schnittlauch einstreuen

und verrühren es gut mit dem restlichen Pfanneninhalt.
30 - Gut verrühren

Und fertig ist unsere Maultaschen-Gemüse-Pfanne, die wir sogleich servieren und genießen können.
31 - Maultaschen-Gemüse-Pfanne - Serviert

Ein wirklich sehr leckeres und gelungenes Gericht wie ich schnell feststellen durfte. Durch die kräftige Eigenwürze der Maultaschen und der Gemüsebrühe war die Zugabe von Salz und Pfeffer nur in geringen Mengen notwendig gewesen. Gemeinsam mit der Creme fraiche und dem Schnittlauch eine überaus schmackhafte und sehr sättigende Kreation. Einzig die Maultaschen hätten wohl besser geviertelt statt nur halbiert werden sollen, aber es ging natürlich auch so und dies hatte keinerlei Einfluss auf den Geschmack.

32 - Maultaschen-Gemüse-Pfanne - CloseUp

Mit 1700kcal für die ganze Pfanne, also 850kcal pro Portion, erreichte der Rezept einen guten Mittelwert was die Nährwerte angeht. Ein großer Teil der Kalorien ist dabei auf die Maultaschen mit 600kcal zurückzuführen. Lässt man den Speck weg kann man hier übrigens noch mal insgesamt 380kcal sparen, ich hatte diesen aber noch im Kühlschrank gehabt und musste ihn dringend verbrauchen, daher hatte ich ihn hier mit verarbeitet. Das “Originalrezept” war fleischlos gewesen. Aber ich bereute die Entscheidung nicht – aber das muss jeder selbst entscheiden.

Guten Appetit

Szegediner Gulasch & Fächerkartoffeln – das Rezept

Heute war mir mal nach einem Szegediner Gulasch – auch als Krautfleisch bekannt. Beim Fleisch gibt es sowohl Rezepte mit Rind- als auch Schweinefleisch, da ich aber bisher noch keinen Gulasch vom Schwein zubereitet hatte, entschied ich mich für mageres Schweinefleisch von der Schulter. Als Sättigungsbeilage werden zwar normalerweise Salzkartoffeln oder Weißbrot, in Tschechien auch gerne mal Knödel serviert, hier wich ich aber mal etwas von der Tradition ab und entschied mich Fächerkartoffeln mit Kräuterbutter und Knoblauch dazu zu reichen – ein Rezept das schon seit längerem bei mir herum geisterte und das ich nun endlich mal testen wollte. Hier war zwar etwas mehr Timing als sonst angesagt, aber die Zubereitung ist zeitlich wunderbar gelungen und erwies sich als wahrer Genuss so dass ich es natürlich nicht versäumen möchte das Rezept hier kurz vorzustellen.

Was benötigen wir also für 2-3 Portionen?

Für die Fächerkartoffeln:

6-8 große Kartoffeln – festkochende Sorte
01-Zutat-Kartoffeln

ca. 50-60g Kräuterbutter
02-Zutat-Kräuterbutter

2-3 Zehen Knoblauch
03 - Zutat Knoblauch

sowie etwas Salz

Für den Szegediner Gulasch:

550-600g mageres Schweinefleisch
04 - Zutat Schweinefleisch - mager

1 große oder 2 kleine Zwiebeln (ca. 250g)
05 - Zutat Zwiebel

500g Sauerkraut – küchenfertig
06 - Zutat Sauerkraut

3-4 Zehen Knoblauch
07 - Zutat Knoblauch

1/8 Liter Rotwein – trocken
08 - Zutat Rotwein

200g Passierte Tomaten
09 - Zutat Passierte Tomaten

400ml Gemüsebrühe
10 - Zutat Gemüsebrühe

1 Lorbeerblatt
11 - Zutat Lorbeerblatt

1 TL Kümmel
12 - Zutat Kümmel

2 TL Paprikapulver – edelsüß
13 - Zutat Paprikapulver edelsüß

Pfeffer und Salz
14 - Zutat Pfeffer & Salz

4 EL Sauerrahm (Saure Sahne)
15 - Zutat Saure Sahne

sowie etwas Butterschmalz zum anbraten
und ggf. etwas Wasser zum nachgießen

Beginnen wir nun damit, die Fächerkartoffeln vorzubereiten da diese am längsten brauchen. Dazu schälen wir erst einmal unsere rohen Kartoffeln
16 - Kartoffeln schälen

und schneiden sie vorsichtig zu etwa 2/3teln im Abstand von einigen Millimetern ein so dass kleine Fächer entstehen. Diese legen wir auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech.
17 - Fächerförmig einschneiden

Dann schälen wir die Knoblauchzehen und schneiden sie in sehr dünne Scheiben
18 - Knoblauch in dünne Scheiben schneiden

um dann die Kartoffeln alle paar Einschnitte mit einem solchen Scheibchen Knoblauch zu spicken.
19 - Mit Knoblauch spicken

Abschließend salzen wir die Kartoffeln, bestreichen sie mit etwa der Hälfte der Kräuterbutter, also ca. 25-30g und beginnen dann den Backofen auf 180 Grad vorzuheizen.
20 - Mit Kräuterbutter bestreichen

Während der Backofen vorheizt wenden wir uns den Zutaten für den Gulasch zu. Wir beginnen am besten mit dem Fleisch, das wir abwaschen, trocken tupfen und dann in mundgerechte Würfel – ca. 2x2cm – schneiden.
21 - Fleisch würfeln

Die Zwiebel, schälen wir, halbieren sie und schneiden sie in dünne Ringe, die wir bei großen Zwiebeln noch einmal halbieren.
22 - Zwiebeln in Ringe schneiden

Des weiteren schälen wir auch die Knoblauchzehen und zerhacken sie.
23 - Knoblauch hacken

Sobald der Ofen aufgeheizt ist schieben wir dann die Fächerkartoffeln auf mittlerer Schiene hinein.
24 - Kartoffeln in Ofen schieben

In einer großen Pfanne oder einem Topf zerlassen wir nun etwas Butterschmalz
25 - Butterschmalz zerlassen

und braten dann die Schweinefleischwürfel darin kräftig von allen Seiten an. Dabei entsteht zwar etwas Flüssigkeit, die verdunstet aber auch wieder – also keine Sorge.
26 - Fleisch anbraten

Ist das Fleisch gut durchgebraten, stellen wir auf die Platte auf mittlere Stufe herab, gießen wir den Rotwein auf
27 - Rotwein aufgießen

und lassen ihn einreduzieren bis das Fleisch wieder zu braten beginnt.
28 - Einreduzieren lassen

Nun geben wir Zwiebeln und Knoblauch hinzu
29 - Zwiebeln und Knoblauch dazu

und lassen sie glasig andünsten. Aber bitte hier vorsichtig sein damit nichts anbrennt.
30 - Glasig andünsten

Sind die Zwiebeln gut angedünstet, gießen wir die Gemüsebrühe hinein und lassen alles kurz aufkochen.
31 - Mit Gemüsebrühe aufgießen

Gleichzeitig gießen wir das Sauerkraut ab
32 - Sauerkraut abgießen

und fügen es dann in die Pfanne hinzu
33 - Sauerkraut hinzufügen

wo wir es gut unterheben.
34 - Sauerkraut unterheben

Den Pfanneninhalt würzen wir dann mit dem Lorbeerblatt, dem TL Kümmel und den zwei TL Paprikapulver.
35 - Würzen

Anschließend addieren wir die passierten Tomaten
36 - Passierte Tomaten rein

und verrühren sie gut
37 - verrühren

bevor wir alles noch einmal mit Salz und Pfeffer abschmecken.
38 - Mit Salz und Pfeffer würzen

Das Ganze muss jetzt ca. 45 Minuten schmoren wobei wir es natürlich gelegentlich umrühren.
Sind die Kartoffeln etwa eine dreiviertel Stunde im Ofen, entnehmen wir das Blech kurz und streichen die andere Hälfte der Kräuterbutter darauf um sie dann noch einmal für ca. 30 Minuten weiter zu backen.
39 - Kräuterbutter nachstreichen

Sollte sich die Flüssigkeit in der ersten haben Stunde zu sehr reduzieren, gießen wir außerdem zwischendurch etwas Wasser nach.
40 - ggf. Wasser nachgießen

Außerdem können wir zwischendurch natürlich auch mal probieren und wenn notwendig noch Pfeffer und Salz hinzugeben.
41-Probieren

Nach ca. 45 Minuten schalten wir dann die Platte aus oder auf die niedrigste Stufe herab, fügen den Sauerrahm hinzu
42 - Sauerrahm addieren

und heben ihn unter die Sauerkraut-Fleisch-Masse.
43 - Verrühren

Zur etwa gleichen Zeit müssten auch unsere Fächerkartoffeln fertig sein, die wir nun entnehmen und den Backofen abschalten.
44 - Fächerkartoffeln fertig

Nun können wir unser Gericht sofort servieren und genießen.
45 - Serviert

Sehr lecker wie ich feststellen durfte. Nicht nur dass der Szegediner Gulasch mit seinem gut durchgekochten Sauerkraut, den zarten Fleischwürfeln und der gut abgestimmten Würzung mehr als gelungen zu bezeichnen war – nein – auch die Fächerkartoffeln erwiesen sich als überaus passende Sättigungsbeilage zu Gerichten wieder Art. Dabei gaben ihnen die kleinen, eingelegten Knoblauchscheibchen ein angenehmes, aber nicht allzu kräftiges Knoblaucharoma. Der kleine Mehraufwand hatte sich hier auf jeden Fall gelohnt wie ich fand. Nur mit dem Salz hätte ich an den Kartoffeln etwas großzügiger sein können, aber das liess sich mit Hilfe eines Salzstreuers schnell und unkompliziert beheben.

46 - CloseUp

Von den Kalorienwerten erwies sich der Szegediner Gulasch mit einem Gesamtwert von c. 1700kcal pro Pfanne, also ca. 567kcal pro Portion auch als angenehm leicht – hier zeichnete es sich aus dass ich Saure Sahne mit nur 11% Fett und mageres Schweinefleisch verwendet hatte. So eine Fächerkartoffel mit Kräuterbutter macht diese Ersparnis aber schnell wieder wett. Eine dieser Kartoffeln hat laut meiner Berechnung fertig gebacken ca. 180kcal, das macht bei drei Kartoffeln noch mal 540kcal dazu. Das war mir der Genuss aber alle Male Wert. Ich hoffe mit diesem Rezept dem einen oder anderen eine Anregung gegeben zu haben und wer nicht so viel Aufwand betreiben will dem sei gesagt: Normale Salzkartoffeln tun es hier natürlich auch 😉

In diesem Sinne: Guten Appetit

Kochbananen-Shrimps-Eintopf – das Rezept

Eigentlich wollte ich dieses Gericht schon kurz vor Weihnachten kochen und hatte mir extra Kochbanenen besorgt, doch da diese noch grün waren und ich für das Gericht reife benötigte, ließ ich sie fertig reifen. Heute – es ist Heilige drei Könige, ein Feiertag hier in Bayern – war es nun endlich soweit und es wurde auch höchste Zeit dass endlich mal verbrauchte. Die Kochbanane, auch Gemüsebanane, Mehlbanane, Pisanfeige oder Plantan genannt, zählt ja in vielen Teilen von Afrika, Asien und Südamerika zu den Grundnahrungsmitteln und nimmer dort die selbe Rolle ein wie hier die Kartoffel. Sie ist weniger süß und enthält deutlich mehr Stärke als die sonst hier bekannte Obstbanane. Ich kann bereits jetzt sagen dass es sich bei diesem Gericht kulinarisch wirklich um ein sehr interessantes Erlebnis handelte, doch mehr dazu später.

Was benötigen wir also für 2 Portionen?

2-3 reife Kochbananen (ca. 500 – 600g)
01 - Zutat Kochbananen

200g Shrimps
02 - Zutat Shrimps

1 mittlere Möhre
03 - Zutat Möhre

1 große Zwiebel
04 - Zutat Zwiebel

1 Lorbeerblatt
05 - Zutat Lorbeerblatt

125ml Hühnerbrühe
06 - Zutat Hühnerbrühe

100ml Milch
07 - Zutat Milch

10g Butter
08 - Zutat Butter

1 EL Currypulver
09 - Zutat Currypulver

sowie Pfeffer und Salz
10 - Zutat Pfeffer und Salz

Wie immer beginnen wir damit, die einzelnen Zutaten vorzubereiten. Dazu schälen wir die Zwiebel und zerteilen sie in feine Würfel,
11 - Zwiebel würfeln

schälen die Möhre und schneiden sie sie in dünne Scheiben
12 - Karotte schneiden

und schälen auch die Kochbananen um sie in etwas dickere Scheiben zu schneiden. Wir ich feststellen musste lassen sich Kochbananen etwas schwerer Schälen als normale Obstbananen, aber ich habe es letztlich natürlich dennoch hinbekommen. 😉
13 - Kochbanenen zerteilen

Nun zerlassen wir in einem etwas größeren Topf die Butter
14 - Butter zerlassen

und dünsten unsere Zwiebelwürfel darin glasig an.
15 - Zwiebel glasig andünsten

Dann folgen die Kochbananen-Scheiben und das Lorbeerblatt
16 - Kochbananen und Lorbeerblatt hinzu

die wir mit dem Currypulver bestäuben und für ein bis zwei Minuten bei gelegentlichem Wenden schmoren lassen.
17 - Mit Currypulver bestäuben

Dann geben wir die Möhre hinzu
18 - Karotten rein

und gießen alles mit der Hühnerbrühe auf
19 - Mit Hühnerbrühe aufgießen

um es dann bei geschlossenem Deckel für ca. 20 Minuten auf mittlerer Stufe schmurgeln lassen und ab und zu umrühren damit nichts anbrennt.
20 - Geschlossen köcheln lassen

Anschließend gießen wir die Milch auf und lassen es noch einmal fünf Minuten köcheln
21 - Milch dazu geben

bevor wir die Shrimps ebenfalls hinzu geben und es noch einmal fünf bis sechs Minuten köcheln lassen.
23 - Shrimps unterheben

Dabei können wir es auch gleich mit Pfeffer und Salz würzen
22 - Würzen

und probieren.
24 - Probieren

Damit ist das Gericht auch schon fertig und wir können es servieren und genießen.
25 - Kochbananen-Shrimps-Eintopf / Plantain shrimps stew - Serviert

Obwohl deutlich weniger süß als die Obstbanane besaß auch die Gemüsebanane eine gewisse süße so dass ich das Ergebnis fast als ein geschmacklich sehr interessantes und ungewohntes Crossover zwischen Hauptgericht und Süßspeise bezeichnen möchte. Die Würze des Curry und die knackigen Shrimps rundeten dabei das Gericht wie ich fand wunderbar ab. Und auch die Möhrenscheiben waren entgegen meinen zuerst gehegten Bedenken gut durchgekocht. Für den europäischen Gaumen war das Gericht zwar etwas ungewohnt, aber durchaus lecker und gelungen wie ich fand.

26 - Kochbananen-Shrimps-Eintopf / Plantain shrimps stew - CloseUp

Mit etwa insgesamt 1000kcal für den ganzen Topf, also 500kcal pro Portion, erwies sich das Gericht auch als angenehm leicht obwohl es sich als sehr sättigend herausstellte. Der Gros der Nährwerte fiel dabei übrigens mit ca. 700kcal tatsächlich auf die Kochbananen zurück, was wohl auch mit ihrem hohen Stärkegehalt zusammenhängt. Zwar wird die Kochbanane eindeutig nicht die Kartoffel in meiner Küche ersetzen, aber als kleiner Ausflug in die ausländische Küche eignet sie sich durchaus. Die 2,50 Euro die ich für dieses Gemüse bezahlt habe, haben sich auf jeden Fall gelohnt und mir einen interessanten neun Geschmack nahegebracht.

In diesem Sinne: Guten Appetit

Afrikanischer Erdnusstopf mit Lamm – das Rezept

Auf meiner niemals endenden Suche nach neuen geschmacklichen Erlebnissen stieß ich heute auf ein Gericht, dass seine Ursprünge wohl in der westafrikanischen Küche haben soll: einem Erdnusstopf. Ob dem wirklich so ist sei mal so dahin gestellt, da es sich bei der Erdnuss ja eher um eine Frucht der Neuen Welt, also Amerika, handelt. Aber es ist natürlich nicht auszuschließen dass sie auch an der westlichen Küste des afrikanischen Kontinents heimisch geworden ist. Was im Originalrezept aber noch weniger passte war die Verwendung von Schweinefleisch dass ich mir in einem afrikanischen Kochtopf so gar nicht vorstellen konnte. Daher ersetzte ich dieses durch Lammfleisch. Und trotz dieser und anderer kleinerer Änderungen war das Ergebnis ein sehr gelungenes, geschmacklich etwas ungewöhnliches und doh leckeres Gericht, dass ich hier nun einmal kurz in üblicher Form vorstellen möchte.

Was benötigen wir also für 2-3 Portionen?

600g Lammfleisch (Ich wählte Schulter, Lammlachse war mir etwas zu teuer)
01 - Zutat Lammfleisch

2 mittlere Zwiebeln
02 - Zutat Zwiebeln

2 Karotten
03 - Zutat Karotten

1 Bund Petersilie
04 - Zutat Petersilie

3-4 Tomaten
05 - Zutat Tomaten

1 Kartoffel (Optional – hatte ich noch übrig)
06 - Zutat Kartoffel

180-200g Erdnussbutter/-creme
07 - Zutat Erdnusscreme/-butter

300ml Fleischbrühe
08 - Zutat Fleischbrühe

1 kleine Dose Tomatenstücke (200g)
09 - Zutat Tomatenstücke

Zum Würzen: Salz & Pfeffer nach Belieben, eine gute Prise Cayennepfeffer & 1 gehäufter EL Kreuzkümmel (Cumin)
10 - Zutat Gewürze

Einige Zitronenscheiben
11 - Zutat Zitrone

etwas Öl zum anbraten – wer welches hat kann hier Erdnussöl verwenden

Sättigungsbeilage nach Wahl – ich entschied mich für Basmatireis, denkbar wären aber auch Nudeln oder Naan
12 - Zutat Basmatireis

Wie immer beginnen wir mit der Vorbereitung der einzelnen Zutaten. Dazu schneiden wir die Zwiebel in feine Würfel,
13 - Zwiebel schneiden

schälen und würfeln die Kartoffel,
14 - Kartoffel würfeln

schälen die Karotten und schneiden sie in Scheiben
15 - Möhren schneiden

und entkernen und würfeln die Tomaten.
16 - Tomaten würfeln

Außerdem waschen wir das Lammfleisch, tupfen es trocken und schneiden es in schmale Streifen.
17 - Lammfleisch in Streifen schneiden

Mit etwas Öl braten wir dann das Lammfleisch rundherum portionsweise kräftig an
18 - Lammfleisch anbraten

und stellen es dann bei Seite.
19 - Fleisch beiseite legen

Dann bräunen wir unsere Zwiebel ggf. unter Zugabe von etwas frischem Öl gut an
20 - Zwiebeln anbräunen

und geben dann die Erdnussbutter dazu
21 - Erdnussbutter addieren

die wir zerlaufen lassen
22 - zerlaufen lassen

und mit Salz, Pfeffer, Cayennepfeffer und Kreuzkümmel würzen.
23 - würzen

Anschließend geben wir die Dose Tomaten hinzu,
24 - Tomatenstücke hinzu geben

heben sie unter
25 - unterheben

und geben dann die Karottenscheiben in die Pfanne.
26 - Möhren rein

Alles gießen wir mit der Fleischbrühe auf
27 - Fleischbrühe aufgießen

und addieren schließlich noch unsere Kartoffelwürfel.
28 - Kartoffelwürfel dazu

Die Mischung lassen wir dann kurz aufkochen
29 - Aufkochen lassen

und fügen dann das Fleisch wieder dazu.
30 - Fleisch wieder hinzu

Bei gelegentlichem Umrühren lassen wir alles dann für 20 Minuten auf mittlerer Stufe köcheln
31 - Köcheln lassen

und geben dann unsere Tomatenwürfel dazu
32 - Tomaten hinein

um es dann weitere 20-30 Minuten köcheln zu lassen. Auch hier dürfen wir das gelegentliche Umrühren nicht vergessen.
33 - umrühren

In der Zwischenzeit können wir schon mal unseren Reis aufsetzen und kochen.
34 - Reis kochen

Außerdem können wir unsere Petersilie waschen, trocken schütteln und die Blätter abzupfen um diese dann klein zu schneiden.
35 - Petersilie zerkleinern

Kurz vor Garende fügen wir diese dann zu unserem Gericht hinzu und geben sie gut unter.
36 - Petersilie addieren

Abschließend probieren wir das Ganze, würzen es ggf. noch einmal nach
37 - probieren

und können es dann gemeinsam mit dem Reis und den Zitronenscheiben servieren. Der Saft der Zitronen wird beim Essen über das Fleisch geträufelt.
38 - Erdnusstopf mit Lamm / Peanut stew with lamb - Serviert

Das Ergebnis war eine sehr mächtige, geschmacklich etwas ungewohnte aber dennoch sehr leckere Zubereitung. Das Lammfleisch war in der Erdnuss-Sauce angenehm zart geworden und trotz des kräftigen Eigengeschmacks dem Lammfleisch ja anhaftet harmonierte es sehr gut mit dem Erdnussaroma und dem Kreuzkümmel. Der Zitronensaft den ich noch darauf träufelte rundete das Geschmackserlebnis schließlich noch ab. Allerdings erwies sich das Gericht als wirklich sehr schwer, so dass ich heute auf einen Nachschlag verzichten musste – nach einer Portion war ich bereits Pappsatt.

39 - Erdnusstopf mit Lamm / Peanut stew with lamb - CloseUp

Ich hätte vorher nie gedacht, dass man Erdnussbutter, Lammfleisch und Gemüse zu einem so leckeren Gericht kombinieren könnte und dass man einem solchen Gericht gerade mit Zitronensaft, den ich ja eher von Fischgerichten her kenne, garnieren kann eröffnete mir vollkommen neue kulinarische Horizonte. Dabei muss ich zugeben dass ich zu Beginn tatsächlich etwas gezweifelt hatte ob ein solches Gericht wirklich so gut gelingen würde, aber ich wurde dank meiner Experimentierfreude nun doch eines besseren belehrt. Man sollte auch ungewöhnliche Kombinationen von Zutaten wirklich nicht von vorne herein ablehnen. Wer kein Lamm mag oder dies zu teuer ist, kann übrigens auch gerne Hühnerbrust oder anderes Fleisch verwenden – auch wenn ich für das Ergebnis natürlich nicht garantieren kann. 😉
Kalorientechnisch ist das Gericht natürlich – wie bei der Verwendung von Erdnussbutter nicht anders zu erwarten – nicht gerade vorteilhaft. Meiner groben Kalkulation nach hat die ganze Pfanne 2400kcal, auf drei Portionen verteilt sind das immer noch gut 800kcal, den Reis und den Zitronensaft mal nicht mit dazu gerechnet. Aber das war mir dieses geschmackliche Erlebnis heute mal wert.

In diesem Sinne: Guten Appetit